Freitag, 27. November 2015

Der Gottesstaat und die Freiheit

„Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“
2. Petrus 3,13

Christen wollen den Gottesstaat.
Wir wollen und erwarten eine gerechte Gesellschaft mit Jesus als Herrscher. Wir wollen in einer christlichen Gesellschaft leben.
Doch Christen wissen: Mann kann niemanden zum Glauben zwingen. Denn der erwächst aus dem Herzen. Wenn das Evangelium von Jesus auf ein offenes Herz stößt, dann erwacht der Glaube und verbindet sich mit dem gehörten Wort. Wenn dieser Mensch nun in seinem Herzen glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist, dass er am Kreuz für die Sünde gestorben ist und Gott der Vater ihn am dritten Tag von den Toten auferweckt hat, und dies mit seinem Mund bekennt, dann ist dieser Mensch im biblischen Sinn gerettet.
Eine solche Person erlebt ein Wunder.
Sie wird (geistlich) von Neuem geboren.
Nicht alle Menschen sind Gottes Kinder. Doch alle können Kinder Gottes werden, wenn sie auf dem richtigen Weg zu ihm kommen.
Dieser Weg hat einen Namen.
Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6).

Doch wie gesagt: Es ist unmöglich, jemanden zum Glauben zu zwingen. Dazu ist ein Werk des Heiligen Geistes nötig und wir sind nicht der Heilige Geist. Wir können nur verkündigen.
Deshalb ist Freiheit so wichtig.
Da wir, bevor Jesus zurückkommt, keine durch und durch christliche Gesellschaft haben können, wollen wir eine freie Gesellschaft, in der man das Evangelium hören und sich für Jesus entscheiden kann.
Eine unfreie Gesellschaft, in der man nur glauben und denken darf, was einem eine politisch oder religiös motivierte Regierung vorschreibt, ist die „Nacht, da niemand wirken kann“, von der Jesus geredet hat. (Johannes 9,4).
In vielen Ländern der Welt ist es derzeit Nacht. Ich denke, ich muss da gar keine Beispiele anführen.
Die Freiheit ist deshalb in dieser Zeit quasi Ersatz fürs Christentum und muss genauso vehement verteidigt werden wie der Glaube selber.

„Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und laßt euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten.“ (Galater 5,1).

Der Glaube muß von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Und die Freiheit muss in jeder Generation erneut verteidigt werden.

"Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt." (2. Johannes 1,9).

Mittwoch, 25. November 2015

Feldkirchen und Paris

„Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und paßt genau auf, an welchem Ort sein Fuß weilt und wer ihn dort gesehen hat! Denn man hat mir gesagt, daß er sehr listig ist.“
1. Samuel 23,24

Vor drei Wochen weilte ich in Feldkirchen bei München auf einer Glaubenskonferenz.
Schön war's dort.
Ich saß mit Predigern zusammen, wunderbaren Brüdern, von denen manche begeistert bis euphorisch über die gegenwärtige Migrationswelle sprachen. Angela Merkel fanden sie auch gut. So müsse man nicht mehr in ferne Länder fahren, um zu missionieren, sondern könne das nunmehr gleich hier vor der Haustür tun.
Naja.
Ich komme mir in solchen Situationen immer ein wenig wie Jeremia vor, der bekanntlich auch nicht nur positive Emotionen hervorrief, wenn er den Mund aufgemacht hat. Manchmal halte ich dann auch die Klappe, damit die gute Stimmungsblase nicht platzt.
Doch mittlerweile platzt sie trotzdem ein wenig—ganz ohne mein Zutun.
Denn gestern berichtete die „Welt“ darüber, dass offenbar drei der sieben Attentäter von Paris als syrische Flüchtlinge getarnt auf der Balkanroute von Griechenland her einreisten.
Drei von sieben.
Das ist fast die Hälfte.
Und man weiß: Wenigstens einer von ihnen weilte zeitweilig auch in Feldkirchen.
Allen Ernstes!
Denn dort ließ er sich als Asylbewerber registrieren. Am 3. Oktober landete er mit 198 anderen auf der griechischen Insel Leros, wo man seine Fingerabdrücke nahm.
Am 7. Oktober taucht der Mann aus Mazedonien kommend in Serbien auf, wo er in Presevo einen Asylantrag stellt.
Am 8. Oktober wird er in Opatovac in Kroatien abermals registriert.
Wenige Stunden später reiste er über Ungarn nach Österreich weiter, bis er in Feldkirchen ankam.
Vielleicht war er zur selben Zeit dort wie ich. Wer weiß?
Vielleicht sind meine begeisterten Freunde und ich ihm begegnet.
Nun ist er tot.
Und mit ihm starben 130 Unschuldige in Paris.
Und der französische Präsident Hollande klingt wie Präsident Bush im September 2001.

Und noch immer strömen die Menschenmassen nach Deutschland herein. Allein im November waren es bisher 180.000. Rechnet man die Summe auf ein Jahr hoch, kommt man auf mehr als zwei Millionen Zuwanderer.
Atemberaubend.
Und das sind nur die Registrierten! Die Polizei geht davon aus, dass rund ein Drittel der Zureisenden überhaupt nicht erfasst wird, dass also weitere 90.000 eingewandert sind, von denen man nichts weiß.

Wann hat der Wahnsinn ein Ende?

Ich erinnere alle Christen in diesem Zusammenhang noch einmal an die Tatsache, dass wir uns noch bis nächsten September in einem Jubeljahr befinden, einer Superschmitta. Ein solches Jahr zeichnete sich in der Bibel durch eine absichtlich herbeigeführte Wirtschaftskatastrophe aus, da Israel in einem solchen Jahr nicht säen sollte.
Wer nicht sät, kann auch nicht ernten.
Stattdessen sollten die Felder den Sklaven, den Tagelöhnern und den Beisassen, ja auch den Vieh und den wilden Tieren überlassen werden. (3. Mose 25). Die sollten sich ungehindert daran bedienen dürfen—so wie die Fremden derzeit in den Genuss des deutschen Sozialstaats kommen, in den sie nichts eingezahlt haben.
Man kann davon ausgehen, dass in diesem Jahr der Superschmitta zehn Prozent des Bundeshaushalts für die Zureisenden ausgegeben werden wird.
Gott zweigt Deutschland den einbehaltenen Zehnten ab und widmet ihn um. (Wir sind hier keine Extrawurst. Das macht er mit anderen Völkern auch. Israel etwa musste deswegen 70 Jahre in die babylonische Gefangenschaft, (2. Chronik 36,21), wie von Jeremia vorhergesagt).

Die Europäer—und ganz besonders die Deutschen—halten sich grundsätzlich für sehr moralische und rational handelnde Wesen. In der gegenwärtigen Krise werden ihnen jedoch ihre Grenzen aufgezeigt. Eine Kanzlerin mit phlegmatischem Naturell handelt plötzlich untypisch, ja irrational, erklärt die Grenzen für quasi nicht existent, jedermann kann kommen, und es gibt niemanden auf weiter Flur, der ihr Einhalt zu gebieten vermag. Auch in Europa springt ihr niemand zur Seite. Im Gegenteil. Die französische Regierung dringt unmissverständlich auf ein Abstellen des Flüchtlingsstroms.
Frau Merkel hat sich in die Ecke gepinselt.
Na ja. Dazu ist ein Jubeljahr da.
Zu zeigen, dass selbst die Besten es ohne Gott nicht schaffen.
Ich hoffe, er dringt durch. Politiker und ihre Völker haben ja manchmal sture Schädel.

„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“
Sprüche 3,34
„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“
Jakobus 4,6
„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“
1. Petrus 5,5

Freitag, 20. November 2015

Terror und Tabu

„Kann ein Hohlkopf Verstand gewinnen und ein Eselhengst als Mensch geboren werden?“
Hiob 11,12.

Obwohl man bei einem der Selbstmordattentäter von Paris einen syrischen Pass gefunden hat und genau weiß, wann er auf der griechischen Insel Leros ankam, nach Athen weiterverschifft wurde, in Serbien ankam und durch welchen Metalldetektor er im Lager in Kroatien ging, bevor er nach Paris verschwand, fordert die Bundesregierung vehement, die Flüchtlingsfrage auf gar keinen Fall mit der Terrorfrage zu verbinden.
Sie errichtet ein Tabu.
Wider besseres Wissen.
Der Refugee war nun mal ein Refujihadi.

In diesen Tagen fand eine Konferenz der wichtigsten Verbrechensbekämpfer im Land statt. Was den beiwohnenden Journalisten außerordentlich befremdete war die Tatsache, dass sich auch diese Polizisten an das Denkverbot hielten und tatsächlich nicht auf die Möglichkeit terroristischer „Flüchtlinge“ eingingen.
Das ist bedenklich.
Niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will—bis es kracht, wie jetzt in Frankreich. Dann sieht man den Teufel wieder hinter jeder Mülltonne sitzen und schränkt die Rechte ganz normaler Bürger ein, ebenfalls wie jetzt in Frankreich. Statt auf Profiling zu setzen, wie etwa die Israelis, führt man ein Sicherheitstheater auf, wie die Amerikaner an ihren Flughäfen, und stellt noch die harmloseste Omi unter Generalverdacht.

Präsident Hollande hat dem Islamischen Staat den Krieg erklärt. Im Klartext: Er ist nicht gewillt, diese Strolche wie Kriminelle zu behandeln, also vor Gericht zu stellen, abzuurteilen, ein paar Jahre lang in Gefängnissen durchzufüttern, wo sie missionieren, und sie wieder laufenzulassen, damit sie weitermorden. Er ist bereit, sie auf dem Schlachtfeld zu töten—wobei der Boden Frankreichs hier das Schlachtfeld darstellt.
Mir scheint, der französische Präsident hat erkannt, dass sein Land sich in einem Kampf mit einem Feind befindet, der einen langen Atem hat, der nicht aufgeben wird und mit dem man nicht verhandeln kann. Für den gibt's nur Sieg oder Tod—und das schon seit 1400 Jahren.

Da Hollande den europäischen Bündnisfall ausgerufen hat—schließlich bedroht der IS ganz Europa—bringt er Deutschland in Zugzwang. Erstaunlicherweise ist die Krise bei uns jedoch noch nicht angekommen, trotz der räumlichen Nähe zu Frankreich. Während Osteuropa und der Kongress der USA für „Flüchtlinge“ aus Nahost die Grenzen dichtmachen will, die Terrorgefahr ist einfach zu groß, verschließt man bei uns vor der unangenehmen Realität die Augen und lässt weiterhin zigtausende unbekannter Fremder aus Krisengebieten ins Land.
Unsere Regierung bringt so die innere Sicherheit in Schieflage.
Warum?
Wer hat sie dazu ermächtigt?
Und wer hat Sie dazu ermächtigt, den deutschen Sozialstaat der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen? („Es gibt keine Obergrenze für Asylanten.“) Die kommen ja nicht nach Deutschland, weil sie uns so mögen, sondern wegen unserer phänomenalen Sozialleistungen.

Holland möchte also mit soviel Unterstützung wie möglich gegen den IS in den Krieg ziehen. Doch ich stelle mir da die Frage: Weshalb sollten unsere europäischen jungen Männer ihre Köpfe in Syrien und dem Irak hinhalten, während hunderttausende wehrfähige junge Männer aus Syrien und dem Irak zu uns kommen, um sich hier auszuruhen?
Während die verschnaufen, führen wir für sie Krieg und unsere Frauen schmieren ihnen die Stullen?
Das kann nicht sein.
Ich plädiere dafür, die rund 800.000 wehrfähigen jungen Männer, die den Großteil der nahöstlichen Einwanderer ausmachen, der Wehrpflicht zu unterwerfen. Man kann sie in europäischen Uniformen stecken, ausbilden und unter dem Kommando europäischer Offiziere in Nahost für ihre geliebte Heimat kämpfen lassen. Mit einer solchen Armee kann man dem Islamischen Staat schon mal ordentlich Dampf unter dem Hintern machen.
Weshalb sollten wir das für sie tun?
Europa würde Nahost so auch nicht kolonisieren, sondern Landsleute würden die Ursachen für ihre eigene Flüchtlingskrise ausräumen.
Es wird wohl irgendwann so kommen, dass man das Potenzial dieser Leute für kriegerische Zwecke zur Befreiung ihrer Heimat nutzt. Ich fürchte jedoch, bis dahin wird noch geraume Zeit vergehen. Denn der IS hat bei uns in Deutschland (noch) nicht erfolgreich gemordet, (was Gott verhüten möge).

Hiob fragt, ob ein Hohlkopf Verstand gewinnen kann und ein Eselhengst als Mensch geboren werden kann.
Kann er.
Aus Sündern können Heilige werden, aus tatsachenverdrehenden Politikern und Journalisten können besonnene Realisten werden, aus religiösen Fanatikern (Saul von Tarsus) kann ein glühender Verfechter der Wahrheit werden (der Apostel Paulus). Alles was dazu nötig ist, ist eine Begegnung mit Jesus.

„Er sprach aber zu ihnen: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte.“ (Lukas 10,2).

Bitte den Herrn um Arbeiter für seine Ernte.
Gerade jetzt!

Donnerstag, 19. November 2015

Gemeindegebäude in Asien eingeweiht

„Gottes Mitarbeiter sind wir, Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr.“
1. Korinther 3,9.

Wir haben dieses Jahr mal wieder eine bibeltreue christliche Gemeinde im südlichen Asien mit einem fünfstelligen Betrag bedacht, so dass sich diese ein Gemeindegebäude bauen konnte. Es ist fertig und schaut ganz gut aus, wie die Bilder, die mir unser Freund Stephan S. heute zukommen ließ, zeigen. Neulich wurde der Bau mit einem großen Gottesdienst eingeweiht.

Innen glänzt alles.


Die Gottesdienstbesucher, (einen von ihnen kenne ich persönlich), winken uns zu.

Vielen Dank an alle Geber, (ganz besonders die regelmäßigen), die solche Dinge möglichmachen.

"Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus." (Philipper 4, 19).

Dienstag, 17. November 2015

Der Glaube

Wir hatten zwei prima Gottesdienste mit Wyatt Brown, in denen er uns auf die Prinzipien des Glaubens hinwies. Der Glaube ist jene Kraft, die den Segen Gottes vom Himmel auf die Erde transportiert.
Der Satz „glauben heißt, nicht wissen“ ist falsch.
Zu glauben heißt, genau wissen.

„Der Glaube aber ist ... ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1).

Zwischen Überführtsein und Überzeugtsein besteht ein Unterschied.
Man kann von allen möglichen Dingen, die man nicht sieht, überzeugt sein, ohne dass diese Dinge wahr sein müssen.
Beim Überführtsein verhält sich das anders.
Überführtsein ist ein Wort aus der Jurisprudenz.
Wenn die Spuren im Schnee in gerader Linie vom Haus des Einbrechers zum Tatort führen und zurück, und wenn man das Diebesgut in seinem Haus findet, und ansonsten niemand infrage kommt, dann ist der Täter überführt. Man hat zwar nicht gesehen, wie er einbrach, doch die Indizien überführen ihn.
Es gibt ein Überführtsein vor Gericht. Und es gibt ein inneres Überführtsein, das der Geist Gottes bewerkstelligt.

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, [Gott] wohlzugefallen, denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“ (Hebräer 11,6).

Wir nahen uns Gott nicht nur im Gebet, sondern vor allem durch sein Wort, die Bibel. Wenn wir die Verheißungen, die wir dort finden, im Glauben annehmen, dann entfalten sie sich in unserem Leben.
So bricht der Himmel immer wieder auf die Erde durch.

Über solche Dinge sprach Pastor Wyatt.
Seine Botschaft ist diese Woche auf der Homepage zu finden. Happy hearing.

Samstag, 14. November 2015

Rev. Wyatt Brown heute im CGZ!

"Und es war große Freude in jener Stadt."
Apostelgeschichte 8,8

In Zeiten wie diesen brauchen wir das Wort Gottes mehr denn je. Deshalb freue ich mich, daß nach der schrecklichen Nacht von Paris heute ein fähiger Verkündiger des Evangeliums im CGZ zu uns sprechen wird:

Rev. Wyatt Brown aus Greenville in Südkarolina, USA, ist heute abend unser Gast (und morgen früh auch noch). Der Gottesdienst beginnt zur gewohnten Zeit um 19.30 Uhr und wird bis ca. 21 Uhr dauern.

Herzliche Einladung!

Fährt ein Montenegriner nach Paris--durch Rosenheim

"Wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens."
Psalm 127, 1

Vor einigen Tagen fanden Schleierfahnder im Auto eines zufällig überprüften Montenegriners in einem Versteck den Sprengstoff TNT, Handgranaten, Pistolen, Maschinenpistolen, Revolver und Munition, und verhafteten ihn.
Der Mann schweigt gegenwärtig, doch man weiß, daß er nach Paris unterwegs war.

In Paris wiederum explodierte gestern eine Nacht des Terrors. Mittlerweile hat der Islamische Staat sich zu der Anschlagsserie bekannt. Acht ihrer dämonisierten "Brüder" verübten an verschiedenen Stellen in der französischen Hauptstadt Morde mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln.
127 Menschen starben gestern.
Allein 112 kamen ums Leben, als sie während eines Death-Metal-Konzertes überfallen wurden. Diese Musik feiert die Dunkelheit und den Tod—und bekam plötzlich Besuch von beiden.

Alle Menschen guten Willens sprechen den Betroffenen ihre Anteilnahme aus, so natürlich auch wir. Möge der Herr den Verletzten und ihren Angehörigen und denen der Toten beistehen und sich ihnen offenbaren.
Anteilnahme allein reicht aber nicht. Auch vor Haß und Wut auf durchgeknallte Mohammedaner zu schäumen, das Messer in der Hose aufzuklappen und drastische Maßnahmen zu fordern ist nicht hilfreich.
Denn geistliche Probleme kann die Politik nicht lösen.

Normalerweise erfährt eine Person, eine Familie oder ein Land Schutz von Gott, (dem biblischen Gott!). Das gilt erst recht, wenn der Betreffende mit Gott geht, ihn bewußt in sein Leben eingeladen hat und freimütig bekennt, daß er von ihm abhängig ist. In dem Fall ist dieser Mensch für gewöhnlich eingehegt und von Gott umgeben wie mit einer Mauer.

Der Satan selber sagte zu Gott, als der Hiob lobte: "Hast du selbst nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, rings umhegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet." (Hiob 1, 10).
Die Trübsal Hiobs resultierte aus der (temporären) Wegnahme dieses Schutzes. Der wurde allerdings bald wieder hergestellt und statt Vernichtung erntete Hiob doppelten Segen.

Sagt sich jedoch ein Land von Gott los und praktiziert das, was die Bibel Sünde nennt, dann verschwindet dieser Schutz nach und nach. In Hesekiel 22, 29-30 heißt es beispielsweise:
"Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub, und den Elenden und Armen unterdrücken sie, und am Fremden handeln sie gegen das Recht. Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit ich es nicht verheeren müßte. Aber ich fand keinen."
Gott will nicht richten.
Er sucht nach Fürbittern!

Mich hat am Anfang des Jahres, als Krieger Allahs die Lästerer von Charlie Hebdo ermordeten, beeindruckt, daß Deutschland bisher von solchen Dingen verschont geblieben war. Die Hecke um Frankreich erschien mir löchriger.
Seit jedoch unsere Regierung unsere Grenzen preisgegeben hat (scheinbar grundlos und ohne Not) und täglich Abertausende Migranten unkontrolliert ins Land strömen, stelle ich fest, daß auch der geistliche Schutzwall um unser Land faktisch nicht mehr existiert. (Ein solcher würde die Migranten auf geheimnisvolle Weise abhalten, zu uns zu kommen. Stattdessen passiert das Gegenteil).
Die neue Situation ist noch nicht ausreichend in den Köpfen der Deutschen angekommen.
Geht es so weiter, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei uns blutige Attentate ereignen. (Daß die Polizei den bewaffneten Montenegriner faßte, war ja "Zufall.")
Und was dann?
Der deutsche Michel ist ungeheuer schwer aus der Reserve zu locken. Doch wenn er mal tobt, dann gnade Gott allen, die ihm im Weg stehen.
Soweit darf es nicht kommen.

Was tun?

Vom Propheten Daniel ist ein wunderbares Fürbittgebet für seine damals untergegangene Nation überliefert. Es steht in Daniel 9 und ich empfehle, es mal genauer zu lesen. Dort bekennt der Prophet die Sünden seines Volkes und dessen Missetaten, und obwohl er sich nicht an ihnen beteiligt hat, sagt er "wir", wenn er betet.
Und Gott erhört ihn.
Gibt's unter uns Beter, die Gott erhört?
Ich meine, die gibt's sehr wohl.
Let's pray.

Mittwoch, 11. November 2015

St. Martin

Heute ist Martinstag.
Die letzten Tage war's recht warm für die Jahreszeit. Der ein oder andere mag da an die Klimaerwärmung gedacht haben. Doch das Phänomen ist uralt, gab's quasi schon immer, und heißt Martinssommer. Es handelt sich traditionell um die letzten warmen Tage im Jahr.
Die Erde hat sich in den letzten 18 Jahren nicht weiter erwärmt—was Klimagläubige (und den Staat) natürlich nicht abhält, aus der Fiktion Kapital zu schlagen.
Egal.

Martin war, bevor er Heiliger wurde, römischer Soldat und ist der Legende nach einem frierenden Bettler begegnet. Ohne lang rumzumachen zückte er sein Schwert und teilte den Mantel in zwei Hälften. Die eine behielt er und die anderen gab er dem Bedürftigen.
In der Nacht darauf erschien ihm Jesus in der Gestalt dieses Bettlers und bedankte sich bei ihm.

Martin hat seinen Nächsten so geliebt, wie sich selbst, (Matthäus 19,19):
Er gab nicht seinen ganzen Mantel weg, sondern soviel wie er entbehren konnte, ohne selbst Schaden zu nehmen. Er tat, was er konnte.
Er hat im Vorübergehen eine notwendige gute Tat getan und zog weiter.
Er hat den Bettler nicht an sich gebunden.
Er war sich im klaren darüber, dass er nicht in der Lage war, alle Probleme dieses Bettlers für immer lösen zu können. Er übernahm nicht dauerhaft die Verantwortung für ihn. Das musste der Mann schon selber machen.
Martin tat, was getan werden musste, als es getan werden musste.
Er gab, obwohl er selber nicht so viel hatte.
Und Jesus ehrte ihn.

„Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40).

Montag, 9. November 2015

Die 9. November der Deutschen

“In deiner Hand sind meine Zeiten; rette mich aus der Hand meiner Feinde und vor meinen Verfolgern.“
Psalm 31,16.

Heute ist mal wieder ein 9. November.
Die 9. November haben's irgendwie in sich.

Am 9.11.1620 sichteten die puritanischen Pilger auf der Mayflower zum ersten Mal Land. Sie gingen in Massachusetts von Bord und gründeten im Namen des Herrn ihre (ziemlich erfolgreiche) amerikanische Kolonie. Heute leben viele Latinos in den USA. Doch bis über 1990 hinaus stammten rund 23% der Amerikaner von Deutschen ab. Der Antiamerikanismus hierzulande ist daher immer auch ein Stückweit Selbsthaß.

Am 9.11.1918 dankte Kaiser Wilhelm II nach der Deutschen Revolution, die den Ersten Weltkrieg beendete, ab und zog sich in die Niederlande zurück. Die erste deutsche Republik wurde ausgerufen.

Am 9. November 1923 fand in München der Hitler-Putsch statt und scheiterte jämmerlich. Hitler wandert in den Knast, wo er Mein Kampf diktiert, eines der am weitesten verbreiteten ungelesenen Bücher der Welt. (Marx und Lenin lassen grüßen).

Am 9. November 1938 fand die Reichskristallnacht statt, die heute Reichspogromnacht heißt, weil sich das nicht so gut anhört. Kristall ist schließlich was Edles, und was damals passierte, hatte nichts Edles an sich. Die Läden jüdischer Bürger wurden zerstört und viele starben. Der offizielle Grund für diese Orgie der Gewalt war, dass ein junger jüdischer Feuerkopf einen deutschen Diplomaten erschossen hatte. Dieser Tag ist ein Schandmal in der Geschichte Deutschlands.

Am 9. November 1989 nun endlich öffnete sich die Berliner Mauer. Der zweite deutsche Unrechtsstaat fiel wimmernd in sich zusammen und im Jahr darauf kam die Wiedervereinigung.

Für den 9. November 2015 bleibt festzuhalten, dass abermals eine Revolution in Deutschland stattgefunden hat, bzw. immer noch stattfindet: die Merkel-Revolution der Transformation Deutschlands in eine andere Republik.

Nie befanden sich mehr Mohammedaner in Deutschland als in diesen Tagen.
Und sie werden bleiben.
Der bayerische Gemeindetag hat mal nachgerechnet und in der bayerischen Staatszeitung einen Artikel verfasst. Darin heißt es: Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird sich die muslimische Bevölkerung Deutschlands auf rund 20 Millionen summieren.
Momentan sind sie 5,8 Millionen unter 81 Millionen Deutschen.
In 5 Jahren werden sie 20 Millionen sein und Deutschland etwa 95 Millionen Einwohner haben.
Und nun wird's interessant:
Deutsche haben eine Fruchtbarkeitsrate von 1,3 Kindern pro Paar.
Moslems bekommen im Schnitt 3,5 Kinder.

Um alles schön übersichtlich zu halten wollen wir mal mit runden Zahlen weiterarbeiten:
Gesamtbevölkerung: 100 Millionen.
Eingeborene: 80 Millionen.
Moslems: 20 Millionen.

Die 80 Millionen Deutschen werden 52 Millionen Kinder und 34 Millionen Enkel haben.
Die 20 Millionen Moslems werden 35 Millionen Kinder und 61 Millionen Enkel haben.

Zu Deutsch: in 2 Generationen werden doppelt so viele Moslems wie autochthone Deutsche in Deutschland leben. Alles was man dazu braucht, sind die Migranten, die nun kommen, und ihre nachgezogenen Familien. In dieser Rechnung ist noch kein einziger weiterer Migrant berücksichtigt, der nach Dezember 2016 zu uns kommt.

Frau Merkel scheint zu gelingen, was Bomber Harris und der Roten Armee nicht gelang: Deutschland (wie wir es kennen) von der Karte zu tilgen.
Ein Kulturabriss kündigt sich an, ein Gesicht wird neu geformt.
Das kann man wollen.
Doch darüber muss man mit den Leuten, die schon da sind, reden, ob sie das auch wollen. Tut man dies nicht, geht man unkalkulierbare Risiken ein.

Am 9. November 2016 wissen wir mehr.

Psalm 50,15 sprich zu mir in diesen Tagen wie selten zuvor: „Rufe mich an am Tag der Not. Ich will dich erretten und du wirst mich verherrlichen.“

Samstag, 7. November 2015

Wer behauptet, eine Predigt muss langweilig sein?

„Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte.“
Apostelgeschichte 17,11.

Ich war in dieser Woche mal einen Tag auf der Glaubenskonferenz des Gospel Life Centers in Feldkirchen bei München. Dort waren viele alte Bekannte zugegen: unser Freund Stephan Steinle, Mark und Janet Brazee, mit denen ich 1987 ein wenig in den Vereinigten Staaten umhergereist bin, Pastor Petr Haslr von Zoe Zürich aus der Schweiz, und natürlich John und Mirjana Angelina, die Ausrichter der Konferenz, die mal meine Pastoren waren.

Schön war's.

Ich habe auch zum ersten Mal Wyatt Brown gehört und wäre dabei beinahe vor Lachen vom Stuhl gefallen. Es ist es wirklich wahr, was man von ihm sagt: dass er ein unterhaltsamer Bibellehrer ist. Nächsten Samstag spricht er um 19:30 Uhr bei uns im CGZ. Am Sonntagmorgen ist er dann auch nochmal da und übernimmt den Gottesdienst um 10:30 Uhr.
Herzliche Einladung an alle.
Ich freue mich drauf.

Dienstag, 3. November 2015

Die Volkskirche und ihre schiefen Ebenen

„Er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“
Matthäus 7,29.

Die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu zeichneten sich durch eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Differenzierung—ja zur Triangulation aus. Sie stellten eine Meinung in den Raum und argumentierten dann so kleinteilig, dass am Ende ihres Vortrags auch das Gegenteil ihrer anfänglich postulierten Meinung wahr sein konnte—und noch eine weitere.
Was die Schriftgelehrten nämlich auf gar keinen Fall wollten, war anecken.
So kam es, dass sie genaugenommen gar keine Meinung hatten, sondern in einem fort die Koryphäen ihrer jeweiligen theologischen Denkschule zitierten. Quasi zur Rückversicherung, falls doch mal was Kontroverses aus ihrem Mund entfleuchte.

„Rabbi Akiba sieht das so, Rabbi Hillel dagegen behauptet im Gegensatz zu Rabbi Schammai was Rabbi Menachem im Babyloner Talmudgespräch mit Rabbi Elijahu vor 27 Jahren so gesehen hat…“

Es muss zum Haareausraufen gewesen sein.
Zum Haareausraufen war mir in diesen Tagen, als ich ein evangelisches Magazin in die Hand bekommen habe. Eine richtig große Nummer der evangelischen Szene sagt darin wörtlich, „Zur Lösung von Konflikten taugen Waffen ganz bestimmt nicht.“
Das ist linker Mainstream und war aus seinem Mund nicht anders zu erwarten.
Doch sein nächster, unmittelbar folgender Satz lautet, „Aber zum Schutz von unmittelbar bedrohten Menschen, so wie wir ihn in einem funktionierenden Staat von der Polizei erwarten dürfen, dazu können Waffen unverzichtbar sein.“
Waffen taugen also nicht zur Lösung von Konflikten, außer wenn sie zur Lösung von Konflikten unverzichtbar sind.
Alles klar.
Der Mann möchte gern pazifistisch rüberkommen, dabei aber nicht unvernünftig klingen, (wobei aber Menschen, die unmittelbar bedroht werden, in den seltensten Fällen von bewaffneten Polizisten geschützt werden können. Die befinden sich dann nämlich meistens weit weg. Doch egal). Er möchte niemanden erschrecken. Ich verstehe das.
Er möchte den Kuchen irgendwie essen und gleichzeitig auf dem Teller behalten.
Auf gar keinen Fall will er, dass jemand denkt, er fände Waffen irgendwie gut.

Eine Seite weiter kommt eine weitere richtig große Nummer zu Wort. Diese Dame hat zwar ihren exponierten Job in der evangelischen Kirche aus nachvollziehbaren Gründen verloren. Doch sie wird in der Szene noch immer gern gehört. Sie sagt: „Das Christentum ist eine globalisierte Bewegung.“
Vollkommen richtig. Unanfechtbar.
Doch unmittelbar darauf kommt folgendes: „Wir sehen uns als Volk aus allen Völkern, nicht nur als eines von Glaubensgeschwistern.“
Wie meinen?
Christen sehen sich nicht nur als Volk von Glaubensgeschwistern?
Das Volk aus allen Völkern, der Leib Christi, ist genau das und nichts anderes: Ein Volk von Glaubensgeschwistern. Denn der Glaube an Jesus begründet diese Verwandtschaft ja. Ohne Glauben wären wir keine Geschwister.
Die Christen, ein Volk aus allen Völkern, das sich nicht nur als ein Volk von Glaubensgeschwistern begreift…?
Was soll das sein?
Gehören alle irgendwie Religiösen zu diesem Volk?
Ich denke, ich weiß was die gute Frau meint: Sie will niemandem auf den Schlips treten, sondern freundlich rüberkommen. Gut halt. Andere Religionen sollen sich auf gar keinen Fall ausgegrenzt fühlen. Das Christentum ist dann zwar ein exklusiver Verein, aber so exklusiv dann auch wieder nicht, dass da nicht auch noch Platz wäre für Menschen, die alles mögliche glauben.
Sämtliche Ansagen erschöpfen sich in einem wohlmeinenden Humanismus.

Dieses wolkige Gelaber, diese Beliebigkeit ist es, die Gevatter Luthers einst machtvolle Volkskirche killt.
Kein Wunder, dass Kirchen, die selbstgerechten Humanismus predigen, an Schwindsucht leiden.
Diejenigen Kirchen jedoch, die das Wort Gottes verkündigen und ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, die haben weltweit Zulauf.
Unabhängig vom Herrn kann die Welt ihre Probleme nicht lösen. (Dem gottfernen, in seiner humanistischen Ideologie gefangenen Deutschland werden gegenwärtig auf erschütternde Weise die Grenzen seiner Rationalität aufgezeigt).
Jesus macht den Unterschied.
Das anzuerkennen ist der springende Punkt.