Sonntag, 29. Juni 2014

Tage der Heilung

"Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunder-Kräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen..."
1 Korinther 12, 28

Gerade ist unser Wochenende mit Andreas Herrmann aus Wiesbaden zuendegegangen.
Schön war's.
Andras hat gepredigt und dann für Kranke geheilt, wobei viele spontan von ihren Schmerzen und Leiden befreit worden sind. Gottes Heilungskraft durchfloß sie und viele beschrieben das Erlebnis als ein Durchströmtwerden von Wärme.
Am besten gefallen mir immer Leute, die zum ersten Mal in solchen Veranstaltungen sind und dann ganz verblüfft sind, wenn sie ihre steifen Finger wieder bewegen können, oder ihr Tennisarm verschwunden ist.
Das ist wunderbar.
Ich denke, Gott tut für solche Erstbesucher ganz besondere Dinge. Von Christen erwartet er oft ein wenig mehr. Etwa, daß sie seinen Verheißungen glauben und nicht sofort die Flinte ins Korn schmeißen, wenn sich zunächst nur eine Besserung einstellt und keine Spontanheilung.
Gott möchte grundsätzlich, daß wir ihm mit ein wenig Glauben und Ausharren entgegenkommen. Dann erlangen wir die Verheißungen. (Hebräer 6, 12).

Danke nochmal an alle Mitarbeiter, die halfen und ausharrten, (denn solche Abende sind ja nicht unbedingt kurz). Auch ihr habt diese Veranstaltungen zu dem Erfolg gemacht, der sie wurden.
Gott wird's euch vergelten.

Freitag, 27. Juni 2014

Vom Kreuz zum Thron



"Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus."
Epheser 2, 6

Jesus hat sich am Kreuz mit uns identifiziert.
Er zog dort unsere Sündennatur an, lud unsere Krankheiten und Schmerzen auf sich und erlitt stellvertretend für uns das Gericht Gottes. Er starb und ging an den Ort des Leidens, an dem Sünder in Ewigkeit leiden werden.
Dann stand er von den Toten auf.
Dann bewirkte er das ewige Erlösungswerk im Tempel Gottes im Himmel. (Hebräer 9, 11-12).
Dann setzte er sich auf den Thron zur Rechten des Vaters. (Markus 16, 19). Dort hat er großen Einfluss auf die Entscheidungen Gottes.

Nun sagt Paulus, wir seien mit ihm auferweckt worden und würden in ihm in der Himmelswelt "mitsitzen."
Der einzige Sitzplatz Jesu, von dem wir wissen, ist der Thron zur Rechten Gottes.
Paulus behauptet also nichts geringeres als dass wir uns den Thron mit Jesus gewissermaßen teilen.
Er hat für uns gelitten, damit wir nunmehr mit ihm herrschen.

Jesus hat sich am Kreuz mit uns identifiziert, nun müssen wir uns mit ihm auf dem Thron identifizieren.

Ist Jesus krank?
Leidet er an Gebundenheiten?
Hat ihn irgendeine Sünde überwältigt und gefangengenommen?
Nein!
So sind auch wir frei.

Heute abend beginnt unser "Heilungswochenende" mit Andreas Herrmann. Unsere Absicht ist es, das von Jesus erwirkte Erlösungswerk durchzusetzen und Menschen zu helfen, Heilung und Befreiung zu empfangen.
Wir fangen um 19:30 Uhr an.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Heilt Gott noch heute?



"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm."
Apostelgeschichte 10, 38

Selbst die größten Zweifler glauben, dass Jesus irgendwie etwas mit Heilung zu tun hatte, als er vor rund 2000 Jahren in Israel wirkte. Sonst hätte er nie solche Massen angezogen und wäre nie so berühmt geworden. Denn Redner gab's damals viele.
Auch dass die Apostel im Rahmen ihrer Verkündigungstätigkeit Heilungen erlebten, ist im großen und ganzen unbestritten.
Doch heilt Gott noch heute?

Das muss er.
Denn das Wort Gottes sagt: "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit." (Hebräer 13, 8).
Wenn er gestern wie heute derselbe ist, dann hat er seine Meinung nicht geändert, sondern heilt auch heute noch. Denn die Menschheit braucht heute Heilung genauso dringend wie damals. So, wie sie auch heute noch Vergebung von ihren Sünden braucht.
Krankheit ist im Natürlichen nichts anderes als Sünde im Geistlichen. Beide führen auf ihrem jeweiligen Gebiet zu Verfall, Leid und Tod. Gott hasst die Krankheit genauso sehr wie er die Sünde hasst.

Mir ist auch schon passiert, dass ich geheilt wurde.
Bevor ich Christ wurde hatte ich Kreislaufprobleme und mir wurde oft schwarz vor den Augen. Nach meiner Bekehrung war das wie weggeblasen.
Ich habe mit eigenen Augen jedoch auch schon wesentlich spektakulärere Dinge gesehen.

Letzten Sonntag im Gottesdienst sprach Martina S. von den Dingen, von denen Gott sie geheilt hat. So sollte sie aufgrund diverser irreparabler Unterleibsprobleme nie Kinder bekommen können. Mittlerweile hat sie zwei. Und bei der letzten Untersuchung fanden die Ärzte keinerlei Zysten, Gewächse und dergleichen mehr. Alles war verschwunden—ohne ärztliche Eingriffe wohlgemerkt.
Zufall?
Warum passieren dann solche Zufälle scheinbar nur gläubigen Christen, die Heilung heute noch für möglich halten, und notorischen Zweiflern nicht?

Im CGZ finden am Freitag und Samstag ab 19:30 Uhr Heilungsgottesdienste mit unserem in diesen Dingen erfahrenen Freund Andreas Herrmann aus Wiesbaden statt.
Jesus wird auch da sein.
Nicht entgehen lassen.

Dienstag, 24. Juni 2014

Tage des Heils

"So viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm [Jesus] ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns."
2. Korinther 1, 20

Alle Verheißungen der ganzen Bibel sind uns geschenkt. D.h., wir können sie vorbehaltlos auf uns beziehen, egal ob sie nun an Juden, Christen oder jemand anderen adressiert sind.
Wir können also eine Verheißung, die uns beim Bibellesen anspricht, im Gebet vor Gott bringen und darauf vertrauen, dass er uns das Erbetenene schenkt.

Natürlich müssen wir glauben, dass Gott uns das Erbetene schenken will. In Hebräer 11, 6 heißt es, "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen" und in Kapitel 6, 12 steht, wir sollen sein "Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben."
Glauben und Ausharren ist nötig, um Gottes Verheißungen zu erlangen.

Man könnte also theoretisch eine Heilungsverheißung finden, diese im Gebet vor Gott bringen, und ihre Erfüllung erwarten.
Die Erfahrung zeigt: Das kann schwierig sein, wenn man es allein macht, in der Abgeschiedenheit seines Kämmerlein.
Um uns das Empfangen zu erleichtern hat Gott sich etwas einfallen lassen: Die Dienstgaben.
Er gibt manchen Menschen Gaben—zum Beispiel eine Heilungsgabe—in deren Gottesdiensten mit Leichtigkeit ein bestimmter Segen empfangen wird, zum Beispiel Heilung.

Pastor Andreas Herrmann aus Wiesbaden ist so ein Heilungsevangelist. Er betet mit großem Erfolg für Kranke, auch wenn die unvollkommenen Glauben haben.
Am Wochenende, Freitag und Samstag, jeweils 19:30 Uhr, spricht er bei uns im CGZ.
Komm vorbei und schau, ob dir das Glauben inmitten der Gläubigen nicht leichter fällt als allein daheim.

Gott hat deine Heilung schon so gut wie bewirkt. Denn er sagt:
Jesus, "der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Wunden ihr geheilt worden seid." (1. Petrus 2, 24).

Montag, 23. Juni 2014

Mach nicht jeden Blödsinn mit

"Wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre."
Epheser 4, 14

Das Wort für Wind im griechischen Urtext der Bibel ist das Wort pneuma.
Pneuma bedeutet nicht nur Wind, sondern auch Geist.
Der Wind weht heute so, morgen so. Er ändert ständig seine Richtung. Man weiß nicht genau wo er herkommt oder wo er hingeht.
So ist das auch mit dem Zeitgeist.
Was in ist, ist gleich wieder out.
Schlaghosen, Plateausohlen und Afrolook werden abgelöst von Vokuhila und Röhrenjeans. Dann kommen Glatzen und Ziegenbärte, bis die wieder gehen und Vollbärte ihren Platz einnehmen. 
Tätowierungen, heute in, werden morgen wieder weggelasert.
Und so geht es ewig weiter.

Was für die Mode gilt, gilt auch für alles andere.
Was gestern noch richtig war, ist heute schon wieder völlig falsch. Gab's gestern noch die strikte Unterteilung in Herrenmenschen und Untermenschen, so sind heute alle Kulturen gleich.
Und kein Mensch spricht heute mehr vom Klassenfeind, der einst die halbe Welt umtrieb.
Was gestern noch Perversion war, wird heute als Lifestyle (zwangs)beklatscht.
Wissenschaftliche Erkenntnisse werden ständig revidiert, weil sie sich als falsch herausgestellt haben. (Wenn sie nicht von vornherein gefälscht waren wie etwa der Piltdown-Mensch oder die Forschungsergebnisse jener Wissenschaftlerin, die dieser Tage behauptet hat, lediglich mit Hilfe von Zitronensäure aus Zellen pluripotente Stammzellen gemacht zu haben).

Paulus ermutigt uns, uns nicht vom Zeitgeist diktieren zu lassen, was wir zu denken haben.
Er möchte, dass wir fest wie Felsen sind und nicht Fähnlein im Wind, die schnattern und flattern.
Um Stabilität und Segen zu erfahren, müssen wir Gottes Wort erlauben, unsere Überzeugungen zu formen.
Das Gute an Gottes Wort ist, dass es sich nicht ändert. Jesus ist gestern heute und in Ewigkeit derselbe. Was er heute gut findet, findet er auch morgen noch gut.
Und umgekehrt.

Jesus sagt nach der Bergpredigt:
"Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute, und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.
Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann zu vergleichen sein, der sein Haus auf den Sand baute, und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß."

Matthäus 7, 24-27

Also: Mach nicht jeden Blödsinn mit.

Freitag, 20. Juni 2014

Gebet. Oder: Das Bedürfnis Gott zu manipulieren

"Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden, und gegossene Götter sollt ihr euch nicht machen. Ich bin der HERR, euer Gott."
3. Mose 19, 4

Vom Einzug ins Gelobte Land bis zur Zerstörung des ersten Tempels war der Götzendienst das größte Problem Israels.
Kaum verschwand Mose um 40 Tage lang mit dem Gott Israels zu konferieren, schon machten sie sich ein goldenes Kalb und beteten es an. (2. Mose 32).
Sogar noch während Mose mit ihnen durch die Wüste düste, hängten sie sich zeitweise an den moabitischen Gott Baal Peor, (wegen seiner willigen Dienerinnen), oder trugen das Zelt des Gottes Räfan mit sich herum, sowie die Bilder der akkadischen Götzen Sikkut und Kiun. (Amos 5, 26).

Was veranlasst jemanden, sich ein Götzenbild zu basteln, zu schauen, daß es nicht wackelt, und sich dann davor niederzubeugen, um es als Gott zu verehren? Dem Anbeter muss doch klar sein, dass das kompletter Unsinn ist, dass der Götze gar nicht in der Lage ist, irgendwelche Gebete zu erhören.
Ein Götzendiener macht sich selber etwas vor und weiß dabei, dass er sich etwas vormacht, blendet dieses Wissen jedoch völlig aus.
Wie gibt's das?

Der Götzendiener tut dies aus einer Grundhaltung der Rebellion heraus. Denn er möchte, dass sein Wille geschieht, egal was der Wille Gottes ist. Der Wille des Götzen wird immer mit dem Willen des Anbeters eins sein. Der Götze ist dazu da, dem Anbeter zu dienen und nie umgekehrt. Der Götzendiener sagt, "Mein Wille geschehe."

Christen hingegen sind sich im klaren, dass Gott das letzte Wort hat. Wir wissen, dass die Welt sich um ihn dreht und nicht um uns. Wir werden ihn nie manipulieren oder ihm unseren Willen aufzwingen können. Wir beten, "Dein Wille geschehe."

Angesichts dieser Tatsache stellt sich die Frage: Lohnt sich Gebet?
Können wir Gott beeinflussen?
Die Hoffnung, die wir im Gebet haben, gründet sich auf Gottes Wort, genauer gesagt auf seine Verheißungen.
Johannes sagt, "Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, daß er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, daß er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, daß wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben." (1. Johannes 5, 13+14).

Wir bekommen unsere Gebete am ehesten erhört, wenn wir konkrete Verheißungen im Wort Gottes finden, die uns zusagen, was wir gerne hätten. Wenn im Neuen Testament gebetet wird, dann werden deswegen sehr oft Verheißungen des Alten Testaments zitiert, die dem Gebet seine Berechtigung verleihen. (Apostelgeschichte 4, 23-31 ist hierfür ein gutes Beispiel).

Von Martin Luther ist überliefert, dass er sich einst, als Melanchthon krank war, ans Fenster stellte, für ihn betete und Gott "mit seinen Verheißungen die Ohren rieb."
Verheißt Gott Heilung?
Ja, an vielen Stellen. (2. Mose 15; Psalm 103, 3; Jesaja 53, 4ff; 1. Petrus 2, 24...).
Und Philipp Melanchthon genas.

Mach's wie Martin: Bete Gottes Verheißungen.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Inspirierte Träume deuten

"Da sagten sie zu ihm: Wir haben einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute. Da sagte Josef zu ihnen: Sind die Deutungen nicht Gottes Sache? Erzählt mir doch!"
1. Mose 40, 8

Gott offenbart sich gelegentlich in Träumen.
Dabei spricht er nicht nur Christen an!
Der erste, der in der Bibel von Gott in einem Traum gewarnt wurde, war die Philisterkönig Abimelech. Der hatte Sara, die Frau Abrahams, seinem Harem beigesellt. Gott verlangte von ihm, dies schnellstmöglich rückgängig zu machen denn sonst, "bist du ein Mann des Todes." (1. Mose 20, 3).

Auch die Frau von Pontius Pilatus träumte und ließ ihren Mann daraufhin mitteilen, "Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten! Denn im Traum habe ich heute um seinetwillen viel gelitten." (Matthäus 27, 19).

In beiden Fällen hat Gott sich klar und verständlich ausgedrückt. Doch wir wissen von anderen Träumen aus der Bibel, dass Gott sich oft in Symbolen ausdrückt. Die müssen dann gedeutet werden.
Doch nach welchen Kriterien soll man da vorgehen?
Natürlich sind die Deutungen Gottes Sache. Doch man kann das auch ein Stück weit lernen. Aus dem 2. Buch der Könige erfahren wir, dass der König Ussija erfolgreich war, nicht zuletzt weil er Secharja hatte, "der ihn in den Gesichten Gottes unterwies." (2. Chronik 26, 5).

Nach welchen Kriterien kann man einen mit Symbolen befrachteten, inspirierten Traum deuten?
Aus dem Wort Gottes erkennen wir zunächst, dass die Bedeutung stets irgendwie naheliegend ist.

Als Josef davon träumte, dass sich die Garben seiner Brüder vor seiner Garbe verbeugten, musste er seinen Brüdern die Bedeutung nicht lange erklären. Die verstanden das intuitiv.

Als Jeremia einen siedenden Topf sah, der sich von Norden her auf ihn zuneigte, wusste er: Hier droht Ungemach. Gott selber erklärte ihm, was der Topf zu bedeuten hatte: Gericht. Eine feindliche Armee wird Israel von Norden her überrennen. (Jeremia 1, 13).

Amos sah ein Senkblei. Damit wird geprüft, ob eine Mauer oder ein Pfosten geradesteht. Gott war dabei, bei Israel mal nachzumessen, ob es noch gerade stand. (Amos 7, 8).

Ob man nun von Bäumen, Früchten, Schiffen, Meeren, dunklen Räumen oder hellem Licht oder etwas anderem träumt (und empfindet, dass der Traum inspiriert war), jedes Mal gilt das Auslegungsprinzip: Was sagt das Wort Gottes über Bäume, Früchte, Schiffe, Meere, usw., also über die Gegenstände, von denen geträumt wurde?
In welchem Zusammenhang tauchen diese Dinge in der Bibel auf?
In der Bibel ist etwa ein oft Schiff ein Objekt, das Rettung bringt. (Wir denken an die Sintflut).
Das Meer ist manchmal Synonym für eine Menschenmenge.
Gute und schlechte Früchte symbolisieren zum Beispiel in Jeremia gute und schlechte Menschen.
Usw.

Wenn man einen inspirierten Traum partout nicht versteht: Macht nichts.
Wenn's wirklich wichtig war, wird Gott noch einmal sprechen. 
Wenn nicht, dann werden wir diesen Traum nicht überbewerten und uns verrückt machen, sondern ihn schlicht und einfach vergessen.

Dienstag, 17. Juni 2014

Inspiriert träumen

"Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen."
Joel 3,1 + 2

Es ist unbestreitbar, dass Träume nicht nur psychohygienische Zwecke erfüllen, sondern auch ein Kommunikationsmittel Gottes sein können. Allein im 1. Mose gibt Gott mehr als zehnmal Warnung oder Weisung durch Träume.
Abraham erfuhr im Traum, dass seine Nachkommen 400 Jahre lang Sklaven sein würden. (1. Mose 15).
Jakob sah im Traum die Himmelsleiter. (1. Mose 28).
Josef träumte, dass sich vor ihm einmal die ganze Verwandtschaft verbeugen würde.
Gott kam zu Salomo in nichts anderem als einem Traum und gab ihm große Weisheit. (1. Könige 3).

Im 1. Kapitel des 1. Buches des Neuen Testaments wird bereits inspiriert geträumt. Ein junger Mann namens Josef wird getröstet, da er Fragen hat bezüglich der Schwangerschaft seiner Verlobten Maria. Gott gibt ihm noch etliche weitere Male Weisung durch Träume und rettet so den Sohn Gottes vor seinen Verfolgern.

Paulus träumte, er solle nach Mazedonien herüberkommen und die Menschen dort missionieren. Die Christianisierung Europas geht somit auf einen Traum eines Apostels zurück!
Später, als es in Korinth heiß herging, erschien ihm der Herr im Traum und ermutigte ihn, in der Stadt zu bleiben und dort vorbehaltlos das Evangelium zu predigen.

Spricht Gott auch heute noch durch Träume?
Klar.
Eine mir persönlich bekannte junge Frau hat dreimal geträumt, dass ihr Großvater das Zeitliche segnen würde. Er ging wenige Tage später tatsächlich unerwartet zum Herrn.

Eine andere Person hatte Flugangst.
Als sie im Traum die Stellenangabe Johannes 14, 9 sah, schlug sie nach, las was dort stand, fasste Vertrauen, und verlor ihre Flugangst.

Noch eine andere Person hatte Erbstreitigkeiten.
Im Traum sah sie sich und den Streitgegner und eine Mauer, auf der etwas lag das glitzerte und glänzte wie Schnee. Dieser "Schnee" brachte die Mauer zum schmelzen. Dann umarmte die Person den Streitgegner und wachte auf.
Die Deutung?
Der Schnee symbolisiert die Gnade Gottes, welche die Mauer zwischen den beiden verschwinden lässt. Zum Schluss wird die Harmonie wiederhergestellt. Dieses Wort vom Herrn vermittelt Trost.

Ich selber sah mich einst bei hellem Sonnenlicht auf dem Mittelstreifen einer Autobahn stehen. Die Autos fuhren rechts und links an mir vorbei. Mir war absolut bewusst, dass ich träumte. Doch der Traum war so real als würde sich das, was ich sah, wirklich ereignen. Ich ergriff deswegen sogar eines der kantigen Lorbeerblätter von einem Strauch, der dort wuchs, und befühlte es. Es schien sich wirklich in meiner Hand zu befinden.
Die Bedeutung?
Der Herr tat damals eine kleine Tür des Wortes im Reisedienst für mich auf und ich war viel auf der Autobahn unterwegs. Er hat das mit diesem Traum einfach nochmal bestätigt.

Ich könnte noch weitere Träume aufzählen.

Natürlich ist nicht jeder Traum von Gott. Die allermeisten sind es nicht. Träume sexueller Art etwa sind nicht vom Herrn, sondern biologisch bedingt.

Man kann in Träume auch alles mögliche hineindichten. Beim Deuten von Traumsymbolen hat sich schon so mancher grandios verrannt. Das soll uns nicht passieren.
Deswegen darüber morgen mehr. 

Montag, 16. Juni 2014

Mick Jagger in der Kirche

"Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir."
Matthäus 15, 8

Wir müssen immer mal wieder überprüfen, ob der Herr auch die oberste Priorität in unserem Leben hat. Darf sein Wort unsere Überzeugungen prägen oder geben wir uns mit Lippenbekenntnissen zufrieden? Israel zur Zeit Jesu schien sehr fromm. Doch als der Gott Israels in ihrer Mitte wandelte, haben sie ihn trotz ihrer Frömmigkeit und Bibelkenntnis nicht erkannt.

Ich komme deshalb darauf, weil Mick Jagger in diesen Tagen in Jerusalem war und die Kirche vom Heiligen Grab besucht hat. (Dort war ich selber vor einigen Wochen, daher mein Interesse).
Nun muss man wissen, dass die Kirche vom Heiligen Grab traditionell einer der heiligsten Orte der Christenheit ist. Dort befinden sich unter einem einzigen Kirchendach der Fels Golgatha, inklusive Kreuz, die Reste des Grabes Christi und die Steinplatte, von der man sagt, dass darauf einst der Leib Jesu lag. Bewiesen ist das nicht. Deswegen ist der Ort trotzdem für viele der heiligste der Welt.
In dieser Kirche wird also täglich von großen Menschenmengen ausdrucksstarke Frömmigkeit praktiziert. Man betet, man weint, man singt, man ist ergriffen, dass es eine Art hat.

Und dann betrat Mick Jagger das Heiligtum.
Und alles änderte sich.

Jemand der dabei war schildert, wie Jagger, der einen weißen Jogginganzug mit hochgeklapptem Kragen trug, mit vier Leibwächtern und einem privaten Reiseführer hereinkam und sich den Ort erklären ließ.
Praktisch alle Ergriffenen machten sich unverzüglich gegenseitig auf den Sänger aufmerksam, deutete mit ihren Fingern und zückten ihre Taschentelefone, mit denen sie dann Fotos machten und filmten.
Als Jagger weiterging, folgte ihm die Menge, filmend und bilderschießend, wie einst die Kinder dem Rattenfänger von Hameln.
Dem Beobachter fiel auf, dass der Übergang zwischen religiöser Ergriffenheit und Promi-Bewunderung innerhalb kürzester Zeit stattfand, was natürlich die Frage nach Echtheit und Tiefe der religiösen Gefühle aufwirft. Bricht man die Anbetung Gottes wirklich sofort ab, wenn ein berühmter Musiker vorbeigeht? Wie sehr waren die Besucher dieser Kirche tatsächlich auf Gott ausgerichtet?
Wir wissen es nicht.
Wir können uns jedoch mal fragen, wie wir reagiert hätten.

"Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt."
1. Korinther 7, 35

Freitag, 13. Juni 2014

Führe uns nicht in Versuchung?



"...und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen."
Matthäus 6, 13

Die anfänglichem Bitten des Vaterunsers sind relativ leicht verständlich.
"Vater unser, geheiligt werde dein Name" klingt vielleicht etwas kryptisch. Das könnte man auch wiedergeben mit "Dein Name werde mit Respekt behandelt."
Die Bitten um Brot und Vergebung erklären sich praktisch von selber.
Doch dann wird's ein wenig mysteriös.

"Führe uns nicht in Versuchung"?
Führt Gott uns denn Versuchung, dass Jesus ihn ausdrücklich bittet, dies nicht zu tun?

Nun, das Wort im griechischen Urtext für "Versuchung" ist peirasmos. Es bedeutet Versuchung oder Test.
Testet Gott Menschen?
Natürlich testet Gott uns. Es ist praktisch unmöglich, nicht getestet zu werden. Die bloße Existenz des Gesetzes war für Israel ein Test: Würden sie es halten oder übertreten?
Jesus ist ein Test für die Menschheit.
Eine der Fragen, die Gott jedem Menschen eines Tages stellen wird, lautet: Was hast du mit meinem Sohn gemacht? Hast du ihn angenommen oder abgelehnt?

Ein Test zeigt, was in einem Menschen steckt. Insofern sind Tests zu begrüßen.

Doch das Wort bedeutet auch "Versuchung."
Eine Versuchung ist nicht unbedingt ein Test.
Das Wort Test ist positiv besetzt: Wenn ich einen Test bestehe, dann werde ich befördert.
Versuchung ist hingegen etwas durch und durch negatives. Der Zweck einer Versuchung ist, mich zu Fall zu bringen, mir zu schaden.
In Jakobus 1, 13-14 heißt es, "Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird."
Eine Versuchung kommt nie von Gott.
Doch er kann zulassen, dass unsere Begierden uns ziehen und locken.
Jesus beispielsweise wurde nach seiner Taufe vom Geist in die Wüste geführt, "um von dem Teufel versucht zu werden." (Matthäus 4, 1). Der versuchte unter anderem, die Begierde des Hungers auszunutzen nachdem Jesus 40 Tage gefastet hatte. Doch Jesus widerstand ihm siegreich, indem er sich auf das Wort Gottes berief und zu jeder Versuchung ein passendes Bibelwort hatte.

Jesus fordert seine Jünger in Gethsemane auf, zu wachen und zu beten, damit sie nicht in Versuchung fallen, denn "Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach." (Markus 14, 38). Der Herr wusste, dass die Jünger dabei waren, mit einer hässlichen, schwer verständlichen Situation konfrontiert zu werden. Er konnte die Herausforderung, die das Kreuz für sie darstellte, jedoch nicht verhindern.
Die mussten da durch.
Er forderte sie auf zu beten, um zu verhindern, dass sie im Moment der Krise völlig auseinanderfallen.

"Führe uns nicht in Versuchung" bedeutet also, "Bewahre uns vor Situationen, die uns aufgrund der Schwäche unseres Fleisches überfordern können."

"Sondern erlöse uns vom Bösen."
Das Wort "erlösen", griechisch rhyomai, bedeutet "erretten, erlösen" und "etwas deichseln."
Sehr interessant.
Etwas deichseln heißt, etwas Schwieriges zustande zu bringen. "Deichsle uns weg vom Bösen" heißt soviel wie, "Vollbringe das Kunststück, löse mein Problem und mach, dass die Anstrengungen des Bösen mir auch noch irgendwie zum Segen gereichen müssen."
Gibt's das?
Das gibt's!
Wir erinnern uns:
Nachdem die Versuchung des Hiob vollendet war, bekam er das Doppelte von allem, was er vorher verloren hatte. Selbst mit einer besseren Familie segnete ihn der Herr. (Die vorige, geistlich und moralisch zweifelhafte Truppe war ja umgekommen).

Steckst du in Schwierigkeiten?

Dann bete doch das Vaterunser, jetzt mit neuem Verständnis.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Vegetarier?



"Pastor, war Jesus Vegetarier?"

Stimmt schon, Spinat schmeckt prima und gibt Muckis (zumindest Popeye). 
Doch wann immer mir eine solche Frage gestellt wird, muss ich immer irgendwie auch an Römer 14, 2 denken, wo es heißt, "Einer glaubt, er dürfe alles essen; der Schwache aber ißt Gemüse."
Nein, Jesus war kein Vegetarier.
Gott hatte den Vegetarismus für sein Volk nicht vorgesehen. Sonst hätte er Israel zum Beispiel nicht verordnet, das Passahlamm zu essen. Dazu war jeder gläubige Israelit verpflichtet.
Auch die Tieropfer im Tempel wurden nicht sämtlich verbrannt, (das machte man nur mit den Brandopfern). Man ließ meist nur das Fett in Rauch aufgehen. Der Rest des Tieres wurde dem Opfernden zurückgegeben, abzüglich eines Teils für den Priester.

Viel von dem Fleisch, das damals auf den Märkten verkauft wurde, kam von geschlachteten Opfertieren. Nicht nur in Israel. Paulus nimmt im 1. Korintherbrief, Kapitel 10, hierauf Bezug, wenn er sagt, "Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen." Wenn aber jemand sagt, "Das ist Opferfleisch!", dann soll man es nicht essen. Nicht weil an dem Fleisch irgendetwas gefährlich wäre, sondern um dem abergläubischen Angstmeier, der einen gewarnt hat, keinen Anstoß zu geben.
Paulus war offensichtlich auch kein Vegetarier, denn er sagt ja, "Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt!"

Trotzdem ist erwähnenswert, dass vor der Sintflut wahrscheinlich kein Fleisch gegessen wurde. Denn Gott hält eine Klarstellung für nötig und sagt zu Noah, "Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein. Wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen." (1. Mose 9, 3+4). Irgendwie lässt mich diese Stelle denken, dass Noah bis zu jenem Zeitpunkt in der Tat Vegetarier war.

Ich vermute, dass wir im Himmel wieder Vegetarier sein werden, wie Adam dies am Anfang gewesen war. Bis dahin: Last dir den Sauerbraten ruhig schmecken.
Oder den Fisch.
Das letzte was Jesus auf Erden aß, war Fisch. (Johannes 21, 9).

Dienstag, 10. Juni 2014

Jesus, Wirbel und Doktoren

"Der HERR ist gut gegen alle. Sein Erbarmen ist über alle seine Werke."
Psalm 145, 9

Am letzten Sonntag hatten wir eine interessante Besucherin im Gottesdienst. Diese Frau hatte vor einiger Zeit einen Unfall gehabt, bei dem ihre Wirbelsäule stark beschädigt wurde. Die Ärzte setzten ihr einen künstlichen Wirbel ein und machten ihr keinerlei Hoffnung, dass sie jemals wieder laufen können würde.
Ihre Kollegin A. R. ist neuer Christ, kommt jedoch nun schon seit einiger Zeit ins CGZ. Auf ihre Veranlassung hin beteten wir an einem Sonntagmorgen während des Gottesdienstes für diese schwerverletzte Kollegin.
Und der Herr hat sich erbarmt.
Nicht nur kann diese Frau wieder gehen als wäre nichts gewesen. Sie hat sich auch für den Herrn geöffnet. Deswegen war sie am Sonntag da, um sich mal umzuschauen in dieser eigenartigen Gemeinde, deren Gebet Gott erhört hat.

Preis dem Herrn.

Montag, 9. Juni 2014

Maria war Pfingstlerin

"Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?"
Apostelgeschichte 19, 2

Heute ist Pfingstmontag und es ist, zumindest bei mir hier, mindestens so heiß wie es damals war, als Paulus die handvoll Jünger, die er in Ephesus gefunden hatte, nach ihrer Geistestaufe fragte. Paulus wollte ganz klar, dass diese Jünger auch das zweite große Gnadenwerk Gottes erleben: Ihr persönliches Pfingsten.

Pfingsten ist ein umstrittenes Fest.
Unter manchen Christen.
Manche fürchten sich regelrecht vor Pfingsten. Sie haben kein Problem damit, dass damals in Jerusalem die Gläubigen nach ihrer Rettung mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Sie stellen jedoch vehement infrage, dass das heute noch geschieht, dass man heute noch mit dem Heiligen Geist erfüllt werden kann. Sie behaupten, man bekäme den Heiligen Geist in dem Moment, in dem man Christ wird, und damit hat sich's.

Doch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, die sogenannte Geistestaufe, ist ein Gnadenwerk NACH der Gläubigwerdung.
Natürlich bekommt man ein Maß des Heiligen Geistes, wenn man gerettet wird. (Das bekamen die Jünger auch. Lange vor Pfingsten, in Johannes 20, 22 haucht Jesus sie an und sagt, "Empfangt Heiligen Geist.")
Doch es gibt mehr!
An Pfingsten bekamen rund 120 Jünger, inklusive Maria, der Mutter Jesu, ein größeres Maß des Heiligen Geistes. Sie wurden außerdem mit Kühnheit und Kraft und übernatürlichen Gaben erfüllt.

Die Geistestaufe war jedoch nicht nur für die Apostel. Die Verheißung galt auch allen anderen Christen. Das war den Menschen in der Bibel noch geläufig. Denn dort wurden beständig Christen mit dem Heiligen Geist erfüllt.

In Apostelgeschichte 8 beispielsweise evangelisiert Philippus in Samaria. Die zum Glauben Gekommenen werden alle getauft. Doch als Petrus und Johannes aus Jerusalem kamen, legten sie den Getauften die Hände auf, damit sie den Heiligen Geist empfangen sollten, "denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus."
In diesen Versen tritt eindeutig zu Tage, dass die Geistestaufe ein konkretes Erlebnis nach der Bekehrung ist.

Es gibt noch zahlreiche weitere solche Begebenheiten in der Apostelgeschichte. (Beispielsweise in Kapitel 9, 10, 18, 19…) Noch einmal: Praktisch alle Christen waren damals geisterfüllt und redeten in Sprachen, nicht nur die Apostel zu Pfingsten.

Es ist schade, dass viele Christen den Heiligen Geist in der Theorie anerkennen, doch Erlebnisse mit ihm ablehnen und gar verteufeln. Gott lässt sich jedoch nicht auf trockene theologische Thesenpapiere und etwas Sozialarbeit begrenzen. Er lebt und greift ein in das Leben derer, die ihn dazu einladen.

Nun haben manche Angst, wenn sie um den Heiligen Geist bitten, einen falschen Geist zu bekommen. Einen Schwarrrmgeist.
Diese Furcht ist jedoch unbegründet, denn Jesus sagt:
"Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!" (Lukas 11, 13).

Wer Gott um seinen Geist bittet, bekommt garantiert keinen anderen Geist.
Sagt Jesus.
Gott will, dass du mit seinem Geist erfüllt bist. Bitte ihn um die Taufe im Heiligen Geist, erlebe dein persönliches Pfingsten. 
Fürchte dich nicht, glaube nur!

Freitag, 6. Juni 2014

D-Day: Ist Jesus ein Pazifist?


"Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel einen großen Sieg verschafft."
1. Samuel 19, 5

Heute vor 70 Jahren, am 6.6.1944, fand die größte militärische Invasion in der Geschichte der Menschheit statt. Ihr Codename war Operation Overlord, Operation Lehnsherr. 
Sie begann mit einem Tag namens D-Day.
160.000 alliierte Soldaten, zum größten Teil Amerikaner und Briten, landeten an diesem Tag an den Stränden der Normandie, die damals, wie im Grunde genommen ganz Frankreich, von Nazideutschland regiert wurde. (Was viele nicht mehr wissen: Viele Franzosen waren begeisterte Nazis und kämpften auf seiten der Deutschen. Auch fanden einige der härtesten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs zwischen Amerikanern und Franzosen statt, und zwar in Afrika. Selbst die letzten Verteidiger des Führerbunkers in Berlin waren Franzosen, namentlich die Division Charlemagne).
Die Alliierten waren gekommen, um Europa zu befreien und Hitler den Garaus zu machen.
Vorher hatten schon Kämpfe um Afrika, Sizilien und Italien stattgefunden. Doch nun erreichte der Krieg den Norden Europas. Die Alliierten zählten an D-Day 8000 Verwundete und mehr als 4400 Tote. Insgesamt fielen mehr als 12.000 Mann aus. Die Deutschen verloren rund 1000 ihrer Kämpfer, (wenn man von Kämpfern überhaupt reden kann, handelt es sich doch in großer Zahl um Kindersoldaten und Hilfswillige aus den eroberten Ostgebieten). Doch der Ansturm war nicht aufzuhalten. Bis Ende August 1944 waren 3 Millionen alliierte Soldaten in Frankreich gelandet. Die Dampfwalze war unterwegs in Richtung Berlin.

Die Feierlichkeiten zu D-Day sind jedes Jahr eine große Sache für die Siegermächte. Bis vor etwa 10 Jahren hat man die deutsche Seite gar nicht zu den Feierlichkeiten eingeladen. Gerhard Schröder war der erste deutsche Kanzler, der mit dabeisein durfte.

Ich für meinen Teil bin Gott dankbar, dass die Alliierten damals kamen. Es gibt Pazifisten, die jegliche Form von militärischem Engagement ablehnen.
Ich gehöre nicht dazu.
US Präsident Ronald Reagan sagte in seiner Rede zum 40. Jahrestag der Invasion 1984, das ein himmelweiter moralischer Unterschied besteht zwischen einer Armee, die befreit, und einer Armee, die unterjocht. Diesem Urteil schließe ich mich an. Reagan sprach auch von der damals in der Luft liegenden Gewissheit der alliierten Soldaten, dass sie für die gute Sache kämpften und dass Gott auf ihrer Seite war.
Oder vielmehr sie auf Gottes Seite.

Ist Jesus ein Pazifist?
Lehnt er kriegerische Handlungen in jedem Fall ab?
Nun, im Alten Testament ist einer der Namen Gottes "Herr der Heerscharen." Das Wort Heerscharen bezeichnet Kriegsscharen. Im Alten Testament war Gott kein Pazifist.
Und im Neuen?
Der letzte Satz im Gleichnis von den anvertrauten Pfunden gibt Aufschluss.
In diesem Gleichnis geht es um einen hochgeborenen Mann, der für eine Zeit außer Landes zog und der seinen Knechten bestimmte Geldbeträge gab, damit diese damit Handel treiben sollten.
"Seine Bürger aber haßten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, daß dieser über uns König sei." (Lukas 19, 14).
Es ist natürlich klar, dass der hochgeborene Mann hier Jesus repräsentiert. Seine Bürger hassten ihn und wollten nicht, dass er über sie herrscht.
Was macht der hochgeborene Mann mit seinen Hassern, nachdem er zurückgekehrt?
"Jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie König würde, bringt her und erschlagt sie vor mir." (Lukas 19, 27).

Klingt nicht sehr pazifistisch. 
(Jesus ist nicht harmlos! Adolf, hörst du?)

Donnerstag, 5. Juni 2014

"Pastor, wen hast du gewählt?"

"Glücklich das Volk, dessen Gott der HERR ist."
Psalm 144, 15

"Pastor, neulich war Europawahl. Was hast du gewählt?"

Ob und was ich gewählt habe bleibt mein Geheimnis.
Wobei ich mir natürlich schon so meine Gedanken mache. Vor allem wenn ich sehe, dass Volksvertreter, die eigentlich das Volk vertreten sollten, das Wahlvolk ignorieren und am Volkswillen vorbeiregieren. Nur so ist zu erklären, dass etwa in Frankreich, wo die Sozialisten an der Macht sind, die Rechtsaußenpartei Front National rund 24 % der Stimmen gewinnen konnte.
24 %!
Wobei schon klar ist, dass es sich hier um eine Protestwahl gehandelt hat und die Franzosen traditionell ihren Kuchen gern essen und gleichzeitig behalten wollen. Man will umverteilen aber selber nichts rausrücken.
Im Ernst: Ich lese aus der letzten Europawahl heraus, dass die Leute zwar den Binnenmarkt samt den Reiseerleichterungen schätzen, aber der Geldpolitik nicht trauen und große Angst haben, ihre nationale Souveränität an eine anonyme Behörde zu verlieren. Sie sind nicht bereit, den Erweiterungs- und Vertiefungswahn ohne Protest hinzunehmen, geschweige denn mitzutragen. Diese Haltung kam in allen wichtigen Ländern klar und deutlich zum Ausdruck.
Und die Antwort unserer Politiker?
Ein entschiedenes "Weiter so!"
Nur die Engländer wollen das nicht. Doch die bringt man jetzt auf Linie.

Ich plädiere grundsätzlich für eine ideologiefreie Politik. (Ha!) Der Staat ist kein Gottesersatz, er kann unsere Wohlfahrt nicht wirklich gewährleisten. Die Politik ist auch nicht dazu da, uns glücklich zu machen, sondern für die innere und äußere Sicherheit, sowie ein funktionierendes Justizwesen zu sorgen, und uns ansonsten tunlichst in Ruhe zu lassen. Denn wann immer die Politik versucht, ein Problem außerhalb ihrer Kernkompetenz zu lösen, schafft sie zwei neue. Im besten Fall produziert sie dann Verschlimmbesserungen wie die Rechtschreibreform, das G8, die "Energiewende", den Berliner Flughafen, das Konzept der "Lebenspartnerschaft", den Krankenkasseneinheitsfonds, die Rückkehr der Friedel-Ehe, usw. ad nauseam.
Der beste Politiker ist nicht einer, der ehrgeizig ist und sich profilieren will, sondern der, dem jeder Aktionismus abhold ist. Der lieber das Funktionierende bewahrt als Neues herbeizuzwingen und so zu "gestalten."
Denn wer weiß ob das Neue wirklich besser ist als das Bewährte? 
Allzu fleißige Politiker sind mir deshalb suspekt.

Das Problem ist, dass Politiker oft Überzeugungen haben, von denen sie nicht bereit sind abzurücken, auch wenn ihre Politik nirgendwo auf der Welt funktioniert. (Der Kommunismus ist hierfür ein Beispiel unter vielen. Oberflächlich betrachtet sieht er gut aus, doch in der Realität hat staatliche Umverteilung und Gleichmacherei noch nie irgendwo funktioniert. Das Resultat war stets Armut für alle. Heute sind selbst die Chinesen nur noch dem Namen nach Kommunisten. Selbst sie betreiben schon längst die freie Marktwirtschaft, die alle reichen Länder reich gemacht hat).
Eben weil Politik nie ideologiefrei ist und deshalb stets dazu neigt, sich zu verrennen, ist es wichtig, dass es keine starke Zentralregierung gibt, nach deren Pfeife alle tanzen müssen. Das Subsidiaritätsprinzip, also das Prinzip, dass Betroffene sich um ihre Angelegenheiten kümmern und nicht Außenstehende, muss neue Geltung erlangen. Ich weiß besser, was für mich gut ist, als ein Brüsseler—oder Berliner—Bürokrat.
Ich will in Ruhe gelassen werden.


Gott hat einst die Sprachen verwirrt und die Menschheit zerstreut, weil alle gemeinsam an einem Ziel gearbeitet haben, dass ihm missfallen hat. Der Herr ist der Politik in den Arm gefallen. Die Völker Europas hoffen, dass er das wieder tut.

(Apropos: Es gibt eine "Europäische Volkspartei", aber kein europäisches Volk. Nur Völker. Wieso nennen sich die so? Artikulieren die hier ihr Ziel der Schaffung eines solchen "Volkes"? Ideologiefrei ist das nicht.)

Dienstag, 3. Juni 2014

Die Wahrheit

"Die Wahrheit wird euch frei machen."
Johannes 8, 32

Die Wahrheit kann ziemlich hässlich sein. Deswegen hat die Menschheit die Höflichkeit erfunden. Die Höflichkeit ist wie ein Kleid, das die Wahrheit schöner aussehen lässt als sie ist.

Die Wahrheit hat auch Fäuste wie Ziegelsteine. Unbeaufsichtigt kann sie unglaublich verletzen. Deshalb sollen wir die Wahrheit "in Liebe" reden. (Epheser 4, 15). Schon Salomo sagt, dass die Worte eines Schwätzers wie Schwertstiche sind, die Worte der Weisen aber Heilung. (Sprüche 12, 18).

Der richtige Umgang mit der Wahrheit macht jedoch frei.
Deshalb ist es unerlässlich, dass wir ehrlich zu uns selber sind und uns nicht mit Halbwahrheiten oder Lügen selbst betrügen. Denn viele sind nicht im geringsten daran interessiert, die Wahrheit über sich zu erfahren. Viel lieber lässt man sich in seinen Fehlern bestätigen. Das fühlt sich besser an. Macht aber nicht frei.
Das Volk Israel weiß ein Lied davon zu singen. Jedes Mal wenn Gott ihnen einen Propheten sandte, der ihnen die Wahrheit sagte, legten sie den glatt um. Die Konsequenzen waren jedes Mal die reine Katastrophe.
Denn wer der Wahrheit widersteht, wird gerichtet.
Jesus kam und predigte die Wahrheit. Doch anstatt auf ihn einzugehen, kreuzigte ihn man außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem. Jesus weinte über die Stadt, denn er wusste was nun kommen würde. Etwa 30 Jahre nach der Kreuzigung Jesu belagerten die Römer Jerusalem. Josephus sagt, sie errichteten rund 40.000 Kreuze außerhalb der Mauern, bis es weit und breit keinen Baum mehr gab, an den man jemand hätte hängen können. Die Saat war aufgegangen.
Der Wahrheit zu widerstehen funktioniert nicht.

Wer sich jedoch von der Wahrheit korrigieren lässt, den macht sie frei. Dauerhaft. Für immer. Eine solche Person wird praktisch unbesiegbar. Denn Gott steht hinter ihr. Und Gott ist unbesiegbar.

Pilatus fragte einst: "Was ist Wahrheit?"
Jesus antwortete ihm nicht, denn es war nicht die Zeit, Grundsatzdebatten zu führen, an denen Pilatus an jenem Tag sowieso kein Interesse hatte. Jesus hatte die Frage außerdem bereits im Garten Gethsemane beantwortet. Dort sagte er zu seinem Vater: "Dein Wort ist Wahrheit." (Johannes 17, 17).
Das Wort Gottes ist Wahrheit.
Was machen wir damit?
Damit es seine frei machende Wirkung entfalten kann, müssen wir es als das akzeptieren, was es ist: Gottes Wort! Auch wenn wir es nicht völlig verstehen, müssen wir ihm erlauben, unsere grundsätzlichen Überzeugungen zu prägen.
Wenn wir umsetzen, was wir verstehen, wird Gott uns segnen und wir werden im Lauf der Zeit freier und freier werden. Und nicht nur wir, sondern auch alles, was wir berühren.


Die Wahrheit hat es in sich!