Freitag, 28. Februar 2014

Deutsche! Wehrt euch, kauft nicht bei Juden!

An diesen Slogan aus der Nazizeit musste ich denken, als ich von der neuesten Boykottbewegung Israel betreffend hörte, die in Europa und auch hierzulande grassiert. Der Jude wird wieder als geldgierige, hinterhältige, nach der Weltherrschaft strebende Hassfigur gesehen, die an allen Übeln der Welt schuld ist.

Dabei sagt Gott in 1. Mose 12, 3 zu Abraham, dem Stammvater Israels: "Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde."

Das hat doch noch immer gestimmt.
Lernt denn niemand aus der Geschichte?

Fest macht sich der Hass gegenwärtig an der "Besatzung" des Westjordanlandes, also der alten jüdischen Kerngebiete Samaria und Judäa. (Israel wurde auch schon 1948 gehasst, als noch gar keine solche Besatzung vorlag. Es wurde bereits 24 Stunden nach seiner Gründung von 5 arabischen Staaten angegriffen und sollte vernichtet werden. Stattdessen hat es außerplanmäßig gesiegt, was ihm heute weltweit mehr verübelt wird denn je).

Dabei ist das kleine Israel eine einsame Insel der Demokratie, der Freiheit und des Wohlstandes im Nahen Osten. (Wäre es nicht gut, wenn seine Gesetze überall dort gelten würden?)

Wobei folgendes auch noch interessant ist:
Ursprünglich sprach der Völkerbund (Vorgänger der UNO) den Juden 110.000 km² zu. Die englische Mandatsmacht gab 1921 jedoch rund 80 % dieser Fläche an einen Stammesführer namens Abdulla ibn al Hussein ab und erschuf den Staat Transjordanien quasi aus dem Nichts — über die Köpfe der eigentlich anspruchsberechtigten Juden hinweg.
Die Fläche Israels umfasst heute jämmerliche 21.000 km².
Die Araber in ihren autokratisch regierten und reihenweise im Chaos versinkenden Staaten darum herum leben hingegen auf 14 Millionen km².

Irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass es hier gar nicht um Land geht. Oder die "Unterdrückung" der "Palästinenser."

Überhaupt: Wenige Deutsche haben schon einmal mit einem Palästinenser zusammengelebt.
Ich bin einer der wenigen, die dieses Vorrecht hatten.
Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre lebte ich nämlich mit einem jungen Palästinenser namens Elias zusammen in einem kleinen Haus in einer amerikanischen Großstadt. Elias war ein netter Kerl und redete gern. Daher weiß ich ein wenig, wie seine Leute so ticken. Es gibt unter den Palästinensern wunderbare Menschen, die gern im Frieden mit aller Welt leben würden. Es gibt unter ihnen aber auch Elemente, die an Vernichtungsbereitschaft und Gewalttätigkeit nicht zu übertreffen sind, (wobei sie sich oft gegenseitig massakrieren. Es gibt da wilde Bruderkämpfe). Leider sind es die Gewalttäter, die häufig die Diskussion dominieren und Schlagzeilen fabrizieren. Das gemäßigte Element wird eingeschüchtert und kommt kaum zu Wort.
Diese Leute wollen nicht nur das Westjordanland in ihre Gewalt bekommen, sie wollen ganz Israel, das ganze Handtuch, alle 21.000 km². Darüber wird jedoch kaum geredet.
Warum eigentlich nicht?

Der Antisemitismus ist wieder salonfähig geworden in Deutschland und Europa. Er kommt nicht mehr so plump daher wie in den dreißiger Jahren. Heute entspringt er hauptsächlich linken Quellen, die mit Worten bedeutend besser umgehen können als Rechte, denen meist etwas primitives anhaftet. Linke sind Meister in der Verklärung ihrer Motive, hinter denen oft doch nur der Neid steckt.

Der Jude wird wieder gehasst.
Wie konnte es abermals zu diesem furchtbaren Geisteszustand kommen?

Seit im Jahr 2005 einige arabische Studenten an der Universität von Toronto eine "Israel Apartheid Week" initiiert haben, gibt es jährlich weltweit an vielen Universitäten eine solche Israel-Denunziationswoche.
Die Verwendung des Wortes Apartheid spielt natürlich auf die Apartheid-Politik in Südafrika an, wo Weiße lange Zeit über Schwarze herrschten und diese rechtlos hielten.
Von einer solchen Apartheidspolitik kann jedoch in Israel objektiv keine Rede sein. Araber sind in Israel wahlberechtigte Staatsbürger. Es gibt (sogar feindselig gesonnene) arabische Abgeordnete im israelischen Parlament. Araber sind Kabinettsmitglieder in der Regierung. Es gibt selbst an den höchsten Gerichten Israels arabische Richter. Araber und Juden besuchen dieselben Universitäten. Sie werden in denselben Krankenhäusern behandelt. In der Schule wird ihre Kultur und Sprache gelehrt. Der Islam wird in Israel frei und offen praktiziert und die den Mohammedanern heiligen Stätten werden erhalten.
Ist das Apartheid?
Israel ist mit dem alten Südafrika in keinster Weise zu vergleichen.
Die Lebenserwartung in den Palästinensergebieten liegt laut HDR 2013 bei 75 Jahren. (In Ägypten sind es 73,5 Jahre, in Deutschland 80). In Südafrika liegt sie heute, nach ziemlich genau 20 Jahren schwarzer Herrschaft, bei 50 Jahren.

Israel hat sich gänzlich aus dem Gazastreifen zurückgezogen, woraufhin dieser im Chaos versank. Ein palästinensischer Bürgerkrieg fand statt. Die Extremisten siegten. Seit dem Rückzug im Jahr 2005 sind Abertausende von Raketen aus Gaza auf Südisrael niedergegangen. Was soll man davon halten?

Wenn es wirklich ganz allgemein um Land geht und um Fairness, warum prangert der niemand die Okkupation Tibets durch China an, die seit 1950 andauert? In den oberen Verwaltungsposten findet man dort nur Chinesen. Tibeter wird man umsonst suchen.
Ist das nicht Apartheid?

Die Türkei ist 1974 auf Zypern einmarschiert und hält ein Drittel der Insel besetzt. Hunderte Kirchen wurden zerstört oder in Moscheen umgewandelt und noch immer sind 35.000 türkische Soldaten dort stationiert.
Doch danach kräht kein Hahn.

Ach ja. Und Marokko hält seit Jahrzehnten die Westsahara besetzt. Weiß das überhaupt jemand?

Warum also greift man sich Israel heraus um es so hingebungsvoll zu hassen?
Das hat geistliche Gründe.
Beim Blick in die Geschichte fällt auf: Der Judenhass wächst mit der Gottferne eines Volkes. Je weniger man mit Gott zu tun haben will, desto mehr hasst man die Juden.
Und die Christen.
Noch mehr als die Juden werden in unseren Tagen nämlich die Christen verfolgt. Doch davon redet erst recht keiner.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Was soll ich nur machen?

"Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."
Epheser 2, 10

"Pastor, meine Schulzeit geht zu Ende, die Wahl eines Ausbildungsplatzes steht an, und ich weiß nicht was ich machen soll."

Wie Paulus im Epheserbrief schon sagt, hat Gott einen Plan für unser Leben. Er hat uns geschaffen, bestimmte Dinge zu tun, nämlich "gute Werke." Die hat er vorher bereitet, so dass wir sie nur noch tun müssen.
Klingt eigentlich ganz leicht.
Ich weiß natürlich, dass das im einzelnen ganz schön schwer sein kann. Ich selber wusste bis ich 19 Jahre alt war nicht, was ich mit meinem Leben anstellen sollte. Es war schier zum verzweifeln. Dann wurde Christ. Kurz danach hat Gott mich zum Prediger berufen und alles war klar. Ich habe sofort begonnen, mich auf diese Aufgabe vorzubereiten. Als ich dann soweit war, hat prompt eine Stelle auf mich gewartet.

Auch du musst irgendwie in Erfahrung bringen, was Gott von dir will.

Die Aufgabe, die Gott für dich hat, hat stets viel mit deinen Eigenschaften und Vorlieben zu tun. Was macht dir Spaß, was tust du gern? Womit verbringst du deine Zeit, ohne dass dich jemand dazu auffordert? Was würdest du auch tun, wenn man dich nicht dafür bezahlen würde?
Diese Fragen sind gute Richtungsweiser.
Denn Gott wird nicht Entenarbeit von dir verlangen, wenn du ein Affe bist und keine Schwimmhäute hast. Von einer Gans wird er nicht erwarten, dass sie hakenschlagend über die Wiese rast. Von einem Fisch wird er nicht erwarten, dass er im Winter nach Afrika fliegt.
Deine Berufung befindet sich stets im Einklang mit deinen Fähigkeiten und deiner Gesamtpersönlichkeit. Sie sind beides: deine Grenzen und deine Erfolgsgarantie.

Wenn du jung bist, dann probiere aus, was dir liegen könnte. So sammelst du Erfahrungen. Ich selber habe mal eine Lehre gemacht und nach meinem (wohlgemerkt nicht schlechten) Abschluss keinen einzigen Tag mehr in diesem Beruf gearbeitet. Ich bereue dennoch nicht, diese Ausbildung gemacht zu haben.
Keiner fängt dort an, wo er aufhört. Alle lernen.
Jesus war viele Jahre lang Allround-Handwerker, (gr. teknon, Techniker, wird gern mit Zimmermann übersetzt), bevor er das Evangelium zu predigen begann.
Petrus, Johannes und Jakobus waren lange Zeit Fischer, obwohl sie doch eigentlich berufene Apostel waren.
Paulus war Zeltmacher. Als es mal kurzfristig nicht so lief in seinem Dienst, griff er sogar auf diese seine Ausbildung zurück und machte Zelte. (Apostelgeschichte 18, 3).

Du musst dich bewegen damit Gott dich lenken kann. Hab keine Angst davor, mal daneben zu langen. Schritt für Schritt, langsam aber sicher, führt Gott dich in deine eigentliche Berufung hinein.
Suche ihn.

Du wirst nie wirklich zufrieden sein, wenn du nicht tust, was er für dich hat.

Montag, 24. Februar 2014

Der Segen Gottes verändert deinen Blick

"Der HERR ist das Teil meines Erbes und mein Becher; du bist es, der mein Los festlegt.
Die Meßschnüre sind mir gefallen auf liebliches Land. Ja, mein Erbteil gefällt mir."
Psalm 16, 5+6

Ich habe festgestellt: Der Segen Gottes verändert den Blick. 
Man schaut die Dinge mit anderen Augen an. 
Durchschnittliches wird zu Besonderem durch den Herrn.
Wenn er dich segnet, dann erlebst du Alltägliches als etwas Besonderes. Andere verstehen gar nicht was du hast. Sie sehen dein sehr durchschnittliches Haus, deinen ebensolchen Garten, deine Arbeit, usw. und fragen sich, warum du ein solches Aufheben darum machst. Ist doch alles nichts besonderes. Doch du erlebst diese Dinge als schön, weil Gott sie dir gegeben hat.
Er macht in allem den Unterschied.

Wenn du dagegen ohne Gott unterwegs bist, kann es sein, dass dir selbst das Beste nicht gut genug ist. Haus, Auto, Frau, Mann, Kinder, Kollegen, Nachbarn, andere Christen: Immer gibt es etwas zu kritteln, nie reicht es mal. Unzufriedenheit erfüllt dein ganzes Leben.

Dagegen gibt es nur ein Mittel: Du musst irgendwie in den Segen Gottes eindringen.
Beginne damit, ihn erstmal in alle Bereiche deines Lebens einzuladen. Informiere dich im Wort Gottes, wie er die Welt sieht. Dann schau sie genauso an. Finde gut, was er gut findet und finde schlecht, was er verwerflich findet. Seine Augen gehen Tag und Nacht über die Erde und suchen nach solchen Menschen. Wenn du dich Gott nahst, dann naht er sich dir. Er setzt dann Himmel und Erde für dich in Bewegung.
Spätestens wenn du betest und zum ersten Mal eine Erhörung erlebst, ändert sich dein Leben für immer.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Unterhalten sich die Leute gern mit dir?

"Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt; ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt!"
Kolosser 4, 6

Was gibt es schöneres als einen angenehmen Gesprächspartner zu haben?
Clevere Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass man das lernen kann. Sie haben Gesprächen zugehört und diese dann analysiert, wobei sich vier Hauptweisen herauskristallisiert haben, wie die Menschen im Gespräch aufeinander reagieren.

Da gibt es erstens die aktiv-positive Weise zu reagieren:
Jemand teilt dir etwas Positives mit und du reagierst darauf mit Anteilnahme, in dem du hauptsächlich den anderen reden lässt und höchstens immer wieder mal Details nachfragst. Der andere darf reden und du teilst seine Freude.

Eine weitere Weise zu reagieren ist die passiv-positive:
Jemand teilt dir etwas Erhebendes mit und du sagst „Schön für dich.“
Diese knappe Reaktion ist für den anderen schon nicht mehr so erbaulich.

Doch es geht noch schlimmer.
Passiv-destruktiv reagieren wir, wenn der andere uns von seinem Sieg erzählt und wir dies ignorieren, ja sogar ablenken vom Thema, etwa indem wir sagen, „Ist ja gar nichts. Ich hab was noch viel besseres erlebt, und zwar folgendes…“

Den Vogel schießt ab, wer aktiv-destruktiv reagiert, indem er den Sieg des anderen schlechtmacht oder kleinredet. „Du brauchst dir gar nichts einzubilden! Glück! Das war pures Glück! Dein Sieg zeigt lediglich, dass auch blinde Hühner ab und zu ein Korn finden.“

Du bist ein guter Gesprächspartner wenn du Anteil nimmst, nachfragst und den anderen reden lässt. Der denkt dann, dein Wort ist in Gnade und mit Salz gewürzt, und hält dich für einen der Großen unter der Sonne.
Der Herr auch.

Dienstag, 18. Februar 2014

Die Lästerung des Heiligen Geistes

"Jeder, der ein Wort sagen wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Dem aber, der gegen den Heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden."
Lukas 12, 10.

"Pastor, von der Lästerung des Heiligen Geistes habe ich schon gehört. Dafür bekommt man keine Vergebung. Klingt schlimm. Wie ist das zu verstehen, was Jesus hier sagt?"

Jesus nennt sich hier und auch an vielen anderen Stellen im Lukasevangelium den "Sohn des Menschen."
Er greift damit auf ein Bild des Propheten Daniel zurück.
Dort steht in Kapitel 7, 13–14, "Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum, daß es nicht zerstört wird."

In dieser Weissagung tritt der Sohn Gottes, der zu einem erstaunlichen Menschen geworden war, vor den Vater, der ihn mit ewiger Autorität und Macht ausstattet. Viele Menschen kannten diese Stelle damals und bezogen sie richtigerweise auf den Messias.
Wenn Jesus sich also "Sohn des Menschen" nannte, dann verstanden die Schriftkundigen unter seinen Zuhörern, dass er von sich als dem Messias sprach. (Es wäre unweise gewesen, umherzugehen und sich ständig Sohn Gottes zu nennen).
Der Messias war aber rein äußerlich ein gewöhnlicher Menschensohn. Egal was die Bilder sagen, er trug keinen Heiligenschein. Ihm zu misstrauen oder sogar über ihn abzulästern, war erwartbares menschliches Verhalten, sofern man ihn nicht kannte. Jesus nahm das gelassen hin. Solchen Leuten, sagte er, wird vergeben werden.

Wir sollten uns hierin an ihm ein Beispiel nehmen und nicht jedes Wort, dass man über uns sagt, auf die Goldwaage legen. Meist tut man gut daran, das närrische Gebrabbel missgünstiger Zeitgenossen über einen einfach zu ignorieren. Wenn sie uns näher kennen würden, würden sie vielleicht ihre Meinung ändern. Vielleicht aber auch nicht.
Meine Güte, na und?

Was ist nun die Lästerung des Heiligen Geistes, die nicht vergeben werden kann?

Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, am Herzen des Menschen zu wirken, im Verborgenen. Er überführt die Menschen in ihren Herzen von Sünde, indem er ihnen ein schlechtes Gewissen gibt. Er überführt sie von "Gericht", indem er ihnen klarmacht, dass ihre Vergehen strafwürdig sind. Er überführt sie aber auch der "Gerechtigkeit", in dem er ihnen Vergebung zuspricht, nachdem sie sich Gott zugewendet haben. (Johannes 16, 8).
Der Heilige Geist wirkt im Herzen.
Wer sich nun diesem Wirken widersetzt und bei seinem schlechten Gewissen bleibt, anstatt Wiedergutmachung zu betreiben und Vergebung zu suchen, der lästert den Heiligen Geist.

Die Lästerung des Heiligen Geistes besteht nicht darin, dass man ihn mit irgendwelchen Ausdrücken bedenkt, mit denen man Menschen lästert. Sie besteht darin, sich seinem Wirken im Herzen zu widersetzen.
Wenn ein Mensch beispielsweise durch das Wirken des Geistes klar erkennt, dass Jesus der Weg zum Heil ist, aber Jesus nicht zum Herrn seines Lebens macht, der macht sich dieser Lästerung schuldig und wandelt auf dünnem Eis. Je länger er Jesus ignoriert, desto dünner wird es.
Darin besteht die Lästerung des Heiligen Geistes, die nicht vergeben werden kann.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Ist alles umsonst?

"Ich sah all die Taten, die unter der Sonne getan werden, und siehe, alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind."
Prediger 1, 14

„Pastor, ich habe in diesen Tagen den Prediger Salomo gelesen. Das ist eine ziemlich deprimierende Angelegenheit. Anscheinend ist es so, dass Gott manchmal auch schlechte Beispiele und Ansichten in seinen Wort zulässt und damit ein höheres Ziel verfolgt. Was meinst du?
Viele Grüße, M. “

Hallo M.,

Du hast mir Vers 14 geschickt.
Salomo begründet seine miese Stimmung mit Vers 15. Dort schreibt er: „Gekrümmtes kann nicht gerade werden und Fehlendes kann nicht gezählt werden.“
Doch der Zweck von Weisheit ist ja gerade „Gekrümmtes“ „gerade“ zu machen. Nun sagt er, dass das nicht geht. Salomo hat also im Lauf der Zeit festgestellt, dass die menschliche Veränderungsfähigkeit Grenzen hatte. Diesem Sachverhalt kam er trotz all seiner Weisheit nicht bei. Das hat ihn furchtbar deprimiert.

Salomo erkannte, dass die Welt schlecht ist. Egal, wie gut die Gesetze sind, die er erlässt, er kann sein Volk nur bis zu einem bestimmten Punkt erziehen. Bei allem, was darüber hinausgeht, machen sie nicht mehr mit. Er schafft es trotz all seiner Weisheit nicht, die menschliche Natur grundlegend zu ändern.
Er findet einfach keine politischen Antworten auf ein im Grunde geistliches Problem.
Er erkannte ganz klar den menschlichen Bedarf einer geistlichen Wiedergeburt, wusste aber nicht wie er die herbeiführen sollte.
Der Mensch ist nicht von Haus aus gut. Er ist von Haus aus erlösungsbedürftig, d.h. schlecht. Die besten Gesetze können die allgegenwärtige zwischenmenschliche Barbarei nur lindern. Verhindern können sie sie nicht.

Jeremia erkannte das auch. Deswegen lamentiert er später:
„Trügerisch [schwierig, uneben, gekrümmt, höckerig] ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?“ (Jeremia 17, 9).

Glücklicherweise kennt Gott sich mit ihm aus.
Gott hat Möglichkeiten, die selbst den weisesten Menschen verborgen bleiben, es sei denn Gott offenbart sie ihnen. Was Salomo nie in den Sinn kam und was Jeremia nicht erahnen konnte, das bewerkstelligte Jesus am Kreuz. Dort nahm er die Sünden der Menschen auf sich und ermöglicht Ihnen so die Vergebung der Sünden und die geistliche Wiedergeburt, an deren Unmöglichkeit Salomo verzweifelte.
Gott machte das Unmögliche möglich. Er gibt jedem, der Jesus in sein Leben einlädt, eine neue Natur: seine eigene. Dann ist das Herz nicht mehr schwierig, uneben, höckerig und gekrümmt, sondern eine berechenbare Größe.

Nun hat Salomo nicht mehr recht, wenn er sagt, dass alle menschliche Aktivität nichts weiter als ein Haschen nach Wind ist. Vielmehr ist es so, dass unsere guten Taten ewige Auswirkungen haben. Denn wir werden als wiedergeborene Christen in der Gegenwart Gottes ewig leben, (Johannes 3, 3). Jesus sagt, wer einem seiner Jünger nur einen Becher kalten Wassers anbietet, wird seine Belohnung nicht verlieren.
Armer Salomo.
Er hatte das Erlösungswerk Christi einfach nicht auf dem Radar.
Aber wir haben's.
Deswegen müssen wir uns nicht wie er mit Hedonismus, viel Geld, flotten Autos und ebensolchen Fräuleins die Depression vertreiben. Wir haben gar keine.
Stattdessen haben wir Ziele.

Dienstag, 11. Februar 2014

Christen und Drogen

"Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, ... Zauberei ... Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorher sagte, daß die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden."
Galater 5, 19 – 21

Für das Wort "Zauberei" in Vers 20 steht im griechischen Urtext das Wort "pharmakia."
Wir leiten unser Wort "Pharmazie" daraus ab.
Wenn man "Pharmazie" hört, dann denkt man als erstes an Medikamente und andere Heilmittel. Eigentlich ist es jedoch das Wort für Drogen.
In manchen Religionen benutzt man "bewusstseinserweiternde" Drogen, die aufs Gehirn wie Zauberei wirken sollen. Diese meint das Wort "pharmakia." Sie dienen dem Zweck, eine Brücke zu schlagen in die geistliche Welt hinein. Südamerikaner auf Meskalin oder Peyote erwarten, dort ihren "Krafttieren" zu begegnen, geistlichen Führern in Tiergestalt, die ihnen Weisheit geben oder besondere Kräfte verleihen. Diese Mächte haben nichts mit Gott und der Kraft seines Heiligen Geistes zu tun.

Drogen haben also eine geistliche Dimension. Die Bibel nennt sie "Zauberei."

Was passiert nun mit Christen, die Drogen nehmen?
Gibt's die überhaupt?
Nun, es passiert immer wieder, dass ich mit genau solchen, eigentlich bekehrten Leuten rede, und zwar weil sie statt eines Hochgefühls nach dem Drogenkonsum plötzlich grauenhafte Ängste oder Kontrollverlustsbefürchtungen, oder Zwangsfantasien erleben. Sie stellen fest, dass sie sich für die falsche Seite des geistlichen Spektrums geöffnet haben und stecken nun fest.
Was tun?
In den allermeisten Fällen können die Betroffenen noch ziemlich gut steuern, ob sie weiterhin Drogen nehmen wollen oder nicht. Damit müssen sie natürlich sofort aufhören. Denn ihr psychischer Zustand wird sich auf Dauer nur verschlechtern wenn Sie darauf bestehen, weiter Drogen zu konsumieren.
Die ersten Schritte sind aufhören und Gott um Vergebung bitten.
Sollte sich bereits eine Sucht eingestellt haben, dann muss unbedingt professionelle Hilfe gesucht werden. Da gibt es gute christliche Hilfsprogramme, etwa die von Teen Challenge. Auch Psychiater, die sich mit der Chemie im Kopf auskennen, sind ganz sicher eine gute Anlaufstelle. Sie können eine kompetente medizinische Betreuung gewährleisten.

Drogen werden dich weder entspannen, noch deine Laune wirklich heben. Kiffen führt bei Christen zu Paranoia und Angstzuständen und selbst Alkohol, eine legale Droge, ist in Wirklichkeit kein Stimmungsaufheller, sondern ein Depressivum. Er hebt die Laune nicht, sondern er senkt sie im Nachhinein.

Da gäb's noch viel zu sagen…

Montag, 10. Februar 2014

Jesus bietet einen Bund an

"Es gingen aber große Volksmengen mit ihm.
Und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.
Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein."
Lukas 14, 25–27

Auf den ersten Blick macht Jesus es seinen Jüngern hier unglaublich schwer. Denn wer will schon seine Familie, sein Leben, ja sein ganzes Dasein hassen? Das Kreuztragen ist auch nicht unbedingt etwas, auf das man sich jeden Tag schon beim Aufstehen freut.
Dabei hat Jesus doch auch gesagt, dass er uns Leben und die Fülle geben will. (Johannes 10, 10f).

Was Jesus hier verlangt, ist, dass wir ihm in unserem Leben die oberste Priorität einräumen, nicht mehr und nicht weniger. Angesichts der Radikalität seiner Worte übersehen wir völlig, was Jesus hier tut. Denn wenn er von uns alles verlangt, dann bedeutet dies nichts anderes, als dass er auch bereit ist, für uns alles zu geben.

Jesus bietet seinen Jüngern hier einen Bund an, einen Bund, in dem der eine bereit ist alles für den andern zu geben. Solche Bündnisse gab es damals. Sie waren den Leuten bekannt. Man nannte das einen Blutbund. Hatten zwei Menschen einen solchen Bund geschlossen, dann gehörte dem einen alles, was der andere besaß, und umgekehrt. Allerdings galt auch: Ich werde von dir nie etwas verlangen, das ich nicht unbedingt brauche. Und du von mir auch nicht.
Spätestens beim Abendmahl trat Jesus auch formell mit seinen Jüngern in einen solchen Bund ein.

Hingabe ist keine Einbahnstraße. Wenn Jesus von uns alles verlangt, dann ist auch er bereit, für uns alles zu geben.
Und wenn der Herr etwas von uns verlangt, dann nur deshalb weil es unbedingt braucht.

Wir können dabei nicht verlieren. Denn er ist ein Erlöser und kein Schinder.

Freitag, 7. Februar 2014

Religion And The Real Thing

"Geht aber hin und lernt, was das ist: "Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer." Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder."
Matthäus 9, 13

Das Problem mit jeder Religion ist, dass sie sich in einem Ritual erschöpfen kann. Dabei geht's im christlichen Glauben praktisch nie nur um Rituale. Gott ist an einer Herzensveränderung gelegen. Zu der gelangt man durch das Aufnehmen neuer Gedanken, die zu neuen Überzeugungen führen, nicht durch das Abspulen von alten Ritualen.
Gott will, dass der Glaube unser ganzes Wesen erfasst und prägt. Das kann anstrengend sein und uns emotional oder finanziell etwas kosten.

Im Glauben zu leben ist immer schwieriger als einfach nur religiös zu sein.

Es ist leicht, in den Tempel zu gehen und ein Schlachtopfer darzubringen.
Es ist schwieriger, sich der ausgeraubten Person, die verletzt am Wegesrand liegt, zuzuwenden. Jesus spricht darüber im Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Priester und Levit waren auf dem Weg in den Tempel, wo sie Rituale zu verrichten hatten. Sie ließen den Verletzten liegen. Schließlich kam jedoch ein von den Religiösen Verachteter, der aufgrund seiner Herkunft noch nicht einmal den Tempel betreten durfte, und kümmerte sich um den Zerschlagen. Ihn lobte Jesus.

Gott sandte den Heiligen Geist nicht um zu überwachen, wieviele Kapitel in der Bibel wir täglich lesen und ob wir auch mindestens eine Stunde am Tag gebetet haben. Daran liegt ihm nichts. Er möchte nicht, dass uns die mechanischen Notwendigkeiten des Bibellesens und Betens gefangennehmen, so dass sie wichtiger werden als die Erkenntnis und die Gebetserhörung, die diese Übungen ja vermitteln sollen.

Menschen, die im Glauben leben, sind etwas wunderbares.
Sie sind nicht dasselbe wie religiöse Menschen. Eine religiöse Person erkennt man an ihrer Selbstgerechtigkeit, eine Person, die im Glauben lebt an ihren Gebetserhörungen.
Und nicht zuletzt ihrer Barmherzigkeit.

Dienstag, 4. Februar 2014

Die Wichtigkeit deiner Existenz


"...daß ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: der Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." (Römer 12, 2).

Es gibt den guten, den wohlgefälligen und den vollkommenen Willen Gottes.
Wie ist das zu verstehen?
Ich glaube, dass Gott jeden Menschen für eine ganz bestimmte Aufgabe geschaffen hat.

Wendet sich jemand Gott zu und nimmt Jesus als Herrn seines Lebens an, dann befindet er sich zumindest im guten Willen Gottes.
Geht er nun auf Gott ein und entzieht sich dem Werben seines Geistes nicht, sondern lässt sich in seinem Denken vom Wort Gottes verändern, dann bewegt sich dieser Mensch in den Bereich des wohlgefälligen Willens Gottes hinein. Er beginnt nun, sich auf die Aufgabe seines Lebens vorzubereiten. Ist er bereit, erfolgt der Moment der Aussonderung und die Person tritt ein in ihre eigentliche Bestimmung. Dann ist sie im vollkommenen Willen Gottes angelangt.

Jesus zum Beispiel befand sich im guten Willen Gottes, als er in Nazareth lebte, heranwuchs, und gemäß Lukas 2, 52, "an Gunst bei Gott und den Menschen" zunahm. (Sogar Jesus!)

Als er ganz normal als ausgebildeter Handwerker arbeitete und am Sabbat die Synagoge besuchte, um das Wort Gottes zu studieren, befand er sich bereits im wohlgefälligen Willen Gottes.
Sein geistliches Leben beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Gottesdienstbesuch am Sabbat.
Als er von einem Erweckungsprediger hörte, der am Jordan großen Zulauf hatte, nahm sich auch Jesus frei und besuchte die Veranstaltungen von Johannes dem Täufer. Dort ließ sich auch Jesus taufen, obwohl er das gar nicht nötig hatte und der Täufer ihn sogar ausdrücklich darauf hinwies. Jesus, in seiner Eigenschaft als Stellvertreter der sündigen Menschheit, ließ sich dennoch taufen. Und als er diesen Gehorsamsschritt tat, öffnete sich der Himmel und der Geist Gottes stieg auf ihn herab in Gestalt einer Taube. Spätestens in diesem Moment war Jesus in den vollkommenen Willen Gottes für sein Leben eingetreten. Von da an wirkte er in der Vollmacht Gottes unter den Menschen wie keiner je zuvor und wies sich als Sohn Gottes aus.
Doch selbst sein dreieinhalbjähriger Dienst entwickelte sich noch auf ein entscheidendes Ereignis zu: Kreuzigung und Auferstehung.
Jene drei Tage waren Wasserscheide und Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.

Nun ist keiner von uns Jesus und entsprechend kleiner sind unsere Aufgaben im Leben. Doch auch unser Gehorsam ist von entscheidender Wichtigkeit für den Plan Gottes mit der Welt und der Herr zählt auf uns. Unser Leben ist weit mehr als nur eine Ansammlung immergleicher Tage. Gott benutzt uns, im Kleinen und im Großen. Manchmal merken wir es kaum.
Treue im Kleinen ist das Schlüsselwort.
Mose war 40 Jahre lang ein kleiner, bescheidener Hirte, bis ihm eines Tages ein brennender Busch erschien und er in den vollkommenen Willen Gottes für sein Leben eintrat.
Selbst Jesus war länger Handwerker als er Prediger war.
"Wer verachtet den Tag kleiner Anfänge?" (Sacharja 4, 10).

Braucht Gott uns unbedingt?
Sehen wir es so: wir sind ersetzbar. Wenn wir unsere Aufgaben nicht erledigen, dann findet Gott andere, die es besser machen. Saul, Esau, Gehasi, Judas… Sie alle waren berufene Männer Gottes. Sie verweigerten sich. Sie wurden ersetzt. 
Wer will mit ihnen tauschen?

Sonntag, 2. Februar 2014

Wenn das Wort sich nicht erfüllt...

"Und die Söhne Israel sagten: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen zum Kampf mit den Söhnen Benjamin? Und der HERR sprach: Juda zuerst!
Und die Söhne Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an jenem Tag 22 000 Mann zu Boden."
Richter 20, 18+21

Der Herr befahl den Söhnen Israels, militärisch gegen einen Gegner vorzugehen. Israel handelte auf Gottes Befehl hin, als es Benjamin angriff.
(Warum sollten sie das tun? Darum: Zwielichtige Elemente aus Gibea in Benjamin wollten einen Mann vergewaltigen, wurden aber nur seiner Frau habhaft, die sie im Lauf einer schrecklichen Nacht zu Tode misshandelten. Als das restliche Israel die Auslieferung dieser Männer verlangte, weigerte sich Benjamin, die Verbrecher zu überliefern und das Schicksal nahm seinen Lauf. Furchtbar. Die ganze Geschichte steht in Richter 18).

Israel sollte Benjamin also angreifen.
Das war der Befehl Gottes.
In Gottes Wort liegt Gottes Kraft. Wenn Gott eine Aufgabe erteilt, dann gibt er auch die Fähigkeit, diese Aufgabe auszuführen. Israel hätte Benjamin also sogar mit einer gewissen Leichtigkeit besiegen müssen.
Stattdessen besiegte Benjamin Israel!
Völlig aufgelöst versammelte sich das Volk, weinte, und fragte der Herr noch einmal: Sollen wir Benjamin angreifen?
Die Antwort war wieder ein Ja.
So griff Israel noch einmal an, wurde aber von Benjamin abermals besiegt.
Hier handelt also jemand auf das Wort Gottes hin und wird trotzdem besiegt. Ein Ding der Unmöglichkeit. Das sollte es eigentlich nicht geben.
Am Boden zerstört, fragen die Generäle Israels Gott noch einmal nach seinem Willen. Doch Gottes Meinung hatte sich nicht geändert. Sein Wort war noch immer dasselbe.
So geht Israel diesmal etwas anders vor als die letzten beiden Male. Statt wie bisher einfach nur das Schwert zu zücken und ziemlich plump auf den Feind loszustürmen, besinnen sich die Generäle auf Strategie und Taktik.
Sie denken beim kämpfen.
Und so sind sie beim dritten Mal endlich siegreich.
Was nehmen wir aus der Untersuchung dieser Begebenheit mit?
Folgendes: Auch wenn wir den Willen Gottes in Bezug auf eine Sache kennen, auch wenn wir die Verheißung eines Sieges haben, dann dürfen wir deswegen trotzdem nicht plump und einfältig handeln, sondern müssen Weisheit walten lassen. Wir müssen das Problem analysieren und uns eine Lösung einfallen lassen. Diesen Denkprozess segnet der Herr dann und verhilft uns so zum Sieg. (Salomo hat das dauernd gemacht).

Ganz praktisch:
Nur weil wir wissen, dass Heilung Gottes Wille für uns ist, bedeutet dies nicht, dass wir nun fortgesetzt ungesund leben können. Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes und Gott will, dass wir mit ihm pfleglich umgehen.
Das zu tun ist weise.
Wenn sich nun die Weisheit mit dem Wort Gottes paart, dann führt das zum Erleben des Heilungssegens. 
Wenn sich die Heilung bei dir nicht einstellen will, dann frage den Herrn, was du an deinem Lebensstil ändern kannst/sollst, um zur Heilung durchzudringen.
(Apropos: C. W. Hat mir heute mitgeteilt, wie es mit einem Herrn weiterging, für den wir letztens im Gottesdienst gebetet haben. Der Mann hatte einen bösartigen Tumor. Nun, dieser Tumor verschwand nicht, verkapselte sich jedoch vollständig und wurde so unschädlich! Das nur am Rande).

Auch wenn wir die Verheißung der bedingungslosen Liebe Gottes haben, heißt dies nicht, dass wir uns nun egoistisch und wie die letzten Stinker verhalten können. Jakobus sagt sogar, "Seufzt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet." (Jakobus 5, 9). Wenn die Gottes Liebe erleben wollen, dann müssen wir auch selbst in Liebe wandeln.

Paulus sagt im 1. Korinther 3, 22: "Es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges: Alles ist euer." Was für eine wunderbare Verheißung! Sie sollte uns dennoch nicht zum Geiz verleiten.
Man könnte noch viele weitere Beispiele anführen, doch für den Moment soll's genügen.

"Pläne kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung führe Krieg."
(Sprüche 20, 18).