Mittwoch, 26. April 2017

Der Tag der Erde und Vorhersagen des Untergangs

„Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
1 Mose 8, 22.

Ich weiß nicht, ob's jemand gemerkt hat, aber letzten Samstag war Earth Day, der alljährliche Tag der Erde. Aktivisten beschwören an diesem Tag den Naturschutz und, natürlich, den Klimawandel. (Erderwärmung sagt man ja nicht mehr).
Der Earthday geht traditionell mit Vorhersagen des Untergangs einher. Schaut man sich die Vorhersagen früherer Erdtage an, findet man eine Liste der Ängste jener Zeiten.
Allerdings sieht man auch, dass an diesen Vorhersagen nicht besonders viel dran ist. Denn so gut wie keine hat sich erfüllt.

1970 wurde der Earthday erfunden. Damals sagte der Biologie-Nobelpreisträger und Harvard Professor George Wald voraus, dass die menschliche Zivilisation innerhalb der nächsten 15 bis 30 Jahre ein Ende findet, wenn man nicht sofort gegensteuert. Biologie-Professor Paul Ehrlich von Stanford schrieb ein Buch, in dem er behauptete, dass die Weltbevölkerung schneller wächst als die Nahrungsmittelversorgung. Er glaubte, bis 1980 würden 100 bis 200 Millionen Menschen jährlich Hungers sterben. England, behauptete er, würde im Jahr 2000 nicht länger existieren. Alle wichtigen Meerestiere würden innerhalb von 10 Jahren (ab 1969) aussterben.
Ehrlich hat für seine Prognosen zahlreiche höchste Preise bekommen.

1975 warnte Nigel Calder vor einer neuen Eiszeit.
Die Welt-Meteorologen-Organisation WMO schrieb in dem selben Jahr, die Abkühlung der Erde seit 1940 sei groß und langanhaltend genug, um keine schnelle Wende zu erfahren.
Im Jahr 2000 wiederum behauptete ein Klimawissenschaftler namens Viner, Schnee werde in England zu einem seltenen Phänomen werden. In den folgenden Jahren schneite es dort jedoch mehr und wurde es kälter als jemals seit 1914, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen dort.

2017 war der wärmste März und der kälteste April (in der Schweiz) seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ende März ging man ins Freibad, im April beheizte man Weinberge und Obstgärten mit Fackeln, um die Blüten vor dem Frost zu schützen.

1970 glaubte Ökologe Kenneth Watt von Swarthmore: Die Welt habe sich in den letzten 20 Jahren stark abgekühlt. Im Jahr 1990 würde es deshalb merklich kühler, im Jahr 2000 so kalt, dass ein neues Eiszeitalter anbrechen könnte. In 25 Jahren würden 75 bis 80 % aller lebenden Tiere gestorben sein.

Außerdem glaubte man bei der Zeitschrift Scientific American damals, der Erde würde das Kupfer ausgehen. Und Blei, Zink, Gold und Silber wären 2000 endgültig erschöpft.

Übrigens glaubte das US-Innenministerium bereits 1939, die amerikanischen Ölvorräte würden nur noch 13 Jahre reichen. 1974 glaubte man, nur noch Erdgas-Vorräte für 10 Jahre zu haben. 2014 gab die Regierung dann bekannt, dass man noch auf genug Gas für etwa 100 Jahre säße.

Aktivisten geben zu: Sie überzeichnen leichtverständliche Schreckensszenarien, um eine träge Bevölkerung in die Gänge zu bekommen. (Stephen Schneider in Discover, 1989). Der Aktivist müsse selber entscheiden, wie er zwischen Effektivität und Ehrlichkeit einen Ausgleich findet.

Besonders deutliche Worte fand der linke Politiker Timothy Wirth aus Colorado. Er sagte 1988, „Wir müssen versuchen, auf diese Erderwärmungssache aufzuspringen. Selbst wenn die Theorie von der Erderwärmung falsch ist, werden wir trotzdem das Richtige tun, was Wirtschafts- und Umweltpolitik angeht.“

Machen wir uns nichts vor: Das Klima wandelt sich.
Es wandelt sich immer.
Und natürlich hat der Mensch einen Anteil daran. 7,5 Milliarden lebendige Menschen sind viel Biomasse, wenn ich das so sagen darf.
Na und?
Gott hat der Menschheit ganz am Anfang aufgetragen, die Erde zu füllen und auf ihr zu wimmeln. Die Erde wurde für die Menschen gemacht und es gibt noch viel Platz. Die periodisch wiederkehrenden Hungerprobleme in manchen Ländern der Welt sind meistens nicht naturgemacht, sondern systembedingt. Da handelt es sich um politisches Versagen.

Statt mit superteuren und sinnlosen Anstrengungen zu versuchen, die Erdtemperatur in 100 Jahren aufs Grad genau festlegen zu wollen, sollten wir uns anpassen.

Gott segne alle Wissenschaftler, die aufrichtig nach der Wahrheit suchen.
Sie werden sie finden.
Denn er lässt sich finden.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14, 6).

Freitag, 21. April 2017

Martin Luther, Bösewicht?

„Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Wort und erhoben ihre Stimme und sagten: Weg von der Erde mit einem solchen, denn es darf nicht sein, daß er lebt.“
Apostelgeschichte 22, 22.

„Pastor, heuer ist Lutherjahr. Dabei war Luther ein übler Antisemit und ein Vorläufer von Hitler. Fast genauso schlimm.“

Solche Aussagen verkürzen den Blick auf Luther doch sehr.
Denn sein Hauptanliegen war bekanntlich nicht die Ausrottung der Juden—davon war bei ihm nie die Rede—sondern die Erlangung des Heils in Christus und die Erneuerung der Kirche.
Luther hat mit Hitler nichts zu tun.
Der eine übersetzte die Bibel auf Deutsch und predigte den rettenden Glauben an das Erlösungswerk Jesu Christi.
Der andere schrieb „Mein Kampf“ und gerierte sich selber als völkischer Messias, an den das deutsche Volk zu glauben habe.
Der eine führte Millionen von Menschen in eine lebendige Beziehung mit Gott.
Der andere ermordete Millionen von Menschen und legte Europa in Schutt und Asche.
Der eine diente dem Leben, der andere dem Tod.
Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein.
Wenn man unbedingt eine Beziehung zwischen den beiden herbeifaseln will, dann gilt: Luther ist der Anti-Hitler, Hitler der Anti-Luther—auch wenn Hitler einst selbstgefällig feststellte, dass die Deutschen nur einem einzigen anderen so zu gejubelt hätten wie ihm: Luther.
Scheinbar war die Deutschen 1517 völlig anders drauf als 1933.

Als John Wesley einst in London die Vorrede Luthers zum Römerbrief hörte, wurde ihm seltsam warm ums Herz und er brach zum lebendigen Glauben durch. Predigend und lehrend durchzog er darauf hin England, verhinderte so eine Revolution wie die französische, und gründete die Methodistenkirche.
Ohne Luther keine Methodisten.

Luther nahm bekanntlich kein Blatt vor den Mund. Political Correctness sucht man bei ihm (glücklicherweise) vergebens. Und es ist richtig, dass er über die Juden zum Schluss ziemlich unschöne Dinge gesagt hat, Dinge, die fast so derb waren wie die, die er über das „keiserliche Bapstum“ und „Mahomet, Türcken und Saracener“ abgelassen hat.
Beide, Türck und Bapst, waren für ihn beierbeiter des Teuffels vnd des endechrist.
Noch sein letztes Buch hieß „Wider das Papsttum, vom Teufel gestiftet.“
Er geißelte das überhebliche Verhalten der Fürsten in seiner Schrift „Ermahnung zum Frieden“ und wetterte „Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren“, als diese in den Bauernkriegen Gräueltaten verübten.
Dr. Martin mag ein derber Typ gewesen sein, er war ein Kind seiner Zeit. Er eckte bei allen an und machte es keinem leicht.
Ein Nazi war er keiner.
Wer so etwas vorbringt, verstellt den Blick auf das eigentliche Werk des Reformators. Und das kann sich sehen lassen.

Und noch etwas:
Der Kaiser belegte Luther mit der Acht, der Papst mit dem Bann. Der Mann war vogelfrei. Jeder, der wollte, hätte ihn töten können, ohne deswegen wegen Mordes verurteilt zu werden. Dennoch entfaltete Luther ein gewaltiges Potenzial. Niemand konnte ihn einhegen. Er revolutionierte die Kirche und die Welt.
Denn es stimmt schon:

„Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?“ (Hebräer 13, 6).

Sonntag, 16. April 2017

Frohe Ostern 2017!

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
Johannes 3, 16.

Heute feiern wir eine der am besten verbürgten Tatsachen der Geschichte: Die Auferstehung Jesu.
Skeptiker behaupten, Jesus hätte nie gelebt oder er hätte die Kreuzigung überlebt, usw.
Dies ist jedoch hanebüchener Unsinn.
Jesus war tot.
Ein Soldat stach mit einer Lanze in sein Herz, woraufhin Blut und Serum austraten. (Johannes 19, 34).
Er wurde mit vielen Kilogramm Salben einbalsamiert und in Leinen eingewickelt.
Er wurde in ein Grab gelegt, das mit einem tonnenschweren Stein verschlossen wurde.
Das Grab wurde amtlich versiegelt.
Unparteiische Wachen in Form römischer Soldaten wurden aufgestellt.
Seine Jünger waren allesamt ängstlich und versteckten sich.
Dann kam Ostern und Jesus stand von den Toten auf.
Ein todkranker Schwerstverletzter kann sich nicht nach Tagen aus Bandagen befreien und dann einen Mammutstein vom Grabeingang wälzen. Eine solche Person vermittelt auch keine Zuversicht und Hoffnung, wenn sie auf Anhänger trifft.
Stattdessen wurde aus dem Häuflein ängstlicher Jünger nach der Begegnung mit dem Auferstandenen eine kühne Truppe, die zuerst Jerusalem, dann Judäa und dann den Rest der Welt aufmischte.
Jesus lebt.
Hunderte von Millionen Menschen in aller Welt haben ihn persönlich erlebt und ihre Erfahrung hat sie zu Christen gemacht. Erst dann begannen sie mit Bibellesen, Gottesdienstbesuch, usw.
Der Mann aus Nazareth ist tatsächlich der Dreh- und Angelpunkt des Universums. Er ist Gott im Fleisch. In ihm offenbart sich der Allmächtige.
Und er sagt:
"Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen." (Johannes 6, 37).

Samstag, 15. April 2017

Der Karfreitagsbaum

„Und Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, ..., und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“
1 Mose 2, 9.

Zwei Bäume standen in Eden: Ein erlaubter und ein verbotener.
Der Baum des Lebens und der Baum des Todes.
Alle Bäume des Gartens waren „begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung.“
Die Menschen aßen jedoch vom verbotenen Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Die Frucht eines Baumes, den Gott verboten hat, kann nichts Gutes bewirken.
Der Mensch fiel in Übertretung.
Seine Natur änderte sich. Sein natürlicher Impuls war von nun an, Gott zu vermeiden.
Aus Scham.
Doch Gott ruhte und rastete nicht, bis er dem Menschen einen neuen Zugang zum Baum des Lebens verschafft hatte.
Der Weg dorthin war steinig, für Gott und Mensch.
Und der neue Baum des Lebens ist auch nicht begehrenswert anzusehen.
Die Frucht, die daran hängt, verschafft bei bloßer Betrachtung Übelkeitsgefühle.
Der Baum ist das Kreuz.
Und seine Frucht der zerschlagene Christus.
Jesus sagt: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ (Johannes 6, 54).
Klingt irgendwie… zombiemäßig.
War auch nicht wörtlich gemeint. Doch als Jesus diese Botschaft predigte, verließen ihn viele und folgten ihm nicht mehr nach.
Die Wahrheit hört sich nicht immer gut an.
Sie sieht auch nicht immer gut aus.
Doch sie macht nach wie vor frei.
Auch dich.

Donnerstag, 13. April 2017

"Die Söhne Gottes und die Töchter der Menschen"

„Da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, wie schön sie waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten... Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.“
Erste Mose 1 Mose 6, 1+4.

„Pastor, in der Bibel steht, die Söhne Gottes haben die Töchter der Menschen geheiratet. Das klingt abgefahren. Weißt du mehr darüber?“

Es ist so:
Sofort nach dem ich seinerzeit Pastor wurde, änderte sich mein Blick auf viele Dinge.
So wurde mir schlagartig klar, dass es wichtigeres gibt, als sich „tiefe Erkenntnisse“ über Engel und Dämonen anzueignen. Davor haben mich solche Dinge auch interessiert. Als Pastor macht man jedoch auf einmal Nützlichkeitserwägungen. Denn man will, dass die Gemeindemitglieder auch am Montag auf der Arbeit eine gute Figur machen und nicht nur am Sonntag Hochgefühle haben.

Ich will dennoch kurz auf die „Söhne Gottes und die Töchter der Menschen“ eingehen.
Für die Juden war ziemlich klar, dass es sich hier um gefallene Engel handelt, die mit den Töchtern der Menschen so etwas wie Halbgötter produzierten. Selbst die Legenden der Heiden sind ja voll mit solchen Gestalten. Herkules, die Amazonen, die Nymphen, die Sirenen, Furien, Musen, Grazien, die Titanen, die Giganten: alles sowas wie Halbgötter.

Und wir wissen auch aus der Bibel, dass Engel sehr wohl Menschengestalt annehmen können. Schließlich kamen einst drei Männer zu Abraham, bei denen es sich um den Herrn und zwei Engel handelte. Sie aßen und tranken mit ihm. Und während die beiden Engel weiterzogen, unterhielt sich der Herr mit Abraham über den bevorstehenden Untergang Sodoms.
Die Sodomiten Sodoms wiederum waren hellauf begeistert vom Aussehen der beiden Engel und bestanden darauf, dass Lot sie auslieferte. Als Lot sich weigerte, bedrängten die Männer von Sodom ihn, woraufhin die Engel ihn ins Haus zogen und retteten. (1 Mose 19, 9-10).
Engel können also wie gutaussehende Männer aussehen.

Aber:
Engel sind geschlechtslos.
Jesus sagt in Matthäus 22, 30: „Sie heiraten nicht und werden nicht verheiratet.“ Über die Zeit vor der Sintflut sagt Jesus jedoch in Matthäus 24, 37: „Sie heirateten und wurden verheiratet, bis Noah in die Arche ging.“ Dass manche Männer menschgewordene Engel waren, sagt er ausdrücklich nicht.
Außerdem heißen gefallene Engel in der Bibel nirgendwo „Söhne Gottes.“

Wer also waren diese Söhne Gottes?

Ich als Pastor behaupte, es waren Söhne Seths, die sich Töchter Kains ausgeguckt haben.
Zu jener Zeit gab es nämlich zwei Zivilisationslinien: Eine geistlich gesonnene und eine materialistische, eine gute und eine böse. Wir würden heute sagen: Eine christliche und eine weltliche.

Nach dem Kain seinen Bruder Abel ermordet hatte, floh er ins Land Nod, wo er eine Stadt gründete. Er ging nicht alleine, sondern nahm seine Frau und andere Gleichgesinnte mit sich.
Die Gesellschaft, deren Patriarch er wurde, war weltlich, gewalttätig und, sagen wir, sinnenfroh. (Klingt besser als: triebhaft).
Man kann dies in 1 Mose 4 nachlesen.
Der letzte erwähnte Patriarch aus der Linie Kains war Lamech, ein leicht reizbarer Gewalttäter, der sich zwei Ehefrauen leistete.
Der Apostel Johannes sagt, Kain war „aus dem Bösen.“ (1 Johannes 3, 12). Er war somit kein Sohn Gottes.
Eva gebar nach dem Mord an Abel einen Sohn namens Seth, über den sie sagte: „Gott hat mir einen anderen Nachkommen gesetzt anstelle Abels.“ (1 Mose 4, 25). Seth und die seinen praktizierten einen geistlichen Lebensstil und trugen die Flamme des Glaubens weiter.
In Seth lebte das Ebenbild Gottes, in dem Adam einst geschaffen worden war, weiter. Er war nicht aus dem Bösen, vielmehr war er im weiteren Sinne ein Sohn Gottes.
Und seine Söhne auch.

Eines Tages aber sahen die Söhne Gottes, wie sexy manche Töchter aus der Linie Kains doch waren. Nicht zuletzt fiel ihnen auf, dass diese eine völlig andere Moral lebten und sexuell zugänglicher waren als die sittsamen Frauen ihrer eigenen Sippe.
Und es kam, wie es kommen musste.
Die beiden Linien vermischten sich.
Und so verdarb auch Seths Linie.
120 Jahre später kam die Sintflut.
Paulus hatte schon recht, als er sagte: „Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“ (1 Korinther 15, 33).

Wir sehen dieses Phänomen wieder und wieder in der Bibel.
In 4 Mose 25 will der Moabiterkönig Balak Israel schaden. Dazu heuert er einen mächtigen Propheten namens Bileam an. Doch der kann Israel nicht verfluchen, denn Gott hat es gesegnet. Daraufhin rät Bileam dazu, Frauen auf die Männer Israels anzusetzen.
Jesus selbst sagt in Offenbarung 2, 14, dass Bileam den Balak lehrte, eine Falle vor Israel hin zu stellen, nämlich Götzenopfer und Unzucht.
Nun, es hat funktioniert. 24.000 starben deswegen in Israel.

David, der man nach dem Herzen Gottes, blickte einst auf Bathseba. (2 Samuel 11). Das Unheil nahm seinen Lauf und Menschen starben auch hier.

Viele Männer sind schwach und so manche Frau ist schön. Und nicht immer geht das gut aus.
Selbst die Kirchengeschichte kann ein Lied davon singen. Ein Blick in die französische Reformationszeit veranschaulicht dies.
Die Hauptvertreter des französischen Protestantismus waren im Jahr 1560 der König Anton von Navarra und sein Bruder Prinz Louis von Condé. Beide waren wiedergeborene Christen. Beide hatten vorbildliche Frauen, die nicht die Muttergottes und alle möglichen Heiligen anriefen, sondern die Bibel ernstnahmen und danach lebten.
Zu jener Zeit herrschte über Frankreich die katholische Katharina von Medici als Exekutivkönigin für ihren 10-jährigen Sohn Karl IX. Ihr behagte nicht, dass im ganzen Land christliche Gemeinden entstanden, ja sich sogar Bischöfe zur neuen Lehre bekannten. Selbst im stockkatholischen Paris gingen sonntags mehr als 6000 Menschen in evangelische Gottesdienste. Die Hauptstützen der Erweckung waren Navarra und Condé.
Da beschloss die listige Italienerin, zwei Lockvögel auszusenden. Die eine junge Menschentochter ging nach Navarra und verführte König Anton.
Die andere nahm sich erfolgreich Prinz Louis vor.
Beide Herrscher verfielen sittlich. Und, wie allseits bekannt, gewann der Katholizismus in Frankreich langfristig die Oberhand.

Wie nun wurden die Kinder der Göttersöhne und Menschentöchter zu Gewalthabern? Wie wurden sie zu Helden der Vorzeit?
Nun, diese gefallenen Männer waren mit einer christlichen Arbeitsethik erzogen worden. Man hatte ihnen Disziplin und Hingabe an ein Ziel beigebracht. Ihre guten Eltern wollten sie schließlich zu produktiven Gliedern der Gesellschaft machen.
Das Ziel dieser abgefallenen Männer war jedoch irgendwann: ein Thron.
Die meisten Sünder sind undiszipliniert und triebgesteuert, und daher leicht zu besiegen. Eine intelligente, disziplinierte, an ein böses Ziel hingegebene Person hingegen ist ein furchtbarer Feind. (Siehe Hitlerdeutschland). Kein Wunder, dass diese Männer irgendwann mächtig wurden, „Unheilvolle des Namens“ (so wörtlich). Gewaltsherrscher eben.
Denkende, disziplinierte Böse: Sie waren der Grund für die Sintflut.
(Und selbst wenn sie Halbgötter gewesen wären: Der Gott Adams und Abels und Seths, Henochs und Noahs war mächtiger. Er fegte sie alle weg. Die Flut ließ keinen dieser dämonisierten Herrscher übrig. Nur Noah und seine Familie. Und die gehörten zu den Guten).

„Es gibt keine Weisheit und keine Einsicht und keinen Rat gegen den HERRN.“ (Sprüche 21, 30).

Eieiei. Jetzt ist dieser Artikel doch länger geworden als gedacht.

Montag, 10. April 2017

Von Palmarum zu Karfreitag

„Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids.“
Matthäus 21, 9.

Der Sonntag gestern trug den Namen Palmarum.
Weil Jesus einst unter dem Freudengeheul einer sehr großen Volksmenge in Jerusalem einzog. Viele breiteten ihre Kleider aus auf dem Weg, andere hieben Zweige von den Palmen und streuten sie auf die Straße, damit der Esel, auf dem Jesus ritt, es auch schön bequem hatte. Und Jesus natürlich auch. Es war ein großer Respekterweis. Denn sie alle dachten, nun bräche das Goldene Zeitalter des Messias an.
Das tat es auch.
Doch ganz anders, als die Menge sich das vorgestellt hatte.
Denn statt eine Revolution anzuzetteln und sich zum König ausrufen zu lassen, trat Jesus in den Tempel und predigte dort das Evangelium vom veränderten Menschenherzen.
Die Menschen wollten jedoch nicht, dass sich ihr Herz ändert, vielmehr sollten sich gefälligst ihre Umstände ändern.
Als die Menge kapierte, dass dieser Messias so ganz anders war, als sie sich das vorgestellt hatten, und Jesus keinerlei Anstalten machte, sich ihren Vorstellungen anzupassen, änderte sich ihre Haltung zu Jesus.
Und die Menge, die am Sonntag noch „Hosianna!“ gebrüllt hatte, brüllte auf einmal etwas ganz anderes:

„Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien über die Maßen: Kreuzige ihn!“ (Markus 15, 14).

Was brüllst du, wenn Jesus nicht über das Stöckchen springt, das du ihm hinhältst?
Er ist Herr, nicht wir. Wir müssen uns seinen Vorstellungen anpassen, nicht er sich den unseren.
Zum Glück meint er es gut mit uns.
Schließlich ging er für uns ans Kreuz, auch wenn wir einst nicht verstanden, warum er dies tat.

„Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist: was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ (1 Korinther 2, 9).

Freitag, 7. April 2017

So gibt Gott dir Impulse


„Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“
Philipper 2, 13.

Gott spricht auf vielerlei Weise.
Er spricht durch die Bibel, durch Mitchristen, die ja als „Leib Christi“ mit uns verbunden sind, er spricht durch starke Eindrücke und durch prophetische Rede.
Er kann sogar deine Wünsche inspirieren.
Nichts anderes bringt der obige Vers zum Ausdruck. Wenn in dir also das Bedürfnis herumzieht, Lieder zu dichten oder eine Geschichte zu schreiben, oder einen Laden aufzumachen, oder jemanden anzurufen, oder eine Missionsreise zu machen, dann kann dieses Wollen durchaus ein Reden Gottes sein. Gott fällt nicht immer mit der Tür ins Haus.
Zu jedem Auftrag, den Gott dir so gibt, gibt er außerdem die Kraft: Das „Wirken“ zu seinem Wohlgefallen.

„Geh hinein in die Freude deines Herrn.“ (Matthäus 25, 21).

Mittwoch, 5. April 2017

Biohacking


„Und es bringt alle dahin, die Geringen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt. Und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.“
Offenbarung 13, 16-18.

„Pastor! Die Firma Epicenter in Schweden pflanzt ihren Mitarbeitern reiskorngroße Chips in die Hand ein, die damit Türen und Container öffnen, Drucker bedienen und sich sogar Sachen kaufen können. Klingt gruselig. Ist das der Anfang der antichristlichen Diktatur?“

Nun, die meisten Zeitgenossen tragen seit rund 10 Jahren freiwillig einen riesigen Chip mit sich herum, der irgendwie alles aufzeichnet, was sie tun, und eifrig Profile erstellt. Mittlerweile kann man damit auch bezahlen. (Mit dem Smartphone, nicht dem Profil). Da braucht es gar keinen Minichip in der Hand oder in der Stirn.
Insofern ist man spät dran, wenn man erst jetzt hysterisch wird.

Chips und so sind schön und gut und nützlich—solange damit keine Verpflichtung auf eine bestimmte Weltanschauung einhergeht. Wenn ich zum Bezahlen unbedingt einen Chip brauche, (etwa weil das Bargeld abgeschafft wurde), und bevor ich einen solchen Chip erhalte, muss ich zuerst dem Christentum entsagen, dann habe ich ein Problem. Erst dann.
In diesem Fall müssen wir uns sputen und dorthin gehen, wo man uns in Ruhe lässt. Denn Jesus zu verleugnen ist natürlich keine Option. Der Herr sagt, „Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere.“ (Matthäus 10, 23). Das gilt auch für Länder.
Doch bereits jetzt in ein technologiearmes Land auszuwandern halte ich für übertrieben.
Noch sind wir nicht so weit.
Doch es ist schon interessant zu sehen, dass die Prophetie des Johannes heutzutage zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit zur Erfüllung gelangen könnte. Rein vom technologischen Standpunkt aus betrachtet.
Menschen, die mit Gott gehen, sind jedoch nicht der Welt ausgeliefert. Gott ist noch immer Herr der Geschichte.

„Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“ (Lukas 21, 28).

Samstag, 1. April 2017

Taufe international

„Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“
Kolosser 3, 11.

Wir hatten heute Morgen einen wunderbaren Taufgottesdienst mit 13 Täuflingen. Die Teilnehmer sind teilweise von weit her angereist. Etliche waren von unserer Gemeinde, (und da fahren manche 50 km one way, um mit dabeizusein). Doch ein Herr, der uns aus dem Internet kennt, kam bis aus München, ein anderer aus Afghanistan, einer war extra aus Bagdad angereist.
Ja ja.
Der half auch mit, das Becken auf- und abzubauen. Eine Dame aus Usbekistan war auch mit dabei.
Um diese Migranten kümmert sich Pastor René Stebani von der Biblischen Glaubensgemeinde in ganz vorbildlicher Weise. Wir standen auch beide im Wasser, nahmen den Täuflingen das Glaubensbekenntnis ab, ließen sie im Wasser verschwinden—und holten sie auch wieder herauf.
Pastor René schlug vor, jeden wenigstens 10 Minuten unter Wasser zu halten, damit der alte Adam auch wirklich unten bleibt. Doch sein Vorschlag fand keinen Anklang. So beschränkten wir uns auf 2 Sekunden.
Der jüngste Täufling was 16. Etliche waren nicht viel älter. Es ist schön zu sehen, wie junge Leute ganze Sache mit Jesus machen. Das schmälert die Hingabe der Älteren natürlich nicht im geringsten.

Eigentlich gibt es drei Taufen.
Die erste ist die Taufe in den Leib Christi hinein.
Sie findet statt, wenn wir Jesus als Herrn und Erlöser annehmen. In diesem Moment werden wir geistlich „von neuem geboren.“ (2 Korinther 5, 17). Wir stehen geistlich von den Toten auf und sind wieder lebendig vor Gott.
Nun sind wir Teil des Leibes Christi: Wann immer ein Christ neu dazu kommt, wächst dem Leib Christi eine neue Hand, ein weiterer Fuß, oder sonst ein neues Organ. Denn Gott wirkt durch uns in dieser Welt.
Die Wassertaufe symbolisiert dies durch das Ritual des Untertauchens und Hervorkommens aus dem Wasser. Wir sind untergegangen mit Christus und quasi mit ihm auferstanden.
Jesus sagt: „Wer glaubt und getauft worden ist, wird gerettet werden. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Markus 16, 16).
Das Gott dies wirklich ernst meint, sieht man an der Sintflut. Damals wurde die ganze Menschheit untergetaucht. Aufgetaucht aus den Fluten ist nur Noah mit den übrigen sieben aus seiner Familie. Mit Noah begann das Menschengeschlecht von neuem.
Mit Jesus beginnt dein Leben auch neu.
Die Taufe ist kein Ritual, das man vollzieht, um hinterher weiterzuleben wie bisher. Man hat nun vielmehr einen Bund mit Gott, den es zu entdecken und auszuleben gilt.
Gott hat wunderbare Verheißungen für uns, die uns über die Maßen segnen, wenn wir unseren Bund mit Gott ernstnehmen.
Und er erwartet dafür einen gewissen Lebensstil von uns: Wir sollen Nachfolger Jesu werden.

Die dritte Taufe ist die Geistestaufe. Auf diese soll heute mal nicht eingegangen werden, obwohl sie eminent wichtig ist.

„Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, daß der Himmel geöffnet wurde.“ (Lukas 3, 21).