Montag, 31. Mai 2010

Das Prinzip der Freiwilligkeit

Gott respektiert unseren freien Willen. Das ist eine der bemerkenswertesten Sachverhalte in seiner Beziehung zu den Menschen.
Obwohl wir Erlösung brauchen, zwingt er sie uns nicht auf.

Der Herr stülpt niemandem die Erlösung über. Wer ihm nachfolt, folgt ihm freiwillig nach. Niemand wird in den Himmel gekidnapt.
Gott legt uns Wahlmöglichkeiten vor. Entscheiden müssen wir uns.
Mit den Konsequenzen leben dann.

Nachdem der Herr das Volk Israel mit großem Aufwand aus Ägypten herausgeführt hat und ihm durch Mose seinen Willen in Form des Gesetzes mitgeteilt hat, sagt er, "Das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen." 5 Mose 30, 19.
Israel sollte wählen.
Die Entscheidung, das Gesetz zu halten (und zu leben), lag bei Israel.
Gott ging in Vorleistung. Er wollte aber, daß Israel aus freien Stücken auf ihn eingeht.

Dasselbe gilt auch im Neuen Testament.
Wir müssen Jesus einladen, damit er in unserem Leben aktiv wird.
Das gilt für jeden Bereich:

Gott vergibt uns--wenn wir unsere Sünden bekennen (und nicht rechtfertigen). 1 Johannes 1, 9.

Als der blinde Bartimäus vor Jesus tritt, fragt ihn der, "Was willst du, daß ich dir tun soll?" Für Jesus war nicht selbstverständlich, daß der Blinde sehen wollte. Bartimäus mußte Jesus klar sagen, was er wollte. Als er das tat, betrat Jesus seinen Leidenskreis und heilte Jesus ihn. Markus 10, 51.

Einmal rief ihm jemand aus der Volksmenge zu, "Lehrer, sage meinem Bruder, daß er das Erbe mit mir teile," und Jesus antwortet, "Mensch, wer hat mich als Richter oder Erbteiler über euch eingesetzt?"
Der Herr mischt sich also auch in die finanziellen Angelegenheiten der Menschen nicht ein. Da er hier jedoch so etwas wie eine Einladung dazu erhielt, hält er prompt eine Botschaft, in der er die Prinzipien des christlichen Umgangs mit Geld darlegt.
Zunächst warnt er vor Habsucht, sodann vor Existenzsorgen, die die Wurzel der Habsucht sind, und plättet dann seine Zuhörer mit der Forderung, "Verkauft eure Habe und gebt Almosen; macht euch Beutel, die nicht veralten, einen unvergänglichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb sich naht und keine Motte zerstört." Lukas 12, 33.
Ob der Rufer sich danach dachte, 'Erst deutet er an, ich wäre habsüchtig, dann, ich wäre ein Sorgenwrack. Dann fordert er alle auf, ihren Kram wegzugeben. Hätte ich doch nur geschwiegen"?

Fest steht: Jesus hat niemanden gezwungen, so zu handeln.
So ist das mit der Freiwilligkeit.

Freitag, 28. Mai 2010

Befreiungsdienst?

"Pastor, was hältst du vom Befreiungsdienst?"

Ein Befreiungsdienst, der so abläuft, daß aus Christen ständig alle möglichen Dämonen ausgetrieben werden, ist fragwürdig. Solchen Unsinn hat weder Jesus noch Paulus noch sonst ein vollmächtiger Gottesmann in der Bibel betrieben.

Auch wenn das noch nicht bei allen angekommen ist: Christen sind frei.
Punkt.
Christen sind erlöst, sind eine Neue Schöpfung. Das Alte ist vorbei, Neues ist geworden. Sie sind die Gerechtigkeit Gottes. Sie sind in Christus--und der Christus ist nicht "belastet" und muß "befreit" werden.

Neue Christen sind wie Lazarus: Soeben auferweckt worden. Geistlich lebendig. Sie müssen nun, wie er, von ihren Grabkleidern befreit werden. (Johannes 11, 44). Das ist eine Befreiung, die in der Tat stattfinden muß.
Doch wie geht das?
Grabkleider sind die Rückstände aus dem alten Leben. Sie veranlassen Christen, noch ein wenig tot auszusehen und zu riechen.
Doch treibt man Grabkleider nicht aus. Man wickelt den Ex-Toten vielmehr daraus heraus. Das ist ein Prozeß. Dann wäscht man ihn, (im Wasserbad des Wortes, Epheser 5, 26).

Jesus sagt:
"Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." Johannes 31-32.

Innere Freiheit beginnt mit dem richtigen Denken.

Ausnahmslos jeder Mensch fände in seiner Seele Launen, Traurigkeiten, Ängste, Befangenheiten, Unfreiheiten, usw., wenn er nur lange genug danach suchen würde. Aus diesen Gefühlen könnte man Belastungen konstruieren, die natürlich vom Teufel kommen. Den müßte man dann austreiben. Und schon braucht man einen Befreiungsdienst, der dann in dem negativen Gedanken-Mischmasch solange herumfuhrwerkt, bis irgendeine Manifestation stattfindet. (Schließlich sucht man danach und wird keine Ruhe geben, bis sich was tut).
Für manche Befreiungsdienste gilt: Wer vorher keine Probleme hatte, hat hinterher garantiert welche.

Freiheit von den oben erwähnten in allen Menschen präsenten Ängsten, usw., kommt jedoch, wenn man sie ignoriert und stattdessen auf die guten Verheißungen Gottes blickt. Wir haben Gunst bei Gott. Allein dieser Gedanke hat ein großes Befreiungspotential.

Wenn wir wollen, daß der Gott des Friedens mit uns ist, (wir also Frieden haben wollen), dann empfiehlt Paulus folgendes Vorgehen:
"Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, darüber denkt nach! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein." Philipper 4, 8-9.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wieviel Sünde kann ich mir leisten?

"Pastor, in Epheser 5, 5 heißt es, daß kein Unzüchtiger oder Habsüchtiger ein Erbteil im Reich Gottes hat. Heißt das, wenn ich mit meiner Freundin rumpimpere oder nichts ins Opfer gebe, dann bin ich irgendwie nicht gerettet?"

Was für eine Frage!
Anders ausgedrückt: "Mit wieviel Sünde komm ich durch, bevor mir Gott einen Klaps auf den Po gibt?"

Gerettet wird man ausschließlich durch den Glauben an Jesus. Der sich natürlich in einem entsprechenden Lebensstil niederschlägt. In diesem Lebensstil haben weder Unzucht noch Habsucht platz.

Im erwähnten Epheserbrief heißt es wörtlich: "Dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Seid also nicht ihre Mitteilhaber."

Unzüchtige, Unreine, Habsüchtige, usw. ziehen sich den Zorn Gottes zu. Anders läßt sich diese Schrifstelle nicht verstehen.
Christen können wegen dieser Dinge an den Leiden der Welt teilhaben.

Nun ist es aber so, daß die Bibel einen Unterschied macht zwischen Leuten, die ausrutschen und in Sünde fallen und denen, die gewohnheitsmäßig darin leben.

Die Sache mit Batseba war für David ganz offenbar ein einmaliger Ausrutscher, wenn auch ein folgenschwerer. Und seine Vertuschungsmanöver waren grauenhaft. Doch David war kein notorischer Ehebrecher. Und die Witwe Batseba heiratete er schließlich.
Gott konfrontierte ihn mit seiner Sünde und David bekannte, bereute und ließ sie. Er war angeschlagen, blieb aber König.

Der Richter Simson dagegen hatte eine Historie der Laxheit in diesen Dingen. Er ging zu Huren und lebte danach lange im moralischen Treibsand seiner unehelichen Beziehung mit Delila--bis er versank. Er ging auch noch zu ihr, als längst feststand, daß sie für seine Feinde arbeitete. Sie ruinierte sein Verhältnis zu Gott, schwächte ihn, überlieferte ihn seinen Gegnern und kassierte Kopfgeld. Simson stach man die Augen aus und machte ihn zum Sklaven, der im Gefängnis den Mühlstein drehen mußte.

Zwei taten die gleiche Sünde.
Einer überlebte, der andere starb.
Warum?
Für einen war die Sünde ein Ausrutscher, für den anderen ein Lebensstil.

Ähnliches gilt für Petrus und Judas.
Beide verrieten Jesus. Petrus verleugnete ihn gar. Das hatte Judas nicht getan.
Petrus weinte, als er sich seines Verrats bewußt wurde.
Auch Judas bedauerte seinen Verrat und trauerte.
Doch während der eine Verräter zum vollmächtigen Apostel wurde, erhängte sich der andere. Worin bestand der Unterschied zwischen ihnen? Weshalb rettete Gott den einen und gab den anderen preis?

Wiederum: Petri Verrat war ein Ausrutscher. Er liebte Jesus in Wirklichkeit. Momente zuvor in Gethsemane hatte er noch mit dem Schwert in der Hand versucht, Jesus zu verteidigen. Er hatte mit Malchus gekämpft und diesem ein Ohr abgehauen. Erst als Jesus sich verhaften ließ, geriet er in Panik und handelte verkehrt.

Völlig anders verhält sich die Sache mit Judas, der ein Dieb war und ein Dieb blieb, selbst während er mit Jesus umherzog. Er hatte die Kasse und schaffte beiseite, was eingelegt wurde. Offenbar war Judas anfangs von Jesus begeistert, kühlte dann jedoch so sehr ab, daß Jesus zum Schluß nichts mehr richtigmachen konnte. Die von Judas überlieferten Worte sind meist kritischer Natur.
Aber Judas bereute seinen Verrat doch! Er warf doch die Silberlinge in den Tempel und bezeugte Jesu Unschuld. Warum half Gott ihm nicht?
Zunächst: Judas hat sich selbst erhängt, nicht Gott.
Zweitens: Offenbar war waren Gedanken und Gesinnung von Judas bereits so zerrüttet, daß ihm der Gedanke gar nicht kam, die Auferstehung, (von der Jesus ja oft gesprochen hatte), abzuwarten.

In ihm erfüllte sich 1 Timotheus 6, 10: "Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben."

Dienstag, 25. Mai 2010

Pfingsten: Was bleibt

"Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
Apostelgeschichte 2, 1-4.

Viele Christen haben ihr persönliches Pfingsten erlebt, wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sprechen nun in Sprachen, wie die Jünger damals. Die Charismatiker/Pfingstler sind unter den Christen die am schnellsten wachsende Bewegung weltweit. Mittlerweile gibt es Hunderte Millionen von uns überall auf dem Globus.

Europäer machen oft den Fehler, von ihrer geistlichen Situation auf die im Rest der Welt zu schließen. Vor hundert Jahren mag das statthaft gewesen sein. Mittlerweile ist jedoch Europa geistlich bedürftig und zieht Missionare aus anderen Teilen der Welt an.
Doch es gibt erweckte Christen und wachsende Gemeinden auch hierzulande.
In jeder Erweckung tut der Heilige Geist sein Werk und viele von uns haben/hatten dramatische Erfahrungen mit ihm.

Nun ist es so, daß jede (persönliche) Erweckung nach einiger Zeit ins Alltagsgeschäft münden muß. Schließlich ist es nicht immer Sonntagmorgen; der Montagmorgen kommt jede Woche wieder. Ein emotionsgetriebenes Christentum kann sich da nicht bewähren.

Was bleibt also, wenn die Erweckungsgefühle sich im Alltag verflüchtigen?
Gott ist dann noch genauso für uns da, wie zuvor. Der Heilige Geist wirkt dann nur anders: Er möchte, daß wir in Sprachen beten. Dadurch laden wir unseren Geist auf wie der Strom aus der Dose den Akku. Das Sprachengebet ersetzt das Bibellesen und Nachdenken über die Verheißungen nicht. Doch es macht diese Tätigkeiten ergiebiger.

Das Sprachengebet bleibt uns als Inspirationsquelle bis zum Tag, an dem wir zum Herrn gehen. Wir können gebetsmäßig loslegen, ohne erst mühselig formulieren zu müssen. Mann, bin ich froh.

Manche belächeln diese Gabe und verzichten dankend, weil ihr Verstand das Sprachengebet nicht versteht. Doch Gott gibt keine überflüssigen Gaben. Wenn er etwas als notwendig erachtet und deswegen anbietet, und ich das ablehne, dann handle ich dreist.
Wir brauchen diese Gabe offenbar. Sie erleichtert unser Leben.

"Wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse." 1 Korinther 14, 2.
"Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst." 1 Korinther 14, 4.
"Ich möchte aber, daß ihr alle in Sprachen redet." 1 Korinther 14, 5.
"Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle." 1 Korinther 14, 18.

Auf unserer www.jchristus.de-Website haben wir weiterführende Audio- und Videoteachings zum Thema.

Freitag, 21. Mai 2010

Ich will die Drachme zurück!

"Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist! Geh unverzüglich hin und bestürme deinen Nächsten! Gönne deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers."
Sprüche 6, 1-5

Griechenland droht die Staatspleite.
Kein Wunder, dort ernähren zwei Arbeitnehmer in der Wirtschaft einen Bürokraten, der obendrein 15 Monatsgehälter bekommt und sich mit etwa 60 in den Ruhestand verabschiedet.
Die Politik hat daraufhin beschlossen, Griechenland zu retten, indem die Steuerzahler der anderen EU-Staaten Hellas' Schulden finanzieren.

Dies droht nun, die übrigen EU-Staaten mit in den Ruin zu ziehen. Denn wenn ein Staat weiß, egal wieviel Schulden er macht, andere werden sie begleichen, dann wird er sich um vernüftiges Haushalten nicht scheren. Portugal, Irland, Italien und Spanien reiben sich schon die Hände.

Deutschland ist zur Geisel des Euro geworden.
Dabei hat das deutsche Volk den Euro überhaupt nicht gewollt!
Was ist da nur passiert?
Doch jammern hilft nichts. Nun muß man handeln:

Statt Staaten mit Dutzenden oder den Euro mit Hunderten von Milliarden (noch nicht eingetriebener) Steuermittel zu stützen, sollte Griechenland aus der Eurozone verabschiedet werden. Die Risikoverursacher sollten das Risiko tragen.
Das rät Salomo.

Ich hoffe, wir werden nicht so enden:
"Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen anderen gebürgt, und anstelle der Ausländerin pfände ihn!"
Sprüche 20, 16 und 27, 13.

Griechenlands Krise hat auch eine prophetische Note: Auf den griechischen Geist und griechische Ideale gründet sich das europäische Haus. Nun ist Griechenland bankrott. Gilt das auch für den ideellen Überbau?
Gibt es ein besseres Glaubensfundament für eine Gemeinschaft als den weltlichen Humanismus?
Hm.
Mir fällt da spontan eine bewährte Alternative ein.

Den Europäern (und Amerikanern, die sich von China finanzieren lassen) stehen finanzielle Schocks ungeahnten Ausmaßes ins Haus. Wir Christen haben die Verheißung schocksicherer Finanzen. Gott will den Wohlstand seiner Kinder. (2 Korinther 8, 9).
Werde deshalb am Sonntag mal über Geld predigen: Der Mammon, durch die Augen Jesu betrachtet.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Augenblicke

"Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!"
Matthäus 7, 7 und Lukas 11, 9

M.S. rief heute morgen an.
Sie hatte am Montag schon mal angerufen. Da war sie gerade vom Arzt gekommen, der ihr eine gravierende, organschädigende Augenentzündung diagnostiziert hatte. (Sie hatte schon länger damit zu tun). Er überwies sie deshalb augenblicklich an eine südwestdeutsche Universitätsklinik, wo sie am Dienstag behandelt werden sollte.

Wir beteten am Telefon miteinander.

Nachdem sie uns Mittwoch früh nicht erreichte, berichtete sie heute, daß der Universitätsklinikarzt dienstags ihr Auge untersucht und sie gefragt habe, wann sie denn eine Entzündung gehabt hätte, es sei nur ein minimaler Befund feststellbar. Alles im grünen Bereich. Dann schickte er sie wieder heim.
Dort ist sie jetzt.

Der Herr ist gut!

Ich muß dazusagen, daß wir schon letzte Woche am Telefon dafür gebetet haben, worauf sich jedoch nicht gleich etwas tat. Im Gegenteil: zunächst wurde es erst einmal schlimmer.
Manchmal scheint es erst nach der schwärzesten Nacht einen Durchbruch zu geben.

Sogar Paulus sagt:
"Wir wollen euch nicht in Unkenntnis lassen, Brüder, über unsere Bedrängnis, die uns in Asien widerfahren ist, daß wir übermäßig beschwert wurden, über Vermögen, so daß wir sogar am Leben verzweifelten. Wir selbst aber hatten in uns selbst schon das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt. Und der hat uns aus so großer Todesgefahr errettet und wird uns erretten; auf ihn hoffen wir, daß er uns auch ferner erretten werde; wobei auch ihr durch das Gebet für uns mitwirkt."
2 Korinther 1, 8-11.

Dienstag, 18. Mai 2010

Was geschah

"Es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. ... einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen..."
1 Korinther 12, 6-7+9-10

Wir hatten eine wunderbare Veranstaltungsreihe mit Pastor Andreas Herrmann aus Wiesbaden. Andreas ist durch seine Sendung "Kraftvoll leben", die auf verschiedenen Fernsehkanälen läuft, überregional bekannt.
Er ist auch für seinen abwechslungsreichen und effektiven Heilungsdienst bekannt.

Nach einer ermutigenden Predigt betete er für die Kranken. Danach berichteten dutzende Geheilte, was während des Gebets mit ihnen passiert war.
Ein paar Zeugnisse:

H.B. hatte vom Arzt eine Halswirbelverengung diagnostiziert bekommen. Diese erschwerte das Drehen seines Halses. Nachts sei er beim Drehen auf die andere Seite stets aufgewacht, autofahren war schwer. H. fühlte, da tut sich was--und war danach in der Lage, seinen Hals beschwerdefrei zu bewegen, was er vorführte. (Sein Kopf hätte beinahe rotiert).

E.H. hatte einen großen Knoten in seiner (!) Brust, der komplett verschwand.

F.M. hüpfte auf ihrer zuvor lädierten rechten Ferse umher.

A.H. stand zwar aus seinem Rollstuhl nicht auf, konnte jedoch seinen linken Arm so hoch heben, wie noch nie. Außerdem hatten ihn Leber- und andere Schmerzen verlassen.

Und vieles mehr ist passiert.
Menschen fanden zum Glauben an Jesus und luden ihn in ihr Leben ein.
Preis dem Herrn!

Andreas ist außerdem ein richtig guter E-Gitarrist. Ich habe ihn überredet, am Ende des Gottesdienstes ein Instrumentalstück auf seiner Stratocaster zu spielen, was er auch tat. War super.
Wir werden im Oktober eine Blues Night veranstalten, auf der er und noch ein paar Blueser aus dem CGZ spielen.
Das wird eine Gaudi.
(Smoke on the Water hat ja schon einen neuen Text. Das heißt jetzt "Laaauf auf dem Wasser!")

Donnerstag, 13. Mai 2010

Die Liebe Gottes

Wir machen zur Zeit am Mittwochabend den Evangelisationskurs von Reinhard Bonnke.

Gestern ging's um die Liebe Gottes. Die betrachtet die Welt durch die Augen des anderen. Sie versucht, ihm etwas Gutes zu tun.
Tatsache ist, daß die meisten Menschen bei sich selbst an erster Stelle stehen. Jesus hat jedoch gesagt, wer sein Leben verliert, der wird es gewinnen. (Matthäus 10, 39). In anderen Worten: wer sich nicht ständig um sich selber dreht, sondern sich mal zum Wohl des anderen beiträgt, der beginnt aufzuleben.

Obwohl das Thema des Kurses natürlich ist, Menschen für Jesus zu gewinnen, sprach der Evangelist kein Wort über Gemeindewachstum. Stattdessen erklärte er Erfolg oder Mißerfolg für belanglos.
Ziemlich revolutionär.
Was zähle, sei die Liebe, die dem anderen zuteil wird.
Jeder wäre gern ein Rockstar. Doch noch schöner ist, jemand anderen zum leuchten zu verhelfen.

Ach Herr...
Die Welt wäre so schön, wenn sich alle daran halten würden.

Eine gute Möglichkeit, einen Kranken zu lieben, ist, ihn in einen Heilungsgottesdienst mitzunehmen, in dem die Kraft Gottes gegenwärtig ist. Dazu ist am Wochenende Gelegenheit. Andreas Herrmann aus Wiesbaden wird einen vollmächtigen Heilungsgottesdienst abhalten und Jesus wird sich als der Lebendige erweisen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die Kraft Gottes

"Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es, wichen sie zurück und fielen zu Boden."
Johannes 18, 6

Nochmal über unseren Sprecher am Wochenende:

Vor ein paar Wochen waren Pastor Andreas und ich auf einer Pastorenkonferenz in Stuttgart, wo er über den gemeindlichen Heilungsdienst gesprochen hat.
Am Ende des Vortrags hat er das Ganze umgebogen in eine praktische Heilungssession, in der viele zum ersten Mal sahen, wie Beine gleichlang werden und Rückenschmerzen daraufhin verschwinden.

Einleitend hat er einzelne Besucher gebeten, in den Gang zu treten. Dann hab ich mich dahintergestellt und A. hat für die Betreffenden gebetet. Jeder einzelne fiel unter der Kraft Gottes zu Boden. Manche waren schwer! Ich weiß das, weil ich sie aufgefangen habe.

Ich bin mir sicher: Das Wochenende im CGZ wird auch ganz wunderbar.

Dienstag, 11. Mai 2010

Kämpfer, die Gott segnet

In 1 Mose 13 trennen sich Lot und sein Onkel Abraham.
Lot zieht in die Gegend um Sodom, weil dort die Wirtschaft brummt. Sodom hat zwar einen üblen Ruf, doch die Gegend ist schön.
Außerden wohnt Lot nicht in Sodom.
Nach einiger Zeit wohnt er doch in Sodom.
Er quält seine gerechte Seele mit dem, was er täglich sieht und hört. Doch immerhin gehen die Geschäfte gut. Nach einiger Zeit sind seine Seelenqualen auch nicht mehr so groß. Man gewöhnt sich an alles.
Lot ist nun ein abkühlender Gläubiger unter lauter kalten Sündern.

Da marschiert eine Koalition aus vier Armeen gegen Sodom und seine Verbündeten, (fünf Armeen), und besiegt diese. Und Sodom und Lot und alles, was ihnen gehört, werden zur Kriegsbeute. Angebunden an einen Kamelschwanz, wanken sie in Richtung Syrien.

Abraham ist entsetzt, als er hört, was seinem Neffen widerfahren ist. Er berät sich und hebt eine Mini-Armee von 318 Hausgeborenen aus.
Abraham verläßt sich auf seine Hausgeborenen.
Warum?
Das sind Leute, die treu und loyal hinter ihm stehen. Sie kennen und respektieren ihn als Mann Gottes und er vertraut ihnen blind. In Sprüche 26, 10 heißt es: "Ein Schütze, der alles verwundet, so ist, wer einen Toren in Dienst nimmt und Vorübergehende in Dienst nimmt." Für heikle Aufgaben kann Abraham nicht jeden brauchen.

Dann kommt es zum Kampf.
Der Mann Gottes, Führer der zehnten Armee in diesem Krieg, überfällt die Überfaller und siegt! Abraham befreit Sodom und Lot. Der Gläubige kämpft um die Sünder und Abgefallenen und führt sie in die Freiheit.
Abraham verhält sich hier wie ein Evangelist!

Als Abraham und Lot und Sodom glücklich und froh nachhause wandern, kommt ihnen Melchisedek entgegen. Mel ist Priester Gottes und König von Salem. Die Bibel nennt ihn ein Symbol für Jesus, unseren Hohepriester. Psalm 110, 4; Hebräer 7.
Melchisedek heißt "König der Gerechtigkeit" und Salem heißt "Frieden." Der ewige König der Gerechtigkeit und des Friedens ist Jesus.

Mel kommt Abraham mit Brot und Wein entgegen und segnet ihn.
Das hat zu mir gesprochen.
Wenn wir um die Verlorenen kämpfen, dann kommt Jesus uns entgegen und segnet uns.

Am Wochenende ist Andreas Herrmann da und hält eine Reihe von Gottesdiensten. Etliche von nah und fern haben mir schon gesagt, daß sie kommen wollen. Es bietet sich eine prima Gelegenheit, Suchende mitzubringen, damit der Herr sie anrühren kann.

Montag, 10. Mai 2010

Andreas Herrmann kommt

In wenigen Tagen, am Samstag, findet ein Heilungstag mit Pastor Andreas Herrman vom Christlichen Zentrum Wiesbaden im CGZ statt.

Pastor Andreas ist ein bekannter TV-Evangelist und dient erfolgreich in Heilung. Was Gott in der Vergangenheit in Wiesbaden getan hat, kann man in der Zeitung Healing Times nachlesen, die es auf der www.cz-wiesbaden.de-Website zum kostenlosen Download (oder zum dort Anschauen) gibt.

Viele gute Sachen.

Sonntag, 9. Mai 2010

Gute Dinge

Die Praise Night gestern war wunderbar.

Wir waren nicht so gewaltig viele, nur ein paar Dutzend. Doch der Geist des Herrn war da und hat prophetisch geredet. Wir hatten eine wunderbare Zeit.

M.S. hat mir hinterher erzählt, daß ihre Bewußtseinsstörungen seit einem Gespräch mit Gebet, das wir diese Woche hatten, verschwunden sind.

Und R.W. hat von einer Frau erzählt, die eine komplizierte Zyste im Unterleib hatte und für die wir gebetet hatten, daß sie den richtigen Operateur finden möge. Das war ihr Anliegen gewesen--nicht, daß sie geheilt werden möge. Die Frau fand den entsprechenden Arzt. Doch als man sie auf die OP vorbereitend nochmal untersuchte, war die Zyste verschwunden.
Ich kenne diese Frau nicht. Habe sie nie getroffen.
Aber ich freue mich mit ihr.

Der Herr ist gut.

Samstag, 8. Mai 2010

Praise Night tonight

Kurze Erinnerung:
Heute abend findet wieder eine Praise Night statt, von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Jorge wird zwei neue Lieder präsentieren.

Für die Kranken wird auch gebetet.
Jesus wird sich als der Lebendige erweisen.

Bis nachher.

Freitag, 7. Mai 2010

Einfluß, 8

Die Eigenschaften einflußreicher Personen nach Titus 1. Heute:

"...nicht schändlichem Gewinn nachgehend, sondern gastfrei..."
Titus 1, 7-8

Die wenigsten einflußreichen Christen unterhalten in ihrem Keller einen illegalen Glücksspielsalon. Das ist hier auch nicht gemeint.

"Nicht schändlichem Gewinn nachgehend" ist im griechischen Urtext ein einziges Wort, nämlich "aischrokerdes." Es beschreibt jemanden, dem egal ist, wie er Geld macht, solange er welches macht. Das sind Leute, denen der Mammon viel wichtiger ist als ihr Ruf. Typen etwa, die ihre Frauen auf den Strich schicken.
Oder Frauen, die sich selber dort hinschicken.
Als ich einst in einer süddeutschen Großstadt wohnte, durchquerte ich auf dem Weg zur Gemeinde ein Rotlichtviertel, in dem dünnbeinige Ladies schmerbäuchige Fünfzigjährige in ihre VW-Busse lotsten. Auf dem Seitenfenster eines solchen Busses stand mit Lippenstift geschrieben, "I love money."
Das hab ich mir gemerkt.

Das Wort beschreibt noch mehr.
Ein von dieser Herzenshaltung Befallener wäre zB jemand, der verreist, wenn sein Freund heiratet--damit er kein Geschenk geben muß. Wenn er Gäste einlädt, gibt er sich die doppelte Portion und seinen Gästen die halbe. Er hat die Knauser-, Abstauber-, "Wie werde ich am schnellsten Frührentner"-Mentalität.

Ich fürchte, eine solche Person wird keine Durchschlagskraft bei Gott entfalten. "Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein ... Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes." Epheser 5, 5.

Noch was!
Gestern nach dem Gebetsabend blätterte ich noch ein wenig in der FAZ und las von einem ehemaligen Professor, der aus der Kirchensteuer austreten wollte, nicht aber aus der katholischen Kirche. Er wollte katholisch bleiben, ohne die Kirche mit seinen Steuern zu unterstützen. Der baden-württembergische Vewaltungsgerichtshof hat entschieden, daß das nicht geht.
Nun bin ich prinzipiell gegen Kirchensteuern. Von denen steht in der Bibel nichts. Christliche Gemeinden weltweit finanzieren sich durch Zehntgaben und freiwillige Opfer, oder sie haben kein Geld. Das Schicksal der Gemeinde Jesu in einer Region liegt in den Händen der Gläubigen, und so soll es sein. Wollen die keine Gemeinde, dann sollen sie auch nichts geben. Wollen sie eine, müssen sie sie unterstützen. Kirchensteuern dagegen stammen aus postnapoleonischer, bzw der Weimarer- und Hitlerzeit. Darüber zu schreiben führt jedoch jetzt zu weit.

Der Professor hat mich an Titus 1, 7 erinnert: Er beansprucht das Erlösungswerk Jesu, er nimmt auch die Dienste seiner Kirche in Anspruch: die Gebäude, die Priester, die Sakramente, usw.
Doch er unterstützt sie nicht.
Gott darf sich ihm ganz geben, für ihn zur Hölle fahren und auferstehen, ihm die Gemeinschaft der Heiligen schenken und seine Gebete erhören.
Er selber gibt Gott jedoch nichts zurück.

Ich denke nicht, daß der Herr sowas segnet.

"Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk."
2 Korinther 9, 6-8.

Wir sind gesegnet, um ein Segen zu sein.
Da fängt das Leben erst an!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Einfluß, 7

Wir studieren die Eigenschaften einflußreicher Personen. Mittlerweile sind wir bei Teil 7

"...nicht ein Schläger..." Titus 1, 7

Die Einstellung zur körperlichen Gewalt hat sich in den letzten Jahrzehnten recht gewandelt. Sie ist verpönt. Politiker erließen sogar ein Feel-good-Gesetz, das sie als besonders milde und menschenfreundliche Zeitgenossen ausweisen soll: Eltern dürfen ihre rebellischen Söhne und zickigen Töchter nicht mehr versohlen. Seitdem gibt es keine Rebellos und Zicken mehr und ist die Welt eine bessere, wie wir alle wissen.
(Falls doch nicht: Sprüche 22, 15 ist immer noch Auslöser spontaner Gesinnungswechsel in Rebellos und Zicken. Natürlich sind auch hier Selbstbeherrschung und Mäßigkeit Voraussetzung für die Eltern).

Zurück zu Titus:
Schläger, wie wir auch alle wissen, können sehr wohl einen großen Einfluß auf ihr Umfeld ausüben. Christen sind jedoch keine Mafiosi und körperliche Attacken zur Willensdurchsetzung können unter Christen kein Mittel sein, (so bequem das manchmal wäre ;).
Ich denke, das steht außer Frage.

Es gibt jedoch auch die Verbalschlägerei.
Mit Worten kann ich jemanden verprügeln der gerade nicht da ist und deshalb auch nicht zurückhauen kann. (Wenn er es könnte, stünde ich eventuell weniger gut da, denn in Sprüche 18, 17 heißt es, "Im Recht scheint, wer in seiner Streitsache als erster auftritt, doch dann kommt der andere zu Wort und durchschaut ihn."
Lästerer ignoriert man am besten und überläßt seine Verteidigung Gott. So hat's Jesus gemacht. ( 1 Petrus 2, 23).

Seltsamerweise ist eine beliebte, ja begehrte Form der Haue die aus dem CD-Spieler! Liebe Christen haben mir Stapel von CDs von einem Prediger in die Hand gedrückt, der voller Entschiedenheit gegen alles mögliche wettert. Er ist wenig pastoral, ja direkt bitter, aber trotzdem ungemein beliebt.
Die Leute lieben seine Kompromißlosigkeit, eifern ihm aber nicht unbedingt nach.
Er verdammt zB ihren Lieblingsfilm, sie brüllen "Amen!", sind begeistert--und schauen am Abend den, nun ja, verdammten Film trotzdem. Wie das zusammengeht, weiß ich auch nicht.

Vielleicht, weil Schläger doch keine effektiven Einflußnehmer sind...

Mittwoch, 5. Mai 2010

Einfluß, 6

Teil 6 der Serie über einflußreiche Menschen.

"...nicht dem Wein ergeben..." Titus 1, 7

Bin kein allzugroßer Fernsehglupscher. Die Simpsons schaue ich zB nie, da ich den Zynismus der Serie nicht mag. Doch irgendwann kommt man dieser Cartoonfamilie nicht mehr aus, etwa wenn einem jemand Zeilen von Homer zitiert.

"Duff time!" ist so eine.
Duff time ist die Zeit am Abend, bei der man auf seinem duff sitzt, seinem Hintern, um vor dem Fernseher Chips zu essen und Bier zu trinken. Das ist offenbar Homers Lieblingszeit. Soweit ich das Prinzip dieses Charakters verstehe, verwandelt er jede Zeit in duff time. Wo Homer ist, sind die Kekskrümel nicht weit. Das Bier natürlich auch nicht. Und keines der 12 Biere seiner duff time-Auszeit war je schlecht, so daß er am nächsten Morgen mit einem Kater aufgewacht wäre.
Vielleicht weiß ich auch nur nicht genug über ihn.
Egal.
Denn auf uns in der realen Welt hat der Alkohol Auswirkungen.
Das heißt nicht, daß wir Abstinenzler werden sollten. Vielmehr ist uns "alles erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut." 1 Korinther 10, 23.
Mäßigung ist das Schlüsselwort.
Denn Sünde hat ein eingebautes Gericht, auch die des Saufens. Nicht nur den Kater. Der vergeht wieder. Viel schlimmer ist, daß unser Umfeld uns zu verachten beginnt.
Siehe Homer.
Mäßigung hingegen weist auf eine disziplinierte Person hin. Die schätzt man. Vor allem Schwiegermütter.

"Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfere Männer im Mischen von Rauschtrank." Jesaja 5, 22.

Dienstag, 4. Mai 2010

Einfluß, 5

Wir studieren die Eigenschaften langfristig erfolgreicher Personen anhand von Titus 1, 5-9. Heute also Teil 5.

"...nicht jähzornig..."

Natürlich sind einflußreiche, im Persönlichen erfolgreiche Leute nicht jähzornig. Christen sind ein Netzwerk, und Netzwerker vermindern ihren Einfluß gewaltig, wenn sie andere im Netz mit unkontrollierten Launen unterhalten--oder zuviel Schlechtes über andere erzählen. Niemand will dann mehr mit ihnen arbeiten. Sie haben sich selbst neutralisiert.

Doch in Titus 1, 7 steht im Urtext gar nicht das griechische Wort für explosiven Jähzorn, sondern eines, das einen schwelenden, langanhaltenden Zorn auf jemanden beschreibt.

Jemand, der einen Groll nährt und pflegt wie ein wolliges Haustier, der bringt damit zum Ausdruck, daß er sich von Gott ziemlich verlassen fühlt. Denn wenn Gott für mich ist und ich das weiß, dann lebe ich mit einer unterschwelligen Freude. Ich erwarte Gutes. Freude an Gott ist für einen Groll ein denkbar ungünstiges Umfeld.

Keiner, der auf andere ewig schwelend zornig ist, wird nennenswerten Einfluß bei Gott entfalten.

Montag, 3. Mai 2010

Das Sonntagsfleisch

"Pastor, wir sind eine harmonische Familie. Aber uns passiert ständig folgendes: Sonntags, bevor wir in den Gottesdienst fahren, geraten wir manchmal so in Streit, daß wir schließlich daheimbleiben. Dann fühlen wir uns schlecht. Und beim Mittagessen haben wir schon wieder total vergessen, worüber wir uns überhaupt gestritten haben.
Das passiert uns auch, wenn wir andere christliche Veranstaltungen besuchen wollen.
Ist das normal?"

Ihr seid noch nicht lang Christen und erlebt nun, daß es in euch eine Kraft gibt, die rebelliert, gegen den Gottesdienstbesuch, gegen Bibellesen und überhaupt alles Geistliche. Die Bibel nennt diese Kraft "Das Fleisch."
Das sollen wir kreuzigen.
Auf deutsch: Wenn mal wieder Sonntags um zehn in eurem Wohnzimmer die Welt untergeht, dann kommt trotzdem in den Gottesdienst. Früher oder später macht das Fleisch schlapp und gibt auf. Dann seid ihr auch am Sonntag eine harmonische Familie.

"Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt." Galater 5, 24.

Ist das normal?
Klar.