Dienstag, 31. Dezember 2013

Der kürzeste Post des Jahres

"Der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, heller und heller erstrahlt es bis zur Tageshöhe."
Sprüche 4, 18

Allen Lesern Gottes Segen und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Montag, 30. Dezember 2013

Der Vater Jesu

"Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies zugehen, da ich von keinem Mann weiß?
Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden."
Lukas 1, 34-35

Man hat in diesen Tagen in einer Zeitung katholische und evangelische Theologen, Philosophen, sowie Biologen, Psychologen und als Dreingabe eine Journalistin gefragt, wer der Vater Jesu ist, bzw. ob die Befragten an die Jungfrauengeburt glauben.

Es war interessant, zu lesen, worauf die alles kamen. Die Katholiken haben mehrheitlich an die Vaterschaft Gottes geglaubt. Der evangelische Exbischof Huber schon nicht mehr. Den Text von Uta Ranke-Heinemann habe ich nicht verstanden, was nicht unbedingt verwunderlich ist. Sie ist ja außer katholischer Theologin auch Feministin.
Der Biologe hat an die Biologie geglaubt, an Hormone und Triebe. Und der Psychologe war ganz aufgeregt, als er über Enge und Zwänge sprach, die eine Jungfrauschaft doch so mit sich bringe.
Die Journalistin war erwartungsgemäß total verwirrt von allem, was mit  Gott zu tun hat.

Der Vater Jesu ist Gott.
Wenn Gott nicht der Vater Jesu war, dann ist Jesus ein Adamssohn wie alle anderen.
Ist er aber nicht.
Keiner außer ihm (und seinem göttlichen Vater) hat je die Taten getan, die Jesus tat. Adam mag vor dem Sündenfall, als er noch die Welt beherrschte und nicht die Welt ihn, noch ähnliche Vollmachten gehabt haben und etwa auf dem Wasser gegangen sein. Überliefert ist davon wenig bis nichts.

Die Bibel lehrt: "Was die Seele alles Fleisches betrifft: sein Blut, das ist seine Seele." (3 Mose 17, 14). Das hebräische Wort für "Seele" bedeutet außerdem "Leben" und "Person."
Seele, Leben und Person haben etwas mit dem Blut zu tun.
Nun ist es so, daß nur ein befruchtetes Ei Blut bildet. Ein unbefruchtetes tut das nicht. Gilt für Hühnereier genauso wie für menschliche. Es ist also der Vater, der entscheidend zur Blutbildung beiträgt.
Das Blut der Mutter und des Kindes haben nichts miteinander zu tun. Die haben außerdem meist unterschiedliche Blutgruppen.

Im 20. Jahrhundert haben Forscher sogar herausgefunden, daß es eine sogenannte Plazentaschranke gibt: Aus dem Blut der Mutter gelangen Proteine, Nahrung, sogar Alkohol und Drogen ins Blut des Kindes, nicht aber das Blut der Mutter selber. Unter traumatischen Umständen kann Blut aus dem Kind in die Mutter gelangen, nie jedoch umgekehrt.

Das Blut Jesu war strikt getrennt von dem seiner Mutter. (Wir erinnern uns: Das Blut hat auch geistliche Qualitäten. In ihm stecken Seele, Leben und Persönlichkeit eines Menschen). Entsprechend teilte Jesus auch nicht Marias geistliche Erlösungsbedürftigkeit. Sie war eine wunderbare Frau des Glaubens. Doch auch sie bedurfte noch der Vergebung und Erneuerung durch den Heiligen Geist, wie alle Menschen.

Wie gesagt: Ohne Vater kein  Blut.
Das Blut Jesu ist nicht zuletzt deswegen ein besonderes, weil es seit Anbeginn das einzige menschliche Blut war, das nicht von Adam kam.
Es war somit unbelastet vom Sündenfall.
Die Natur Adams war nicht in ihm. So, wie das Wesen Adams in seinen Söhnen weitergereicht wird, so wurde das Wesen Gottes in Jesu Blut hineingereicht.
Jesus ist ein Mensch, wie es keinen je gegeben hat. Der Grund ist sein leiblicher Vater. (Ich bleibe dabei: Schwanger vom Hl. Geist war Maria Jungfrau als sie Jesus gebar).

Warum wurde Jesus Mensch?
Nur ein sündloser Mensch kann die Sünden der Sünder stellvertretend auf sich nehmen und hinterher wieder auferstehen. Ein toter Sünder wäre am Ort des Gerichts geblieben, denn ein Sünder kann einen Sünder nicht erlösen. Nur ein Unschuldiger kann das.

Dieses Wissen war mal Allgemeingut.

Nun ist es so, wenn wir Jesus als Herrn annehmen, dann bekommen wir Gottes Natur eingepflanzt. Die Bibel nennt das, geistlich von neuem geboren werden. Auch unser Blut verändert sich dann geistlich und bekommt Qualitäten wie das von Jesus.

"Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes." (Römer 8, 11).

Nicht nur unser Geist, sogar unser sterblicher Körper wird jetzt mit Gottes Energie versorgt, wenn wir ihn in unser Leben eingeladen haben.

Und alles nur, weil Gott Jesu Vater ist.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Die Weihnachtsweissagung

Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens."
Jesaja 9, 5

Diese Weissagung ist nur eine von vielen in der Bibel, die Jesus betreffen. Sie wurde rund 700 Jahre bevor's passierte niedergeschrieben.

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2013.
Und Gottes Segen, Weisheit, Erkenntnis, Verständnis, Rat und Kraft fürs neue Jahr.

Samstag, 21. Dezember 2013

Leiden und Nutzen

"Wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen."
1 Petrus 4, 1

Bis vor etlichen Jahren trank ich zuviel Kaffee. Ich spürte, daß ich da langsamer machen sollte, tat's aber nicht. Körperlich machte mir das Zeug nichts aus, außer, daß ich ziemlich leicht unangenehm nervös wurde, wenn es Schwierigkeiten gab.
Und wann gibt's die nicht?

Als Gemeinde wohnten wir damals noch in einem anderen Gebäude. Die Vermieter waren nette Leute. Doch sie wollten plötzlich kurzfristig 12% mehr Miete, was ich für übertrieben hielt. Wir begannen zu verhandeln. Naiv wie ich war, berichtete ich der Gemeinde von unseren Schwierigkeiten--mit dem Ergebnis, daß in jenem Monat das Opfer das niedrigste seit Jahren war. Wir sind grundsätzlich eine glaubensvolle Gemeinde. Doch manch einer dachte damals wohl: In eine Gemeinde, die demnächst zumacht, investiere ich nichts mehr.

Mir wurde mulmig.

Ich versprach dem Herrn stehenden Fußes, meinen Kaffeegenuß aufs Wochenende zu beschränken, außer es gäbe einen besonderen Anlaß unter der Woche. Ich brach mit meiner mir doch bloß selber schadenden Sünde, denn ich litt gerade im Fleisch.
Leiden im Fleisch macht uns willig, mit der Sünde abzuschließen.
Gesagt, getan.

Die Vermieter und wir verhandelten weiter, mit dem Ergebnis, daß die Miete um 19% sank statt um 12% zu steigen. Gott saß plötzlich mit am Tisch.
Als ich der Gemeinde diese Nachricht bringen konnte, war die Freude groß. Der Herr war noch immer mit uns. Die Zuversicht übermannte die Zweifler und wir hatten zum Schluß das bis dahin finanziell beste Jahr.

Leiden im Fleisch macht keinen Spaß.
Doch wenn's einem hilft, mit schlechten Angewohnheiten zu brechen und so Gott näherzukommen, dann hat es doch einen Wert.

Gibt's da was, das du ändern solltest?

Montag, 16. Dezember 2013

Springt da was über?

"Pastor, ein geistlicher Leiter hat mir gesagt, Kranken soll man nicht die Hände auflegen, damit da nicht was vom Kranken auf mich überspringt. Finde ich komisch. Was sagst du dazu?"

Ich reiche die Frage weiter: Was sagt Jesus dazu?
Er sagt: "Schwachen [im Sinne von Gebrechlichen] werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohlbefinden." (Markus 16, 18).

Jesus sagt dies unmittelbar bevor er in den Himmel auffährt. Dies sind seine letzten Worte. Er redet hier prophetisch. Er beauftragt die Gläubigen geradezu, den Kranken die Hände aufzulegen. Offenbar teilte Jesus die Befürchtung nicht, daß sich einer da was einfangen kann.
Sorry, aber das ist doch purer Aberglaube.

Sicher heißt es in 1 Timotheus 5, 22, "Die Hände lege niemand schnell auf." Doch Paulus bezieht sich hier auf die Einsetzung von Predigern in den Dienst. (Timotheus selber wurde mit "Handauflegung der Ältestenschaft", (1 Tim 4, 14), in den Dienst eingesetzt). Denn einsetzen kann man schnell jemanden. Wieder loswerden ist viel schwerer, im Fall daß sich die Person nicht bewährt.

Erst gestern hat mich I.B. in der Gemeinde daran erinnert, daß ich ihr vor vielen Monaten mal nach dem Gottesdienst mitten im Bistro die Hände aufs Schienbein gelegt habe. Anderthalb Jahre lang hatte sie dort große Schmerzen und befürchtete schon das Schlimmste. Der Herr hat sie damals angerührt und sie ist bis heute schmerzfrei. (Ich bin kein Heiler. Ich kann nur beten, wie jeder andere auch. Gott allein heilt).

Und in der Frauenzeitschrift "Tina" stand gar ein positiver Artikel über unseren Freund Andreas Herrmann drin. Andi dient dort in einem Heilungsgottesdienst im CZW und die Journalistin beschreibt, was passiert. Sie erklärt sogar in einer extra Textbox ausdrücklich, daß evangelische Freikirchen keine Sekten sind. (Eine deutsche Journalistin! Hält man's aus?)

Also: Wenn du einen Gebrechlichen siehst, der offen ist für deine Worte, dann leg ihm die Hände auf und überantworte ihn Gott. Jesus hat früher geheilt und er ist "derselbe gestern und heute und in Ewigkeit." (Hebräer 13, 8).

Samstag, 14. Dezember 2013

Gottes Zorn? Aber er ist doch Liebe!

Zu "Sünder in der Hand eines zornigen Gottes", der berühmten Predigt von Jonathan Edwards, schreibt M. aus M.:

"Pastor, ich bin so froh, dass ... ich ein Sünder bin, der in der Hand eines liebenden Gottes ist.
Du bemängelst des öfteren die ''Tritt mich in den Staub'' Mentalität vieler Christen und Du hast so recht damit. Aber durch Prediger wie J. Edwards wurde diese Mentalität doch erst gefördert.
Wenn es nach Recht und Gesetz gegangen wäre, dann hätte Jesus die von den Pharisäern herbei gezerrte Ehebrecherin steinigen müssen.....Hat er aber nicht!!! Warum? Weil unser Gott in erster Linie ein Gott der Liebe ist und nicht des Zornes. Diese Liebe hat eine soviel größere Macht Menschen an Sein Herz zu treiben, als jede Zornesrede.
Es ist die Gnade und Liebe Gottes, die Sünde vergibt und zugleich Sünder von innen heraus komplett verändert. Nichts anderes ist dazu so in der Lage..."

Hallo M.,

du bist kein Sünder. 
Wenn du Jesus als Herrn und Erlöser angenommen hast, dann bist du "die Gerechtigkeit Gottes" in Person, (2 Korinther 5, 21), und im biblischen Sinn ein Heiliger, der ohne weiteres in der Gegenwart Gottes bestehen kann. Du bist ein Kind Gottes in der Hand eines liebenden Vaters. Das ist super.

Bei Sündern ist das anders. 

Jonathan Edwards hat sich nicht an Christen gewandt, sondern eben an Menschen, die Gott gegenüber gleichgültig bis feindselig eingestellt sind. In seiner Predigt verwendet er zwei Drittel darauf, ihnen aus der Bibel die Konsequenzen ihrer Feindschaft aufzuzeigen. Das letzte Drittel lädt er die Verlorenen ein, Christen zu werden.
Wie bei Johannes dem Täufer, der seine Zuhörer auch Schlangen, usw., genannt hat, riefen die Leute irgendwann, "Was sollen wir tun?"
Dann sagte er es ihnen: In Jesus ist das Heil. Er ist die Brücke zum Vater.
Edwards hat nicht in pharisäischer Weise gepredigt. Er hat seine Zuhörer nicht mit Genuß und Lust und voller Selbstgerechtigkeit über die ewigen Flammen gehängt. 
Er war kein manischer Straßenprediger. 
Sein Motiv war tatsächlich, aufzuklären und die Notwendigkeit der Erlösung in Christus aufzuzeigen. 

Er hat damit ganze Landstriche in Bewegung gebracht.

Seine Hörer waren sich nun im klaren darüber, wohin ihr rebellischer Weg führt: Ihre Sünde hatte das Kreuz Christi nötig gemacht. Jesus hing dort, obwohl sie dort zu hängen verdient hatten. Als ihr Stellvertreter ging er für sie ins Feuer des Gerichts. Das tat er nicht zum Spaßvergnügen, sondern weil die Sünde die Hölle nach sich zieht und Gott nicht will, daß der Mensch dort landet.
Wer Jesus nicht annimmt, für den ist Jesus umsonst gestorben. Beladen mit seiner Schuld geht er dann dorthin, wo Jesus war: In die Zorngluten (Psalm 88, 17). Dort ist es nicht schön.
Aufgewühlt, bekehrten sich die Leute sich in Scharen.
Hinterher hatten sie nicht die (katholisch-mitteleuropäische) Wurm-im-Staub-Mentalität, sondern waren voll großer Freude und sich ihres Heils gewiß.

Es ist Aufgabe des Heiligen Geistes, die Menschen "von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht" zu überführen. (Johannes 16, 8). Dazu bedient er sich durchaus auch mal solcher mahnender Predigten. 

Paulus hat einst den Korinthern die Leviten gelesen und sie dadurch "betrübt." Er sagt dazu, "Jetzt freue ich mich, nicht daß ihr betrübt worden, sondern daß ihr zur Umkehr betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes Sinn betrübt worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Umkehr zum Heil. Die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod." (2 Korinther 7, 9-10).
Es gibt eine geistgewirkte Betrübtheit, die zur Umkehr führt. Und es gibt eine weltliche, die zur Depression führt. Uns ist natürlich an ersterer gelegen. Daran, die Menschen hoffnungslos in ihrer Verdammnis zurückzulassen, kann nicht unser Ziel sein. Das wußte auch Edwards und predigte Jesus als Ausweg und Schutzraum vor dem Zorn Gottes.

Stimmt schon, Jesus hat die Ehebrecherin nicht steinigen wollen. (Die Todesstrafe durften zudem damals nur die Römer aussprechen, die Juden nicht). Er wies vielmehr ihre selbstgerechten Verkläger auf ihre eigene Sündhaftigkeit hin und das Problem löste sich auf. 

Er, der den ersten Stein hätte werfen können, tat dies nicht. 

Er ließ die Frau nach einer Ermahnung ziehen. Aber: Er sprach wenig später sieben Wehe über die Pharisäer aus und sagte ihnen überdeutlich: "Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?" (Matthäus 23, 33).
Jesus hat übrigens mehr über die Hölle gepredigt als alle anderen zusammen. (zB Matthäus 5, wo er sagt, tut alles, um dort bloß nicht zu landen!)

Gott ist glücklicherweise ein Gott der Liebe. Er liebt die Menschen so sehr, daß er bereit ist, sie aus ihrer selbstverschuldeten Misere herauszuholen und ihnen neues Leben zu geben.

Aber der Zorn Gottes ist auch eine Realität.

Paulus sagt über Abgefallene und andere Gottesverächter: " Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben [die "mutwillige Sünde" ist das Ablehnen von Jesus als Erlöser], bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. 
Hat jemand das Gesetz Moses verworfen, stirbt er ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin. Wieviel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? Denn wir kennen den, der gesagt hat: "Mein ist die Rache, ich will vergelten"; und wiederum: "Der Herr wird sein Volk richten."
Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen." (Hebräer 10, 26-31).

Bei Jesus ist man vor dem Zorn so sicher, wie Noah in der Arche vor der Sintflut sicher war. 
Die Gemeinde Jesu ist, wie Noahs Arche, ein Rettungsboot. Sie ist außerdem das einzige.
Lad Jesus in dein Leben ein und komm an Bord. 
Bevor der Regen kommt und die lange Nacht anbricht.
Denn es gibt auch ein "Zu spät."

Donnerstag, 12. Dezember 2013

"Sünder in der Hand eines zornigen Gottes"

"Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen."
Hebräer 10, 31

Beim Studium über den Sündenfall bin ich auf eine 270 Jahre alte Predigt mit dem Titel "Sünder in der Hand eines zornigen Gottes" gestoßen. Die kannte ich schon länger, jetzt habe ich sie jedoch mal gelesen.
Geschrieben hat sie der Puritaner Jonathan Edwards. Er war Pastor und kurz vor seinem Tod noch Präsident der berühmten Princeton Universität in New Jersey, die einst als Bibelschule begann und wo später auch Albert Einstein wirkte.

Es ist eine berühmte Predigt. Edwards befeuerte mit ihr das sogenannte "Erste Große Erwachen", also die massive Hinwendung zum christlichen Glauben, die in Europa und den amerikanischen Kolonien zwischen 1730 und 1750 stattfand. Andere große Namen aus dieser Zeit sind Whitefield und Wesley. In Deutschland waren die Pietisten stark und Leute wie Graf Zinzendorf.

Es ist eine Predigt, wie sie heutzutage nicht mehr gehalten wird. Zuviel Feuer und Schwefel, zuviel Verdammnis, Angst und Hölle.
Die Sache ist nur, daß Edwards seine zehn Punkte alle in nicht-sektiererischer Weise mit Bibelstellen belegt. Und natürlich predigt er auch den Ausweg: Jesus. Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Christen sind erlöst und sicher in IHM.
Sündern macht er allerdings keine Hoffnungen.
Edwards nimmt sich das abgefallene, ungläubige, götzendienerische, halsstarrige, zu jeder Schandtat bereite und schließlich großteils von Gott verworfene Gottesvolk im Alten Testament als Vorbild für die Sünder, über die er predigt. (Es ist ja egal, ob ein Sünder Israelit oder etwas anderes ist).

Was sagt er genau?

1. "Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß wankt. Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei." (5 Mose 32, 35).
Ein Sünder bewegt sich auf glitschigem Terrain. Sein Fuß kann jederzeit ausgleiten.  Bleibt er bei seiner Abwendung von Gott, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er in den "Bach des Verderbens" fällt. Das wird passieren.
2. Der Sünder weiß nicht, ob er im nächsten Moment noch steht.
3. Er kann ohne Einwirkung von außen fallen. Sein eigenes Körpergewicht sorgt dafür.
4. Der einzige Grund, weshalb ein beliebiger Sünder noch nicht ins Verderben gefallen ist, ist die Langmut Gottes, die ihn weitertorkeln läßt. Gott könnte einen Sünder jederzeit zur Hölle fahren lassen.
Er wäre stets im Recht.
"Wenn nicht der Herr der Heerscharen uns Nachkommen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden." (Römer 9, 29).

Tatsache ist, daß jetzt in der Hölle Menschen sind, die im Leben weniger schlimm waren als so manche Sünder, die momentan noch leben. Diese heutigen Sünder sind jederzeit in Gefahr, ohne Umwege in der Hölle zu landen. Denn wieso sollte Gott sie besser behandeln als die weniger Schlimmen, die schon dort sind? Der Zorn Gottes lodert jetzt gegen diese Leute: Als "Söhne des Ungehorsams" sind sie "Kinder des Zorns." (Epheser 2, 3) und damit preisgegeben.
Sie werden ganz sicher nicht verschont werden, wenn sie nicht umkehren.

Edwards sagt noch viele andere Dinge in dieser Predigt. Als Ausweg aus seinem Dilemma bietet er dem Sünder die Anrufung Gottes an, mit der Bitte um Vergebung. Gott hat kein Gefallen am Untergang des Sünders. Deswegen sandte er Jesus.
Der rettet vor dem Verderben. Damals wie heute.




Montag, 9. Dezember 2013

Weihnachtsfeier

"Sie aßen und tranken und waren fröhlich."
1 Könige 4, 20

Wir hatten eine prima Weihnachtsfeier gestern.
Wir aßen hunderte von Würstchen und eimerweise Kartoffelsalat. Und anderen Salat. Und Kuchen. Und tranken einen halben Hektoliter Kaffee, (schätz ich mal).
Die Beiträge waren alles, von goldig und humorvoll bis ernst und gediegen.
Schön war's.
Und hinterher sah alles wieder aus, als wäre nichts geschehen.
Allen Mitarbeitern nochmals vielen Dank für euer Engagement.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

In die Tonne mit der Verfassung

"Ich ermahne nun, daß vor allen Dingen Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen. Für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit."
1 Timotheus 2, 1-2

Ich gebe zu, ich habe Bauchweh beim Gedanken an eine Große Koalition. Es ist in einer real funktionierenden Demokratie eigentlich nicht vorgesehen, daß die beiden stärksten Kräfte im Parlament sich zusammentun. 
Denn das ist brandgefährlich. 
Die so entstandene Supermehrheit kann dann schalten und walten, wie sie will. Sie kann noch die blödsinnigsten Gesetze erlassen und keiner kann sie daran hindern. Wenn eine solche Supermehrheit beschließt, unnatürliche Lebensformen in allem der Ehe gleichzustellen, dann kann sie das. Wenn sie damit die Verfassung, (Artikel 6), in die Tonne haut: Na und? Wer wird sie daran hindern? 
Die Medien? Die haben sich größtenteils selbst gleichgeschaltet. Von denen wird man keinen Pieps hören.  
Das Verfassungsgericht? Daß ich nicht lache. Dort sitzen auch nur Menschen, und die legen den Gesetzestext gern mal dem Zeitgeist gemäß aus. Denn da ist man politisch auf der sicheren Seite.

Eine Supermehrheit ähnelt einer Einparteienherrschaft viel zu sehr, als daß ich mich damit wohlfühlen könnte. Ich mißtraue dem Ganzen. Neuwahlen wären mir allemal lieber.

Denn in einer funktionierenden Demokratie ist ein Parlament nicht überflüssig, wie in einem Einparteiensystem. Im Parlament wird parliert: geredet, gestritten, gerungen um die beste Lösung. Am besten funktioniert das mit zwei Parteien, die ihre Positionen klar formulieren und nicht in Wortwolken verstecken. 
Wenn eine Regierungspartei einen Gesetzesvorschlag einbringt, dann muß die Opposition diesen Vorschlag mit den besten Argumenten, die ihr einfallen, zerpflücken, ja in der Luft zerreißen. Denn ein neues Gesetz bedeutet immer neue Belastungen für den Bürger, und meist ist sind diese Belastungen verzichtbar. Das muß die Opposition klarmachen und mit einem eigenen, hoffentlich besseren Vorschlag kontern.
Das muß fetzen.
Die müssen streiten, bis aus Argument und Gegenargument ein Gesetz entsteht, das auf einer breiten Zustimmung der Parlamentarier fußt. Dann ist es ein legitimes Gesetz. Nur durch diesen These-Antithese-Synthese-Prozeß kommen gute Gesetze zustande.
Aber mancher Deutsche mag keine streitenden Parteien. Lieber ist ihm die heimelige Idee von der Mutti Merkel.
Bürger: Sie ist nicht deine Mutter. 
Sie ist, wie alle Regenten, ein notwendiges Übel. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich werden die Steuern nächstes Jahr steigen. Vielleicht heißen sie nicht dann Steuern, sondern Abgaben oder Umlagen. Doch steigen werden sie. Die PKW-Maut? Wird kommen. Für alle. Und einmal erlassene Steuererhöhungen werden nie rückgängig gemacht. (Und selbst wenn doch: Diese Steuern sind wie Zombies, sie kommen wieder, wie die Schaumweinsteuer von 1902 oder der Solidaritätszuschlag).

Bleibt das Gebet und die Hoffnung, daß die größten Torheiten einer großen Koalition durch die normative Kraft des Faktischen verhindert werden. (Familie oder Geschlecht kann man politisch abschaffen. In der Natur bleiben sie dennoch erhalten. So hat der Fortschritt seine Grenzen).

Tirade beendet. (Zurück zur Arbeit am Bibelkommentar).

Dienstag, 3. Dezember 2013

"Ison" oder "Be ready when Jesus comes again"

"Pastor, hat der Komet Ison, der dieser Tage durch unser Sonnensystem zischt, etwas mit der Wiederkehr Christi zu tun?"

Wenn Jesus wiederkommt, wird keiner so recht damit gerechnet haben. Jesus selber sagt, "Wacht also! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt" und "Seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen." (Matthäus 24, 42+44).

Ison hat auch keiner kommen sehen. Er flitzt um die Sonne und wird dann knapp an der Erde vorbei wieder ins All hinauskatapultiert. Er soll einen schönen, riesigen, eine Million Kilometer langen Kometenschweif hinter sich herziehen, den man auch von der Erde aus sehen wird.
Mal schauen.
Vielleicht schaut das dann so aus, als ob sich eine große Wolke an uns vorbeizieht und verschwindet.
Wenn die in der Bibel geweissagte Entrückung der Gemeinde Christi stattfindet, dann könnte die dermaleinst so ähnlich aussehen.

"Danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen [den auferstandenen Christen] entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein." (1 Thessalonicher 4, 17).

Vielleicht ist dieser Komet ein Symbol, eines der "Wunder oben am Himmel", von denen Petrus und Joel geredet haben (Apostelgeschichte 2, 19).

Wir werden uns überraschen lassen müssen.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Das Wort zieht Kreise

"Liebes CGZ, lieber Pastor Gert,
als treue Predigtdownloader freuen wir uns seit mehreren Jahren über die sehr gute Lehre und empfehle diese in unserem Bekanntenkreis weiter. Heute hatten wir ein kleines Jubiläum, beim herunterladen der aktuellen Predigt, stellten wir fest, dass es die 200ste!!! Predigt ist.
Vielen Dank für euren treuen Dienst.
Gottes Segen aus H.
T. und M. S."

Preis dem Herrn. Wir freuen uns, daß ihr das Wort Gottes mit Gewinn hört.
Vielen Dank an dieser Stelle allen Unterstützern landauf-landab und im CGZ, die diese Dienste möglich machen. Gott wird euch nicht vergessen:

"Wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiß nicht verlieren." (Matthäus 10, 42).

Vielen Dank auch denen, die unsere Reise letzten Monat ermöglichten, (ihr wißt, wer ihr seid). Unsere Partner vor Ort haben ein Bild von einem unserer Besuche in einer Gemeinde dort ins Netz gestellt. Wer mal schauen will: Hier klicken.



Samstag, 30. November 2013

Learn to love the "Lernkurve"

"Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in dem Paradies Gottes ist." (Offenbarung 2, 7).

Jesus spricht hier von denjenigen, die bis zu ihrem Tod im Glauben an ihn bleiben. Doch das Prinzip, das er hier postuliert, gilt allgemein:
Wer ein Ziel hat, darf nicht aufgeben, bis er es erreicht hat. Innere Sättigung mit Erfolgsgefühlen und Überwinderbewußtsein gibt's erst, wenn man Erfolg gehabt hat und seine Hindernisse überwunden hat. Die bedröppelten Gesichter mancher Zeitgenossen sagen mir, daß wir viel zu schnell aufgeben.

Über uns ist aber Gelingen beschlossen.

Natürlich gibt's Versagen und Mißerfolg auch im Leben von Christen. Doch wenn wir dranbleiben und weiter auf unser Ziel zustreben, dann ist der Sieg nur eine Frage der Zeit. Wir kalkulieren gelegentliches Versagen ein und nennen es Lernkurve.

Wenn wir ernsthaft mit Jesus gehen, dann gilt für uns:
"Der HERR wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt." (5 Mose 28, 8).

Amen.

Donnerstag, 28. November 2013

"Alles hängt an mir!"

"Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfe!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. Eines aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird."
Lukas 10, 40-42.

Jeder kennt sie: Menschen, die augenscheinlich zu inkompetent sind, um ihr eigenes Leben zu meistern. Ständig machen sie Schulden, betrinken sich, oder kümmern sich nicht um ihre Arbeit.
Und stets ist jemand da, der diese Leute auffängt.
Eltern begleichen die Schulden ihrer Kinder.
Die Ehefrau ruft beim Chef an und meldet ihren besoffenen Gatten krank.
Der Kollege schuftet für den schluffigen Kollegen mit, da das Projekt ja fertigwerden muß.

Alle diese liebenswerten Helferlein machen denselben Fehler wie Marta aus Bethanien: Sie sind besorgt und beunruhigt um viele Dinge. Denn sie denken, alles hänge an ihnen.

Doch als Marta sich bei Jesus beschwerte, reagierte der nicht so, wie sie es erwartet hätte. Derjenige, der sagte, "Kommt zu mir, ihr Mühseligen und Beladenen" hilft dieser Mühseligen und Beladenen nicht! Stattdessen stellt er klar, daß ihre vielen Sorgen unnötig sind und eines nötig ist: Das Wort Gottes zu hören, (was die von Marta getadelte Maria tat).

Offenbar ist es nicht Gottes Wille, daß wir sämtliche Lasten der Welt, (zumindest unserer), tragen. Jesus erwartet von Leuten, die sich stets darum sorgen daß alles klappt, daß sie sich nicht so ernst nehmen. Es geht auch ohne sie.
Wenn du die Schulden deiner Kinder nicht mehr bezahlst, dann lernen sie vielleicht, mit ihrem Geld umzugehen.
Wenn der Betrunkene merkt, daß er nicht länger gedeckt wird, dann muß er sich mit seiner Sucht endlich mal auseinandersetzen.
Wenn der Kollege merkt, daß du seine Arbeit nicht länger miterledigst, dann wacht er vielleicht auf und macht sie selber.
Und du bist entlastet.

Bei Lasten, die Gott uns zu tragen gegeben hat, trägt er mit. Dieses Joch ist dann leicht.
Bei Lasten, die wir unnötigerweise übernommen haben, trägt er nicht mit. Dann haben wir Streß.

Wer Ohren hat, zu hören...

Montag, 25. November 2013

Wenig siegreich und nicht übermäßig erlöst?

"Ich zwar dachte in meiner Bestürzung: "Ich bin weggenommen aus deinen Augen." Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie."
Psalm 31, 23

Ich vermute, die meisten Christen fühlen sich nicht immer siegreich und übermäßig erlöst. Allzuoft schwingt in ihrem Leben ein latentes Bewußtsein der eigenen Unzulänglichkeit mit. Der Glaube ist jedoch eine welke Blume an dem Ort, wo ein Sündenbewußtsein herrscht.
Das müssen wir überwinden.
Wir tun das, indem wir uns ins Gedächtnis rufen, daß es im Grunde schnurzegal ist, wie wir uns fühlen. Jeder weiß, daß Elia ein Glaubensheld war.
Doch er selbst fühlte sich nicht immer so.
Als Drama Queen Isebel ihn einst mit dem Tod bedrohte, fürchtete er sich und floh in die Wüste. Dort blies er Trübsal und sagte, "Herr, laß mich sterben. Ich bin nicht besser als meine Väter."
Die Väter Israels hatten einst Angst vor den Riesen in Kanaan.
Elia hat Angst vor der "Riesin" seiner Tage: Isebel.
Er fühlt sich klein und wie ein Versager. Er wünscht sich in der Wüste zu sterben wie das die Israeliten einst taten.
Doch er stirbt nicht in der Wüste.
Vielmehr gibt Gott ihm dort neue Aufgaben.
Elia war längst nicht so schlecht drauf wie die götzendienerischen Israeliten zu Moses Zeit. Er war nur ein momentan verwirrter Gottesmann. Sein Gefühl der Minderwertigkeit war fehl am Platz.
Das ist unseres auch.
Paulus sagt, "Den, der Sünde nicht kannte [Jesus], hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." (2 Korinther 5, 21). Uns wird die Gerechtigkeit nicht einfach zugerechnet. Wir ziehen sie nicht an wie ein Hemd. Wir SIND die Gerechtigkeit Gottes durch Jesus.
Die Gerechtigkeit Gottes braucht keine Verdammnisgefühle zu haben. Sie kann kühn vor Gott hintreten.

Wir haben einen kompetenten Hohepriester, der sich allezeit für uns vor Gott verwendet: Jesus. Er ist für uns und nicht gegen uns:
"Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde. Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe." (Hebräer 4, 15-16).

Freitag, 22. November 2013

Entrückung in den nächsten 5 Wochen?

"Lieber Herr Hoinle,
in Ihren Predigten zum "Zweiten Kommen Jesu" erwähnen Sie, dass es möglich sein könnte, dass die Braut Christi schon vorhergewarnt werden könnte. Es heisst im Wort Gottes "niemand kennt Tag noch Stunde", aber vielleicht einen Zeitraum, der von Gottseinen Kindern offenbart wird?
Auf Youtube häufen (noch viel stärker als zum Ende 2012) sich die Träume, Visionen, aber auch bibl. Erklärungen von einer Entrückung noch in diesem Jahr.
Die Naturkatastrophen werden zweifelsohne mehr, Komet Ison tut sein "Werk" etc.
Was denken Sie über eine mögliche Entrückung in 2013?
Herzliche Grüße und DANKE,
S. K."

Hallo Frau K.,

Gott hat das Datum dieses Tages nicht geoffenbart, da sich die Menschen sonst erst kurz vorher für Jesu Wiederkehr bereitmachen würden. Da wir jedoch nicht wissen, wann Jesus wiederkommt, sind wir (hoffentlich) jeden Tag bereit, wie der Herr das in Lukas 12, 35-40 von uns erwartet: 

"Eure Lenden sollen umgürtet und die Lampen brennend sein!
Und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich öffnen. Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. Und wenn er in der zweiten Wache und wenn er in der dritten Wache kommt und findet sie so - glückselig sind jene!
Dies aber erkennt: Wenn der Hausherr gewußt hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, so hätte er gewacht und nicht erlaubt, daß sein Haus durchgraben würde. Auch ihr, seid bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt in der Stunde, da ihr es nicht meint."

Dienstag, 19. November 2013

Der gute Mensch und der Gutmensch

"Gott, der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken:
Denen, die mit Ausdauer in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen, ewiges Leben. Denen jedoch, die voll Selbstsucht sind und der Wahrheit ungehorsam, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm. Bedrängnis und Angst über die Seele jedes Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen. Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt."
Römer 2, 6-10

Es gibt eine große Anzahl von Menschen, die denken, gute Absichten sind genauso viel wert wie gute Resultate.
Diese Haltung ist problematisch.
Denn zur guten Absicht ist nichts weiter nötig als ein Lippenbekenntnis zu Dingen wie Weltfrieden, Fairneß, sozialer Gerechtigkeit, Ausgleich, Völkerverständigung, Demokratie, Gleichberechtigung, Klimaschutz, Umweltbewußtsein, Antifaschismus, und was es sonst noch gibt an politisch korrekten Zielen. Wer für diese Dinge ist, der gilt automatisch als guter Mensch, egal ob er das alles in seinem eigenen Leben umsetzt oder nicht. Er kann sogar hart, bitter, wortbrüchig, untreu, schwierig, zynisch, kleinkariert sein und Mundgeruch haben, er wird doch als guter Mensch geführt, weil sein Herz für die Armen schlägt und er für einen Mindestlohn ist, auch wenn dieser Mindestlohn betroffene Firmen in die Pleite zwingt, weil sie diese Löhne nicht zahlen können. Macht nichts. Er hat's ja gut gemeint.
Eine solche unbeeindruckende Person firmiert bei mir unter "Gutmensch."
Ein Gutmensch kann seine Kinder ignorieren, seine Frau betrügen und Firmen beklauen, er ist trotzdem "gut", weil er für soziale Gerechtigkeit ist.

Ein guter Mensch ist etwas gänzlich anderes. Nicht er und sein Bedürfnis nach gutem Dastehen stehen im Mittelpunkt. Er will auch keine neuen Abhängigkeiten schaffen, sondern Leuten helfen, sich selbst zu helfen.
Für ihn zählt nicht die hehre Absicht allein, sondern das Ergebnis seiner Anstrengungen. Er muß der Welt auch nicht mit "gerechtem" Alibiverhalten beweisen, daß er ein Kümmerer ist. Er tut einfach Gutes, ohne dabei gesehen werden zu wollen.
Ihm fällt auch in schwierigen Zeiten nicht ein, sich von seiner Frau zu trennen. Selbst wenn seine Kinder schwierig sind, hofft er auf lichte Momente, in denen er auf sie eingehen kann.
Ein guter Mensch hat Charakter und nicht nur gute Absichten.

Guter Mensch oder Gutmensch...
In welche Richtung tendierst du?

Montag, 18. November 2013

Chou, Mao, Che und Barack


"Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein."
Matthäus 5, 14



Die Vereinigten Staaten haben ein reiches christliches Erbe. Zum Selbstverständnis vieler US-Christen gehört das Bewußtsein, in "God's own country", in Gottes eigenem Land zu leben. Viele nehmen wahr, daß Gott mit Amerika einen besonderen Plan hat, daß es eine Macht zum Guten ist, und betrachten es als "City on a hill", als leuchtende Stadt auf dem Berg.
("Progressive" Amis und viele Nichtamerikaner sehen das alles natürlich ganz anders).
Wir wissen, daß Jesus den Begriff der Stadt auf dem Berg für seine Gemeinde geprägt hat und nicht für eine politische Entität. Amerika ist nur solange "Stadt auf dem Berg" wie die Christen in ihm Salz und Licht sind, soll heißen, solange sie ihr Christentum ernstnehmen und ausleben.

Nun ist in den USA ein Präsident an die Macht gekommen, der anders ist als alle anderen vor him. Der Unterschied in der Hautfarbe ist dabei der geringste, so gering, daß er bedeutungslos ist im Gegensatz zu allen anderen Unterschieden.
Barack Hussein Obama trat 2008 an, um die USA "fundamental zu transformieren." Was er genau damit meinte, offenbarte er nicht sofort. Lesekundige Leute fanden aber schnell heraus, daß er der am weitesten links stehende Senator von allen im US Senat war und bezeichneten ihn als Sozialisten reinsten Wassers. Er werde die USA mit Schulden, Hochsteuern und Zwangsversicherungen beglücken und sie in eine Stasis europäischen Formats hineinbremsen.
Das stritt der Mann natürlich ab.
Die sozialistische Internationale und ihre Fußsoldaten in aller Welt erkennnen in Obama aber sehr wohl einen der ihren:
Das obige Bild ist unretuschiert und stammt aus einem Bücherladen in Schanghai, im kommunistischen China. Aufgenommen wurde es im Jahr des Herrn 2013 mit einem Taschentelefon.

Freitag, 15. November 2013

Der Ton deines Lebens

"Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge."
Sprüche 18, 21

Ein mir bekannter Pastor, (nicht ich), flog von einem Aufenthalt in Asien heim. Bevor er abhob teilte er uns mit, wie sehr ihn die Hingabe der asiatischen Christen gesegnet habe. Er beabsichtigte, seiner Gemeinde ein wenig den Spiegel vorzuhalten: Wie lau und abgeschlafft sind wir doch im Vergleich mit unseren ständig frierenden und trotzdem lächelnden asiatischen Geschwistern.

Ich hielt meine Klappe und sagte nichts, denn der Mann ist durchaus erfolgreich und obendrein alt genug, um mein Vater sein zu können. Ich dachte mir jedoch, 'Würd' ich nicht machen, selbst wenn ich Pastor der größten Penner des Universums wäre, (was ich definitiv nicht bin!). Denn was bewirkt es, wenn er das sagt?' Es bewirkt, daß die Hörer seines milden Schimpfens sich selber als lau und abgeschlafft sehen. Definitiv nicht so lebendig wie ihre asiatischen Geschwister.

Wird dies bewirken, daß seine Gemeindemitglieder sich ändern und nun brennend im Geist werden?
Ich denke eher nicht.

Salomo hat doch völlig richtig erkannt: Leben und Tod sind in der Gewalt der Zunge. Worauf ich mein Augenmerk gerichtet bekomme (durch Worte), das gestaltet mein Leben ganz wesentlich.
Wenn mir gesagt wird, "Na, du fitter, gesalbter, inspirierter Pastor, deine Predigt hat mich mal wieder total angesprochen," dann fühle ich mich anders als wenn man zu mir sagt, "Hoinle, jede deiner lausigen Predigten ist besser als die nächste. Die nächste ist immer noch lausiger."
Wenn man mich einigermaßen glaubhaft lobt, dann glaube ich das Lob und werde, ganz von selber, immer besser, gesalbter und inspirierter.
Das Gegenteil ist genauso wahr.
Den wenigsten von uns ist das bewußt, doch wir erschaffen unsere ganz eigene Realität mit unseren nebulösen Haltungen, die zu unseren Gedanken werden, die wir zu Worten gerinnen lassen, mit denen wir uns, oder unsere Umstände, dann definieren.

Angenommen es ist Weihnachtszeit. (Lang dauert es ja nicht mehr). Wenn ich am 24.12. im CGZ zur Weihnachtsansprache ansetze und mir vorher gedacht habe, 'Na prima. Heute kommen mal wieder all die Trantüten, die es nur Weihnachten in den  Gottesdienst schaffen. Was für Loser.' Dann färbt das auf die ganze Veranstaltung ab. Und nicht zum Guten.
Wenn ich aber mit der Haltung rangehe, "Hey super! Heute kommt jede Menge neuer Leute! Was für eine Gelegenheit, das Evangelium zu predigen! Herr, sprich zu ihnen." Dann wird der ganze Christgottesdienst ein Erfolg. Die Gegenwart Gottes wird fühlbar und Menschen werden angerührt.

Tod und Leben in der Gewalt der Zunge...
Deswegen ist es wichtig, die richtigen Haltungen zu pflegen, so lästig das auch manchmal sein mag.

Dienstag, 12. November 2013

Der Blutbund und der Riese

"Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?"
1 Samuel 17, 26

Jeder kennt die Geschichte von David, der mit der Steinschleuder den Riesen Goliath besiegt.
Nicht ganz so klar ist den meisten, warum David siegreich war. Die Antwort liegt im obigen Vers.

David betrachtete Goliath als unbeschnittenen Philister.

Die Beschneidung war das Zeichen des Blutbundes Israels mit Gott. David lebte im Bewußtsein, eine einzigartige Bundesbeziehung zum lebendigen Gott zu haben.

Mose hat diesen Bund in 5 Mose 28 ausbuchstabiert. Dort stehen Segen und Fluch dieses Bundes. Jene, die diesen Bund gewürdigt haben und entsprechend lebten, sollten ein Übermaß an Segen bekommen. Jene jedoch, die diesen Bund übertraten, sahen sich mit den "Vertragsstrafen" konfrontiert, eben dem Fluch des Bundes. David war sich keiner Übertretung bewußt und entsprechend kühn im Auftreten gegenüber Goliath. Er wußte, Gott war mit ihm und nicht mit diesem arroganten Philister.
Es kam zum Kampf und der Rest ist Geschichte.

Auch Christen haben einen Bund mit Gott. Unserer ist sogar noch besser als der von David. Denn unserer besteht nur noch aus Segnungen. Die Strafe, den Fluch des Bundes, hat Jesus getragen.

Geht's dir wie David? Bist du dir bewußt, daß du einen Bund mit Gott hast?
Wenn ja, dann kann Goliath ruhig kommen.

Freitag, 8. November 2013

Der Sinn des Lebens

Was macht ein Leben sinnvoll und bringt Erfüllung?
Es ist nicht das Streben nach dem "guten Leben", nach Bequemlichkeit und Vermeidung von Anstrengung. Das tatsächlich gute Leben bringt manchmal sogar Entbehrung, Streß und Anstrengung mit sich.

Jesus sagt, "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugetan." (Matthäus 6, 33).

Für Christen führt der Weg zum guten Leben über den Umweg des Trachtens nach Gottes Reich.
Wie geht das?
Ganz einfach: Verschreibe dich der Förderung von Gottes Reich. Frage dich, welcher Beruf, welcher potentielle Ehepartner, welche Freizeitaktivität oder sonstige Tätigkeit den Interessen Jesu am meisten dient, und du liegst richtig.

Vielleicht schickt Gott dich ans andere Ende der Welt, wo die Leute noch auf Steinzeitniveau leben, um Bibeln an sie zu verteilen. Obwohl du auf Komfort verzichtest, fühlst du dich prima. Denn du dienst einer größeren, einer ewigen Sache, und nicht nur deiner Bequemlichkeit.

Vielleicht schickt dich Gott aber auch nur in deinen Sportverein. Auch da beobachtet man dich, wenn man weiß daß du Christ bist. Auch da wird Gott dich segnen, wenn du mit ihm trainierst.

Der Sinn des Lebens ist, nach Gottes Reich zu trachten. Das hebt uns über uns selbst hinaus, so daß wir einer größeren Sache dienen. Das ist gut für uns.

Mittwoch, 6. November 2013

Gruesse aus JungGuo

Hallo daheim,

Netz ist schwierig von hier aus.
Auf jeden Fall: Wir freuen uns, dem grossen chinesischen Volk bei seinem berechtigten Streben nach Fortschritt und Teilhabe zuzusehen. Es strebt dank seiner weisen Leiter entschlossen dem Licht entgegen, was wir mit grosser Freude sehen.
Am Sontag werden wir ein wenig in der Gegend herumfahren und am Montag die erstaunliche Mauer besichtigen.

Viele Gruesse an alle.
G. und S.

Samstag, 26. Oktober 2013

UFOs und deine Gene

"Du wobst mich in meiner Mutter Leib."
Psalm 139, 13

Ich dachte immer, die Evolutionstheorie sei unter Wissenschaftlern unumstritten. Schließlich wird sie in allen Schulen als Fakt gelehrt. Nun lese ich, daß das überhaupt nicht der Fall ist! Führende Biologen, Geologen und andere nennen sie ein Märchen für Erwachsene. Sie gilt in vielen Kreisen als hoffnungslos überholt.
Die Wahrscheinlichkeit, daß die Kräfte, die im Universum walten, so sind, wie sie sind, ist eins zu zehn hoch zehn hoch 123.
Also null.
Es gibt nämlich im ganzen Universum keine zehn hoch zehn hoch 123 Partikel.
Sogar der berühmte britische Wissenschaftler Stephen Hawking sagt über die unglaubliche Zahl an nötigen kosmischen Zufällen, "Es wäre schwierig, zu erklären, warum das Universum auf diese Weise enstanden sein sollte, außer als Tat eines Gottes, der die Absicht hatte, Wesen wie uns zu erschaffen." (Hawking, A Brief History of Time, S. 140).

Auch Francis Crick, der die Doppelhelix des Genoms entdeckte, kann angesichts der Komplexität des menschlichen Erbguts nicht länger an ein zufälliges Entstehen glauben. Zu vielfältig sind die Vorgänge in den Zellen, zu unglaublich die Programmiersprache, die sie benutzen, um einfach so ohne Urheber entstanden zu sein.
Ein auf dem Tisch liegendes Handy wird von sich aus nie eine SMS an jemanden senden, obwohl es Tasten zur Eingabe hat. Es braucht einen Bediener.
Ein Baum wird nie von selber die gedruckten Werke von Goethe und Schiller wachsen lassen. Auch in einer Milliarde Jahre nicht. Da muß ein Holzfäller ran, dann ein Papiermacher, dann ein Dichter, dann ein Drucker.
Eine Explosion in einer Druckerei wird auch nie zu einem Gedichtband mit schnörkeliger Schrift und Goldschnitt führen, auch nicht zufällig, sondern immer zu Chaos.
Francis Crick hat das erkannt.
Er hält die menschlichen Gene für atemberaubende Informationsträger, die auf einen intelligenten Erfinder hinweisen. Was schließt er also daraus?
Daß Außerirdische in Raumschiffen auf der Erde waren und hier mit ihren überlegenen technischen Mitteln das Leben in Existenz gerufen haben. (Kein Witz!)
Aliens standen also an der Wiege des Lebens, nicht die Evolution oder Gott. Sagt Crick.

Warum wehren sich so viele gegen das Offensichtliche? Nämlich daß Gott die Welt gemacht hat.
Weil sie ihr eigenes Ding machen und sich Gott nicht unterordnen wollen.
Doch solcherlei weise Leute werden keine Entschuldigung haben, wenn sie mal vor Gott stehen:
"Sein unsichtbares Wesen, seine ewige Kraft wie auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien, weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden." (Römer 1, 20-22).

Das muß uns aber nicht passieren. Gott hat sich in Jesus offenbart. Er ist gut. Er hat die Sünden der Welt auf sich genommen. Um Frieden mit Gott zu bekommen, muß man ihn lediglich als Gott anerkennen, um Vergebung bitten, und Jesus nachfolgen.
Kann jeder.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Deine Schwächen, deine Fehler und Gott

"Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war."
Psalm 139, 16

Die "Urform", von der David redet, ist der Embryo, aus dem er hervorging.
Gott kennt uns, er hat uns gemacht. Sein Plan für unser Leben berücksichtigt auch unsere menschlichen Fehler und Schwächen. Er plant sie sogar mit ein.
Behaupte ich.
Wir steigen im Leben nicht so hoch wie wir könnten, wenn wir unsere Fehler und Schwächen ausmerzen würden. Doch den Plan, den Gott für uns hat, können wir allemal erfüllen, wenn wir uns nicht total dusslig anstellen (wie etwa der Pharao oder Saul, oder Judas).

Was wäre zB aus Johannes dem Täufer geworden, wenn er Jesus nachgefolgt wäre, wie er anderen gepredigt hat? Herodes hätte ihn nicht geköpft, denn er hätte Herodes nicht angeklagt. Stattdessen hätte er Jesus zugehört.
Er hätte sogar der engste Vertraute Jesu werden können. Denn niemand außer Jesus kannte Gott wie Johannes ihn kannte. Die beiden hätten sich auf einer ganz eigenen Ebene unterhalten können. Das wäre für Jesus, der über seine Jünger manchmal den Kopf schütteln mußte, sicher ein großer Segen gewesen.
Ziemlich sicher hätte Jesus ihn ausgesandt wie die Zwölf, denen er gesagt hatte, "Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus."
Was für eine erweckliche Rolle hätte er in der Urgemeinde spielen können?
Allein, nichts davon geschah.
Denn Johannes starb im Alter von ca. 33 Jahren durch das Schwert eines Henkers, was ganz sicher nicht Gottes vollkommener Wille war. Er hat uns 70 oder 80 Jahre verheißen.

Dennoch sagt Jesus von Johannes, daß er der Größte von Frauen Geborene sei. Auf seine Weise war Johannes also ein tadelloser Gottesmann. Seine Hauptaufgabe im Leben war, dem Messias den Weg zu ebnen, auf das Kommen Jesu hinzuweisen und erwecklich zu predigen. Das tat er.
Und gut war's.

Freitag, 18. Oktober 2013

Was heut' geschah, vor etwa 1000 Jahren

"Auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen."
Matthäus 16,18

Am heutigen Tag im Jahr 1009 AD hat der Fatimiden-Kaliph Al-Hakim bin Amr Allah die Kirche vom Heiligen Grab (auch Auferstehungskirche genannt) zerstört, und zwar bis runter auf den Felsen, auf den sie gebaut war.
Der Kaliph (Herrscher an Mohammeds statt) ist längst tot. Die Auferstehungskirche hingegen ist wieder auferstanden, wie Jesus auch.

Vielen ist es nicht bewußt, doch heute wird das Christentum mehr verfolgt als je in seiner zweitausendjährigen Geschichte. Aus aller Welt hört man Horrormeldungen--und nicht nur in mohammedanisch gläubigen Ländern, in denen es zugegebenermaßen sehr oft gleich um Leben und Tod geht.
Auch im Westen liegt vieles im argen.
Das US-Finanzministerium beispielsweise hat die Gemeinnützigkeitsanerkennung von vielen christlichen Werken absichtlich jahrelang verschleppt, bis der Skandal endlich öffentlich wurde. Publizisten in Deutschland, die nichts weiter tun als das klassische (biblische) Familienbild hochzuhalten, werden von Schwulenaktivisten verfolgt und mit Klagen bedroht.
Alle diese Christenhasser werden vergehen. Und wenn sie fort sind, wird die Gemeinde immer noch--oder erst recht--blühen.

Es ist jedoch auch so, daß sich das Christentum gegenwärtig stärker ausdehnt, als je zuvor in seiner Geschichte. Es heißt, daß sich allein in Ch in a jeden Monat eine Million Menschen zu Jesus bekehrt. Über kurz oder lang wird das ein christliches Land.

Das ist doch was.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

"Die Welt ist so schlecht..."

"Pastor, die Welt ist so schlecht. Ich könnte verzweifeln an der Schlechtigkeit der Welt."

Stimmt schon.
Doch Gott wußte das auch und ließ uns trotzdem auf der Erde, nachdem er uns errettet hat und wir zum Glauben kamen. Er hat uns nicht stehenden Fußes in den Himmel geholt.
Warum läßt er uns hier unten weiter leiden, wenn die Welt doch so schlecht ist?
Zum einen braucht die Welt uns noch: Wir sind Salz der Erde und ihr Licht. Wenn wir nicht für das Gute und Wahre einstehen, dann tut's niemand. Wir lassen unser Licht leuchten durch gute Taten und erzählen denen, die Jesus noch nicht kennen, von der Erlösung in Christus. Glücklicherweise ließ Gott ja auch jemanden unseren Weg kreuzen, so daß wir uns bekehren konnten.

Zweitens: Alle Schlechtigkeit der Welt und ihre Probleme sind zeitlich. Sie ändern sich.
Der Sieg Christi ist ewig.
Paulus sagt: "Ich denke, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll." (Römer 8, 18). Zu deutsch: Unser Leiden hier ist halb so schlimm. Es ist oft nur groß in unseren Augen. In Wirklichkeit ist es relativ gering.

Was wir jetzt erleiden ist nichts im Gegensatz zu dem Guten, das Gott uns noch erleben lassen wird.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Damnation? No thanks

"Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat."
1 Johannes 4, 16

Vielen protestantischen Christen sagt man nach, daß sie sehr selbstkritisch sind und sich oft für ihre gefühlte Unzulänglichkeit verurteilen.
Stimmt schon, latente Verdammnisgefühle sind eine Plage.
Manche Christen bitten immer mal wieder um Vergebung für Dinge, für die sie schon tausendmal um Vergebung gebeten haben.
Warum tun sie das?
Nun, eben wegen latenter Verdammnisgefühle.
Denen muß man sich jedoch entschlossen entgegenstellen. Nachdem wir einmal um Vergebung gebeten haben (und die Sünde nun lassen), wurde uns vergeben. Egal, was unsere Gefühle dazu sagen. Auch Vergebung muß man im Glauben annehmen, nicht nur Heilung und solche Dinge.

Jesus ist für uns ans Kreuz, ohne daß wir ihn dazu ermutigen mußten. Er trug unsere Sünden, völlig unabhängig von unserem Wohlverhalten.
Das müssen wir uns vergegenwärtigen. So erkennen wir die Liebe, die Gott zu uns hat. Wenn wir die nicht nur theoretisch erkennen, sondern praktisch glauben, dann können wir zuversichtlich beten und bekommen Erhörungen.
Ohne Freiheit von Verdammnisgefühlen sind wir geistlich gelähmt.
Aber:

"Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind."
Römer 8, 1

Intensivtag-Review

Wir hatten am Samstag einen prima Intensivtag zum Thema "Siegreich leben."
An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle Mitarbeiter: die Prediger und auch das selbstlose Küchenteam. Ihr wart großartig.

Vielen Dank auch Manfred Roth, der ohne daß wir das abgesprochen hätten (!), über genau dieselben Stellen predigte wie ich, (1 Johannes 4, 16-19), ohne daß wir uns wiederholt hätten, denn was ich ausließ, besprach er.

Jesus ist das fleischgewordene Wort Gottes, "und wir sahen seine Herrlichkeit." (Johannes 1, 14).
Das Wort Gottes muß auch in uns "Fleisch werden", damit wir seine "Herrlichkeit sehen", dh Gottes Segen sich in unserem Leben durchsetzt.
Das bezwecken wir mit unseren Intensivtagen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Intensivtag mit Manfred Roth!

"Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften."
Apostelgeschichte 17, 11

Morgen ab 9:00 Uhr findet unser Herbst-Intensivtag mit Manfred Roth aus der Schweiz statt.
Manfred ist Pastor des Biblischen Glaubenszentrums in Schaffhausen, wo die Wasserfälle plätschern. Er ist ein beliebter Konferenzsprecher.

Intensivtag heißt der Tag, weil wir uns intensiv mit dem Wort Gottes einweichen lassen: Sieben halbstündige Predigten mit Viertelstundenpausen dazwischen sind schon intensiv.
Mittags gehen wir zum Essen, nachmittags so ab 13:30 Uhr geht's weiter bis ca. 16:00 Uhr.

Wer will, kann kommen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Papst und Erlösung

"Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm."
2 Korinther 5, 17

Neulich las ich ein Interview mit dem neuen Papst Franziskus. Der italienische Journalist fragte ihn, "Haben Sie die Gnade erhalten?"
Er meinte die Gnade der Errettung.
Der Papst sagte, "Das weiß man nicht."
Er sprach von seiner eigenen Heilsgewißheit.
Nun ist Franziskus ganz sicher ein guter und edler Mann, der Gott gefallen will. Doch seine Antwort hat mich tief getroffen. Denn wenn nicht einmal der Papst sicher ist, daß er gerettet ist, wo bleibt da der gemeine Katholik?

Nun ist es so, daß wir schon wissen können, ob wir errettet sind oder nicht. Wenn wir erlöst sind, dann haben wir einen inneren Zeugen, der uns Gewißheit verleiht. Paulus sagt, "Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind." (Römer 8, 16).
Ich weiß daß ich gerettet bin. Denn Gott hat sich mir als Retter geoffenbart. Ich vermute nicht nur, daß Jesus lebt, ich weiß es. Ich bin von dieser unsichtbaren Tatsache vollkommen überzeugt. Ich weiß sogar noch ganz genau, wo und in welchem Zusammenhang sich diese Gewißheit bei mir eingestellt hat.
Und das geht nicht nur mir so, sondern hunderten von Millionen Menschen in aller Welt. Wir sind aus Glauben gerettet. Das heißt, wir sind gerettet, weil wir glauben.

Wenn eine Person gern gerettet wäre, aber nicht weiß, daß sie vor Gott angenommen ist, (also gerettet ist), dann schlägt sich das in Verlorenheits- und Verdammnisgefühlen nieder. Diese Gefühle wiederum führen zu guten Taten, die vollbracht werden, um vor Gott angenehm zu werden.
Furchtbar. 
Denn das funktioniert nicht.
Gute Taten können das Werk Jesu nicht ersetzen. Gerettet wird man ausschließlich durch den Glauben an das vollbrachte Erlösungswerk Christi, nicht durch gute Taten.

Wir tun gute Taten nicht um gerettet zu werden, sondern WEIL wir gerettet sind und uns nun für unsre Erlösung nun erkenntlich zeigen wollen.

Trotz all unserer menschlichen Fehlerhaftigkeit sind wir als Gläubige nicht länger einfach nur erlöste Sünder, eine Stufe über den Würmern, sondern wir sind "die Gerechtigkeit Gottes", (so gut und gerecht wie Gott selber).
Sagt Gott!
Unsere Aufgabe ist nun, das auch auszuleben.

Montag, 7. Oktober 2013

Lohn der Zuversicht

"Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat."
Hebräer 10, 35

Im Kontext geht's bei obiger Schriftstelle darum, den Glauben an Jesus nicht wegzuwerfen. (Der Hebräerbrief wendet sich an Christen, die schon lange Christen sind und warnt sie vor geistlicher Totalverflachung). Doch man kann die Stelle auch als allgemeingültiges Prinzip anerkennen.

Das Wort "Zuversicht" ist im Urtext "parrhesia" und bedeutet auch noch "Kühnheit" und "Freimütigkeit."
Es setzt sich aus "par", alles, und "rhesia", Rede, zusammen.
Zuversicht kann man demnach vom Reden nicht trennen. Zuversicht bemerkt man vor allem in den Worten einer Person. Man merkt auch, wenn sie nicht da ist.

Genauso interessant ist das Wort "Belohnung", griechisch "misthapodosia."
Misthapodingsbums ist auch das Wort für "Lohn", "Bezahlung", "Gehalt."
Man könnte glatt behaupten, Gott "bezahlt" uns für die innere Haltung der Zuversicht.

Großen Glauben, Zeichen, Wunder und mächtige Taten kann man nicht einfach durch eine Willensentscheidung herbeiführen.
Aber man kann sich für eine Sichtweise der Zuversicht entscheiden.
Wir sollten die auf jeden Fall haben!
Paulus sagt ja, wir sollen sie nicht wegwerfen. Wie kann man wegwerfen, was man nicht hat? Gott erwartet also von uns, daß wir uns eine Haltung der Zuversicht zu eigen machen.
Dafür belohnt er uns dann.

Freitag, 4. Oktober 2013

Unterdrückter Hungerleider oder siegreicher Held?

"Der HERR ist mit dir, du tapferer Held!"
Richter 6, 12

Vielen Christen geht es wie Gideon.
Zu seiner Zeit wurde Israel von den Midianitern bedrängt, die jedes Jahr die Ernte--und damit die Wirtschaft--Israels vernichteten. Israel verarmter sehr.
Von Gottes Eingreifen keine Spur.
Deshalb sagte Gideon, als ihn der Engel des Herrn einen Helden nennt, "Bitte, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat uns denn das alles getroffen? Und wo sind all seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählt haben, wenn sie sagten: Hat der HERR uns nicht aus Ägypten heraufkommen lassen? Jetzt aber hat uns der HERR verworfen und uns in die Hand Midians gegeben."

Für viele ist Gott sooo weit weg. Stattdessen sind ihnen ihre Probleme ganz nah. Wie bei Gideon.
Doch auch uns steht der Engel des Herrn gegenüber und nennt uns, "Siegreicher Held!"
Hier zum Beispiel: "Wir sind mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat!" (Römer 8, 37).

Gideon wußte nicht, daß nun eine Zeitenwende anstand und er zukünftig im Sieg leben sollte. Er sah nur, was vor Augen war. Mit den Augen des Glaubens vermochte er noch nicht zu sehen. Es ging ihm wie vielen von uns.
Doch Gott ließ nicht locker. Er forderte Gideon auf, den Baalsgötzen auf seinem Grundstück zu zerstören und Gott dem Herrn auf einem neuen Altar ein Opfer zu bringen.
Das tat Gideon.
Er gehorchte.
Doch weil er sich fürchete, tat er es bei Nacht, so daß niemand ihn sah. Prompt wendeten sich seine eigenen Leute gegen ihn und wollten ihn tot sehen. (Und wir denken, wir haben Probleme nachdem wir uns bekehrt haben). Doch sein Vater, ein mächtiger Mann, schützte ihn.
Wenn wir uns darauf einlassen und Gottes Wort befolgen, dann werden auch wir aus den unmöglichsten Ecken Probleme, aber auch Schutz bekommen.
Denn jemandem, der auf Gottes Wort steht, kann man den Boden unter den Füßen nicht wegziehen. Er erfreut sich Gottes besonderer Fürsorge und Gott kann man nicht bewegen. (Wo will man ansetzen?)

Wir müssen wie Gideon unsere problembehaftete, gottferne Vergangenheit hinter uns lassen. Sie ist nicht die einzige Wahrheit, die es gibt. Wir dürfen nicht von unserer Vergangenheit auf unsere Zukunft schließen. Wir müssen uns ab sofort als "siegreiche Helden" sehen. Wir müssen dazu finden zu glauben, daß nun, da wir Christen sind, eine neue Zeit angebrochen ist. Die Zukunft ist gezeichnet von Siegen, von neuen, anderen Problemen und erst recht von unerwartetem Eingreifen Gottes.

Gott hat mehr für uns, als wir erbitten oder erdenken können. (Epheser 3, 20).

Dienstag, 1. Oktober 2013

Gute Nachrichten für dich!

"So viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns."
2 Korinther 1, 20

Wann immer Paulus in der Bibel eine Verheißung fand, bezog er sie auf sich.
Einfach so.
Wie kommt Paulus drauf, daß alle guten Verheißungen in der Bibel ihm (und uns!) gehören?

In Hebräer 13, 5 steht beispielsweise: "Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn er [Gott] hat gesagt: "Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen."

Hier zitiert er eine Versorgungsverheißung, die zuerst dem Volk Israel gemacht wurde, (5 Mose 31, 6), dann Josua, (Josua 1, 5), und danach Salomo, (1 Chronik 28, 20).
Und er vereinnahmt sie für sich selber und die Christen allgemein.

Er geht sogar noch weiter.
In 5 Mose 25, 4 heißt es, "Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden." Ganz klar eine Verheißung für Ochsen.
Doch was macht Paulus?
Er bezieht sie auf sich! (Und auf die Prediger allgemein):
"In dem Gesetz Moses steht geschrieben: 'Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden'. Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt? Oder spricht er nicht durchaus um unsertwillen? Denn es ist um unsertwillen geschrieben, daß der Pflüger auf Hoffnung pflügen und der Dreschende dreschen soll auf Hoffnung, am Ertrag teilzuhaben. Wenn wir euch das Geistliche gesät haben, was ist es da Großes, wenn wir von euch das Irdische ernten?" (1 Korinther 9, 9-11).

Paulus machte sich Verheißungen, die Ochsen galten, zu eigen.
Genaugenommen ist es nämlich so, daß alle Verheißungen der Bibel einer Person gelten: Jesus Christus. Wenn wir durch den Glauben "In Christus" sind, dann gelten alle seine Verheißungen auch uns.

"Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" (Römer 8, 32).

Freitag, 27. September 2013

Jesus sehen! Wie?

"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren."
Johannes 14, 21.

Wer Nächstenliebe übt, wird von Gott geliebt.
Nächstenliebe ist nicht auf die romantischen Aspekte begrenzt, wie zB das Austeilen von Suppe an Hungerleidende in kalten Winternächten. Nächstenliebe ist nicht unpraktikabel. Sie beginnt, wenn wir von uns und dem was wir wollen mal wegblicken und stattdessen versuchen, die Befindlichkeit der Person neben uns zu verbessern.
Ein freundlicher Gruß ist schon Nächstenliebe.
Aufstehen und sich um die Kinder kümmern, statt liegenzubleiben und den andern machen zu lassen ist NL.
Arbeiten zu gehen, um die Familie zu versorgen ist NL.
Als Politiker einfach mal nichts zu tun ist NL am Steuerzahler. (Sorry. Aber das wollte ich mir so kurz nach der Wahl nicht verkneifen).
Gute Arbeit zu machen, auch wenn der Chef einem nicht über die Schulter schaut, ist NL.
Oft ist schon Mundhalten Nächstenliebe.
Und und und.

Die Nächstenliebe ist ein gewaltiger Schlüssel: Praktizieren wir sie, werden wir von Gott geliebt. (Er liebt alle Menschen. Doch bei denen, die NL praktizieren, manifestiert sich diese Liebe mehr als bei anderen).

Das beste: Jesus liebt uns und wird sich selbst uns offenbaren.
Das Wort "offenbaren" ist im Urtext "emphanizomai." Es bedeutet "erscheinen, manifestieren, offenbaren, sichtbar werden!"

Wenn du Jesus sehen oder einfach nur besser verstehen möchtest: NL.

Mittwoch, 25. September 2013

Öfter mal schlecht drauf?

"Wer hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer Wunden ohne Ursache, wer trübe Augen? Die spät beim Wein noch sitzen, die einkehren, um den Mischkrug zu erforschen."
Sprüche 23, 29-30

Ach und Weh deuten auf Depressionen hin, Zänkereien auf schlechte Laune.
Klagen auch.
Wunden ohne Ursache deuten auf nichtige Konflikte hin, die nicht wert waren, ausgekämpft zu werden.

Was für eine beklagenswerte Person hier doch beschrieben wird. Zum Glück geht's uns besser.
Oder fühlst du dich gar so ähnlich?

Grund für die extrem niedrige Lebensqualität dieser Person waren zwei Dinge:
1. Zu spätes Zubettgehen.
2. Zuviel Alkohol.

Wer das beachtet, weiß, wie er mit Leichtigkeit besser draufkommt.
1. Beizeiten ins Bett zu gehen hebt die Laune des nächsten Tages.
2. Alkohol ist nur gut zu seiner Zeit und in Maßen, (nicht Massen).

Samstag, 21. September 2013

Himmelfahrt der Haustiere?

"Lieber Pastor Gert,

wir haben in unserem Hauskreis eine kontroverse Diskussion darüber, ob Tiere in den Himmel kommen (Römer 8, 19-21 ???). Die das bejahen sind meist Haustierbesitzer, die ihre Tierchen in der Ewigkeit bei sich haben wollen. Ob es im Himmel generell Tiere gibt, ist gut möglich, die gibt es ja auch auf unserer ersten Erde. Die Frage ist:

Trifft man sein Haustier im Himmel wieder?

Dazu müsste es sich ja bekehren und später einen Auferstehungsleib erhalten. Die Bibel kennt so was wie Haustiere doch nicht und die Erde mit allem darauf wurde ja für den Menschen geschaffen, aber diese Erde wird vergehen.

Vielen Dank für deine Antwort
Gottes Segen wünscht unser Hauskreis"

Hallo Hauskreis,

die Bibel sagt nichts über eine etwaige Himmelfahrt der Haustiere. So kann ich auch nichts (Intelligentes) darüber sagen. Sorry.

Gott geht es in der Bibel um den Menschen und sein Heil.
Paulus sagt (interessanterweise im Zusammenhang mit der Bezahlung von Predigern), "In dem Gesetz Moses steht geschrieben: 'Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.' Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt? Oder spricht er nicht durchaus um unsertwillen?"

Das läßt darauf schließen, daß Gott nicht so sehr um die Ochsen besorgt ist. Wir verspeisen sie ja sogar. Die Erlösung wurde von einem Menschen für Menschen erwirkt. Tiere wurden als symbolische Opfer des einen großen Opfers, Jesus, geschlachtet. Der Mensch ist im Ebenbild Gottes gemacht. Die Tiere sind den Menschen nicht gleichwertig.

Tiere gibt's im Himmel sicher. Schließlich kommt Jesus auf einem Pferd wieder. (Offenbarung 19). Aber auch etliche Arten von Engeln haben tierähnliche Eigenschaften. Wer weiß? Vielleicht sind die Engel die Tiere des Himmels.

Donnerstag, 19. September 2013

Wie würde Jesus wählen?

"Und das Reich und die Herrschaft und die Größe der Reiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen."
Daniel 7, 27

Eines Tages wird Jesus unser Land regieren (und den Rest der Welt).
Leider ist es noch nicht soweit.
In der Zwischenzeit kommt es auf die Qualität der Gesetzgeber an. Denn sie sind verantwortlich für die Qualität der Gesetze.
Im alten Israel war ein Parlament, das ständig neue Gesetze erläßt, nicht vorgesehen. Es gab einen Gesetzgeber: Gott. Gott gab Mose sein Gesetz und Gott ändert seine Meinung nicht ständig.
Es wäre prima, ein göttlich inspiriertes Gesetz als Gesetz des Landes zu haben. Dieses Privileg genießen wir heute nicht mehr. In unseren Parlamenten sitzen teils Menschen, die sich vorgenommen haben, alles, was mit Gott zu tun hat, auszumerzen. Sie propagieren Dinge, die vor wenigen Jahren noch Graus und Schaudern in der Mehrheit der Deutschen ausgelöst hätte.

Was mich zu meinem ursprünglichen Punkt zurückbringt: Die Gesetze eines Landes sind nur so gut wie die Gesetzgeber, aus denen sie entspringen.
Wir müssen deshalb für die anstehende Bundestagswahl beten.
Das ist das mindeste.

Sonntag, 15. September 2013

Wo steht in der Bibel daß Jesus Gott ist?

"Pastor, wo steht in der Bibel daß Jesus Gott ist?"

Praktisch überall.
In Johannes 1, 1 heißt es, "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott."
Das Wort ist das Wesen, durch das Gott sich mitteilt und offenbart.
Das Wort ist Gott.
Das Wort ist aber auch bei Gott, was darauf schließen läßt, daß Gott aus mindestens zwei verschiedenen Teilen besteht, die miteinander Gott ergeben. (Ich liebe Tautologien).
Wer oder was ist das Wort?
Johannes beantwortet die Frage in Kapitel 1, 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

Das fleischgewordene Wort ist Jesus, der Sohn Gottes. Er offenbart uns Gott und zeigt uns den Vater wie er ist.

In Johannes wollen die Juden Jesus aus folgendem Grund steinigen, "Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst." (Johannes 10, 33).

Jesus hat geheilt, Sünden vergeben, Tote auferweckt... Das sind alles Dinge, die nur Gott tun kann.
Es stimmt, Jesus lief nicht durch die Straßen und hat gerufen, "Ich bin Gott!" Das wäre wahnwitzig gewesen. Er hat das viel dezenter gemacht.
Mit dem Resultat, daß man ihn kreuzigte--und er auferstand.
Dieser Mensch war kein normaler Mensch!
Er war der Sohn Gottes: Gott im Fleisch.

Und er kommt wieder!

Donnerstag, 12. September 2013

Was wählen?

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit."
1 Timotheus 2, 1-2

Wenn man das Auge über die Parteienlandschaft wandern läßt und sich auch mal mit den Inhalten auseinandersetzt, für die die Parteien (angeblich) stehen, dann stellt man fest: Als Christ kann man nur das kleinere Übel wählen. Denn von biblischen Wurzeln im politischen Weltbild, sofern sie je da waren, ist da nicht mehr viel übrig.

Außerdem tun Politiker oft und gern das Gegenteil von dem, was man von ihnen erwartet. So machte der linke Kanzler Schröder mit seiner Agenda 2010 eine erstaunlich wirtschaftsfreundliche Politik, während Frau Merkel knallgrüne Politik durchsetzt, indem sie erst die Laufzeit der Kernkraftwerke verlängert, nur um sie unmittelbar darauf drastisch abzukürzen.
Das ist unberechenbare Politik. Wer sowas macht, der ist nicht wirklich vertrauenswürdig.
Auch wenn man Atomstrom nicht mag, so kann einem doch die Quasi-Enteignung der Kraftwerksbesitzer großes Unbehagen bereiten. Denn eine freie Gesellschaft gründet sich nicht zuletzt auf den Schutz des Eigentums. Bedrängt man heute die Energiekonzerne, trifft's morgen vielleicht schon uns, zB wenn die Schulden der Krisenländer kollektiviert werden und wir sie bezahlen. Dabei müßten die bisherigen miserablen Erfahrungen mit Kollektivierung und Enteignung in Deutschland eigentlich reichen.

Andererseits hat besonders Rot-Grün Christen und Gemeinden schon auch schikaniert. Als durchgeknallte Mohammedaner vor 12 Jahren in New York ein Massaker anrichteten, verbot man auch in Deutschland islamische Vereine. Und da in den Augen der Ahnungslosen (Regenten) ja Kirchen und Moscheen irgendwie alles dasselbe sind, hat man--aus Fairneßgründen--auch christliche Werke, die nicht in den Staatskirchen organisiert sind, besonders durchleuchtet und nach Gründen gesucht, sie dichtzumachen.
Vor fast genau zehn Jahren rief mich ein Evangelist in den neuen Bundesländern an, dessen Werk von seinem Finanzamt völlig grundlos massivst bedrängt wurde. Die haben sein Geld ganz schamlos umverteilt, während er dasaß und zuhörte. Aufgrund von Gottes Eingreifen--und massiver Proteste--hat sich das damals alles zum Guten gewendet. Wir tun jedoch gut daran, nicht zu vergessen unter wem solche Dinge stattfanden, wenn wir wählen gehen.

Hört man Politiker reden, dann denken scheinbar alle, daß noch mehr Programme (und Steuererhöhungen) die Lösung aller Probleme sind. Dabei nimmt der Staat heute mehr Steuern ein als je in der Geschichte der Republik.
Wann reicht's?
Steuern erhöhen kann jeder. Weise mit Steuergeldern umgehen dagegen weniger. Gott verschone uns vor ehrgeizigen, profilierungssüchtigen Politikern, die sich mit kropfigen Politvorhaben unbedingt einen Namen machen wollen.

Ich persönlich finde es nicht gut, wenn Politiker "gestalten" wollen, wenn sie uns ihre Visionen aufdrücken und uns in Formen zwängen wollen, die uns beglücken sollen. Sie vergessen dabei immer das Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenzen. Die DDR wäre ein Paradies geworden, wenn Durchregieren funktionieren würde. Wurde sie aber nicht. Viel lieber als zwangsbeglückt zu werden ist mir, in Ruhe gelassen zu werden.
Paulus sah das auch so.
Deswegen ermahnt er uns, für die Obrigkeit zu beten, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können. Also in Ruhe gelassen werden.

Ich bete jetzt mal eine Runde für die Wahl.

Dienstag, 10. September 2013

Selbstlosigkeit und großer Segen

"Es ist mir alles genau berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, daß du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Verwandtschaft verlassen hast und zu einem Volk gegangen bist, das du früher nicht kanntest.  Der HERR vergelte dir dein Tun, und dein Lohn möge ein voller sein von dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um unter seinen Flügeln Zuflucht zu suchen!"
Ruth 2, 11-12

Völlige Selbstlosigkeit aus Liebe führt zu großem Segen.
So könnte man das Buch Ruth zusammenfassen.
"Ruth" gilt nebenbei als eines der größten Werke der Weltliteratur. Literaten erkennen an, daß der Schreiber in bezug auf das, was er erwähnt bzw. ausläßt--also wie er die Geschichte erzählt--alles richtig gemacht hat.
Trotzdem ist natürlich der Inhalt wichtiger als die Form.
In "Ruth" geht es um eine mittellose junge Witwe, die beschließt, ihre mittellose und ebenfalls verwitwete Schwiegermutter nicht im Stich zu lassen, sondern ihr selbstlos und aufopfernd beizustehen. Sie ist als schöne junge Frau allen möglichen Risiken ausgesetzt, wird aber aufgrund der großen Qualität ihres Charakters von einem mächtigen Mann protegiert, ohne daß sie dies weiß.
Sie erlebt Segen.
Der mächtige Grundbesitzer heiratet sie zum Schluß und sie wird so die Urgroßmutter von König David.

Ruth hat sich nicht vorrangig um sich selber gekümmert, sondern um jemand anderen. Diese Denkungsart ist vielen Menschen weitgehend abhanden gekommen. Doch auch Jesus sagt, "Wer sein Leben verliert, der wird es finden" und umgekehrt.

Viele Menschen sind so unglücklich und depressiv, weil sie sich nur um sich selber drehen.
Tu mal bewußt jemand anderem etwas Gutes und du kannst dabei zuschauen, wie sich deine Laune hebt.

Freitag, 6. September 2013

Beten in neuen Dimensionen

Das Vaterunser ist ein simples Gebet, leichtverständlich und geradeheraus.
Paulus betet auch.
Doch seine Gebete setzen viel mehr Verständnis und Reife voraus als das Vaterunser, das sich schließlich an Menschen gerichtet hat, die noch keine Christen waren.
Er betet auch nicht nur für Leute, die Hilfe brauchen, weil sie ständig hart an der Katastrophe entlangschlittern, sondern für Christen, die bereits aktiven Glauben haben und in sichtbar Liebe wandeln. Für solche also, bei denen es eigentlich prima läuft, die es theoretisch gar nicht nötig haben. Er betet trotzdem, daß bei denen nun quasi auch noch der Turbo zugeschaltet werden möge.
Paulus betet, wenn man so will, in neuen Dimensionen.
Wir können seine Gebete übernehmen und für uns und andere beten.

Zum Beispiel Epheser 1, 17 bis 21.
Er betet, "daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst."

Dafür zu beten: da muß man erstmal draufkommen!

Zu wissen, was Gott denkt, ist für Christen das Erstrebenswerteste schlechthin. Gott sagt uns nicht ständig, was er denkt. Doch wir können ihn so gut kennenlernen, daß wir ohne Schwierigkeiten antizipieren können, was er denkt. Dazu bitten wir ihn um den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis Gottes. Dann lesen wir Bibel.
Es ist erstaunlich, was man dann plötzlich alles erkennt, was einem zuvor verborgen war. Haltungen und Ansichten revidieren sich, Fragen beantworten sich quasi von selbst, und man nimmt an innerer Freiheit zu.

Ich ermutige jeden, dieses Gebet wenigstens täglich für sich und andere zu beten.
Ich mach's.

Dienstag, 3. September 2013

Das Vaterunser als Gebetsbauplan

"Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden."
Matthäus 6, 7

Das Vaterunser ist ein wunderbares Gebet. Doch es eignet sich auch wunderbar zum daherplappern, wenn man es erst einmal auswendig kann. Dahergeplapperte Gebete sind aber nichts.
Um dem Vaterunser gerecht zu werden, sollte man es nicht wie eine Formel behandeln, die man hersagt, sondern sollte es als einen Bauplan für ein eigenes Gebet betrachten.

"Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!"
Hier betet Jesus den Vater an und sagt ihm, daß er ihn gut findet und auf einer Linie mit ihm ist. Er bittet ihn um nichts persönliches, sondern macht Lobpreis.

"Unser tägliches Brot gib uns heute."
Jesus betet um die Stillung von natürlichen Bedürfnissen. Wir müssen in unserem eigenen Gebet auch nicht beim Brot hängenbleiben, sondern können noch andere drückende natürliche Bedürfnisse bei Gott anmelden.

"Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben."
Hier geht's um Seelenhygiene.
Jesus ermahnt hier, persönliche Beziehungen zu befrieden und Leuten zu ermöglichen, mit uns in Frieden zu leben. Er will, daß wir mit uns und anderen im Reinen sind und keine notorischen Nachtrager oder Streithansel.

"Führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen."
Hier geht's um geistlichen Kampf.
Nach der Taufe führte der Heilige Geist Jesus in die Wüste, "um von dem Teufel versucht zu werden." (Matthäus 4, 1). Es gibt also Prüfungen, durch die wir einfach durchmüssen. Doch der Herr rettet uns aus ihnen allen. Dies ist das Gebet für aktuelle Probleme, mit denen wir zu tun haben.

So aufgedröselt ist das Vaterunser ein Bauplan für erhörliches Gebet. Unsere Gebete sollten Lobpreis beinhalten. Was hat Gott dir in letzter Zeit Gutes getan? Dann kommen die natürlichen, seelischen und geistlichen Anliegen dran.

So verhindern wir Plappergebete und bewegen was.

Freitag, 30. August 2013

Freiheit und Wille

"So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen."
Römer 14, 11

"Sehr geehrter Herr Hoinle
Ich sehe sehr gerne Ihre Predigten an, die mich immer wieder motivieren weiter zu machen und zu beten.
Eine Frage die mich eigentlich immer schon unter den Nägel brennt, wir Menschen haben ja von Gott den freien Willen bekommen.
Und Gott kann nichts ausrichten wenn wir nicht wollen, hat also da keinen Einfluss.
Eigentlich können wir tun und lassen was wir wollen, habe ich das richtig verstanden?
Und jetzt meine Frage die mich interessiert, warum bete ich dann, wenn Gott nichts ausrichten kann, wenn wir nicht wollen?
Verstehe ich irgendetwas falsch?"

Natürlich sind wir frei und können wir tun und lassen, was wir wollen. Wir müssen uns dafür jedoch mal vor Gott verantworten. Wir sollten zumindest im Einklang mit unserem Gewissen handeln.

Gott hat die Welt zwar den Menschen übergeben. Doch das schließt nicht aus, daß er eingreift und Menschenherzen bewegt, wenn wir für sie beten, so daß sie nach einer gewissen Reifezeit aus ihrem freien Willen heraus das Richtige tun. Beim verlorenen Sohn war's so.

Es gibt auch unbewußte Führung.
Als Israel einen König wollte, lenkte er die Schritte Sauls zu Samuel, ohne daß Saul das bewußt gewesen wäre. Saul dachte, er sucht Esel. In Wirklichkeit hatte Gott ihn in Richtung Prophet in Bewegung gesetzt. Samuel salbte Saul zum König, als er bei ihm ankam.

Wenn Gott also jemanden benutzen will, dann tut er das. Dem kann niemand entkommen, um's mal so auszudrücken. Er ist immer noch Gott und hat das letzte Wort.

Wenn Menschen sich tatsächlich weigern, Gott zu gehorchen, dann können sie nicht verhindern, daß er sie dann halt als schlechte Beispiele gebraucht. Das tat er mit Pharao, der sich weigerte, Israel aus der Sklaverei ziehen zu lassen. Er machte den halsstarrigen König zu einem abschreckenden Beispiel für andere Halsstarrige. Der Pharao tat, was er wollte, und Gott tat, was er wollte.

Gleichzeitig sind wir als einzelne nicht so unersetzbar, daß er auf uns angewiesen wäre. Wenn wir seinen Willen nicht tun, dann geht Gott halt zum Nächsten, bis er einen findet, der sich benutzen läßt. Auf die Frage Gottes, "Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?" sagte Jesaja "Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!" (Jesaja 6, 8).


Für was ich nicht beten kann, ist, daß Gott jemanden zwingen möge, meinen Willen zu tun. Wir unsererseits müssen--wie Gott auch--die Freiheit des anderen respektieren.

Ordne deinen Willen Gott und seinem Wort (das ist die Bibel) unter, dann wird's was.

Donnerstag, 29. August 2013

Danke

"Wer über den Geringen sich erbarmt, leiht dem HERRN, und seine Wohltat wird er ihm vergelten."
Sprüche 19, 17

In ein fernes Land zu fahren und dort den Einheimischen das Evangelium von Jesus Christus in Kraft zu predigen ist ja nicht ganz billig. Ich möchte mich daher an dieser Stelle mal bei unseren Unterstützern landauf landab bedanken, die uns entweder treu oder immer mal wieder Mittel zukommen lassen, die wir dann in unsere evangelistischen Projekte stecken. Den Löwenanteil steuern zwar die Mitglieder des Christlichen Glaubenszentrums bei, aber der Rest ist auch nicht ohne, und: Keine Gabe ist zu klein, um nicht doch irgendwo einen Unterschied zu machen.

In diesem Sinne: Vergelt's Gott. Ihr leiht dem Herrn. Er läßt euch immer wieder Gutes ernten. Denn die segnende Seele wird selbst gesättigt. (Sprüche).
Und Jesus sagt, "Wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiß nicht verlieren." (Matthäus 10, 42).

Amen.

Dienstag, 27. August 2013

Rache?

"Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn! Denn es steht geschrieben: 'Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.'"
Römer 12, 19

"Pastor! Ich bin beleidigt worden. Tödlich! Am liebsten würde ich den Verleumder umfausten. Was soll ich machen?"

Nichts.
Du mußt dir ins Gedächtnis rufen, daß jemand, der sowas macht, erntet, was er sät. Sogar die Hipster in der Welt kennen das Prinzip. Sie nennen es "schlechtes Karma." In Wirklichkeit ist es einfach das von Gott installierte Prinzip von Saat und Ernte. Es funktioniert ganz ohne daß du nachhilfst.

Und du? Wenn du mit Gott gehst, dann ist er deine Quelle des Segens. Er tut Gutes in deinem Leben und gibt dir Gelingen. Manchmal vielleicht auf Umwegen, aber er tut's. Du kannst mit ihm nicht verlieren. Er wird dich triumphieren lassen, egal, was irgendwer über dich sagt.

Mach Lobpreis, bete Gott an. Und vergiß deine Rachegedanken.

Samstag, 24. August 2013

Neuland in Asien

"Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28, 18-20

Habe soeben zwei Tickets gekauft, für einen Mitarbeiter und mich. Wir werden im Herbst in ein großes Land in Asien reisen, um dort auf dem Lande Bibeln zu verteilen und Pastoren lehren. Zusammen mit einigen anderen pflügen wir da Neuland, da diese Leute großteils keinerlei Ahnung vom Leben im Glauben haben. Der Herr ist ihnen begegnet, sie haben sich bekehrt (in rauhen Mengen, was man so hört). Sie haben die Initialzündung erhalten. Doch wie es weitergeht wissen selbst die Pastoren dort nicht immer. Gott hat uns eine offene Tür gegeben und wir gehen durch, Preis dem Herrn.

Freitag, 23. August 2013

Von der Lust, zu hassen

"Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde! Tut wohl denen, die euch hassen."
Lukas 6, 27

Jesus sagte dies zu leicht entflammbaren Leuten, die die Welt in zwei Kategorien eingeteilt hatten: In Wir und Die.
"Wir" waren die Juden. Wer Jude war, war okay. Mit dem arrangierte man sich. Die "liebte" man.
"Die" waren alle anderen. Die gehörten nicht zu "Uns." Die glaubten nicht genauso wie "wir", die sahen anders aus als "wir." Die durfte man deshalb mit Hingabe hassen, was auch ausgiebig geschah.

In allen Gesellschaften gibt es Gruppen, die die Rolle des Sündenbocks zu spielen haben, auf den man eindreschen darf.
Bei den Nazis waren das die Juden. Die Deutschen mußte man mögen, die Juden durfte man hassen.
Bei den Kommunisten waren es die Bürgerlichen. Alle in der K-Partei waren okay. Alle, die Produktionsmittel besaßen dagegen, die Kapitalisten, waren der Klassenfeind, den es auszumerzen galt.
Bei den Katholiken waren die Ketzer die vogelfreie Gruppe, die wahlweise verbrannt, geköpft oder zersägt wurde.
Bei den Umweltbewegten sind es die Atombefürworter.
Fanatisierte Mohammedaner bombardieren einander und die "Ungläubigen." Das ist schierer Haß. Denn jemanden zu töten ist der Ausdruck absoluten Hasses.
Bei manchen Menschen platzt förmlich ein Ventil, wenn ihnen endlich jemand unterkommt, der zu einer Sündenbock-Gruppe gehört. Den dürfen sie dann mit Hingabe hassen.

Zu uns sagt Jesus, man solle auch seine Feinde lieben. Er befahl uns nicht, sie besonders zu mögen. Gottes Liebe hat nicht so viel mit Gefühlen zu tun. Sie tut gute Taten.
Jesus will auf jeden Fall, daß wir nicht den mentalen Fehler begehen, alle, die nicht genauso sind oder denken wie wir, herabzuwürdigen und anzufeinden, eben zu hassen.
Denn das passiert manchmal sogar unter Christen. Ich habe mich schon mit Pfarrergruppen getroffen, in denen ich, der evangelisch-freikirchliche Pastor, in anderthalb Stunden mehr beleidigt, angemacht und kritisiert wurde als in den fünf davorliegenden Jahren zusammengenommen. Natürlich sind nicht alle so. Aber manche schon.
Bei manchen knallt die Sicherung durch, wenn man über die Geistestaufe, das persönliche Pfingsten, spricht. Plötzlich wird der sanft-strenge Baptistenbruder zur feuerspeienden Furie.
Wie gibt's das?
Es scheint ganz allgemein, daß der Mensch leichter haßt als liebt. Da soll uns nicht passieren. Wir sind nicht die Weltpolizei, die alle zu richten hat, die nicht haargenau auf unserer Linie sind. Wir lassen dem anderen Luft zum schnaufen.
Amen.

Dienstag, 20. August 2013

"Sicher schwimmen" oder "Die Mensch-Hund-Frage"

"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie."
1 Mose 1, 27

In einer Universität hat man 500 Testpersonen gefragt, wenn dein Hund und ein Fremder in einem See gleichzeitig am ertrinken sind, wen würdest du retten? Deinen Hund oder den Fremden?
Die Antwort war: Kommt drauf an, um was für einen Menschen und um was für einen Hund es sich handelt.
Die meisten würden einen Familienangehörigen retten. Kaum handelt es sich jedoch nur noch um einen Menschen, den man nur vom sehen kennt, würde die Mehrzahl den Hund retten. 40 Prozent (inklusive 46 Prozent der Frauen) würden gar einen ausländischen Touristen ertrinken lassen und stattdessen den Hund retten.

Dieselbe Frage Schülern gestellt ergab folgendes Ergebnis: Ein Drittel rettet den Menschen, ein Drittel den Hund, das dritte Drittel ist unenschieden.

Wie gibt's das, daß Menschen eher Hunde retten als andere Menschen?

Weil den Schülern und Studenten nicht mehr beigebracht wird, daß der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen wurde und deshalb etwas ganz anderes ist als ein Tier.
Nämlich unendlich viel wertvoller.
Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn auf die Welt gesandt, damit er die Menschen von ihren mannigfachen Problemen erlöst.
Wenn man den Menschen zum Tier erklärt, darf man sich nicht wundern, wenn er sich wie eines verhält und einen ertrinken läßt.

Wir alle fühlen mehr für ein Wesen, das wir lieben, als für einen beliebigen Fremden, den wir nicht kennen, geschweige denn lieben. Deswegen muß es etwas geben, was die Wertung durch unsere Gefühle ersetzt. Dieses Etwas sind von Gott geoffenbarte Werte, wie etwa der, daß der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist. Aufgrund dieser Aussage Gottes, nicht aufgrund meiner Gefühle, entscheide ich mich im Notfall dafür, den Menschen zu retten und nicht das Tier.
Wenn mich dagegen meine Gefühle leiten, dann werde ich unberechenbar und gebe mich selber der Beliebigkeit preis. Denn Gefühle ändern sich täglich.
Gottes Wort zum Glück nicht.

Wir bezahlen einen schrecklichen Preis dafür, wenn eine Gesellschaft sich von säkularen Werten leiten läßt, statt sich im bewährten Werte-Rahmen Gottes zu bewegen.
Glaubst du nicht?
Stell die Mensch-Hund-Frage zehn Personen und frage sie außerdem, ob sie glauben, daß die Bibel von Gott inspiriert ist oder ob sie nur ein menschliches Buch ist.
Du wirst unweigerlich feststellen, daß es wesentlich sicherer ist, mit Christen zu schwimmen als mit Ungläubigen.

Freitag, 16. August 2013

Balken! Nichts als Balken!

"Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, erlaube, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge ist."
Lukas 6, 42

"Pastor, jemand hat mich Egoist genannt, nur weil ich ihm etwas nicht geben wollte. Nun ist aber derjenige, der mich Egoist genannt hat, selber als der größte Egoist bekannt. Wie reagiere ich richtig?"

Ignorier ihn und sein Gerede.
Dieser Sachverhalt verwundert mich immer wieder. Nämlich der, daß Leute, die bestimmte Fehler haben, andere genau dieser Fehler bezichtigen.
Ein Lügner beharrt darauf, daß Gott und die Welt ihn belügen. Er sieht nur Lügner um sich herum am Werk.
Ein Geizhals oder Dieb ist chronisch mißtrauisch, weil angeblich alle auf sein Geld aus sind. Er hält alle anderen für (zumindest potentielle) Diebe.
Eine Chaotin bezichtigt ordentliche Hausfrauen der Unordnung.
Ein Pornoglotzer unterstellt dir einen unreinen Geist.
So lenken sie die Aufmerksamkeit von sich und ihrer krassen Fehlerhaftigkeit weg auf die oft weit geringere Fehlerhaftigkeit anderer. Sie sagen unbewußt, "Schau nicht mich an, schau den da an. Gegen den bin ich ein Heiliger."
Sie verdrängen ihre Charakterprobleme.
Verdrängung ist aber keine Lösung.
Jesus nennt solche Leute sogar Heuchler. Er mochte sie nicht besonders.
Ein Heuchler weiß normalerweise, daß er heuchelt. Das sollten wir definitiv vermeiden. Wenn wir Fehler gemacht haben, dann geben wir sie zu und räumen sie aus. (Fehler zugeben können nur die Stärksten. Du bist stark. Sag mir nach: Ich bin stark!)
Das Gescheiteste, was wir hier tun können, ist vor unserer eigenen Tür zu kehren und die Zweifelhaftigkeit unseres Nächsten anzuzweifeln, soll heißen, ein großes Maß an Toleranz für die Macken anderer walten zu lassen und ihnen nicht dauernd die übelsten Motive unterstellen. Das sagt nämlich mehr über dich aus als über die Angeschuldigten.
Wir scheren uns um das Urteil der Heuchler nicht weiter. Jesus hat sein Glück auch nicht im Kopf anderer Leute aufbewahrt.
Wenn dich also jemand unvermittelt in die Defensive drängt, dann frag dich warum der das macht. Vielleicht entdeckst du so, was ihn wirklich anteibt: Den Balken, der ihn blind macht für eigene Fehlerchen. Ja ja.
Und sei auch selber auf der Hut--vor deinen eigenen Bälkchen.

Donnerstag, 15. August 2013

Der Bitterkeit-Vergebungskomplex

"Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin?"
Matthäus 20, 15

Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg beschreibt Jesus einen Gutsherrn, der allen Arbeitern gleichviel zahlt, obwohl manche erst am Abend eingestellt wurden und viel weniger arbeiteten als diejenigen,die seit dem frühen Morgen dabei waren.
Diejenigen, die die Last des Tages getragen hatten, grollten voller Bitterkeit, beschwerten sich und wollten mehr Geld als die Nachzügler.

Falls sie Christen waren, empfanden sie sicher, daß sie dem Gutsherrn, dem Schuft, nun vergeben sollten, wozu sie natürlich keine Lust hatten. Schließlich hatte er sie zutiefst verletzt, da er ihnen nur den ausgemachten Lohn bezahlte und ihnen nicht mehr gab als den Wenigarbeitern, die sie keines Blickes würdigten.

Doch Jesus überrascht die Kläger und sagt, da gibt es nichts zu vergeben. Dem Gutsherrn ist erlaubt, mit dem Seinigen zu tun, was er will. Das Problem lag bei den Arbeitern und hieß Bitterkeit. Ihre Verletztheit war ausschließlich ihr Problem.

Was hat das mit dir zu tun?

Wenn dich zB jemand nicht auf seinen Geburtstag einlädt und du deswegen beleidigt bist: Du mußt diesem Jemand dann nicht vergeben. Denn da gibt's nichts zu vergeben. Jeder kann einladen, wen er will. Es ist keine Sünde, dich nicht dabeihaben zu wollen.
Wenn du dazu neigst, wegen solcher Dinge sauer zu werden, dann mußt du dich fragen warum. Beziehst du deine Wichtigkeit aus Geburtstagseinladungen und dem Lob der Leute?
Dann bist du ausgeliefert.
Denn es wird in deinem Leben noch oft passieren, daß von Leuten keine Bejahung und dergleichen kommt. Vielmehr mußt du darauf vertrauen, daß Gott sich schon um dich kümmert und dir Bestätigung und Wichtigkeitsgefühle aus den richtigen Quellen vermittelt.

Natürlich ist es nicht schön, ab und zu außen vor zu bleiben. Werde deswegen jedoch nicht bitter. Dazu gibt es nämlich keine Veranlassung, wenn du mit Jesus gehst.

"Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er kümmert sich um euch."
1 Petrus 5, 6-7