Freitag, 31. August 2012

Intensivtag Frankfurt

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28, 19-20

Am Samstag findet in Frankfurt/Oder, in der Gemeinde "Wort und Glauben" von Markus Rex, ein Intensivtag statt. Neben mir werden Matthias Schmöcker aus Prenzlau und Fred-Uwe Winkler aus Suhl predigen. Ich dann noch am Sonntag.
Ich freue mich.
Vor vielen Jahren waren die drei Bibelschüler in einer DDR-Untergrundbibelschule. Und ich war einer der Prediger aus dem Westen, die dorthin kamen und lehrten. Wir machen quasi dort weiter, wo wir in den Achtzigern aufgehört haben.
Nur der Einzugsbereich ist diesmal größer.
Markus sagt, er erwarte Besucher aus Gifhorn, Magdeburg, Teterow, Köln, Berlin und Prenzlau.

Im CGZ wird Wendy Hoinle mich vertreten und den Sonntagsgottesdienst gestalten. Das wird sie ganz wunderbar machen, davon bin ich überzeugt.

Donnerstag, 30. August 2012

Dürfen Frauen predigen?

"Wie in allen Gemeinden der Heiligen, sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es wird ihnen nicht erlaubt, zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt."
1 Korinther 14, 34

"Pastor, bei euch predigen Frauen in der Gemeinde. Das ist unbiblisch."

Auf den ersten Blick scheint der obige Vers das tatsächlich zu sagen.
Man muß aber weiterlesen.
In Vers 35 steht nämlich: "Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden."

Der Vers bezieht sich also nicht auf alle Frauen, sondern auf EHEfrauen, die in der Gemeinde geredet haben, indem sie ihre Männer etwas fragten, was sie nicht verstanden hatten. Paulus sagt, das sollen sie daheim tun, nicht während der Predigt.
Hier geht es also gar nicht um ein Predigtverbot von Frauen, sonder um Ordnung, Ruhe und Konzentration während des Gottesdienstes. Das kommt auch im unmittelbar vorhergehenden Vers 33 zum Ausdruck: "Gott ist nicht Gott der Unordnung, sondern des Friedens."

Nun muß man außerdem wissen, daß die Männer damals getrennt saßen von den Frauen, wie es heute noch in Indien, Pakistan und anderen Ländern des Orients ist. (Bei uns sitzen seit der Reformation die Familien zusammen). Wenn also eine Frau ihren Mann etwas fragen wollte, dann mußte sie das lautstark tun.
So störte sie, die eine, die Ordnung für die vielen.
Das kann auf Dauer nervig werden.
Leider waren die Damen damals zum größten Teil restlos ungebildet, da nur Knaben die Schule besuchten. Kein Wunder, daß sie viele Fragen hatten. Paulus wollte, daß die Männer in diesem Fall ihre Frauen daheim aufklären sollten.

Ein ähnliches Fressen für gesetzliche Zeitgenossen ist 1 Timotheus 2, 11-12:
"Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern, daß sie sich in der Stille halte."
Auch hier geht es nicht um öffentliche Verkündigung, sondern darum, daß eine EHEfrau ihren Mann nicht belehren, dominieren und unter dem Pantoffel positionieren, sondern ihn als Familienoberhaupt anerkennen soll.

Zu allen Zeiten haben Frauen in lebendigen Gemeinden wichtige Aufgaben übernommen und auch gepredigt, im Alten wie im Neuen Testament.
Miriam war Lobpreisleiterin. (2 Mose 15). Außerdem war sie Prophetin, ein weiblicher Prophet. Propheten redeten öffentlich zu den Menschen. Wir wissen das, weil Propheten Bücher hinterlassen haben, aus denen hervorgeht, wie sie das gemacht haben. (Jesaja, Jeremia...)
Deborah war Prophetin und Richterin. (Richter 4, 4). Sie war Pastorin und Kanzlerin der Nation in einem, wenn man so will. Damals gab's scheinbar keine Männer, die das genauso gut gemacht hätten. Der "Held" Barak jedenfalls wollte nicht ohne sie aufs Schlachtfeld. (Richter 4, 9). Der besiegte dann auch nicht den feindlichen General, sonder eine Frau war's, Jael, die Frau Hebers, die Sisera beseitigte.

Im Neuen Testament finden wir die Prophetin Hanna, die im Tempel das Baby Jesus sah: "Sie trat zur selben Stunde herbei, lobte Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten."
Sie sprach nicht in irgend einer Gemeinde öffentlich von Jesus, sondern im Tempel Gottes zu Jerusalem, zu allen, die es hören wollten. In den Säulenhallen dort predigten Rabbis zu ihren Jüngern und sie tat dasselbe.

Jesus selbst beauftragte Frauen als erste Zeugen der Auferstehung, "Geht hin, verkündet meinen Brüdern, daß sie hingehen nach Galiläa! Und dort werden sie mich sehen." (Matthäus 28, 10).
Die Frauen verkündigten als erste die Auferstehung vor der damaligen ersten Gemeinde: den Jüngern. Sie wurden von Jesus persönlich dazu angewiesen.
Was mich spontan an Psalm 68, 12 erinnert:
"Der Herr erläßt einen Ausspruch: "Siegesbotinnen, eine große Schar!"
Von welchem Sieg könnte man besser reden als von dem Sieg Jesu Christi über die Sünde?
Außerdem hat auch Priscilla und nicht nur ihr Mann Aquila den aufstrebenden Prediger Apollos in Ephesus gelehrt. (Apostelgeschichte 18, 26). Und wenn eine Frau einen (1) Mann lehren darf, dann darf sie auch viele Männer lehren. 
Und nicht nur daheim, sondern auch öffentlich. 
Denn Gemeinde ist sowieso, "wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind." (Matthäus 18, 20).

In den Briefen finden wir Phoebe, Tryphäna, Tryphosa und andere, die aktiv mitgearbeitet haben. (Römer 16).

Eine letzte Frage: Wem ist gedient, wenn offensichtlich gesalbte Frauen Gottes, die den Geist des Glaubens haben, das Wort nicht mehr verkündigen dürfen?

Dienstag, 28. August 2012

Polizei an der Gemeinde

"Die Autoritäten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben.
Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten.
Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut."
Römer 13, 3-4

"Pastor, letztens standen nach dem Gottesdienst zwei Polizisten um dein Motorrad herum. Ist was damit?"

Nein, du banges Herz, du.
Die Herren von der Polizei standen um meinen 23 Jahre alten Kracher herum, weil sie ihn bewunderten während sie auf jemanden warteten.
Ihre Anwesenheit war in der Tatsache begründet, daß ein Kind der Vermieter, die im Gemeindehaus wohnen, von einem Autofahrer angefahren wurde.
Passiert ist Gott sei Dank nichts, außer daß das Fahrrad nun ein wenig verbogen ist.
Schuld war auch kein achtlos fahrendes Gemeindemitglied. (Haben wir solche überhaupt?) Vielmehr ereignete sich der Vorfall auf einem ausgebauten Feldweg in einiger Entfernung und wurde mutmaßlich durch einen rasenden Angehörigen ausländischer Streitkräfte verursacht.

Sonntag, 26. August 2012

Sei kein Maulwurf

"Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben!"
Hohelied 2, 15

Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.

Freitag, 24. August 2012

Gipfelstürmer

"Bei jeder Mühe ist Gewinn."
Sprüche 14, 23

Vor Jahren hab ich mal einen Roman geschrieben, auf englisch. Eine richtige 500-Seiten-Schwarte. Hat mir seinerzeit viel Spaß gemacht.
Ich hab's aus Spaß an der Freude letzte Woche zu Amazon rübergeladen, damit die eine elektronische Version für den US-Markt herausbringen.
Als Preis gilt zu Werbezwecken ein paar Tage lang 0,00 $.
Nun stelle ich fest, daß meine literarische Großtat in zwei Tagen bis auf #755 der US-Kindle-Charts vorgestoßen ist, (unter Hunderttausenden von Angeboten), und in seinem Genre auf Platz #17 von den Top 100 landete. D.h. man sieht das Ding schon auf der ersten Seite mit Vorschlägen, wenn man das Genre aufruft. (Das Ranking verändert sich natürlich dauernd).
Hunderte lesen das jetzt auf ihren elektronischen Lesegeräten.
Ich muß direkt lachen.
Was als Hobby begann, findet nun ein Publikum.

Bevor jemand fragt: Auf deutsch gibt's, wie gesagt, als Roman von mir auf Amazon bloß den Western "Sie kannten keine Gnade", der immerhin schon 2x (!) gekauft wurde! Hi hi.

Natürlich darf man das nicht so ernst nehmen.
Trotzdem stimmt's: Bei jeder Mühe ist irgendwo doch Gewinn.

Donnerstag, 23. August 2012

Zombies gibt's

"Pastor, gibt's Zombies?"

Lebendige Tote?
Klar.
Die entstehen aber anders, als du denkst. Das hat mit Voodoo nichts zu tun.
Vielmehr ist es so, daß es in der Karibik noch Sklaven gibt. In Haiti heißen die Restaveks und sind allermeistens Kinder, die aus Armutsgründen in fremden Familien landen. Die werden dort oft nicht besonders gut behandelt, sondern manchmal sogar ganz furchtbar mißhandelt und wie Vieh gehalten. Manche verlieren darüber ihr Gefühl, ein eigenständiger Mensch, eine Person, zu sein.
Die entstellten und persönlichkeitsentleerten Menschen wanken dann durch die Gegend und sind...
...Zombies.

Das ist schlimm.
Zum Glück arbeiten Christen in Haiti an der Besserung der Verhältnisse.
Zumindest unter Christen sollte es nirgendwo auf der Welt eine solch abartige Diskriminierung geben.
Jesus ist nämlich der große Abschaffer von Nationalismus, Standesdünkel und Ausbeutung.

"Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus."
Galater 3, 28

Auf was es ankommt, ist nicht deine Nationalität, Stand oder Geschlecht unter Menschen, sondern dein Stand vor Gott und deine Beziehung zu ihm.

"Daher kann er [Jesus] die auch völlig erretten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immer lebt, um sich für sie zu verwenden."
Hebräer 7, 25

Dienstag, 21. August 2012

Anonyme Post

"Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!"
Johannes 1, 46

Jemand hat neulich eine große Menge CDs von uns erworben.
Nun bekam ich Post von einer Person, die eine dieser CDs anonym mit der Post bekommen habe. Die guten Leute fanden die Botschaft nicht schlecht, waren aber wenig begeistert davon, so beschenkt worden zu sein.
Die fanden das regelrecht frech.

Nun bekomme ich praktisch ständig Schriften und manchmal auch CDs zu geschickt, um die ich nicht gebeten habe und deren Absender, wenn denn einer draufsteht, ich nicht kenne.
Ich hab dazu eine abgeklärte Einstellung: Ich schaue mir alles erstmal an. Manches ist wirklich gut und der Versender und ich geraten gar in eine freundschaftliche Beziehung. So passiert mit David Krexa, dem Musiker aus Freilassing, und seiner Band. Ein wunderbarer Mann Gottes, eine prima Band. Gott segne sie.
Das meiste jedoch entsorge ich in "Ablage 17."

Mein Vorschlag: Wenn du was verschickst, dann steh doch dazu. Vielleicht wollen die Leute mit dir ins Gespräch kommen und sind dankbar, wenn auf deiner Sendung ein Absender steht. Wer etwas anonym verschickt: Das kann falsch verstanden werden und wir Nordeuropäer sind weltbekannt dafür, nicht unbedingt die entspanntesten Zeitgenossen zu sein. Zum Schluß kommt deine gutgemeinte Botschaft nicht an. Das wäre kontraproduktiv.

Just a thought...

Montag, 20. August 2012

Es gibt Tage...


"Opfere Gott Dank."
Psalm 50, 14

Es gibt Tage, die sind, wie sie sind.

Man blickt wohlgefällig auf die Pferdeweide nebenan und freut sich an den schönen Tieren--da hält einem das schönste Tier den Hintern hin und fängt an zu bullern.
'Ist das jetzt ein Omen?', denkt man sich.
Da läßt ein weiteres Tier einen Darmwind fahren, der sich gewaschen hat.
'Das haben die noch nie gemacht...' denkt man sich und fragt sich, 'Ob die wissen, was sie tun?'
Und auf der Schiene geht's weiter.
Den ganzen unerbaulichen Tag lang.
Erforscht man sein Gewissen, erkennt man nichts anstößiges darin. Man ist okay.
'Was soll das dann?' fragt man sich.

Nun ja.
Ich denke, Gott erlaubt immer mal wieder solche Tage, um uns erkennen zu lassen, inwieweit unsere Umgebung noch unser Gemüt prägt.
Denn die Laune sollte unser Glaube prägen, nicht irgendwelche vorübergehenden Begebenheiten in unserem Leben.
Worauf schauen wir, wenn die Welt sich mal wieder gegen uns verschworen zu haben scheint? Auf Gott oder die Welt?

Da heißt es dann: Opfere Gott Dank. Ein Opfer ist etwas, das uns etwas kostet und Gott liebt fröhliche Geber. (2 Korinther 9, 7). Manchmal kostet der Blick auf den gegenwärtig unsichtbaren Segen Überwindung.
Doch was ist die Alternative? Ein depressiver Tag? Nein danke.

Opfere Gott Dank und erlebe, wie sich die Umstände ändern.
Und wenn die nicht, dann du.

Samstag, 18. August 2012

Wenn Gott für dich kämpft

"Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?"
Römer 8, 31

In Römer 8 ist ab Vers 18 die Rede vom Überwinden der Leiden, die das Leben auf dieser Welt so mit sich bringt, und von der Herrlichkeit, die Gott für uns vorbereitet hat.
Wobei Paulus nicht sagt, daß wir hier leiden und erst im Himmel Herrlichkeit erleben werden.
Was er sagt, ist viel komplexer.

In Vers 22 spricht er davon, daß die ganze Schöpfung seufzt und in Wehen liegt, weil sie von den Bürden der Vergänglichkeit befreit werden will.
In Vers 23 merkt er an, daß auch wir, die geisterfüllten unter den Christen, "seufzen" und die Erlösung unseres Leibes (von der Vergänglichkeit) herbeisehnen.

Paulus spricht hier vom Sprachengebet.

Denn in Vers 26 erklärt er, daß der Geist sich unserer Schwachheit annimmt, "denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in 'unaussprechlichen Seufzern'."

In diesen Versen wird viel "geseufzt."
Die Schöpfung seufzt, wir seufzen in uns und der Geist seufzt durch uns.
"Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß." Vers 27.
Nochmal: Das "Seufzen" ist Gebet.
Sprachengebet.

Was bewirkt es?
Daß die Last der Welt leichter wird.
Daß wir Jesus ähnlicher werden.
Verherrlichung.

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat [d.h. die seine Kinder sind], die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein [d.h. Jesus ähnlicher zu werden], damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern [Grammatisches Geschlecht: Bei den 'Brüdern' sind die Schwestern mitgemeint, wie bei 'Bürger' die Bürgerinnen].
Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen [zu Christen gemacht]; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt [d.h. vor Gott wohlgefällig]; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht."
Römer 8, 28-30

Dann kommt der Eingangsvers von oben.

Sprachengebet zahlt sich aus.

Freitag, 17. August 2012

Gewetzte Messer

"Da ist ein Schwätzer, dessen Worte sind Schwertstiche, aber die Zunge der Weisen ist Heilung."
Sprüche 12, 18

Ich bin Inhaber einer Trainerlizenz des Bayerischen Landessportverbandes für den Bereich Ju Jutsu, einer Polizeisportart. Zur Trainer-Ausbildung gehört da auch die Waffenabwehr, speziell die von Stock und Messer. (Gegen fliegende Kugeln hat man noch keine geeignete Ju Jutsu-Technik gefunden).
Wir haben uns da auch Videos vom Messereinsatz und Polizeifotos der Opfer von realen Messerattacken angeschaut.
Ich habe seither einen völlig neuen Respekt vor geschliffenen Kanten.
Die einzig wirksame Verteidigung ist: Davonlaufen!
Das ist keine Feigheit.
Die Statistik besagt: Gegen den Angriff eines normalen, untrainierten Stechers hat man Überlebenschancen von 3%. Selbst die ausgebildeten Elitenahkämpfer von den Navy Seals, Kampfschwimmer der US-Marine, haben nur eine Überlebenschance von 10%.
Gegen ein Messer verteidigt man sich somit nur im äußersten Notfall, etwa, wenn man in die Enge gedrängt wurde. Und dann muß man sich einfach damit abfinden, daß man sich verletzen wird, daß der Schmerz sich regt und Blut fließen wird.

An all das mußte ich denken, als ich obige Schriftstelle las.
Worte können genauso verletzen wie gewetzte Klingen. Man muß nicht mal ein ausgekochter Zyniker sein, um damit großen Schaden anzurichten.
Am besten ist wohl auch hier: Ein solches Umfeld meiden.

Niemand zwingt uns, unsere Ohren zu Mülleimern zu machen. Wir können uns abwenden und uns Menschen anschließen, deren Zunge Heilung bringt und unseren Glauben stärkt.
Das gibt's auch.

Wie geht's deiner Zunge?

Donnerstag, 16. August 2012

Die kognitive Dissonanz der alten Gouvernante


"Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber darüber hinausgeht, ist vom Bösen."
Matthäus 5, 37

Stellen wir uns vor, wir stehen auf einer schönen blauen Klippe.
Jemand, sagen wir eine attraktive Blondine, fordert uns auf, über diese Klippe zu springen.
Sie wirbt dafür.
Sie sagt, "Spring! Und du fühlst den Hauch von Abenteuer. Du fühlst dich frei wie nie zuvor. Du wirst dir lebendiger vorkommen als jemals! Klippenspringen ist cool. Klippenspringen ist Genuß pur!" Dann singt sie den Klippenspringsong.
Nun, könnten wir uns denken, warum nicht? Klippenspringen ist legal. Tausende tun es. Der Staat, der alte Finanzjunkie, kassiert mehr als 50% vom Springpreis als Klippensteuer. Der freut sich über jeden Springer.

Während wir noch so denken, beginnt der von der Klippenspringsteuer bezahlte und korrekt gescheitelte Gesundheitsbürokrat im grauen Anzug, der schon die ganze Zeit schweigend dabeistand, zu reden. Er sagt, "Klippenspringen kann tödlich enden oder Ihnen und Ihrer Umgebung beträchtlichen Schaden zufügen."

Ja, was nun?
Ist Klippenspringen nun gut oder schlecht?

Ich spiele natürlich auf die schwarzumrandeten Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln hin. (Mich persönlich hat Jesus 1984 eines Tages nach der Schicht spontan vom Nikotinschweindasein erlöst, wofür ich ihm noch immer dankbar bin).
Der Staat zwingt Zigarettenhersteller zu diesen Hinweisen, bringt es aber nicht übers Herz, den Tabak zu verbieten, weil er nach den damit generierten Steuern süchtig ist.
Genauso macht er es mit Wetten und Glücksspiel. Nach der Werbung dafür kommt der Hinweis auf die Aussichtslosigkeit, etwas zu gewinnen, (1:5.000.000), und die Fähigkeit von Glücksspiel, süchtig zu machen.

Wir als Bürger haben nun das Problem der kognitiven Dissonanz: Ein und dieselbe Beschäftigung wird einmal in höchsten Tönen gelobt und im gleichen Moment als teuflisch und tödlich verurteilt.
Eine schizophrene Situation.
Speziell für Jugendliche, die nicht wissen, was kognitive Dissonanz ist, und die auf der Suche nach Führung sind.
Was wird ihnen auf diese Weise beigebracht? 
Daß selbstzerstörerisches Verhalten nicht so schlimm ist, sonst würde der Staat, die alte Gouvernante, das doch sicher verbieten?
Daß es keine letztgültige Wahrheit gibt und alles relativ ist?
Daß es objektiv zwar tödlich, schädlich, schwachsinnig ist, zu rauchen?
 Daß es aber subjektiv gute Gründe für jemanden geben kann, es trotzdem zu tun: Eltern ärgern. Endlich cool sein. Underdog und Ausgestoßener der Gesellschaft sein. 
Dazugehören. 
Von Frank Sinatra, dem alten Säufer und Kettenraucher, ist bekannt, daß er den Rauch nicht inhalierte und ein halbes Glas Whisky meist einen ganzen Abend langte. Was mich spontan an die Mutter eines Freundes erinnert. Wir waren damals 8 oder 9 Jahre alt. Sie unterhielt sich mit jemandem, die brennende Kippe in der Hand, und zog nie dran... 
Das hat mich damals echt verblüfft.
Heute verstehe ich sie.
Anyway.
Die schizophrene Gouvernante sollte in sich gehen und sich klarmachen, was sie will.
Dann sollte sie Rauchen und Glücksspiel entweder verbieten, oder aber den Süchtigen mit ihrer Heuchelei kein künstliches Gewissen mehr machen.

Klare Kante schafft Vertrauen.
Und jungen Leuten wird wieder bewußt, daß die Gesellschaft weiß, was sie will und daß es einen Unterschied zwischen Ja und Nein gibt.

Mittwoch, 15. August 2012

The Power of Geduld

"Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt."
Jakobus 1, 4

Der Teufel fürchtet sich vor geduldigen Menschen.
Denn Geduldige haben ihre Emotionen, ihre Gedanken, ihr ganzes Wesen im Griff. Ohne Geduld ist Selbstkontrolle unmöglich. Geduld wird erst nötig, wenn ich etwas anderes tun möchte, als das, womit ich mich gerade abgebe. Geduld macht leidensfähig und Leidensfähigkeit, (Belastbarkeit), ist nötig, um ein Ziel erfolgreich zu erreichen.

Bist du geduldig?

Dienstag, 14. August 2012

Wie lange für etwas beten?

"Pastor, wie lange soll ich für etwas beten?"

Entweder, bis du's hast.
Oder, bis Gott dir in einem inspirierten Moment eine Zusage macht.
Ich weiß von Leuten, die jahrelang für etwas gebetet haben. Dann plötzlich, als sie z.B. die Vollmacht des Gläubigen studiert haben, überkam sie eine große Kühnheit. Sie beteten abermals und ein paar Tage später war die Erhörung da.

Dieser inspirierte Moment wird dann kommen, wenn du ein echtes Herzensanliegen hast und das Wort Gottes liest oder studierst, (das ist intensiveres Lesen mit Querverweisverfolgung, Konzentration und tiefem Denken und so).

In Lukas 18 bringt Jesus das Gleichnis von der Witwe und dem ungerechten Richter. Die arme, hilflose Witwe hatte die Paragraphen auf ihrer Seite. Doch der das Gesetz willkürlich auslegende, sich wie der Allmächtige gerierende ungerechte Richter half ihr nicht.
Sie blieb dran und wurde immer unverschämter, bis der Richter aus Angst um sein Gesicht, (Ohrfeigendrohung!), ihr endlich doch Recht verschaffte.
Sie blieb dran im "Gebet", bis sie vom Richter hörte.
Nachdem sie von ihm gehört hatte, hörte sie auf ihn weiter zu bestürmen.
Denn Sie war erhört worden.

Nun ist Gott kein ungerechter Richter.

Er ist ein gebender Vater.
Wenn wir mit einem "Paragraphen", einer Verheißung, zu ihm kommen, dann:
"Ich sage euch, daß er ihr Recht OHNE VERZUG ausführen wird."
Gott ist auf Erhörung aus.

"Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?"
Lukas 18, 8.

Die Verheißung steht zwar wie ein Paragraph in der Bibel. Doch um sie wirksam werden zu sehen, mußt du vom Richter gehört haben. Das Wort muß lebendig werden.
Das passiert in einem inspirierten Moment.
Den erlebst du, wenn du Zeit vor Gott verbringst.
Ist leichter, als es sich anhört.

Sonntag, 12. August 2012

Gottes Freunde


"Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er wurde Freund Gottes genannt."
Jakobus 2, 23

Ein Freund ist etwas Wunderbares.

Einen Freund schätze ich nicht, wegen der Dinge, die er für mich tun kann. Deswegen sind Freundschaften zwischen Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten oder Einkommensverhältnissen so schwierig. Der Reiche weiß nie, ob ihn sein armer Freund nicht in Wirklichkeit ausnutzen will.
Bei Gott ist es ähnlich. Viele "dienen" ihm, wegen der Dinge, die er für uns zu tun in der Lage ist, nicht weil sie ihn mögen, so wie er ist.
Einen Freund schätze ich wegen seiner Persönlichkeit und unserer persönlichen Chemie.

Man kann Freundschaft auch nicht auf Knopfdruck herstellen. Entweder man harmoniert oder nicht.
Viele Menschen sind das Gegenteil von Freunden Gottes.
Sie kennen ihn nicht und verstehen ihn nicht.
Andere wissen, wie er ist, und mögen ihn trotzdem nicht.
Das versteh' wer will.
Ich will Gottes Freund sein.
Freunde dürfen einander mit Dingen kommen, die wir Nichtfreunden abschlagen würden.
Mein Postbote ist ein netter Mann. Doch wenn ich beim Paketempfang ihn bitten würde, mich am Nachmittag in die Stadt zu fahren, weil meine Frau das Auto braucht, dann käme das komisch. Wir kennen uns, sind aber keine Freunde. Einen Freund könnte ich um so etwas bitten, einen Bekannten nicht.
Andererseits würde ich einen Freund nie unverschämt um etwas vielleicht sogar Unnötiges bitten. Respekt erhält eine Freundschaft. Und kleine Aufmerksamkeiten.

Ist Gott dein Freund?

Ein Thema, über das sich nachzudenken lohnt.

Donnerstag, 9. August 2012

Was macht glücklicher: Arbeit oder Urlaub?


"Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft."
Prediger 9, 10

Jetzt ist ja Urlaubszeit.
Die ist auch schön.
Noch schöner finde ich jedoch, wenn man sich in seiner Arbeit verliert wie in einem guten Buch, wenn Raum und Zeit relativ werden, weil man so absorbiert ist von dem was man tut.
Dann erlebt man, was Wissenschaftler "flow" nennen.
Die Glücksgefühle, die "flow" mit sich bringt, haben bei jedem andere Ursachen. Beim einen kommen sie, wenn er handwerkelt, beim andern, wenn er an einem Motor herumschraubt. Wieder ein anderer schreibt Musik oder Bücher.
Ich kenne Frauen, die flow erleben, wenn sie kochen.
Wenn sie dann fertig sind und es allen geschmeckt hat, sind sie auch glücklich. Doch der eigentliche Glücksmoment besteht beim Kochen selber.

Glücklich, wer flow erlebt.

Mittwoch, 8. August 2012

Beschneidung ist Kinderquälerei?

"In Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube."
Galater 5, 6

"Pastor, ich hab mal ne Frage.
Zur Zeit ist ja die Beschneidung in Diskussion. Soweit ich weiß hat oder will irgendein Gericht die Beschneidung bei Säuglingen verbieten, weil es Körperverletzung ist usw.
Die jüdischen Gläubigen sind nun außer sich und wehren sich und wollen sich das nicht verbieten lassen, weil es der Grundstein für den Glauben ist- ebenso die Muslime.
Ohne Narkose ist es schon heftig finde ich, aber anders herum ist eine Narkose für so einen kleinen Pimpf auch nicht ohne.

Gott hat ja im AT die Beschneidung ins Leben gerufen. Das sollte ein Erkennungszeichen für sein Volk sein oder? Warum am 8. Tag? Merkt der Säugling diesen Eingriff dann nicht so stark?
Aber es wird ja in die Haut geschnitten.... Und warum eigentlich dieses Körperteil?

Man bin ich froh, daß Jesus gekommen ist, denn bei ihm ist es völlig egal, ob man (Mann) beschnitten ist oder nicht :-)
Und wieso gibt es diese furchtbare Beschneidung bei den Frauen in Afrika? Das hat doch überhaupt keinen Sinn.

LG, S."

Hallo S.,

hier schießt der humanistische Sozialstaat wieder mal übers Ziel hinaus. Wenn die Juden ihre Söhne beschneiden wollen, dann sollte man das hierzulande erlauben und diesen rund 3800 Jahre alten Brauch nicht verdammen. Niemand anderer als Gott hat den Israeliten geboten, ihren männlichen Nachwuchs die Vorhaut zu entfernen. (1 Mose 17, 11). Die ist ein Symbol für Schmutz und Sünde. Ist sie entfernt, ist das dort unten eine saubere Angelegenheit. Und tatsächlich: Die Medizin sagt uns, daß die Frauen von beschnittenen Männern nachweislich weniger an Unterleibskrankheiten leiden.

Das mit der Beschneidung am 8. Tag:
Man sagt, dann sei das Blut am gerinnungsfähigsten und die Wunde heilt am schnellsten.

Warum ausgerechnet dieses Organ?
Weil daraus die Nachkommen kommen, die den Bund mit Gott weiterführen sollen.

Allerdings ist die Beschneidung bei den Juden--wie die Taufe bei den Christen--eine symbolische Handlung. Man kann getauft und beschnitten sein und trotzdem gottlos leben. Dann nützt einem die gründlichste Beschneidung und die feuchteste Taufe nichts: "Wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, so ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden." Römer 2, 25.

Retten tut immer noch der Glaube, von dem diese Handlungen sprechen.

Über die Beschneidung von Frauen hat Gott nichts gesagt! Das ist ein ungeheuerlicher Brauch, bei dem nichts im Grunde Überflüssiges entfernt wird, sondern ein sehr wichtiges Organ: Den Frauen wird die Fähigkeit zur Lust am Akt genommen. Sex ist für zu viele von ihnen so schon eine dröge Angelegenheit.
DAS hat Gott sich anders gedacht.

Dienstag, 7. August 2012

Näher hin zu IHM!

"Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen."
Jakobus 4, 8

Wie nah du an Gott dran bist, entscheidet nicht Gott, sondern du.
Viele geben Gott nicht das Beste, sondern das, was übrigbleibt. Sie geben ihm kein Opfer, sonden ein Trinkgeld. Sie wenden sich nie an ihn, außer in Krisen und sind sauer, wenn er sie nicht auf der Stelle erhört.
Sie sind in geistlichen Dingen wankelmütig und tun Dinge, von denen sie wissen, daß sie Gott nicht gefallen.
Sie dienen Gott gern--als Berater.
Entsprechend ist ihr Maß an Segen begrenzt.
Doch dein Frust ist nicht Gottes Wille.
Ein wichtiger Schlüssel zum Glück in deinem Leben ist, nicht Gott zu sagen, was er für dich tun soll, sondern von ihm zu hören, was du für ihn tun sollst.
Du bist sein Diener, nicht er deiner.
Komm in deine Bestimmung. Nur dann kannst du dein Leben genießen.

"Pastor, was ist meine Bestimmung?"
Was kannst du? Das tust du für Gott.

Montag, 6. August 2012

20 Jahre CGZ!

Gestern feierten wir mit Freunden und unserer Gastsprecherin Maria-Luise Prean-Bruni, (nicht verwandt mit Carla), unser zwanzigjähriges Gemeindebestehen.
Du meine Güte!
Wo ist die Zeit hin?
Wenn man allerdings die alten Bilder aus der Gründungszeit anschaut, auf denen 20 bis 30 tapfer lächelnde Gemeindemitglieder in die Kamera blicken, und das mit den rund 180 Leuten vergleicht, die gestern da waren, dann merkt man schon einen Unterschied.
Viele gehen seit der ersten Stunde mit uns.
Dazu muß man sagen, daß nicht jeder das Zeug zum Gründungsmitglied hat. Denn es gibt nicht wenige Christen, die eine ausgeprägte Service-Mentalität haben, aber keinen Sinn für Dienst.
Sie kommen und fragen sich: 'Sind hier auch alle vollkommen? Schüttelt mir der Pastor am Sonntag jedesmal artig die Hand? Wird hier auch stets gepredigt, was ich hören will? Werden hier gar Opfer eingesammelt?'

Es ist allemal leichter, sich an Deck eines Kreuzfahrtschiffes an den Pool zu setzen und die Sonne zu genießen, als das Schiff mit aufzubauen, den Pool einzusetzen, den Gästen beim Entspannen zuzuschauen, und hinterher deren Dreck aus dem Pool zu fischen.

Jemand, der eine Gemeinde gründen will, braucht erstens einen klaren Ruf von Gott, (es sei denn, er ist Masochist), und zweitens hingegebene Mitarbeiter, die an ihren Prediger glauben und bereit sind, das Werk in jeder Hinsicht zu unterstützen: Mit Arbeit, Zeit und Geld. Denn ein Pastor ist ein relativ begrenztes Wesen. Er kann im besten Fall ein wenig predigen. In Wirklichkeit braucht er jede Menge Hilfe. Tatsache ist: eine Gemeinde ist nur so gut wie ihre Mitarbeiter. Sie sind das eigentliche Knochengerüst, an dem sich alles festhält.
Wenn eine Gemeinde "aus dem Nichts heraus" neu beginnt, dann schließen die Mitarbeiter einen Wechsel auf die Zukunft ab. Denn man sieht ja nichts: Die Massen strömen (noch) nicht. Bei sowas mitzumachen erfordert besonderen Glauben.
Viele befürchten in der Gründungsphase, sich umsonst zu investieren, (was, wenn der Prediger die Nerven verliert und abhaut?) So lassen es gleich von vornherein bleiben.
Andere hätten gern ein Pöstchen im Tausch gegen ihr Öpferchen. (Dabei haben wir gar keine Posten zu vergeben).
Andere verkaufen ihre Mitarbeit so teuer wie möglich und wollen besonders umsorgt sein.
Die aber aus dem richtigen Zeug gemacht sind, wissen, daß sie vom Herrn an ihren Platz berufen wurden und dienen selbstlos und treu.
Ich freue mich, daß wir Mitarbeiter mit einem solchen Glauben haben, die uns seit nunmehr 20 Jahren die Treue halten (und nicht nur als Stuhlwärmer).

Vielen Dank. Vergelt's euch Gott.
Auch für das gute Essen und die Mitarbeit bei der Organisation, beim Spülen, bei Musik und Kinderbetreuung, beim Auf- und Abbau gestern.
Ihr war super.

Maria hatte als Wort für uns Psalm 20, 5-6 bekommen:
"Er gebe dir nach deinem Herzen, und alle deine Pläne erfülle er!
Jubeln wollen wir über dein Heil, im Namen unseres Gottes das Panier erheben. Der HERR erfülle alle deine Bitten!"

Nun traf es sich, daß eine Familie aus Ingolstadt angereist war, um mitzufeiern. Sie übergaben mir ein geschmackvolles Geschenk für's CGZ und hatten auch ein Wort für uns bekommen: Psalm 20.

Zwei Parteien hatten unabhängig voneinander dasselbe Wort für uns.

Wir nahmen das als Gottes Reden an. Denn Paulus sagt, "Durch zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache festgestellt werden." (2 Korinther 13, 1).

Was sagt man da?

"Jetzt habe ich erkannt, daß der HERR seinem Gesalbten hilft; aus seinen heiligen Himmeln wird er ihn erhören durch Heilstaten seiner Rechten." (Psalm 20, 7).

Die nächsten 20 Jahre können beginnen.

(Maria hat mir ihr Buch "Mit Gottes Flügeln kannst du fliegen" geschenkt. Es ist ein gutes Buch voller Ermutigungen. Sie hingegen wollte unbedingt ein Exemplar meines Bandes "Die Bank Jesu" und begann noch in meinem Büro mit der Lektüre).

Samstag, 4. August 2012

Maria Prean im CGZ


"Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein. Und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden."
1 Petrus 2, 6
Am morgigen Sonntag wird Maria Prean aus Imst in Tirol, bzw. aus Uganda, bei uns sein.

Nach dem Gottesdienst werden wir gemeinsam essen und das 20. Jubiläum der Gemeindegründung feiern.

Maria hat 15 Jahre in einem Hotel in Amerika gearbeitet, bis Gott ihr auftrug, nach Europa zurückzukehren, was sie vor rund 20 Jahren tat, um hier das Evangelium zu predigen.
Sie gehorchte.
Und feierte als glaubenserfüllte Sprecherin praktisch sofort große Erfolge. Heute ist die Österreicherin konfessionsübergreifend eine der populärsten Sprecherinnen im deutschsprachigen Raum.

Heute abend spricht sie bereits im Schweinfurter Chapter der Christen im Beruf.

Donnerstag, 2. August 2012

Kirchliche Selbstabschaffung

"Ich bezeuge eindringlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:
Predige das Wort,
stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre!"
2 Timotheus 4, 1-3

Ein Wort zu den Landeskirchen.
Napoleon ließ einst die Sixtinische Kapelle in einen Pferdestall umwandeln und Stalin machte aus Kirchen Schwimmbäder. Hitler steckte die Prediger der Bekennenden Kirche ins KZ.
Das war Haß in Reinkultur.
Der Haß ist heute an vielen Orten der Gleichgültigkeit gewichen. Landauf, landab findet sich sonntags nur eine Handvoll Besucher in den heiligen Hallen ein.

Wir denken, dies sei eine Erscheinung der Moderne.
Ist es aber nicht.
Schon um 1850 registrierten frustrierte Funktionäre die großteils leeren Bänke in ihren Kirchen. Allerdings war Gott auch damals aktiv: Es standen wieder Prediger auf, die das Evangelium nach alter Väter Sitte verkündeten, wie etwa Johann Christoph Blumhardt, der einen bemerkenswerten überregionalen Heilungsdienst entwickelte, (den die Kirche ihm prompt verbot!). Sie stützten sich bei ihren Ausführungen auf die Bibel--und die Leute kamen zurück! In Blumhardts Fall zu Hunderten und Tausenden.

Wo hingegen "freisinnige" Pastoren ihre Theorien unters Volk zu bringen suchten, blieben die Bänke auch weiterhin leer. Bibeltreue Christen regten sich damals über die "glaubenslosen protestantischen Pfaffen" auf.

Ich denke, Problem und Lösung sind damals wie heute dassselbe: Wo das Wort des Glaubens verkündet wird und Jesus im Mittelpunkt steht, dort wirkt der Geist Gottes, versammeln sich Menschen und die Kirche ist voll.
Wo ein "soziales" oder "politisches" Evangelium verkündet wird und Jesus nur irgendwie Beiwerk ist, schließen die Kirchen. Verdientermaßen.

Das ist der Grund weshalb heute bestimmte Freikirchen die Zugmaschinen des Evangeliums in Deutschland sind. Gott fühlt sich keiner Konfession verpflichtet. Sein Geist weht, wo man ihn willkommen heißt, und sei es in umgebauten Lagerhallen.
Wie in unserem Fall.

Mittwoch, 1. August 2012

Wie schlechter Streß zu gutem wird


"In der Welt habt ihr Bedrängnis [Streß]. Aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden."
Johannes 16, 33

Als Jesus in Gethsemane Streß hatte, erschien ihm ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte. (Lukas 22, 43).
Als Mose mit Israel zwischen Rotem Meer, Wüste und Pharaos Armee feststeckte, sollte er seinen Stab übers Wasser strecken. Er tat's, das Wasser teilte sich, und der Rest ist Geschichte.
Als Elisa in Jericho mit bitterem Wasser konfrontiert war, schüttete er Salz in die Quelle und das Wasser wurde genießbar.

Leider spricht Gott nicht immer so klar zu uns und verwandelt unseren Belastungsstreß in Überwinderstreß.
Was dann?

Dann müssen wir um Weisheit bitten, wie Jakobus in Kapitel 1 sagt.
Und dann müssen wir aufhören zu beten und nachdenken. (Weisheit entsteht durch das Durchdenken problematischer Sachverhalte auf der Suche nach einer Lösung).

Ein Durchdenker sollte sich fragen:
Was ist das Schlimmste, das in meiner Problemsituation passieren kann?
Was ist das Beste?
Was ist das Wahrscheinlichste?
Was kann ich nicht ändern?
Was kann ich tun?

Der Moment, in dem unser Herz eine machbare Lösung wahrnimmt, ist der Moment in dem sich der Belastungsstreß in Lebensfreude verwandelt.

Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Streß ist das vorhandene Gefühl der Kontrolle über die Situation: Unsere Fähigkeiten werden zwar maximal gefordert, aber wir wissen: wir werden's schaffen.

Darauf zu spekulieren, daß es ein Leben ohne Streß gibt, ist vergeblich. Denn Jesus sichert uns zu, "In der Welt habt ihr Bedrängnis." Doch mit ihm ist nichts zu schwer. Er hat eine Lösung für jedes Problem: "Seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden."

Manchmal gibt er klare Handlungsanweisungen.
Manchmal ist Nachdenken der Weg, wie er uns seine Lösung zuteilwerden läßt.
WIE er zu uns spricht, liegt nicht bei uns.
Eins jedoch steht fest: Er hat Sieg für uns beschlossen.