Freitag, 31. August 2018

Leiden fürs Erlösungswerk?

"Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde."
Kolosser 1, 24.

"Hallo Pastor. Ich komme aus einer sehr alten Konfession und bin erst seit relativ kurzer Zeit ein bibelgläubiger Christ. Früher habe ich gehört, daß wenn ein Christ leidet oder krank ist, er irgendwie am Leiden Christi mitwirkt und zur Erlösung der Welt beiträgt. Du sagst, Jesus hat für uns gelitten und ganze Arbeit geleistet und unser Leiden trägt überhaupt nicht zur Erlösung bei. Nun lese ich in der Bibel, daß Paulus sich über seine Leiden freut, weil da noch was aussteht an den Bedrängnissen des Christus. Kannst du das bitte erklären?"

Es ist so, daß Jesus uns für das Erlösungswerk nicht gebraucht hat. Er hat uns erlöst. Wir müssen das nicht selbermachen.
Sein Tod am Kreuz hat für alle Menschen die Erlösung erkauft, und wer nun Ja zu Jesus sagt, der wird dieser Erlösung auch teilhaftig. (Niemand wird in den Himmel gekidnapt; man muß sich schon entscheiden, ob man dort hinwill).
Was Paulus in der Schriftstelle oben meint, ist folgendes: Er zieht umher und gründet Gemeinden. Diese Arbeit bringt mit sich, daß er angefeindet wird und verleumdet, verprügelt, gesteinigt, geschlagen wird; er ist in Gefahren von seinem Volk, von falschen Brüdern, er erleidet Schiffbruch, usw. Kurz: Er leidet.
Die Gemeinde ist der Leib Christi.
Paulus ist Teil dieses Leibes. Er ist quasi "in Christus", (so wie du als Christ auch).
Wenn er nun um der Gemeindeaufbauarbeit willen Bedrängnis leidet, dann leidet der Christus. Diese Leiden sind unschön, aber nötig. Denn hätte er nicht bereitwillig für die Sache gelitten, gäbe es heute in Europa keine christliche Kirche.
So leidet der Leib Christi noch immer, indem er unter Kosten und Mühen danach trachtet, soviele Verlorene wie möglich für Jesus zu gewinnen und die Gewonnenen im Wort zu unterweisen.

Krankheiten und andere individuelle Leiden tragen ganz sicher nichts zum Erlösungswerk bei. Im Gegenteil. Von ihnen hat Jesus uns doch erlöst. (Deshalb heißt das Erlösungswerk auch so).
Petrus sagt über Jesus: "...der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." (1 Petrus 2, 24).
Das beschreibt die wichtigsten Bestandteile des Erlösungswerk recht prägnant: Vergebung und Heilung. Darum kannst du bitten. Dafür kannst du glauben.

Mittwoch, 29. August 2018

Der Nihilismus und du

„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch, füllt die Erde und macht sie euch untertan.“
1 Mose 1, 28.

Wenn es Gott gibt, dann sind wir seine Geschöpfe, von ihm gewollt und mit einem guten Plan für unser Leben ausgestattet. Dieser Plan gibt unserem täglichen Leben trotz aller Kämpfe Sinn und verleiht unserer Existenz insgesamt eine tiefere Bedeutung. Wir sind wichtig, ja einzigartig, und diese Eigenart ist in Ewigkeit gewollt.

Gibt es Gott nicht, dann sind wir nur ein Zufallsprodukt eines feindseligen Universums. Unser Leben ist bedeutungslos und Kräften ausgeliefert, die wir nicht verstehen. Nichts ist wirklich wichtig, eine Erkenntnis, die wir wahlweise mit Aktionismus oder Hedonismus betäuben.
Diese innere Anschauung herrscht bekanntlich vor und ist der Grundstein für den atemberaubenden Nihilismus, der unsere Gesellschaft immer heftiger durchzieht.
Wenn man Leuten aller Schichten lange genug zuhört, dann kommen sie nämlich alle irgendwann drauf, daß der Mensch eigentlich ein Problem für die Welt ist, ja eine Plage, ein Krebsgeschwür. Alles, was er anfaßt, verdirbt er. Er betreibt Ressourcenverschwendung und verwüstet die Umwelt. Es gibt vielzuviele Menschen, weniger wäre mehr.
Es ist unbestreitbar, daß hier und da Raubbau an der Natur getrieben wird oder daß manche Gegenden überbevölkert sind. In Wirklichkeit sind wir jedoch kein Problem, sondern die Herren dieser Erde, und sie verantwortungsvoll für unsere Zwecke zu nutzen ist legitim.

Doch wer ständig eingebimst bekommt, er und seine Mitmenschen seien eine planetare Plage, (und das geschieht unterschwellig fast überall, speziell in höheren Bildungseinrichtungen), der darf sich nicht wundern, wenn sich verkorkste Sichtweisen etablieren, die sich zu einem veritablen Selbsthaß auswachsen können, der unweigerlich (selbst)zerstörerische Kräfte entfaltet.

Die Killer von der Columbine Highschool waren Nihilisten. Sie betrachteten nicht nur wahlweise Juden, Ungläubige oder den Klassenfeind für auslöschenswert, sondern die gesamte Menschheit. Deshalb töteten sie. Und um die Reinheit ihrer Motive herauszustellen, erschossen sie sich nach vollbrachtem Massaker selber. Nihilisten. Konsequent bis zum bitteren Ende.

Viele Probleme, die Deutschland derzeit hat, entstammen einer nihilistischen Grundstimmung. "Something wicked this way comes", sagt der gute Shakespeare. Es kann durchaus noch schlimmer kommen, denn einen Tanker steuert man nicht in fünf Minuten um.
Was tun?
Nicht müde werden, den Leuten klarzumachen, daß es ohne Jesus nicht geht. Daß er sie liebt und einen Plan für sie hat. Nur er kann der selbstzerstörerischen Tendenz, die momentan im Land fühlbar ist, etwas entgegensetzen. Nur er kann ein Menschenleben mit Sinn und Erfüllung ausstatten. Ideologie kann so etwas nicht. Sie ist stets (unguter) Ersatz.
Bekommen wir keine Erweckung, schrammen wir am Abgrund herum, wie schon etliche Male zuvor. Kein angenehmer Gedanke.
Ich bin aber optimistisch. Krisen kommen, Krisen gehen. Der Fels bleibt. Und Gott erhört Gebet.
Für jeden, der umkehrt, gilt:

"Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen." (Jesaja 38, 17).

Montag, 27. August 2018

Gibt's die Hölle wirklich?

"Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln."
Matthäus 25, 41.

Ein ungemütlicher Vers, nicht wahr, dieser Satz zum Endgericht? Doch auch er stammt von Jesus und muß deswegen ernstgenommen werden.
Dieser Vers räumt auch gleich noch mit einem verbreiteten Volksglauben auf, nämlich dem, der Teufel sei der Höllenfürst und habe dort etwas zu sagen.
Nichts liegt der Wahrheit ferner.
Vielmehr ist die Hölle das ewige Gefängnis dieses gefallenen Weltgeists. Er herrscht dort nicht. Er ist dort ein Wurm, seines ganzen beeindruckenden Arsenals beraubt, ein Niemand, nichts weiter.
Der amerikanische Community Organizer und Radikalenphilosoph Saul Alinsky, ein großer Einfluß auf Obama und Clinton, (die sogar ihre universitäre Abschlußarbeit über Alinsky schrieb und die derzeit natürlich fest unter Verschluß ist), widmet sein einflußreiches Buch "Rules for Radicals" im Vorwort dem "allerersten Radikalen, der gegen das Establishment rebellierte und dies so effektiv tat, daß er immerhin sein eigenes Reich gewann—Luzifer."
Alinsky hat sich gründlich getäuscht.
Dieser Luzifer gewann durch den Sündenfall ein Reich, das stimmt. Er ist der Gott dieser Welt—für eine Zeit. In 2 Korinther 4, 3-5 heißt es hierzu: "Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verlorengehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen."
Doch Jesus hat ihm massiv dazwischengefunkt und ihm diese Vollmacht wieder abgenommen. Dazu gibt es viel zu sagen.

Natürlich muß man den obigen niederschmetternden Vers im Kontext betrachten. Ich habe deshalb letzten Sonntag einmal, (zum ersten Mal überhaupt), über die Hölle gepredigt. Anzuhören auf der Homepage.

Mittwoch, 22. August 2018

Anliegen + Name = Antwort

"Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar."
Richter 13, 18.

"Pastor, ich habe dir geschrieben und du hast mir nicht geantwortet."

Es ist so: Niemand unterhält sich gern mit einem Phantom. (Du bist vermutlich auch nicht der Engel des Herrn). Wenn du eine Antwort von mir haben möchtest, dann sag mir bitte, wer du bist. Mach's wie ein Leserbriefschreiber: Gib deinen Namen und deinen Ort an. Dann schau'n wir weiter.
Namen angeben ist biblisch:

"Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Er sagte: Jakob."
1 Mose 32, 28.

Sonntag, 19. August 2018

"Hallo Adam." "Hallo Schlange."

„Hallo Adam.“
„Hallo Schlange.“
„Was machst du da?“
„Ich sammle Früchte.“
„Das sehe ich, dass du hier unter dem Baum die Früchte zusammenklaubst. Ich will wissen, warum du sie nicht zu den anderen tust. Da liegt doch schon ein Haufen. Warum legst du diese Früchte in einen anderen Korb?“
„Weil sie Gott gehören.“
„Gott gehören?“
„Ja. Von allen Bäumen im Garten essen wir, nur von diesem nicht. Dieser Baum ist quasi sein Baum. Gott will seine Früchte selber essen. Nehme ich an.“
„Dass ich recht verstehe: Du bewirtschaftetest einen Baum und Gott nimmt dir alle seine Früchte weg? Kein einziger bleibt bei dir?“
„Die Früchte von den anderen Bäumen behalten wir. Nur die von diesem nicht.“
„Ist dir klar, dass du übervorteilt wirst?"
"Wieso?"
"Gott beutet dich aus.“
„Ich hab das bisher immer als Opfer betrachtet."
"Du bist sein Opfer."
"Nein.“
„Doch. Überhaupt: Weißt du, warum Gott diese Früchte für sich haben will? Er braucht diese Dinger. Gott ist an sich nichts besonderes. Lass mich ausreden. Diese Früchte machen ihn erst zu Gott.
In der Frucht steckt die Wucht.
Wenn du von dieser Frucht essen würdest, dann würdest du auch sein wie Gott. Darüber hinaus würdest du dich von seinem Patriarchat freimachen. Ist dir nicht bewusst, dass du unterdrückt wirst?“
„Nein.“
„Dann wurde es höchste Zeit, dass ich mal vorbeikam. Im Moment ist es doch so, dass Gott vorgibt, mehr zu wissen als du, und dass er dir sagt, wo's lang geht. Und du dackelst ihm auch noch nach."
"Ich dackele?"
"Klar. Er lässt sich von dir Herr nennen. Plus, er lässt dich für sich arbeiten und nimmt dir die Früchte deiner harten Arbeit weg. Adam, Adam. Du bist in den Herrschaftsstrukturen des Patriarchats gefangen und wirst ausgebeutet. Es ist Zeit, dass du dich frei machst. Iss und werde wie Gott.“
„Oh Mann, Schlange. Ich bin Gott bereits jetzt ähnlich. Ich fühle mich auch nicht besonders ausgebeutet oder unterdrückt. Er ist der Air Boss und ich bin der Mini Boss. Damit kann ich leben. Außerdem habe ich keinen anderen Vater. Warum sollte ich ausgerechnet mit Gott einen Streit anfangen? So blöd bin ich nicht. Ich durchschaue dich. Gott hat mich vor dir gewarnt, du Tier."
"Wie jetzt?"
"Er hat gesagt, ich soll meinen Garten bebauen. Und bewahren. Vor dir. Und jetzt mach, dass du hier rauskommst. Schwatztante.“
„Man sieht sich,“ sagte die Schlange und verschwand im Gras.

Samstag, 18. August 2018

Zurück zur Natur? Im Ernst?

"Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise."
Psalm 104, 21.

Heute ist es ja modern, dass man im Einklang mit der Natur leben will, achtsam, schonend im Umgang. Das klingt prima. Allerdings schwingt da ein romantischer Unterton mit, der sich nur bei Leuten findet, die mit der Natur draußen nicht mehr viel zu tun haben.
Die Natur ist nicht mehr der Garten Eden.
Die Natur der Natur hat sich nach der Änderung der menschlichen Natur geändert. (Ich meine den Sündenfall). Heute herrschen in der Natur andere Gesetze als vor dem Fall. War es vorher ein harmonisches Miteinander, so ist es momentan ein Fressen-und-Gefressen-Werden. Nicht unbedingt vorbildlich für uns.

Als ich neulich auf die Terrasse trat, fiel mir am Boden ein kämpfendes Paar auf: Eine Wespe kugelte herum und befand sich in schrecklicher Schlacht mit einer rund doppelt so großen Fliege, (es war keine Stubenfliege). Die beiden hatten sich ineinander verbissen wie zwei Mikrodrachen. Die zum Sieg entschlossene Wespe rumpelte und hantierte und dann lag ein Fliegenbein am Boden, dann noch eins. Dann ein Flügel...
Das war hochspannend!
Die Fliege gab irgendwann auf, fügte sich ins Schicksal und starb, und die Wespe nahm den Torso und flog damit davon—haarscharf an meinem Gesicht vorbei.
So ist die Natur.

Zurück zur Natur würde letztendlich eine Rückkehr zum Recht des Stärkeren darstellen. Da gibt's bessere Lösungen.
Ich kenne auch niemanden, der sich dem Wetter hier bei uns wieder dauerhaft aussetzen möchte. Und sind die Kräuterweiblein mit ihren Heilpflanzen wirklich besser als unser Gesundheitswesen, wenn es hart auf hart kommt? Zurück zur Natur ist somit eine Floskel von Zivilisationsgegnern, die oft auf etwas ganz anderes rauswollen als die Natur. Ich bin da mißtrauisch.
Naturfreund bin ich ja bekanntlich, aber nicht naiv.

Eines Tages jedoch wird die Natur wieder in ihren ursprünglichen, vom Schöpfer vorgesehenen, unkorrumpierten Zustand zurückkehren. Dann gilt:

"Wolf und Lamm werden zusammen weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und die Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Böses und nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR." (Jesaja 65, 25).

Das wird nach der Wiederkunft Christi sein.
Kann jederzeit soweit sein.
Bist du bereit?

Montag, 13. August 2018

Konnte Gott Kain einfach nicht leiden?

"Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe, aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht."
1 Mose 4, 4-5.

"Pastor, warum hat Gott Kains Opfer nicht angenommen? War das Willkür? Ich dachte, Gott ist Liebe. Warum ist er dann so kleinlich?"

Gott ist nicht kleinlich. Gott hat nach dem Sündenfall klar und deutlich demonstriert, wie ein Opfer auszusehen hat: Er hat Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell gemacht und sie bekleidet. Das Blut dieser Tiere bedeckte Adams Schuld, ihr Fell seinen Leib.
Im Blut steckt nämlich das Leben. (3 Mose 17, 14).
Dieses tierische Leben wurde anstelle von Adams Leben dahingegeben. Da der Mensch jedoch kein Tier ist, (nein, ist er nicht), kann das Blut von Tieren auch keine menschliche Schuld dauerhaft tilgen. Es kann sie nur bedecken.
Um Sühnung für den gefallenen Menschen zu erwirken, braucht es das Blut eines sündlosen Menschen, der freiwillig anstelle des Sünders stirbt. Einen solchen Menschen gab es jedoch nicht, da alle der Sündennatur Adams teilhaftig waren.
Was nun?
Der sündlose Gott mußte Mensch werden und sich für den Sünder opfern.
Dazu ist Jesus vom Himmel auf die Erde gekommen.
Alle Tieropfer aller Völker der Welt sind nicht viel mehr als Symbole für das eine große Opfer Christi.

Gott wollte, daß ihm ein Tier geopfert wird. Feldfrüchte wollte er aus obengenannten Gründen nicht. Pflanzen sind Menschen noch unähnlicher als Tiere und als Symbolopfer überhaupt nicht zu gebrauchen. Kain war das egal. Er gab, was er geben wollte, nicht was Gott wollte. Wenn man jedoch Gott ein Opfer gibt und angenommen werden möchte, dann muß man Gott schon das opfern, was er will. Sonst ist das Opfer nur eine sinnbefreite pseudoreligiöse Handlung.
Kain war in seinem Herzen ein Rebell und an einer ernsthaften Beziehung zu Gott nicht interessiert. Sonst wäre er auf ihn eingegangen.
So ist das.

"Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain." (Hebräer 11, 4).
Der Glaube kommt aus dem Hören. Also hat Abel von Gott gehört, daß er ein Tier, ein Erstgeborenes, von der Herde haben will. Abel opferte Erstlinge. (1 Mose 4, 4).
Jesus war ein "Erstling" seiner Mutter.
Abel orientierte sich an Gott, der selber Tiere geschlachtet hatte. (Adam hat das sicher auch getan und sich seinen Söhnen so als Vorbild gegeben). Kain ging auf einem eigenen Weg.

"Nicht wie Kain sollen wir sein, aus dem Bösen, der seinen Bruder ermordete. Und warum ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht." (1 Johannes 3, 12).

Kain lebte unstet und flüchtig. Das kennzeichnet bis heute das Innenleben eines Menschen ohne Gott.
Er hätte es auch anders haben können.
Du kannst es auch anders haben.

Sin is the cancer, Jesus is the answer.

Donnerstag, 9. August 2018

Furcht schützt vor Angst

"Wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht."
1 Petrus 1, 17.

Was ist der Unterschied zwischen Angst vor Gott und der Furcht des Herrn?
Wer Angst vor Gott hat, versteckt sich vor ihm, denn er hat was zu verbergen.
Siehe Adam.
Wer Gott fürchtet, hat genau deshalb nichts zu verbergen.
Denn hält sich an das Gebot.
Er braucht keine Angst vor Gott zu haben.

"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten." (Galater 6, 7).

Mittwoch, 8. August 2018

Prima Klima

"Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht."
1 Mose 8, 22.

Gegenwärtig ist es recht warm (bei uns) und erwartungsgemäß werden dann von politischer und medialer Seite Warnungen vor einem Klimakollaps ventiliert. All diese Beschwörungen von berufenen Klimahysterikern laufen stets auf eines hinaus: Es muß noch mehr Geld ausgegeben werden. Ich werde den Verdacht nicht los, daß es diesen Leuten einzig darum geht, einen weiteren Grund für ein weiteres Abgreifen von Finanzen beim Steuerzahler zu etablieren.
Seit neuestem kommt noch die Forderung nach der Aufnahme von "Klimaflüchtlingen" dazu, denn deren Inseln könnten bald untergehen. Daß die Insulaner gar keine Aufnahme wollen, sondern viel lieber Geld von den Industriestaaten hätten, geschenkt.

Nun hat der Wettermann Kachelmann, der nicht vom Staat alimentiert wird, darauf hingewiesen, daß von einer globalen Hitzewelle auf der Nordhalbkugel keine Rede sein könne. Bei uns ist es warm, wo anders ist es kühl. Die Abweichung von der Durchschnittstemperatur des Zeitraums 2000-2017 betrage genau 0,0 Prozent.
Gut, daß es solche Stimmen auch noch gibt.

Heißt das, daß es mit dem Klima immer prima weitergehen wird?
Nun, da kommen wir in die Eschatologie, die Endzeitkunde.
Das Wort Gottes sagt sehr wohl, daß es "Zeichen an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer," geben wird, "während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden." (Lukas 21, 25-26).
Diese Dinge werden jedoch von Gott hervorgerufen und können daher nicht mit höheren Steuern bekämpft werden, sondern nur mit einer Umkehr zu Gott.

"Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." (Lukas 21, 27-28).

Sonntag, 5. August 2018

Monkey Business oder: Jesus ist kein Gorilla

"Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht."
2 Korinther 3, 18.

Es gibt auf YouTube einen interessanten Beitrag aus der kognitiven Psychologie, also der Psychologie, die sich mit Wahrnehmung und ihrer Verarbeitung beschäftigt. Der Film heißt "The Monkey Business Illusion" von Daniel Simons.
Er ist prima und spricht auch zu Christen.
In dem Film gibt es ein weißes und ein schwarzes Team, (also Trikot-, nicht Hautfarben), und die Aufgabe lautet, zu zählen, wie oft das weiße Team sich den Ball zuspielt. Man schaut konzentriert hin und zählt mit und kommt auf x Ballabgaben.
Dies bestätigt der Psychologe.
Doch dann fragt er: Haben sie den Gorilla bemerkt?
Gorilla? fragt man sich. Wo bitte war da ein Gorilla?
Dann läuft der Film nochmal ab und tatsächlich: Von rechts tappt ein Gorilla ins Bild, bleibt in der Mitte stehen und trommelt sich auf die Brust, bevor er nach links wieder aus dem Bild verschwindet.
Rund die Hälfte der Zuschauer, (die nicht bescheidwissen), bemerken den Gorilla nicht. Das liegt daran, dass Wahrnehmung eine hochkomplizierte Angelegenheit ist. Wir können immer nur eine Sache wirklich ins Auge fassen. Alles andere kategorisieren wir als unwichtig und nehmen es nur am Rande wahr. Täten wir dies nicht, würden wir unser Gehirn hoffnungslos überlasten.
Nun ist natürlich von entscheidender Wichtigkeit, was wir gewohnneitsmäßig "anschauen", worauf unsere Aufmerksamkeit ruht. Denn das beeinflusst unsere Lebensqualität ganz entscheidend.

Leider nehmen auch Christen oft nur die Probleme wahr, die ständig von Hand zu Hand gehen wie der Ball des weißen Teams. Jesus, der sehr wohl in der Mitte vorhanden ist und um Hilfe gebeten werden möchte, sehen sie nicht, da sie völlig auf etwas anderes fixiert sind.
Wie stellst du dich in dieser Sache an?

Dein Tiefenblick aufs Leben kann und darf (und sollte) sein:
"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." (Römer 8, 28).
Amen.

Donnerstag, 2. August 2018

USA in die EU?

"Sie sollen Dankopfer darbringen und mit Jubel seine Taten erzählen, die sich mit Schiffen aufs Meer hinausbegaben, auf großen Wassern Handel trieben."
Psalm 107, 22-23.

Neulich haben sich der amerikanische Präsident Trump (Abstinenzler) und der Präsident der EU-Kommission Juncker (Champagnerfreund) in Washington getroffen, um Probleme mit Handelsbarrieren zu diskutieren. Die Europäer erheben hohe Zölle auf Waren aus Amerika. Die amerikanischen Zölle auf europäische Waren sind niedriger. Der US-Präsident fand das unfair und hat die US-Zölle angehoben („Strafzölle!“), worauf sich prompt lautes Wutgeheul in Europa erhob. Trump sei ein Protektionist, gegen Freihandel, eine Bedrohung für die Weltwirtschaft, usw., was jedoch eine Verzerrung der tatsächlichen Tatsachen ist. Trump hat nämlich schon auf dem G-7-Gipfel einen völligen Wegfall aller Zölle ins Gespräch gebracht, jedoch keine Zuhörer gefunden.

Man braucht nämlich im Welthandel eigentlich keine Wirtschaftsabkommen wie CETA oder TTIP mit ihren geheim tagenden Gremien, nichtstaatlichen Schiedsgerichten, Ausnahmeklauseln, usw. Man braucht nur einfach keine Zölle mehr zu erheben, dann hat man dasselbe Ergebnis, nur mit weniger Aufwand. (Allerdings bleiben dann Heerscharen von Bürokraten arbeitslos, was Heerscharen von Bürokraten naturgemäß nicht so prickelnd finden).

Nun entnehme ich der amerikanischen Presse, dass Juncker und Trump sich doch auf einen völligen Wegfall aller Zölle zwischen EU und USA geeinigt haben sollen, (entsprechend dem ursprünglichen Vorschlag des Unaussprechlichen). US-Kolumnisten sehen die USA schon als Mitglied des gemeinsamen Marktes, (der das einzige wirklich Gute an der EU ist).
Das wäre fantastisch.
Der größte Freihandelsraum der Welt würde entstehen. Preisbewusste Europäer könnten billige amerikanische Autos (mit der Technik von gestern, aber na und?) kaufen, während Amerikaner billiger an europäische Qualitätsprodukte kämen.
Der Handel würde zunehmen. Alle würden reicher werden.
Der deutschen Presse entnehme ich allerdings, dass Spanien, Frankreich usw. unbedingt ihren Agrarsektor vor der möglicherweise günstigeren amerikanischen Konkurrenz schützen wollen. Man wolle unbedingt an Zöllen festhalten. Andere EU-Staaten wollen wiederum ihre Produkte schützen, und so erweist sich, dass eigentlich nicht die Amerikaner gegen Freihandel und niedrige Preise sind, sondern die Europäer.
Isch 'offe, dass chèr Schonklodd sisch durchsetztö. Allez Müsjöh le Président! Wanken Sie, soviel Sie wollen, machen Sie nur die Zölle weg. Bussi. Meinen Segen haben sie.
Darauf einen Schampus.

"Ein Vorteil ist es, die Weisheit richtig anzuwenden." (Prediger 10, 10).