Samstag, 31. Dezember 2011

Auf ein gutes Neues!

"Ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat. Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres."
5 Mose 11, 12

Unsere Welt hat sich 2011 verändert, wie selten zuvor innerhalb einer Jahresfrist.

Erdbeben in der Türkei und Flutwellen in Japan töteten Zehntausende.
Im Hexenkessel der unterdrückten Völker Arabiens kämpfen sich neue Kräfte an die Macht.
Gaddafi, Kim Jong-il und die Atomkraft in Deutschland sind tot.
Der Euro und verschiedene seiner Staaten überlebt nur unter intensivster Pflege.
Obama hat den Irak aufgegeben und sämtliche Truppen abgezogen.
Ein norwegischer Massenmörder tötet 77 seiner Mitbürger, während diese auf der Insel Utoya mit Booten "Durchbrechen der Gazastreifen-Blockade" spielen.
Weltweit schlägt den Juden immer unverblümter ein längst überwunden geglaubter Haß entgegen.
Christen wurden verfolgt, wie nie zuvor in ihrer Geschichte.

Was bringt 2012?

Man fühlt sich an 1 Petrus 4, 17-18 erinnert, "Die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange beim Haus Gottes. Wenn nun zuerst bei uns, was wird das Ende derer, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?
Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen?"

Doch sieben Verse weiter schreibt der Apostel auch: "Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch." 1 Petrus 5, 6-7.

Gott sorgt für uns, auch in dunklen Tagen.

Doch wie genau wirft man seine Sorgen auf Gott?
Anders gefragt: Wenn ein Problem kommt: Wie groß ist deine Neigung, mit Gott zu rechnen?

Petrus war Optimist.
Er behauptete, er würde Jesus nie verraten.
Er tat's doch.
Dreimal!
Doch er empfing Vergebung und machte weiter. Er wurde ein vollmächtiger Apostel des Lammes.

Thomas war hingegen Pessimist.
Als Jesus nach Judäa zieht, wo man ihn töten will, sagt Thomas, "Laßt auch uns gehen, daß wir mit ihm sterben." (Johannes 11, 16).
Doch statt statt dem Tod zu begegnen, erlebt er das exakte Gegenteil: Er wird Zeuge einer Auferweckung! Der vier Tage tote, bereits riechende Lazarus kommt lebendig aus seinem Felsengrab hervor. (Johannes 11, 43).

Warum, denkst du, ist von Petrus soviel mehr überliefert als von Thomas?
Weil der eine optimistisch glaubte und der andere pessimistisch zweifelte.

Deshalb: Rechne mit Gott! Auch 2012.
Denn er ist gut und du bist sein Kind.

In diesem Sinn:
Einen guten Beschluß, wie man hier in Unterfranken sagt, und ein gutes Neues.

Freitag, 30. Dezember 2011

Stille Nacht mal anders

Europa war noch nie ein besonders freier Kontinent. Die falsche Meinung hat einem hier schon immer Schwierigkeiten eingehandelt.
Vor einigen Jahrzehnten bekam man Probleme, wenn man sich zu gut über Juden geäußert hat. Heute bekommt man Probleme, wenn man sich nicht gut genug über, sagen wir, Mohammed äußert.

Elisabeth Sabaditsch-Wolff weiß ein Lied davon zu singen. Sie wurde vom höchsten Gericht Österreichs dieser Tage in zweiter Instanz wegen eines Meinungsverbrechens verurteilt.

Frau S-W hatte in einem kleinen Seminar erwähnt, daß der islamische Prophet Mohammed eine Sechsjährige namens Aischa geheiratet und als sie neun war mit ihr die Ehe vollzogen hat.
Er war damals 54.
Diese Information ist nicht neu. Ihr Wahrheitsgehalt ist auch nicht umstritten.
Nach den Hadithen des Bukhari ist sie Fakt.
All das hat das Gericht auch nicht infrage gestellt. Vielmehr mißfiel ihm das "Übermaß an Meinung" das Frau S-W kundtat, indem sie bemerkte, Mohammed habe "etwas mit Kindern gehabt." Hierin sah das Gericht eine Herabwürdigung einer staatlich anerkannten Religion. Über ihre Feststellung, daß eine solche Kinderehe mit dem christlichen Erbe ihres Landes und den aktuellen Gesetzen unvereinbar sei, sowie ihre Sorge, Mohammeds Vorbild könnte Schule machen, wie in mohammedanischen Ländern zu beobachten, habe das Gericht nicht zu befinden.

Frau S-W hat nicht gehetzt. Sie hat nicht agitiert. Sie hat sich einem kleinen Kreis anvertraut. Bereits dies konnte das höchste Gericht Österreichs nicht dulden.
Man darf dort ungestraft die wüstesten Polemiken gegen Jesus veröffentlichen und seine Mutter als Sünderin stilisieren. Von Mohammed läßt man besser die Finger. Hierin unterscheidet sich Österreich nicht von Ländern, in denen die Scharia herrscht.

Dieses Urteil hätte auch in Pakistan gefällt werden können, oder in Afghanistan oder dem Nigeria der Boko Haram, die am Weihnachtsabend eine vollbesetzte Kirche in die Luft jagte.

Wird es wieder Nacht in Europa?
Stille Nacht, in der man wieder trotzig und leise singt, "Die Gedanken si-hind frei...!"

Das Urteil ist bestürzend und für mich ein Verrat an der Meinungsfreiheit.

Doch sei auch gesagt, daß wir Christen nicht in erster Linie auf der Welt sind, um gegen Mißstände agiteren, sondern um Jesus zu predigen.
Es gibt viele Gläubige, die sich da verzetteln.
Sie sind gegen Abtreibung, gegen Atomkraft, gegen die Todesstrafe, gegen Krieg, Umweltverschmutzung, Castortransporte, den Islam, usw. In manchen Bereichen ist ihr Engagement löblich, in anderen machen sie sich vor dem Herrn zum Affen.

Mit ständigem Wettern gegen die Fehler der Leute gewinnt man sie nicht für eine Umkehr.
Man stößt sie ab.
Dabei rät Salomo: "Durch langen Atem wird ein Richter überredet und eine SANFTE Zunge zerbricht Knochen." (Sprüche 25, 15).

Die Leute müssen hören, wie gut es ist, mit Jesus zu gehen.

Als man Paulus in Ephesus öffentlich anklagte, trat kein Geringerer als der Stadtschreiber vor den Mob und sagte, "Ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern."
Paulus hatte offenbar keine Reputation, ein echter Artemisfresser zu sein.

Er predigte nicht gegen Artemis, sondern für Jesus!

Für wen oder was engagierst du dich?

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schutz durch Freude

"Und er sagte zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz."
Nehemia 8, 10

Diese Zeit "zwischen den Jahren" ist wunderbar dazu geeignet, abzuhängen, fett zu essen, Süßes zu trinken und das Leben im Fleisch zu genießen.

Ein paar Tage klappt das.

Doch bald stellt man fest, daß man sich bei aller Trägheitswilligkeit langweilt. Dann ist es wunderbar, körperlich wieder was zu tun zu haben. Und sei es nur die sportliche Betätigung.

Statt sich zu sorgen, empfiehlt Nehemia außerdem, sich am Herrn zu freuen.
Dazu muß man vom Problem weg- und auf Jesus hinschauen.
Nehemia schlägt vor, sich in den Sessel zu kuscheln, die Beine hochzulegen, und die Taten Jesu vor dem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen.
Erinnere dich an die Siege, die Gott dir schon geschenkt hat. Laß die damalige Freude nochmal aufleben.

Diese Freude ist dein Schutz.

Nehemia behauptet allen Ernstes: Wenn du dich am Herrn freust, fahren die Probleme des Lebens ihre Krallen umsonst aus. Gott hilft dir, sie zu lösen, bevor sie richtig durchdringen.

Preis dem Herrn.

Samstag, 24. Dezember 2011

Geburtstagsgruß für Jesus

"Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groß.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen:
Wunderbarer Ratgeber,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Fürst des Friedens.
Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 2+5+6

Was stark für die Gottessohnschaft Jesu spricht, sind die vielen Weissagungen, mit denen die Propheten der Bibel sein Kommen, Wirken, Gehen und Wiederkommen vorhergesagt haben. In diesem Punkt ist er einzigartig. Kein anderer wurde derart oft und ausgiebig angekündigt. Jesaja 9 ist nur eine von vielen Stellen.

"Ein Kind ist uns geboren," von Maria.
"Ein Sohn ist uns gegeben," von Gott dem Vater.

Gewöhnlich ist die Zeugung der Anfang eines Menschen. Nicht so bei Jesus. Ihn gab es schon vorher.
"Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich."
Johannes 8, 58
Deswegen heißt es: Ein Kind wurde uns GEBOREN, ein Sohn GEGEBEN.

Der Sohn Gottes wurde Sohn, als er von Maria geboren wurde. Vorher kannte man ihn als das Wort Gottes. Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Dieses Ereignis feiern wir heute.

Alles Gute zum Geburtstag, Jesus.

Freitag, 23. Dezember 2011

Weihnachtsgottesdienst

"Und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war."
Lukas 2, 7

Morgen um 16 Uhr haben wir unseren traditionellen Weihnachtsgottesdienst.
Wir werden drei, vier Lobpreislieder singen und eine KURZE Predigt hören. Dann wird der Weihnachtschor ein Lied singen. Zum Schluß singen wir noch zwei Weihnachtslieder.
Um 17 Uhr ist der Gottesdienst spätestens vorbei.

Gäste und Besucher sind ausdrücklich eingeladen.
Mancher Gast wurde schon zum regelmäßigen Gottesdienstbesucher, nachdem er an Weihnachten erstmals vorbeigeschaut hat.
Jesus begegnet uns, wenn wir sein Wort hören.

Bis morgen.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

nO Tannenbaum?

"Pastor, sind Christbäume nicht heidnischen Ursprungs? Sollten wir die nicht ächten?"

Es stimmt schon: die Römer haben am 25.12. zur Wintersonnwende das Fest Dies Natalis Solis Invicti, die Geburt ihres Gottes Sol Invictus, gefeiert.
Sol ist die unbesiegte Sonne.

Heute feiert man am 25. Weihnachten, das Fest der Geburt Christi.

Der Herr wurde zwar sicher nicht an einem 24.12. geboren. Wir wissen nicht genau, wann das war. Doch gibt es ein besseres Datum als die Wintersonnwende, um den Wendepunkt der Menschheitsgeschichte zu feiern?

Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem. Denn Weihnachten macht den Winter erträglich. Was wäre der Dezember ohne Jesus? Ein noch trüberer Monat als der elend trübe November. Danach geht es schon wieder bergauf, lichtmäßig; es fällt endlich Schnee...

Kein Mensch denkt heute mehr an den alten Sol Invictus. Alle Welt weiß heute, daß zu Weihnachten die Geburt Jesu Christi gefeiert wird. Da ist kein Raum für Mißverständnisse.

Doch zurück zum Baum:
Die Germanen haben am 21.12. das Julfest gefeiert, bei dem sie Zweige von Immergrünen in die Stube holten und Äpfel oder Nüsse dranhängten.

Na und?

"Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen."
Psalm 24, 1

Warum so befangen? Der grüne Tannenbaum im Winter spricht vom Ewigen Leben, das Jesus gibt. Wer weiß heute noch vom Julfest?

Zum ersten Mal erwähnt wird ein ganzer Christbaum im Jahr 1419, als die Freiburger Bäcker einen Baum mit Leckereien behängten. Das war gut fürs Geschäft und den Leuten eine Freude.
Erst zu Luthers Zeit begann man, sich Bäume ins Haus zu holen. Die daran aufgehängten Äpfel wandelten sich im 19. Jahrhundert zu gläsernen Christbaumkugeln.
Die Kerzen steckte sich als erste die Herzogin Dorothea von Schlesien vor ziemlich genau vierhundert Jahren, nämlich um 1611, in die Zweige. Das gemeine Volk konnte sich solchen Luxus erst nach Erfindung von Paraffin und Stearin leisten.
Wir schlingen heute günstige Lichterketten aus dem globalisierten Welthandel um die Bäume, die daraufhin stundenlang und ohne Risiko behaglich glimmen.
Freuen wir uns am Christbaum und an der Stimmung, die er stiftet.

"Dann werden jubeln die Bäume des Waldes vor dem HERRN; denn er kommt."
1 Chronik 16, 33

Wir wissen nicht, wie gut wir es haben.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Das Koma, der Stecker und der Tod

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16

W. S. rief letzte Woche an, ihre 75 Jahre alte Mutter sei unglücklich gestürzt und liege nun im künstlichen Koma. Die Ärzte hätten den Hirntod festgestellt und drängten nun auf Abschaltung der Geräte.

Was sollte W. tun?

In einem solchen Fall ist guter Rat unglaublich teuer.
Einerseits wird die Person aus eigener Kraft, dh ohne künstliche Beatmung, niemals weiterleben. Andererseits sagt Gott, "Du sollst nicht töten."

Wir verblieben so, daß W. die Ärzte um drei Tage Abschalt-Aufschub bitten sollte. In dieser Zeit wollten wir den Herrn bitten, die Mutter wiederherzustellen, und wenn sich in diesen drei Tagen nichts täte, dann würde sich die Familie ins Unvermeidliche fügen. Zumindest würde der Herr sich der Mutter in dieser Zeit in irgendeiner Form offenbaren, denn Komapatienten leben in einer eigenartigen Zwischenwelt. Sie verstehen, was man sagt, doch wie im Traum. Da gibt es die interessantesten Berichte.

Auch in der Gemeinde beteten wir für W.s Mutter.
Nun ist sie innerhalb der Frist bei eingeschalteten Geräten entschlafen.
W. sieht darin Gottes Wirken.
Ihre Mutter war katholische Gläubige.

Der Familie wurde so erspart, den Rest ihrer Erdenzeit unter der Wolke des Abgeschaltethabens ihrer Mutter leben zu müssen. Nun hat's der Herr getan.

Und gut ist's.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Johannes 11, 25

Dienstag, 20. Dezember 2011

Death of the Despots

"Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!" Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut."
Psalm 14, 1

"Und nun, ihr Könige, handelt verständig; laßt euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Dient dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern! Küßt den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen."
Psalm 2, 7-12

Dieses Jahr war kein gutes für die Feinde des biblischen Jesus.

Erst starb Osama.
Dann Gaddafi.
Nun folgten ihm Christopher Hitchens und Kim Jong Il.
Alle vier starben eines unnatürlichen Todes, keiner wurde auch nur 70 Jahre alt.

Hitchens war der tollwütige Propagandist des modernen Atheismus, ein wortgewandter Journalist, der Bücher schrieb mit so geschmackvollen Titeln wie "Der Herr ist kein Hirte", "Gott ist nicht groß" oder "Die Missionarsstellung, Mutter Theresa in Theorie und Praxis."
Das Mutter Theresa-Buch wollte er eigentlich "Heilige Kuh" nennen.
Hitchens war, wie gesagt, ein cleverer Zeitgenosse, dem Alkohol sehr zugetan, wie auch den anderen Ablenkungen des Fleisches. (Von einem Harem wie im Fall des Saudis ist meines Wissens jedoch nichts überliefert).
Sein Programm war, "die Religion der Lächerlichkeit anheimzugeben und ihr mit Haß und Spott zu begegnen."
Speiseröhrenkrebs raffte ihn aus seiner fruchtbaren Tätigkeit.

Vom nordkoreanischen Diktator Kim weiß man nur, daß er eigentlich ein Übermensch war, ein venerabler Jesus-Ersatz, der schon in jüngster Jugend mehr wußte als seine Lehrer und gleich bei seiner allerersten Golfrunde vier Bälle--oder waren's fünf--direkt ins Loch schlug.
Er hatte im koreanischen Volk eine riesige Fangemeinde, die für seine gigantische Armee gern auf Essen und Wärme verzichtete, glaubt man der nordkoreanischen Presse.
Selbst über Atomwaffen verfügte der Despot. Die Sprengköpfe sollen allerdings nicht sehr groß sein. Ein Wissenschaftler sprach von "Golfbällen des Todes."
Nun ist auch dieser bombenbewehrte Übermensch den Weg alles Irdischen gegangen.

Nordkorea hat gegenwärtig noch das Christen gegenüber repressivste System der Welt. Ob die Generäle das ändern werden?

Der Tod dieser Verächter des biblischen Gottes kann einen dennoch nicht froh stimmen. Der größere Triumph wäre gewesen, wenn sie sich wie Saulus gewandelt hätten und zum Leben durchgedrungen wären.
Nun sind sie an ihren Ort gegangen.

Und wie geht es ihrem Feind, dem Herrn?

Die neuesten Statistiken taxieren die nominale Christenheit auf 2,2 Milliarden Mitglieder. Damit gibt es rund doppelt so viele Christen wie Moslems oder Hindus.
Und das Christentum wächst rasant.
Täglich kommen rund 30.000 Gläubige dazu. So wächst die Herde Jesu schneller als alle anderen Glaubensgruppen. Vor allem die evangelischen Freikirchen in aller Welt gewinnen Mitglieder hinzu.

"Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang: eine gute Einsicht für alle, die sie ausüben.
Sein Ruhm besteht ewig."
Psalm 111, 10

Montag, 19. Dezember 2011

Der Leib Christi

"Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder."
1 Korinther 12, 27

Gestern, nach der Predigt, hatten meine Frau und ich das Privileg, wie jedes Jahr kleine Aufmerksamkeiten an die Mitarbeiter des CGZ zu verteilen.

98 Personen (!) haben im letzten Jahr der Gemeinde aktiv geholfen, ihren Zweck zu erfüllen, Menschen zu Jüngern zu machen und Jesus den roten Teppich auszurollen.

Sie haben Besen geschwungen, kleine weiße Throne geputzt, Kinder und Jugendliche unterrichtet, Musik gemacht, Mischpulte bedient, Heizungen auf- und zugedreht, Abendmahl ausgeteilt, als Begrüßer und Ordner die Leute betreut, als Lehrteam gepredigt, Lieder an die Wand geworfen, im Bücherladen gestanden, gekocht, Kuchen gebacken, Geschirr gewaschen, Filme hergestellt, Kabel verlegt, Lautsprecher eingebaut, Tische und Stühle herumgetragen, aufgestellt und abgebaut, für die Kranken gebetet, CDs kopiert und vieles mehr.

Zwei Drittel der Gemeinde als begeisterte Mitarbeiter zu haben, ist ein großes Privileg. Sowas kann nur der Herr stiften.

Deshalb von mir noch einmal an den Herrn und seine Gemeinde: Danke.

Wir werden Ausschnitte von den Aktivitäten der Weihnachtsfeier eine zeitlang auf Youtube hochladen. Leider hat nicht alles Gefilmte eine befriedigende Tonqualität, was dem Live-Betrieb geschuldet ist. Das tonal Gute gibt's bald zu sehen.

Freitag, 16. Dezember 2011

Deutschlands Europa

Man kratzt sich hin und wieder den Kopf, wenn man dieser Tage an Deutschland in Europa denkt.
Denn Deutschland tritt plötzlich als Hegemonialmacht des Kontinents in Erscheinung.
Ohne uns--bzw. unser Geld--geht nichts mehr.

Das ist erstaunlich.
Denn 1990 beschloß "Europa", Stimmen verliehen ihm Margaret Thatcher und Francois Mitterand, das wiedervereinigte Deutschland mittels einer Art Suprastaat einzuhegen: Die Europäische Gemeinschaft wurde zur Europäischen Union. Die Amerikaner machten mittels Truppenpräsenz eine starke Bundeswehr weiterhin überflüssig.
Auch die Hoheit über das wichtigste Herrschaftsinstrument, das Geld, entwand man den Deutschen, indem man die kontinentale Leitwährung D-Mark in eine Kunstwährung Euro umwandelte und die alles dominierende Bundesbank durch eine europäische Zentralbank aushebelte.
Und die Deutschen ließen das mit sich machen.

Dennoch sieht man in allen möglichen Ländern der EU dieser Tage häßliche Cartoons über den häßlichen Deutschen, als wäre dies alles nicht geschehen. Man hat wieder Angst vor uns.
Denn wir sind so ziemlich die einzigen Europäer, die von der Welt noch Kredit bekommen.

Spanier, Griechen, Italiener und andere ziehen ihr Geld aus ihren Ländern ab und schaffen es in deutsche Banken, rund 12 Milliarden Euro jeden Monat, heißt es.

Wie ist Deutschland so "groß" geworden?

Nicht mittels Militär.
England führt aktiv Kriege, Frankreich hat immerhin die Bombe, Deutschland hingegen verkleinert seine kleine Armee noch weiter. Es hat nicht einmal einen Flugzeugträger, geschweige denn Basen in anderen Ländern, sieht man vom halbherzigen, schlecht ausgerüsteten Afghanistan-Engagement mal ab.

Nicht durch die Almosen seiner Nachbarn.
Deutschland hat Unsummen in seine vom Kommunismus ruinierte Osthälfte investiert. In Südeuropa stehen massenweise Häuser, Straßen, Schienenwege, Stadien, usw. die mit deutschem Geld finanziert wurden.

Nicht durch seine schiere Größe.
Denn rund 120 Millionen Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen betteln 80 Millionen Deutschen um Eurobonds an: Sie mögen ihre Schulden übernehmen.

Glück allein war's auch nicht, was Deutschland "groß" machte.
Denn 1945 lagen Berlin, Hamburg, München, usw. in Schutt und Asche. Athen, Rom, Lissabon und Madrid nicht. Jedenfalls längst nicht in demselben Ausmaß.
Die amerikanische Autostadt Detroit blühte 1945.
Heute ist sie eine Ruine.
Berlin war 1945 eine Ruine. Heute blüht Berlin.

Es sind bestimmte Elemente des deutschen Wesens, die Deutschland quasi im Nebeneffekt zur Vorherrschaft gebracht haben.

Welche Elemente deutschen Wesens sind das?
Es sind jene, die sich mit dem Wesen Jesu decken!

Nicht die Kleinkariertheit, Halsstarrigkeit, Unsicherheit, Angst, Unfreundlichkeit, die Arroganz und die ständige Nabelschau der Deutschen haben uns nach vorn gebracht.
Auch nicht der nationale Selbsthaß.

Es ist die Fähigkeit, sich an die Regeln zu halten, die uns großgemacht hat.


Mit ihren Plänen zu einer "Stabilitätsunion" befiehlt die deutsche Regierung den Euro-Partnern, "Wenn ihr leben wollt wie Deutsche, die Autos und Kühlschränke für euch produzieren und sie euch finanzieren, dann müßt ihr euch künftig wie Deutsche verhalten und genauso haushalten. Sonst werdet ihr bestraft oder wir lassen euch pleitegehen. Dann könnt ihr wieder leben wie vor 50 Jahren."

Anmaßend?
Klug?
Faschistoid?
Das wird sich zeigen.

Damit man mich nicht falsch versteht: Ich bin kein Nationalist.
Ich bin Christ, der behauptet, wo die Wesenszüge eines Volkes mit denen von Jesus Christus übereinstimmen, auf diesen Gebieten ist Erfolg vorprogrammiert.

Ein Wesenszug Jesu ist die Sparsamkeit.
Nach der Speisung der 5000 forderte er seine Jünger auf, "Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!" Johannes 6, 12.

Deutschland beschäftigt heute mehr Arbeitnehmer als je zuvor. Es nimmt mehr Steuern ein als je zuvor. Allein dieses Jahr sind es 40 Milliarden mehr als letztes Jahr. Dennoch verschuldet sich auch Deutschland immer weiter. Es gab 28 Milliarden mehr aus, als es einnahm. Das ist ungeheuerlich.

Wenn kein Umsteuern einsetzt, dann geht auch Deutschland den Weg der PIGS-Staaten.

"Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker."
Sprüche 14, 34

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Das Bett des Prokrustes

"Pastor, was ist Gender Mainstreaming?"

Das ist eine politische Stoßrichtung, die auf die faktische Abschaffung der Geschlechter abzielt.

Zunächst: Gender ist englisch und beschreibt das grammatische Geschlecht. Gender ist ein Begriff aus der Sprachwissenschaft. (Das vermiedene Wort Sex ist auch englisch und ein Begriff aus der Biologie).

In der Politik ist mit Gender das "soziale" Geschlecht gemeint.
Man denkt nämlich, der Mensch sei innerlich weder Männlein noch Weiblein, sondern sondern ein unbeschriebenes Blatt, auf das das Geschlecht von der Gesellschaft quasi aufgestempelt wird.

Allerdings beschränkt sich diese Sichtweise auf einen Teil des Westens. Im weitaus größten Teil der Welt glaubt man noch an Gottes Sicht der Dinge. Mose beschrieb die so: "Als Mann und Frau schuf er sie." 1 Mose 1, 27.

Jesus bestätigt das und sagt, "Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf." Matthäus 19, 4.

Auch in unserem Land gibt es eine Anzahl von Gruppen, die sich von solch einer konstruierten Gender-Sichtweise Vorteile versprechen. Sie wird deshalb Schulen, Vereinen und Firmen aufoktroyiert.

Man zwingt sie ins Bett des bösen Riesen Prokrustes.

Erzbischof Janis Vanags aus Lettland sagt:
„Ich erinnere mich, dass ich als Kind etwas von einem Staat las, in dem die Hunde mit Polizeimethoden gezwungen wurden zu miauen und die Katzen gezwungen wurden zu bellen, doch ich habe bis heute gedacht, dass solche Vorkommnisse in das Reich der Fabeln und Fantasien gehören. Dennoch scheint es, dass ich mich geirrt habe. Bisher war es der Welt halbwegs klar, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, und dass der Mann nicht dasselbe ist wie die Frau und die Frau nicht dasselbe wie der Mann. Seit einigen Jahrzehnten behauptet eine der größten Bewegungen sowohl in der Welt als auch in der Kirche das Gegenteil und ist mit allen Mitteln bemüht, ihre Ansicht in das Bett des Prokrustes zu zwingen.“

Der Prokrustes aus der Sage zwang Wanderer in ein Bett. Wenn sie zu kurz waren, machte er sie auf seiner Folterbank länger. Wenn sie zu lang waren, verkürzte er sie.

Blöd natürlich, wenn der Staat die Rolle von Prokrustes einnimmt.

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.
Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
Römer 8, 37-39

Dienstag, 13. Dezember 2011

Talent vs Treue

Gestern, auf dem Weg zum Sport, habe ich Nachrichten gehört.
Die niederländische EU-Kommissarin Kroes hat dort einen Satz gesagt, der bei mir sofort resoniert hat: "I was looking for talent, I was not looking for a saint."

Sie hat nach Talent gesucht, nicht nach einem Heiligen.

Mit diesen Worten verteidigte sie die Anstellung des umstrittenen deutschen Ex-Politikers Karl Theodor zu Guttenberg als ihren Internetberater.

Ohne hier auf die Person von Herrn Guttenberg eingehen zu wollen:
Paulus sah die Sache genau andersherum wie Neelie.
Timotheus, dem belagerten Pastor der Riesengemeinde in Ephesus, gab er den Rat, "Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue TREUEN Menschen an, die TÜCHTIG sein werden, auch andere zu lehren!"
(2 Timotheus 2, 2).

Der Apostel empfahl, beim Suchen von Mitarbeitern den größeren Wert auf TREUE zu legen. Wenn man treue Mitarbeiter schult, kann man sie tüchtig machen. Dann ziehen sie mit den Talentierten gleich.

Treue Mitarbeiter können tüchtig, (fähig), werden.
Talentierte Menschen sind jedoch nicht automatisch treu.

Eine "treue" Person ist jemand, der an die "Firma" glaubt, der sich mit ihren Zielen identifiziert, der in ihr etwas Besonderes sieht und deshalb bereit ist, sich dort zu investieren. Ich zum Beispiel glaube aus vielerlei Gründen an Jesus von Nazareth. Er ist für mich der Coolste überhaupt. Deshalb engagiere ich mich schon seit rund 30 Jahren für ihn und bin ihm treu.

Eine treue Person bleibt auch dann bei der Stange, wenn ein Projekt in die "Mühen der Ebene" gerät, wenn die Anfangsbegeisterung verflogen ist und alles in Arbeit ausartet, (das tut es immer).

Familien, Firmen, Vereine, Staaten und auch christliche Gemeinden sind auf belastbare Mitarbeiter angewiesen. Belastbar sind nur die Treuen. Die Talentierten spielen schon auf der nächsten Wiese, während die Treuen weiter damit beschäftigt sind, den Karren weiterzuschieben.

Die Treuen sind aber auch die Sieger, denn irgendwann kommt der Karren ja an. Dann gibt's Belohnung:
"Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben."
Offenbarung 2, 10.

Die EU wäre natürlich nicht die EU, wenn sie solche Prinzipien nicht auf den Kopf stellen würde. Sie ist ein Geschöpf dieser Welt.
Sie liebt die talentierten Leichtfüße.
Mit der (Vertrags-)Treue hat sie's nicht so.
Wie alle untreuen Talentierten wird sie scheitern.

Neelie, leest je dit?

Montag, 12. Dezember 2011

Prima Weihnachtsfeier

Gestern haben wir den ein oder anderen Neuen im Gottesdienst begrüßt, so daß die Ordner rund 20 zusätzliche Stühle aufstellen mußten. Dann hatten wir wieder bequem platz.

Schön war's.

Vor allem die Weihnachtsfeier nach dem Gottesdienst mit gemeimsamem Mittagessen und Programm. Die Tische waren geschmackvoll und individuell dekoriert, auch wenn wir letztlich zuwenig hatten und viele von uns auf die Bistro-Stehtische ausweichen mußten.

Etliche trugen Lieder, Gedichte und Sketche vor, von denen wir manche auf Video haben. Manches davon werden wir eine zeitlang auf Youtube einstellen, wenn die Aufnahmen bearbeitet sind.

Vielen Dank an die zahlreichen helfenden Hände, die vorher und hinterher alles wieder ruckzuck in den Normalzustand zurückversetzt haben.
Vergelt's Gott.

"Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, der herabfließt auf den Halssaum seiner Kleider. Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit."
Psalm 133

Samstag, 10. Dezember 2011

Wasser, Wein und Wind

Tonkrug, Tempel und Teaching.

Der Evangelist Johannes zeigt Jesus als Sohn Gottes.
Er ist dabei ein extrem effizienter Schreiber.
Er wiederholt nicht, was die Synoptiker bereits dreimal geschrieben haben, sondern konzentriert sich aufs Wesentliche: Warum kam Gott auf die Welt und was wollte er hier erreichen?

Das erste Wunder im Johannesevangelium ist die Verwandlung von Wasser in Wein auf der Hochzeit in Kana. (Johannes 2, 1-11). Viele Christen haben sich gefragt, warum Jesus ausgerechnet ein alkoholisches Getränk zum Bestandteil seines ersten Zeichens machen mußte.
Nun, Jesus hat nicht nur den Hochzeitsleuten ausgeholfen. Er hat das Wunder auch mit Symbolik aufgeladen.

Die Wasserkrüge waren Waschkrüge. Das Wasser darin war schmutzig vom Staub der Welt, den die Gäste von Händen und Füßen gewaschen haben.
Die Krüge symbolisieren Menschen.
In der Bibel werden menschliche Körper nämlich oft als "irdene Gefäße" bezeichnet.
Die Seelen, (das Wasser), in diesen menschlichen Tongefäßen ist auch von zweifelhafter Qualität. Sie sind verunreinigt durch den Dreck der Welt. Kein Mensch käme drauf, schmutziges Spülwasser zu trinken. Entsprechend wahrt man gern Distanz, wenn man sieht, was in manchen Menschenseelen so alles an Unrat herumschwimmt.

Nun kommt Jesus und verwandelt dieses Dreckwasser in ausgezeichneten Wein.
Er wandelt das Wesen des Wassers komplett um und macht es neu.
Jesus macht auch Menschenseelen neu, die zu ihm kommen und ihn als Herrn in ihr Leben einladen.
Die Verwandlung des Wassers in Wein spricht von der Lebendigmachung des menschlichen Geistes durch Gottes Geist im Moment der Bekehrung.

Jesus reinigt den Inhalt der Tonkrüge.
Sie sind Symbole für die Sünder, die Jesus rettet.
In den folgenden Versen reinigt er den Tempel.
Der ist Symbol für den gläubigen Menschen, dessen Innenleben er ausmistet.

Das ERSTE WUNDER spricht also von der Neuen Geburt.
Die ERSTE LEHRE, die Jesus im Johannesevangelium gibt, handelt ebenfalls von der Neuen Geburt.
(Wie gesagt: Johannes verschwendet keine Aufmerksamkeit auf Zweitrangiges).

In Kapitel 3 kommt der adlige alte Pharisäer und Ratsherr Nikodemus nachts zu Jesus und spricht mit ihm. Er will ihn sicher für die Pharisäerpartei gewinnen. Doch Johannes überliefert die politische Diskussion nicht. Vielmehr kommt Jesus sofort zur Sache: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Johannes 3, 3.

Nikodemus hatte keine Ahnung, wovon Jesus sprach. So erklärte der Herr ihm diese wichtigste aller Wahrheiten des Evangeliums: Die Neue Geburt des menschlichen Geistes durch den Glauben an Jesus. Das Resultat ist ewiges Leben mit Gott.

Ohne neue Geburt keine Erlösung hier oder im Jenseits.

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
Johannes 3, 16

Wer ist Jesus für dich?

Freitag, 9. Dezember 2011

Changes

Die einzige Konstante im Leben ist Veränderung, sagt man.

Stimmt. Im Großen wie im Kleinen.

Nicht allen ist bewußt, daß wir Deutschen als Nation (wieder einmal) vor gravierenden Umwälzungen stehen.

Die Kunstwährung Euro, gegen dessen Einführung sich seinerzeit allein in Deutschland 160 Wirtschaftsprofessoren aussprachen, braucht einen Rettungsschirm, der großteils mit deutschem Geld finanziert wird.
Dieser Schirm ist eine Art Ersatz-EZB, die den Weisungen der Politik unterliegt, statt wie die EZB "unabhängig" zu sein.
Das Schuldenmachen kann also weitergehen, bis die Rettungsschirmmittel aufgebraucht sind.
Die EZB verschärft die Krise noch, indem sie Schulden von bedrängten Ländern aufkauft und denen somit den Grund zu sparen nimmt.
Ihre eigentliche Aufgabe ist das nicht.
Mit dem Tausch von Schulden in Geld vergrößert sie die Geldmenge. Diese Mittel wieder aus dem Umlauf zu nehmen, gelingt immer schlechter, was mittelfristig zu einem Anstieg der Inflation führen wird, wenn die Gesetze der Ökonomie weiterhin gelten.
Die Geldentwertungsrate liegt derzeit bei rund 3 Prozent jährlich.
Im Klartext: Wir werden ärmer.
Diese Ärmerwerdung ist politisch gewollt.

Daß der Euroraum dennoch auseinanderbricht, bzw. der Euro als Währung verschwindet, ist trotzdem möglich bis wahrscheinlich. (Wer vertraut einer Währung, die einen Dauerrettungsschirm braucht? Kann man sich einen Dollar-Rettungsschirm vorstellen? Welche psychologische Wirkung hätte der?)

Die zynische Idee, keine Krise ungenutzt verstreichen zu lassen, inspiriert Politiker nun, die EU obendrein umzugestalten. Integration ist das Zauberwort, ein engerer Zusammenschluß. Eine EU wird anvisiert, deren Länder politisch, vor allem finanzpolitisch, am gleichen Strang ziehen.

Dazu soll eventuell ein "Kerneuropa" vorangehen.

Mancherorts wird ein Zusammenschluß Deutschlands mit Frankreich, den Niederlanden und anderen stabilen Ländern propagiert. Dabei wird übersehen, daß wir seit dem Turmbau zu Babel keine gemeinsame Weltöffentlichkeit mehr haben: Wir stecken in unterschiedlichen Sprachräumen, die zu unterschiedlichen Kulturräumen geführt haben.

Wir verstehen einander nicht mehr ohne weiteres.

Deutschland und Frankreich werden nie eine gemeinsame Nation bilden.
Selbst die Schweizer, die in unterschiedlichen Sprachräumen leben, sprechen vom Rösti-Graben, wenn sie auf die unsichtbare Teilung des Landes in die französische Westschweiz und die deutsche Ostschweiz hinweisen wollen.
In der Schweiz klappt das trotz Mehrsprachigkeit, weil das Land so übersichtlich ist.
In Belgien sieht man, wohin es führt, wenn man zwei große unterschiedliche Sprachräume (Flamen/Wallonen) zusammenjocht. Deren Uneinigkeit ist legendär.

Veränderungen stehen an, die wir zwar wie im Nebel kommen sehen, aber größen- und wuchtmäßig nicht abschätzen können.
Deshalb ist es gut, einfach grundsätzlich Veränderungen zu erwarten, statt, wenn sie eintreffen, überfordert und mit hängender Kinnlade dazustehen.

Gott ist heute und auch in einem künftig anderen Europa derselbe. Wenn wir lernen, von ihm abhängig zu sein, dann schlagen uns Veränderungen nicht aufs Gemüt.
Gott wird immer da sein.

Jesus ging mit Veränderungen souverän um.
Als er in Kapernaum die Massen anzieht und Wunder erlebt, so daß ihn die Menschen schon an frühen Morgen suchen, zieht er dennoch weiter. (Markus 1).
Die meisten wären am Ort ihres Erfolges geblieben und hätten ihn ausgekostet. Doch Jesus wandert weiter, ohne Garantie, daß er andernorts den gleichen durchschlagenden Erfolg haben würde.
Den hatte er auch nicht überall.
In Nazareth beispielsweise kam er gar nicht gut an. Dessen Bewohner wollten ihn gar vom Felsen stürzen, weil er behauptete, der Christus, Gottes Sohn, zu sein. (Matthäus 4).
Nazareth ist heute hauptsächlich moslemisch. Durchaus möglich, daß es Jesus dort heute nicht anders ergehen würde als vor 2000 Jahren.
Doch Jesus ließ sich nicht beirren, ging durch ihre Mitte hinweg und wanderte weiter.

Erfolg und Mißerfolg sind nicht von Dauer. Die Zeit geht über beide hinweg.
Wir sollten uns weder vom einen noch vom anderen beirren lassen.
Was zählt, ist, Gottes Willen zu tun.

Das Kreuz sah aus wie eine Niederlage und war doch der größte Sieg aller Zeiten.

Als man Jesus im Tempel mit Steinen bewarf, (weil er behauptete, Gott gleich zu sein), blies er auf dem Nachhauseweg keine Trübsal, sondern heilte einen Blindgeborenen. (Johannes 8 und 9).

Jesus war auf Veränderung eingestellt. Er wußte, daß Stabilität und Sicherheit unter Menschen erst im Himmel zu haben sein werden.

Die kommenden Veränderungen müssen uns nicht umwerfen.

"Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit."
Hebräer 13, 8

Dienstag, 6. Dezember 2011

Der Ritt auf dem Zaun

"Pastor, ich kenne einen christlichen Geschäftsmann, der geizig ist und Gott segnet ihn trotzdem. Ich habe auch von einem Geistlichen gehört, der sich von seiner Sekretärin verwöhnen läßt--und Gott segnet ihn immer noch. Verschiedene andere Christen haben ähnliche Flecken auf ihrer Weste und Gott macht das überhaupt nichts aus. Meine Frage nun: Wieviel kann ICH mir leisten, bevor Gott sauer wird?"

Willst du das wirklich austesten?

Psalm 50, 17-21 schafft da Klarheit. Gott sagt dort:
"Du hast ja die Zucht gehaßt und meine Worte hinter dich geworfen.
Sahst du einen Dieb, so befreundetest du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hattest du Gemeinschaft.
Deinen Mund schicktest du los zum Bösen, und deine Zunge spannte Betrug davor.
Du saßest da, redetest gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus.
Das hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du.
Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen."

Gott ist langmütig, gnädig und barmherzig.
Aber er ist kein trotteliger Clown, den man nicht ernstnehmen braucht.
Er ist durchaus gefährlich.
Sein Ziel ist jedoch Wiederherstellung der Gemeinschaft mit ihm. Also wird er dich früher oder später zurechtweisen und dir dein Unrecht vor Augen stellen, wie es in Vers 21 heißt.

Doch Simson sollte uns eine Warnung sein.

Der Richter Simson wurde von Gott in Situationen der Bedrohung mit übernatürlicher Körperkraft ausgestattet. So verursachte er den Philistern herbe Verluste.

Simson hatte eine Eskapade mit einer Hure. (Richter 16). Dennoch segnete Gott ihn und nahm seine große Kraft nicht von ihm, als man ihn gleich nach dem Besuch der Frau angriff. Er siegte überwältigend.

Danach legte er sich eine Geliebte namens Delila zu.
Simson liebte Delila. Doch Delila liebte Simson nicht.
Sie liebte den Mammon.

Sie drängte ihn ständig, ihr das Geheimnis seiner großen Kraft zu verraten.
Irgendwann war seine Seele ihre Fragerei zum Sterben leid und er sagte es ihr.
Sie verriet prompt den Philistern sein Geheimnis: Wenn man ihm die Haare schere, werde er schwach wie jeder andere.
Simson war Nasiräer, einer jener Gottgeweihten, die als Zeichen ihrer Hingabe die Haare nie schnitten, keinen Wein tranken und keine Toten berührten.
Seine Haare waren das Zeichen seiner Hingabe und sein Glaubensgehorsamskontaktpunkt. Solange sie lang waren, erfüllte er die Bedingung für den besonderen Kraftsegen.

Doch seine Hingabe hatte in der letzten Zeit stark gelitten.

Und nun begibt er sich wieder in eine Situation, die Gott herausfordert.
Er verrät sein Geheimnis.
Dann vertreibt er sich mit Delila die Zeit und schläft in den Armen seiner Geliebten ein. Die flüstert den Philister aus dem Versteck. Der kommt und schert dem Simsonschaf die Wolle.
Delila rief, "Philister über dir!"

"Da wachte er auf von seinem Schlaf und sagte sich: Ich werde davonkommen, wie es Mal für Mal gelang, und werde mich freischütteln." Richter 16, 20.

Und nun kommt jener tragische Satz, der Sündern wie Simson immer zu früh kommt:

"Er wußte aber nicht, daß der HERR von ihm gewichen war."

Lang hat's gedauert. Doch nun ist's passiert.

Das Resultat?
"Und die Philister packten ihn und stachen ihm die Augen aus. Und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln, und er mußte im Gefängnis die Mühle drehen."

Die Sünde verspricht immer mehr, als sie halten kann. (Das ist seit Adams Zeiten so).
Zum Schluß sticht sie einem die Augen aus und man muß im Gefängnis die Mühle drehen.

Das ist nicht Gottes Wille.

Doch die Sünde gebiert nunmal den Tod.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Monika Wagner über "In Christus"

Wir hatten zwei super Tage mit Pastorin und Rhema-Euro-Bibelschuldirektorin Monika Wagner aus Bonn.

Monika sprach klar über die biblische Tatsache, daß Gott Jesus sieht, wenn er uns anschaut. Denn wir sind "Ihn ihm", d.h. in Christus.

Wir sind "MIT IHM begraben in der Taufe, IN IHM auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat."
Kolosser 2, 12

"IN IHM seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung."
Epheser 1, 13

Nun ist uns nicht bewußt, was das alles bedeutet. Viele Christen haben ein ständiges unterschwelliges schlechtes Gewissen, das Gefühl, nicht zu genügen. (Auch ich hatte das mal, 1983, für ein halbes Jahr. Fühlt sich übel an).
Die biblische Wahrheit ist jedoch: Wir sind aufgrund der Tatsache, daß wir IN IHM sind, vor Gott wohlgefällig. Denn Jesus ist vor Gott wohlgefällig.

Wen die "In ihm"-Wahrheiten näher interessieren, der findet sie vor allem im Epheser-, im Kolosser- und im 1 Johannesbrief.

Wem bewußt wird, daß er in Christus ist, daß der Christus ihn wie ein Anzug umgibt, der kommt in den Genuß dieser Realitäten.
Er erhält größere Durchschlagskraft im Gebet.
Denn die Gebete des Christus werden erhört.

Das sind wunderbare Aussichten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Intensiv-Tag mit Monika Wagner

Am morgigen Samstag um 9 beginnt unser letzter Intensivtag für dieses Jahr.
Er wird wie immer bis ca. 16 Uhr dauern. Es gibt Kaffee, in der ersten Pause auch Kuchen.

Zu Mittag kann man in einer Gaststätte günstig was essen.
Der Betreiber geht auf unsere Wünsche ein. So werden wir vor dem Teaching um 10 eine Menüauswahl präsentieren können. Zur Mittagspause ist das Essen dann bereits fertig und wir kommen rechtzeitig wieder ins CGZ.

Vormittags sprechen meine Wenigkeit, Hanns Bittman, Matze Berger und Anne Henn. In welcher Reihenfolge werden wir sehen. Starten werde ich.

Die drei Botschaften am Nachmittag bringt Monika Wagner, Pastorin in der Rhema Gemeinde Bonn. Sie ist außerdem Direktorin der Rhema Bibelschulen in Europa. Das Haupthaus befindet sich in Broken Arrow, Oklahoma. (Ein großer Teil auf der US-Seite meiner Familie hat Rhema dort in den 80ern besucht).

Man muß, wenn man kommen will, nicht von Anfang bis Ende da sein, obwohl das natürlich den größten Nutzen brächte:

"Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben, um sie zu heiligen, reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei."
Epheser 5, 25-27

Vor vielen Jahren lebte ich in einer WG mit einem Studenten zusammen, der Wasser in ungeheuren Mengen sparte. Nach drei Wochen roch er so streng, daß einem das Wasser in die Augen stieg, wenn man sich zu ihm ins Zimmer begab.

Er selbst war sich keiner Anstößigkeit bewußt.

Nach ein paar Wochen zog ich aus.

Das Schöne am Wasserbad im Wort Gottes ist: Unser geistlicher Geruch verändert sich. Wir werden Jesus ähnlicher, ohne das groß zu bemerken. Flecken verschwinden UND Runzeln.
Flecken kann man zur Not selber rausmachen.
Doch Runzeln?
Man kann seine Haut nicht abstreifen und aufbügeln.
Das Wort Gottes kann Sachen an uns verändern, gegen die wir selber nichts ausrichten!
Das ist doch was.

Deswegen ist es gut, den ganzen Tag dazusein.
Wer aber erst später oder nur teilweise teilnehmen kann: Das ist allemal besser als gar nicht dabeizusein.

Wir freuen uns auf einen super Tag im Herrn.