Montag, 29. April 2013

PaKo in Berlin: Review


"Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit."
Psalm 133, 1+3


Ich war in den letzten Tagen auf einer Pastorenkonferenz in Berlin, wo unter anderem Randy Clark sprach. Er ist jener ehemals unbekannte Landprediger, den Gott vor ca. 20 Jahren benutzt hat, um in Toronto im Rahmen einer stinknormalen Evangelisation eine große Erweckung zu schenken, deren Auswirkungen seinerzeit rund um den Globus gefühlt wurden.
Natürlich hat sich die christliche Welt spontan in radikale Ablehner und genauso radikale Beführworter dieser Erweckung gespalten. Wie könnte es anders sein?
Tatsache bleibt, daß viele Menschen damals dort zu Jesus gefunden haben.
Randy Clark hat über die Gestaltung von Heilungsgottesdiensten gesprochen. Ich habe manche Anregung mitgenommen.

Außerdem war eines der Themen die gesellschaftliche und politische Entwicklung Europas, jenes Gebildes, das wir lieben sollen und bei dem wir uns so schwer tun, es überhaupt zu mögen.
Wenn etwa Frankreich mit seiner, nun ja, törichten Ultrahochsteuerpolitik weitermacht, wird es zu drastischen Notmaßnahmen greifen müssen, da ihm bald das Geld zur Aufrechterhaltung seiner sozialen Wohltaten fehlen wird. Staaten lieben Steuern und der Durchgriff des Staates auf alle Konten seiner Bürger wird ja allenthalben schon geprobt.
Im Moment der Krise wird es kein Entkommen geben.
Deshalb ist es notwendig, von der Welt und ihren Systemen so unabhängig zu werden wie möglich. Nicht in dem Sinn, daß wir uns zurückziehen, von Konservendosen ernähren und irgendwo in den Wäldern auf die Apokalypse warten. Weltflucht wäre falsch.
Vielmehr sollten wir einen solchen Draht zu Gott haben, daß er uns erhört, auch wenn es um uns herum wieder mal zugeht wie etwa in der untergehenden DDR oder der zerfallenden Sowjetunion.

Selbst die Amerikaner tun dieser Tage erstaunliche Dinge.
So ist der seriösen US-Presse zu entnehmen, daß das Heimatschutzministerium eine Milliarde Hohlpunktgeschosse gekauft hat! Und leichte Panzer.
Wozu?
Das Ministerium für Homeland Security wirkt ausschließlich im eigenen Land. Fürchtet man Aufstände in dem Fall daß die Wirtschaft und damit die Versorgung zusammenbricht? Hohlpunktgeschosse haben eine überaus überzeugende Mannstop-Wirkung. Für jeden anderen Zweck sind sie unbrauchbar, denn als Übungsmunition sind sie viel zu zerstörerisch und überdies teuer.
Hmmm.
Wir leben in interessanten Zeiten.
Wie Habakuk auch. Zu dem sagte der Herr:

"Der Gerechte aber wird aus Glauben leben."
Habakuk 2, 4

Es ist zwingend nötig, daß wir lernen, in allem und stets auf Gott zu vertrauen und unsere Gebete erhört zu bekommen. Erst dann leben wir wirklich aus Glauben.
Natürlich ist das ein lebenslanger Lernprozeß. Wir sollten aber zumindest unterwegs sein.


Mittwoch, 24. April 2013

Die Plagen einladen


"Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir her, spricht der HERR."
Jesaja 54, 17

Ich war ein wenig verärgert, als ich gestern las, wie jemand, angeblich ein anderer Christ, einen altgedienten Mann Gottes als Sektierer und seine Gemeinde als Sekte verunglimpft hat, ohne dies zu begründen. Ich kenne Mann und Gemeinde persönlich, (und ich meine nicht mich selber und das CGZ), und weiß, daß Mann und Gemeinde Gott treu nachfolgen, so wie sie's verstehen.
Nicht gut.
Wer über jemanden, der aufrichtig mit Gott geht, ein böses Gerücht aufbringt, sollte mal wieder seine Bibel lesen. Vor allem 4 Mose 13 und 14. Dort vor allem Vers 37.

Es geht dort um die Kundschafter, die Kanaan erforschten und dann 10-2 verkündeten, Israel könne das Land nicht einnehmen, da es zwar sehr gut, aber auch sehr befestigt sei, mit Riesen und so.
Damit nicht genug, brachten die zehn Zweifler auch noch ein böses Gerücht über das Land auf. Sie logen wie die Angler, deren Fische mit jeder Erzählung immer größer werden. Die Riesen seien so groß gewesen, daß die Kundschafter wie Grashüpfer in ihren Augen gewesen seien.
Alles Quatsch.
In Wirklichkeit hatten die Kanaaniter samt ihren Riesen unglaubliche Angst vor Israel. Das tat Rahab 40 Jahre später der nächsten Generation Kundschafter kund--von denen Josua wohlweislich nur zwei sandte.
Doch das nur am Rande.

Wie erging es den Leuten, die böse Gerüchte über Gottes Vorhaben in die Welt setzten?
"Diese Männer, die ein böses Gerede über das Land aufgebracht hatten, starben durch eine Plage vor dem HERRN."

4 Mose 14, 37

Wenn wir jetzt nochmal Jesaja 54, 17 lesen, schließt sich der Kreis.
Wieso sollte es Leuten, die boshafter- oder törichterweise dasselbe mit Gottes Leuten machen, besser davonkommen? Ich würde nicht drauf wetten.

Mundhalten kann eine prima Vorbeugemaßnahme sein.


Montag, 22. April 2013

Ohrenbläserei mal richtig herum

Wo das Holz zu Ende geht, erlischt das Feuer; und wo kein Ohrenbläser ist, kommt der Zank zur Ruhe.
Sprüche 26, 20

Salomo sagt, Ohrenbläser, also Leute, die einem ständig nahebringen, was andere alles schlecht an einem finden, sind ein Problem. Stimmt natürlich.
Doch ich stelle fest, daß manche gar keinen Ohrenbläser brauchen, um sich mies zu fühlen. Sie liegen innerlich im Streit mit sich selber und sind ihr eigener Ohrenbläser.

Wenn in dir ein Feuer des Kleinmuts, Zweifels, der Niedergeschlagenheit und des Kleinglaubens lodert, dann speist sich das ja aus einer bestimmten Art Holz: Gedanken des Kleinmuts, Zweifels, der Niedergeschlagenheit, usw.
Wo dieses Holz zuende geht, geht auch das entsprechende Feuer aus.

Andererseits kann man bestimmte Feuer anfachen. Paulus rät sogar, das immer wieder zu tun:
"Ich erinnere ich dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen..." (1 Timotheus 1, 6).

Das richtige Feuer anfachen funktioniert genauso wie das Anfachen des falschen Feuers.
Man denkt bewußt und voller Überzeugung Gedanken der Erlösung und des Sieges in Jesus. Die Bibel ist ja voll davon. Anfangs kann es schon sein, daß diese Flamme nicht so groß ist. Doch wie im Fall des Kleinmuts und Zweifels macht es die Intensität und Dauer, mit der man sich die Ohren bläst.
Bleibt man dran, kommt irgendwann der Glaubensdurchbruch und alles lodert hell.

Was denkst du?

Freitag, 19. April 2013

Kenneth Copeland in Schweinfurt


"Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und ahmt ihren Glauben nach!"
Hebräer 13, 7


Gestern abend hatten wir das seltene Vergnügen, den alten Glaubensmann und weltbekannten Fernsehprediger Kenneth Copeland aus Fort Worth, Texas, in Schweinfurt zu haben. Die Veranstaltung fand auf einer der  U.S. Militärbasen hier im Ort statt. Man kommt dort nur mit Einladung und Ausweiskontrolle hinein (oder mit einem Panzer). Das Büro von Brother Copeland in England hatte mich freundlicherweise eingeladen.

KC ist einer meiner geistlichen Väter.
In den Achtziger Jahren (des 20. Jahrhunderts) lebte ich in München. Dort gab mir mal jemand 120 Kassetten mit Botschaften von KC. Damals sprach ich noch nicht so gut englisch.
Die erste in breitem Texanisch gehaltenen Predigt verstand ich nicht.
Ich betete mit einem gewissen Maß an Verzweiflung.
Dann hörte ich mir das Band nochmal an--und verstand's! Zumindest das meiste. Von da an ging's bergauf. Als ich dann Ende der 80er nach Amerika umzog, konnte ich parlieren, als wäre ich in Texas aufgewachsen.
Pardner.
(Oder zumindest klang ich ein wenig nach KC und verstand zumindest die Texaner, die ich traf).
Von ihm lernte ich viel über die Macht von Gottes Wort, die Autorität des Gläubigen, Kühnheit, und den Charakter Jesu.

Und nun steht mein Held 30 cm vor mir und predigt nur mich an. (Ca. 4 Sekunden). Als er sagt, "Der Geist Gottes schwebte über der Leere" hält er sogar seine Hand über meinen Kopf.
Es war super.
Für mich war nämlich in der Mitte der ersten Reihe ein Stuhl reserviert.
KC predigte etwa zwei Stunden und natürlich in erster Linie fürs Militär, unter anderem wie er als junger Rekrut vor 56 Jahren mit einem Armeezug in der Ortschaft Mule Shoe (Maultierhufeisen) haltgemacht hat, doch ich hätte dem 76 Jahre alten Haudegen noch länger zuhören können.
Dazu habe ich heute abend nochmal die Gelegenheit.
Er spricht nämlich nochmal.

Thanks for comin', Brother Copeland.
(Er weiß es nicht, aber er kam nur wegen mir!)

Donnerstag, 18. April 2013

Bomben in Boston


"Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens."
1 Mose 3, 14


Der Teufel ist keine Schlange mehr. Er wurde von Gott zu einem Wurm reduziert. Er ist in vielerlei Hinsicht machtlos.
Mächtig wird er erst, wenn er Menschen dazu bringt, seine Arbeit zu tun. Erst recht wird er mächtig, wenn mächtige Menschen seine Arbeit tun. Deshalb sollen wir für "Könige und alle die in Hoheit sind" beten, damit wir ein ruhiges und stilles Leben (bios, Erdenleben) führen mögen. (1 Timotheus 2, 1).

Dieser Tage sind am Rande des weltberühmten Marathonlaufs zwei Bomben in Boston explodiert. Präsident Obama, der selbst guter Freund des Bombenlegers und Exterroristen Bill Ayers vom Weather Underground ist, sprach zunächst nicht von Terror, obwohl die Bostoner natürlich terrorisiert waren, sondern von einer Tragödie.
Stimmt ebenfalls.

Immer wenn so etwas passiert, stellt sich für viele die Schuldfrage. Was haben die Bostoner getan, um das zu verdienen? Diese Frage sollten sich, wenn, dann, die Bostoner selber stellen. Für die Außenstehenden sollte Mitgefühl und Hilfsbereitschaft der erste Gedanke sein.
Denn vielleicht haben sie überhaupt nichts falschgemacht.
Selbst auf Jesus warf man Steine. (Johannes 8).
Und Jesus wurde auch nicht gekreuzigt, weil er ein übler Sünder war. Paulus wurde nicht gesteinigt und verprügelt, weil Gott etwas gegen ihn hatte. Diese Dingen waren Nebenwirkungen ihres Tuns von Gottes Willen. Gott hat sie hinterher dafür belohnt, daß sie bereit waren solche Härten auf sich zu nehmen.
So wäre es eigentlich eine Auszeichnung, wenn auch eine makabre, wenn durchgeknallte Moslems diese Bomben gelegt hätten. Denn Jihadis führen ja Krieg gegen alles Gute und Christliche auf der Welt. In diesem Fall wären die Bostoner als besonders gut und christlich anzusehen.

Jesus selber hat davor gewarnt, von einem Unglück sofort auf eine große Sünde zu schließen. Die liegt oft genug vor, doch nicht immer.


"Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen."
Lukas 13, 1

Tatsächlich seinen Glauben ernstzunehmen und entsprechend zu leben, ist die beste Vorkehrung, die man treffen kann.
Als die Römer seinerzeit kamen und Jerusalem plattmachten, saßen die Christen längst in Pella.

Montag, 15. April 2013

Sehr gelungene Konspiration

"Da ging das ganze Volk hin, um zu essen und zu trinken und Anteile zu versenden und ein großes Freudenfest zu begehen. Denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen mitgeteilt hatte."
Nehemia 8, 12

Zugegeben, gewundert habe ich mich schon ein wenig, als ich letzten Sonntag auf so vielen Bistrotischen Torten stehen sah. Schlicht, wie ich manchmal bin, habe ich mir gedacht, das wird schon seine Ordnung haben. Schließlich haben wir einen kompetenten Bistrodienst, um den ich mich so gut wie nicht kümmern muß.

Dann wurde ich nach dem Gottesdienst mit Gemeindeessen und Programm überrascht, zum Geburtstag.
Mei mei.
Die haben das alles hinter meinem Rücken organisiert und waren ganz fassungslos, daß ich tatsächlich nichts gemerkt hatte. Hatte ich nicht.
Meine Frau hat mir mitgeteilt, daß sie einem gewissen Streben in der Gemeinde nachgegeben habe, die das wollte. Da war dann ich fassungslos. Ich hatte nämlich nicht vor, groß zu feiern.
Die Überraschung ist also gelungen.
Es gab massig Gutes zu essen und die Torten, (ja wirklich, die brachten alle Torten!), waren wahre Meisterwerke der Konditorkunst, obwohl sämtlich selbstgebacken.
Sehr schön war's.
Vergelt's Gott.
Bin immer noch gerührt.

Freitag, 12. April 2013

Christ und Politik

Anonym schreibt:
"Lieber Pastor Gert,
vielen Dank für deinen wunderbaren Block. Vor allem mag ich die biblische Reflexion aktueller Geschehnisse. Und da wäre meine Frage:
Stellt die neue Partei "Alternative für Deutschland" aus der Sicht eines Christen eine Wahlalternative dar? Das Wahlprogramm (z.B. hinsichtlich Familie) ist noch recht grob.
Gottes Segen für deinen Dienst."

Liebe/r Anonym,

die neue Partei ist mir völlig unbekannt, so daß ich nichts Intelligentes darüber sagen kann.
Die Sache mit diesen kleinen Parteien ist jedoch ganz allgemein, daß sie kein Stimmgewicht auf die Waage bringen und somit einen Stimmenfriedhof darstellen. Viel besser wäre, wenn die Anführer mit ihren jeweiligen Gruppierungen Flügel innerhalb der etablierten Parteien bilden würden. Dann hätten sie eine Aussicht auf Einflußnahme, die ihnen anders, allein auf weiter Flur, nie zuwachsen wird. Dort bleiben sie immer die "anderen Parteien und sonstigen Gruppierungen."

Wer als Christ einen Ruf in die Politik verspürt, sollte 1. vorher etwas anderes erfolgreich gemacht haben, und 2. sich einer etablierten Partei anschließen, um hier seinen Ideen einen Resonanzraum zu geben. Gleichgesinnte finden sich immer, und jeder Parteiführer registriert aufmerksam, was sich in seiner Partei tut, um kommende Strömungen zu erfassen.

Jesus mißt der Politik eine untergeordnete Rolle zu.
Als er seinerzeit tausende von Menschen speiste und ihre Kranken heilte, wollte man ihn gewaltsam zum König machen. (Johannes 6, 15). Das war durchaus verständlich. Ein König, der die Hungrigen speist, macht den täglichen Broterwerb überflüssig. Man hat dann den ganzen Tag Zeit zu spielen.
Krankenversicherung braucht auch keiner, da der König ein göttlicher Heiler ist.
Jesus schuf an jenem Nachmittag aus dem FF ein Utopia, nach dem Marx sich die Finger abgeschleckt hätte.
Doch er ließ nicht zu, daß man ihn krönte.
Obwohl er eines Tages sehr wohl König in Israel sein wird.
Warum hat Jesus sich damals verweigert?
Weil er wußte, daß die eigentlichen Probleme der Menschen politisch nicht lösbar sind.
Der Mensch hat ein krummes und buckliges Herz. Er trägt die Natur seines sündhaften Vaters Adam in sich. Kein Politiker kann das wegnehmen.
Deswegen wird nach Schulmassakern auch nicht nach mehr Charakterschulung und moralischer Unterweisung gerufen, sondern nach strengeren Waffengesetzen, die natürlich nichts bewirken, da Kriminelle sich nicht an die Gesetze halten.
Jesus kam, um nichts weniger zu bewerkstelligen als eine völlige Verwandlung der Natur des Menschen.
Er starb stellvertretend für die sündhafte Menschheit.
Wer nun an ihn glaubt und sein Erlösungswerk für sich in Anspruch nimmt, indem er sagt, "Jesus, sei du mein Herr!" der bekommt ein neues Wesen eingepflanzt.
Erst dann ist der Mensch innerlich gut. Vorher ist er es nicht.
Wenn die Menschen die Natur Christi in sich tragen, ist fast egal, wer herrscht, solange er freiheitlich gesonnen ist.
Ein solches Land wird ein großes sein.

"Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig."
Offenbarung 21, 5

Dienstag, 9. April 2013

Jesus über Scheidung



"Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.
Ich sage euch aber, daß, wer immer seine Frau entläßt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht, und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit der Frau so steht, so ist es nicht ratsam zu heiraten."
Matthäus 19, 8-10

Was Jesus hier sagt, klingt radikal. Die Jünger waren danach ganz verdattert. Auch sagt die Bibel im Neuen Testament noch mehr über Ehe und Scheidung, so daß man diesen Vers nicht isoliert betrachten sollte.

Ohne auf Details einzugehen:
Was Jesus sagt, kann man mit zwei verschiedenen Paar Augen anschauen.
Wer in Jesus einen hartherzigen Richter sieht, der wird seine Worte bedauern.
Wer in Jesus jedoch den liebenden Sohn Gottes sieht, der wird aus seinen Worten andere Schlüsse ziehen.
Welche?
Folgende: 
Wenn Jesus will, daß selbst Paare, die nicht sonderlich harmonieren, zusammenbleiben sollen, dann sagt er implizit, daß es mit einem anderen Partner auch nicht besser wird.

Mir sind persönlich Menschen bekannt, die fünf- (er) und siebenmal (sie) geheiratet haben. Heute sind sie Christen und haben einander geheiratet. Klappt ganz gut.
Weil sie, jeder für sich, sich geändert haben.
Das ist der Schlüssel.
Man kann nur sich selber ändern. Doch wenn man tatsächlich in Liebe wandelt und dem Ehepartner Gutes tut, (oder zumindest nicht absichtlich Schlechtes), dann kommt in den meisten Fällen ein positives Echo.

Das Wort für "Hurerei" oben im Text Jesu ist übrigens im Urtext nicht das Wort für Ehebruch, sondern das griechische Wort porneia.
Kann porneia Ehen ruinieren?
Ich fürchte, ja.


Samstag, 6. April 2013

Heilungsgottesdienst heute abend

"Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist--denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!"--damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme."
Galater 3, 13-14

Jesus trug am Kreuz eine Dornenkrone.
Diese Krone symbolisiert den Fluch, den der Sündenfall mit sich gebracht hat.
Jesus trug den Fluch, damit wir ihn nicht zu tragen brauchen, sondern im Segen leben können.

Krankheit gehört zum "Fluch des Gesetzes", der in 5 Mose 28 genau ausbuchstabiert ist.
Heilung hingegen ist Teil des "Segens Abrahams", der von Gott im Alter wieder junggemacht wurde.

Um unserem Auftrag, das ganze Evangelium zu predigen, nachzukommen, machen wir heute abend einen Heilungsgottesdienst mit Lobpreis, Predigt und Gebet für die Kranken.
Und Jesus wird sich als der Lebendige erweisen.

Jesus, "der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid."
1 Petrus 2, 24

Donnerstag, 4. April 2013

Gott machtlos ohne unser Gebet?

Lieber Pastor Gert Hoinle,
schon seit eineinhalb Jahren sehe ich Deine Online-Predigten auf youtube und warte schon immer gespannt auf die nächste.
Kürzlich habe ich auch die Audio-Predigten entdeckt auf Eurer WebSite und bin gerade dabei, mir die Gebets-Serie anzuhören. Ich bin immer wieder begeistert, wie klar und in unserer Sprache Du den Gläubigen von heute die Worte der Bibel anschaulich machst. Eine große Gabe! Seit kurzem ist auch meine jugendliche Tochter (19) immer wieder mal dabei, sich etwas von Dir anzuhören.
Bei einer Sache jedoch wich ich innerlich etwas zurück bzw. macht es mich nachdenklich.
Ich glaubte bisher immer an den allmächtigen Gott – dem alles möglich ist …
Und nun soll er nicht handeln können in dieser Welt, außer wir beten?
Zugegeben, eine gewisse Logik erkenne ich darin. Es erscheint mir plausibel. Nur: ist GOTT nicht viel mächtiger als der Teufel? Ja, als alles auf dieser Welt, die er doch geschaffen hat. Er ist doch der Schöpfer und damit auch der Chef.
Glaubst Du das nicht?
Gottes reichen Segen für Dich, Deine Familie und Gemeinde
Und herzliche Grüße aus N.,
K.
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Liebe K.,

eine gute und wichtige Frage. Hier die Antwort:

Nicht alles, was auf der Welt passiert, ist Gottes Wille. (Sonst hätte Jesus nicht gebetet, "Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel"). Vieles passiert--und wird Gott in die Schuhe geschoben--womit Gott nichts zu tun hat.
Wenn Gott allmächtig ist, warum gibt's dann soviel Böses auf der Welt?
Der scheinbare Widerspruch zwischen Gottes Allmacht einerseits und Gottes Liebe angesichts des Elends in der Welt andererseits, ist erklärbar.
Es ist so: 
Selbstverständlich ist Gott souverän. Doch Gott hält sich auch an seine Verträge.

Gott hat den Menschen einst die Welt--für eine Zeit, manche sagen 7000 Jahre--übergeben. Danach sollten sie Rechenschaft ablegen. Die Menschen sollten die Welt bebauen und bewahren, was sie jedoch nicht taten. Sie nahmen sich, was ihnen nicht zustand, und übergaben die Welt durch ihre Übertretung an den, der dadurch "Gott dieser Welt" wurde, den alten Feind. (2 Korinther 4, 4). 
Der hat nun Anrechte, die Gott respektieren muß, wenn er aufrichtig bleiben will.
Selbst zu Jesus kam der Versucher und bot ihm die Reiche der Welt an. Er sagte dazu, "Mir sind sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie." (Lukas 4, 6). Jesus hat das nicht infrage gestellt.
Wer hat dem Versucher nun die Reiche der Welt gegeben? 
Gott?
Natürlich nicht. Das war Adam im Sündenfall.

Für die Dauer von Adams ursprünglichem "Weltmietvertrag" darf also der Versucher Einfluß auf der Welt ausüben. Danach jedoch wird der gegenwärtige "Gott dieser Welt" gerichtet werden und an den Ort seiner ewigen Strafe gehen. "Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln." (Matthäus 25, 41).
Der Teufel hat also nichts zu lachen. Er bekommt auch noch sein Fett weg.
Doch gegenwärtig hat er Rechte, auf der Welt aktiv zu sein.
Wir als direkt Beteiligte und ursprüngliche Besitzer der Welt haben nun die Möglichkeit, die Einflüsse des Bösen zurückzudrängen, indem wir Gutes tun und beten.

Gott will und braucht unser Gebet. Jesus sagt sogar, "Euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist im Himmel..." (Matthäus 6, 8-9).
Obwohl Gott weiß, was wir benötigen, sollen wir trotzdem beten. Offenbar ist unser Gebet nötig.

Paulus trägt Timotheus auf, daß für alle Menschen gebetet wird. Das ist angenehm vor Gott, "welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." Ohne dieses Fürbittegebet dringen viele offenbar nicht durch zur Errettung und Erkenntnis der Wahrheit.

Gott würde uns nicht auftragen, zu beten, wenn dies nicht nötig wäre.

Abschließend würde ich sagen, Gott ist nicht machtlos ohne unser Gebet. Gott ist nie machtlos. Doch vieles, was sein dringender Wille ist, wird nicht geschehen können, wenn wir nicht beten. Das wäre schlecht für uns.

Der Glaube ist der Kanal und die Kraft, durch die Gottes Hand wirksam wird. Durch ihn hat Jesus Stürme gestillt. Ohne ihn scheiterten die Jünger immer mal wieder.
Selbst Jesus erlebte die Grenzen, die der Unglaube den Menschen auferlegt:
"Und er konnte dort [in Nazareth] kein Wunderwerk tun, außer daß er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben." (Markus 6, 5-6).

Der Glaube verändert die Welt und setzt Gottes Willen frei.
Ohne glaubendes Gebet sähe die Welt völlig anders aus.

Es gibt hierüber noch viel mehr zu sagen. Das würde aber den Rahmen sprengen.

Dienstag, 2. April 2013

Das 3-Tage-Prinzip


"Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns aufrichten, daß wir vor seinem Angesicht leben."
Hosea 6, 2

Gerade haben wir Ostern gefeiert. Das Original-Ostern zieht sich über drei Tage hin:
Freitag, Samstag, Sonntag.
(Der Ostermontag ist ein Bonustag).

Freitag ist der Tag, an dem der Messias stirbt--und mit ihm die Hoffnungen seiner Jünger.
Freitag ist der härteste Tag im Leben Jesu.
An diesem Tag schwitzt er Blut im Gebet, wird er von einem Vertrauten verraten, verlassen ihn seine Jünger, wird er fälschlich angeklagt, wird er grundlos gehaßt, wird er widerrechtlich gegeißelt, verhöhnt, angespuckt, beraubt, und schließlich umgebracht.
Freitag ist der Tag, an dem gebetet wird, an dem aber die Erhörung nicht in Sicht ist.
Freitag ist scheinbar kein guter Tag.

Samstag ist der Tag, an dem der Freitag seine Verlängerung erfährt. Jesus ist noch immer tot. Die Jünger sind verwirrt und am Boden zerstört. Ihre Zukunft scheint verbaut. Sie fürchten sich vor denen, die Jesus töteten. Sie verstehen die Welt nicht mehr. Sie gehen in sich und fragen, was lief schief?
Samstag ist der Tag zwischen Gebet und Erhörung.

Sonntag ist der Tag der Überraschungen. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. 
Er ist gar nicht gescheitert!
Er hat an einem größeren Plan gearbeitet als die Jünger dies zu erkennen vermochten!
Nun erklärt Jesus, was er schon dreimal erklärt hat, ohne daß sie's begriffen hätten. Nun jedoch beginnen sie endlich zu verstehen. Nun haben sie Ohren, zu hören, was er wirklich sagt. Vorher waren sie zu besetzt mit ihren eigenen Plänen und Vorstellungen vom Reich des Messias.

Die Jünger mußten diese drei Tage durchlaufen, um eine Läuterung und Vorbereitung auf ihre eigentliche Aufgabe zu erfahren. Ihre eigenen Vorstellungen mußten zunichtegemacht werden, bevor sie bereit und in der Lage waren, auf Gottes Plan für ihr Leben einzugehen. Was da stattfand war eine schöpferische Zerstörung, um mal einen Gedanken Joseph Schumpeters aufzugreifen.
Die Träume vom jüdischen Weltreich zerschlugen sich.
Die Träume vom christlichen Weltreich, das gleichzeitig nicht von dieser Welt ist, erfüllten sich.

Was sagt das alles uns?
Folgendes: Wenn deine Firma, dein Laden, deine Arbeitsstelle, deine Familie, usw., den Bach runter geht, dann heißt das nicht, daß Gott fertig ist mit dir. Vielmehr kommt nach dem Freitag und dem Samstag der Sonntag: Der Tag der Auferstehung und des Neubeginns. Diesmal im Willen Gottes und nicht mehr im Eigenwillen.

Wenn du allerdings nicht bereit bist, Gottes Weg einzuschlagen, auf ihn einzugehen, und mit ihm an seinem Plan für dein Leben zu arbeiten, dann endet für dich der Samstag nie.
Mach Schluß mit Samstag.
Sag Gott, daß du gern mit ihm gehen würdest. Frag ihn, was er von dir will.
Und plötzlich taucht am dritten Tag neben dir ein Wanderer auf, der dir sagt, was Sache ist:
"Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf."
Lukas 24, 27.