Freitag, 30. November 2012

Haaalt!

"Du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen."
Psalm 86, 5

Gestern abend sagte meine Ju Jutsu-Trainerin, eine Großmeisterin, die bisher nicht durch übertriebene Frömmigkeit aufgefallen ist, zu mir, sie habe gebetet.
Denn ihre Hupe am Auto sei seit einiger Zeit defekt gewesen.
Damit hat es folgende Bewandtnis:
Sie erzählte mir, daß sie am Morgen ihre Grundschulkinder mit dem Auto zur Schule gefahren habe--sie ist auch selber Lehrerin, am Gymnasium. Am Zebrastreifen ließ sie sie aussteigen, um wie immer zu warten, bis sie den Zebrastreifen vor ihr überquert haben.
Sie kurbelte das Fenster runter, um zu winken.
Die Kinder stiefelten los--als sie im Rückspiegel sah, wie ein viel zu schnelles Auto zum Überholen ansetzte.
Das Herz fiel ihr in die Hose.
Die Kinder waren geradewegs dabei, vor dem Auto des Rasers aufzutauchen.
Sie drückte auf die kaputte Hupe--und das Ding ging wieder!
Da das Fenster schon heruntergekurbelt war, konnte sie den Arm raushalten und dem Überholer Gefahr signalisieren.
Der junge Mann bremste und kam direkt neben ihr zu stehen. Die Kinder waren erschrocken, blieben aber bewahrt.
Und die Mutter gab Gott hinterher die Ehre.
Ich habe ihr gesagt, daß Gott noch was vorhat mit ihren Kindern. Amen.

Gott ist gut zu allen Menschen.

Donnerstag, 29. November 2012

Die Sehnsucht nach geistlichen Vätern

"Wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium."
1 Korinther 4, 15

Wenn man den christlichen Büchermarkt besieht, dann sieht man: Es besteht scheinbar ein großer Hunger nach geistlichen Vätern.
Allerdings denke ich, daß viele Christen die Figur des geistlichen Vaters, also einer (über)gemeindlichen vollmächtigen Bezugsperson, ein wenig romantisieren und ihr Sehnen eine geborgenheitsselige Sehnsucht nach einem seelisch-menschlichen Ideal ist, das es genausowenig gibt, wie den perfekten irdischen Vater.

Eigentlich hat jeder Christ einen geistlichen Vater, nämlich die Person, die einen zum Glauben geführt hat. Die hat man sich nicht ausgesucht, an die geriet man plötzlich.
Diese Personen haben einem das Glaubenseinmaleins beigebracht und sind von daher schon einzigartig in unserem Leben.
Möglicherweise lebt man sich dann ein wenig auseinander, auch das ist normal.
Man entwickelt sich weiter, schätzt aber den anderen immer noch.
In den wenigsten Fällen wird daraus jedoch eine Übervaterfigur, an die man sich immer und jederzeit anlehnen kann. Und wenn doch: Wäre das wünschenswert?

Die Bibel ist voll von geistlichen Übervätern. Ich bezweifle jedoch, daß der moderne Vatersucher mit ihnen besonders gut zurechtkäme.
Sie sind nämlich allesamt Wundertüten: Trotz ihrer phänomenalen geistlichen Kompetenz waren sie oft als Menschen nicht ganz leicht.

Mose hat man plötzlich monatelang nicht mehr gesehen. Er war einfach weg. (Auf dem Berg bei Gott).
Josua hat bestimmte Diebe steinigen lassen.
David war allen ein wunderbarer König--es sei denn, man hieß Uria und hatte eine schöne Frau.
Elia aß monatelang Fleisch, das ihm von Vögeln vorbeigebracht wurde. Wie wunderbar für seine geistlichen Söhne und Nachahmer.
Jeremia würde uns mit seinem Weltschmerz den letzten Nerv rauben.
Nehemia war ein starker Leiter. Vor ihm würde heute allerdings so mancher Reißaus nehmen, denn er konnte schonmal durchgreifen. Als einige Männer Frauen heirateten, die er nicht befürwortete, tat er folgendes:
"Da ging ich mit ihnen ins Gericht und verfluchte sie und schlug einige Männer von ihnen und raufte ihnen die Haare aus." (Nehemia 13, 25).
Ein biblischer, von Gott beglaubigter geistlicher Vater in Action.
Muß man mögen.

Paulus und Barnabas konnten sich so streiten, daß eine Erbitterung entstand. (Apostelgeschichte 15, 39).
Für welches Lager würde sich der heutige Vatersucher entscheiden? Für den rauschebärtigen Nikolaus namens Barnabas ("Sohn des Trostes"), der aus jeder Pore die reine pastoral-apostolische Güte verströmt? Oder für den knallhart-drahtigen Paulus, der auf Barnabas' Personalvorschlag partout nicht eingehen wollte, (weswegen die Erbitterung entstand)? Barnabas wollte Johannes Markus auf Missionsreise mitnehmen, Paulus nicht. Denn JM hatte die Missionsgemeinschaft auf der letzten Reise schmählich verlassen.
Die meisten würden dem sanften, gütigen Barnabas folgen.
Doch die Apostelgeschichte geht mit Paulus weiter.

Der geistliche Übervater Petrus konnte prima mit Nichtjuden Schweinswürstel essen. Doch als Juden ankommen, wechselt er blitzschnell an den koscheren Tisch und heuchelt Treue zum mosaischen Gesetz. Dafür wird er von Paulus öffentlich geschimpft.
Sehr väterlich inspirierend, nicht?

Ich persönlich habe festgestellt, daß immer dann, wenn ich gern dringendst mal einen geistlichen Vater zu Rate gezogen hätte, gerade keiner zur Verfügung stand. Die Angesprochenen hatten entweder kein Interesse oder gerade keine Zeit, obwohl der gute Wille da war.
Ich fragte mich irgendwann, ob das wohl Absicht war von Gott.
Denn letzten Endes war es immer Gott, auf den ich zurückfallen mußte und der mir in Krisen geistlicher Vater war.

So wurde mir nie ein Mensch zum Gottesersatz.

Dienstag, 27. November 2012

Durchbruch


"Wenn nicht das Land, auf das dein Fuß getreten ist, dir und deinen Söhnen für ewig zum Erbteil wird! Denn du bist dem HERRN, meinem Gott, treu nachgefolgt."
Josua 14, 9

Wer ein Stück Land erwirbt, auf dem ein Apfelbaum steht, der hat einen Durchbruch in bezug auf Äpfel erlangt. Dh, der muß sich in Zukunft nicht mehr um Äpfel sorgen. Äpfel sind kein Problem mehr. Sie wachsen ihm jedes Jahr ganz von allein. Völlig ohne Krampf.

So ähnlich verhält es sich auch im Geistlichen.

Wenn wir auf einem bestimmten Gebiet bemerkenswerte Gebetserhörungen erlebt haben, dann sind auf diesem Gebiet in Zukunft Erhörungen leichter.

Schau mal nach, auf welchem Gebiet Erhörungen für dich relativ leicht zu erlangen sind. Dort ist dein Glaube daheim. Auf diesem Gebiet will der Herr dich benutzen.

Wenn du mit Leichtigkeit Heilung empfängst, wenn du krank bist, dann empfiehlt es sich, für andere Kranke zu beten.
Wenn du für Geld quasi ein Magnet bist, (du hast ständig Geschäftsideen, die auch noch funktionieren), dann  werde zum Geber.
Wenn dir das Verkaufen, (oder Ermutigen), leicht fällt, dann sprich mit möglichst vielen anderen über Jesus.

Jeder wird gebraucht.
Und im Sichgebrauchenlassen von Gott steckt unser Segen.

Montag, 26. November 2012

Im Sinkflug?


"Ich erinnere dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist."
2 Timotheus 1, 6

Manchmal trifft man Christen, die sich in einer Phase des Sinkflugs befinden.
Meistens liegt das daran, daß sie die Luft in ihrem Lebensfesselballon kalt haben werden lassen.
Dabei hat Gott jedem Christen eine "Gasflasche" mitgegeben, über der eine Flamme brennt. Drehen wir das Ventil mal ordentlich auf, dann wird Wärme produziert, die die schlaffe Ballonhaut wieder füllt.

Die "Gasflasche" ist die Bibel.
Der Treibstoff in ihr sind die Gedanken Gottes, die dich nachhaltig aufsteigen lassen.
Lies das Wort Gottes gläubigen Herzens und erlebe, wie die Laschheit aus dir weicht.
Allerdings darfst du nicht nur lesen, sondern mußt dem Gelesenen auch entsprechende Taten folgen lassen.

Freitag, 23. November 2012

Israel und Hamastan

"Es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden."
Jeremia 30, 7

Warum hat in diesen Tagen ein Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza stattgefunden?
Das war Widerstand gegen die Besatzung, sagen Palästinenser und viele in den Medien.
Doch welcher Besatzung?
Israel hat den Gazastreifen vor sieben Jahren "judenrein" gemacht, hat jede jüdische Siedlung dort abgebrochen, und niemanden zurückgelassen.
Bis auf die Treibhäuser, in denen die Juden Gemüse für den Export angebaut haben.
Die haben die Palästinenser nicht übernommen und weiterbenutzt, sondern kaputtgetrampelt.

Israel hat sogar seine Grenze zu Gaza als internationale Grenze ausgerufen. Dh, es hat alle Ansprüche auf dieses Territorium aufgegeben. Die erste autonome Palästinenserregion entstand.
Eine solche schufen weder die alten Ottman-Türken, die dort jahrhundertelang herrschten, noch die Ägypter, die Gaza bis 1967 mit großer Härte regierten, bis Israel sie im Sechstagekrieg vertrieb.

Statt in Frieden mit Israel zu leben, wählte die Bevölkerung Gazas die Judenhasser der Hamas an die Macht, die das Land in ein Kriegslager verwandelten und seither stetig den Süden Israels angreifen. Allein dieses Jahr fielen 800 Raketen aus Gaza in Israel nieder, rund zwei am Tag.
Hamas hat öffentlich erklärt, Israel vernichten zu wollen.
Erst kamen die Selbstmordbomber aus Gaza. Nachdem Israel einen unüberwindbaren Wall gebaut hatte, ging man zu Raketenangriffen über.
Seit neuestem haben diese Leute Unterstützer in Ägyptens Führung und einem perfiden superislamischen türkischen Premierminister, der sich letzten Montag nicht entblödete, Israel einen Terrorstaat zu nennen.

Tatsache ist: Wenn die Palästinenser ihre Waffen niederlegen, dann gibt es keinen Krieg mehr. Wenn Israel seine Waffen niederlegt, dann gibt es kein Israel mehr.

Israel hat diesmal einen Waffenstillstand erreicht, ohne seine Militärblockade nennenswert zu lockern. Täte Israel dies, würden mehr und schwerere Waffen in die Hände seiner Mörder gelangen. Das kann kein verantwortungsbewußter Staatschef zulassen.

Die nächste Runde wird kommen, irgendwann.
Hamas kann nicht anders.

"Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde!
Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen.
Und du sollst ein Segen sein!
Und ich will segnen, die dich segnen.
Und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.
Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte."
1 Mose 12, 1-4

Donnerstag, 22. November 2012

Klappe zu und durch

"Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren."
4 Mose 14, 3

Gerade waren die Kundschafter aus Kanaan zurückgekommen und hatten Israel Bericht erstattet: Ja, das Land ist gut, es wachsen prima Früchte drin. (Als Beweis hatten sie eine gigantische Rebe mitgebracht).
Aber.
Wir können das Land nicht einnehmen.
Unmöglich.
Riesen wohnen drin.
Sie hatten völlig recht, waren echte Realisten, und lagen trotzdem total daneben.
Das Volk murrte, rebellierte, weinte und schrie die ganze Nacht lang.
Bis Gott Ekel vor diesem Volk verspürte und sie 40 Jahre lang in der Wüste herumwandern ließ.

Danach stand Israel wieder vor derselben Aufgabe: Der Einnahme des verheißenen Landes. Sie sollten mit Jericho beginnen, der größten und festesten Stadt.
Es war unmöglich, Jericho einzunehmen.
Viel zu dicke Mauern.
Doch diesmal taten sie das Gegenteil von dem, was ihre Väter getan hatten: Statt zu lamentieren, umzogen sie die Stadt SCHWEIGEND.
Sie schwiegen im Glauben.
Sie betrachteten auf ihren Wanderungen um die Stadt, (immerhin sieben Tage), die Mauern und machten sich klar, daß dieses Bollwerk unmöglich eingenommen werden konnte.
Wenn Gott nicht half.
Doch er tat's nach seiner Verheißung. Er war es, der zum Schluß die Mauern einfallen ließ, so daß Israel nur noch über die Brocken steigen mußte.

Gott tat seinen Teil. Doch wir müssen auch unseren tun. Und das beginnt damit, Unmögliches nicht von vornherein für unmöglich zu halten, wenn Gott es doch versprochen hat.

Schweigen ist manchmal tatsächlich Gold.
Schweigen und auf Gott schauen.

Mittwoch, 21. November 2012

Der Mensch als Wundertüte

Wenn wir in die Bibel blicken und die von Gott bestätigten Männer und Frauen des Glaubens betrachten, dann neigen wir dazu, sie zu verklären. Wir denken dann, das wären Leute ohne persönliche Probleme oder Schrullen gewesen.

Doch Jakobus sagt, selbst "Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir." (Jakobus 5, 18).

Wir erinnern uns: Er betete und es fiel ein Blitz vom Himmel, der sein nasses Opfertier in hellen Flammen aufgehen ließ.
Er betet noch einmal--und es beginnt zu regnen, zum ersten Mal seit 3,5 Jahren.
Das Volk stellt sich spontan hinter ihn.
Er tötet hunderte von falschen Propheten an jenem Tag.
Doch als die Gönnerin dieser Propheten das mitbekommt, läßt sie ihm mittels Boten ein paar spitze Worte zukommen--und Elia läuft davon! Vierzig Tage wandert er planlos in der Wüste herum und schiebt den Wüsten-Blues. "Oh Herr, die Königin mag mich nicht."

Abraham, der Vater der Gläubigen, hat seine Frau verkauft--und zwar zweimal!
Erst ließ der Pharao von Ägypten sie holen, in 1 Mose 13, dann Abimelech von den Philistern, in 1 Mose 20. Beide Male griff Gott ein, so daß Sarah wieder an ihren Mann zurückkam.

Der Sohn der Verheißung Isaak war später bereit, dasselbe zu tun! (1 Mose 26).
Patriarch der Verheißung Jakob liebte das Geld über alles.
Der Erzvater Juda vergnügte sich bei einer vermeintlichen Hure, Tamar.
Mose war in seiner Jugend ein überaus ehrgeiziger, ja machtgieriger Mensch.
König Saul war mehr daran interessiert, sich Denkmäler zu errichten, als Gott zu gehorchen. Außerdem war er eifersüchtiger als Othello.
Über David muß man nur ein Wort verlieren: Batseba.
Salomo? Super Start, bedauerliches Ende.

Und so geht es weiter.

Thomas weigerte sich standhaft, den Zeugen der Auferstehung zu glauben, bis er Jesus selber sah.
Petrus erkannte in Jesus den Christus, wollte ihm aber gleich darauf das Kreuz ausreden.
Ein paar Tage später verleugnete er ihn.
Und als er viel später mit Heidenchristen Schweinswürstel aß und mitbekam, daß gleich eine Gruppe jüdischer Christen aus der Gemeinde von Jakobus eintreten würde, wechselte er blitzschnell die Tische und aß wieder koscher.
Paulus sah das und schimpfte ihn deswegen vor allen! (Galater 2, 14).

Und Paulus selbst, der größte Apostel aller Zeiten und entscheidende Former des Christentums?
Sogar der konnte sich mit seinem besten Freund Barnabas so streiten, daß "eine Erbitterung entstand, so daß sie sich voneinander trennten." (Apostelgeschichte 15, 39). Eine zeitlang wenigstens.

Der britische Prediger Smith Wigglesworth hatte einen apostolischen Heilungsdienst. Doch aufgrund seiner persönlichen Schroffheit war er bei vielen unbeliebt. Heute wird er verehrt.

Lonnie  Frisbee hat die große Vineyard Bewegung geprägt. Er war ein "sehender Prophet." Zeichen folgten seinem Dienst. Außerdem war er Exzentriker.
Und starb an Aids.

Der Mensch ist eine Wundertüte.
Wir sollten diese Tatsache anerkennen, uns innerlich drauf einstellen, und keine Vollkommenheit erwarten.

Dienstag, 20. November 2012

Letzten Sonntag in Paris



"Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt."
Römer 1, 28

Letzten Sonntag fand in Paris eine große Demonstration statt.


Man hat in hiesigen Medien nichts davon mitbekommen. (Wenigstens ich nicht).
Worum ging's?
Am Samstag davor waren im ganzen Land rund 100.000 Menschen aufgestanden und demonstrierten gegen die geplante Einführung einer Homo-"Ehe", mit der die sozialistische Regierung die Franzosen beglücken will. Am Sonntag tat sich dann auch in Paris was.
Die Demonstranten hielten Plakate hoch, auf denen Slogans standen wie "Wir brauchen Kinder, keine Homosexuellen" oder "1 papa, 1 maman pour tous les enfants."

Ein Vater, eine Mutter.
Für alle Kinder.

Väter und Mütter haben etwas, was nur Väter und Mütter ihren Kindern mitgeben können. Das ist selbst für Nicht- oder wenigstens Naturgläubige leicht nachvollziehbar, denn es braucht einen Mann und eine Frau, um ein Kind in die Welt zu setzen.

Man kann den AFP-Artikel hier nachlesen.

Montag, 19. November 2012

Erben Gottes

"Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden."
Römer 8, 16-17

Manchmal erben Menschen etwas. Wenn sie besonders reiche Verwandte hatten, dann kann das recht interessant sein.

Nun sagt Paulus: Wir sind Erben Gottes!

Unser Erb-Lasser lebt noch. Genaugenommen starb Jesus, vererbte uns etwas, und stand dann von den Toten auf, um dafür zu sorgen, daß wir dieses Erbe auch bekommen.
Was Gott gehört, gehört auch uns.
Um diesen Gedanken muß man seinen Verstand erstmal wickeln können.

Was liegt da noch alles für uns bereit?

Einzige Voraussetzung ist, daß wir mit ihm leiden. Dieses Mitleiden mit Christus bezieht sich nicht auf seine Zerschlagung am Kreuz, sondern auf die Verfolgung, die jeder erfährt, der ernsthaft mit Jesus unterwegs ist.
Wer nicht ernsthaft mit Jesus geht, der wird auch keine Verfolgung erleben.
Ernsthafte Christen werden sich oft in der Rolle des Außenseiters wiederfinden.
Na und?
Sogar das führt zu Mitverherrlichung mit Christus. Sagt Paulus.

Samstag, 17. November 2012

"Pastor, ich bin ein blasses..."

"...blasses Persönchen, ein Mauerblümchen. Mich bemerkt niemand. Und die, die mich zufällig bemerken, denen bin ich egal. Was kann ich tun?"

Ich nehme an, du bist eine sehr anpassungsfähige Person. Wahrscheinlich bist du dazu mit einer sehr meinungsstarken Person verheiratet, die häufig für dich mitentscheidet.

Deine vermeintliche Blässe als Person liegt in dieser deiner Anpassungsfähigkeit begründet. Deine soziale Intuition bewegt dich, im Strom mitzuschwimmen, statt "Einer gegen alle" zu spielen. Diese Überlebenstechnik führt notgedrungen zu einer gewissen Unauffälligkeit.

Wenn du an Farbe gewinnen möchtest, dann muß dir das, was Gott denkt, wichtiger sein, als das, was die anderen denken. In anderen Worten, du mußt dir hin und wieder eine Überzeugung leisten und für diese einstehen, auch wenn sie unpopulär ist.
Und plötzlich hast du mehr Farbe, als dir lieb ist.

Dann werden zwei Dinge passieren:
Du wirst auf einmal Freunde haben, die, koste es was es wolle, hinter dir stehen. Denn sie teilen deine Überzeugungen. Diese Leute werden dich lieben.
Und du wirst angefeindet werden, daß es eine Art hat. Darum kommst du nicht herum. Denn deine Farbe wird nicht jedem gefallen. Manche Leute werden dich aus tiefstem Herzen hassen.
Na und?

"Wir können zuversichtlich sagen: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?""
Hebräer 13, 6


Freitag, 16. November 2012

"Pastor, mein Mann und ich..."

"...leben zusammen wie Brüderchen und Schwesterchen, wenn du verstehst, was ich meine."
A.

"Pastor, mein Mann will nicht mehr mit mir. Ich würd aber schon mal wieder wollen."
K.

"Pastor, mein Mann ist... desinteressiert, du verstehst. Was ist da los?"
G.

"Pastor, mein Mann..."
X, Y, Z

Normalerweise kommen solche Aussagen von Männern über ihre Frauen.
Nun stelle ich fest, daß Frauen dasselbe Problem haben können.

Junge, Junge.
Jeder Fall ist sicher anders. Ich muß notgedrungen verallgemeinern. Vielleicht ergeben sich ja trotzdem brauchbare Ansätze.

Also.
Die Statistik sagt, daß 65% der Männer und 55% der Frauen in unserem Land sexuell frustriert sind. (Das sind zwei von drei Männern und immerhin mehr als die Hälfte aller Frauen). Die Mehrzahl der Menschen kommt also geschlechtlich nicht auf ihre Kosten.
Das prägt Beziehungen natürlich.

Die Frage ist, wie gibt's das?

Vorausgesetzt, es handelt sich um gesunde Leute zwischen 20 und, sagen wir, 70, muß man annehmen, daß die Ehepartner nicht genügend auf einander eingehen. Soll heißen, entweder artikulieren sie nicht, wie sie's gern hätten, (Frauen?) oder sie tun's und werden prompt abgewiesen, (Männer?).
Offenbar übt sich die Hälfte der Frauen in stillem Sehnen und werden zwei von drei Männern mit ihren Vorlieben in irgend einer Form abgewiesen. Denn sonst wären sie ja nicht gefrustet.
Fern sei es von mir, irgend jemanden zu Dingen zwingen zu wollen, die die betreffende Person nicht tun will. Aber Paulus schreibt schon, "Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau." (1 Korinther 7, 4).

Wenn ein Partner über den Leib des andern mal ein bißchen verfügen dürfte, dann könnte das ganz massiv zur allgemeinen Entfrustung beitragen. Der "Passive" müßte dazu quasi einladen, eine Erlaubnis aussprechen, mitmachen ohne Grimassen zu ziehen. Denn man kann ja auch Ja sagen, aber Nein meinen.

(Mann, was für ein Post...)

Vielen scheint jedoch egal zu sein, was der andere will. Schließlich fühlen sie dessen Frust nicht.

Okay. Das bringt mich zur männlichen "Verweigerung", die eigentlich nicht normal ist. Männer sind grundsätzlich die treibende Kraft. Wenn sie es nicht mehr sind, dann hat das einen Grund: Sie haben die Schnauze voll. Sie schalten lieber diesen ganzen Bereich ihres Lebens ab, statt im Dauerfrust zu leben.

Eine Restgefahr bleibt auch so bestehen. Benjamin Franklin hat das so ausgedrückt:
"Siehst du Ehe ohne Liebe? Dort wird bald Liebe ohne Ehe sein."
Er wußte, wovon er redete. Er hatte einen unehelichen Sohn.

Liebe vernachlässigte Frau: Denk mal an das letzte Mal zurück (oder an die letzten 20 Mal). Schwang da eventuell immer ein Unterton von "Ich würd viel lieber das Klo putzen als mit dir hier rumzumachen" mit?
Hast du vielleicht sorgfältig alles vermieden, was einen Mann in Fahrt bringen könnte? (Immer dasselbe--immer zur selben Zeit--immer im Dunkeln?).
Wer hat eigentlich gesagt, daß fromme Frauen langweilig sein müssen und ihre Männer nicht betören dürfen? Wie das geht, müßte eigentlich jede Frau wissen. Es gibt eine riesige Industrie, die sich dieser Aufgabe verschrieben hat.

Ein radikaler Vorschlag: Statt dich bei deinen Freundinnen auszuweinen: Sprich doch mal mit IHM. Vielleicht wartet er drauf. Er kennt auf jeden Fall die Antwort.
Ein solches Gespräch kann ein wenig mühsam sein und stockend verlaufen. Denn niemand kann aus seiner Haut raus und Männer sind oft große Schweiger. Gleich aufzugeben ist da kontraproduktiv.

Ganz ohne Frust wird's nie gehen zwischen den Geschlechtern. Denn Paulus sagt über Verheiratete auch, "aber solche werden Trübsal für das Fleisch haben." (1 Korinther 7, 28).

Ich mach jetzt Schluß hier.

Donnerstag, 15. November 2012

Duell gefällig?

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet."
Matthäus 7, 1

Jesus meint hier nicht, daß man sich gar kein Urteil mehr bilden soll. Schließlich sagt er in Johannes 7, 24 auch, "Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet das gerechte Gericht."
Richten ist schon okay.

Jesus meint hier jedoch das Herumnölen und Kritteln, das Menschen mit ausgeprägtem Stolz und unbefriedigtem Geltungsbedürfnis gern praktizieren.
Das Echo hat's nämlich manchmal in sich.

Der spätere Präsident Lincoln aus Amerika hat das auf die harte Tour gelernt. Man kennt ihn heute als sanftmütigen, zurückhaltenden Politiker, als dessen Lieblingsspruch Matthäus 7, 1 galt. Doch er war nicht immer so.

Als junger Anwalt schrieb er gern anonyme Leserbriefe an die Zeitung seines Städtchens, in denen er seiner Meinung nach schadhafte Zeitgenossen bis aufs Hemd bloßstellte und kritisierte.

Was haben die Leute gelacht.

Einmal kam er jedoch an den Falschen. Der Mann fand heraus, wer hinter dem ehrabschneidenden Brief steckte, und forderte Lincoln zum Duell. Der wollte das natürlich nicht. Doch der Mann bestand drauf, bis zum Tod zu kämpfen. Das war eine Frage der Ehre. So einigte man sich auf Säbel und traf sich an einem abgelegenen Ort.
Die Sekundanten der Kämpfer verhinderten das Schlimmste.

Lincoln hatte seine Lektion gelernt. Nie mehr kritisierte er jemanden wegen irgendwelcher nebensächlicher Dinge. Selbst während des Bürgerkriegs, als er eine ganze Reihe unfähiger Generäle nacheinander als Oberbefehlshaber einsetzte, blieb er höflich und zuvorkommend, wissend, daß man hinterher immer klüger ist.

Bitte Gott, dein Geltungsbedürfnis zu befriedigen. Er verheißt in Psalm 23 schließlich, "Er erquickt meine Seele." Er heilt dich von deiner Nölerei.
So läufst du nicht Gefahr, Beziehungen dauerhaft zu beschädigen, sondern entwickelst dich zu einem angenehmen Menschen, dessen Tod sogar der Bestattungsunternehmer mal bedauern wird.

Mittwoch, 14. November 2012

Schwierige Orte

"Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann - sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten - oder ob nicht: es sei dir kund, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden."
Daniel 3, 17-18

König Nebukadnezar hatte eine goldene Statue gemacht, (vermutlich ein Bild seiner selbst), und von all seinen Untertanen verlangt, sich davor niederzuwerfen.

Drei jüdische Männer, hohe Beamte des Königs, weigerten sich, das zu tun.

Sie wären sicherlich überall lieber gewesen als vor Nebukadnezar, der sie mit dem Tod im Feuerofen bedrohte. Doch die Drei jammerten nicht, sie murrten nicht. Sie akzeptierten innerlich ihre schwierige Situation und waren bereit, das Richtige zu tun, auch wenn es das Äußerste von ihnen verlangte.

Nebukadnezar ließ sie prompt in den Ofen werfen. Der fackelte da nicht lange. (Könige dürfen nicht lange fackeln, wenn sie weiterhin ernstgenommen werden wollen. Ihr Ja muß ein Ja und ihr Nein ein Nein sein).

Doch ein vierter Mann gesellte sich ihnen im Ofen bei, "...und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Göttersohnes." (Daniel 3, 25).

Die drei Männer stiegen unversehrt wieder aus dem Ofen. Gott hatte sie bewahrt.

Und was tut Nebukadnezar?
Er bekehrt sich! (Manche Bekehrungen fordern den Evangelisten das Letzte ab).
"Nebukadnezar begann und sagte: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die sich auf ihn verließen und das Wort des Königs übertraten und ihren Leib dahingaben, damit sie keinem Gott dienen oder ihn anbeten müßten als nur ihren Gott." (Daniel 3, 28).

Prompt werden die drei unfreiwilligen Evangelisten von ihrem ehemaligen Todfeind auch noch befördert:
"Sodann beförderte der König Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel." (Vers 30).

Schlüssel für den Sieg war die Bereitschaft der Drei, ihre üble Situation innerlich zu bejahen und anzunehmen, und nicht davonzulaufen oder den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. (Das ist leichter gesagt als getan).

Die Drei haben Geschichte geschrieben.
Gott hat sich verherrlicht.
Nebu hat zum Glauben gefunden.
Und sie wurden befördert.

Dienstag, 13. November 2012

Überrascht von Gottes Heilungskraft

"Ich bin der HERR, der dich heilt."
2 Mose 15, 26

Elke D., die wir seit langem kennen, hatte in einem Ohr nur eine Hörfähigkeit von ca. 20%.
Nun hat sie in der Jesus Gemeinde Bamberg an einer Veranstaltung mit Vincent Skinner teilgenommen, als sie plötzlich Kopfweh bekam und ihr schier schlecht wurde. Dann empfand sie etwas wie einen Knall in ihrem schlechten Ohr--und hört seitdem wieder zu 100%.
Die Musik war ihr plötzlich zu laut.

Man hat für Elke D., die keine junge Frau mehr ist, nicht gebetet. Ihre Heilung ereignete sich "einfach so", während die Gemeinde Lobpreis machte und sang. Sie hatte nicht damit gerechnet. Gott hat sie mit seiner Güte überrascht.

Sonntag, 11. November 2012

Veränderung durch Gott

"Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt."
Psalm 34, 6

Das Wochenende mit Wolfhard Margies liegt hinter uns. Prima war's.
Wolfhard sprach über göttliche Veränderung durch Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.

Wenn wir auf Jesus blicken, dann verändern wir uns quasi ohne eigene Anstrengung und ohne es selber groß zu bemerken. Wie Mose, der nach 40 Tagen in der Gegenwart Gottes strahlte, und es auch nicht gleich bemerkte.

Wie blickt man auf Jesus?
Indem man an die Güte und Zuverlässigkeit Gottes denkt und diese Gedanken auf sich wirken läßt.
Wir tendieren dazu, auf Probleme zu blicken, indem wir diese in unseren Gedanken hin- und herschieben, ohne daß wir dadurch wirklich zu ihrer Lösung beitragen. Wir bekommen nur miese Laune.

Wenn wir in gleicher Weise innerlich auf Jesus schauen, dann beginnen wir zu "strahlen."
Und Veränderung findet statt.

Freitag, 9. November 2012

Wolfhard Margies im CGZ


"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi."
Epheser 4, 11-12

Morgen um 17.00 Uhr beginnt unsere dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Dr. Margies, dem Pastor der "Gemeinde auf dem Weg" in Berlin.
Die erste Versammlung dauert ca. eine Stunde. Dann gibt's was zu essen, für die, die in der Pause bis 19.30 Uhr nicht nochmal heimfahren wollen. Um halb acht geht's weiter mit Lobpreis. Dann wird Wolfhard uns wieder das Wort bringen.
Am Sonntag um 10.30 Uhr spricht er noch einmal.

Der Herr wird ihm ein gutes Wort für uns geben.
Ich freu mich.

Donnerstag, 8. November 2012

Wenn du keine Lust zu beten hast, dann...

...hast du die Erhörungen der Vergangenheit schon wieder vergessen.
Wenn du nämlich glaubst, erhört zu werden, dann wirst du von ganz allein beten wollen. Du würdest ja Erhörungen verpassen, wenn du's nicht tätest.

Mir geht's dieser Tage so.
Ich erinnere mich unwillkürlich an wunderbare und vielleicht sogar dramatische Erhörungen. Das veranlaßt mich, mehr Zeit im Gebet zu verbringen und mir auszusuchen, wofür ich noch beten könnte. Denn ich glaube, daß Gott mich erhört.

Neulich kam ein junger Mann mit seiner Mutter zu mir. Er war wegen eines hartnäckigen Hämorrhoidenproblems schon operiert worden, doch es war nicht besser geworden, im Gegenteil.
Wir beteten, denn Jesus ist ja als prominenter Heiler bekannt. Ich kann niemanden heilen, Jesus aber kann das. Wir haben Gott in seinem Namen angerufen.
Eine Woche darauf kam der junge Mann wieder und erzählte, daß sein Leiden nun vorbei sei. Er sei geheilt.

Sowas ermutigt mich.

Oder vorletzte Woche die junge Frau, die Hüftschmerzen hatte. Gott bog im Gebet ihr Gestell gerade und die Schmerzen waren verschwunden. Das hat zu ihr gesprochen, denn sie ist noch nicht lange Christ.

Gott ist gut.
Und ich bete jetzt noch 'ne Runde.

"Bittet, und es wird euch gegeben werden. Sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!"
Matthäus 7, 7

Mittwoch, 7. November 2012

Bronco Bamma


"Aufziehende Wolken mit Wind, doch kein Regen, so ist ein Mann, der mit trügerischem Geschenk prahlt."
Sprüche 25, 14

Der neue Präsident der USA ist gewählt.
Er ist ein Mann, dessen Vater mehrere Frauen hatte.
Nein, es ist nicht der Mormone Mitt Romney. Dessen Vater hatte nur eine.
Es ist...
...Bronco Bamma, (wie ihn ein etwas verwirrtes kleines Mädchen dieser Tage nannte).


Obama hat eine zweite Amtszeit zugestanden bekommen. Mit nur zwei bis drei Millionen Stimmen mehr (von ca. 106 Millionen), ging's denkbar knapp aus für ihn. 49% der Amerikaner haben ihn nicht gewählt, 50% jedoch taten's.

Daß es so knapp wurde--und er auch noch gewann...
Ich kratze mich am Kopf.
Denn laut Umfragen halten die meisten Amis ihr Land für unterwegs in die falsche Richtung.

Bronco Bamma legte auch nie einen Plan für die nächsten vier Jahre vor, sondern verübte monatelang wüsteste Anschläge auf den Charakter seines Herausforderers. (Seine Freunde ließen sich das rund 2 Milliarden (!) Dollar kosten. Print- und Funk-Medien sind sowieso hoffnungslos für ihn eingenommenen).

Doch was hat der nun seit vier Jahren im Amt weilende Präsident geleistet?
An jedem Tag seiner Amtszeit gab es weniger Arbeitsplätze als an jedem Tag unter seinem Vorgänger. (Das heißt, netto wurden in seinen vier Jahren weniger Jobs geschaffen, als abgebaut wurden).

Das Wirtschaftswachstum ist chronisch niedrig, obwohl phantastische Summen in immer neue Konjunkturankurbelungsprogramme flossen.
Statt zu sparen und Schulden abzubauen, schien er entschlossen, die USA durch ein Übermaß an neuen Schulden in den Bankrott treiben zu wollen.

Obama schuf per Executive Order eine Vielzahl neuer Posten, sogenannte Czars, die, obwohl ungewählt, mehr Macht haben als sogar Kabinettsmitglieder. Diese Leute regieren willkürlich per Erlaß.
Wenn zB der Kongreß ein vom Präsidenten vorgeschlagenes Gesetz debattiert und verwirft, dann beauftragt der einfach eine Behörde, die das verworfene Gesetz als behördliche Anordnung erläßt.

In der Libyenfrage hat Obama sich mit UN und Arabischer Liga besprochen, nicht aber den Kongreß um Erlaubnis zum Kriegführen gefragt, (wie Präsidenten das normalerweise tun). Er zog einfach los. Solcherlei Verhalten wurde immer seinem Vorgänger unterstellt. Der hielt sich jedoch an die Regeln.

Obama hat vor einiger Zeit erklärt, er werde die Definition von Ehe als One Man/One Woman rechtlich nicht länger verteidigen.
Ebenso verfuhr er mit bestimmten Teilen der Einwanderungsgesetze, die durchzusetzen er sich einfach weigerte. Sein Justizministerium verklagte sogar den Staat Arizona, weil der (gezwungenermaßen) die Grenzschutz-Aufgaben übernahm, die nach dem Gesetz der Bund zu gewährleisten hat.
Wahnsinn?
Ja natürlich!

Er rammte dem Volk ein allseits unbeliebtes Krankenversicherungsgesetz in den Rachen, wobei er sich vorbehielt, durch präsidiellen Fiat Befreiungen vom Versicherungszwang für Firmen oder Gewerkschaften vornehmen zu können. (Sowas tun normalerweise nur Dritteweltdiktatoren).
Man stelle sich vor, eine Firma ist dem Präsidenten gegenüber kritisch--und schon verliert sie ihre Zwangsversicherungsbefreiung. Das kann im Einzelfall Millionen kosten, was natürlich zu Wettbewerbsnachteilen führt, wenn der Wettbewerber einer Firma befreit bleibt.
Das klingt eher nach Rußland als nach USA.
Doch offenbar ist eine neue Zeit angebrochen.

Mit Romney wurde das alte Amerika verworfen, das der harten Arbeiter, die mit Fleiß und Ausdauer ihr Glück selber schmiedeten und so vom Tellerwäscher zum Millionär aufstiegen, ohne groß auf den Staat und seine Heilsversprechen zu vertrauen.
Obamas Amerika ist das der Klassenkämpfer und Umverteiler. "Wenn du eine Firma hast: Die hast nicht du aufgebaut..." (O-Ton Bronco Bamma).
Amerika wird europäischer.

Ich fürchte, die USA werden unter diesem Präsidenten ärmer werden und weiter an Bedeutung verlieren.
Ich hoffe, ich täusche mich.

Dienstag, 6. November 2012

Schmähungen und Bedrängnisse

"Gedenkt aber der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Leidenskampf erduldet habt, als ihr teils durch Schmähungen und Bedrängnisse zur Schau gestellt und teils Gefährten derer wurdet, denen es so erging."
Hebräer 10, 32-33

Formalismus ist etwas, das Gott nicht leiden kann. Wer zB ein Gebet abspult (zB zehn Vaterunser), ohne sein Herz daran zu beteiligen, der hat in den Wind geredet.
Man kann auch prima Traditionen pflegen, wie Kommunion oder Konfirmation, ohne Gott dabei im mindesten mit einzubeziehen.
Wenn nun jemand da nicht mehr mittut, weil er plötzlich ernst macht mit dem Glauben, der wird dann gern geschaßt von den Traditionalisten, die nun gezwungen sind, ihr eigenes Verhalten mal zu hinterfragen.
Das tun nicht alle gern.
Viel lieber schwimmt man unauffällig mit im verheuchelten Strom
So ist die Welt.
Wer erkennt, daß viele kirchlichen Traditionen überhaupt nichts mit der Bibel zu tun haben, und nicht mehr mitmacht, der kann schonmal geschmäht und bedrängt werden.
Das Wort Gottes sagt, daß wir dazu berufen sind, solcherart zu leiden. (Philipper 1, 29).

Doch zum Ausgleich bekommt man von Gott dafür Gnade in Form von Gebetserhörungen und so.
"Denn wie die Leiden des Christus überreich auf uns kommen, so ist auch durch den Christus unser Trost überreich."
2 Korinther 1, 5

Wenn du also als gläubiger Christ darauf verzichtest, deine Kinder taufen, firmieren oder konfirmeren zu lassen, und deswegen angefeindet wirst: Trag's mit  Fassung. Du bist zu solchen Leiden berufen. Das ist nix besonderes. So geht's allen, die entschieden mit Jesus gehen.
(Taufen lassen sollen sich deine Kinder mal selber, wenn sie Kraft eigenen Glaubens eine echte Entscheidung für Jesus getroffen haben).

Apropos: Am 18.11.2012 ist im Gottesdienst Kindersegnung, und zwar nach dem Lobpreis und vor der Predigt. Da segnen wir die neugeborenen oder noch nicht dem Herrn geweihten Kinder und legen ihnen die Hände auf, wie Jesus das tat. Und wir beten für die Eltern. Die brauchen das nämlich mindestens genauso.

Montag, 5. November 2012

Vor der US-Wahl


"Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten."
1 Samuel 8, 18

"Und nachdem er ihn verworfen hatte, erweckte er ihnen David zum König."
Apostelgeschichte 13, 22

Morgen wird in den USA ein neuer Präsident gewählt.
Die meisten deutschen Nachrichtenleute sehen Obama vorn.
Die meisten amerikanischen News People sehen Romney vorn.
Wie's das gibt?
Keine Ahnung.
Vielleicht ist bei beiden der Wunsch Vater des Gedankens.

Das Leib-und-Magenblatt der Demokratischen Partei, die New York Times, vermag es natürlich--mit rein wissenschaftlichen Methoden--genau darzulegen, warum Obama einfach gewinnen muß. Wer in Amerika könnte so blöd sein und den Dings..., dieses Kapitalistenmonster da, zu wählen?

Genauso überzeugend argumentieren zahllose andere, warum Romney einen Erdrutschsieg hinlegen muß. Denn Obama ist nachgewiesenermaßen der unfähigste Präsident aller Zeiten--zumindest seit Jimmy Carter. Obamas Amtszeit war ein Schuß ins Bein. Und wer schießt sich schon sehenden Auges auch noch ins zweite?

Die Wahrheit ist: Morgen wird gewählt. Dann weiß man mehr.

Da alles mit allem zusammenhängt, ist auch für uns wichtig, wer gewinnt.
Ich werde nicht für eine bestimmte Person beten, sondern darum, daß der Herr den Amis seinen "David zum König erweckt."
Ich hoffe natürlich, daß der einen bestimmten Namen hat.

Der über- oder überübernächste Präsident heißt jedenfalls ziemlich sicher Paul Ryan.

Sonntag, 4. November 2012

Was tun am letzten Tag des Lebens?

"Herr, du wäschst meine Füße?"
Johannes 13, 6

Gesetzt den Fall, du wüßtest, daß du morgen sterben wirst.
Was würdest du am letzten Tag deines Lebens tun?
Party machen?
Dich zurückziehen ins Gebet?
Verzweifeln?
Singen?
Bibellesen?
Nochmal ausgiebig deine Lieblingsmusik hören?
Eine dicke, fette "Henkersmahlzeit" zu dir nehmen?
Deine Freunde auf Facebook informieren?
Fernsehen?

Die meisten von uns würden sich vermutlich ziemlich um sich selber drehen, angesichts der Größe des bevorstehenden Ereignisses.

Jesus dagegen hat diese Zeit genutzt, um seine Jünger Demut zu lehren. Er wusch ihnen die Füße, als sie ratschlagten, wer unter ihnen der Größte sei.
Er war der unangefochten Größte unter ihnen und er ließ sich herab und wusch ihnen die Füße.
Er wusch selbst Judas die Füße.
Jesus wollte seinen Nachfolgern damit unbedingt verklickern, daß menschliche Größe in Gottes Sinn mit Dienst (im Sinne von Nutzen für andere) zusammenhängt, nicht damit, allen anderen sagen zu dürfen, was sie tun sollen.

Dieser Sachverhalt war Jesus so wichtig, daß er am letzten Tag seines Erdenlebens und im Wissen um sein gleich beginnendes Leiden, seinen Jüngern diese Lektion lehren wollte.

Es scheint ihm wichtig gewesen zu sein.

"Ich habe euch ein Beispiel gegeben, daß auch ihr tut, wie ich euch getan habe."
Johannes 13, 15

Freitag, 2. November 2012

Eagle and Storm


"Aber die auf den HERRN harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht."
Jesaja 40, 31

Das Wort "harren" bedeutet im Hebräischen "zusammenbinden mit."
Wer sich mit dem Herrn zusammenbindet, der hebt ab.
Wie könnte man das machen?

Adler ermüden nicht, weil sie ihre Flügel feststellen und dann den Wind machen lassen. Sie haben sich mit dem Wind "zusammengebunden."
Adler können die Thermik vor Stürmen nutzen, um über den Sturm zu gelangen. Während die Krähen dort von Regen, Blitz und Donner gerupft werden, kreist der Adler über dem Sturm, einfach, weil der Wind ihn ganz von selbst dort hinauf getragen hat. Theoretisch muß er nicht einmal mit dem Flügel schlagen.

Flatterst du noch, oder stehst du schon drüber?

Donnerstag, 1. November 2012

Gott öffnet und schließt Türen

"Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand wird schließen, und schließt, und niemand wird öffnen."
Offenbarung 3, 7

Viele Menschen leben in der Vergangenheit. Je älter sie werden, desto mehr, scheint es.
Das ist bedauerlich. Denn die Vergangenheit ist nicht länger gestaltbar.
Gestalten kann man nur die Zukunft.
Deshalb ist es gut, mit der Vergangenheit immer mal wieder abzuschließen. Paulus sagt, "Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist." (Philipper, 3, 13).
Denn es ist so:

Gott öffnet und schließt Türen.
Gottes offene Türen kann niemand schließen.

Gottes geschlossene Türen kann niemand öffnen.

Als Adam und Eva aus dem Garten vertrieben wurden, stationierte Gott Cherubim davor, die den Rückweg dauerhaft versperrten. (1 Mose 3, 24).
Die beiden waren gezwungen, Abschied von Eden nehmen. Es gab kein Zurück.

Die Tür war zu.
Sie hatten keine Wahl: Sie mußten hinaus in die Welt, um die zu kultivieren und zu besiedeln. Das war Gottes Plan für sie.

Andererseits waren Paulus und Barnabas nicht aufzuhalten, nachdem sie vom Geist Gottes zu Aposteln gemacht und losgesandt wurden. (Apostelgeschichte 13, 2).
Ihre Tür war nun offen.
Man hat versucht, sie zu steinigen, zu Tode zu prügeln, man hat sie verfolgt, verraten, verkauft und überfallen. (2 Korinther 11, 26). Doch nichts konnte sie stoppen. Sie schrieben Geschichte, weil Gott ihnen eine Tür aufgetan hatte.

Gott tut auch dir Türen auf.
In Galater 6, 9 steht: "Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten."
Deshalb: Stelle dich Gott als bewährt zur Verfügung, damit er dir Türen aufmachen kann.

Einer, der jede Ausbildung immer gleich hinschmeißt, für den wird die Tür zum Meisterbüro nie aufgehen.
Eine kalte, verletzende, rücksichtslose Person wird vermutlich die Tür zu echten Freundschaften nie geöffnet bekommen.