Freitag, 29. September 2017

Waldemar Sardaczuk in der „OnlineKirche“

„Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen.
Der mit Gutem sättigt dein Leben.
Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.“
Psalm 103, 2-5.

Der Gottesdienst mit Waldemar Sardaczuk ist nun in unserem YouTube-Kanal „OnlineKirche“ zu sehen. Er heißt „Brauchst du einen Regierungswechsel?“ Was für ein Titel. Doch keine Angst, es handelt sich nicht um eine politische Predigt. Es geht um etwas viel wichtigeres.

Bruder Waldemar ist schon ein Typ. Er ist 82 Jahre alt und reist immer noch kreuz und quer über den Planeten, um das Evangelium von Jesus weiterzuerzählen. Heuer war er bereits in den Vereinigten Staaten und einer Reihe anderer Länder. Als er bei uns war hat er mich eingeladen, nächsten Monat mit ihm nach Moskau zu gehen oder im nächsten Jahr nach Sibirien. Andere machen sich in seinem Alter Gedanken um die Pflegestufe. Er hingegen stellt mit seinen Aktivitäten weit jüngere Leute in den Schatten.
Gott segne ihn und gebe ihm noch viele Jahre.

Dienstag, 26. September 2017

Oh weh, oh weh, die Af…

„Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit reißt es mit eigenen Händen nieder.“
Sprüche 14, 1.

Der Wähler hat gewählt, die Schlacht ist geschlagen.
Die alte Kanzlerin wird auch die neue. War eh klar. Jeder der CDU/CSU, SPD, FDP oder Grüne gewählt hat, hat Merkel gewählt.
Doch das tat nicht jeder.
Die Regierungsparteien haben miteinander rund 14 % an Zustimmung verloren und sind in der Wählergunst auf historische Tiefststände abgesunken.
Frau Merkel hat quasi im Alleingang eine neue Partei geschaffen, die AfD, die ohne sie und ihre Politik garantiert nicht im Bundestag säße und schon gar nicht drittstärkste (!) Kraft geworden wäre. Eine Riesenklatsche.
Findet das niemand problematisch?
In jedem anderen Land der Welt würde man die führenden Köpfe der Regierungsparteien, diese krachenden Verlierer, nun mit Schimpf und Schande vom Hof jagen. Bei uns nicht. Eine personelle Erneuerung findet nicht statt. Die Katastrophenverursacher machen munter weiter.
Dabei sind Lenkbewegungen manchmal gar nicht so schlecht, vor allem wenn man bei hoher Geschwindigkeit doch noch die Kurve kriegen will.
Nun sitzt die AfD, die große Unbekannte, also tatsächlich mit im Bundestag. Besonders in Bayern hat sie sich großer Beliebtheit erfreut—in bestimmten Gebieten. Wenn man nämlich einmal nachschaut, welche Wahlkreise die neue Partei denn nun genau gewonnen hat, dann stellt man fest, dass es diejenigen am südlichen Rand und an der österreichischen Grenze waren, durch die der migrantische Leviathan aus Österreich nach Norden walzte. Es sind somit jene Bürger, die während der Zeit der Willkommenskultur mit den praktischen Aspekten des Willkommenheißens zurechtkommen mussten. In anderen Worten: Das waren die Leute, die den Willkommenspolitikern im fernen Berlin die Drecksarbeit erledigten, frei nach dem Motto, „Ihr schafft das.“ Quäl dich, du Bayer.
Nun sollte man in einer Demokratie zuerst fragen, ob der betroffene Bürger das überhaupt schaffen will. (Abraham Lincoln definierte die Demokratie als „Regierung des Volkes durch das Volk, für das Volk.“) Man fragte ihn nicht.
Und nun hat man den Salat. Nun quält der Bayer zurück und die CSU muß sich was einfallen lassen.

Noch immer wandert jeden Monat eine größere Kleinstadt ein. Unterhalb des Medienradars. Das unmittelbare Problem ist: Diese großteils ungebildeten jungen Leute aus Regionen, in denen das Faustrecht gilt, treten unmittelbar in Wettbewerb mit den sogenannten kleinen Leuten in Deutschland. Der Sozialstaat ist nur begrenzt leistungsfähig, Arbeitsstellen für Unqualifizierte fallen nicht vom Himmel, schon gleich gar nicht, wenn man auf relativ hohen Mindestlöhnen besteht. Man importiert also Nichtskönner, die zu allem Überfluß auch noch nicht arbeiten dürfen. Und billiger Wohnraum wächst auch nicht auf Bäumen, sondern bleibt viel zu oft in langwierigen Bewilligungsphasen stecken. Der Unmut des Kleinen Mannes ist vorprogrammiert. Um das zu sehen muß man kein Prophet sein. Man muß nur den Kopf aus dem Sand ziehen.

Ein weiteres Problem ist die innere Sicherheit.
Wir bekämpfen den Terror, verteidigen Deutschland am Hindukusch und sorgen uns um die Sicherheit in Kabul, und merkeln dabei gar nicht, dass Kabul mittlerweile in der Nachbarschaft liegt. Oder Mogadischu.
Ich übertreibe?
Nun, wenige Kilometer von unserer Gemeinde entfernt befindet sich ein Asylantenheim. Die Polizei betritt es nur noch gruppenweise, nachdem sie in einer Vielzahl von Einsätzen von großen Asylantengruppen kriegerisch bedrängt wurde. 13-jährige Kinder zückten Messer und stachen zu. Nicht wenige Polizisten wurden so lädiert, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten. Und das bei uns in der Provinz! In Bayern!
Diese Zustände nicht offen kritisieren zu können ohne die rechte Ecke gestellt zu werden, hat zu dem gereizten Klima geführt, welches die AfD nun in den Bundestag gehievt hat. Die werden darüber reden, vermute ich.

Die Römer haben einst die von den Hunnen bedrängten Goten als Asylanten aufgenommen und ihnen geholfen, über die Donau zu setzen. Bald darauf entwickelten die sich zu einem Staat im Staate. 34 Jahre später, Anno Domini 410, plünderten sie Rom.
Allerdings bekehrten sie sich zum Christentum.
Und das änderte alles.

„Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.“ (Offenbarung 21, 6).

Samstag, 23. September 2017

Waldemar Sardaczuk im CGZ

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes."

Epheser 4, 11-12.

Kurze Erinnerung: Morgen, am 24.9.2017, um 10.30 Uhr spricht AVC-Gründer Waldemar Sardaczuk im CGZ. Bruder Sardaczuk ist ein geistliches Urgestein, vom Herrn viel gebraucht, und ich freue mich, daß er zu uns kommt.
Vielleicht fällt dir der ein oder andere ein, dem dieser Gottesdienst ein Segen wäre. Die kannst du gern einladen. Gäste sind willkommen.

Freitag, 22. September 2017

PGB: Kommt zu dieser Partei!

„Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften, des Feuers Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben.“
Hebräer 11, 32-34.

„Pastor, die Lage ist verheerend. Am Sonntag ist Wahl. Ich habe keine Ahnung wen ich wählen soll. Trauen tu ich keinem. Die verkaufen uns doch alle.“

Fasse Mut, verzweifeltes Herz. Es gibt eine unschlagbare Siegerpartei, der könntest du beitreten. Noch heute.
Ich spreche von der PGB.
PGB?
Der Partei Gläubiger Beter. (Sie ist allerdings nur bei Gott akkreditiert). Es ist nämlich mitnichten so, dass nur Politiker in den Lauf der Geschichte eingreifen. Andere tun das sehr viel mehr als (demokratische) Politiker, die immer nur auf kulturelle Strömungen reagieren. Wer die obigen Verse aus dem Hebräerbrief liest, der kann unschwer erkennen, dass der Glaube durchaus in der Lage ist, Königreiche zu bezwingen, aus der Schwachheit Kraft zu gewinnen, im Kampf stark zu werden und die Heere der Fremden zurückzutreiben.
Was Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David und Samuel und die Propheten in der Bibel waren, das sind wir heute.
Nicht einmal Diktatoren sind vor der Kraft des Glaubens sicher.
Nebukadnezar war ein Despot und Tyrann, und viel unanfechtbarer als etwa eine alternativlose Bundeskanzlerin mit Parlamentsanhängsel. Doch der Prophet Daniel betete und Gott setzte sich mit diesem König (und seinen Nachfolgern) intensiv auseinander. Zum Schluss waren die Anmaßung und der Übermut Nebukadnezars gebrochen und er sagte: „Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen.“ (Daniel 4, 34). Und das war ernstgemeint.
Auch mit der Inkompetenz des babylonischen Hedonisten Belsazar aus räumte Gott auf. Für ihn ließ er gar eine Hand erscheinen, die ein Menetekel an die Wand schrieb: "Gewogen und für zu leicht befunden." Dann beseitigte er ihn und ein fähigerer König übernahm die Amtsgeschäfte. Geholfen wurde diesem neuen Herrscher von einem fähigen Berater namens Daniel.
Der Throninhaber hatte sich verbessert, die Macht hinter dem Thron, (der Beter Daniel), war die gleiche geblieben.
Die katholische Königin Mary von Schottland sagte einst: „Ich fürchte die Gebete von John Knox mehr als all die versammelten Armeen Englands.“ Schottland wurde protestantisch und schottische Prediger und Missionare hatten einen gewaltigen Einfluss auf die Entwicklung des Christentums im Westen.
Schwierig wird es, wenn Gott zu einem Beter wie Jeremia sagt, „Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie und dringe nicht in mich! Denn ich werde nicht auf dich hören.“ (Jeremia 7, 16). Juda marschierte dann bekanntlich für 70 Jahre in die wohlverdiente babylonische Gefangenschaft. Doch wenn man genau hinschaut, dann erkennt man, dass die Juden in Babylon so für das ganze Reich zum Segen wurden. Zum Beispiel Daniel, der in Juda nie diesen weltweiten Einfluss bekommen hätte, den er in Mesopotamien entfaltete.
Die gegenwärtige Situation unseres Landes kann sich in eine gute oder eine schlechte Richtung entwickeln. Wohin das Pendel ausschlägt, liegt weniger bei denjenigen, die sich am Sonntag wählen lassen, als vielmehr bei Leuten, die das Ohr Gottes haben.

Ich gebe zu: Wen genau ich übermorgen wählen werde, steht noch nicht fest.
Wählen werde ich auf jeden Fall. Denn nicht wählen ist schlechter Stil.
Und dann werde ich wieder die Tür hinter mir zumachen und mit dem König der Könige konferieren.

Mittwoch, 20. September 2017

Lustige Pausenunterhaltung

„Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise.“ (Psalm 104, 21).

Gestern stand ich auf meiner Terrasse und verspeiste eine Nektarine. Eine wunderbare Frucht, die Gott, bzw. meine Frau, mir da beschert hat. Als ich damit fertig war, warf ich den Kern in Richtung Hecke. (Wozu hat man einen Garten?)
Kaum lag der Kern auf dem Boden, hörte ich hoch oben in der Birke ein Geraschel. Ein Eichhörnchen tauchte auf. Es flitzte auf einen Ast hinaus und flog dann hinüber in die Hecke, wo die Wipfel zu wackeln begannen. Das Wackeln setzte sich den Baum nach unten über alle Zweige fort und da tauchte die braune Fellkugel auch schon am Boden auf. Sie hopste hinter ein paar Büsche und als sie wieder hervor kam, trug sie meinen Nektarinenkern im Maul.
Ich hatte mich inzwischen in einen Baum verwandelt, (durch Dastehen und Nichtstun).
Das Eichhörnchen hüpfte, wie schon vor ein paar Wochen, auf mich zu und erschien auf der Terrasse. Elegant wie einst Skippy das Buschkänguru, nur mit deutlich buschigerem Schwanz, hopste der Nussknacker zum anderen Terrassenende. Dann begab er sich ins Blumenbeet und studierte Stauden. Ein Platz zwischen einem Baum und einem Strauch schien dem Tier besonders zu gefallen, denn es musterte ihn eingehend und begann dann mit Lichtgeschwindigkeit zu graben. Gleich darauf schaufelte es das Loch wieder zu und tauchte noch mal bei mir auf der Terrasse auf, diesmal jedoch ohne Kern. Es machte Männchen und schaute mich an, und ich bilde mir ein, es hat mich angegrinst. Dann sprang es mit großen Sätzen zu einem Baum, den es hurtig erklomm. Von dort hechtete es zurück in die Hecke, der Wipfel wackelte wieder ein wenig, und dann war das Schauspiel vorbei.
Heute morgen sah ich, dass zwischen Baum und Strauch bereits ein kleines Bäumchen gewachsen war.
Beim genaueren Hinsehen entpuppte sich der Baum zwar als blütenlose Blumenblätter. Doch wer weiß, wenn nächstes Jahr ein Nektarinenbaum in meinem Garten wächst, dann weiß ich, wer ihn gepflanzt hat.
Tierisches Bauentheater.
Auf meiner Terrasse.
Applaus für die lustige Pausenunterhaltung.

„Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.“
1 Mose 1, 25.

Dienstag, 19. September 2017

Sind Prediger Künstler?

„Ein König gibt durch das Recht dem Land Bestand, aber wer nur Abgaben erhebt, zerstört es.“
Sprüche 29, 4.

Als eingetragener Verein mit Gemeinnützigkeitsstatus ist unsere Gemeinde aus juristischer Sicht ein Betrieb, zumal sie Arbeitnehmer beschäftigt. Betriebe unterliegen allen möglichen Betriebsprüfungen durch Ämter, Sozial- und Rentenkassen, usw.
So auch unserer.
Normalerweise sind diese Prüfungen lästige Übungen in verfeinerter Bürokratie, aber unspektakulär. Es ist immer derselbe Tanz zur immergleichen Melodie. Dieses Jahr hat jedoch zum ersten Mal ein Betriebsprüfer der Rentenkasse versucht, eben dieser Rentenkasse zusätzliche Pfründe zu erschließen, indem er darauf bestand, dass unsere Gastsprecher, aber auch Gemeindemitglieder, die hin und wieder predigen, sowie Musiker, die in Lobpreisgottesdiensten mitwirken, Künstler, bzw. Publizisten seien, und wir deshalb Zahlungen an die Künstlersozialkasse zu leisten hätten. Dass diese „Künstler und Publizisten“ aus dieser Kasse nie einen Pfennig Rente sehen werden, ja nicht einmal in ihr erfasst sind, da sie nunmal keine Künstler und Publizisten sind, tat der Forderung keinen Abbruch.
Das sah ich naturgemäß ein wenig anders.
Pastoren sind keine Performer und jemand, der einen Lobpreisgottesdienst leitet, gibt kein Konzert. Außerdem: Ein nicht unwesentlicher Teil der Künstler und Publizisten in unserem Land lehnen das biblische Christentum massiv ab. Ja, manche agitieren pausenlos dagegen. Warum soll ich diese Leute subventionieren?
Heute erhielt ich nun, nach rund zwei Monaten Prüfung und Austausch, die Mitteilung, dass die Künstlersozialkasse Prediger/Pastoren nicht als Publizisten einstuft. Die KSK erhebt somit keine Forderungen.

Ich teile das mit, weil ich weiß, dass auch Pastoren und Gemeindeleiter diesen Blog hier lesen. Falls auch ihr mit solcherlei Forderungen durch besonders gewissenhafte Betriebsprüfer konfrontiert werdet: Zu Zahlungen besteht keinerlei Anlass. Pastoren sind keine Künstler im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes.
Ich hab's schriftlich.
(Was kommt als nächstes? Erklärt man Pastoren zu Zwangsmitgliedern in der Clowngewerkschaft, um ihnen eine Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken zu können? Potzblitz.)

Als Israel aus der Babylonischen Gefangenschaft in sein eigenes Land zurückkehrte, erließ der persische König im Hinblick auf Israel folgenden Befehl an seine Bürokraten: „Euch wird mitgeteilt, daß niemand ermächtigt ist, irgendeinem von den Priestern und Leviten, Sängern, Torhütern, Tempelsklaven und Dienern dieses Hauses Gottes Steuer, Abgaben und Zoll aufzuerlegen.“ (Esra 7, 24).
Das waren noch Zeiten!

Donnerstag, 14. September 2017

Gott begegnet uns auf unserer Ebene

„Wenn wir untreu sind - er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“
2 Timotheus 2, 13.

Das Wort „untreu“ im obigen Vers kann auch mit „ungläubig“ übersetzt werden.
Ungläubig im Sinn von kleingläubig.
Hier ist nicht die Rede von Leuten, die nicht an Jesus glauben, oder gar von Christen, die ihr Glaubensleben aufgegeben haben. Denn der Vers unmittelbar davor ist unmissverständlich: „Wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen.“
Wie ist Vers 13 dann zu verstehen?
Es ist so: Gott hat atemberaubende, schier unglaubliche Segnungen für uns vorbereitet. Um diese zu erlangen, ist jedoch naturgemäß ein großes Maß an Glauben erforderlich. Der Glaube ist die Hand, die in Gottes Schatzkammer hineingreift und Segen um Segen auf die Erde holt.
Kein Glaube, kein Segen.
Wir alle sind an unterschiedlichen Punkten in unserer Glaubensreise und erleben daher ein unterschiedliches Maß an Segen. Manche sollten schon weiter sein, andere machen erstaunliche Fortschritte.

Das Volk Israel sollte das Land Kanaan einnehmen. Dazu war es von Gott aus der ägyptischen Sklaverei herausgeführt worden. Doch als Israel hörte, dass im Gelobten Land Riesen hausen, verzagte das Volk und erging sich in Heulen und Zähneklappern.
Trotz der Zusicherung Gottes, er werde für Israel kämpfen.
Was nun?
Gab Gott das Volk auf? Vernichtete er die Ungläubigen in seinem Zorn? Löschte er die Gehorsamsverweigerer aus und begann mit Mose von vorn? Er hatte gute Lust dazu, allein er tat es nicht.
Er schickte das Volk in die Wüste.
Die Wüste war definitiv nicht Kanaan. Diese Generation Israels war nicht in der Lage gewesen, Gottes besten Plan umzusetzen. Am ganz großen Segen gingen sie vorbei. Schade.
Doch Gott begegnet uns auf unserem Glaubenslevel und segnet uns dort. Dies tat er mit Israel nachdem es sich geweigert hatte, das Gelobte Land einzunehmen.
Israel glaubte nicht an die Einnahme Kanaans und musste deswegen in die Wüste. Und Gott war trotzdem gut.
Er hatte sie aus Ägypten herausgeführt mit Silber und Gold und kein Kranker war unter seinen Stämmen. (Psalm 105, 37). Das muss man sich mal vorstellen. Kein Gebrechlicher war unter ihnen, dabei waren allein die Männer mehr als 600.000.
5 Mose 1, 33 bezeugt: Gott zog vor ihnen her und sucht ihnen einen Lagerplatz. Die Feuersäule bei Nacht diente als Straßenbeleuchtung und als Wärmequelle. Die Wolkensäule am Tag schützte vor der stechenden Sonne. Der Herr segnete das Tun ihre Hände und gab 40 Jahre lang acht auf ihre Wanderung. (5 Mose 2, 7). Gott war eine Wüste mit ihnen. Sie hatten keinen Mangel und erfreuten sich dort seines Segens.
Die Zeit in der Wüste war keine schlechte Zeit.

Beunruhigt von der Menge und der Kraft und Dynamik dieses Volkes vor seinen Landesgrenzen heuerte der Midianiterfürst Balak einen Propheten namens Bileam an. Der sollte Israel verfluchen. Gott kam zu ihm im Traum und verwehrte es ihm: „Du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet.“ (4 Mose 22, 12). Gott meinte das Volk in der Wüste! Jenes Israel, das sich standhaft geweigert hatte, nach Kanaan hineinzumarschieren. Genau das Israel, dass Gott und Mose manchmal bis aufs Blut gereizt hatte. Deswegen blieb immer halten. Denn in der Wüste folgte das Volk Gott im Großen und Ganzen brav nach.

Auch wenn wir „untreu“  sind, er ist treu.
Denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
Wenn du Heilung nicht direkt aus Gottes Hand empfangen kannst, dann arbeitet der Herr daran, dir auf anderem Weg Heilung zukommen zu lassen. Vielleicht tritt ein Doktor mit einer wirksamen Medizin in dein Leben.
Eine eigene Firma zu leiten ist vielleicht nicht dein Ding. Dann gibt dir der Herr eben eine Arbeitsstelle, auf der du dich ausleben kannst, auch wenn du dabei nicht so viel verdienst wie als Selbständiger.
Gott ist jedenfalls ein segnender Gott.

"Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet." (Jakobus 4, 2).

Sonntag, 10. September 2017

Die erste Demokratie

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.“
1 Petrus 2, 9.

In unserer säkularen Gesellschaft wird gern behauptet, die erste funktionierende Demokratie hätte es in Athen gegeben. Es ist aber so: Die attische Demokratie degenerierte regelmäßig alle paar Jahrzehnte und wurde zu einer Herrschaft des Mobs. (Auch ein Lynchmob ist eine Mehrheit). Es gab in Athen keine Gewaltenteilung, die den Machtmissbrauch verhindert hätte.
Israels Könige hatten ihre Propheten, die sie zur Rechenschaft riefen (und die regelmäßig blutig beseitigt wurden). Athen hatte keine Propheten.
Athen hatte Sokrates.
Was machten die Athener?
Sie verurteilten den unbequemen Sokrates mit ihrer demokratischen Mehrheit dazu, Selbstmord zu begehen. Der gute Mann schlürfte den Schierlingsbecher und starb.
Sein Schüler Plato war schon nicht mehr so überzeugt von der Demokratie. Ihm schwebte mehr ein Philosophenkönig vor. Hierin erinnert er an moderne Denker, die sich gern unparteiische Technokraten an der Spitze des Staates wünschen.
Platos Schüler Aristoteles bildete genau so einen Philosophenkönig aus: Alexander.
Der machte sich daran, die Welt zu erobern, und war ziemlich erfolgreich. Sein Heer walzte durch die Welt und alles was ihm unter die Räder kam wurde griechisch, ob es wollte oder nicht. Und Griechisch wurde die Lingua franca der Welt seiner Tage.
Der blutrünstige Diktator Alexander ist das wahre Produkt griechischer Politphilosophie. Nicht die Demokratie.

Die erste funktionierende Demokratie gab es im alten Israel.
Das meine ich ernst.
Gott selbst gab diesem Volk ein Gesetz, von dem es regiert werden sollte. Nachdem Gott Israel vom ägyptischen Tyrannen (Pharao) befreit hatte, ersetzte er diesen nicht durch einen hebräischen Tyrannen, dessen Launen sie nun unterworfen worden wären. Vielmehr gab er ihnen die zehn Gebote (und 603 weitere, weniger große) als unveränderliches, ewiges Gesetz.
Rechtsausleger waren die Leviten, ein ganzer Stamm, der von Gott kein Land bekam und nichts anderes tat als das Gesetz zu propagieren.
Darüber hinaus gab er ihnen 70 Älteste, Abgeordnete ihrer Stämme und Sippen, die deren Interessen vertreten haben.
Wir sehen hier eine Republik, ja eine repräsentative Demokratie.
Das Volk wählte, Mose erkannte diese Ältesten als solche und berief sie, und Gott bestätigte sie. (4 Mose 11).

Die moderne Demokratie setzte sich ab 1215 in England durch und vor allem in Schottland, dem ersten Land, das praktisch von einem Parlament regiert wurde.
Die Gräueltaten der Könige im späten Mittelalter sensibilisierten die Menschen für Schriftstellen wie 1 Petrus 2, 9, wo es heißt, dass alle Christen Könige und Priester sind. Ein König konnte sich demnach nicht auf ein gottgegebenes Recht, seine Untertanen zu knechten, berufen. Der König war auch nur ein Diener Gottes, er stand nicht über dem Recht.
Das war revolutionär.
In protestantischen Ländern war selbst der König Gott Rechenschaft schuldig.
Die Christen konnten nun mit ihren eigenen Augen in ihren deutschen und englischen Bibeln lesen, dass ein Herrscher zu dienen hatte. Nämlich ihnen, seinen Landeskindern. Jesus selbst hatte gesagt: „Der Größte aber unter euch wird euer aller Diener sein.“ (Matthäus 23, 11). Daran mussten sich Regenten fortan messen lassen.
Außerdem hatte Jesus, der Christus, Gott im Fleisch und König der Könige, seinen „Untertanen“ die Füße gewaschen.
Nachdem diese Ideen einmal aus der Dunkelheit ans Licht geraten waren, gab es kein Halten mehr in christlichen Landen: Die Macht des Königs wurde eingehegt, die Macht des Parlaments gestärkt, und die Freiheit gewann an Boden.
Die überzeugendste Frucht christlicher Politphilosophie hat Amerika vorgebracht: Regierung vom Volk, durch das Volk, für das Volk. Die wählen alles direkt: den Präsidenten, (der nur acht Jahre an der Macht bleiben darf), den Staatsanwalt, ihre Repräsentanten in Kongress und Senat, ihren Sheriff, usw.
Dort wird pausenlos gewählt.
Mit Höhen und Tiefen geht das nun bereits seit mehr als 240 Jahren so. Deutschland, in dem das Evangelium seit rund 150 Jahren einen schweren Stand hat, hat in den letzten 100 Jahren fünfmal seine Regierungsform geändert. Aus Monarchisten wurden Demokraten. Diese scheiterten und wurden Nazis. Diese scheiterten und wurden in getrennten Ländern Kommunisten und Demokraten. Dann rebellierten die Menschen im Osten mutig gegen ihre kommunistischen Tyrannen und schüttelten auch dieses Joch ab.
Deutschland ist zurzeit eine Demokratie. Dass das so bleibt ist nicht ausgemacht.

Wenn eine hohe Migrantenpolitikerin mit deutschem Pass keine deutsche Kultur über die Sprache hinaus erkennen will, dann negiert sie unsere historische christliche Prägung, die uns erst zu dem gemacht hat, was wir heute sind.
Warum tut sie das?
Sie will die deutsche Gesellschaft neu prägen: In ihrem Bild, das in ihrem Fall türkisch/muslimisch ist, und ganz sicherlich nicht christlich. Doch das Christentum ist schuld an unserem Erfolg, seine Arbeitsethik hat uns reichgemacht, seine Barmherzigkeitslehre hat unseren Wohlfahrtsstaat inspiriert. Geben wir das Christentum preis, geht auch alles andere den Bach runter. Dann werden wir wie die Länder, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen.
Wollen wir das?
Wir brauchen eine christliche Erweckung.
Und ich kann mir vorstellen, dass sie kommt. Sie könnte ihren Anfang unter Migranten haben, die dann die alteingesessenen Deutschen mit ihrem Eifer für Christus beschämen.
Warum sonst sollten sie gekommen sein (aus geistlicher Sicht gesehen)?

„Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (Epheser 3, 20-21).

Freitag, 8. September 2017

Gute und schlechte Blindheit

"Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?"
Matthäus 7, 3

Mir ist heute ein Zitat von Rabbi Mosche ibn Esra untergekommen. Es lautet: "Liebe macht uns blind für die Fehler, Haß für die Tugenden der Menschen."
Fand ich gut.

Mittwoch, 6. September 2017

Lästige Charakterschule?

„Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll.“
1 Korinther 7, 10.

Ich höre, daß Frauen ihre Männer verlassen, ohne daß diese ihnen einen triftigen Grund gegeben hätten.
Das ist nicht gut.

Die Familie ist in der Tat eine einzigartige Charakterschule. Himmel und Hölle können hier dicht nebeneinander liegen. So gibt es einerseits wunderbare Momente miteinander, andererseits kann man aneinander leiden. Manchmal wechseln sich Sonne und Wolken in rascher Folge ab. An einem Moment sitzt man im T-Shirt draußen, im nächsten holt man sich die Winterjacke, weil der Wind so pfeift.
Das ist völlig normal.
Das Gute ist auch: Keine Krise dauert ewig, (es sei denn, man betätigt sich als Wettermacher und hält die trüben Wolken künstlich fest).
Luther, und auch der Reformator Karlstadt, bestanden einst darauf: Wir müssen heiraten, mit schwierigen Frauen und problematischen Kindern auskommen, und damit zurechtkommen, dass im Stall die Sau stirbt oder die Kuh eingeht, damit wir Vorbilder für den Rest der Christenheit sind.
Die haben das natürlich ein wenig dramatisiert.
Doch im Grunde haben sie recht. Die Familie ist eine Charakterschule und jede Scheidung ist wie ein Schulabbruch. Das Problem daran: Man lernt nicht viel, wenn man davonläuft.
Außerdem nimmt man sich ja immer mit.
Außerdem verschafft eine solche Flucht keinerlei Vorteil. Denn „schwierige“ Menschen (für uns) können jederzeit in unser Leben treten. Die müssen sich nicht auf die Familie beschränken. Was dann? Wieder davonlaufen?
In der Familie lernt man Pflicht, Verzicht, Vergebung und Opfer.
Außerdem erlebt man hier Vergnügen, Erfüllung, Geborgenheit, Dank und Lebenssinn.
Also: Nicht verzagen. Dranbleiben.
Der nächste positive Höhepunkt kommt bestimmt.