Dienstag, 30. Juni 2015

Illuminati!?

"Das Heil ist aus den Juden.“
Johannes 4,22.

Neulich wurde mir die Broschüre eines Predigers übergeben, der sich sehr mit Verschwörungen und göttlicher Prophetie befasst.
Verschwörungstheorien sind interessant, weil sie vorgeben, geheimes Wissen zu offenbaren. Sie befriedigen das selbe seelische Bedürfnis wie Klatschblätter, die sich mit den Geheimnissen von Prominenten auseinandersetzen, nur dass sie natürlich eine andere Klientel ansprechen.

In der Broschüre befindet sich auch eine Illustration, in der die geheime „Weltregierung“ aufgedröselt wird. Sie hat die Form einer Pyramide und ist überschrieben mit „Satan Illuminati.“ Die Spitze bildet das Auge Saurons (Satans), das man auch von der unfertigen Pyramide auf dem amerikanischen Dollarschein kennt. (In Wirklichkeit handelt es sich dort um das Auge der Vorsehung und das Dreieck, in dem es sich befindet, bezieht sich auf die Dreieinigkeit, doch was soll's? Die Deutung „Saurons Auge“ ist definitiv spannender).
Gleich darunter, (unter dem Teufel), kommt das „Rothschild-Tribunal.“
Darunter der Rat der 13. (Das ist der Große Druidenrat und soll die private Priesterschaft der Rothschilds darstellen). Dann der Rat der 33, das Komitee der 300 und eine ganze Liste weiterer geheimnisvoller Organisationen. Vor allem sind es jüdische und freimaurerische.
Der Kommunismus ist auch dabei.
Die Bilderberger und die Trilaterale Kommission, der Club of Rome, die UNO, usw. stecken auch irgendwie mit unter der Decke.

Bei aller Liebe zu diesem Prediger (es ist nicht Andreas H.) und den Lesern seiner Broschüre: Da haut was nicht hin.
Großer Denkfehler.
Wer einer jüdischen Bankiersfamilie wie den Rothschilds unterstellt, sie strebten die Weltherrschaft an und pflegten direkten Kontakt zu Luzifer, der drückt, ohne das zu beabsichtigen, auf dieselben emotionalen Tasten wie seinerzeit die Nazis, die vom „Internationalen Finanzjudentum“ und seinen bösen Absichten geschwafelt haben.

Das ist unhaltbarer Blödsinn, damals wie heute.

Genau die Weltherrschaft, die sie den Juden anzustreben unterstellten, strebten die Nazis selber an. Sie versuchten die Juden auszulöschen und wurden selber ausgelöscht.

Ob in Babylon oder anderswo: Die Juden sind dort, wo sie sich niedergelassen haben, viele Male zu einem Segen geworden und nicht zu einem Fluch, sieht man von ihren Christenverfolgungen einmal ab.

Ich bin definitiv kein Verschwörungstheoretiker.
Was es gibt und immer gegeben hat, ist das große Ringen zweier geistlicher Mächte, welche die Menschen beeinflussen. Die Kinder dieser Welt tun den Willen ihres geistlichen Vaters und bekämpfen Gott mit aller Macht. Die Kinder Gottes hingegen sind bemüht, auf der Erde Gottes Reich zu bauen. Wenn die beiden aufeinandertreffen, blitzt und donnert es.
Mal gewinnen die Guten, mal die Bösen.
Zum Schluss gewinnen immer die Guten.
Denn Gott hat „einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat. Und er hat allen dadurch den Beweis gegeben, daß er ihn auferweckt hat aus den Toten." (Apostelgeschichte 17,31).

Bis dahin: Lasst die Rothschilds in Ruhe. Manche von uns, die nicht völlig geschichtsvergessen sind, wissen aus dem Englischunterricht noch, dass die Rothschilds schon mal unter Premierminister Disraeli das Britische Empire vor der Pleite gerettet haben.
Die dienen dem Teufel?
Komm, geh weiter.

Sonntag, 28. Juni 2015

Tolle Begegnungen

"Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten."
Psalm 103, 2-3.

Gerade ist unsere Veranstaltungsreihe mit Andreas Herrmann zuendegegangen.
Schön war's.
Andreas ist ein vielseitiger Mann Gottes, der effektiv in Heilung dient. Gestern hat er im Gottesdienst nicht nur selber gebetet, sondern eine ganze Reihe Mitarbeiter rekrutiert, die dann auch für Kranke beteten und wunderbare Dinge erlebten.

Heute sprach er über Aspekte der Endzeit, dh, der Zeit bevor Jesus wiederkommt.
Bevor die vom Apostel Johannes geweissagte siebenjährige Trübsalszeit anbrechen kann, muß eine siebenjährige Seelenernte stattfinden, wenn man außerdem das Leben von Joseph, dem hebräischen Ernährungsminister von Ägypten, prophetisch deutet. (Sieben fette Jahre, sieben dürre Jahre, symbolisiert von Kühen und Ähren).
Wir werden die Botschaft nächstens auf der HP präsentieren.

Wenn Jesus wiederkommt, wird für die Ungläubigen ein Tag des Gerichts anbrechen. Joel nennt ihn den "großen und schrecklichen Tag des Herrn." (Joel 3, 4).
Für Christen, die vom Gericht erlöst sind, ist der Tag hingegen der "große und herrliche Tag des Herrn." (Apostelgeschichte 2, 20).
Man beachte den Unterschied.

Was mich auch gefreut hat, war der Besuch einer ganzen Familie, die durch unseren Youtubekanal zum Glauben gefunden hat und den ganzen weiten Weg aus dem Rheinland kamen, um dabeizusein. Preis dem Herrn.
Andere Gäste kamen auch von weit her, sogar bis von der österreichischen Grenze.
Gott segen euch. Schön, daß ihr dabei wart.

Freitag, 26. Juni 2015

Heilungsgottesdienste mit Andreas Herrmann, Wiesbaden

„Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist—denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!"
Galater 3,13-14

Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes.
Klingt gut.
Doch was genau ist der Fluch des Gesetzes?
Dazu muss man einen Blick in 5. Mose 28 werfen, wo Segen und Fluch des Gesetzes aufgeführt sind. Dort stehen viele wunderbare und wirklich üble Dinge, Segen und Fluch halt.
Zum Fluch gehören laut Vers 61, „auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben sind.“
Krankheiten und Plagen sind ein Teil des Fluches, von dem Jesus uns losgekauft hat. Da gibt es nichts zu deuteln, das steht wirklich da. Ich wünschte mir, der Herr würde dieses Wort, diese Tatsache im Herzen eines jeden kranken Menschen lebendig machen.
Wir arbeiten daran.

So freue ich mich auf heute abend, denn um 19:30 Uhr beginnt unsere Versammlungsreihe mit Pastor Andreas Herrmann, dem Leiter des christlichen Zentrums Wiesbaden. Andreas ist eine TV-Persönlichkeit, seine Sendungen laufen auf verschiedenen Kanälen im deutschsprachigen Europa, und ein bekannter Heilungsvangelist.
Ich freue mich, dass er zu uns kommt.

Christus wurde gekreuzigt, „damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme, damit wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben empfingen.“
Laut Römer 8,11 belebt der Geist Gottes unsere sterblichen Leiber, wenn er in uns wohnt.
Der kann das.
Immerhin hat er Jesus von den Toten auferweckt.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Seelenschlaf?

"Pastor, wenn jemand stirbt, schläft seine Seele dann bis Jesus wiederkommt?"

Nö.
Wir gehen direkt in die Gegenwart Gottes. Paulus sagt:
"Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser." (Philipper 1, 23).
Von Seelenschlaf ist da nicht die Rede.
Auch nicht in 2 Korinther 5, 6-9, wo Paulus das ganze ein wenig weiter ausführt:
"Wir sind allezeit guten Mutes und wissen, daß wir, während einheimisch im Leib, wir vom Herrn ausheimisch sind—denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen. Wir sind aber guten Mutes und möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein."

Wenn Jesus wiederkommt, wird er die bisher Gestorbenen mit sich bringen und die Toten in Christus werden auferstehen. (1 Thessalonicher 4, 13-18).
Die lebenden Christen werden zu dem Zeitpunkt umgestaltet und bekommen ihren Auferstehungsleib:
"Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune, denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich sein, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Vergängliche muß Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen." (1 Korinther 15, 51-53).

Da bleibt keine Zeit zum Dösen.

Dienstag, 23. Juni 2015

Freibier für alle! (Europa zahlt)

„Der Reiche herrscht über die Armen und Sklave ist der Schuldner dem Gläubiger.“
Sprüche 22,7.

Die Griechen demonstrieren wunderbar eindrucksvoll, was die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher über sozialistische Regierungen zu sagen pflegte: „They always run out of other people's money.“ Zu deutsch: „Denen geht immer das Geld anderer Leute aus.“ Im vorliegenden Fall geht den Griechen das Geld der Europäer aus.

Die Hellenen, die bekanntlich Komödie und Tragödie wie wir sie kennen erfunden haben, spielen ihren Gläubigern ein absurdes Melodram vor—um nochmal irgendwie an ein wenig Geld anderer Leute zu kommen.
Dabei weiß jeder: Ihr Untergang ist ausgemachte Sache.
Nie im Leben werden die ihre Schuldenberge jemals wieder zurückzahlen (können). Früher oder später wird das grandiose Scheitern Griechenlands nicht mehr zu kaschieren sein. Es wird dann hoffentlich zu einem heilsamen Lehrbeispiel für andere Demokratien, die in gleicher Weise ihren Wohlfahrtsstaat aufblähen bis zum Gehtnichtmehr.

Die Griechen haben im Januar die extreme Linke an die Macht gewählt, die ihnen verheißen hat, gestrichene Privilegien zurückzugeben und tausende entlassene Bürokraten umgehend wieder einzustellen. Nun behauptet die neue griechische Regierung, die Europäische Union versuche Griechenland zu demütigen und auszuplündern.
Dabei will die nur ihr geliehenes Geld zurück.

Wer hat eigentlich dem Diogenes seine Tonne bezahlt?

Nun, wenn die Griechen Erfolg mit ihrer Masche haben, dann werden auch andere europäische Völker mit finanziellen Problemen sozialistische Regierungen an die Macht wählen, die dann drauf bestehen werden, dass man sie wie Griechen behandelt, sie also mit durchfüttert.

Griechenland hat nur 11 Millionen Einwohner und steht für gerade mal 2 Prozent des Eurozonen-Bruttosozialprodukts. Es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass ein Euro-Austritt dieses Völkchens die ganze EU in den Abgrund reißt.
Und wenn Griechenland dieses kranke Konstrukt namens Europäische Union auch noch verlässt? Na und?
Wir Deutschen bezahlen 1/5 des EU-Haushalts (20 %), unsere Stimme in der EU zählt jedoch nur 1/27 (das sind 3,7 %). Genauso viel wie die Stimme Griechenlands.
Das soll gerecht sein?

Die EU hat
keinen Respekt vor Gott,
eine Hymne, die niemand singt,
eine Fahne, der niemand salutiert,
einen Präsidenten, dessen Namen niemand kennt,
ein Parlament, dessen Macht die der nationalen Parlamente schwächt,
Kommissare wie die Sowjetunion,
eine Bürokratie, die außer Rand und Band erscheint und die niemand für ihre Effizienz bewundert,
ein Gerichtssystem, das Autorität über die nationalen Gerichtsbarkeiten beansprucht,
finanzielle Regeln, die man ungestraft ignorieren kann.
Sie propagiert gottlose Lehren mit dem Geld von Christen,
und sie hat ein Griechenland, dessen Schwierigkeiten wunderbar lehrreich sind.

Vielleicht tauchen ja doch noch irgendwo ein paar entschlossene Sozialisten auf und quälen unbesonnene Kreditgeber, die es nicht anders verdienen, weil sie unbekümmert das Unfinanzierbare finanziert haben.
Wenn die EU untergeht: Mögen das Freihandelssystem und die Völkerfreundschaft bleiben.
Ansonsten weine ich dem Zirkus keine Träne nach.
Demokratie geht nämlich anders.

Samstag, 20. Juni 2015

Die gelegentliche Umkehrung der Werte

„Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse, die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis.“
Jesaja 5,20.

Bevor Hitlers Lieblingsphilosoph, der lutherische Pfarrerssohn Friedrich Nietzsche, im Wahnsinn versank, wurde er mit seinem Ausspruch „Gott ist tot“ bekannt.
Natürlich ist das Gegenteil wahr: „Nietzsche ist tot“, nicht Gott. Der lebt und es geht ihm gut.
Der Mann war biblisch gesehen ein Narr. (Psalm 10,4).

Der große Feind der christlichen Moral hat jedoch auch festgestellt, dass eine der stärksten Kräfte in einer Gesellschaft das Ressentiment ist. Ressentiments seien sogar der Kern neuer Arten der Moral.
In der alten Zeit etwa hat man Nobilität mit Macht verbunden. Die Guten waren edel, schön, glücklich und reich, da von Gott gesegnet. Ritter betätigten sich ritterlich und taten gute Taten.
Ein Edler war mächtig und der beste Mann im Reich war der König.
Edelleute hießen so, weil sie edler waren als die ungewaschenen Massen, über die sie herrschten.
Die Bauern, die Habenichtse, die Elenden, Hässlichen, Kranken, Unglücklichen waren per Definition unedel.
So sah man das.
Da sich die Schwachen nicht mit Gewalt gegen die Edlen durchsetzen konnten, bedienten sie sich der sozialen Kriegsführung per Moral. Die moralische Revolution definierte Gut und Böse, edel und unedel, einfach um. Nun war man nur noch edel, wenn man arm war oder schwach, entrechtet, ausgegrenzt oder verachtet, auf jeden Fall jedoch machtlos. Je machtloser, desto edler. Alle Mächtigen sind böse und nur auf ihren Vorteil aus, und der Wohlstand der Erfolgreichen ist der schlagende Beweis ihrer Schlechtigkeit, da er selbstverständlich auf Ausbeutung beruht.

Klingt bekannt, nicht?

Nietzsche war, wie gesagt, ein wahnsinniger Gotteshasser und kein Historiker. Doch moralisch aufgeladene Ressentiments sind in der Tat auch heute starke Kräfte. Alle Deutschen mit Vorbehalten gegen ungeplante Masseneinwanderung sind demnach böse, weil sie missgünstig und reich sind, während alle Einwanderer per Definition gut sind, da sie arm und schwach und hilfsbedürftig sind. Dass es unter diesen Leuten Elemente gibt, die zu allem bereit sind, will man nicht hören.
Die christliche Ehe war früher die tragende Säule der Gesellschaft. Heute sind ihre Vertreter gestörte Hasser, weil sie sich weigern, den jahrtausendealten, eindeutigen Begriff der Ehe einfach so mal umzudefinieren.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit schafft man die nukleare Familie ab und macht weiter auf gut Glück. Und wer den Wahnsinn nicht gutheißt, der spinnt.
Wurzel einer solchen Moraltheorie ist nicht die vielbeschworene Gerechtigkeit, sondern das Ressentiment.

Als Nietzsche sagte „Gott ist tot“, wollte er ausdrücken, dass es nicht länger ein Ideal außerhalb von uns selbst gebe, dem wir Rechenschaft schuldig sind. Alles sei ein Kampf zwischen Wille und Macht. Jeder kämpft gegen jeden, bis der Sieger, der Übermensch, hervortritt, dem dann alle zu huldigen haben.
Hitler war begeistert.
Der Rest ist Geschichte.

Wir können uns nicht leisten, unsere Moral auf Ressentiments zu gründen, egal wie gut sie begründet sein mögen. Der biblische Jesus muss unser Vorbild sein.

„Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, daß er bei ihm bleiben dürfe. Er aber entließ ihn und sprach: Kehre in dein Haus zurück und erzähle, wieviel Gott an dir getan hat! Und er ging hin und rief aus durch die ganze Stadt, wieviel Jesus an ihm getan hatte.“ (Lukas 8,38-39).

Donnerstag, 18. Juni 2015

Eine ehrliche Frage

„Durch Glauben verstehen wir, daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so daß alles, was man sieht, aus dem gemacht worden ist, was man nicht sieht.“
Hebräer 11,3.

Es ist erstaunlich, mit welcher Vehemenz die Vertreter bestimmter momentan populärer wissenschaftlicher Theorien die Existenz Gottes bestreiten. Widerspricht man ihnen, werden sie ausfällig und unverschämt.
Dabei haben sie keinerlei Erkenntnis über den Ursprung der Welt.
Was ich meine ist, dass sogar atheistische Naturwissenschaftler zugeben, nicht zu wissen, welche Gesetze kurz nach der Entstehung der Materie genau herrschten. Denn die heute gültigen Naturgesetze können nicht erklären, woher die Materie und die Kräfte, die auf sie einwirkten, kamen.
Das ist Konsens!
Die Existenz des Universums widerspricht naturwissenschaftlich gesehen dem 1. Satz der Thermodynamik, der, vereinfacht ausgedrückt, besagt, dass von Nichts nichts kommt.
Es ist erstaunlich, dass es etwas gibt. Naturwissenschaftlich gesehen wäre es viel logischer, dass es nichts gibt. Es gibt aber was!
Der Begründer der Quantenphysik, Max Planck, hat aufgrund seiner Erkenntnisse behauptet, dass es Materie nur gibt, weil es eine Kraft gibt, welche das Atom in Schwingung versetzt und zusammenhält. Hinter dieser Kraft stand für ihn Gott.

Notorische Gottesleugner müssen sich ehrlich machen. Sie müssen sich die Frage gefallen lassen: Wollt ihr im Grunde eures Herzens, dass es Gott gibt?
Oder wollt ihr unbedingt, dass es ihn nicht gibt und zum Teufel mit der Wahrheit?
Erhält euer Atheismus eure Theorie am Leben?
Oder begründet eure Theorie euren Atheismus?
Eine ehrliche Antwort auf diese Fragen spräche Bände.
Denn niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will.
Für einen solchen gibt es allerdings auch keine Hoffnung.

Dienstag, 16. Juni 2015

Warum das Leid?

Jemand hat mir einen längeren Brief geschrieben. Die Antwort darauf poste ich mal hier; vielleicht bringt sie auch anderen was. Denn es geht um grundsätzliche Fragen:

"Hallo Herr K.,

was sie umtreibt ist das Theodizee-Problem: Wenn Gott Liebe ist und allmächtig, warum gibt's dann das Leid auf der Welt. Es scheint, dass er allmächtig, aber nicht unbedingt Liebe ist, bzw. dass er zwar Liebe ist, aber nicht allmächtig.

Tatsache ist: Gott hat die Welt dem Menschen übergeben und der Mensch hat sie im Sündenfall an einen anderen weitergegeben—mit allen Konsequenzen. 2. Korinther 4,4 nennt den Teufel den „Gott dieser Welt“, der auch Jesus während seiner Versuchung dubiose Angebote machte. („Ich gebe dir die Welt, wenn du mich anbetest, denn mir ist sie übergeben…“) Eine antigöttliche Macht ist wirksam auf der Welt und beeinflusst die Menschen, die sich ihr nur zu gern hingeben, da sie ja geistlich ihre Kinder sind. Deswegen sagt Jesus: „Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.“ (Johannes 8,44).
Dass sich auf der Welt schlimme Dinge zutragen, ist also nur natürlich.
Gott gefällt dies nicht, deswegen hat er ja die Erlösung ins Werk gesetzt.
Wären wir keine Sünder, bräuchten wir keinen Erlöser.

Als Gott die Welt den Menschen übergab, hat er damit seine eigene Macht beschnitten.
Nicht alles was auf der Welt passiert, ist Gottes Wille. Deswegen heißt es im Vaterunser: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“
Denn im Himmel geschieht sein Wille, auf der Erde nicht unbedingt.
Sein Wille geschieht auf Erden, wenn Menschen diesen Willen in Erfahrung bringen und praktizieren. Als Christen sind wir sein Leib und einzeln seine Gliedmaßen. (1. Korinther 12,27). Gott handelt auf der Erde durch uns. Wenn wir nichts tun, bleibt der Wille Gottes ungetan.

Allerdings ist die Welt den Menschen nur für eine befristete Zeit übergeben, danach fordert Gott sie zurück und die Menschheit muss Rechenschaft geben über ihre Taten. „Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen.“ (Offenbarung 20,10).

Ohne das Trauma einzelner herabwürdigen zu wollen meine ich weiter, Sie dürfen die Erlösungsfähigkeit Gottes nicht unterschätzen. Ich denke gerade an eine Frau, eine langjährige persönliche Bekannte, die als Kind innerhalb der Familie dem übelsten Missbrauch ausgesetzt war. Sie ist mittlerweile seit Jahrzehnten glücklich verheiratet, hat mehrere Kinder und wundert sich manchmal selber, wie gut sie ihre Vergangenheit mit Gottes Hilfe überwunden hat.
Für Christen ist das Leid zeitlich, die Erlösung jedoch ewig. (2. Korinther 4,18).

Noch ein Wort zum Glauben an die Verheißungen Gottes:
Verheißungen sind zunächst einmal nur Worte auf dem Papier. Der Geist Gottes muss sie Ihnen lebendig machen, damit sie ihre geheimnisvollen Kräfte in Ihrem Leben freisetzen. Das tut er, wenn sie ausgiebig über diese Verheißungen nachdenken und ein echtes Interesse an ihnen bekunden. Erst wenn Ihnen eine Schriftstelle so erweckt wurde, glauben Sie sie.

Sie erinnern sich sicherlich daran, wie es war, als Sie Christ wurden. Irgendwann war der Moment gekommen, an dem Sie erkannten, dass Sie nunmehr glauben, dass Jesus lebt. Dann haben Sie ihn in Ihr Leben eingeladen und wurden geistlich von neuem geboren.
Die Erlösung stand Ihnen auch vorher schon zur Verfügung, Sie glaubten nur nicht daran. Sie waren noch nicht so weit.

So ist es auch mit allen anderen Verheißungen Gottes: Überzeugungen wachsen in uns, wenn wir den richtigen Gedanken Raum geben. Jesus sagt in diesem Zusammenhang, „Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre.“ (Markus 4,28).
Wenn Sie eine Verheißung mit dem Herzen glauben, dann werden Sie sie auch mit dem Mund bekennen, denn wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über.
Nur durch Glauben werden Sie innerlich zum Frieden gelangen."

Samstag, 13. Juni 2015

"Was soll ich machen...?"

„Pastor, ich werde dieses Jahr mit der Schule fertig und weiß nicht was ich machen soll. Was soll ich machen?“

Such dir einen Beruf, in dem du tust, was du gut kannst, auch wenn er dir augenscheinlich nicht die große Erfüllung bringen wird.
Die meisten fangen so an.

Petrus war zum Menschenfischer berufen, arbeitete jedoch zunächst ziemlich lange als Fisch-Fischer. Dann kam eines Tages Jesus, vereinnahmte sein Boot und machte es zur Predigtkanzel.
Dann sagte er Simon, wo er seine Netze auswerfen sollte.
Dann machte Simon Petrus einen gewaltigen Fischzug und erkannte, wer da vor ihm stand, nämlich der Messias. Und der sagte zu Petrus: „Von nun an wirst du Menschen fangen.“ (Lukas 5,10). Da verließ Simon alles und folgte ihm nach.
Hätte Petrus nicht als Fischer gearbeitet, wäre er Jesus vielleicht nie begegnet.

Paulus war von Beruf Zeltmacher. (Jeder Rabbi musste ein Handwerk beherrschen, das er für gewöhnlich von seinem Vater beigebracht bekam). Danach war er Rabbi, Verfolger, Bekehrter, Nervensäge, (in dieser Reihenfolge), und wurde nach Tarsus abgeschoben, wo er wieder als Zeltmacher arbeitete.
Jahre später kam Barnabas und holte ihn nach Antiochia, wo er endlich als Bibellehrer reüssierte. Der Rest ist Geschichte.

Tu also etwas, das seinen natürlichen Veranlagungen entspricht, und erwartete, dass der Herr zu seiner Zeit auf dich zukommt, um dich in deine eigentliche Bestimmung hineinzubringen.

Vertrödle nicht zuviel Zeit mit Warten, damit du dich nicht ans Nichtstun gewöhnst. Alle Gottesleute in der Bibel wurden berufen, als sie ihrer Arbeit nachgingen. Das galt für Mose, Gideon, Saul, David, Elisa, usw. genauso wie für die Apostel.
Selbst Jesus arbeitete länger als Handwerker denn als Prediger.

„Tu, was deine Hand finden wird! Denn Gott ist mit dir.“
1. Samuel 10,7.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Spiegelneuronen und die Gesundung der Gesellschaft

„Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes.“
Römer 12,2.

Wir sollen anders sein als die Welt.
Verwandelt durch neues Denken.
Wäre es nicht wunderbar, wenn wir die Welt verändern würden, anstatt uns selbst ihr anzuverwandeln?
Das ist leichter als gedacht.
Wir haben nämlich unweigerlich und ganz von selbst Auswirkungen auf unsere Umwelt. Unsere Umwelt kann unserem Einfluss sogar überhaupt nicht entfliehen.
Schuld daran sind die sogenannten Spiegelneuronen, von denen Wissenschaftler wissen, dass wir sie im Hirn haben.
Wir kennen das Phänomen: Wenn jemand neben uns gähnt, überkommt es auch uns und wir gähnen mit. Und die Person neben uns sieht uns und macht auch mit. Bald gähnt die ganze Gruppe was das Zeug hält.
Schuld sind, wie gesagt, die Spiegelneuronen. Sie erzeugen Gruppendynamik und stiften uns dazu an, der Gruppe, in der wir uns bewegen, gleichförmig zu werden. Das Gähnbeispiel ist trivial, die Sache funktioniert jedoch auch in anderen Bereichen zuverlässig.
Vielleicht erzählt man sich in unserem Verein regelmäßig lautstark Zoten oder macht ständig unpassende Bemerkungen. Wenn wir auf diese nicht reagieren, sie ignorieren und durch eine Frage das Gespräch in eine andere Richtung lenken, dann hören diese Bemerkungen ziemlich schnell auf.
Denn die anderen imitieren uns ohne sich dessen bewusst zu sein.

„Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, daß es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich. Und sie erkannten sie, daß sie mit Jesus gewesen waren.“ (Apostelgeschichte 4,13).

Dienstag, 9. Juni 2015

Vom Himmel auf die Erde

„Wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“
Epheser 2,10.

Ein hochinteressanter Vers!
Es gibt also Werke zu tun, Dinge herzustellen, die Gott vorher bereitet hat, damit wir sie mittels Arbeit auf die Erde versetzen.
Mir fällt hierzu der Handwerker Bezalel ein, der die Stiftshütte bauen sollte. (2. Mose 31). Mose hatte diese während seiner 40 Tage-Konferenz mit Gott auf dem Sinai gesehen.
Bezalel nicht.
Dennoch war er in der Lage, dieses Teil so zu verfertigen, wie Mose es im Himmel gesehen hatte. Er hat die Stiftshütte quasi durch Intuition, Inspiration und Handwerkskunst vom Himmel auf die Erde versetzt.
Nicht schlecht.
Ich behaupte, das Rad, die Dampfmaschine, der Motor, das Auto, das Radio, die Glühbirne, die Kamera, Instrumente, Lieder, Geschichten, Bilder, usw. lagen bei Gott schon vor und haben darauf gewartet, von Entdeckern, Erfindern, Arbeitern, Künstlern und Dichtern vom Himmel auf die Erde versetzt zu werden.
Was es da wohl noch alles geben mag?

Kinder sind im weiteren Sinne auch Werke. Gott hat ihre Baupläne erstellt und ihre Eltern haben sie mit viel Arbeit irdische Realität werden lassen. Das Mutterdasein gehört deswegen ganz eindeutig zu den guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
Soll mir keiner die Mütter abwerten.

Freitag, 5. Juni 2015

Die Verbesserung der Welt

„Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“
Johannes 6,15.

Jesus hätte mit Leichtigkeit König Israels werden können, das angeheizte Volk hätte ihn vorbehaltlos unterstützt.
Er tat's jedoch nicht.
Stattdessen verweigerte er sich der Politik und entzog sich seinen „Wählern.“
Warum tat er das?
Weil Jesus genau wusste, dass man eine bessere Gesellschaft nicht in erster Linie durch Politik herbeiführt.

Utopisten, meist faschistischer, sozialistischer oder islamistischer Provenienz, streben danach, eine Gesellschaft mit Gesetzeszwang zu verbessern.

Christen glauben hingegen, dass der Weg zu einer besseren Welt in der Verbesserung des Individuums liegt, die dadurch stattfindet, dass jede Person sich mit ihren eigenen Defekten auseinandersetzt und nach einem besseren Charakter strebt. Wenn dies alle tun, wird die Welt von alleine gut.
Die revolutionäre, radikale, begeisternde Grundlage dafür bietet Jesus allen Menschen an: Wer an ihn glaubt, der bekommt neues Leben; ja, der wird „Teilhaber der göttlichen Natur.“ (2. Petrus 1,4). Der gilt es nun Raum zu geben.

Utopisten haben keine Verwendung für die Erlösung in Jesus.
Sie bekämpfen auch nie persönliche Charakterdefekte (man beschäftigt sogar Schweine in Menschengestalt, wenn sie nur auf Parteilinie liegen), sondern streben danach, die moralischen Defekte der ganzen Gesellschaft zu beheben. Ist man eine im utopistischen Sinn gute Person, dann bekämpft man Rassismus, Sexismus, Intoleranz, Homophobie, Xenophobie, den Kapitalismus, die Globalisierung, die Atomkraft, TTIP, Israel, die Amerikaner, die NATO und was man halt sonst momentan gerade für bekämpfenswert hält.
Das ändert sich nämlich ständig.
Früher bekämpfte man das „internationale Finanzjudentum“ indem man jüdischen Mitbürgern die Schaufenster einschlug. Dann bekämpfte man den Klassenfeind, indem man ihn enteignete (und seine Fabriken nach Russland verfrachtete).
In den Achtziger Jahren feierten Utopisten in Berlin die Pädophilie, heute schämen sich die Grünen dafür, (hoffe ich).
Die Zeiten ändern sich.

In jeder Tyrannei wird einem ein Feind vorgegeben.
Dieser Feind ist unweigerlich eine von außen wirkende Kraft und befindet sich nie in einem selbst. Der Feind ist der Jude, der Klassenfeind oder der Ungläubige. Ist dieser Feind erst eliminiert, bricht Utopia an. Doch natürlich gelingt es nie, alle Juden, Klassenfeinde oder Ungläubigen auszuschalten. Utopia bleibt daher immer ein Fernziel.

Freie Gesellschaften, wie das gegenwärtige Deutschland, sind jedoch deshalb groß, weil sie nicht das Unmögliche wollen, sondern dem Individuum den ihm zustehenden Raum gewähren und in Ruhe lassen. „Aktivisten“ sind deshalb meistens Utopisten. Christliche Aktivisten gibt es nicht so viele, denn die haben besseres zu tun als zu agitieren. Sie verwandeln die Welt durch ihr zuverlässiges Arbeiten und ihren christlichen Charakter in einen besseren Ort, ohne ein großes Trara darum zu machen.

Anstatt unsere Kinder zur kämpferischen Utopisten zu erziehen, müssen wir sie in jeder Generation neu dazu anleiten, gegen ihr Fleisch zu kämpfen. Damit meint die Bibel die niedere, gefallene Natur des Menschen, von der auch Christen noch mehr als genug herumschleppen.
Das Furnier der Zivilisation über jeder Gesellschaft ist dünn.
Wir sind stets nur eine Generation von der Barbarei entfernt.
Die Barbarei entspringt stets dem Fleisch.

„Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9,23).

Dienstag, 2. Juni 2015

Arbeiten am Feiertag?

„Pastor, ich würde am Donnerstag gern was machen. Ist aber Feiertag. Halte ich mich damit an die Gebote?“

Der Herr hat irgendwo gesagt, 6 Tage sollst du arbeiten und am 7. Tag sollst du ruhen. Wenn am Donnerstag nicht dein 7. Tag ist, dann kannst du sicherlich was machen ohne dich zu überanstrengen und ohne Gott zu ärgern.
Du kannst aber auch an Fronleichnam beim Werkeln mal an den Herrn denken und ihm dafür danken, dass er es ist, der dir das Vermögen gibt, ein Haus zu bauen.

Fronleichnam klingt zwar irgendwie schaurig, bedeutet aber bloß: Des Herrn Leib. In anderen Ländern heißt das Fest Corpus Christi und nach ihm ist in Texas sogar eine Stadt benannt.
Worum geht's?
Es ist das Fest, bei dem das Blut und der Leib Christi gefeiert werden, das Abendmahl quasi.
Sein Blut floss, um uns von unsern Sünden zu befreien.
Sein Leib wurde zerbrochen, um uns Heilung zu erkaufen.

Daran erinnert das Abendmahl, das wir am Sonntag wieder feiern werden:
„Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, eßt, dies ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen und sprach: Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ (Matthäus 26,26-28).