Sonntag, 29. November 2009

Rathaus Rock

Die Praise Night in Haßfurt war ein voller Erfolg.
Die Band gospelte und rockte und machte Lobpreis. Ich predigte, Stefan N. betete für die Kranken. Zahlreiche Außenstehende waren da, eine Religionslehrerin, sowie die Presse. Hinterher standen wir noch zusammen und haben uns gut unterhalten. (Das Rumstehen hinterher ist ja oft genausowichtig, wie das, was davorkam).

Viele Rückenprobleme sind geheilt worden.
Auf die Frage, wo die Schmerzen nun seien, antwortete eine Person, "Momentan sind sie weg."
Momentan...
Wenn wir so reden, offenbaren wir, daß wir die Schmerzen zurückerwarten. Jesus sagt jedoch: "Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme." Offenbarung 3, 11. Man kann seinen Siegeskranz auch wieder verlieren, wenn man ihn nicht festhält.
Wie hält man seine Heilung fest?
Indem man nicht auf die Rückkehr der Schmerzen wartet, sondern Gott dankt für das, was er getan hat. Man muß da sehr diszipliniert sein.

Noch was:
Ein Geschäftsmann aus Haßfurt wollte die Hallenmiete sponsern. Zu ihm kam nun eine Person, die das Sponsoring für ihn übernehmen wollte. Das kam so: Diese Person hatte die Botschaft "Dein Deal mit Gott" gehört. (Zum Runterladen auf www.jchristus.de). Sie hatte Gott versprochen, wenn er ihr helfen würde, ihre Schulden zu begleichen, dann würde sie die Hallenmiete übernehmen.
Bis Donnerstag sah es nicht danach aus. (Die Praise Night war am Freitag). Doch dann kam alles ganz plötzlich: Aus verschiedenen Richtungen kam Geld und diese Person war schuldenfrei.
Und übernahm prompt die Hallenmiete.

Jesus begeistert mich...!

Freitag, 27. November 2009

Praise Night in Haßfurt

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern."
Matthäus 28, 19.

Heute abend um 19.30 Uhr steigt in der Rathaushalle von Haßfurt unsere zweite Praise Night an diesem Ort.
Letztes Mal, im Juli, war prima. Menschen haben zu Jesus gefunden--und die haben mittlerweile selber wieder andere für ihn gewonnen. Was will man mehr?

Jorge und die Band werden spielen, ich werde ein kurzes Wort bringen. Dann werden Stefan N. und ich für die Kranken beten und Jesus wird sich als der Lebendige erweisen.

Herzliche Einladung an alle aus der Region.

(Hinterher, also so um 21.30 Uhr, gibt's noch was zu essen. Ein Grund mehr, vorbeizuschauen.)

Donnerstag, 26. November 2009

Kultursmog

Bob Tyrell, Chefredakteur des American Spectator, hat den interessanten Begriff "Kultursmog" geprägt.
Damit meint er Ideen, Meinungen, Vorurteile, Überzeugungen, die von den Eliten in Universitäten, Politik und den Medien mit aller Macht propagiert werden, und die gefälligst alle zu teilen haben. In den Siebziger Jahren gehörte der Sozialismus dazu. Fünfzig Jahre davor dachte alles völkisch-national.

Gegenwärtig gehört es zum guten Ton, Klimaretter zu sein. Energie wird ultrahoch besteuert, um völlig unwirtschaftliche Windräder und Solarpaneelen zu subventionieren. (Die FAZ berichtete einst, daß bei der Erzeugung eines Windrades mehr Energie verbraucht wird, als dieses je produzieren wird).
Während Al Gores Klimafilm "Eine unbequeme Wahrheit" in deutschen Schulen vorgeführt wird, hat ein britischer Richter britischen Schulen verboten, den Streifen zu zeigen, da er zahlreiche wissenschaftliche Unrichtigkeiten enthält.

Kultursmog. Schiefe Ideen, die einem die intellektuelle Luft abdrücken.
Der Begriff hat was.

Nun haben Hacker 3000 Emails einer führenden Klimafakultät, der Climatic Research Unit of the University of East Anglia im Vereinigten Königreich, im Netz veröffentlicht. Das Wall Street Journal, (eine Art amerikanische FAZ), hat sie analysiert und festgestellt, daß klimaskeptische Wissenschaftler von Globalen Erwärmern systematisch diskriminiert wurden, daß Tatsachen und Daten, die der gegenwärtigen Orthodoxie widersprechen, unterdrückt werden. (Es wird seit 1998 nicht mehr wärmer. Seit 2005 kühlt der Planet ab).
Führende Klimaerwärmungswissenschaftler werden als unehrliche Einschüchterer offenbar.

Und in der ganzen Klimadebatte werden Vulkane, wie mir scheint, überhaupt nicht berücksichtigt. In der Bibel schon...

"Und es geschah ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut."
Offenbarung 6, 12.

Dienstag, 24. November 2009

Heiligenfiguren

"Aus ihm aber kommt es, daß ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung."
1 Korinther 1, 30.

"Pastor, in eurer Kirche stehen gar keine Heiligenfiguren!"
"Doch doch, auch in unserer Gemeinde stehen Heiligenfiguren herum. Nur, daß die nicht aus Holz sind. Aus Stein auch nicht. Das sind die Christen, die es hier gibt. Im biblischen Sinn Heiliger ist nämlich jeder, der an Jesus als seinen Erlöser glaubt."

In den Tempeln der Heiden stehen normalerweise stumme und kalte Idole aus Holz und Stein herum, die von den Besuchern verehrt werden. Als Jesus seinerzeit im Tempel von Jerusalem erschien, war die Situation eine gänzlich andere. In Maleachi 3, 1 heißt es: "Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen." Im Gegensatz zu den steinernen Abbildern war dieser Gott lebendig.

Doch selbst diesen Tempel gibt es mittlerweile nicht mehr.
Denn Gott hatte andere Pläne.
Genauso, wie der Gott des wahren Tempels keine Steinfigur ist, sondern lebt, sollten auch die Steine des wahren Tempels keine solchen Klötze sein. Auch sie sollten leben.
Heute sind die Christen kollektiv der Tempel Gottes, bewohnt vom Heiligen Geist.

"Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?"
1 Korinther 3, 16.

Und: "Laßt euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus."
1 Petrus 2, 5.

In welchem Haus Gottes bist du lebendiger Stein?

Montag, 23. November 2009

Euphoriequellen

"Wer sein Leben retten will, wird es verlieren."
Matthäus 16, 24.

Man könnte das obige Wort so umschreiben: "Wer sich ständig um sich selber dreht, dringt nie zu großer Lebensqualität durch."

Eigenartigerweise fühlen sich Menschen nicht dann am lebendigsten, wenn sie frei haben und nichts tun. Nichtstun--eine Form der Unterforderung--führt erst zur Entspannung, dann zur Apathie.
Und wer nichts zu tun hat und obendrein allein ist, beginnt unweigerlich über seine Lebensumstände nachzudenken und darüber, was an ihnen alles nicht stimmt. Ständige Selbstanalyse und grüblerische Unzufriedenheit führen zu Verdruß.
Verdruß ist das Gegenteil von Leben im Überfluß.

Der Ausnahmezustand der Euphorie, der totalen Lebendigkeit und Erfülltheit, tritt ein, wenn Menschen so sehr mit einer Aufgabe beschäftigt sind, daß sie alles um sich her vergessen. Ihre Fähigkeiten sind maximal gefordert. Sie sind hochkonzentriert. Doch sie fühlen sich nicht gestreßt, sondern erleben Hochgefühle.

Die Euphoriebedingungen sind:
1. Ein klar definiertes Ziel.
2. Fähigkeiten, die der Herausforderung angemessen sind.
3. Sichtbare Resultate.

Wann kommen diese Faktoren zusammen?
Als ich vor Jahren begann, wieder Sport zu treiben, spielte ich mit einer kleinen Mannschaft etwa gleich guter Spieler Fußball. Wir hatten das klare Ziel, die andere Mannschaft einzusacken. Unsere Fähigkeiten waren der Aufgabe angemessen. (Gegen die Nationalelf zu spielen hätte uns überfordert und gefrustet). Und sichtbare Resultate gab es auch immer wieder: Tore! Mal hier, mal da.
Während dieser Rennerei stellte ich plötzlich fest: ich bin glücklich.
Sport als Euphorieerzeuger funktioniert auch bei den meisten anderen.

Wichtige Euphoriequellen sind für mich: Schreiben, Predigten vorbereiten und, natürlich, predigen.
Meine Frau erlebt den Zustand u.a., wenn sie Kuchen bäckt.
Mein Sohn beim Skateboardfahren.
Meine Tochter bei Entwerfen einer Spielzeugwelt.

Von Jesus heißt es: "Der Eifer um dein Haus verzehrt mich!" Er war Gemeindebauer, der "im Geist frohlockte", wenn es damit voranging. (Lukas 10, 21).

David war der Krieger des Herrn: "Mit meinem Gott kann ich eine Mauer überspringen!" und "Er lehrt meine Hände das Kämpfen." (Psalm 18, 30+33). Der Hirtenjunge, der Löwe und Bär besiegte, wurde zum Bezwinger Goliaths und befreite Israel vom Philisterjoch.
Klares Ziel.
Angemessene Fähigkeiten.
Immer wieder Resultate.
In Schwierigkeiten geriet David erst, als er daheimblieb und tatenlos auf seiner Dachterasse herumsaß. Dort schaute er dann Bathseba beim Baden zu, (wie der moderne Tatenlose der Stripperin im Internet).

Es gibt tausend Euphoriequellen, die Gott in unser Leben eingebaut hat.
Entdecke deine!
;)

Samstag, 21. November 2009

Euphorie

"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluß haben."
Johannes 10, 10.

Leben im Überfluß klingt nach Euphorie, nach totaler Lebendigkeit und nach Erfüllungsgefühlen. Wenn Jesus uns nicht nur Leben, sondern Leben im Überfluß verheißt, dann bedeutet das nichts anderes als daß ein Maß täglicher Euphorie möglich ist.

Tatsache ist aber, daß sich unser Alltag meist recht grau und gleichförmig gestaltet. Euphorie ist größtenteils die Ausnahme. Es gibt jedoch konkrete Bedingungen. Wenn diese erfüllt sind, dann stellt sich zwangsläufig Euphorie ein. Das Wunderbare ist: Wir haben es täglich in der Hand, diese Bedingungen willentlich herbeizuführen. (Ich spreche nicht von komischen Psychotechniken, sondern von ganz bestimmten biblischen Handlungsschritten, die funktionieren, wenn man sie tut).

Wie das geht, hören wir morgen ab 10.30 Uhr im Gottesdienst.

Um 13.00 Uhr findet außerdem unser handwerklicher, musikalischer, kulinarischer Weihnachtsbasar statt! Noch ein Grund, morgen mal im CGZ vorbeizuschauen.

Montag, 16. November 2009

Gebet für andere

"Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids!
Als er aber in das Haus gekommen war, traten die Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich dies tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr.
Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Und ihre Augen wurden geöffnet."
Matthäus 9, 27-30.

Was hier sofort ins Auge sticht: Der Sohn Gottes übernimmt keinerlei Verantwortung für die Heilung dieser beiden Blinden. Sie laufen ihm nach und er ignoriert sie. Als er zuhause ankommt und die beiden immer noch da sind und geheilt werden wollen, sagt er: "Euch geschehe nach eurem Glauben." Und das, nachdem er gerade ein Mädchen von den Toten auferweckt hatte. Diese beiden Blinden heilt Jesus nicht einfach, sondern lotet deren Glauben aus.
Warum?
In Johannes 5, 19 sagt Jesus: "Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht."
Er war eben auch ganz Mensch.
Offenbar hatte er bei der toten Tochter des Jairus ein klares Wort vom Vater empfangen, welches das Wunder ermöglichte. Bei den Blinden war das anders: hier erhielt Jesus keine eindeutige Weisung und war deshalb genauso begrenzt, wie wir es in vergleichbaren Situationen sind. In diesem Fall stand ein Wunder nicht zur Verfügung. Die Blinden brauchten eigenen Glauben.

Manchmal werden wir aufgefordert, für Leute zu beten, von denen wir nicht wissen, wo sie im Glauben stehen. Können wir für Fremde vollmächtig für, sagen wir, Heilung beten und mit unserem Glauben die notwendige Veränderung herbeiführen?
Wenn wir ein klares Signal vom Vater bekommen, ist das kein Problem.
Doch andernfalls dürfen wir uns nicht vormachen, durch unser Gebet allein die gravierenden Probleme anderer zu lösen. In Galater 6, 5 heißt es: "Jeder wird seine eigene Bürde tragen."

Wie können wir zB jemandem helfen, der dringend Heilung braucht, selber aber nicht wirklich Glauben hat, diese von Gott zu empfangen?

Wir bitten Gott dann, er möge sich dieser Person als der Heiler offenbaren. Glaube findet im Herzen statt. Er entsteht, wenn das Wort Gottes im Herzen gehört wird. Paulus betete so: "Ich gedenke euer in meinen Gebeten, daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst."

Paulus betete um einen Geist der Gotteserkenntnis für die Epheser. Wenn ich im Herzen erkenne, daß Gott mein Heiler ist, dann kann der Heilung nichts mehr im Weg stehen. Dann fließen Gottes Kräfte.
Solange ich bete: "Oh Herr, dein Wille geschehe," dann bin ich mir über seine Heilungsabsicht nicht im klaren und werde nicht geheilt werden.

Paulus betete weiter:

"Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke." Epheser 1, 16-19.

Er betete, daß Gott die Herzensaugen der Epheser erleuchte, damit sie erkennen mögen, was ihnen von Gott alles geschenkt ist.

So können wir für andere beten und ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen.

Freitag, 13. November 2009

Genöle oder Gebet?

Viel, was als Gebet bezeichnet wird, ist eigentlich nicht Gebet, sondern emotionales Herumgejammere vor dem Herrn.
So funktioniert das aber nicht.
Ohne Glauben ist es unmöglich, im Gebet etwas von Gott zu empfangen.
Und Glaube beginnt, wo der Wille Gottes bekannt ist.

"So viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen." 2 Korinther 1, 20.

Wir müssen die Verheißungen Gottes kennen und sie müssen einen inneren Widerhall in uns verursachen, sie müssen zu uns sprechen. Daran erkennen wir, daß wir an sie glauben. Und wenn wir mit einer solchen inneren Gewißheit vor den Herrn treten und ihm seine eigenen Verheißungen vortragen, dann beten wir im biblischen Sinn.

Spar dir also das Gejammer.
Finde vielmehr eine Verheißung, die dir verspricht, was du haben willst.
Glaube sie.
Bring sie vor den Herrn.
Danke ihm für die Erhörung.

"Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden." Mark 11, 24.

Donnerstag, 12. November 2009

Die Sündenziege

Der erste Sündenbock der Welt war eine Sündenziege.

In 1 Mose 3, 12, als Gott Adam fragt, ob er von der verbotenen Frucht gegessen hat, antwortet dieser: "Die Frau, die DU mir gegeben hast, sie gab mir und ich aß."

Da haben wir's: Eva war an allem schuld.
Genaugenommen ist Gott schuld, denn der hatte dem Adam schließlich die Eva zugeführt.
Gott hat das natürlich nicht gelten lassen. Alle drei am Sündenfall beteiligten bekamen ihr Fett weg, wie es ihren Sünden entsprach. Gott ist gerecht.

Doch wenn schon der erste Mensch keine Verantwortung übernahm und versuchte, sich billig aus seinen Sünden herauszuwinden, weshalb erwarten wir dann, daß seine Kinder das anders machen?

Genaugenommen ist es ein Wunder, wenn jemand seine Sünde bekennt, statt sie zu rechtfertigen. Erlösung gibt's jedoch nur so.

Dienstag, 10. November 2009

Brauchst du einen Sündenbock?

Gott bietet dir einen an.
Gottes Sündenbock funktioniert radikal anders als alle selbstgewählten Sündenböcke.

Gottes Sündenbock ist Jesus.
Wenn du dich zu deiner Sünde stellst und sie bekennst und um Vergebung bittest, und in Zukunft läßt, dann nimmt Gott deine Sünde und wirft sie auf Jesus.
Du bist dann frei.
"Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden." Jesaja 53, 5.
Er wurde an unserer Stelle bestraft. Obwohl Sünder, bleiben wir straffrei.

Ganz anders verhält sich die Sache, wenn wir uns einen eigenen Sündenbock suchen, dem wir die Schuld an unserer Sünde, unserer Glücklosigkeit und unserem Versagen anhängen. Da Gott diesen nicht akzeptiert, bleibt unsere Sünde. Sie wird uns am Jüngsten Tag von hinten auf die Schulter klopfen und sagen: "Hier bin ich wieder."

Die meisten Menschen blenden sich selbst und gehen dabei wie folgt vor:
1. Etwas klappt nicht. (Etwa einen Krieg gewinnen).
2. Ein Schuldiger wird gesucht. (Die Juden, das Kapital, George W. Bush).
3. Man macht sich so zum Opfer, obwohl man Täter ist. (Und zieht andere Täter an).
4. Man findet verständnisvolle Leute, die einem rechtgeben und Absolution erteilen. (Die modernen Gutmenschen).
5. Eigene Fehler werden nicht erkannt. (Man hat ja keine gemacht!)
6. Aus einem verdrängten, ignorierten Fehler lernt man nichts.
7. Das Fehlverhalten wird sich wiederholen, wenn mal wieder was nicht klappt.

Kain ist ein Musterbeispiel.
1. Er opferte Gott, doch Gott nahm sein Opfer nicht an.
(Kain brachte Feldfrüchte dar. Gott hatte jedoch schon vor Zeiten klargemacht, daß bei einem Opfer Blut fließen soll. Rüben bluten nicht). Kain, der doch so guten Willens war, wurde verschmäht. (Es gibt noch heute viele, die den armen Kain bedauern und Gott die Schuld an Abels Tod geben. Warum hat Gott ihn nicht einfach angenommen? Vielleicht, weil Gott sah, was in Kains mörderischem Herzen wohnte?).
2. Kains Sündenbock war Abel. Statt dem Blut eines Bockes floß das eines Menschen: das des Bruders.
3. Kain bekannte seine Sünde nicht. Als Gott ihn fragte, wo sein Bruder sei, antwortete er: "Bin ich meines Bruders Hüter?"
4. Kain floh vor Gott und umgab sich mit Menschen, die seines Sinnes waren und ihm offenbar nicht nur vergaben, sondern gleich seine Gesinnung übernahmen. So prahlte Lamech vor seinen Frauen: "Fürwahr, einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Knaben für meine Strieme. Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfach." 1 Mose 4, 23+24.
5. So blieb Kain unstet und flüchtig auf der Erde. Seine Fehler wiederholten sich und verschlimmerten sich in seiner Familie.
Bis zur Sintflut.

Sei kein Kain.
Sei ehrlich zu dir selber.

Montag, 9. November 2009

Downloads

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27.

Wir haben unsere Medienseiten ein wenig umgestellt. Nun kann man MP3-Botschaften und Videos auch runterladen. Man muß nicht mehr auf der Seite bleiben, um sie zu sehen oder zu hören.

In den 48 Stunden seit wir das getan haben, wurden von unserer Seite mehr Gigabytes abgerufen als im gesamten Monat August. Es scheint doch ein gewisses Interesse zu bestehen. Darüber freue ich mich.

Zumal Online-Predigt.de vor einigen Wochen meine Botschaften von seinem Server genommen hat. Ich habe nachgefragt, warum die das gemacht haben, nach Jahren der Kooperation und Zehntausender Downloads, habe aber keine Antwort bekommen.

In der Vergangenheit kamen über Online-Predigt immer wieder sehr positive Zuschriften von Hörern. Auch die Betreiber von O-P selbst schrieben, O-Ton: "Uns erreichen immer wieder Mails von Usern, die Ihre Predigten sehr loben !"
Nun... auch gut.
Die Geschwister können natürlich auf ihrem Server hosten, wen sie wollen. Ich bedanke mich für die beiden Jahre, in denen sie auch mir eine Plattform boten. Geneigte Hörer finden neues Download-Material von uns halt nun auf unserer eigenen Seite.

Wir wünschen den Betreibern alles Gute.
O-P bleibt eine Top-Seite mit vielen interessanten Sprechern. Wir behalten deshalb auch den Link auf unserer Link-Seite.

Samstag, 7. November 2009

Age of Wishywashy

Wir leben im Zeitalter der Unverbindlichkeit. Der westliche Mensch des 21. Jahrhunderts vermeidet Festlegungen wie die Pest.

Doch diese Haltung ist nicht neu.

Als Paulus vor 2000 Jahren auf dem Areopag in Athen das Evangelium predigte, reagierten die distinguierten Herrschaften so: "Wir wollen dich darüber nochmals hören." Apostelgeschichte 17, 32.
Sie verschoben die Entscheidung für Jesus. Sie weigerten sich, sich festzulegen.

Doch über kurz oder lang wird die Wurzellosigkeit des Allesvermeiders zur Last. Wir sind nämlich nicht für das ewige Zaudern gemacht. Das kann nie Glück produzieren. Der Wankelmütige wird von Gott nichts bekommen. Denn der betrachtet ihn als einen Zweifler:
"Der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen." Jakobus 1, 6-8.
Wankelmütigkeit, Unbeständigkeit und Unverbindlichkeit sind demnach Zeichen eines allgemeinen Zweifels, die Gott nicht gefallen.

Eine Festlegung (auf einen Gott, eine Frau, eine Gemeinde, einen Beruf, ...) erfordert Glauben und zieht eine ganze lange Reihe von Konsequenzen nach sich. Diese Konsequenzen forcieren wiederum einen ganz bestimmten Charakter in uns. Das will Gott.

Denn wer sich zB für den lebendigen Gott entscheidet, entscheidet sich damit auch gleich gegen alle anderen. Demut, Nächstenliebe, Bibellesen, Gebet, Gemeindebesuch, die Fähigkeit zur Unterordnung, die Übernahme von Verantwortung in der Nachfolge Jesu, usw. sind nun gefragt. Das sind alles Dinge, die sich ein Zauderer spart, der Festlegungen meidet.

Doch erst mit dem Treffen von Entscheidungen bewegen wir uns überhaupt in Richtung Glück. Petrus sagt über die Entscheidung für Jesus: "...den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt." 1 Petrus 1, 8.

Die zauderhaften Athener haben nicht gejubelt.

Freitag, 6. November 2009

Fünf Kilo Buch

Nochmal zur Bequemlichkeit unseres Schweinehundes:

Vor ein paar Wochen lud mich N.G. nach WÜ zum Vortrag eines Professors aus St. Gallen ein. Der Professor war berühmt, die Karte nicht billig, (wenn auch gesponsort), so daß ich schon hätte gehen wollen.
Doch die Arbeit daheim!
Draußen im Hof mußte dringend das Laub weggesaugt, dies und das gemacht werden. Und jenes auch noch.
Eigentlich hatte ich keine Zeit. (Genauer gesagt: Zweitrangige Aktivitäten waren dabei, mir wichtiger zu sein, als ein Abend für persönliches Wachstum).

Als N. anrief sagte ich aber zu.

Und ich bin wirklich froh, nicht auf meinen inneren Pigdog geachtet zu haben.
Es war nämlich so, daß der Vortrag, obwohl er lang und weit weg war, sehr lehrreich war.
Doch der Clincher kam zum Schluß.
Der Sprecher verwies auf eine Anzahl von Paletten mit Büchern hinten im Saal. Diese Bücher umfaßten 320 Seiten, hatten Maße von ca. 30 cm auf 50 cm und waren etliche Kilo schwer. Im Mittelalter hätte man sie als Waffe benutzen und von der Stadtmauer fallen lassen können. Eins kostete normalerweise 50 EUR. An jenem Abend verschenkte er sie jedoch! N. und ich bekamen auch je eins. Nun sitze ich immer wieder in meinem Büro und laß mich beim Lesen von den Ausführungen des Professors inspirieren.
Cool.

Hätte ich mir an jenem Oktobertag nicht einen Ruck gegeben, hätte das Laub nicht etwas schneller weggesaugt und etwas kürzer geduscht, dann säße ich jetzt ohne dieses super Riesenbuch da.

Paulus hat ein ganzes Prinzip postuliert, als er sagte, "Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit." 2 Korinther 4, 17.

Es kam sogar jemand und hat ein Bild von N. und mir gemacht. Hier ist es:
Bild
Die bekannte Brauerei im Bild stellt auch Apfelsaft her. N. probiert ihn gerade.

Sonntag, 1. November 2009

Unmöglich?

Wir sind so leicht davon zu überzeugen, daß etwas unmöglich ist. Unser innerer Schweinehund stimmt da nämlich immer sofort zu. Denn er liebt's bequem.

(Das Leben des Menschen wird dominiert von Schmerz und Lust: Man will dem Schmerz ausweichen und sucht die Lust. Wobei die Abwesenheit von "Schmerz" (negativen Gefühlen) für die meisten Menschen schwerer wiegt als die Anwesenheit von Lust. Deswegen ist das Leben so vieler geprägt von bequemer Eintönigkeit).

Der Mut zum Risiko, (der eine gewisse Schmerztoleranz erfordert), wird jedoch oft überreich belohnt.
Wie hier:
Im dritten Jahr seines Dienstes ist Jesus mancherorts ein verhaßter Mann. In Judäa zB will man ihn gar töten. Nun beschließt der Herr, sehr zum Mißfallen seiner Jünger: "Laßt uns wieder nach Judäa gehen."
Die erwidern: "Rabbi, eben suchten die Juden dich zu steinigen, und wieder gehst du dahin?"
Jesus sagt dazu, er wisse schon, was er tue. Worauf Thomas in den Jüngerkreis sagt, "Laßt auch uns gehen, daß wir mit ihm sterben." Johannes 11, 16.

Thomas erwartete, in Judäa zu sterben.

Eigentlich hatte er gehofft, die anderen würden das aufgreifen und mithelfen, Jesus umzustimmen. (Es ist eine Sache, wenn jemand Lügen über dich verbreitet. Tötungsversuche haben da noch eine ganz andere Qualität.) Thomas hätte eigentlich erfolgreich sein müssen. Doch Jesus wäre auch ohne Jünger nach Judäa gewandert.

Als er im Süden ankommt, weckt er Lazarus von den Toten auf.

Statt selber zu sterben, rief er einen Toten zurück ins Leben.
Thomas war widerlegt.
Der innere Schweinehund auch.