Mittwoch, 27. Juli 2016

Heute noch kein Anschlag

„Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden, wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.“
Markus 16,16.

Die Attentäter von Würzburg, Ansbach und Rouen, wo einem alten Priester die Kehle durchschnitten wurde, glaubten allesamt nicht an Jesus als ihren Erlöser.
Im Gegenteil.
Sie waren ihm und seiner Lehre gegenüber extrem feindselig eingestellt.
Diese Tatsache klar zu benennen fällt vielen Politikern, vor allem auf Bundesebene, unglaublich schwer. Da war in den heutigen Zeitungsartikeln fast eine Erleichterung zu verspüren, dass der Amokläufer von München, der Iraner Ali S., den die Presse David S. nennt, ein Rechtsextremist war. Ein Moslem zwar, der vor allem Moslems tötete. Doch habe er nicht aus islamischen Gründen gemordet, sondern aus rassistischen.
Die Toten sind trotzdem tot.
Er sei stolz darauf gewesen, am selben Tag wie Hitler Geburtstag gehabt zu haben. Außerdem habe er Türken und Araber gehasst.
Nun muss man dazu wissen, dass die Araber wiederum die Iraner hassen wie sonst nur die Juden. Diese Animositäten beruhen auf Gegenseitigkeit und sind uralt. Der Araber Saddam Hussein und der iranische Ayatollah Khomeini haben sich in den achtziger Jahren einen ewiglangen Krieg geleistet, der mehr als 1 Million Tote forderte.
Wir haben uns im Lauf der Jahre und Jahrzehnte diese Konflikte, die uns nichts angehen, ins Land geholt. Nun haben wir den Salat.

Ich behaupte, jeder andere westliche Regierungschef, der nach einem Splitterbombenattentat nicht stehenden Fußes an den Ort des Anschlags geeilt wäre, wäre von den Medien auseinandergenommen worden und hätte in der Folge seine Koffer packen können.
Nicht so Frau Merkel.
Kritik an ihr ist verpönt, die Medien verzeihen ihr alles. Sie muss mit außerordentlich wichtigen Dingen beschäftigt sein, dass sie sich so garnicht blicken lässt.

Unsere Weltenlenker behaupten, völlige Sicherheit sei nicht zu haben.
Da haben sie natürlich recht. Das war sogar schon vor der Invasion so. Denn es ist erwiesen, dass 100 von 100 Personen früher oder später das Zeitliche segnen. Der Tod ist zu allen durchgedrungen. Dies zu verdrängen ist eine Scheinlösung, die an der Allgegenwart des Todes gar nichts ändert.
Auch du wirst eines Tages weniger werden.
Am Sonntagmittag hat sich niemand im beschaulichen Ansbach träumen lassen, dass hier am Sonntagabend ein durchgeknallter Mohammedaner eine Bombe zünden wird, (die zum Glück nur ihn selber tötete; Gott stehe den Verwundeten bei).
Der einzige, der uns totale Sicherheit geben kann, ist Gott.
Dazu müssen wir uns für ein Leben mit Jesus entscheiden.
Das Kreuz ist eigentlich eine Tür: Hinein in die Gegenwart Gottes und in eine ewige Sicherheit.

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11,25). Bombe hin oder her.

Gestern haben wir uns als kleine Gruppe an einem See in der Nähe versammelt. Ich habe eine kurze Predigt über die Taufe gehalten, dann verschwanden die Täuflinge einer nach dem andern in den Fluten. (Natürlich habe ich sie auch wieder herausgeholt).
Das Wasser war am Anfang so kalt, dass mir schier die Luft wegblieb. Zum Schluss aber planschte ich wie ein Fisch darin und mir war gar nicht mehr kalt.
So ähnlich kann es auch sein, wenn man sein Leben mit Jesus beginnt. Am Anfang ist alles etwas ungewöhnlich, man trainiert sich neue Haltungen an. Manchmal bleibt einem schier die Luft weg. Doch nach einiger Zeit ist man in seinem Element und will gar nicht mehr heraus.

Vertraue nicht den Politikern, die selber ratlos sind.
Vertraue auf Jesus.
Nur er kann retten, das hat er millionenfach bewiesen.

Sonntag, 24. Juli 2016

Abdul!

"Aber Saul sagte zu David: Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen. Denn du bist ein junger Mann, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf."
1 Samuel 17, 33.

Abdul mag ein Mann jung an Jahren sein, er hat jedoch erkennbar eine Predigtgabe von Gott bekommen, mit der er nicht zuletzt Aufklärung zum Thema Is lam betreibt. Das hat er gestern und heute im CGZ gemacht und wir haben ihm mit Gewinn zugehört. Prima Sache.
Die heutige Botschaft veröffentlichen wir heute ausnahmsweise mal nicht. (Abdul hat drum gebeten). Stattdessen steht eine Mittwochabendbotschaft von mir zum Thema Jahwe Rapha, der Herr unser Arzt, online. Im Lauf der Woche wird die wohl wechseln.

Noch ein Wort zu den Terrortaten dieser Woche:
Ich sehe anhand der Blogstatistiken: Wann immer eine solche Tat passiert, schnellen die Zugriffszahlen praktisch sofort rapide in die Höhe. Nun habe ich nicht immer gleich eine gescheite Meinung parat, und an den Spekulationen der Medien möchte ich mich nicht beteiligen. Manchmal ist dann ja alles anders als man spekuliert hat.
Eines sei jedoch gesagt:
Den Mördern wird es nicht gelingen, uns in die Knie zu zwingen. In diesem Land und in dieser Region hat der Geist Christi eine Heimstatt in den Herzen zuvieler Menschen. Hier gibt es noch Leute, die ihren Glauben ernsthaft praktizieren und keinen Teil an der Dekadenz des Zeitgeists haben, Menschen, die Salz der Erde und Licht der Welt sind. Die wird Gott schützen und bewahren, und wenn der Feind sich noch so anstellt. Siehe Psalm 91.
Es wird ihm nicht gelingen.
Stattdessen wird der Herr auf unser Gebet hin Arbeiter in die Ernte schicken, die (zB wie Abdul) diese Leute in ihrer eigenen Sprache mit dem Evangelium Jesu Christi von Nazareth vertraut machen. Eine Erweckung wird stattfinden und wir müssen bereit sein dafür.
Das erwarte ich.

"Weil er an mir hängt, will ich ihn erretten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt. Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen." (Psalm 91, 14-16).

Freitag, 22. Juli 2016

Abdul im CGZ. Abdul? Abdul.

"Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen."
Kolosser 3, 11.

Am morgigen Samstag, 23.7.2016, um 19.30 Uhr, spricht ein junger Mann syrischer Abstammung im CGZ. Abdul ist u.a. durch den Koran zu Jesus, dem Sohn Gottes, gekommen, an den er heute als seinen Erlöser glaubt. Wird bestimmt interessant.

Angesichts der Lage im Land verbinde ich große Hoffnungen mit Christen wie ihm. Denn wer kann einem Araber besser von Jesus erzählen, als ein Araber. Paulus sagte, "Ich bin den Juden wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne... Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige errette." (1 Korinther 9, 20+22).
Mal schauen, was wir da von Abdul lernen können.

Er ist auch am Sonntag nochmal da und spricht im Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr.
Und heute abend ist er bei den Christen im Beruf im Brauhaus am Schweinfurter Markt.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Jahwe Rapha: Der Herr, dein Arzt

"...dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe. Denn ich bin der HERR, der dich heilt."
2 Mose 15, 26.

Wir studieren zur Zeit im Mittwochabendgottesdienst die Namen Gottes. Denn Gott nennt sich im Gespräch mit Mose zwar den "Ich bin." Doch dies drückt nur aus, daß Gott war, ist und ewig sein wird. Über sein Wesen sagt dieser Name noch relativ wenig.
Jesus hat mit seinen "Ich bin"-Aussagen viel zur Klärung beigetragen.
Ein wichtiger und interessanter Name Gottes im Alten Testament ist Jahwe Rapha, der Herr, der dich heilt. Den haben wir gestern angeschaut und ich hatte heute so den Eindruck, die Botschaft im Netz veröffentlichen zu sollen. Sie ist deshalb nunmehr auf www.JChristus.de oder www.OnlineKirche.org abrufbar.

Viel Spaß beim Hören.

Dienstag, 19. Juli 2016

IS-Terror in Franken, vor der Haustür

„Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“
Lukas 13,2-3.

„Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn so hinabzustürzen. Er aber schritt durch ihre Mitte hindurch und ging weg.“
Lukas 4,29-30.

Jemand aus unserer Familie hat im letzten Jahr regelmäßig den Regionalzug nach Würzburg benutzt. In ebenjenem Regionalzug brüllte gestern um 10:30 Uhr am Abend ein junger Afghane „Allahu akbar!“ und begann mit einer Axt und einem Messer auf Fahrgäste einzudreschen. Er fügte den fünf chinesischen Touristen, die es traf, teils drastische Verletzungen zu.
Nachdem ein Fahrgast die Notbremse betätigt hatte, flüchtete der vor 2 Jahren als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling zugereiste Mohammedaner aus dem Zug und schlug sich in die Büsche.
Nun traf es sich, dass just an jenem Ort ein Sondereinsatzkommando der Polizei wegen einer anderen Sache im Einsatz war, (wegen welcher weiß ich nicht). Als der Terrorist unvermittelt aus einem nahen Busch sprang und die Polizisten mit seinen Mordwerkzeugen attackierte, trafen ihn mehrere Kugeln. Und obwohl die Polizei bei uns allgemein keine Tötungsabsicht hat und verbrecherfreundliche Munition benutzt, überlebte er seinen Angriff nicht.

Der Junge hatte in einer Pflegefamilie gelebt, wo man in seinem Zimmer eine selbstgemalte IS-Fahne fand. Der Islamische Staat veröffentlichte außerdem ein Bekennervideo, in dem sich der junge Mann als nach Deutschland eingeschleuster Kämpfer des IS outet. Mit einem Messer in der Hand sagt er laut dpa in Paschtu: „Ihr könnt sehen, dass ich in eurem Land gelebt habe und in eurem Haus. So Allah will, habe ich diesen Plan in eurem eigenen Haus gemacht. Und so Allah will, werde ich euch in eurem eigenen Haus abschlachten.“
Und ich dachte immer, die Gastfreundschaft wäre Mohammedanern heilig.
Die offiziellen Stellen sind, wie immer in diesen Fällen, verwirrt und übervorsichtig und fragen sich, was den jungen Mann zu seiner Tat bewegt haben könnte. Der Staatsanwalt meint, er hatte wohl ein politisches Motiv. Allerdings sei auf einem Handyvideo von der Tat deutlich zu verstehen, wie er „Allah Akbar“ brüllt. Das könnte auf ein religiöses Motiv hindeuten.
Gute Güte.
Schon vor 20 Jahren sagte Harvard-Professor Samuel Huntington, der vielgescholtene Autor des Klassikers Clash of Civilizations: „Wer keine fundamentalen Spannungen anerkennen will, der ist dazu verurteilt, an ihnen zu scheitern.“
Mir scheint, der Herr war ein Prophet.

Deutschland ließ und lässt hunderttausende von moslemischen Asylanten jährlich ins Land, und die Politik macht keine Anstalten, dies ändern zu wollen.
Das ist problematisch, denn die Fehlentscheidungen von heute bestimmen die Lage von morgen.
Unter den Ankömmlingen sind echte Flüchtlinge, aller Hilfe wert. Sie sind traumatisiert, wollen Frieden, und sind bereit sich vollständig zu integrieren, um den alten Mist hinter sich zu lassen.
Viele sind Glücksritter, die vom sagenhaften Wohlfahrtsstaat gehört haben, den sie auszunutzen gedenken. Schließlich sind die Straßen hierzulande aus Silber und die Dächer aus Gold. Und den gebratenen Tauben muss man dauernd ausweichen, weil sie einem ständig ins Maul fliegen wollen.
Und manche Neuankömmlinge sind Terroristen.
Diesen Leuten ist nichts heilig, was uns heilig ist. Unser Gott ist das Leben und sie lieben den Tod. Jesus klärt ein für alle Mal die Fronten, indem er sagt: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und Überfluß haben.“ (Johannes 10,10).
Die Diener des Diebes sind unter uns.
Sie können überall plötzlich auftauchen, es gibt keinen sicheren Ort. Nirgends.

Man kann diese Krise nicht mit politischen Mitteln lösen.

Sie lässt sich nur mit geistlichen Mitteln lösen. Jesus hatte genau dies im Sinn, als er gegen den Terror des Pilatus nicht zu erhöhter Wachsamkeit aufrief oder größerer Vorsicht, sondern dazu, zu Gott umzukehren.
Wie macht man das?
Nun, indem man seine bösen Taten bleiben lässt, sich von ihnen abwendet und Gott um Hilfe bittet. Für alles. Er weiß, dass wir Hilfe brauchen. Doch er will gebeten werden.

Gott hat uns einen „Gnadenort“ geschaffen: das Kreuz Christi. Wer Jesus in sein Leben einlädt, lädt Gott in sein Leben ein. Wer Jesus nachfolgt, der geht zwar auf einem relativ schmalen Weg, doch der führt hinein in eine gute Zukunft: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.“ (Johannes 11,25). Ich füge hinzu: „…auch wenn er gestorben wird.“

Erfolgt keine Hinwendung zu Gott, wird sich die Krise zuspitzen. Der Terror wird zunehmen und die Angst davor ebenfalls. Zum Schluss sind alle entweder Christen. Oder Moslems.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Was tat Hiob kurz bevor Gott sein Schicksal wendete?

„Bei alldem sündigte Hiob nicht und legte Gott nichts Anstößiges zur Last.“
Hiob 1,22.

Hiob kannte Gott als Gott den Allmächtigen, hebräisch El Schaddai. Dieser Ausdruck kommt rund 31 Mal bei Hiob vor, mehr als in sonst einem Buch der Bibel. El Schaddai bedeutet jedoch eigentlich: Gott der Allversorger.
Gott als Allversorger zu kennen macht Menschen wohlhabend.
Deswegen war Hiob reich.

Doch es kam eine Zeit, da hatte Hiob es nicht leicht. An einem Tag kamen seine Kinder um, gingen seine Firmen pleite und raubten Banditen seine Herden.
Dann wurde er auch noch krank—so sehr, dass seine Frau ihn aufforderte, (Hiob 2,9): „Fluche Gott und stirb!“
Die Gutste.
(Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr).
Seine Lebensumstände passten nun gar nicht mehr zu seiner Erkenntnis, dass Gott sein Allversorger ist.
Doch statt nun hinzuschmeißen, vertraut Hiob und bekennt: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt." (Hiob 19,25). Zu glauben, dass Gott gut ist, obwohl ringsum die Welt untergeht, ist schon ein starkes Stück. Hiob war schwer angefochten. Er verstand nicht, was sich da zutrug und warum. Doch er vertraute auf Gottes Güte, auch wenn er viel Unsinn über ihn sagte.
Hiob hatte drei Freunde, die ihn besuchten und ihn eigentlich trösten wollten. Doch stattdessen verdammen sie ihn. „Hiob, Gott segnet die Guten und bestraft die Bösen. Du hast gesündigt, gibt's doch zu! Wärst du ohne Sünde, hätte dich dies nie getroffen.“
Doch das Gewissen des Geplagten war nicht nur sauber, sondern rein. Er war sich keiner Schuld bewusst.
Nach einiger Zeit beginnt Gott zu Hiob zu sprechen—allerdings ohne zuvor sein Geschick zu wenden!
Was sagt Gott?
Er spricht über sich. Er verbreitert die Gotteserkenntnis-Basis von Hiob, der ihn bisher nur als El Schaddai kannte. Er teilt ihm mit, dass er, Gott, im ganz eigentlichen Sinn allmächtig ist, und nicht nur ein nährender Vater. Dass er auch in unglaublich komplexen Plänen noch den Überblick behält und alles auf sein Ziel zusteuern lassen kann. Man schaue sich nur mal die Schöpfung an.
Und was sagt Hiob, nachdem der Herr geendet hat?
„Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen.“ (Hiob 42,5).
Offenbar hatte Hiob seine Gotteserkenntnis aus den Erzählungen seiner Eltern und aus den Predigten seiner Lehrer bezogen—und erfolgreich geglaubt. Doch nun, im Moment seiner größten Krise, begegnet ihm Gott persönlich und schließt ihm eine völlig neue Dimension auf.
Doch noch immer hat sich die Gefangenschaft Hiobs nicht gewendet.
Da trägt Gott ihm auf, für seine miesen Tröster zu beten, denen Gott wegen ihres Geschwafels Gericht androht.
Und als er dies tut, als er sein Augenmerk von seiner eigenen Misere weglenkt auf die seiner Tröster, (denn er hat nur den Teufel gegen sich, sie aber Gott), als er dem Wort und Auftrag Gottes an ihn gehorcht und für sie betet, da endlich wendet der Herr seine Gefangenschaft.
„Und der HERR wendete das Geschick Hiobs, als der für seine Freunde Fürbitte tat.“
Und nicht nur das:
„Und der HERR vermehrte alles, was Hiob gehabt hatte, auf das Doppelte.“

Hiob wurde erlöst, als er seine Gotteskenntnis ausbaute und—vor allem—als er einem spezifischen Befehl Gottes gehorchte.

Was sagt Gott zu dir?

Dienstag, 12. Juli 2016

Brandstifter

"Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?"
Johannes 18, 37.

Pilatus war durch und durch Politiker, so dass ihn die Worte Jesu „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis gebe“ verwirrten und zu obiger Aussage verleiteten: „Was ist Wahrheit?“
Denn die Wahrheit ist für viele, nicht zuletzt Politiker, etwas relatives und formbares, das Zwecken dienen muss, und nicht unbedingt einen Wert an sich darstellt, den es zu respektieren gilt. Die Wahrheit sollte eigentlich eine normative Kraft haben. Stattdessen wird sie ignoriert, wenn sie den eigenen Zielen nicht in den Kram passt.
Eine Person oder eine Gesellschaft, welche die Wahrheit nicht liebt, wird Gottes Segen nicht erleben. Sie wird in Spaltung, Zwietracht und Hass versinken. Bezeichnenderweise sagt Jesus, unmittelbar bevor Pilatus seine Frage stellt, „Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.“
Jeder, dessen Liebe zur Wahrheit größer ist als sein Bedürfnis recht zu haben, landet früher oder später bei Jesus. Denn Jesus ist die personifizierte Wahrheit.

In Berlin Friedrichshain fackelt in diesen Tagen ein linksradikaler Mob Autos ab, kämpft gegen die Polizei und verwüstet Straßen, doch darüber wird kaum berichtet. Stattdessen ruhen aller Medien Augen auf den Umtrieben Rechtsradikaler. Nun, Rechtsradikale sind zweifellos unangenehme Zeitgenossen und ich möchte nichts mit ihnen zu tun haben. Doch die kommen mir manchmal vor wie (zugegebenermaßen unappetitliche) Sündenböcke. Die wahren Probleme des Landes ignoriert man.

Die Regierung feiert den Rückgang der Arbeitslosenzahlen und ignoriert dabei völlig, dass in den letzten 12 Monaten rund 2 Millionen Menschen ohne jegliche Jobperspektive nach Deutschland gekommen sind, die ja auch von irgendwas runterbeißen müssen. Die reale Arbeitslosenzahl nahm also dramatisch zu. Man lügt sich in die Tasche und fühlt sich kurzfristig gut.
Langfristig jedoch gewinnt immer die Wahrheit.

Dieser Tage ist in den Medien auch allenthalben zu hören, welch große Rassenprobleme Amerika hat. Grund dafür sei ein systemischer Rassismus weißer Polizisten. Der Schwarze, der vor einigen Tagen in Dallas, Texas, fünf weiße Polizisten aus dem Hinterhalt erschoss und seinen Hass auf Weiße als Motiv nannte, wird in der Berichterstattung zu einem armen Opfer, das sich in seinem Elend nicht anders zu helfen wusste. Schließlich hatten kurz zuvor zwei Polizisten, ein Weißer und ein Latino, in scheinbar ungerechtfertigter Weise zwei Schwarze erschossen.
Da lief ganz sicher was falsch.
Doch viele Artikel zum Thema, auch in Amerika, erinnern mich an üble Hetze.
Es ist nämlich keineswegs so, dass Schwarze von weißen Polizisten unverhältnismäßig oft erschossen werden.
Daten, welche die Washington Post, der man beim besten Willen keine Rechtslastigkeit unterstellen kann, gesammelt hat, sagen folgendes: 2015 wurden in diesem 330-Millionen-Volk 990 Personen von Polizisten erschossen, 93 von diesen waren unbewaffnet und 38 von ihnen schwarz. 2016 wurden bisher 505 Personen von der Polizei erschossen, 37 von diesen waren unbewaffnet und waren 13 Schwarze. Schwarze begingen 2009 jedoch 62 % der Raubüberfälle, 57 % der Morde und 45 % der schweren Körperverletzungen in den 75 größten Landkreisen der Staaten, obwohl sie dort nur 15 % der Bevölkerung stellen.
Und in der New York Times, dem Flaggschiff des linken Establishments, das vor ein paar Tagen noch reißerische Hetzartikel veröffentlichte, schreibt nun ein schwarzer Harvard Professor namens Roland G. Fryer über seine Studie zur Polizeigewalt: „Bei der tödlichsten Form der Gewaltanwendung— dem Schusswaffengebrauch durch die Polizei—erkennt die Studie keine rassischen Vorurteile.“ Der Professor nannte dies die erstaunlichste Erkenntnis seiner Karriere.
Und die Medien standen ohne Hosen da.

Die Wahrheit ist nicht immer das, was Medien oder Aktivisten uns als solche vor Augen malen.

„Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber darüber hinausgeht, ist vom Bösen.“ (Matthäus 5,37).

Freitag, 8. Juli 2016

Macht Familie friedlich?

„Und er redete über die Bäume. Von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst. Und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm und über die Fische. Und man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört hatten.“
1. Könige 5,13-14.

Salomo hat offensichtlich in Gleichnissen geredet. Er hat Beobachtungen in der Natur angestellt und aus diesen Ableitungen für den Menschen getroffen. Er tat dies so überzeugend, dass man von allüberall her kam, um ihn zu hören.
Auch Jesus nutzte die Kraft von Geschichten und benutzte deshalb Gleichnisse. Denn Geschichten prägen sich ein, abstrakte Sachverhalte eher nicht.
Ich schließe mich da heute mal an.
Denn ich habe auch eine „Beobachtung“ angestellt, (wenn auch nicht persönlich).
Und zwar:
Fuchs und Gans vertragen sich normalerweise nicht besonders gut. (Als Kinder sangen wir: „Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gibt sie wieder her…“). Fuchs und Kaninchen auch nicht. Denn der Fuchs ist ein Nahrungsgeneralist und frisst, was er zwischen die Fänge bekommt, erst recht Gänse und Karnickel.
Nun ist es aber so, dass man in der Natur beobachten kann, wie Fuchs und Kaninchen und Brandgans gemeinsam ein und denselben Bau bewohnen, ohne sich an die Gurgel zu gehen.
Die dulden einander!
Der Fuchs duldet die Kaninchen und die Gänse, und diese fürchten sich nicht vor ihrem ärgsten Feind.
Wie gibt's das?
Nun, alle drei bringen im Bau ihre Jungen zur Welt, bzw. brüten sie aus, und haben deshalb instinktiv kein Interesse an feindseligen Verhältnissen. Der Krieg muss warten.
Selbst bei Greifvögeln gibt's einen Horstfrieden, was bedeutet, dass im Umkreis von etwa 200 m um den Horst die Beutetiere verschont werden.
Ich schließe daraus: Familie macht friedlich. (Wenigstens im Normalfall).

Wobei die Familie Gottes natürlich ein Spezialfall ist. Christsein enthält automatisch eine Tendenz zum Frieden, weil Jesus, der Friedefürst, unser Vorbild ist. Was ich sagen will: Man muss als Christ nicht verheiratet sein, um eine (geistliche) Familie zu haben und zu einer friedvollen Gesinnung durchzudringen. Aber schaden tut's auch nicht.

„Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ (Markus 3,33-35).

Mittwoch, 6. Juli 2016

Wahrheit oder Prawda*?

(*Prawda ist das russische Wort für Wahrheit. Die Prawda war außerdem Lenins Leib- und Magenzeitung).

„Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verständiges Volk ist diese große Nation.“
5. Mose 4,6.

Als Pastor bekommt man immer wieder interessante E-Mails. Manche sind so lang und so tiefgründig, vielschichtig und von solcher Gedankendichte, dass man sich fragt, wer die Zeit hat, solche E-Mails zu verfassen.
Neulich etwa erhielt ich eine solche vielseitige Zuschrift, die alle christlichen Pastoren und Leiter, vor allem die freikirchlichen, informieren und natürlich wachrütteln will. Denn undurchsichtige Menschen tief im nebligen Hintergrund ziehen an unsichtbaren Strippen, manipulieren Regierungen, Menschen, Organisationen, lösen Völkerwanderungen aus und zetteln Kriege an, um eine neue (diabolische) Weltordnung herbeizuführen, von der es sich zu schützen gilt. Mutmaßungen, Spekulationen, Vermutungen, Unterstellungen und Behauptungen tanzen einen munteren Reigen, bis zum Schluss alles, bzw. nichts mehr klar ist.
Wer wusste zum Beispiel, dass die Bild-Zeitung in Wirklichkeit von der CIA gegründet wurde? (Vermutlich nicht einmal Axel Springer). Bild ist nach dieser Logik das Sprachrohr des amerikanischen Geheimdiensts! Der wiederum wird von der jüdischen Finanzelite gesteuert—was, denkt man den Gedanken konsequent zu Ende, nichts anderes bedeutet, als dass Bild das Sprachrohr des internationalen Finanzjudentums ist. (Ich höre Goebbels förmlich in seinem Grab kichern). Ein Witz, nicht wahr?
Irgendwann kommen dann auch noch Aussagen von Hellsehern zur Sprache und andere abseitige Quellen, die bibeltreue Christen nie benutzen würden, und spätestens dann werfe ich mal einen Blick auf die Quellen. Und dann finde ich Angaben wie Prawda-TV oder RT, usw.

Dann wird mir einiges klar.
Die Zeit all diese Informationen zusammenzustellen und zu strukturieren haben im Grunde nur Menschen mit viel Tagesfreizeit oder eben Mitarbeiter der Botschaft. Vielleicht sitzen sie auch in der Petersburger Trollfabrik, was ihr mitunter eindrucksvolles Deutsch erklären würde.

Denn ein ganz wichtiger Gedanke ist für diese Autoren stets die eigentlich tiefe Verbundenheit von Deutschland und Russland. Davor zittert angeblich die Welt. Vor allem die Amerikaner arbeiten mit allen Mitteln daran, diese Verbindung zu schwächen. Deswegen wird Russland mit Sanktionen belegt, die Deutschland schwer belasten und Russland auch ein wenig schaden. Doch in Wirklichkeit seien diese beiden Völker ein Herz und eine Seele.

Das natürlich ausgemachter Blödsinn.

Wir sind mit den Amerikanern mehr verwandt als mit sonst einem Volk. In jeder deutschen Familie gibt es einen oder mehrere, die nach Amerika gegangen sind, und der größte Prozentsatz der weißen Amis, nämlich 23 %, geben bis zum heutigen Tag an, deutscher Abstammung zu sein.
Wenn man will haben die Deutschen sogar den Zweiten Weltkrieg gewonnen, wenn auch auf amerikanischer Seite. Bei Chester Nimitz, dem siegreichen Admiral im Pazifik, daheim sprach man Deutsch. Luftwaffengeneral Spaatz, ebenfalls im Pazifik, war auch Deutscher. Eisenhowers Familie stammte aus Mannheim. Einstein war Deutscher. NASA-Chef Wernher von Braun, der Männer auf den Mond schickte, war Deutscher. Selbst der gegenwärtige Präsidentschaftskandidat Trump hat deutsche Vorfahren.
Amerikaner schickten nach dem Krieg Care-Pakete und richteten Europa mit dem Marshal Plan wieder auf, während die Russen in Ostdeutschland alte Schlösser sprengten und Fabriken demontierten, um sie nach Osten zu schaffen. Die Amis schickten Rosinenbomber, als die Russen versuchten, Westberlin wirtschaftlich zu erdrosseln.
Wir haben russischen Regierungen nichts zu verdanken außer 40 Jahre Blut Schweiß und Tränen.
Und auf ihre Propaganda fallen wir auch nicht rein.
Russland wurde nicht mit Sanktionen belegt, weil Amerikaner oder Juden dies perfiderweise wollten, sondern weil aggressive grüne Männer die europäische Nachkriegsordnung mit ihren Stiefeln traten, als sie in der Ukraine einmarschierten.
Da liegt der Hund begraben.

Die wahre Größe eines Landes entspringt nicht dem Wachstum seines Territoriums oder der Aggressivität seiner Krieger. Auch nicht den Milliarden seines Führers. Sondern seiner Fähigkeit, sich an Regeln zu halten, die einer guten Rechtsauffassung entspringen. Wenn es da hapert, hilft selbst die beste Propaganda nichts.

„Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker.“ (Sprüche 14,34).

Samstag, 2. Juli 2016

Was lesen in der dicken Bibel?

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."
2 Timotheus 3, 16-17.

"Pastor, die Bibel ist so dick und der Tag hat nur 24 Stunden. Was könnte ich spontan mit Gewinn lesen?"

Die Bibel hat zu allem etwas Interessantes zu sagen. Aber es stimmt schon: Nicht alles ist immer gleichermaßen interessant.
Da ist es schön, daß es das Buch der Sprüche gibt.
Es ist aufgeteilt in 31 Kapitel, für jeden Tag des Monats eines. (Das 31. Kapitel beschäftigt sich mit der "tüchtigen Frau." Da manche Monate nur 30 Tage haben, lassen wir es in diesen Monaten aus. (Wobei Frauen es natürlich gern auch dann lesen können, hihi)).

Ist das ein Plan?

Freitag, 1. Juli 2016

Al Massira

"Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling?"
Lukas 17, 18.

Dieser Tage erreichte mich die untige Email. Ich habe mir gedacht, ich teile sie mal mit. Pastoren, die ich kenne, loben das Programm über den grünen Klee. Vielleicht fühlt sich ja der eine oder andere (pastorale) Leser angesprochen.

Voilà:

"Liebe Geschwister,

ich habe heute zufällig die Predigten von Gerd Hoinle auf Youtube
entdeckt und mich sehr über seine erfrischende Lehre zur Dreieinigkeit
gefreut. Als kleines ehrenamtliches Team verbreiten wir deutschlandweit
einen Glaubensgrundkurs für Menschen aus dem Nahen Osten, der mit einer
sehr ähnlichen Argumentation auf Basis des Alten Testaments den Messias
erklärt. Wir erleben daraus gerade unter Flüchtlingen eine
außergewöhnliche Offenheit für das Evangelium.

Wenn Sie oder Ihre Gemeinde gern den vielen Flüchtlingen mit diesem
maßgeschneiderten arabisch/englisch/deutschen video-basierten
Glaubensgrundkurs dienen möchten, wäre unser Angebot für Sie sehr
interessant. Dieses Material überwindet im wahrsten Sinne des Wortes
unsere Sprachlosigkeit gegenüber den vielen Fremden, die uns Gott in
unser Land schickt.
...
Hier der Link zu unserer Website mit mehr Informationen zu Al Massira:
www.almassira.de

Mit geschwisterlichem Gruß,

M."