Mittwoch, 30. Dezember 2009

Der Stern und das Wort

Im letzten Post waren die Weisen aus dem Morgenland aus Jerusalem weitergewandert nach Bethlehem, weil das geschriebene Wort der Bibel sie entsprechend anwies.

Die Weisen gehorchten dem Wort.
Sie fühlten sich garantiert nicht besonders übernatürlich, als sie da hoch auf ihren Kamelen dem Dorf zuwankten. Dazu kam das Problem, daß es in Bethlehem viele Eltern mit kleinen Kindern gab. Von Jesus, Maria und Josef wußten die Weisen ja weder Namen noch Adresse.

Doch sie waren Täter des Wortes.
Und wenn Gläubige Täter des Wortes sind und nicht nur Hörer, dann ehrt Gott das und greift ein: Vor Bethlehem erschien abermals der göttliche Stern, den sie bereits im Orient gesehen hatten.
"Und sie freuten sich mit sehr großer Freude."
Der Stern übernahm die Führung und leitete sie zur Unterkunft, wo sie das Kind und seine Mutter trafen.

Konkrete persönliche Führung durch übernatürliche Mittel wird uns bevorzugt dann zuteil, wenn wir den Lebensentwurf, den Jesus in der Bergpredigt und Paulus in seinen Briefen beschreibt, praktizieren und Gottes Willen aus seinem Wort ableiten.

Ist doch logisch: Wenn wir schon das geoffenbarte Wort nicht ernstnehmen und uns nicht nach ihm richten, wieso sollte Gott uns dann einen Stern schicken, der uns führt? Wir würden auch ihm nicht gehorchen.

Respekt ist eine hilfreiche Einstellung. Gott sagt:
"Auf den will ich blicken: auf den, ... der da zittert vor meinem Wort."
(Jesaja 66, 2).

Montag, 28. Dezember 2009

Die Weisen

Im letzten Post zogen die Weisen aus dem Morgenland Richtung Israel, wo sie dem neugeborenen König huldigen wollten.

Sie handelten nach bestem Wissen und Gewissen und landeten--wo sonst sucht man den König der Juden?--am Königshof in Jerusalem. Doch dort trafen sie keinen neugeborenen guten König, sondern einen alten bösen: Herodes.

Sie waren dem Stern gefolgt, und als der irgendwann verschwunden war, folgten sie ihrem Verstand. Und landeten nicht bei Jesus, sondern seinem Feind.

Herodes ist bestürzt, als er die Nachricht vom neuen König hört. Herodes hat für neugeborene Könige überhaupt keine Verwendung. Er ist selber König und er will es bleiben. Doch das sagt er den Weisen nicht. Vielmehr wittert er, daß sie den Messias suchen. Herodes seine Schriftgelehrten in der Bibel nach dem Ort der Geburt des Christus forschen. In Micha 5, 1 finden sie die Antwort: Bethlehem.

Und Jesu bitterster Feind wird zum Helfer der Weisen: Er teilt ihnen mit, was die Bibel sagt und schickt sie ins nahe Bethlehem. Die Weisen glauben der prophetischen Schrift und wandern los.

Doch Bethlehem ist nicht ganz klein. In welchem Haus wartet der Messias? Sie haben keine Ahnung. Doch sie gehorchen dem geschriebenen Wort. Sie leben auf der Höhe ihrer Erkenntnis über Gott und seinen Willen. Das können sie.
Den Rest muß Gott machen.

Wenn wir auf der Höhe unserer Gotteserkenntnis leben, dann macht Gott auch bei uns den Rest.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Der Stern

"Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen." Matthäus 2, 1-2

Weihnachten ist zwar schon wieder vorbei, doch die Weisen aus dem Morgenland faszinieren mich immer noch. Diese Männer kamen vermutlich aus Babylon, wo einst der Prophet Daniel Vorsteher der Weisen am Hof Nebukadnezars war.

Diese Männer hatten in ihrem Land einen Stern gesehen, den sie als Stern Christi erkannten. Dieser Stern war ein übernatürlicher Stern, so wie die nächtliche Feuersäule über dem Volk Israel in der Wüste übernatürlichen Ursprungs war. Die Weisen verstanden das und setzten sich in Richtung Jesus in Bewegung.

Auch heute kommt es vor, daß Gott Menschen durch außergewöhnliche Ereignisse anspricht und auf Jesus hinweist. Das kann das Reden eines Christen sein, eine erlebte Heilung oder eben ein übernatürlicher Stern.

Dem muß man sich dann öffnen.

Das Abenteuer beginnt erst, wenn wir dem "Stern" folgen. (Für Mose war der Stern ein brennender Dornbusch; als er herzutrat, begann Gott zu reden. Paulus wurde durch ein gleißendes Licht erst vom Pferd geworfen, dann nach Damaskus bestellt, wo er warten sollte; Paulus gehorchte).

Der Stern ist nur der Anfang.

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens."
Jesaja 9, 5

Zwar ist ein Kind geboren, klein und harmlos. Doch in diesem Kind ist uns ein Sohn gegeben: der Sohn Gottes, der als Ratgeber und Gott, als ewiger Vater und als Fürst des Friedens für immer herrschen wird.
Der Geist Gottes offenbarte dem Propheten Jesaja 700 Jahre bevor es geschah, daß Gott Mensch werden würde. Ich bin mir sicher, es wird keine weiteren 700 Jahre dauern, bis Jesus wiederkommt.

Ich wünsche allen Lesern, Zuschauern und Hörern unserer "Internetgemeinde" gesegnete und besinnliche Weihnachten.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

"Wir schenken uns nichts!"

"Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
Johannes 3, 16

Es gibt Leute, die sich an Weihnachten nichts schenken. Ehepaare etwa, oder Geschwister oder Freunde.
Finde ich nicht gut.
Die Erfahrung zeigt: Leute, die sich an Weihnachten nichts schenken, schenken sich auch sonst nichts. Gebefreudigkeit ist ein Ausdruck von Liebe. Wer nicht liebt, hat auch nichts zu geben. Wer liebt, gibt dagegen gern.
Gott liebte, deshalb gab er, nicht irgendwas, sondern das Kostbarste, das er hatte: seinen Sohn.

Zu Weihnachten reicht es völlig aus, Kleinigkeiten zu verschenken. Die Geste zählt.
Man darf da als Empfänger auch nicht zuviel erwarten und muß Geschenke huldvoll annehmen können. Der Schenker kann unsere Gedanken nicht lesen und weiß nicht hundertprozentig genau, was uns vorschwebt. Er schenkt, was er selber gerne bekäme.
Größere und wichtige Dinge kauft man sich am besten selber.

Für alle, die auf den letzten Drücker noch was brauchen: Meine Frau hat mir mitgeteilt, daß sie den Bücherladen nach dem Weihnachtsgottesdienst um 16.00 Uhr nochmal kurz aufmachen wird.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Zwischen den Jahren

Die regulären Unterderwoche-Gottesdienste fallen in dieser und der nächsten Woche aus. Stattdessen treffen wir uns an Heilig Abend, (Donnerstag, 24.12.2009), um 16.oo Uhr zum Weihnachtsgottesdienst.
Er wird bis ca. 17.oo Uhr dauern.
Wir werden Weihnachtslieder singen und ich werde ein kurzes Wort bringen.

Der Bibelabend findet heute demnach nicht statt.
Dafür feiern wir morgen den Geburtstag des Herrn.

Bis dann.

Montag, 21. Dezember 2009

Wenn guten Leuten Schweres widerfährt...

...dann heißt das nicht automatisch, daß Gott sauer auf sie ist.

Laut Lukas 8 u.a. wurde Jesus von einer Reihe reicher Frauen finanziell unterstützt. Eine von diesen, Martha aus Bethanien, beherbergt Jesus und die Jünger, wenn sie in der Jerusalemer Gegend sind.
Da erkrankt der Bruder Marthas, Lazarus, plötzlich schwer.
Nun heißt es in Johannes 11, 5, "Jesus aber liebte die Marta und ihre Schwester und den Lazarus." Die haben sich ganz offenbar prächtig verstanden.
Jesus schätzte Lazarus sehr. Er liebte ihn.
Die Krankheit von Lazarus war also kein Zeichen göttlichen Mißfallens.

Die Schwestern senden Boten zu Jesus, doch der bleibt noch zwei Tage dort, wo er war. Er kommt, aber nicht sofort. Martha und Maria beten, doch statt zu gesunden, stirbt Lazarus.
Wenn Gott nicht sofort reagiert, heißt das nicht, daß er nicht zuhört.
Während die Schwestern trauern, ist Jesus froh, daß Lazarus gestorben ist, (Joh. 11, 15). Denn Jesus hat ein konkretes Wort vom Vater, eine Handlungsanweisung. Er weiß, was passieren wird, wenn der Stein vom Grab gerollt ist.

Unser Problem ist unsere Begrenztheit. Da wir nicht allwissend sind, gibt es Einzelheiten in schwierigen Situationen, die wir nicht erfassen. Solche Momente der Überforderung wird es in unserem Leben immer wieder geben. Dann müssen wir auf Gott vertrauen, daß er's schon richten wird.
Der Glaube triumphiert.
Wir dürfen diese phänomenale Feststellung von Paulus nicht vergessen: "Ich denke, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll." Römer 8, 18.

Samstag, 19. Dezember 2009

+ Oral Roberts (1918-2009)

Noch jemand starb diese Woche.
Evangelist Oral Roberts, der in Amerika so bekannt ist, wie bei uns Reinhard Bonnke, ging am Dienstag im Alter von 91 Jahren zum Herrn.

Oral Roberts begann als Pfingstpastor. Dann zog er mit einem Zelt, das rund 20.000 Menschen Platz bot, durch die Vereinigten Staaten und evangelisierte. Sein Dienst war gekennzeichnet von dramatischen Wundern und Heilungen.
In den sechziger Jahren gründete er in Tulsa, Oklahoma, eine Universität, die seinen Namen trägt.
O.R. war auch einer der Ersten, die das Fernsehen als Chance zur Evangelisation begriffen und startete eine christliche Sendung, die es immer noch gibt. (Sein Sohn Richard gestaltet sie heute). Er erreichte Millionen für Jesus.

O.R. durchlebte viele Tiefschläge. Doch er blieb dran.
Nun ist er in die Ruhe seines Herrn eingegangen.

Freitag, 18. Dezember 2009

Heilsgewißheit

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Tod einer Person, die ohne Jesus stirbt und jemandem, der Jesus ganz bewußt in sein Leben eingeladen hat--und täglich mit ihm gegangen ist.

M.S. war so eine Person.
M. ist heute beerdigt worden. M. hatte einen lebendigen Glauben, was sich darin niederschlug, daß M. mit allen möglichen Leuten über Jesus gesprochen hat, auch unter der Woche zum Bibelabend kam, herrliche Gebetserhörungen hatte und auch davon redete.

M. ging zum Herrn und war mit sich und Gott und der Welt im Reinen. Da waren keine geheimen Sünden zu bekennen oder alte Feindschaften zu schlichten. Was zu tun war, war getan. Bei fast auf den Tag genau 70 Lebensjahren war M.s Aufgabe in dieser Welt einfach vollbracht.

Die Familie empfindet Frieden mehr als Trauer, und von Qual und Verzweiflung ist da keine Spur. Alle haben durch den Glauben die Gewißheit des Heils. Auch M. hatte zu keiner Zeit Angst vor dem Tod. Vor einigen Monaten, noch vor Krankheitsausbruch, hat M. sogar von der eigenen Beerdigung geträumt!

Wenn ein Mensch Angst vor dem Tod hat, dann mag dies einen guten Grund haben: Er kann es vielleicht nicht artikulieren, weil er nicht in Kategorien von Sünde, Verdammnis und Erlösung denkt. Doch intuitiv fühlt dieser unerlöste Mensch, daß jenseits des Todes nichts Gutes auf ihn wartet.

Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, dann kann ich nicht sagen, daß ich vordergründig Angst vor dem Tod gehabt hätte. Wie alle jungen Leute hielt ich mich für unzerstörbar. Doch trotz obwohl ich vor Leben platzte, träumte ich oft von Skeletten. Heute weiß ich, daß ich meine Angst vor dem Tod sublimiert habe. Sie war da und ich hab's nicht gemerkt.

Es gibt nur einen, der einen von der Todesangst befreien kann, und das ist Jesus.
Wenn der Herr nicht vorher kommt, werden wir alle früher oder später dem Tod ins bleiche Antlitz blicken. Wir müssen jetzt Vorsorge für diesen Tag treffen und uns mit Gott gutstellen, indem wir Jesus in unser Leben einladen und mit ihm gehen.

"Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er [Jesus] in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren." Hebräer 2, 14-15.

Todesfurcht macht unfrei.
Doch Gott wurde Mensch, um uns genau diese Furcht zu nehmen.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Stachelloser Tod

Viele haben um M.S. im Gebet mitgekämpft.
Letzte Woche wurde M. immerhin nach längerem Aufenthalt aus der Palliativstation nach hause entlassen. Wir haben zum Berg gesprochen und Gottes Verheißungen über M. bekannt, immer in Erwartung eines klaren Wortes für diese Situation.
Dieses kam nun in Form eines Traums zu einem Familienmitglied.
Gestern rief mich S.S. daraufhin an, um mir mitzuteilen, daß die Familie M. nun losgelassen hat. Wenige Stunden später war M. beim Herrn.

M. war im Reinen mit Gott und der Welt.

Die Beerdigung findet am Freitag um 14.30 Uhr auf dem Friedhof von M.s Heimatort statt. Gemeindemitglieder, die M. gekannt haben, sind herzlich eingeladen, teilzunehmen, sagt S.S.

"Das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn."
Philipper 1, 21.

Montag, 14. Dezember 2009

Der Keil

"Hat Gott wirklich gesagt...?"
1 Mose 3, 1.

Dies sind die ersten Worte des alten Gottesfeindes in der Bibel.
Die Schlange stellt Gottes Wort in Frage.
Das tut sie auch heute noch.

Außerdem sehen wir, daß die Schlange bereits mit ihren ersten Worten versucht, einen Keil zwischen Gott und den Menschen zu treiben.

Schlange: "Ihr dürft von den Bäumen nichts essen?"
Eva: "Nein, nein. Nur von dem einen Baum in der Mitte."
S: "Warum denn nicht?"
E: "Weil wir sonst sterben!"
S: "Ach wo. Wenn ihr davon eßt, werdet ihr wie Gott."
E: "Wir sind schon wie Gott."
S: "Tatsächlich? Ihr seid allmächtig...?"
E: "Nein..."
S: "Also doch nicht wie Gott."
E: "...Doch."
S: "Was nun?"
E: "...Wir sind ihm ähnlich."
S: "Ähnlich. Ihr habt doch keine Ahnung. Wenn ihr eßt, werdet ihr sein WIE Gott. Das will er bloß nicht. Deswegen schikaniert er euch mit Verboten."
E: "Äh..."
S: "Wie gut, daß ihr mich habt. Ich sag' euch, wie's ist."
E: "..."
S: "Evaaah, isss..."

Die Ohrenblaserei ist in vollem Gange.
Wenn Eva den Lügen noch lange zuhört, bricht ihre Beziehung zu Gott zusammen, denn es heißt in Sprüche 16, 28: "Ein Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute." Vertraute! Gedanken der Feindseligkeit sind gesät und wem man am längsten zuhört, dem glaubt man schließlich, denn der Glaube kommt aus dem Hören. Eva sollte ihren Sinn auf das richten, was sie bisher von Gott gesehen hat: daß er ein guter Vater, Berater, Freund ist.

Und Eva sollte die Konsequenzen einer Trennung von Gott bedenken.
Stattdessen ißt sie...
:-/

Wir müssen ihren Fehler nicht wiederholen. Wir können wie Josua über das gute Wort nachdenken: "Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben."
Josua 1, 8-9.

Fülle deine Gedanken mit den Verheißungen Gottes und lebe. Dann ist deine Beziehung zu ihm intakt. Dein Erfolg ist ein Nebenprodukt deiner Gemeinschaft mit ihm.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Praise Night Recap

Bemerkenswert!
Was Gott an diesen Lobpreis/Heilungsabenden immer so tut.

An dieser Stelle nochmal Danke an WIR, die mit Knatterbaß und Wummertrommeln, und Kerstin am Klavier solide fließenden Lobpreis gemacht haben. Ihr wart wirklich großartig und es war leicht, mit euch zusammenzuarbeiten.

Und der Herr hat gewirkt!
Das ist u.a. passiert:

Brigitte R. beschrieb, wie sie wochenlang nicht schlafen konnte und unter ständigen Schmerzen in Rücken, Schultern und im Gesicht litt. Sie wurde in der November-Praise Night angerührt und schlief damals erstmals wieder durch. Sämtliche Schmerzen sind verschwunden.

Gestern nun hatte Stefan, ein Gast in unserer Mitte, einen Kreuzbandriß im rechten Knie, der nicht heilen wollte. (Der zweite Praise Night-Kreuzbandriß dieses Jahr). Obendrein hatte sich das Knie entzündet, weswegen er noch am Freitag im Krankenhaus war. Samstag kam Stefan auf zwei Krücken in die Heilungsreihe. Er war der erste, für den Stefan N. und ich beteten.
Nach dem Gebet war das Stechen im Knie weg.
Er ging ohne Krücken, vor allen Leuten. Weh taten ihm nach einigen Runden die Muskeln im Bein, die er seit acht Wochen nicht mehr belastet hatte.
Der fünffache Vater ging mit den Krücken über der Schulter nach hause.

Ehre sei Gott!
Und Danke an E. und N., die ihn mitgebracht haben.

Dramatisch war, was mit Christoph M. geschah.
Er hatte sich den Rücken gezerrt und litt unter Schmerzen. Wir setzten ihn Billy-style in einen Stuhl, um seine Beinlängen zu vergleichen. (Wenn die Beine unter Gebet gleichlang werden, hat der Herr in einem solchen Fall am Rücken eingegriffen). Prompt stellten wir eine Differenz von etwa einem halben Zentimeter fest. Nichts Dramatisches also. Doch plötzlich schoß mir sein eh schon "zu langes" Bein um 4 cm entgegen, dann ging's los. Christoph (und alle die es sahen) bekamen Stielaugen, denn der Geist Gottes ergriff seinen Körper und bog ihn zurecht. Er schien fast aus dem Stuhl abzuheben. (Ich habe so etwas extrem selten erlebt).
Hinterher waren die Schmerzen weg.

Viele andere wunderbare und berichtenswerte Dinge geschahen außerdem.

Es ist phantastisch, wenn sich der Herr regelmäßig so verherrlicht. Ich will jedoch nicht den Eindruck erwecken, daß wir alle Antworten haben. Tun wir nicht. An anderer Stelle zieht sich der Kampf hin. Etwa wenn wir mit Krebspatienten beten, die längst tot sein sollten, aber ungebrochen sind und weiterleben wollen, obwohl sie ja auch zum Herrn gehen könnten. Dann bestürmen wir den Himmel und kämpfen mit ihnen den guten Kampf des Glaubens.

Haben wir schon gesehen, daß krebsdiagnostizierte Menschen geheilt wurden?
Ja.
Doch das Gegenteil haben wir auch schon erlebt.

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat."
Römer 8, 37

Samstag, 12. Dezember 2009

WIR im CGZ

Heute abend wird die Band WIR im CGZ spielen.
Zwischendrin werde ich einen kurzen Impuls aus dem Wort Gottes bringen, dann werden wir für die Kranken beten, während die Band wieder spielt.

Wird bestimmt super.
Nicht verpassen!

Freitag, 11. Dezember 2009

Warum die Bibel lesen?

"Pastor, warum soll ich die Bibel lesen?"

Weil Gott beschlossen hat, sich durch dieses Buch mitzuteilen. Er spricht aus seinen Seiten. Wenn man es unvoreingenommen liest, erkennt man, wie Gott wirklich ist.

Sich mit dem Inhalt der Bibel vertraut zu machen ist enorm wichtig, denn Gott wird das, was er in seinem geschriebenen Wort gesagt hat, nicht für uns nochmal extra wiederholen. Salomo war der weiseste König der Erde und dachte offenbar, daß er das Wort nicht bräuchte. Nur so ist zu erklären, daß er in praktisch allen Punkten die göttlichen Gebote für Könige (5 Mose 17, 14-20) übertrat--und als elendiger Götzendiener endete.

"Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig!" Kolosser 3, 16.

Der Geist Gottes will das in uns wohnende Wort lebendig machen. Wohnt das Wort nicht in uns, hat der Heilige Geist wenig, das er lebendig machen kann.

Nehmen wir den Fall des noch unerretteten Zenturios Kornelius.
Der Engel erklärte dem Römer das Evangelium nicht selbst, sondern trug ihm auf: "Sende nach Joppe und laß Simon mit dem Beinamen Petrus holen! Der wird Worte zu dir reden, durch die du errettet werden wirst, du und dein ganzes Haus." Apostelgeschichte 11, 13-14.

Das Wort wohnte reichlich in Petrus und der lehrte und ermahnte die versammelten Römer, die sich allesamt bekehrten und mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden.

Das Wort und der Geist arbeiten stets Hand in Hand.
Deswegen solltest du deine Bibel lesen.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Die Stellvertreter Gottes

"Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?"
1 Mose 3, 9.

Wußte Gott nicht, wo Adam war?
Offenbar nicht, denn sonst hätte er ihn nicht gerufen.
Was uns zur nächsten Frage bringt: Warum hat Gott den Sündenfall nicht verhindert? Warum hat der Allmächtige sich selbst beschränkt?

Die Antwort ist klar--und doch ein großes Geheimnis. Wenn wir sie erkennen, wird uns schlagartig klar, warum die Welt so ist, wie sie ist, und was es mit der scheinbaren Untätigkeit Gottes auf sich hat.

Gott der Herr hat in 1 Mose 1, 28 Adam als Herrscher über die Erde eingesetzt. In 1 Mose 2, 15 gibt er ihm zunächst einen voll ausgestatteten Garten, in dem Adam das Herrschen üben kann. Er soll Eden "bebauen und bewahren."
Bebauen ist klar. Doch bewahren?
Bewahren wovor?
Vor der Schlange.
Gott hatte Adam bei seiner Einsetzung zum Fürsten der Welt offenbar mitgeteilt, daß seine Macht herausgefordert werden würde und daß es da jemanden gibt, der sie ihm abnehmen will.

Gott hat mit dieser Anweisung seine Autorität über die Erde an Adam delegiert. Mit diesem Befehl gingen die Fähigkeit und die Pflicht ihn zu befolgen einher.
Adam hätte die Schlange vertreiben müssen.
Stattdessen vertrieb sie ihn...

Was Gott delegiert hat, nimmt er nicht zurück, bis zum Tag der Abrechnung.
Es lag nun also an Adam, der Schlange und ihren Einflüsterungen zu widerstehen. In Jakobus heißt es: "Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen." WIR sollen ihm widerstehen.
Es gibt Dinge, die tut Gott nicht für uns, die müssen wir selber tun. Wenn wir sie tun, hilft er uns dabei.

Jesus erläutert das im Neuen Testament genauer. Er bringt dazu in Matthäus 25, 14-30 das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Jeder Diener erhielt eine individuelle finanzielle Ausstattung, dazu den Auftrag, Handel damit zu treiben, um das Geld zu vermehren.
Dann verabschiedete sich der Herr. Die "begabten" Diener waren nun gewissermaßen seine "Stellvertreter", jeder in seinem individuellen Aufgabenbereich. Der Herr redete seinen Knechten nicht drein. Abgerechnet wurde zum Schluß.

Gott hat auch uns als Christen bestimmte Vollmachten gegeben. Wir müssen deshalb die Initiative ergreifen und Gottes Reich bauen. Tun wir's nicht, passiert's nicht.

Darüber gibt's noch viel zu sagen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Die Weihnachtsfeier

Wow.
Die diesjährige Weihnachtsfeier war meinesachtens die beste, die wir bisher hatten--schon die Zusammensetzung der Band im Gottesdienst war bemerkenswert. (10 Leute zwischen 14 und 47, die auch noch harmoniert haben!)

Essen war gewohnt prima.
Matzes Sketch war von fernsehreifer Dynamik, was an ihm als überdrehtem Reporter genauso lag, wie an den coolen Kindern.
Kinder in Gruppen oder mit ihren Eltern haben viel super Musik gemacht.
Andrea und Jürgen G. haben eigene Lieder vorgetragen, die schon gelobt wurden, bevor sie fertiggespielt waren.
Regine B. hat auf der Posaune soliert!
Stefan N. hat uns mit einem Gedicht von Loriot das Fürchten gelehrt. (Stefan, ich ruf dich heut nacht an und erzähl dir was, falls ich wieder aufwache...!)
Christa D. hat geRAPt, Steffi S. gedichtet.
Und vieles mehr.

Ein Mitglied der Gemeindeleitung hat "Smoke on the Water" mit einem christlichen Text neu interpretiert, (so daß die Kinder--KINDER!--hinterher "Zugabe" brüllten!)
Fazit des neuen Textes: Einem, der auf dem Wasser läuft, kann man den Boden nicht unter den Füßen wegziehen. Das Wort Gottes trägt ihn.

Dank an alle, die mitgemacht haben, auch alle Mitarbeiter hinter den Kulissen.
Ihr seid Spitze.

"Ihr wißt, daß eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist!"
1 Korinther 15, 58.

Samstag, 5. Dezember 2009

Die Presse in Haßfurt

Bleibt noch zu vermelden, daß die charmante Reporterin, die am 27.11.09 während der Praise Night in der Haßfurter Rathaushalle gegenwärtig war, einen ausgezeichneten Artikel über die Veranstaltung geschrieben hat. Ein Bild gab's auch.

Ein Auszug:
"...Jorge Martinez und die CGZ-Band erfüllten die historischen Mauern mit modernen, erfrischenden Liedern der Anbetung Gottes. "Jesus kann völlig retten," betonte Pastor Gert Hoinle in seinem kurzen Impuls, "kein Problem ist ihm zu schwer." Aber Jesus sei nicht billig zu haben. "Du musst Jesus in dein Leben einladen, wenn du den Einfluss Jesu in deinem Leben haben möchtest." Im Laufe dieses Abends wurde auch ein Gebet für Kranke angeboten. Dazu verwies Hoinle auf die Heilungskraft Gottes..."

Alles richtig auf den Punkt gebracht.
Journalistisch brilliant.

Der sterbende SS-Mann, Teil 2

(Fortsetzung von "Der sterbende SS-Mann")

Wiesenthal konnte diesem SS-Offizier gar nicht verzeihen. Auch wenn er Jude war, wie die Ermordeten.
Das wäre Anmaßung gewesen.
Einem Täter Verbrechen zu vergeben, die der an anderen verübt hat, ist unmöglich.
Genauso wie ein Sparkassendirektor mir nicht die 500 Milliarden Taler Schulden erlassen kann, die ich bei der Deutschen Bank habe. Tut er das dennoch, fühlt sich das vielleicht momentan gut an, hat aber keine Auswirkungen in der Realität. Ein solcher wohlmeinender Sparkassenmann überschätzt seine Möglichkeiten.

Der SS-Mann hätte die von ihm Umgebrachten um Vergebung bitten müssen.
Doch das war ja unmöglich.

Eine schwierige Situation.
Denn es gibt kein Recht auf Vergebung, egal, wie sehr man sie zum Schluß begehrt. Esau "fand keinen Raum zur Buße, obgleich er sie mit Tränen eifrig suchte." Hebräer 12, 17. Wer gesündigt hat, hat Gericht verdient.

Wie hätte diesem Offizier geholfen werden können?
Die absolut einzige Möglichkeit, die dieser 23-jährige Sterbende gehabt hätte, um der Hölle zu entfliehen, wäre gewesen, Gott um Vergebung zu bitten.
Nur Gott kann jegliche Sünden vergeben, und er hat einen (einzigen) Ort vorbereitet, an dem es Vergebung und Barmherzigkeit für jede Sünde gibt: Das Kreuz Christi. Das Blut Jesu Christi ist das einzige Mittel, das von allen Sünden reinwäscht.

Wäre damals ein gläubiger Pfarrer an das Bett des Sterbenden getreten und hätte dieser ihm den Zweck von Christi Blut erklärt, und hätte der SSler das Sündopfer Jesu für sich angenommen, wäre ihm vergeben worden.
Er wäre in Frieden gestorben.

Oder geheilt worden!
In diesem Fall wären Taten der Reue und der Wiedergutmachung angebracht gewesen. Zachäus machte es richtig: "Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas durch falsche Anklage genommen habe, so erstatte ich es vierfach." Lukas 19, 8.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Der sterbende SS-Mann

Simon Wiesenthal, österreichischer Jude und unter den Nazis verfolgt, schreibt in "Die Sonnenblume" von einem unvergeßlichen Ereignis während seiner KZ-Zeit.

Ein 23-jähriger SS-Offizier lag krankheitsbedingt sterbend im Lazarett des Konzentrationslagers. Als der Tod ihm ins Gesicht starrte, wurde er von Angst gepeinigt und ließ deswegen einen Juden holen.
Es traf Wiesenthal.
Während der also auf einem Stuhl neben dem Bett des Sterbenden saß, beichtete der SS-Mann seine Greuelverbrechen.
In Dnjepropetrowsk hatte die SS eine große Menge Juden in einem dreistöckigen Haus zusammengetrieben. Sie zwangen Männer, Benzinkanister bis ganz nach oben zu tragen. Dann wurde die Haustür verrammelt und auf der anderen Straßenseite ein MG aufgebaut.
Die Eingeschlossenen, unter ihnen Alte, Frauen und Kinder begannen zu klagen. Alle wußten, was kommen würde.
Dann flogen Handgranaten durch die Fenster und irgendwann stand das Haus in Flammen.
Der junge SS-ler erinnerte sich mit größten Gewissensschmerzen an eine junge Familie, Vater, Mutter und zwei Kinder, die in ihrer Not aus dem zweiten Stock sprangen. Ihre Kleider brannten bereits und der Vater hielt dem jüngsten Kind vor dem Sprung die Augen zu.
Über dem Asphalt knatterte das Maschinengewehr, niemand überlebte.

Der SS-Mann konnte aufgrund solcher Schindereien nicht in Frieden sterben und wollte um seines Gewissens willen mit einem Juden darüber reden. Zum Schluß bat der Sterbende den Juden Simon Wiesenthal um Vergebung.
In Erwartung einer Absolution, wie er sie wohl aus der Kirche kannte, faltete der Offizier die Hände.
Doch Wiesenthal saß noch einen Augenblick da. Dann stand er auf und ging--ohne ein Wort. Ohne vergeben zu haben.

Hätte Wiesenthal diesem SS-Mann vergeben müssen?

Dienstag, 1. Dezember 2009

Das Weihnachtsfeeling

Der Dezember wurde früher Christmonat genannt, wegen Weihnachten.

Man trifft im Christmonat immer wieder Leute, die sagen, bei ihnen käme überhaupt kein Weihnachtsfeeling auf. Dabei ist das eigentlich klar.
Eine Stimmung kann nur aufkommen, wenn man sie sucht. Der Alltag bietet uns genug Betriebsamkeit und Hektik, um besondere Stimmungen aller Art zu verpassen. Weihnachten, Valentinstag, Ostern, Geburtstag... Diese Termine kann man sich vom Alltag sämtlich plattbügeln lassen.

Bei uns jedoch kommt jedes Jahr um diese Zeit Weihnachtsstimmung auf: Meine Frau läßt dann nämlich uralte Bänder laufen, auf denen Bing Crosby White Christmas singt, Nat King Cole ist auch drauf, Amy Grant, usw. Das funktioniert zuverlässig.

Es gibt Weihnachten mit oder ohne Weihnachtsfeeling. Was es wird, kommt auf uns an.

Genauso kann man übrigens ein ganzes Leben ohne ein Bewußtsein der Gegenwart Gottes führen. Wer ihn erleben will, der muß mit Gebet und Bibellesen, mit Gottesdienst und Lobpreis auf ihn zugehen: "Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen." Jakobus 4, 8. Irgendwann ist man sich dann plötzlich seiner Gegenwart bewußt und lebt völlig anders.