Dienstag, 31. März 2015

Airbus Down: Depression ist keine Erklärung

„Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?“
Jeremia 17,9.

Es scheint nun, dass Airbus-Copilot Andreas Lubitz in der Tat der Mörder seiner Passagiere ist. Meine Bitte an Gott ist, dass er den sicher verzweifelten Eltern in besonderer Weise beistehen möge. Sie sind die am meisten beschädigten Hinterbliebenen von allen.

Man hört immer wieder, dass er an Depressionen gelitten und vor Jahren Selbstmordgedanken gehegt haben soll.
Als ob das erklären würde, was er getan hat.
Depression ist nicht dasselbe wie die Abwesenheit eines Gewissens.
Die Weltgeschichte kennt zahlreiche depressive Menschen, die dennoch ein funktionierendes Gewissen hatten und in schwierigen Zeiten das Richtige taten. Der amerikanische Präsident Abraham Lincoln fällt einem da ein, oder Winston Churchill.
Der Prophet Jeremia, der die Klagelieder verfasst hat, war definitiv ein melancholischer Typ. Es fällt auch nicht schwer, im Wesen des Propheten Elia manisch-depressive Züge zu erkennen. Dennoch benutzte Gott beide auf ganz herausragende Weise.

Der Richter Simson hingegen, den Gott immer wieder mit legendärer Kraft gesegnet hatte, war ein ausgesprochener Narzisst. Seine Welt drehte sich hauptsächlich um ihn. Aufgrund verschiedener Torheiten, die er begangen hatte, endete er bei den Philistern im Gefängnis.
Die waren nicht zimperlich.
Als sie im Haus ihres Gottes Dragon einen orgiastischen Gottesdienst feierten, ließen sie Simson holen, der von ihnen tanzen, also sich zum Affen machen sollte.
Als guter Narzisst fühlte sich Simson natürlich maßlos gekränkt.
Was tut er daraufhin? Er umfasst die beiden Mittelsäulen des Tempels und stemmt sich dagegen. „Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war." (Richter 16,30).
Simson beging Selbstmord und riss 3000 Philister mit in den Tod.
Gott benutzte diesen Vorfall um das Philisterjoch um den Hals Israels etwas leichter zu machen. Doch Gottes vollkommener Wille war das alles nicht.

Es ist für einen einzelnen leichter, großen Schaden anzurichten als großen Segen. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, weiterhin täglich unsere kleinen guten Werke zu tun.

„Ihr aber, seid stark und laßt eure Hände nicht schlaff werden, denn es gibt einen Lohn für euer Tun!“ (2. Chronik 15,7).

Samstag, 28. März 2015

Summertime!

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

Guten Morgen!
Bitte drandenken: Heute ist es bereits eine Stunde später als gestern abend. Denn ab heute gilt wieder die Sommerzeit! Juhu.

Donnerstag, 26. März 2015

Airbus Down: Ein Terrorist? Ein Nihilist?

„Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“
Lukas 13,1-3.

Schreckliches ist in diesen Tagen passiert: Ein junger Pilot hat, soweit wir wissen, über den französischen Alpen eine Germanwings-Maschine absichtlich zum Absturz gebracht und damit 150 Menschen, inklusive sich selbst, zu Tode gebracht.
Furchtbar.
Möge Gott den Hinterbliebenen, und vor allem den Eltern des jungen Piloten, seine Gnade erweisen und Trost geben.

Die Frage, die in solchen Fällen oft gestellt wird, ist: Warum lässt Gott das zu?
Die Schulklassen an Bord dieses Flugzeuges waren ganz sicher keine schlimmeren Sünder als, sagen wir, die auf der Reeperbahn. Warum hat sie dieses Unglück getroffen?
Nun, Gott hat dieses Unglück nicht herbeigeführt, sondern ein Mensch.
Der Mensch und sein freier Wille sind das Problem.
Denn Gott hat wirklich den Menschen die Erde übergeben, dieses Leben, mit allen Konsequenzen. Der Mensch darf sein Leben gestalten und schalten und walten wie er will.
Abgerechnet wird. Aber erst zum Schluss.
Gott hat selbst dem Sündenfall nicht verhindert, obwohl der ihn selbst buchstäblich alles gekostet hat. Gott musste seine Herrlichkeit verlassen. Er wurde Mensch und starb am Kreuz eines schrecklichen Todes, um den Sündenfall rückgängig zu machen, den Menschen von seiner Sündennatur zu befreien und ihm ewiges Leben zu geben. Gott hätte es sich doch von Anfang an leichter machen können. Hat er aber nicht.

Ein Selbstmord erhält eine ganz eigene Qualität, wenn er zum Massenmord an weiteren 149 Menschen wird. Weshalb hatte dieser Pilot keinerlei Respekt vor dem Leben seiner Mitmenschen?
War er ein Narzisst, der sich nur sich selbst gedreht hat, so dass ihm andere egal waren?
Hat er seinem Götzen ein Menschenopfer dargebracht?
War er ein Nihilist, der gar nichts geglaubt hat?
Schwer zu sagen.
Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass er kein Vertreter des christlichen Menschenbildes war. Der Mann war erst 28 und damit noch nicht so weit von seinen Ausbildungszeiten weg.
Könnte hier der Hund begraben liegen?
In der Sicht auf die Welt, die unsere Schulen vermitteln?
Unsere Bildungsinstitutionen müssten zurückfinden zu einer Erziehung auch in moralischer Hinsicht. Schüler müssten von ihren Lehrern hören, dass das Leben heilig ist, weil Gott es gegeben hat. Diese Heiligkeit des Lebens bezieht sich auch auf das der Ungeborenen und der alten Leute, die man somit beide nicht einfach weg-euthanasieren darf. (Die Befürwortung von Abtreibung und Sterbehilfe gehört in vielen Denkerkreisen längst zum guten Ton).
Schon seit vielen Jahrzehnten wird Schülern hierzulande (unterschwellig) beigebracht, dass es keinen Gott gibt, bzw. dass man, wenn es ihn gibt, nichts genaues über ihn in Erfahrung bringen kann. (Der landläufige Religionsunterricht ist oft ein Witz). Der Mensch sei nichts weiter als ein zufälligerweise etwas weiter entwickeltes Tier. Seine Existenz sei ein purer Zufall und aus Sicht des Universums vollkommen bedeutungslos.
Dabei ist dies die pure Lüge.
Denn wir sind kein kosmischer Zufall, sondern „Gottes Gebilde, geschaffen zu guten Werken, die er vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“ (Epheser 2,10). Unser Leben hat sie wohl einen Sinn und einen Zweck.
Um dies zu erfassen, muss man jedoch an Gott glauben.
Der Glaube und die Skepsis sind beides wie Sonnenbrillen: Sie färben den Blick auf die Welt.
Wir müssen Gott in unsere Bildungsinstitutionen zurückholen. Wenn das Wissen um unsere Verantwortung vor Gott wieder mainstream ist, minimiert sich das Risiko, von solchen Irren ermordet zu werden. Ohne Gott (oder mit dem falschen Gott) wird's nur noch schlimmer.
Also:
Christen, werdet Lehrer!
(Und wenn ihr dann welche seit, macht den Mund auf).

„Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ (Jeremia 29,11).

Dienstag, 24. März 2015

Der meistgehasste Mann der Welt


„Kein Friede den Gottlosen.“
Jesaja 48,22.

Der meistgehasste Mann der Welt ist gegenwärtig nicht Kim Jong Il oder Vlad Putin oder Assad von Syrien. Es ist ein anderer: Bibi.

Israel hat einen neuen Regierungschef gewählt.
Es hat sich in den Augen der Welt jedoch den Falschen ausgesucht: Benjamin Netanjahu.
Gegen ihn schäumt nun die Wut der Weltjournaille.
Denn die in erster Linie linksgerichteten Politiker und Medienmacher des Westens denken, der Friedensprozess im Nahen Osten sei deswegen nun gescheitert. Denn der konservative Netanjahu hat gesagt, dass er zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Palästinenserstaat nicht befürworten kann. Er widerspricht damit König Obama.
Darf das sein?
Nun, es gäbe auch keinen Frieden, wenn der neue Premierminister Isaak Herzog oder Ehud Barack oder Ehud Olmert heißen würde. Die letzteren beiden haben den Palästinensern nämlich einen eigenen Staat angeboten, ohne dass die darauf jedoch eingegangen wären. Sie hätten Jerusalem sogar als Hauptstadt haben können. Auch das Versprechen, jede jüdische Siedlung in Judäa oder Somalia abzureißen, konnte sie nicht umstimmen.
Weder 2000, noch 2001, noch 2008. (Drei umfassende Friedensangebote in den letzten 15 Jahren!) Jedes Mal sagten die Palästinenser nein.

Das sollte nicht verwundern, denn die Palästinenser sind seit jeher für eine Ein-Staaten-Lösung: Ein Groß-Palästina ohne Israel. Die gegenwärtige Palästinenserführung wird nie ihre Unterschrift unter ein Teilungsabkommen mit Israel setzen, da können die Juden noch so artig bitte sagen.

Außerdem: Wer garantiert, dass diese neue Palästinenserstaat ein Hort des Friedens sein wird?
Was spricht dagegen?
Nun, alles!
Rund ums Heilige Land brennt die moslemische Welt; da basteln Perser an Atombomben, massakrieren Syrer andere Syrer, terrorisiert der Islamische Staat den Irak, herrscht ein Bürgerkrieg in Libyen, sucht der Terror Tunesien heim, kocht in Ägypten der Hass. Millionen Flüchtlinge sind in Bewegung.
Aus Gaza feuert die Hamas Raketen nach Israel.
Die Hisbollah im Libanon baut an der Nordgrenze Israels Lüftungsschächte auf Schafställe, wobei man Lüftungsschächte eigentlich doch nur bei Tunneln braucht.
Komisch…

In Israel können Araber sogar wählen!
Palästinenserführer Abbas hingegen ist im 11. Jahr seiner vierjährigen Amtszeit. Er lässt deshalb nicht wählen, weil er die Führung nicht an die Hamas verlieren will, die statt seiner wohl gewählt werden würde.

Apropos Hamas: Ich frage mich, warum man solche Bilder bei uns nicht in den Medien findet:
Spricht doch Bände, das Bild.
Wen unterstützt der Westen da, wenn er sich so vehement gegen Israel ausspricht?

Ich finde, die viele Kritik an Bibi Netanjahu ist unverdient. Der Mann macht sich Sorgen um die Sicherheit seines Volkes. Das muss man respektieren.
Vor allem wenn Iran ständig mit Vernichtung droht.
Irgendwie erinnert er mich an Winston Churchill. Den mochte auch keiner. Zum Schluss war er dann der Mann der Stunde, der von Anfang an recht gehabt hatte.

Ohne einen wird es keinen Frieden geben, weder für die Juden noch für die Palästinenser:
„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30).

Der Nahen Osten braucht eine Erweckung.

Donnerstag, 19. März 2015

Und noch ein Geheimnis einer konfliktfreien Ehe


„Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt. Wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei.“
1. Korinther 7,39.

(Fortsetzung von gestern, „Das Geheimnis einer konfliktfreien Ehe.“)

Die dritte Art konfliktfreier Ehe kommt dadurch zustande, dass einer der Ehepartner das Zeitliche segnet. Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck, und wenn einer der Drückenden keinen Druck mehr ausüben kann, (weil er tot ist), dann hat auch der Streit ein Ende. Salomo hat dies ganz richtig erkannt, als er in Sprüche 16,20 feststellte: „Wo das Holz zu Ende geht, erlischt das Feuer, und wo kein Ohrenbläser ist, kommt der Zank zur Ruhe.“
Apropos Ohrenbläser: Wenn man zu lange und zu oft auf den inneren Ankläger des Ehepartners—oder Freundes, oder Kollegen, oder Chefs, oder oder oder—hört, dann bewahrheitet sich noch eine weitere Feststellung Salomos: „Ein Ohrenbläser entzweit Vertraute.“ (Sprüche 16,28). Denk mal absichtlich gute Gedanken über deinen Ehepartner.

Vielen wäre schon viel geholfen, wenn Sie in diesem Bereichen Rücksicht aufeinander nehmen würden:
1. Sie müssen miteinander reden.
2. Sie müssen sexuelle Aktivitäten miteinander durchführen.
3. Sie müssen sich einig darüber sein, wie das Geld ausgegeben wird.

Tut man dies, bricht vielleicht nicht gleich ein neues Zeitalter der Wonne an. Aber man ist auf dem richtigen Weg.

Mittwoch, 18. März 2015

Das 2. Geheimnis einer konfliktfreien Ehe


„Gehen etwa zwei miteinander, außer wenn sie zusammengekommen sind?“
Amos 3,3.

(Fortsetzung von gestern, „Das Geheimnis einer konfliktfreien Ehe.“)

Die zweite Art von konfliktfreier Ehe kommt dadurch zustande, dass jeder der Ehepartner sein eigenes Leben lebt. Man wohnt zwar unter demselben Dach, isst vielleicht sogar miteinander und übernachtet noch im selben Zimmer, doch ansonsten hat man kaum Gemeinsamkeiten. Jeder hat seine Gruppe von Freunden, seine Hobbys, seine Arbeit, und Überschneidungen kommen kaum vor.
Sie singt Lieder, die er nicht hört.
Er schreibt Gedichte, die sie nicht liest.
Und in Urlaub fahren sie auch getrennt.
Gern bilden solche Ehepartner Allianzen mit ihnen gewogenen Kindern gegen den anderen Ehepartner. Der geht dem Konflikt ganz lässig aus dem Weg, indem er sich zurückzieht. Denn warum sollte er sich den antun? Emotional braucht er die anderen längst nicht mehr.

Paulus wusste, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis solche Verbindungen den Bach runter gehen. Deswegen ermahnt er in 1. Korinther 7,5: „Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeitlang, damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche.“

Dienstag, 17. März 2015

Das Geheimnis einer konfliktfreien Ehe, (hihi)


„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!
Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!“
Kolosser 3,18 +19.

Ein weiser alter Eheberater hat einmal gemeint, dass es nur drei Arten von Ehen gibt, die vollkommen konfliktfrei ablaufen. Zwar ist keine Variante wirklich zu empfehlen, wir schauen sie aber trotzdem mal kurz an.

Die erste Art Ehe ist deshalb konfliktfrei, weil ein Ehepartner den anderen vollkommen dominiert. Wenn der eine stets tut was der andere fordert, dann bleiben nach den Gesetzen der Logik Konflikte außen vor. So hieß es einst in einer Traueranzeige: „Wie im Leben, so im Tod: Oma rief und Opa kam.“ Oma mag ihr Leben genossen haben. Ich bin mir jedoch sicher, dass Opa sich auch gern ein wenig entfaltet hätte. Paulus rät uns jedenfalls, „Werdet nicht Sklaven von Menschen!“ (1. Korinther 7,23).
Wenn du mit einer manipulativen, unnachgiebigen, dominanten Person ausgehst, dann steh auf und lauf davon soweit dich deine Füße tragen. Sonst geht es dir zum Schluß wie Opa.

Die zweite Art konfliktfreier Ehe besprechen wir morgen.

Donnerstag, 12. März 2015

Die Ehe: Fifty-fifty oder hundert Pro

„Wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden die zwei ihm widerstehen, und eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerrissen.“
Prediger 4,12.

Jeder will eine Ehe, in die beide Partner sich gleichermaßen einbringen. Der Mann tut seinen Teil und die Frau den ihren. Man sollte denken, eine fifty-fifty Ehe wäre das Ideal.
Das ist sie aber natürlich nicht.
Damit meine ich nicht, dass er sie ruhig ignorieren, bzw. sie sich in einen Kaktus verwandeln kann. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Wenn Ehepartner die Einstellung haben, „Ich tu meinen Teil. Aber wenn du deinen Teil nicht tust, dann lass ich mich auch hängen,“ dann ist die Krise vorprogrammiert. Wir sollten unseren Teil zur Beziehung beitragen, egal wie der Partner sich verhält. In anderen Worten, jeder sollte ohne auf den Partner zu schielen hundert Prozent geben und nicht nur knausrige fünfzig.
Klingt anspruchsvoll?
Das kann es manchmal natürlich schon sein.
Möglicherweise gibt es sogar Tage, an denen man sich den Partner „schöndenken“ muss. Ist man dazu nicht bereit, beginnt man gedanklich mit dem Finger auf den anderen zu zeigen und sich innerlich zu beschweren. Auf diese Weise macht man den Wein der Beziehung, der eigentlich berauschen soll, zu Essig. Glücklich wird man so nicht.
Wenn du hundert Pro gibst und ein Partner scheinbar nichts zu Beziehung beisteuert, dann betrachte dein Engagement als Investment. Wenn Hopfen und Malz nicht schon verloren sind, dann wird es sich früher oder später auszahlen.

„Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“ (Lukas 6,38).

Dienstag, 10. März 2015

IS? IR ist schlimmer



„Und der HERR sprach zu Abram: Geh ... in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein!
Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte.“
1. Mose 12,1-4.

Abraham hat das Wort Gottes gehört und war prompt gehorsam.
Diese Qualität hat ihn vor Gott ausgezeichnet und zum „Vater der Gläubigen“ gemacht. (Römer 4). Und weltberühmt.

Letzte Woche hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress in Washington gesprochen. Ich habe seine Rede dieser Tage in der Washington Post mal nachgelesen.
Premier Netanjahu erwähnte, dass alle Welt ganz schockiert sei vom sogenannten Islamischen Staat und darüber die Islamische Republik ganz vergesse.
Er sprach vom Iran.
Der sei nämlich das größere Problem.
Während der IS medienwirksam Gräueltaten begehe, aber sich insgesamt doch recht abstrample, sammle die IR ganze Hauptstädte ein. Der terrorexportierende, holocaustleugnende, falschgelddruckende, christenverfolgende, Pastoren einsperrende Iran kontrolliert heute nicht nur Teheran, sondern auch Bagdad, Damaskus, Beirut und seit neuestem auch die Hauptstadt des Jemen, Sanaa, wo schiitische Moslems kürzlich die prowestliche Regierung in die Wüste jagten. Die Iraner machen es sich in Venezuela und Bolivien gemütlich, destabilisieren Marokko und Bahrain, entwickeln Interkontinentalraketen und reichern emsig Uran an. In zehntausenden von Zentrifugen.

Was uns das angeht?
Iran unterstützt den syrischen Diktator Assad und ist daher direkt mitverantwortlich für die Flüchtlingsströme, die sich aus dieser Region in unser Land ergießen.
Und Interkontinentalraketen baut man, um damit andere Kontinente zu erreichen.
Zum Beispiel Europa.
Ich bin mir sicher, dass die mit den Dingern kein Fladenbrot und keinen Schafskäse auszuliefern gedenken, sondern etwas anderes.
Mit mehr Strahlkraft.
Eine in der Atmosphäre über uns gezündete Atombombe löst einen elektromagnetischen Impuls aus, ruiniert unsere Elektrik und Elektronik—und wir finden uns im 19. Jahrhundert wieder.

Zurück zu Netanjahu:
Bibi erwähnte, dass einer der obersten Führer Persiens auf Twitter (wieder einmal) die Auslöschung Israels angekündigt hat.
Auf Englisch.
Netanjahu sprach vor dem Kongress, weil der amerikanische Präsident Obama zwar mit der iranischen Regierung über deren Nuklearprogramm verhandelt, aber den Kampf gegen die iranische Atombombe praktisch aufgegeben hat. Obama gesteht den Terrorpaten zu, zur Atommacht aufzusteigen. Das kann Israel nicht dulden. Seine Existenz steht auf dem Spiel. Der Kongress möge doch bitteschön seinen Einfluss in der Sache geltend machen.

Hoffentlich tut er das.

Denn Präsident Obama hat zwar die größten Sympathien für den Islam, (der Ruf des Muezzins, sagt er, sei einer der schönsten Sounds auf Erden). Mit den Juden und auch den Christen tut er sich jedoch ausgesprochen schwer. Als der IS 21 koptische Christen enthauptet, weil sie Christen sind, nennt Obama diese Märtyrer stets nur ägyptische Staatsbürger.
Und ein amerikanischer Imam, der Ayaan Hirsi Ali, einer islamkritischen somalisch-niederländischen Asylantin, mit dem Tod gedroht hat, erhielt von der amerikanischen Bundesregierung dennoch 13.000 Dollars für den Auftrag, Moslems im Gefängnis Führung und Leitung zu lehren, ("leadership and guidance"), berichtet die Washington Times, (ist nicht dasselbe wie die Washington Post). 
Ein Radikalisierungsprogramm? Finanziert vom Staat?

2011 musste in einem amerikanischen Camp in Afghanistan vor einer Kapelle das Kreuz entfernt werden. Soldaten waren sauer, weil sie wussten, wäre die Kapelle eine Moschee gewesen, die Sichel wäre draufgeblieben.
Solche Schikanen sind längst nicht alles.
Nach seiner Wiederwahl 2013 haben von Obama eingesetzte Pentagon-Leute das Procedere für einen Kriegsgerichtsprozess arbeitet, mit dem Christen bestraft werden sollen, die ihren Glauben zum Ausdruck bringen oder für das Christentum werben.
Ein Evangelisationsverbot in Gesetzesform! Kein Witz.
Das ist nicht mehr das Amerika von Washington, Lincoln, Kennedy oder Reagan.
Dieser Präsident und seine Leute sind dem Christentum gegenüber ausgesprochen feindselig eingestellt.

Was Persien angeht, bin ich jedoch zuversichtlich. Das Regime dort wird eines Tages untergehen. Das iranische Volk wird sich in Freiheit seine Leiter wählen, das Christentum wird gepredigt werden, und der Iran wird zur Blüte gelangen.
Vielleicht nicht heute oder morgen, doch der Tag wird kommen…

„Denn die Erde wird davon erfüllt sein, die Herrlichkeit des HERRN zu erkennen, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.“ (Habakuk 2,14).

Samstag, 7. März 2015

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet?


„Pastor, in Matthäus 7 heißt es, Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Heißt das, ich soll überhaupt nicht mehr richten? Wenn jemand Mist baut, soll ich das nicht mehr verurteilen? Völlig wertungsfrei zu leben wird mir schwerfallen.“

Das ist ja auch nicht gemeint. Sonst müssten wir über alles hinwegsehen, was die Verbrecher der Welt so anstellen. Die Gesetzbücher könnten dann wir zum Altpapier gegeben und die Richter müssten umschulen. Das Resultat wäre Chaos und Anarchie.
Gott ist aber ein Gott Ordnung.

Jesus hat Fehlverhalten sehr wohl beim Namen genannt. So nennt er die Pharisäer Heuchler, Herodes einen Fuchs, Petrus nennt er bei einer Begebenheit gar Satan, und als er mal sein Auge auf der Jüngerschar ruhen lässt, sagt er prompt, „Habe ich nicht euch, die Zwölf, erwählt? Und einer von euch ist ein Teufel. (Johannes 6,70). Er sprach von Judas Ischariot, der ihn verriet.

Paulus sagt zur Gemeinde in Korinth, „Was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?“ (1. Korinther 5,12). Ein Gemeindemitglied hatte nämlich mit seiner Stiefmutter ein Paar gebildet. Paulus befahl, diesen Knilch aus der Gemeinde auszuschließen. Erst als er Buße tat und die Situation bereinigte, durfte er wieder mitmachen.
Das galt nicht nur in Korinth.
Zu den Thessalonichern sagte er, „Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch zurückzieht von jedem Bruder, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die ihr von uns empfangen habt.“ (2. Thessalonicher 3,6).
Paulus war ganz offensichtlich kein wertungsfreier Toleranzheini, der allen alles durchgehen ließ.

Wie ist Matthäus 7,1 dann zu verstehen?
Jakobus 4,11+12 gibt Aufschluss:
Redet nicht schlecht übereinander, Brüder! Wer über einen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder richtet, redet schlecht über das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?“

Jakobus verstand, wovon sein Halbbruder Jesus in der Bergpredigt gesprochen hat, (Maria war ihre gemeinsame Mutter): Wir sollen einander nicht richten, indem wir schlecht übereinander reden. Jesus schafft hier nicht die Richter ab, er verbietet vielmehr Zynismus, Neid und Rufmord.
Im Alten Testament hieß das: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das ist hier gemeint und nichts anderes.

Donnerstag, 5. März 2015

Zeichen am Himmel


„Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast...“
Seinem 8,4.

Es ist zwar schon ein paar Tage her seit ich es zuletzt gesehen habe, aber eines der eindrucksvollsten Sternbilder ist das Kreuz des Südens.
Schade, dass man es auf der Nordhalbkugel nicht sieht. Wir haben nur den Großen Wagen, Orion, die Kassiopeia, den Polarstern und solche Langweiler. Das strahlende Kreuz des Südens übertrifft sie alle, obwohl es das kleinste aller Sternzeichen ist.

In unmittelbarer Nähe befinden sich Alpha und Beta Centauri, die danebenstehen, wie seinerzeit Maria und Johannes neben dem Kreuz Christi.

In diesem Sternbilder gibt es zwei Besonderheiten, die am ganzen Sternenhimmel in dieser Art nur dort vorkommen: Das Schatzkästlein und den Kohlensack.

Das Schatzkästlein ist ein in allen Farben schillernder Sternhaufen gleich neben dem Kreuz. Es erinnert mich an die vielfältigen Verheißungen Gottes, die Jesus am Kreuz für uns erkauft hat: „So viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns.“ (2. Korinther 1,20).

Und der Kohlensack ist ein dunkler Fleck direkt zu den Füßen des Kreuzes. Er symbolisiert für mich die Sünde und den Tod, die dort abgeladen wurden.

Kein Wunder dass es in Psalm 97,6 heißt:
„Die Himmel verkündeten seine Gerechtigkeit und alle Völker sahen seine Herrlichkeit.“

Wie gesagt, schade dass wir hier im Norden dieses Bild nicht am Nachthimmel haben. Wir müssen Posts drüber lesen, statt es vorm Fenster zu sehen.

Dienstag, 3. März 2015

Nathan der Weise? Echt?


„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“
Johannes 14,6.

Ob in Paris, Brüssel, Kopenhagen oder sonst wo: In diesen Tagen geschehen in Europa alle paar Wochen schlimme Taten durch radikalislamische Zeitgenossen.
Die Medien reagieren dann gern mit Beschwichtigungen ("Die sind nicht alle so") und Hinweisen darauf, dass die Christen ja auch genug Dreck am Stecken hätten—man denke nur an die Kreuzzüge, an die Inquisition, die Hexenverfolgungen und ähnliche Verfehlungen—und rufen zur Toleranz auf.
Und dann erwähnt man lobend Gotthold Ephraim Lessings Drama „Nathan der Weise“ von 1779, das Jugendliche schon in der Schule kennenlernen. Meist wird nicht das ganze Stück durchgenommen, sondern nur der Teil, in dem die sogenannte Ringparabel vorkommt.
Worum geht's?
Ort der Handlung der Geschichte ist das Heilige Land zur Zeit des Dritten Kreuzzugs. Dort treffen sich Saladin, (der übrigens ein Kurde war), Nathan der Weise und ein Tempelherr.
Es treffen sich also ein Moslem, ein Jude und ein Christ.
Saladin fragt Nathan, „Hey Nathan, du bist so weise. Was für ein Glaube, was für ein Gesetz hat dir am meisten eingeleuchtet?“ Doch statt die Frage eindeutig zu beantworten, erzählt Nathan ihm ein Gleichnis:
Ein Mann besaß demnach einen Ring, der in der Lage war, seinen Besitzer vor Gott und den Menschen angenehm zu machen. Das Ding war schon seit Urzeiten im Besitz der Familie. Der Mann hatte ihn von seinem Vater geerbt und der wiederum von seinem, usw.
Nun begab es sich, dass der Ringbesitzer schließlich drei Söhne hatte, die er alle gleichermaßen liebte. Allen versprach er zu verschiedenen Zeiten, dass sie einmal den magischen Ring erben würden.
Doch irgendwann dämmerte ihm, dass zwei seiner Söhne zum Schluss leer ausgehen würden.
Was tun?
Der Mann beschloss, den magischen Ring von einem Meisterjuwelier zweimal kopieren zu lassen. Und der lieferte prompt so gute Arbeit, dass die drei Ringe nicht voneinander zu unterscheiden waren.
Am Sterbebett nun übergab der Mann jedem seiner Söhne einen Ring.
Nachdem er dann tot war, entdeckten die Söhne, dass jeder von ihnen einen Ring hatte und war ziemlich sauer. Sie begannen zu streiten: „Man untersucht, man zankt, man klagt. Umsonst; der rechte Ring ward nicht erweislich; fast so unerweislich als uns itzt—der rechte Glaube.“
Also begeben sich die Brüder vor einen weisen Richter.
Der jedoch weigert sich, einen Richterspruch zu fällen und gibt stattdessen den Rat: „Hat von euch jeder seinen Ring von seinem Vater: so glaube jeder sicher seinen Ring den echten.“
Er sagt also: Jungs, hört auf danach zu fragen, welcher das magische Original ist. Gebt die Suche nach der Wahrheit auf. Lebt vielmehr ein Leben der moralischen Tugendhaftigkeit, so ehrt ihr euren Vater und Gott auch.
Lessings Leser waren damals begeistert von diesem Plädoyer für Tugend und Toleranz, so wie viele moderne Bildungsschaffende auch.
Leute, sagen sie, gebt euren Dogmatismus doch auf. Warum behauptet ihr die einzig wahre Wahrheit zu haben, wenn andere Wahrheiten doch genauso gut sind? Judentum, Christentum und Islam sind einander doch so ähnlich, dass die Unterschiede nur in Nuancen bestehen.
Humanisten denken so.
Lessings Parabel ist jedoch, pardon, Mist.
Der Vater mit dem magischen Ring soll ja wohl Gott darstellen.
Diese Gottesfigur ist aber von äußerst zweifelhafter Qualität.
Er verspricht nämlich, was er nicht halten kann: Dass jeder der Söhne den einen Ring erben wird, obwohl er nur einen hat. Als ihm das klar wird, lässt er den Ring zweimal fälschen und gibt die Fälschung jeweils als Original aus.
Er betrügt zwei seiner Söhne!
Statt undogmatisch für Toleranz zu plädieren, führt die Parabel ein neues Dogma ein: Gott verteilt gefälschte Ringe.
Außerdem wird dem echten Ring nicht besonders viel Kraft zugemessen. Denn wenn der Träger eines gefälschten Ringes genauso viel Gunst vor Gott und den Menschen erlangt wie der des echten Ringes, wo ist dann die Kraft des echten?
Humanisten messen dem Glauben nicht besonders viel Kraft zu.
Wir werden hier also von einer kraftvollen Religion, die Menschen grundlegend verändert, weggeführt zu einer Pluralität von Religionen, wobei es keine große Rolle spielt, ob die nun im einzelnen wahr sind oder nicht. Hauptsache, man „glaubt sicher seinen Ring den echten.“
Halte irgendwie für wahr, was du glaubst, dann wird's schon.
Doch Lüge bleibt Lüge.
Sie wird nicht dadurch wahr, dass man sie für wahr hält. Vielmehr gibt's da irgendwann ein böses Erwachen. Jesus will uns dieses ersparen. Deswegen macht er klare Ansagen: Das Heil gibt's nur in ihm.

Lessings Nathan war insofern weise, als er nicht in Sultan Saladins Falle getappt ist. Der hatte nämlich Schulden und wollte an Nathans Geld. (Der Jude ist reich, noch so ein Klischee). Hätte Nathan auf Saladins Frage nach dem wahren Glauben geantwortet, das Judentum, so hätte er den moslemischen Herrscher beleidigt. Hätte er gesagt, der Islam, so hätte man ihn gefragt, warum er dann noch Jude sei. Mit seiner klapprigen Parabel hat Nathan sein Geld vor dem Gierigen gerettet.
Zum Thema Glauben aber hat er nichts Intelligentes abgesondert.

Sonntag, 1. März 2015

Energie*ende


„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“
Jakobus 4,6.

Als ich letzte Woche in der Turnhalle, in der ich immer wieder trainiere, ankam, stellte ich fest, dass die gesamte Beleuchtung ausgefallen war. Nur das Notlicht ging. So beleuchtet, sahen die Gänge in dem Sechzigerjahre-Haus aus wie ein Bunker aus dem 2. Weltkrieg.
Trainieren bei schummriger Beleuchtung war auch nicht so das Wahre.
Ich fragte mich, was mit der Stromversorgung wohl passiert war, bis es mir dämmerte: Ich wurde Zeuge der Auswirkungen der Energiewende.Vorher passierte sowas praktisch nie, seither durchaus häufiger.
Derlei Stromausfälle werden sich in der Zukunft wohl noch mehr häufen.
Um 8:45 Uhr machte es Klack! und die Notbeleuchtung ging auch noch aus. Wir haben dann beim Schein unserer Mobiltelefone die Matten abgebaut, die bei Judo und Ju Jutsu unerlässlich sind, haben uns aus dem Bunker herausgetastet und sind heimgefahren.
Au weia.

Wir Deutschen sind schon ein spaßiges Völkchen. Wir mögen keine Atomkraftwerke. Kohlekraftwerke aber auch nicht. Windräder schon gar nicht, und gegen neue Stromtrassen wehren wir uns mit Zähnen und Klauen.
Aber der Strom soll trotzdem schön brav aus der Steckdose fließen.
Nun, man kann einen Kuchen nicht gleichzeitig essen und behalten. Es ist vermessen, beides zu wollen.
Deutschland kommt mir zurzeit ein wenig vermessen vor.
Angesichts der normativen Kräfte des Faktischen (von nichts kommt nichts) scheint mir ein wenig Demut durchaus angebracht.
Weder unser Wohlstand, noch der Friede auf unserem Kontinent, noch die Freiheit sind Selbstläufer. Sie müssen ständig verteidigt werden. Von uns, heute. Dazu sind wir auf Gottes Hilfe angewiesen.
Wir sollten es mit unserem Hochmut nicht übertreiben.