Freitag, 30. Januar 2015

Wie tolerant bist du?



„Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?“
Johannes 18,37-38.

Heute war im Autoradio zu hören, dass in Nürnberg eine Demonstration „für Toleranz“ stattfindet.
Ich lach mich scheps.
Handelt es sich doch weniger um eine Demonstration FÜR Toleranz als vielmehr eine GEGEN Pegida.
Die neue Toleranz toleriert die Meinung der Pegida-Anhänger nämlich nicht. Im Gegenteil. Sie wird ordentlich verteufelt. (Das darf man ruhig, wenn man sich danach besser fühlt. Aber mit vernünftigen Argumenten! Doch wenn man intellektuell einigermaßen redlich ist, dann tut man dies nicht im Namen der Toleranz, bitteschön).
Ich habe mich also gefragt: Warum bemühen die Demonstranten den Begriff Toleranz für ihr intolerantes Handeln?
Da traf es sich, dass mir meine Frau heute das neue Buch eines Professors von der theologischen Fakultät in Deerfield, Illinois, hingelegt hat. Der Titel? „Die intolerante Toleranz.“
Was ich las, war sehr interessant.
Professor Carson hat festgestellt, dass die Bedeutung des Begriffs Toleranz sich in unserer Zeit fundamental gewandelt hat, ohne dass darüber ein Konsens bestanden hätte. Dem Wort wurde einfach eine neue Bedeutung untergejubelt.
Toleranz bedeutet eigentlich, die Existenz verschiedener Ansichten zu akzeptieren.
Die neue Toleranz fordert, verschiedene Ansichten als gleichwertig zu akzeptieren.
Da ist ein Unterschied.
(Bitte dabeibleiben, ich betreibe hier keine Haarspalterei).

Die alte, wohlwollende Toleranz sagt:
Es gibt eine objektive, wirklich wahre Wahrheit und es ist unsere Aufgabe, sie herauszufinden.
Jede Partei glaubt naturgemäß, sie sei im Besitz dieser objektiven Wahrheit und die anderen liegen falsch.
Jede Partei bringt nun ihre Sichtweise so vernünftig wie möglich vor, (wobei Opponenten nicht zum Schweigen gebracht werden dürfen!)
Durch ungehindertes Nachdenken und Nachforschen werden schließlich die meisten Menschen von der tatsächlichen Wahrheit überzeugt, (hoffentlich).

Angenommen, jemand kommt Jahrhunderte später und behauptet, Jesus wäre gar nicht am Kreuz gestorben. Vielmehr hätte Judas dort gehangen, während Jesus woanders war.
Gegen diese Sichtweise kann man einwenden, dass die Richter und Henker Jesu sehr wohl wussten, wen sie da ans Kreuz nagelten. Außerdem waren seine eigene Mutter, seine Tante Salome, die Schar seiner Jünger, sowie halb Jerusalem gegenwärtig, die allesamt sein Gesicht kannten. Denen wäre aufgefallen, wenn Judas statt seiner dort gehangen hätte.
Jesus selbst hat zwölf Apostel bestellt, die von seinem Tod und seiner Auferstehung Zeugnis ablegen sollten.
Es steht also das Zeugnis von zwölf Männern, die dabei waren, gegen das Zeugnis eines einzigen Mannes, der nicht dabei war und der Jesus nie begegnet war, schon weil er Jahrhunderte später lebte.
Keine Zeitgenossen Jesu haben je bezweifelt, dass er tatsächlich am Kreuz starb. Zumindest sind keine überliefert. Selbst der römische Centurio, der seine Hinrichtung beaufsichtigte—ein Heide!—sagte zum Schluss, „Wahrlich, dieser war Gottes Sohn.“ (Matthäus 27,54).
Außerdem sah Johannes, wie ein römischer Soldat dem toten Jesus die Lanze ins Herz stieß und Blut und Serum (91 % Wasser) aus der Wunde strömten.
Durch ungehindertes Nachdenken kommt eine unvoreingenommene Person für gewöhnlich zu dem Schluss, dass die erste Partei falsch liegt und zweite mit ihren Argumenten recht hat.
Besteht nun jemand darauf, der erste Standpunkt sei wahr und Jesus hätte nie gelitten, dann wundern wir uns und tolerieren diese Haltung. Wir ertragen sie. Wir sind jedoch zu einem anderen Schluss gekommen.

Die neue Toleranz ist da ganz anders. Sie sagt:
Es gibt keine exklusive Wahrheit. Alles ist relativ.
Niemand hat recht, bzw. alle haben auf ihre Weise irgendwie recht.
Alle Lebensentwürfe, alle Kulturen sind gleich viel wert. Keine ist besser als eine andere.
Starke Überzeugungen sind nichts weiter als starke Vorlieben, ja Vorurteile.
Wenn man diese neue Toleranz zur Königin der Tugenden macht, dann ist ihr Gegenteil, die Intoleranz, die böseste Sünde. Denn die Intoleranz widerspricht der Sicht, dass alle Weltanschauungen oder Kulturen oder was auch immer gleichermaßen gültig sind und erhebt eine über alle anderen.
Stellt also jemand die neue Toleranz infrage, dann hat er die eine, nicht zu vergebende Sünde unseres Zeitalters begangen und muss bekriegt werden—mit Toleranzdemos, wie Pegida heute in Nürnberg.
Ein Witz.
Deswegen hat die heutige politische Korrektheit zwar die größten Schwierigkeiten, zu artikulieren was richtig und falsch, gut und böse, normal und pervers ist. Sie hat aber nicht die geringsten Schwierigkeiten mit ihrem Beißreflex der „Intoleranz“ gegenüber. Sie merkt nicht, dass sie das Gegenteil dessen ist, was sie vorgibt zu propagieren: Sie ist selber in einem bedrohlichen Maß intolerant.

Jesus war übrigens kein toleranter Wohlfühlfuzzi. Ihm wäre nie eingefallen zu sagen, „Alle Wege führen nach Rom.“ Das tun sie nämlich nicht.
Und in den Himmel gibt's auch nur einen.

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“
Johannes 14, 6.

Dienstag, 27. Januar 2015

Meinungsfreiheit?



„Laßt uns aber die Wahrheit reden in Liebe.“
Epheser 4, 15.

Vor einigen Wochen demonstrierten viele Menschen in Paris wegen der Tötung von Redakteuren des Satire-Magazins Charlie Hebdo durch Terroristen und hielten Schilder hoch, auf denen „Je suis Charlie“ stand, was auf Deutsch „Ich bin Charlie“ bedeutet. Man solidarisierte sich mit den Ermordeten, die man als Helden der Meinungsfreiheit feierte, weil sie Karikaturen druckten, die sich in geschmacklose Weise über den islamischen Propheten Mohammed lustig machten.
Meinungsfreiheit?
Naja.
Meinungsfreiheit ist in Europa zum großen Teil eine Fiktion.
Auch in Frankreich.
Auch in Paris.
Das nun attackierte Magazin Charlie Hebdo hatte beispielsweise einen Vorgänger, der hieß Hara-Kiri. Hara-Kiri beging Harakiri als es 1970 Charles de Gaulle verspottete, der soeben gestorben war. Die Zeitung wurde umgehend vom Innenminister verboten.
Ja ja.
Gott durfte man verspotten, bei de Gaulle hörte sich der Spaß jedoch auf.
Auf der Demonstration für Redefreiheit in Paris, auf der so viele Ich-bin-Charlie-Plakate trugen, sorgte die Polizei dafür, dass die vereinzelt sichtbaren Ich-bin-NICHT-Charlie-Plakate verschwanden. Deren Rede war zu diesem Zeitpunkt nicht frei.
Damit wir uns nicht missverstehen: Ich hege nicht die geringsten Sympathien für die koranisch motivierten Mörder von Paris. Doch wenn auf einer Demonstration für Redefreiheit die Freiheit der Rede eingeschränkt wird, dann machen wir uns etwas vor, wenn wir behaupten, es gebe Redefreiheit.
Frei scheint immer nur die Rede zu sein, die in den jeweiligen Zeitgeist passt. Der Rest wird geächtet, tabuisiert, verboten, auf jeden Fall niedergehalten.
Wir brauchen jedoch echte Redefreiheit, damit Ideen auf dem Markt der Ideen angeboten und diskutiert werden können. Zur Meinungsbildung sind Rede und Gegenrede unerlässlich, denn nur so bildet man belastbare Überzeugungen aus.
Schaltet man die Meinung gleich, zieht man Mitläufer heran. Denn mit dem Strom zu schwimmen ist dann opportun. Wenn gegen den Strom zu schwimmen tödlich sein kann, dann überlegt man sich zweimal ob man das tut.

Das Problem der Propheten Israels war ihre Unangepasstheit. Sie alle litten deswegen. Viele bezahlten mit dem Leben dafür, dass sie den Mächtigen die Meinung sagten.
Wir haben ihr Problem geerbt.
Denn das Problem bibeltreuer Christen überall und zu jeder Zeit ist, dass ihre Meinung nicht in den Zeitgeist passt, und damit auch nicht für besonders schützenswert gehalten wird, ja aktiv bekämpft werden darf. Vor etwa 400 Jahren war Frankreich so katholisch, dass es den Protestanten bei Todesstrafe verboten war, in ihren eigenen vier Wänden zu beten.
Und heute in Deutschland?
Werden sie von der Presse vielfach verleumdet. Man rückt sie in die Nähe von mohammedanischen Gotteskriegern, macht Filme wie „Mission unter falscher Flagge“ und wundert sich dann, wenn irgendwo jemand „Lügenpresse!“ skandiert. Ich glaube nicht, dass die Leute, die so etwas brüllen, Christen sind. Ich denke, der deutsche Michel will damit nur ausdrücken, dass er merkt, er wird manipuliert.

In dieser Welt das Banner von Gottes Wort hochzuhalten, hat seinen Preis.
Doch genau dazu sind wir noch hier unten.

„Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben?
Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben?
Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?“
Römer 10, 14.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Lang beten oder kurz?



„Am Anfang deines Flehens ist ein Wort ergangen, und ich bin gekommen, um es dir mitzuteilen.“
Daniel 9, 23.

Der Prophet Daniel war ein wichtiger Minister in Babylon. Er hatte im Buch des Propheten Jeremia eine Weissagung über die Rückkehr Israels ins Gelobte Land gefunden: „Und dieses ganze Land [Israel] wird zur Trümmerstätte, zur Wüste werden; und diese Nationen werden dem König von Babel dienen siebzig Jahre lang.“ (Jeremia 25, 11).
Siebzig Jahre sollte die babylonische Gefangenschaft also dauern, dann würde Gott wieder Gebete erhören, die die Rückkehr Israels zum Thema hatten.
Mit dieser Verheißung bewaffnet, begann Daniel vor Gott zu flehen und zu beten, dass er Israel wieder herstellen möge. Er bekannte seine Sünden und die Sünden seines Volkes und bereute und betete hin und her— bis ihm plötzlich jemand auf die Schulter tippte.
Es war der Engel Gabriel, der ihm schon in Kapitel 8 begegnet war.
Und Gabriel sagt: „Am Anfang deines Flehens ist ein Wort ergangen!“
Am Anfang…!
Kaum hatte Daniel begonnen zu beten, sandte Gott bereits die Antwort!
Er musste gar nicht besonders lang beten. Nur das nötigste. Gott wusste schon was er wollte und war sofort bereit, ihn zu erhören. Sogar ohne langes Bekennen, Bereuen oder Beschwören.

Manchmal denken wir, die Länge unserer Gebete oder ihre Intensität beeindrucken Gott und bringen ihn dazu, uns zu erhören. Doch Gott wird allein durch Glauben bewegt. Und der Glaube stützt sich stets auf das Wort Gottes, wie in diesem Fall auf die Verheißung aus Jeremia. Dann betet man kurz und die Sache hat sich.
Statt ewig das Anliegen vor Gott zu wiederholen, es breitzuwalzen und plattzutreten, danken wir ihm für die Erhörung, die nun zu uns unterwegs ist.

Dank und Lobpreis sollten den weitaus größten Teil unseres Gebetslebens ausmachen.
Nicht Bitten.

„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung.“ (Kolosser 4, 2).

Mittwoch, 21. Januar 2015

Geber! Wo wohnst du?



„Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“
Lukas 6, 38.

Die Zeit, Spendenquittungen zu verschicken, ist wieder einmal gekommen. Die meisten sind auch schon unterwegs.
An dieser Stelle möchte ich allen regelmäßigen Gebern meinen herzlichen Dank aussprechen. Eure Treue macht Planungen erst möglich, nicht nur bei uns im CGZ, sondern auch bei den Missionaren und Werken, die wir unterstützen. Denn das Evangelium gibt's zwar umsonst, doch alles drumherum kostet was.
Wenn du den Vers oben noch einmal genau anschaust, wirst du feststellen: Gott ist bereit, dich in diesem Jahr mehr zu segnen als je zuvor.

Vom ein oder anderen kennen wir nur den Namen und brauchen noch die Anschrift, sofern eine steuerabzugsfähige Spendenquittung gewünscht wird. Ihr wisst wer ihr seid.

Paulus sprach den gebefreudigen Philippern folgende Verheißung zu:
„Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ (Philipper 4, 19).

Dienstag, 20. Januar 2015

Pegida, Perfida, AfD, etc.



„Pastor, der Islam und der Protest dagegen—und der Protest gegen den Protest—sind in aller Munde. Was hältst eigentlich du von Pegida, AfD, etc.?“

Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes…
Kein Wunder, dass Politik und Medien verwirrt sind.
Kein Politiker oder Journalist denkt heute mehr in Kategorien von Patriotismus oder Abendland. Stolz zu sein auf die erhebenden Anteile der eigenen Kultur ist verpönt.
Und Abendland?
Damit hat man früher den christlichen Kulturkreis bezeichnet. Das Christentum steht der heute modernen Dekonstruktion von Familie und Individuum jedoch diametral entgegen. Familien heißen heute Bedarfsgemeinschaften und der Vater der zählt ist der Staat. Und dem Individuum redet man ein, dass es weder männlich noch weiblich ist. Es ist quasi Verfügungsmasse seiner Wünsche.
Die Bibel hingegen lehrt, dass der Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen ist und dass die Familie auf seine Initiative zurückgeht. Mir scheint, ein Echo dieses Denkens klingt bei Pegida mit.

Wie schon anderswo angemerkt: Viele der Anliegen dieser Bewegung sind legitim. Der radikale Islam ist eine reale Bedrohung. Wir brauchen in Deutschland keine Zustände wie in Frankreich oder England oder Belgien oder sonstwo, wo man Juden ermordet, weil sie Juden sind, geschmacklose Satiriker erschießt, Züge bombardiert oder Soldaten auf offener Straße enthauptet, wie in London geschehen.
Auch das Familienbild und das Verhältnis des Individuums zu Gott ist im Islam ein völlig anderes als früher im christlichen Abendland. Für die einen ist Gott der Unnahbare, derjenige, den man nie kennenlernen kann, der ewig Andere. Jesus hingegen nennt Gott einen Vater, der sich nach seinen Kindern sehnt und eine persönliche Beziehung zu ihnen haben will:
„Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten.“ (Matthäus 7, 11).

Gegenwärtig trauert man um Zeitungsmacher, die ein infantiles Magazin produziert haben, das auch in Gomorrah sicher gern gelesen worden wäre.
Doch man vergisst so schnell…
Caroline Glick von der Jerusalem Post erinnerte in diesen Tagen an folgenden Vorfall: Vor neun Jahren haben Sadisten, (die zufällig auch Moslems waren), in Paris einen jungen Juden namens Ilan Halimi entführt und über 24 Tage und Nächte gefoltert, bis sie ihn in Handschellen, nackt, voller Messerwunden und Verbrennungen dritten Grades auf zwei Dritteln seiner Haut an einem Seitengleis abluden. Er starb ein paar Stunden später im Krankenhaus.
Seine Mörder riefen gelegentlich seine Mutter an, forderten Lösegeld und lasen ihr aus dem Koran vor, während im Hintergrund die Schmerzensschreie ihres Sohnes zu hören waren.
Die 29 Kidnapper und ihre Komplizen wurden gefangen und verurteilt. Der Richter wollte seinerzeit jedoch nicht gelten lassen, dass Antisemitismus im Spiel war.
Wenn ich Jude wäre, würde ich mich in Frankreich auch nicht mehr wohlfühlen.

Wann immer ein Land sich dem Antisemitismus hingibt und beginnt, die Juden zu verfolgen, geht es steil bergab mit ihm. Das gilt für das Spanien von Ferdinand und Isabella genauso wie für das Russland der letzten Zaren, für Polen und erst recht für Hitlers Deutschland, bzw. Österreich, von der islamischen Welt unserer Tage ganz zu schweigen.
Diejenigen hingegen, die verfolgte Juden aufnahmen, erlebten eine Blüte, die sie nicht auf dem Radar hatten.
Nun gut.

In Deutschland ist Ähnliches bisher noch nicht passiert. Gott schützt uns und wir haben fähige Sicherheitskräfte. Und wir beten weiter.
Doch es rumort.
Und die Denkverbote, die sich Politiker auferlegen, führen zwangsläufig zu Reaktionen in einer Bevölkerung, die um die Greueltaten von New York, Paris, Brüssel, Sydney, London, Madrid, Ottawa, usw. weiß und sich angesichts einer politisch korrekten „Willkommenskultur“ im Stich gelassen fühlt. Wenn die sozialdemokratische Einheitspartei unter Kanzlerin Merkel hier nicht schleunigst den Kopf aus dem Sand zieht und sich etwas überlegt, dann wird sie hinweggefegt, wenn schließlich ein größerer Terroranschlag in Deutschland stattfindet. Dann haben die Populisten Zulauf und es passieren wieder radikale Dinge. Das kann niemand wollen.

Wo war ich stehen geblieben…?

Pegida äußert größtenteils Meinungen, wie auch die AfD, die vor 15 Jahren noch CDU-Mainstream waren. Damit passen sie nicht zum politisch-korrekten Zeitgeist und werden von Journalisten, die sich ja gern auch als Deutschlands Pädagogen verstehen und die außerdem Angst um ihre Meinungsführerschaft haben, lautstark ausgebuht.
Da lobt man immer die Meinungsfreiheit und wenn dann tatsächlich mal jemand eine andere Meinung äußert, dann verteufelt man ihn.
Das ist doch kindisch.
Doch die Emotionen kochen hoch. Ich erwarte eigentlich täglich, dass jemand eine Anti-Pegida-Partei gründet. Einen Namen hätte ich auch schon: Perfida, (Politiker für die Islamisierung des Abendlandes).

Bedenklich finde ich jedoch, wie sich Pegida auf Russlands Seite stellt, wenn die Bewegung fordert, man möge die „Kriegstreiberei gegen Russland“ doch bitte bleiben lassen. Ein Demonstrant hat sich nicht entblödet, ein Plakat herumzutragen, auf dem stand, „Putin, hilf uns.“
Hallo?
Geht's noch?
Zugegeben, Putin ist ein bemerkenswerter Mann.
Ja, er ist sogar ein Prophet.
Er weiß heute schon, wer nächste Woche in London an einer Poloniumvergiftung sterben wird.
Aber ist kein Erlöser.
Wacht auf, Leute!
In der Ukraine ist er der Aggressor, nicht die Europäische Union. Er stellt die europäische Nachkriegsordnung infrage, nicht wir und auch nicht die Ukraine.
Ich bin mir sicher, wenn man ihn lang genug anbettelt, dann kommt er. Und seine Panzer mit ihm. Sagt mal, waren 45 Jahre sowjetische Besatzung nicht genug? Sehnt sich wirklich jemand nach Iwans Stiefel im Nacken?
Manchmal fasse ich es nicht…

Das Christentum ist kein wohlfeiles politisches Mittel, um sich gegen den Islam abzugrenzen.
Vielmehr ist es eine lebensverändernde Kraft, die den an Jesus gläubigen Menschen von innen heraus erneuert, ja, ihm eine neue Identität in Gott gibt. Das ist das Revolutionäre an der Botschaft Jesu Christi von Nazareth.
Jeder Mensch, egal welcher Abstammung, Hautfarbe oder kulturellen Prägung braucht Erlösung von seiner Sündennatur.
Nur Jesus kann dies gewähren—und wer dies erlebt hat, der brennt für ihn.

„Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5).