Samstag, 30. Dezember 2017

Einen guten Beschluss und ein gutes neues Jahr

"Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt."
2 Johannes 8.

Nun sitze ich hier vor meinem Bildschirm und versuche, erbauliche Zeilen abzusondern. Das sollte mir im Grunde nicht schwerfallen. Wir hatten als Gemeinde ein ausgezeichnetes Jahr. Wir haben mehr Mittel reinbekommen und ausgegeben als je zuvor. Zehntausende flossen in die Mission. (Geber, die uns noch keine Adresse mitgeteilt haben: Bitte macht das, wenn ihr in den nächsten Tagen eine Spendenquittung haben möchtet). Wir erreichen als Gemeinde mehr Menschen mit dem Wort Gottes als je zuvor.
Die Vorbereitungen für unsere Evangelisation in der Schweinfurter Stadthalle im März blubbern und plätschern vor sich hin. Florence Joy und die „Könige und Priester“ aus Köln gestalten den musikalischen Rahmen. Wir freuen uns auf einen prima Gastsprecher. Vom Evangelium völlig unbeleckte Zeitgenossen werden die Botschaft vom Kreuz hören, die ihr Leben revolutionieren wird. Jesus wird verherrlicht werden. Das ist wunderbar und ich beschwere mich ganz sicher nicht.

Was mir ein wenig auf die Stimmung drückt, ist die Tatsache, dass Silvester seit zwei Jahren in unserem Land eine Zeit der Sexattacken durch zugereiste Barbaren ist. Tausende Polizisten sind in unseren großen Städten deshalb im Einsatz. Am Brandenburger Tor wird ein Zelt hochgezogen, das als Sicherheitszone für bedrängte Frauen dienen soll, usw.
Schauderhaft.
Mädels, falls ihr vor habt, in einer deutschen Großstadt auf öffentlichen Plätzen Silvester zu feiern: Tut's nicht. Erspart's euch. Bleibt daheim. Trefft euch privat. Ist auch schön.

Was mir mindestens genauso aufs Gemüt drückt, ist die anhaltende Schönfärberei einer hässlichen Situation durch die Verantwortlichen und weite Teile der Presse. Denn um ein Problem zu lösen, muss ich es zuerst benennen. Überhaupt: Zu dem ganzen Geschwafel über Integration, (als ob sich 1,8 Millionen Migranten einfach so integrieren lassen würden wie willenlose Schafe; die machen was sie wollen), muss eine ernste Diskussion über Repatriierung hinzukommen. Denn der IS in Syrien ist besiegt. Das Land braucht jetzt alle Hände, vor allem die junger, kräftiger Männer, für den Wiederaufbau. In Amerika ist durch Initiativen der Regierung die illegale Einwanderung praktisch zum Erliegen gekommen. Der Fluss fließt momentan rückwärts, was man hört. Ein ähnlich entschlossenes Vorgehen würde ich mir auch bei uns wünschen.
Wir sind ein christlich geprägtes Land, das seine Freiheit teuer errungen hat. Ich möchte, dass das so bleibt. Dass Deutschland wieder ohne speziell ausgewiesene Schutzzonen für Frauen auskommt. Jetzt und immer.
Wir müssen den Herrn weiter um eine Erneuerung der politischen Landschaft und der in ihr agierenden Personen beten. Niemand braucht in dieser Zeit einen Belsazar an der Macht.
Gott erhört Gebet. Er hat die Hand auf diesen Entwicklungen. Immerhin sagte Jesus, „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28, 18). Doch er rechnet mit unserer Beteiligung. Als Beter haben wir gestalterische Macht. Sagen wir ihm also, was wir wollen.

In diesem Sinne: Gottes Segen und kommt gut ins neue Jahr.

Sonntag, 24. Dezember 2017

"Früher war mehr Lametta"

"Es gibt aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen."
Johannes 21, 25.

Ich habe heuer unseren Weihnachtsbaum fertig verpackt beim Discounter gekauft. Das ging schön zügig. Rein in den Laden, raus mit dem Baum und ab damit ins Wohnzimmer.
Als er dann dastand, fiel meiner Frau auf, dass er doch ein wenig klein geraten war. Ich stellte ihn auf einen Hocker, meine Frau drapierte den und zack, war der Baum erwachsen. Jetzt ist außerdem Platz für die Geschenke drunter. Normalerweise hat man da ja so seine Probleme, wenn ein Weihnachtsbaum seine Zweige knapp über dem Boden ausbreitet.
Es befindet sich sogar goldenes Lametta darauf. Das hängt da nicht rum, sondern liegt vielmehr so spinnwebmäßig drauf.
Nicht alle wissen, warum man sich überhaupt Lametta in den Baum hängt. Das hat mit einer überlieferten Baby-Jesusgeschichte zu tun. (Eigentlich ist es ein Jesusmärchen). Das geht so:

Als Herodes die Heilige Familie verfolgte, flüchtete sie bekanntlich nach Ägypten. Auf der Reise wurden Maria und Josef müde und als sie am Abend eine Höhle fanden, bezogen sie in ihr Quartier.
Eine Spinne, die am Eingang der Höhle saß, sah Jesus und war ganz begeistert von diesem Baby. Die Spinne überlegte, was sie für dieses Kind tun könnte. Draußen war es kalt und so begann die Spinne, den Höhleneingang mit ihrem Netz zuzuweben. In der Nacht kam Raureif auf und der Eingang sah aus wie mit einem diamantenen Vorhang verhangen. Die Spinne hatte ganze Arbeit geleistet.
Da ritten die Soldaten von Herodes mit gezückten Schwertern heran. Als sie den Eingang der Höhle bemerkten, wollten sie nachschauen, ob sich jemand in ihrem Innern befand. Doch ihr Hauptmann sagte, „Spart euch die Arbeit. Schaut das Spinnennetz an. In diese Höhle ist lange niemand hineingekommen.“ Und so rückten die Soldaten wieder ab.
Und so rettete die Spinne das Jesuskind vor den Schwertern des Herodes.
(Kitsch hoch drei, ich weiß, ich weiß).
Jedenfalls ist die Spinne der Grund fürs Lametta. Es symbolisiert das raureifbedeckte Netz des possierlichen Tierchens und erinnert an dessen gute Tat.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten.

"Geben ist seliger als Nehmen." (Apostelgeschichte 20, 35).

Samstag, 23. Dezember 2017

Im Wald

"Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist! Auch alle Bäume im Wald sollen jubeln."
Psalm 96, 12.

Jaja, der Wald.
Der hat schon was.
Ich bin heute morgen ein wenig in den Tiefen des Waldes gewandelt. Schön war's, obwohl kein Schnee lag. Dafür kann man zur Zeit mit neoprengefütterten Gummistiefeln warmen Fußes stracks durch tiefe Pfützen waten und muss nicht mehr um den Matsch herumtanzen. Das hat auch was. (Blöd wird es nur, wenn die Pfütze tiefer ist als der Stiefel hoch).
Über mir zog ein bussardgroßer Rabe seine Kreise im melancholisch-grauen Himmel und rief "Krk."
Plötzlich stand vor mir ein Rehkitz auf dem Weg und schaute mich mit seinen großen schwarzen Augen an, als ob ich der Nikolaus wäre. (Ich trug tatsächlich eine rote Jacke. Aber nicht, weil ich der Weihnachtsmann bin, sondern für den Fall das irgendwelche Jäger im Busch stecken und mich harmlos Herumstehenden für ein besonders großes Wildschwein halten).
Das Rehlein hat dann gewendet und ist hurtig davongesprungen, und ich war wieder allein mit mir.
Doch jetzt kommt's:
Ich begann die Tierwelt schon zu vermissen, als tatsächlich vor mir eine Rotte wilder Säue durchs Gebüsch brach und meinen Weg überquerte. Ich stand zwar in sicherer Entfernung. Doch was da gekommen war, war eine Rotte Überläufer in schwarzer Borste und da waren trotz ihres jugendlichen Alters schon einige Uriane und Kawenzmänner dabei. Im Weg hätte ich denen nicht stehen wollen. Der Strom an wilden Tieren hörte nämlich gar nicht mehr auf. Zum Schluss waren es bestimmt 15 oder 20 Stück, die da rüberwechselten!
Kurz nach diesem Tierbeobachtungshöhepunkt bin ich zum Auto zurückgestapft.
Stockvoll durch die Pfütze.
Schön war's.

"Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat." (Psalm 104, 16).

Freitag, 22. Dezember 2017

Sterben können

„In deiner Hand sind meine Zeiten.“
Psalm 31, 16.

„Pastor, ich bin uralt und eigentlich wäre es Zeit. Doch aus irgendeinem Grund kann ich nicht heimgehen zum Herrn. Was ist da los?“

Da fallen mir spontan zwei Gründe ein:

1. Es steht noch etwas zwischen dir und einer anderen Person. Mit dieser Person musst du dich versöhnen, bevor du gehen kannst. Jesus sagt, „Vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.“ (Markus 11, 25). Der Herr möchte nicht, dass du in irgend einer Form belastet in die Ewigkeit gehst.

2. Dieser Grund ist genauso wichtig wie der erste: Der Herr hat noch eine Aufgabe für dich. Allerhöchstwahrscheinlich besteht sie darin, für jemanden zu beten.
Lukas berichtet, dass es zu Jerusalem eine 84-jährige Witfrau namens Hanna gab, die nicht vom Tempel wich und Gott Tag und Nacht mit Fasten und Flehen diente. (Lukas 2, 35). Sie sah das Baby Jesus und ihr wurde gezeigt, um wen es sich da handelte, nämlich den Heiland der Welt. Sie „lobte Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.“ (Vers 38).
Beter wissen manchmal mehr als andere.
Auch Paulus spricht von Witwen, die Tag und Nacht zum Herrn flehen. (1 Timotheus 5, 5). Er mag sich für unsere Ohren dramatisch ausgedrückt haben, doch im Grunde hat er recht. Wer hat schon die Zeit, für seine tollpatschigen Verwandten, die beständig über ihre eigenen Schnürsenkel stolpern, hingebungsvoll zu beten, wenn nicht jemand, der den Trubel des Alltags großteils hinter sich gelassen hat? Schau mal in deiner Umgebung herum. Sicher findest du jemanden, der dein Gebet dringend braucht. Dann bestürme den Herrn, bis diese Person oder Familie einen Durchbruch erreicht hat.
Vielleicht bist du dann soweit.
Vielleicht willst du dann aber auch weitermachen.

„Ich werde aber von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser.
Das Bleiben im Fleisch aber ist nötiger um euretwillen.
Und im Vertrauen hierauf weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben.“ (Philipper 1, 23-25).

Montag, 18. Dezember 2017

Frieden auf Erden

"Da sagte Isaak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch haßt und mich von euch weggeschickt habt?"
1 Mose 26, 31-32.

Die Philister hatten den Patriarchen Isaak von den Brunnen, die der in der Wüste gegraben hatte, mehrere Male weggescheucht, neidisch wie sie waren. Doch Isaak war ein Mann des Friedens, wusste sich von Gott gesegnet, nahm die Ungerechtigkeit hin und zog weiter. Anstatt die Fäuste fliegen zu lassen, übte er sich in Sanftmut und vertraute darauf, dass Gott für ihn kämpfen würde.
In der Tat ging es ihm wirtschaftlich immer besser, bis eines Tages der Philisterkönig Abimelech mit seinem Feldherrn zu Isaak kam und entnervt feststellte, „Wir haben deutlich gesehen, daß der HERR mit dir ist.“ Sie wollten deshalb einen Friedensbund mit ihm schließen. Sie würden ihm nichts Böses tun, wenn er im Gegenzug ihnen auch nichts Böses tun würde. (Als ob Isaak das Problem gewesen wäre).
Isaaks Diener gruben derweil in der Wüste nach Wasser.
Isaak macht seinen Feinden ein Mahl, sie essen und trinken, und am nächsten Morgen schwören sie einander. Isaak entlässt sie und sie gehen den Frieden von ihm fort.
"Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: Wir haben Wasser gefunden." (1 Mose 26, 32).
Das steht da nicht umsonst.
Wenn wir unseren Frieden bemühen, wird Gott uns den Segen sprudeln lassen.
Im Segen des Engels an die Hirten heißt es, „Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens.“ (Lukas 2, 14). Gott hat nicht den Weltfrieden verheißen, sondern Frieden auf Erden in den Menschen seines Wohlgefallens! Menschen wie Isaak.

"Wenn der HERR an den Wegen eines Mannes Wohlgefallen hat, läßt er selbst seine Feinde mit ihm Frieden machen." (Sprüche 16, 7).

Samstag, 16. Dezember 2017

Was schenken?

"Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm. Und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe."
Matthäus 2, 11.

"Pastor, was schenken? Was soll das Christkind bringen?"

Das Christkind selbst bekam von seinen weitgereisten Gästen aus dem Morgenland überaus teure Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die brauchte es auch, denn seine nichts ahnenden Eltern sollten es in Kürze selbst auf eine weite Reise mitnehmen: Herodes tobte und die Flucht nach Ägypten stand an. Ins Exil zu gehen ist nicht billig.
Die meisten von uns kennen jedoch niemanden, der diese Weihnachten ins Exil muss. Übergroße Geschenke werden daher nicht nötig sein.

Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass man sich wichtige Dinge selber kaufen muss und nicht darauf spekulieren darf, dass irgendein Gedankenleser sie uns überraschend schenkt. Weihnachtsgeschenke können nur freundliche Gesten sein, kleine Aufmerksamkeiten. In diesem Geist sollten sie gegeben und vor allem auch empfangen werden. Unzufriedenheit oder gar Undankbarkeit ist da unangebracht.

Schenkt Aufmerksamkeiten, empfangt Aufmerksamkeiten.

"Und seid dankbar." (Kolosser 3, 15).

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Mit den dunklen Tagen umgehen

"Und seid dankbar."
Kolosser 3, 15.

Vielleicht ist die Welt doch flach.
Denn während ich dies schreibe, fällt die sowieso schon trübe Sonne über die Tischkante in den Abgrund und verschwindet spurlos. In Rekordgeschwindigkeit.
Diese Woche hat die kürzesten Tage des Jahres.
Das kann aufs Gemüt wirken.

Gospel und Blues sind nicht nur Musik. Sie sind zwei entgegengesetzte Weltanschauungen. Der Gospel lobt Gott und atmete die frische Luft des Evangeliums, während der Blues jammert. Und jammert. Und jammert.
Wir stecken im Blues-Halbjahr.
Es ist dunkel, kalt und verregnet, und von einer Mollstimmung geprägt, im Gegensatz zum Gospel-Halbjahr. Das bediente sich derselben Akkorde, bloß in Dur, was dem Ganzen ein wesentlich fröhlicheres Klangbild verleiht. Wer ein Instrument hat, kann das nachstudieren.

Die Sonne weigert sich lange, überhaupt aufzugehen, und wenn sie es tut, dann drückt sie sich am Horizont entlang wie ein flüchtiger Sträfling, um so bald als irgend möglich wieder in der Dunkelheit zu verschwinden.
In meiner Jugend hat mich diese Jahreszeit immer melancholisch gestimmt. Als ich Christ wurde, hat sich das geändert. Ich habe nämlich gelernt, dass man fensterblickinduzierten trüben Gedanken nicht übermäßig nachhängen darf.
Vielmehr muss man sich aufs Wesentliche besinnen und absichtlich dankbar sein, quasi in Mollzeiten innerlich Dur spielen.
Dankbar sein ist wichtig.
Sagt nicht nur die Bibel. Sogar der alte römische Denker Seneca stößt ins selbe Horn, wenn er schreibt, „Unterhalb von allem steht der Undankbare. Denn alle (Übel) stammen vom Undankbaren, ohne den kaum jemals ein großes Verbrechen entstand.“
Frei nach 1 Timotheus 6, 10 könnte man sagen, „Eine Wurzel alles Bösen ist die Undankbarkeit, denn sie führt dazu, dass man vom Glauben abirrt und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt.“
Auch dieser Satz stammt von Seneca: „Wenn du weißt, daß dankbare Gesinnung an sich erstrebenswert ist, so ergibt sich daraus auch, daß Undankbarkeit etwas ist, das an sich zu meiden ist. Denn nichts vermag die menschliche Gemeinschaft so gründlich aufzulösen und zu zerreißen wie dieser Fehler.“ Der Mann war kein Christ, wohlgemerkt, wusste aber trotzdem erstaunlich gut Bescheid.
Also seien wir dankbar für unsere frei erhältlichen deutschen Bibeln, unsere Gemeinden, unsere Geschwister, unsere warmen Häuser und das gute Essen, die guten Straßen und die guten Autos und die vielen anderen guten Dinge, die Gott uns im Übermaß genießen lässt.
Ärgern können wir uns immer noch, wenn die Sonne wieder scheint.
Menschen in helleren, wärmeren Weltgegenden geht es nicht so gut wie uns im Dezember. Wir sollten also dankbar sein und Gott bitten, dass er uns den Segen erhält.

"Deshalb laßt uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht." (Hebräer 12, 28).

Freitag, 8. Dezember 2017

Trump und Israels Hauptstadt

"...und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.
Lukas 21, 24.

"Pastor, Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt und will die amerikanische Botschaft dorthin verlegen. Ist das gut oder schlecht?"

Der amerikanische Kongress hat bereits per Gesetz 1995 beschlossen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der Zug war also eigentlich längst abgefahren und was Trump getan hat, war lediglich einem mehr als 20 Jahre alten Gesetz endlich Geltung zu verleihen, was die drei ihm vorausgehenden Präsidenten alle halbe Jahre, wenn eine gesetzlich vorgesehene präsidiale Entscheidung anstand, vertagt hatten.
Fakt ist, Israel wird schon seit 68 Jahren von Jerusalem aus regiert. Dies anzuerkennen ist eigentlich eine Binse.
Sein Vorgänger war ganz anders eingestellt.
Für Obama war Israel lediglich ein riesiges jüdisches Flüchtlingslager, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist und halt blöderweise in einer ungünstigen Weltregion liegt. Er war Israel gegenüber sehr feindselig eingestellt.
Trump, (dessen Name auch Trompete bedeutet, hihi), und seine Unterstützer denken offenbar anders.
Die sagen sich: Die Palästinenserführer mögen weder den Westen noch Israel, egal was wir tun. Die machen Intifada, egal wieviel Land und Frieden wir ihnen anbieten. Die greifen mit und ohne Vorwand an. Die Radikalen unter ihnen steuern Flugzeuge in amerikanische Wolkenkratzer und stechen beim Edeka in Hamburg ihnen völlig unbekannte Menschen ab, egal wo unsere Botschaften ihren Sitz haben. Wir betreiben ja nicht einmal Siedlungen im Westjordanland. Israel müsste kollektiv ins Meer springen und sich als Staat auflösen, und der Westen moslemisch werden, um diesen Leuten zu gefallen. Und selbst das wäre denen wahrscheinlich zu wenig.
Also erkennt Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verlegt die Botschaft dorthin.
Na und?
Nichts wird sich ändern.

Allerdings spielt Jerusalem in der Endzeitprophetie Christi eine prominente Rolle, (siehe obige Schriftstelle). Demnach ist es so: Wenn Jerusalem nicht mehr unter ausländischer Kontrolle steht, sondern wieder von Juden regiert wird, dann geht die „Zeit der Nationen“, also das Gemeindezeitalter, zu Ende.
Und dann?
Das nächste werden „Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“
Vulkane werden blubbern, Asteroiden nah an der Erde vorbeischrammen.
Und Jerusalem wird in jüdischer Hand sein.

"Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." (Lukas 21, 27-28).

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Brief vom Anwalt

"Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns."
Römer 8, 31.

Gestern lag in der Post ein Brief von einem Anwalt aus Bamberg.
Schluck, dachte ich mir.
Neugierig habe ich ihn (mit überhaupt nicht zitternden Fingern) aufgemacht und gelesen—und lesend festgestellt, ich habe nichts verbrochen.
Immerhin.
Um was ging's? Um die Stadthalle in Schweinfurt.
Um die Stadthalle? Ja. Denn sie ist der Veranstaltungsort unserer stadtweiten Evangelisation im März 2018 mit einem interessanten Sprecher und der Band „Könige und Priester“ um Florence Joy aus Köln. Uns wurde mitgeteilt, dass der Trägerverein der Stadthalle, mit dem wir den Vertrag gemacht haben, Insolvenz angemeldet hat, was natürlich Auswirkungen auf alle mit dem Management geschlossenen Verträge hat.
Auch auf unseren.
Der Betrieb werde eingestellt.
Allerdings werde eben jener Betrieb bis zum 31.3.2018 unverändert weitergehen, so als wäre der Stadthallen-Management-Verein nicht insolvent. Unsere Veranstaltung findet am Samstag, dem 24.3.2018, statt. Der Herr Rechtsanwalt hat mir mithin schriftlich versichert, dass es keine Probleme geben wird und unsere Veranstaltung wie geplant über die Bühne gehen kann.
Ich habe mich gefreut.

"Ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." (Römer 8, 38-39).

Dienstag, 5. Dezember 2017

Weihnachtliche Praise Night

"Singen will ich dem HERRN mein Leben lang, ich will meinem Gott spielen, solange ich bin."
Psalm 104, 33.

Jetzt, wo die Tage, kaum dass sie begonnen haben, schon wieder dunkel werden, wendet man sich nach innen und wird besinnlich. So hatten wir am letzten Samstag erst einen lebendigen Lobpreisgottesdienst mit John Angelina und der Gospel Life Center Band und danach eine besinnliche Weihnachtsfeier mit ausgezeichneten Kanapees und Hot Cider, einer Saft- und Gewürzmischung aus dem Repertoire meiner Frau, bzw. dem ihrer Mutter, die wie Glühwein schmeckt, nur ohne Alkohol.
Schön war's.
Und gut war's auch.
Einen herzlichen Dank an Pastor John und die Band aus München, und alle Mitarbeiter im CGZ, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

"Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten." (Apostelgeschichte 2, 42).