Mittwoch, 31. März 2010

War Jesus in der Hölle?

"Pastor, wo steht in der Bibel, daß Jesus in der Hölle war?"

Manche Dinge stehen nicht wortwörtlich in der Bibel. Manchmal möchte Gott, daß wir zwei und zwei zusammenzählen.

In 2 Korinther 5, 21 heißt es, "Den, der Sünde nicht kannte"--das ist Jesus--"hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm."

Jesus wurde zur Sünde--für uns. Der geistliche Tod hielt in ihn Einzug. Als dies geschah, schrie er "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Matthäus 27, 46.
Danach tränkten ihn die Soldaten mit Essig: Symbol der Aufnahme und Einswerdung mit unseren Sünden.
Dann stieß Jesus einen lauten Schrei aus und verschied.

Wohin gehen Sünder, wenn sie sterben?
Natürlich in die Flammen.
Die Last unserer Vergehungen zog auch Jesus dorthin.

Psalm 88 beschreibt seine Höllenfahrt:
"7 Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen.
8 Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt."

Tiefste Grube?
Wellen des Zorns?
Der Psalmist beschreibt den See, der zwar wie Feuer aussieht, aber Wellen schlägt und aus dem Zorn Gottes besteht.

"9 Meine Bekannten hast du von mir entfernt, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin eingeschlossen und kann nicht herauskommen.
10 Mein Auge verschmachtet vor Elend. Zu dir rufe ich, HERR, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hände aus zu dir.
11 Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen aufstehen, dich preisen?"

Ja!
Die Toten werden auferstehen--weil dieser Tote auferstand.
Doch noch ist es nicht soweit. Der Messias leidet weiter:

"12 Wird von deiner Gnade erzählt werden im Grab, im Abgrund von deiner Treue?
13 Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?"

Ja! Halte durch!
Jesus hofft hier auf die Auferstehung, die wenig später Geschichte wurde.
Noch leidet er:
"17 Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.
18 Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringen mich allesamt."

Wieder ist die Rede von Zorngluten, die ihn wie Wasser umringen.
Ohne daß dies ausdrücklich gesagt würde: Hier sehen wir Jesus, der an unserer Stelle leidet. Er ertrug an unserer Statt die Trennung vom Vater und die entsprechende Strafe. Jesaja 53, 5: "Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."

Die Auferstehung, (der Ostermorgen), kommt erst in Psalm 89.

Sonntag, 28. März 2010

Der Traum, der Tod und die Treue Gottes

"Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, daß ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben."
Apostelgeschichte 2, 17

Meine Tochter ist zwar keine Älteste, (sie ist ein Kind), doch sie hat geträumt. Letzten Dienstag nach der Schule teilte sie mir mit, sie habe zweimal hintereinander von ihrem Großvater mütterlicherseits geträumt. Er sei gestorben.

Gestern abend um 19.05 Uhr Ortszeit ist ihr Großvater mütterlicherseits gestorben.

Er wohnte mit der Großmutter mütterlicherseits in den USA.
Nun trifft es sich, daß meine Frau letzten Montag in die USA flog, um ihrer Mutter zum Geburstag zu gratulieren. Nun erlebt sie in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts außerdem den Heimgang ihres Vaters und kann ihre Mutter trösten.

Das ist nicht alles.
Mein Schwiegervater saß am Steuer eines großen Wagens, als ihm plötzlich schwindlig wurde und er tot zur Seite sackte. Glücklicherweise hatte er die Autobahn bereits verlassen und fuhr langsam durch eine Stadt namens Salem, (benannt nach Jerusalem), wo er starb. Meine Schwiegermutter griff ins Lenkrad, trat auf das Bremspedal der Automatikschaltung und brachte den Wagen ohne Unfall zum Stehen.

Mein Schwiegervater war 70. Und er war bekennender Christ. Er ist beim Herrn. Die Fingerabdrücke des Herrn sind auf dieser ganzen Geschichte sichtbar.

Ein Atemzug nur trennt uns von der Ewigkeit.
Bist du dir sicher, daß du weißt, wo du sie verbringen wirst?

"Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden." Apostelgeschichte 2, 21.

Samstag, 27. März 2010

Zeitumstellung!

Nicht vergessen: Morgen bricht die Sommerzeit an. (Juhu!)
Die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. (Brr.)

10.30 Uhr heute ist 11.30 Uhr morgen.
9.30 Uhr heute ist 10.30 Uhr morgen.

"Ich bin unschuldig!"

"Pastor, es geht um meine Frau. Sie war schon länger komisch. Nun hat sie mir einen Abschiedsbrief geschrieben und ist übernacht ausgezogen. Aber sie erzählt überall herum, ich hätte sie aus unserer Wohnung geworfen. Alle bemitleiden sie und ich komme mir vor wie ein Idiot. Soll ich ihren Abschiedsbrief öffentlich machen, damit jeder sehen kann, daß sie lügt?"

Würde ich nicht tun.
Dein Ärger ist mehr als verständlich und berechtigt. Du willst dich rechtfertigen, klar. Du sorgst dich um dein Image.
Doch du darfst den Hunger der Leute nach Klatsch nicht unterschätzen. Wenn ihr euch fetzt, dann ist das für manche unterhaltsam. Den Leuten ist letztlich egal, wer recht hat. Es interessiert sie nicht wirklich. Denn sie sind, wie alle Menschen, vor allem mit sich selber beschäftigt. Insgeheim sind sie natürlich froh, daß sie nicht in deiner Situation sind.
Mach dich nicht zum Schauspiel.

Mach's vielmehr wie Jesus: Wirf dich auf den Vater, der dein Dilemma sieht und hinter den Kulissen schon an deiner Rechtfertigung arbeitet. Kurzfristig leidest du vielleicht. Doch Gott wird den Unschuldigen immer rechtfertigen. (Laß ihn das machen). Langfristig bist du dann der Gewinner.

"Christus hat ... euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt: der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden, der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet."
1 Petrus 2, 21-23.

Jesus rechtfertigte sich vor Pilatus und dem Hohen Rat nicht. Es hätte sowieso nichts genutzt. Denn die hätten ihn getötet, egal, was er vorgebracht hätte.

Doch Gott half Jesus über die Maßen.
Auch du bist sein Kind. Erwarte dasselbe.

Donnerstag, 25. März 2010

Heute hier, morgen dort?

"Die Gabe eines Menschen schafft ihm weiten Raum, und vor die Großen führt sie ihn."
Sprüche 18, 16.

Unser Lobpreisleiter Jorge ist ein begehrter Mann.
In den letzten Wochen wollten ihn die Pastoren zweier Gemeinden abwerben. Außerdem will ihn eine christliche Laienorganisation dafür gewinnen, für sie Musik zu machen.

Jorge ist jedoch ein geistlicher Mensch. Er würde schon aus Prinzip nicht für Leute spielen, die ihn hintenrum seiner Gemeinde abspenstig machen wollen. Das ist schlechter Stil. (Und ganz ehrlich: Ich verstehe diese Pastoren auch nicht. Glauben die im Ernst, auf einem solchen Verhalten liegt ein Segen?)

Ich schreibe Jorge nicht vor, wo er spielen soll. Wie sollte ich? Ich freue mich, wenn er anderswo Konzerte gibt und unterstütze ihn hierin.
Doch es ist schön, zu sehen, daß die Gemeindearbeit vor Ort Vorrang hat.

Gloria a Dios, compagnero.

Dienstag, 23. März 2010

Durch's Tal auf den Berg

"Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt."

Hebräer 10, 36 ist für viele Christen eine Schlüsselschriftstelle. Denn es scheint fast so, daß Gott auf unsere Gebete eingeht und uns Verheißungen macht, aber dann prüft, ob wir diese überhaupt wollen. Da kommt dann die Geduld ins Spiel.

"Ausharren" meint dabei nicht einfach nur Geduld. Das Wort könnte man auch mit "dranbleiben" übersetzen. Dranbleiben im Sinne von erhöhter Belastbarkeit. Dranbleiben wie eine Bulldogge, die sich in ein Objekt verbissen hat. (Aus Rücksicht auf die Tierfreunde unter uns habe ich "Objekt" geschrieben, nicht "Bullenschnauze", obwohl Bulldoggen und -terrier einst genau hierfür, die Bullenbändigung, gezüchtet wurden).

Schauen wir kurz, wie es einigen biblischen Heroen ging, nachdem sie eine Verheißung von Gott bekommen hatten:

Abraham:
Kam nach Kanaan, stellte sein Zelt auf--und schon kam eine Hungersnot ins Land.
Der Kinderlose sollte außerdem Kinder haben. Die ließen jedoch Jahrzehnte auf sich warten.

Josef:
Träumt davon, daß Sonne, Mond und Sterne sich vor ihm verbeugen. Doch statt zu herrschen, durchlebt er erstmal 13 Jahre Sklaverei und Gefängnis.

David wird mit 17 von Samuel zum König gesalbt, muß aber vor dem eifersüchtigen Nochkönig Saul fliehen und lebt rund 10 Jahre in den Wäldern.

Petrus hatte die Zusage Jesu, auf dem Wasser laufen zu dürfen.
Doch mittendrin geht er unter!
War das Wort nun wahr oder erlaubte sich der Herr mit ihm einen Scherz?
Natürlich nicht. Jesus zog den Sinkenden wieder aus dem Wasser.
(Was wäre passiert, hätte Petrus gezetert und auf Jesus geschimpft, als er nasse Füße bekam?)

Paulus wurde von einem Nachtgesicht gewiesen, nach Mazedonien zu ziehen, wo er prompt mit zerschlagenem Rücken im Gefängnis landet.
Doch Paulus singt, statt daß er klagt--und ein Erdbeben befreit ihn von seinen Ketten und sorgt dafür, daß noch in derselben Nacht eine Gemeinde entsteht.

Der Heilungsprediger John Dowie wurde um 1890 rund hundertmal im Jahr von der Chicagoer Polizei verhaftet. Doch er blieb und wurde zum angesehenen Bürger.

Jesus:
Hatte die Verheißung, den Thron seines Vaters David zu besteigen, ja, Herrscher über die Welt zu werden. Stattdessen landete er an einem Kreuz!

Doch Gott in allen Fällen hatte Gott das letzte Wort. Denn keiner der oben Genannten gab auf, zog sich zurück oder warf seine Zuversicht weg. So erlangten sie ihre jeweiligen Verheißungen. Für alle galt:

"'Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben'; und: 'Wenn er sich zurückzieht, wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.' Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Gewinnung des Lebens."
Hebräer 10, 38-39.

Samstag, 20. März 2010

Pornotaschenkino

Es ist immer wieder interessant zu sehen, (in der Websitestatistik), von woher unsere Websitebesucher so zu uns herüberklicken.

Heute begrüße ich alle, die immer mal wieder von ihrer Lieblingspornoseite aus bei uns vorbeischauen. Ihr seid nicht viele. Aber ihr habt ein gigantisches Problem.

Ich halte Pornographie für schneller süchtigmachend und deshalb für schädlicher als andere Drogen.
Anders als landläufig angenommen macht zB Heroin nicht nach ein- oder zweimaligem Gebrauch süchtig. Ich vermute, daß eine ganze Reihe von Personen das Zeug nimmt, von denen man es nie erwarten würde: Äußerlich erfolgreiche Menschen, die sich hier mal die ultimative Belohnung geben wollen. Die meisten lassen es dann irgendwann wieder, weil sie merken, daß ihnen da etwas entgleitet.

Bei Christen führen Drogen zu abwechslungsreichen Begegnungen mit dem Feind Gottes. Das mündet dann für gewöhnlich in große Seelenqual mit abnormen Angstzuständen.
Doch das ist jetzt nicht mein Thema.

Die Wirkung normaler Drogen wie Alkohol, THC oder chemischen Hexenküchenzeugs klingt wieder ab. Das Gemeine an Pornographie ist, daß sie sich in den Gehirnwindungen festsetzt, wo sie mit rasender Geschwindigkeit zu Zwangsgedanken wird.
Paulus sagt in 1 Korinther 6, 18, "Flieht die Unzucht!"
Deshalb: Sofort geeignete Maßnahmen zur Unterbindung einer Pornogewohnheit einleiten!

Weil wir gerade dabei sind:
Kaum einer würde seinem Kind erlauben, in der Zurückgezogenheit seines Zimmers ein wenig Kokain zu schnupfen oder mit Heroin zu experimentieren. Eltern, die Spritzbestecke in den Zimmern ihrer Kinder fänden, wären--zu recht--hochgradig alarmiert.
Doch weißt du, was sich auf dem Taschentelefon deines Kindes so an Bildmaterial befindet? Wer sich hier mit dem Verweis auf die Privatsphäre seines Kindes herausredet, hat als Erzieher schon versagt. Gleichgültigkeit ist keine Lösung.

Warum das Handy nicht abends einsammeln? Oder es überhaupt mal Pause machen lassen, (im Tresor oder so). Vielleicht entdeckt dein Kind dann die Welt ganz neu?

Sind die einschlägigen Pornoseiten in deinem Internetbrowser geblockt?

Der Artikel beginnt, den Rahmen zu sprengen...

Soviel noch:
"Warum solltest du, mein Sohn, an einer Fremden taumeln und den Busen einer anderen umarmen? Denn vor den Augen des HERRN liegen eines jeden Wege, und auf alle seine Bahnen gibt er acht. Seine eigenen Sünden fangen ihn, den Gottlosen, und in den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten. Ein solcher wird sterben aus Mangel an Zucht, und in der Größe seiner Narrheit taumelt er dahin."
Sprüche 5, 20-23.

Donnerstag, 18. März 2010

Der Herr, dein Arzt

Gestern ging's im Alphakurs um Heilung: "Heilt Gott heute noch?"

Nun, unter den Anwesenden waren M. und C. und U. und S., die Gott in den letzten Monaten von Leiden des Bewegungsapparates heilte. Sie alle wurden ratz-fatz ihre Krücken los.
E.M. war von Gott von einem Tumor befreit worden. (Ich berichtete).
C.M. wurde im Dezember dramatisch von einem Rückenleiden geheilt.
Und so weiter.

Gott heilt schon auch heute noch. Über dieses Thema gibt es unglaublich viel zu sagen.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn man anerkennen würde, daß Heilung genauso zum Erlösungswerk gehört, wie die Vergebung der Sünden. Die Erwartungshaltung wäre oft eine bessere. Dabei heißt es doch in der Bibel:

"Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten." Psalm 103, 2-3.

"Unsere Krankheiten - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn"--Jesus am Kreuz--"für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden." Jesaja 53, 4-5.

Jesus, "der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." 1 Petrus 2, 24.

Daß Gott Sünden vergibt ist unumstritten. Viele glauben jedoch, Gott veranlasse Krankheit aus diversen Gründen. Doch Vergebung und Heilung sind "ein Ding." Genauso, wie Gott keine Sünde schickt, schickt er auch keine Krankheiten. Dafür ist der Teufel zuständig.

"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm." Apostelgeschichte 10, 38.

Jesus heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren.
Denn Heilung gehört zum Erlösungswerk.

Mittwoch, 17. März 2010

Besetzte Segnungen?

"Pastor, ich habe eine Predigerin gehört, die sagte, 'Alle deine Segnungen sind besetzt!' Wo steht das in der Bibel?"

Es gibt keinen Vers in der Bibel, der dies so sagt. Doch es stimmt schon: Kanaan war von sieben Völkern besetzt und Israel mußte es einnehmen.

Unser Kanaan sind die Verheißungen Gottes.
Auch die sind besetzt: mit Unglauben, Kleinglauben und Zweifel. Deshalb sagt Paulus, "Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi." 2 Korinther 10, 4-5.

Wir ersetzen Gedanken des Kleinglaubens mit Gedanken aus dem Wort Gottes: Eben den Verheißungen, die wir in Anspruch nehmen. Über die denken wir nach. Das führt über kurz oder lang dazu, daß unsere Überzeugungen sich ändern und Dinge, die wir gerade noch für unmöglich hielten, (unsere Heilung etwa), erscheinen plötzlich greifbar. Der erwachende Glaube führt zu Glaubenstaten, (wir werden dem Wort gegenüber gehorsam), und die Verheißung manifestiert sich in unserem Leben.
Bis dahin kann das schon ein Kampf sein.

Doch es ist ein "guter Kampf", 2 Timotheus 4, 7.
Ein guter Kampf ist einer, den ich gewinne.
Ob das gelingt liegt mehr an uns als an Gott.
Denn WIR kämpfen und setzen den Sieg, den er schon errungen hat, in die greifbare Realität um.

Dienstag, 16. März 2010

Power chords

Habe heute abend ein wenig in der Musiktheorie geblättert.
Ich habe herausgefunden, daß es nicht nur die allgemein bekannte Tonleiter gibt, mit den Varianten Dur und Moll, sondern daß es noch einen ganzen Sack voll anderer Tonleitern gibt. Etwa die Dorische, Hypodorische, Phrygische, Lydische, Mixolydische Tonleiter. Die haben zwar griechische Namen, gehen aber allesamt auf die kirchliche Musik des Mittelalters zurück.

Sämtliche moderne Musik hat ihre theoretischen Wurzeln in der Kirchenmusik!

Unter anderem weil sie tonleitermäßig zusammenpassen, kann man bestimmte klassische Stücke besonders gut in die power chords des Heavy Metal umtransponieren. (Power chords sind Dreitonakkorde, denen die große Terz fehlt). Daß Richie Blackmore oder Yngwie Malmsteen so elegische, klassisch anmutende Solos spielen können, hat damit zu tun, daß sie sich derselben theoretischen Systeme bedienen wie die Kirchenmusiker des Mittelalters.

Für Blues und Southern Rock eignet sich die mixolydische Tonleiter besonders gut. (Sweet Home Alabama ist mixolydisch melodisiert).

Puh!

Naja, wenn man als Gitarrist besser werden will, muß man da durch.
Ich habe zur Zeit den Ehrgeiz, besser zu werden. Denn im Oktober möchten wir im CGZ ein einen "Blues Breaker" veranstalten: Einen Abend, an dem die Lieder nicht allein Loblieder sind, sondern Geschichten erzählen.
Im Blues-Stil.
Alte Bekannte mit neuen Texten. (Außerdem bin ich mir sicher, daß einige Psalmen Davids mit einem eindeutigen Bluesfeeling gesungen wurden. Damals gab's bloß blöderweise noch keine CDs).
Ein paar wirklich begabte Musiker haben schon zugesagt.

Das wird ein Christenspaß!

"Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o HERR," (in mixolydischem H?)
Psalm 130, 1

Sonntag, 14. März 2010

PN-Recap

Wir hatten gestern einen schönen, unspektakulären Lobpreisabend. Jorge und die Band führten uns souverän in die Gegenwart Gottes, wir hörten Zeugnisse und ich predigte ein wenig.

Eine liebe Frau, Gott segne sie, kam nach vorne und meinte zu mir, sie wäre letztens dagewesen und hätte eine Blasenentzündung gehabt, als sie für sich beten ließ. Danach sei sie weg gewesen, die Entzündung. Sie denke, der Heilungsgottesdienst habe etwas damit zu tun gehabt.

Ich pflichtete ihr bei.

Ein Herr aus der Haßfurter Gegend war letztes Jahr an seiner Schulter angerührt worden. Er hatte dort ein langjähriges Leiden. Eine befürchtete Operation im Nackenwirbelbereich konnte so unterbleiben. Alle Taubheits- und Lähmungsgefühle waren verschwunden. (Diese Heilung stellte sich nach und nach ein! Der Herr gab seinen Glauben nicht auf, auch als er nicht sofort etwas sah).

E.M. war von zwei unabhängigen Ärzten ein Tumor diagnostiziert worden, ("Unklare RF am Oberpol der Niere links", das ist Doktorsprech und bedeutet: Etwas, das da nicht sein sollte, fordert Raum in der Niere). Nach Gebet verschwand dieser. Heute hatte sie ein Schreiben ihres Facharztes dabei, das ihr einen "unauffälligen Befund" bescheinigt. Sie soll in acht, neun Monaten nochmal vorbeikommen.

Gott ist gut.

Samstag, 13. März 2010

Praise Night 03/10

Nicht vergessen:
Heute abend ist Praise Night mit Jorge Martinez und der CGZ-Band.

Gebet für Kranke findet auch wieder statt.

Beginn ist um 19.30 Uhr, Schluß wird so um 21.30 Uhr sein.
Hinterher stehen wir noch im "Bistro" rum und unterhalten uns.

Bis nachher!

Freitag, 12. März 2010

Schlangen aufheben?

"Pastor, ich habe in der Bibel gelesen, daß wir als Gläubige Schlangen aufheben sollen...?"

In Markus 16, 17-18 heißt es, "Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden."

Paulus wurde mal beim Holzsammeln auf Malta von einer Schlange gebissen. Doch er schüttelte sie ab ins Feuer und erlitt keinen Schaden. Von den skeptischen Inselbewohnern wurde er daraufhin als Gott betrachtet, was die Evangelisation der Insel erheblich erleichterte. (Er hatte ihr Ohr).

Doch Paulus hob die Schlange nicht auf. Im ganzen Neuen Testament hantiert niemand mit Schlangen. Was meint Jesus also, wenn er vom Schlangenaufheben redet?

Der einzige, der in der Bibel Schlangen aufhebt, ist Mose.
In 2 Mose 4, 1-4 sollte Mose seinen Stab in den Staub werfen. Dort wurde er zum Reptil. Der Prophet sollte die Schlange ergreifen. Er tat es--und die Schlange wurde in seiner Hand wieder zum Stab.

Ich glaube, daß Mose hier ein Symbol für Gott ist. Der Stab ist ein Mensch, der ihm aus der Hand gleitet. Getrennt von Gott liegt das Ding auf der Erde und wird zur Schlange. Die ist ein Symbol für den gefallenen Menschen und seine Fähigkeit zur Bosheit.
Doch wenn ein Evangelist diese Schlange aufhebt, also den Sünder zu Jesus führt, dann vollzieht sich eine Verwandlung: Die Schlange wird wieder zum nützlichen Stock in der Hand ihres/seines Meisters.
Mit der Ex-Schlange in der Hand teilte Mose das Rote Meer. Er schlug damit auf den Felsen und Wasser kam hervor.

In diesem Sinn bedeutet "Schlangen aufheben": Menschen zu Jesus führen und erleben, wie sie sich verändern.

Echte Schlangen lassen wir im Terrarium, (oder gleich im Urwald).
Wir bringen sie nicht mit in die Gemeinde.
Sorry, Mogli.

Dienstag, 9. März 2010

Gunst kaufen?

"Pastor, ich wollte jemandem was schenken--und der wollte das nicht! Jetzt bin ich geknickt."

Aber warum denn?
Beim Schenken geht's doch eigentlich um den Beschenkten und weniger um den Schenker. Wenn dir die Ablehnung deines Geschenks was ausmacht, dann war dein Motiv vielleicht doch nicht so sehr die Nächstenliebe, sondern eher das Bedürfnis nach Anerkennung und Dank. Du wolltest Gunst kaufen.

Viele versuchen, sich Gunst mit Geschenken zu erkaufen.
Das funktioniert auch. Solange die Geschenke fließen. Salomo sagt, "Die Freunde des Reichen sind zahlreich." Sprüche 14, 20. Denn ein Reicher kauft sich seine Freunde einfach. Die bewundern ihn dann und er fühlt sich gut und findet, die Investition hat sich gelohnt.
Doch ein solcher Gunst-Kauf ist nicht mit Nächstenliebe gleichzusetzen.

Nächstenliebe geht so:
"Liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen! Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen." Lukas 6, 35.

Montag, 8. März 2010

Third Stone from the Sun

"Pastor, kann ein Christ Dämonen haben?"

Tja.
Judas hatte einen.
Als er sich endlich entschied, Jesus zu verraten, "fuhr dann der Satan in ihn." Johannes 13, 27. Aber Judas ist ein Sonderfall.

Viel aufschlußreicher ist die Sache mit Petrus, zu dem Jesus sagte, "Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist."

Worauf reagierte Jesus so überaus heftig, daß er seinen führenden Jünger "Satan" nannte?
Petrus hatte versucht, Jesus das Kreuz auszureden. Petrus wäre nämlich viel lieber Großwesir im soeben entstehenden Reich des Messias geworden. Mit einem Erlöser am Kreuz konnte er nichts anfangen, genausowenig wie die anderen Jünger. Die dachten allesamt an ein irdisches Reich mit Chefposten, die es zu erobern galt. (In Lukas 22, 24 streiten die Jünger--während des Abendmahls!--darüber, wer von ihnen der Größte sei).

Wenn Petrus Gedanken aus der falschen Quelle schöpfen konnte, dann kann das auch uns passieren. Es gibt massenhaft fehlgeleitete Christen, die mehr oder weniger unwissend Handlanger des Feindes sind und Gottes Reich behindern, statt es zu bauen.

Was müssen wir beachten, damit wir nicht in dieselbe Falle tappen?

Petrus sann auf das Falsche: Seine Ziele waren nicht Gottes Ziele, sondern menschliche Ziele. Sein Motiv war weniger, Gott zu gefallen, als im Windschatten Jesu zu einem bewunderten Unter-Boß zu werden.

Auf was sinnst du?
Stehst du ständig im Rampenlicht deiner eigenen Aufmerksamkeit?
Nachdem er Petrus geschimpft hatte, wandte sich Jesus an alle Jünger und sagte, "Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden."

Natürlich geht's hier um die Erlösung.
Ich erkenne aber noch was Allgemeingültiges und für alle Relevantes in diesen Versen:
Mein Leben "rette" ich, indem ich mich ständig mit mir selber beschäftige.
Doch ständiges Um-sich-selber-kreisen ist ein sicherer Weg zu Unausgeglichenheit und Melancholie. (Denn es könnte uns immer noch ein wenig besser gehen).

Wer hingegen seinen Nächsten liebt, wendet dem seine Aufmerksamkeit zu. Wenn wir unserem Nächsten den Nutzen mehren, geht es uns ganz von selber gut.

Nächstenliebe ist nichts Schwieriges, das nur besonders Heilige können. Sie fängt schon damit an, daß wir unseren Familienmitgliedern gegenüber erträglich sind und ihnen ihre Lasten erleichtern. Meinen Chef liebe ich, indem ich gute Arbeit für ihn leiste, auch wenn er gerade nicht herschaut. Und und und.

Über das Christen/Dämonen-Thema gibt's noch mehr zu sagen.

Samstag, 6. März 2010

Steine mit Ausstrahlung?

"Pastor, ich bin nun seit ein paar Monaten Christ und habe meine Esoterikbücher so nach und nach im Kachelofen untergebracht. Nun habe ich aber noch ein sehr teures Kunstwerk, das eine religiöse Person zeigt. Soll ich das auch entsorgen?"

Auch ich bin als junger Christ vor vielen Jahren einem Impuls gefolgt und habe verschiedene meiner Schallplatten, (große schwarze Scheiben, wer erinnert sich noch?), mit Begeisterung zerbrochen. (Mir war, als hätte ich Frank Zappa wimmern hören, als Bobby Brown dran glauben mußte).
Esoterikbücher hatte ich keine. Aber ein Schillum, (eine Haschischpfeife), die ich in der elterlichen Heizung in Flammen aufgehen ließ.
Saubermachen ist schon gut.

Doch was tun mit dem teuren Kunstwerk?
Angenommen, es handelt sich um einen 10.000 EUR-Buddha. Den wegzuschmeißen käme doch recht teuer.
Ihn einem Buddhistenkloster zu schenken wäre allerdings erst recht fatal. Denn das Letzte was wir wollen ist, jemanden zum Götzendienst animieren.
Der einzig richtige Ort für das Ding wäre ein Platz, an dem er als Kunstwerk betrachtet, aber keinesfalls als religiöses Objekt behandelt wird.
Als Geschenk für ein China-Restaurant ist er zu teuer.

Ich würde versuchen, ihn einem Museum zukommen zu lassen.

Ein Museum ist der ideale Platz für ausrangierte Götter. Ein Götze im Museum ist etwas Herrliches. Wo sonst wird seine Kraftlosigkeit besser demonstriert?

Manche mögen argumentieren, "Aber die Vibrations, die von dem Ding ausgehen! Was ist mit den geheimnisvollen geistlichen Mächten, die ihn umgeben...! Wenn die mich anfallen...?"

Wer so argumentiert, hat zuviel "Nachts im Museum" geschaut.

Götter aus Holz und Stein sind tot, sagt die Bibel. "Das sind doch keine Götter!" Jeremia 16, 20. Von ihnen geht nichts aus, was nicht von gewöhnlichen Steinen auch ausgeht.
Ich weiß von Missionaren in Asien, die wochenlang in Tempeln mit einer Vielzahl von Götzen übernachtet haben, einfach deshalb, weil kein anderes Dach über dem Kopf zur Verfügung stand. Das waren kühne Diener des lebendigen Gottes, denen keiner der sicher anwesenden Teufel je die Nachtruhe verdarb.

Ich selber habe in Chandrapur, Indien, in einem Shiva-Tempel gepredigt. Der Götze war zugehängt und der lebendige Christus anwesend.
Im Götzentempel!
Ich predigte Jesus und am dritten Abend waren wir rund tausend Leute. Auf dem Ganesh-Elefantengott-Fest am anderen Ende der Straße hingen dagegen nur rund 20 Personen rum.

Christen haben manchmal Angst vor Dingen, die ihnen eigentlich keine Angst machen sollten.

Heißt das, ich würde mir einen überdimensionierten Buddha, Shiva, oder ein Marienbild in die Wohnung hängen?
Nein. Definitiv nicht.
Ikönchen hingegen finde ich sehr schön. Da hab ich ein paar Souvenirs aus dem ehemaligen Ostblock. Doch mehr als das sind die Bilder nicht: schöne Souvenirs. Sie sind keine Andachtsgegenstände.

Brauchen wir auch keine.
Denn wir beten Gott im Geist und in der Wahrheit an, nicht vor einem Objekt, vor dem wir auswendiggelernte Gebete abspulen.
Gott will unser Herz, nicht unser Geleier.

Mittwoch, 3. März 2010

Songs of Salvation

"Pastor, du spielst Hendrix...! Findest du christliche Musik langweilig?"

Die Wahrheit ist, ich höre zum allergrößten Teil christliche.
Einer der besten Gitarristen der Welt ist der Christ Phil Keaggy. Ihn höre ich seit 27 Jahren. In München und Tulsa sah ich ihn sogar live. In München unterhielt ich mich nach dem Konzert (in einer Kirche) ein wenig mit ihm und durfte sogar auf seinen Gitarren spielen. Einfach so!
Ich habe mal gehört, daß die Superband Doobie Brothers ihn zum mitspielen eingeladen hat. Er entgegnete jedoch: "Nein danke. Ich spiele nur für Jesus."

Und ich würde mich auch nie hinstellen und "I'm a voodoo child...!" singen, selbst wenn mir das Lied gefällt und ich von Jimis Fähigkeit zu solieren beeindruckt bin. I'm a Gottes-child, und ich werde Jesus nicht mit albernen Liedzeilen provozieren. Aber mit einem neuen Text, etwa "Sei bereit...!" schaut die Sache ganz anders aus.

Einigen unserer Kinder ist noch immer der neue Text von Smoke on the Water von der Weihnachtsfeier im Ohr: "Laaauf auf dem Wasser!"
Im Text bei Deep Purple brennt ein Studio am Genfer See, bei mir läuft Petrus auf dem von Genezareth.

Manche Clapton-Texte sind von Haus aus biblisch. Ich meine jetzt nicht "Cocaine", sondern "Further up on the road", indem es darin geht, daß ein Mensch stets erntet, was er gesät hat.

Gitarrero Jeff Beck dagegen kann nicht singen. Dafür kann er mit einer Stratocaster umgehen, wie sonst kaum einer. Der ist einfach ein anständiger, hart arbeitender Engländer, der phänomenale Musik macht. Ich hör ihn gern. Dennoch bin ich nicht völlig daheim bei ihm. Weil er halt vermutlich kein Christ ist.

Vor ganz, ganz langer Zeit hat mich The Who grenzenlos fasziniert. Unter anderem natürlich, weil Pete Townsend zum Schluß immer mit seiner Gitarre den Verstärker demoliert hat. Jetzt, wo ich die Texte verstehe, bin ich oft (positiv) schockiert. "Behind blue eyes" etwa bringt die Befindlichkeit eines Sünders, der an sich leidet, aber aus seiner Haut nicht rauskann, perfekt auf den Punkt. Niemand sieht, wie er in seinem Innern--hinter blauen Augen--leidet, an seinem Zwang zu lügen und an seinem stumpfen Gewissen.
"Roger!" möchte man dem Sänger zurufen, "es gibt einen Erlöser!"

Und so singen die einen, weil sie sich nach Erlösung sehnen.
Und die anderen, weil sie erlöst sind.
Welches Lied singst du?