Donnerstag, 31. Mai 2012

Entschlossenheit siegt


"Der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde, er ist ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen."
Jakobus 1, 6-8

Jakobus singt hier in Wirklichkeit das Hohelied des Entschlossenen. Wankelmütige hingegen empfangen nichts vom Herrn. Sie gehen unter.

Neulich gab's in der Republik einen Politiker, der gern Ministerpräsident geworden wäre. Er hatte aber auch einen schönen Ministerposten in Berlin. Zwischen den beiden wollte er sich nicht so recht entscheiden. Er erschien den Wählern wankelmütig und verlor die Wahl zum MP.
Obendrein ist er nun auch noch seinen Ministerposten in Berlin los. Denn die Kanzlerin feuerte ihn prompt.
Nun ist er weder MP noch Minister.
Er ist untergegangen.

Elisa war da anders.
Er war beim Pflügen auf dem Feld, als Elia kam und ihm seinen Prophetenmantel überwarf. (1 Könige 19, 19-21). Elisa verstand, was Elia da getan hatte: Er hatte ihn auf symbolische Weise wissen lassen, daß Gott ihn zu Elias Nachfolger ernannt hatte. Er sollte ihm nun nachfolgen.
Und was tat Elisa?
Er schlachtete die Ochsen und machte aus dem Pflug Kleinholz. Dann verbrannte er seine Werkzeuge und briet die Ochsen über der Flamme. So machte er seinen Leuten eine Abschiedsparty.
Ochsen und Pflug waren ein- für allemal Geschichte. Sie zogen nie mehr über die Felder bei Abel-Mehola.
So brach Elisa die Brücken hinter sich ab und machte ganze Sache mit der Nachfolge.

Das Resultat?

Großer Segen. Denn Elisa tat doppelt soviele Wunder wie Elia, (sein letztes, als er bereits tot war).

Entschlossenheit siegt.

Dienstag, 29. Mai 2012

Der erste Geisterfüllte


"Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel... und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk, Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten."
2 Mose 35, 2-4

Der erste, von dem in der Bibel gesagt wird, daß Gott ihn mit dem Heiligen Geist erfüllt habe, ist kein Prophet, Priester oder König.
Er ist ein Handwerker.
Gott begabt nicht nur Prediger, sondern auch Handwerker. Denn er ist nicht nur ein Gott des Sonntagmorgens, sondern des Alltags. Er hat geplant, mit dir auf die Arbeit zu gehen und dort durch dich zu wirken.
Finde heraus, auf welchem Gebiet Gott dir Weisheit, Verstand und Können gegeben hat und dann leg los.
Der Erfolg kommt dann von ganz allein.

"Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seinem Geschäft: Vor Könige wird er hintreten. Er wird nicht vor Niedrige hintreten."
Sprüche 22, 29

Sonntag, 27. Mai 2012

Antworten zur Geistestaufe

"Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde."
Apostelgeschichte 1, 8

Von manchen Kreisen wird man gewaltig angefeindet, wenn man den Glauben vertritt, daß Christen auch heute noch ihr persönliches Pfingsten erleben können, wie dies die Gemeinden in der Bibel taten.
Da werden Erklärungen verfaßt und die pfingstliche Bewegung als "von unten" verdammt. Es herrscht eine unglaubliche Militanz. Es werden plötzlich die verrücktesten Bibelauslegungsprinzipien verwendet, um die Geistestaufe für heute als illegitim darzustellen.
Klar.
Es gibt jemanden, der keinerlei Interesse daran hat, daß der Geist Gottes hier auf Erden durch die Christen die Taten Jesu tut.
Der Pharisäergeist ist noch immer wirksam auf der Welt. Dieser Geist hat Jesus ans Kreuz gebracht.
Es gibt ihn selbst unter Christen, (oder vielmehr "Christen." Viele dieser Leute sind vermutlich gar keine. Die Pharisäer waren ja auch keine Juden im Sinne Abrahams).

Das ändert jedoch nichts am biblischen Befund: Jesus befahl seinen Jüngern nicht von Jerusalem zu weichen, bis sie geisterfüllt waren. Praktisch alle Christen der Bibel, ob in Jerusalem, Samaria, Cäsarea, Korinth oder Ephesus waren geisterfüllt und redeten in Sprachen. Nie war die Rede davon, daß zukünftige Generationen die Kraft aus der Höhe nicht brauchen.
Die Verheißung des Geistes gilt auch uns.

Da auch viele wohlmeinende und offene Gläubige, die Jesus mehr lieben als pharisäische Dogmen, aufrichtige Fragen zu diesem Themenkomplex haben, habe ich heute, wie traditionell an Pfingsten, über die Geistestaufe gepredigt und versucht, die wichtigsten Fragen dazu zu beantworten. Die Botschaft ist nunmehr online auf www.jchristus.de.

Rund 20 Leute standen heute im CGZ in der Gebetsreihe und baten Gott um die Geistestaufe. Mit einer Frau aus zerrütteten Verhältnissen betete ich erst letzte Woche das Bekehrungsgebet. Heute lud sie den Heiligen Geist ein und redete in Sprachen. Sie hat sich sehr verändert.
Preis dem Herrn.
Ein Mann suchte dieses Erlebnis schon seit anderthalb Jahren. Heute brach er durch und redete.
Eine Frau kam vor drei Wochen zu mir, interessiert an der Geisterfüllung. Ich gab ihr ein wenig Literatur darüber. Heute stand auch sie in der Reihe und empfing.
Männer Frauen, Jugendliche und Silberköpfe, Jesus erfüllte sie heute morgen alle mit seinem Geist. Sie alle beteten Gott in Sprachen an.
Der Geist Gottes wird nun verstärkt durch sie wirken.

Nun ja. Ich bin begeistert.

Samstag, 26. Mai 2012

Ist die Geistestaufe für alle Christen?

"Pastor, Pfingsten mit seiner Geistestaufe und Sprachenrede war für die Apostel und die Urgemeinde. Für uns heute gilt das nicht mehr."

Dann hat sich Petrus geirrt, als er an Pfingsten, (frisch erfüllt mit dem Heiligen Geist), sagte, "Ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird." (Apostelgeschichte 2, 39).

Die Verheißung der Geistestaufe, die sich an Pfingsten zum ersten Mal erfüllt hat, gilt ALLEN Christen, die in der Ferne sind, räumlich wie zeitlich.

Da gehören auch wir dazu.

Freitag, 25. Mai 2012

Pfingsten?

"Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?"
Apostelgeschichte 19, 2

Paulus hatte in Ephesus eine Gruppe von Jüngern gefunden, denen er obige Frage stellte. Für Paulus war klar: Der Bekehrung zu Jesus folgt ein zweites Erlebnis: Die Geistestaufe.

Mit ihr beginnt die Apostelgeschichte.

In Kapitel 1, Vers 4 ergreift der Auferstandene das Wort und befiehlt (!) seinen Jünger, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten, "Denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden." In Vers 8 sagt er, "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde." Dann fährt Jesus in den Himmel auf.

Die letzten Worte Jesu vor der Himmelfahrt bezogen sich auf Pfingsten, auf das Kommen des Heiligen Geistes und die Notwendigkeit, mit ihm getauft zu werden, um Kraft zu empfangen, ein christliches Leben zu leben.

Mit der Person des Heiligen Geistes können viele nichts anfangen. Als man einen Priester fragte, was Pfingsten sei, antwortete er, das wäre der Tag gewesen, an dem die Apostel ihre Freude bekamen. Alternativ könne man behaupten, es wäre der Entstehungstag der Kirche gewesen.
Stimmt schon irgendwie.
Doch es geschah mehr: Gott der Heilige Geist kam auf die Erde, um hier durch Christen die Werke Jesu zu tun.
Nicht mehr und nicht weniger.

Das Problem bei vielen ist, daß sie ihre Erlebniswelt für die einzig mögliche erfahrbare Realität halten.
Doch nur weil wir bestimmte Erfahrungen nicht gemacht haben, bedeutet dies nicht, daß es diese Erlebnisse nicht erfahrbar wären. Gott wird dich zB mit dem Heiligen Geist taufen und dich in Sprachen reden lassen, wenn du dieses Erlebnis nicht ablehnst, sondern Gott im Glauben darum bittest.

"Ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten - und wird er ihm statt des Fisches eine Schlange geben? Oder auch, wenn er um ein Ei bäte - er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben?
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!"
Lukas 11, 9-13.

Hunderte von Millionen Menschen in aller Welt haben diese Erfahrung gemacht.
Zehntausende machen sie täglich.
Et tu?

Dienstag, 22. Mai 2012

Fußball und Gott

"Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name."
Matthäus 6, 9

Ford, die Hypovereinsbank und Unicredit haben zum Champions Leage-Finale einen fragwürdigen Werbespot auf Sat1 gesponsert. Das bisher nicht durch übertriebene Gottlosigkeit aufgefallene, nun aber als unheilig geoutete Triumvirat hat das Vaterunser der christlichen Dreieinigkeit neu betexten lassen.
Es richtet sich an den Fußballgott.
Verkörpert wird der nicht von einem goldenen Kalb, sondern bloß von einem Schweinslederball, den 22 Männer 90 Minuten lang hektisch umtanzen, bis Fußballwunder passieren oder der Geist über die Zuschauer kommt und das Chaos ausbricht.
Passiert immer wieder.
Deswegen sind bei Fußballgottesdiensten in Stadien auch immer so viele Friedensstifter in Polizistenform präsent, die mäßigend auf die Anbeter einwirken.

Der Spot war eine geschmackliche Entgleisung. (Nicht die erste dieses Senders). Man hat sich der Form des Vaterunsers zum Spott bedient, es wie ein Gefäß mit blasphemischem Inhalt gefüllt, und prompt hat die Mannschaft, der man dieses Gebet quasi in den Mund gelegt hat, eine Niederlage kassiert.

Es gab schon mal jemanden, der heilige Gefäße aus dem Tempel Gottes für ein heidnisches Gelage benutzt hat: Belsazar, der König von Babylon. (Daniel 5). Auch er soff und sang und pries die handgemachten Götter, bis damals eine Hand erschien und an die Wand schrieb. Die Schrift verkündete dem König, daß er für zu leicht befunden und verworfen worden war.
Belsazar überlebte die Nacht nicht.
Auch er wurde aus dem Finale gekegelt.
Sein FC Chelsea waren die Perser.

Lest eure Bibeln, ihr Autobauer und Banker, möchte man rufen, und lernt etwas. Nicht zu lästern zum Beispiel. Ihr braucht Gottes Segen. Denn man braucht euch nicht wirklich. Autobauer und Banken gibt's nämlich noch mehr.

A little Demut, anybody?

Montag, 21. Mai 2012

Hand geheilt

"Und er rührte ihre Hand an..."
Matthäus 8, 15

K. kam gestern nach dem Gottesdienst freudestrahlend zu mir. Sie stellte sich mir vor, da ich sie noch nicht kannte. Sie berichtete, wir hätten vor neun Wochen für sie gebetet, dabei sei sie von langmonatigen Schmerzen in der rechten Hand geheilt worden. Das habe sie aber erst hinterher gemerkt, da wir dafür gar nicht gebetet hatten. Ihr eigentliches Anliegen war ein anderes gewesen. Doch da sie nunmal geheilt worden sei, wollte sie mit dies endlich mitteilen.

Jesus rettet.
Manchmal ganz nebenbei.

Sonntag, 20. Mai 2012

Gott suchen, ganz praktisch

"Und bei jedem Werk, das er im Dienst für das Haus Gottes und im Gesetz und im Gebot begann, um seinen Gott zu suchen, handelte er mit ganzem Herzen; und er hatte Gelingen."
2 Chronik 31, 21

In obigem Vers sucht König Hiskia Gott.

Für gewöhnlich denkt man beim Gottsuchen an die Wüste, an den Rückzug ins Gebet und ins Fasten.
Hiskia hat Gott anders gesucht.
Er hat nicht passiv darauf gewartet, daß Gott sich bemerkbar macht. Vielmehr hat er Werke getan. Er hat sich bei seinen Unternehmungen fürs Haus Gottes, (den Tempel/die Gemeinde), sowie in Legislative und Judikative stets gedacht, "Was könnte Gott hier gefallen?"
Das tat er dann.
"Mal schauen," mag er sich gedacht haben, "wie Gott hierauf reagiert."

Was er tat, tat er nicht halbherzig. Er "handelte mit ganzem Herzen."
Unsere Zeit ist eine Zeit der Unverbindlichkeit. Man legt sich nicht mehr fest, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt. Man lebt unverheiratet zusammen und denkt im Stillen, 'Hoffentlich kommt sie nicht mit Hochzeit an. Denn vielleicht begegnet mir ja irgendwann eine Bessere. Zum Upgrade will ich bereit sein...'
Man jobbt, aber arbeitet nicht mehr. Viele haben innerlich längst gekündigt. Man schleppt sich von Tag zu Tag und merkt gar nicht, wie die Wochen verfließen. Das ist nicht das Leben, das Gott für uns hat.

Hiskia hatte Gelingen, weil er Gott suchte und weil er nach den notwendigen Phasen der Meinungsbildung ganze Sache machte und keine halben.

Der Heilige Geist ist unser Unterstützer, Beistand und Helfer (Johannes 15, 26). Doch wir müssen etwas von ganzem Herzen TUN, damit er uns unterstützen kann.

Was könnte Gott in deiner Situation gefallen?
Tu's.

Freitag, 18. Mai 2012

Hollande im Winde

Gauck hat Verstärkung bekommen!
Mit dem frischgekürte Präsidenten der Franzosen gibt es nunmehr zwei Trauscheinverächter in höchsten Positionen.
Das Konkubinat wird weiter salonfähig.
Mit der Heidnisierung Europas kommen auch die heidnischen Bräuche zurück.

Hm.
Dem Wort Gottes zufolge soll ein Leiter u.a. "untadelig sein, Mann einer Frau..." (1 Timotheus 3, 2).
Mann einer Frau, nicht von mehreren, (wobei einem da spontan auch bayerische Spitzenpolitiker einfallen).

Schön wäre auch, wenn er "dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält." (Vers 4).
Nun sind Kinder Kinder und nicht alle sind gleich. In derselben Familie findet man manchmal sowohl einen Absalom als auch einen Salomo.
Aus einem guten König wie Salomo kann ein Götzendiener werden.
Und aus einem Götzendiener wie Manasse ein guter König.
Auch Kain und Abel hatten dieselben Eltern.
Als Eltern kann man sich das nicht aussuchen.

Doch daß von den sieben Kindern Francois Hollandes und seiner Lebensabschnittspartnerin Valerie Trierweiller, (vier sind seine, drei sind ihre), nicht eines bei der Amtsübernahme des neuen französischen Präsidenten dabei war, befremdet doch ein wenig.
Warum haben die das gemacht?
Das Wort Gottes sagt, "wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?" (Vers 5).
Wie wird dieser Herr für Frankreich sorgen?
Hollande ist natürlich kein Christ, sondern Sozialist. Doch das Prinzip gilt auch hier: Wenn jemand eine kleine Firma kompetent leitet, kann er das auch im Großen. Die kleinste Firma--und die für einen Staat maßgebliche--ist die Familie. Dieses Konzept haben diese Leute für sich jedoch abgeschafft. Vielleicht sind Hollandes politische und wirtschaftliche Vorstellungen deswegen so unglaublich realitätsfremd.

Vielleicht waren deshalb seine Umstände bei seiner Amtsübernahme so omenhaft.

Just als Hollande im Hof des Elyseepalastes als Präsident vor die republikanische Garde trat, kam ein böiger Wind auf. Seine Hosenbeine flatterten, als schlotterten ihm die Knie.
Als er auf den Champs Elysees ins wartende Cabrio stieg, um eine Triumphfahrt im Stand anzutreten, wie man das in France so tut, ging der Himmel auf und es goß wie aus Kübeln. Hollande lächelte tapfer und winkte dem Volk am Straßenrand huldvoll zu.
Und als er dann im Flugzeug saß und bei Angela Merkel in Berlin seinen Antrittsbesuch absolvieren wollte, traf der Blitz sein Transportmittel und er mußte umkehren.

Was passiert, wenn der Mann wie geplant die EZB verstaatlicht?

Donnerstag, 17. Mai 2012

Unbeschadet durch den Fleischwolf


"...sie werden einige von euch töten und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Und nicht ein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen."
Lukas 21, 16-18

In Lukas 21 hält Jesus die "Endzeitrede." Dort stehen auch die obigen Sätze. In den letzten Tagen werden bibelgläubige Christen unpopulär sein und einen schweren Stand haben. Doch Jesu sagt gewissermaßen, Na und? Alles Leiden ist vorübergehend, die Herrlichkeit dagegen ewig.

Mich hat verblüfft, daß Jesus hier sagt, "Sie werden einige von euch töten", und dann fortfährt mit, "Nicht ein Haar von euch wird verlorengehen."

Wenn man stirbt, verliert man doch mehr als nur die Haare...?

Doch wenn man seinen eigenen Weg anschaut, (den von Jesus), dann versteht man.
Jesus wurde geschlagen, gegeißelt, bespuckt und gekreuzigt. Dann starb er. Kurz darauf setzte er sich auf den Thron zur Rechten des Vaters. Ich wette, er hat dort nicht eins seiner Haare vermißt.

Jesus wurde "durch den Fleischwolf gedreht" und der Fleischwolf konnte ihm nicht wirklich etwas anhaben. Er trat völlig unbeschadet wieder aus ihm hervor.

Wenn nicht einmal der Tod Jesus besiegen konnte und Jesus sich heute für dich verwendet, dann hast du einen mächtigen Helfer. "In Ihm" bist auch du mehr als ein Überwinder. Fürchte dich nicht, glaube nur.

Paulus sagt,
"Ich denke, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll."
Römer 8, 18

Dienstag, 15. Mai 2012

Jede Tat eine Saat

Außer dem Vaterunser kannte ich mit 13, als Jugendlicher, nur eine Schriftstelle, denn damals las ich Edgar Burroughs Romane über Tarzan den Affenmenschen. Herr Burroughs hatte in einem seiner Bücher einen schmierigen Schiffskoch erfunden, der mit weiten Augen ständig Hosea 8, 7 zitierte: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten."

Hosea sagt, daß auf eine Aktion eine Reaktion folgt und daß die Reaktion für gewöhnlich heftiger ausfällt als die Aktion.
Deswegen sollten wir nur gute Taten tun, denn ernten werden wir.

Paulus greift Hoseas Gedanken in Galater 6, 9-10 auf:
"Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens."

Wo könntest du noch ein wenig mehr Segen vertragen?
Lokalisiere dein Bedürfnis und finde jemanden, dem du angedeihen lassen kannst, was du selber gern hättest.

Brauchst du Ermutigung?
Ermutige jemanden.

Hast du Mangel?
Schenk jemandem was.

Hättest du gern jemanden, der dir zuhört?
Hör einem anderen zu.

You get the drift...

Samstag, 12. Mai 2012

Jesu Blut floß 4x

In der Bibel lesen wir, daß das Blut Jesu zu vier Gelegenheiten floß.
Genaugenommen sind es fünf, wenn man das Ausgießen seines Blutes auf den Deckel der Bundeslade im himmlischen Tempel mit dazuzählt. (Hebräer 9, 12). Erst danach wurde sein Erlösungswerk wirksam.

Bleiben wir auf der Erde.

Das erste Mal floß sein Blut, als er in Gethsemane Blut schwitzte und betete, "Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe."
Wo Adam noch bedenkenlos Gottes Gebot übertrat, (auch in einem Garten), kämpfte Jesus mit derselben Entscheidung, entschloß sich aber, dem Vater zu gehorchen.
Jesus bewährt sich als der zweite Adam und wird Ahnherr einer neuen geistlichen Rasse von Menschen.

Das zweite Mal floß es, als man ihm eine Dornenkrone aufsetzte.
Disteln und Dornen sind ein Symbol des Fluchs, der durch Adams Übertretung über die Welt ausgesprochen wurde. Jesus trug diesen Fluch und machte ihn für alle, die an ihn glauben, rückgängig.

Das dritte Mal floß sein Blut, als er von römischen Soldaten gegeißelt wurde. Jesaja und Petrus sagen über Jesus: "durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." (Jesaja 53 und 1 Petrus 2, 24).
Seine Striemen symbolisieren unsere Krankheiten. Er trug sie, damit wir geheilt würden.

Das vierte Mal floß Jesu Blut, als der Soldat ihm mit dem Speer die Seite öffnete und Blut und Wasser austrat.
Paulus sagt, "In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade." (Epheser 1, 7). Sein Blut wäscht unsere Sünden weg und verschafft uns neues Leben durch Gott.

Jesus hat in seinem Leben ganz klar nicht nur an sich gedacht.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Kommst du zu kurz?

In 4 Mose 13 steht das Volk Israel vor dem Gelobten Land. Die Kundschafter waren nach 40 Tagen gerade zurückgekehrt und berichteten, was sie gesehen hatten. Alle lobten das Land. Doch 10 hatten größte Bedenken, es einzunehmen.
Nur in Josua und Kaleb war ein anderer Geist.
Sie fürchteten sich nicht vor den kommenden Kämpfen, wischten das Riesenproblem beiseite und sagten, "Fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der HERR ist mit uns. Fürchtet sie nicht!" (4 Mose 14, 9). Der Gott, der ihnen aus Ägypten heraushalf, würde ihnen nun nach Kanaan hineinhelfen.

Ließ sich das Volk ermutigen?
Vers 10 hat die Antwort: "Und die ganze Gemeinde sagte, daß man sie steinigen solle."

Das Resultat?
Josua und Kaleb mußten 40 Jahre lang mit dieser von Gott verworfenen Generation durch die Wüste ziehen. Obwohl sie durchaus bereit gewesen wären, Kanaan einzunehmen, teilen sie ihr Schicksal mit den Ungehorsamen und wandern durch Staub und Sand von Oase zu Oase. 40 Jahre lang.
Die Gläubigen leiden mit den Ungläubigen.
Das erscheint ungerecht!

Wir sind alle Teil von etwas Größerem, einer Nation, einem Stamm, einer Familie. Dieser Umstand prägt unser Leben mehr als wir das gern hätten. Vielleicht wären wir persönlich zu größeren Taten in der Lage, doch unser Umfeld begrenzt uns.

Mit dieser Tatsache müssen wir leben wie Josua und Kaleb, (und Mose und Aaron und Miriam und Hur und...). Möglicherweise werden wir auf Erden nicht alle unsere Talente entfalten können. Zeit und Umstände gestatten das nicht. Totale Erfüllung ist in diesem Leben vermutlich nicht erfahrbar.

Mit diesem Diktum lebte selbst Jesus.
Von alters her war geweissagt, daß er als König auf dem Thron seines Vaters David sitzen und herrschen sollte. Doch nichts davon geschah bei seinem ersten Kommen. Der Gott des Universums wurde Mensch und lebte ein begrenztes Leben als wandernder Wunderrabbi aus Nazareth.
Zum Schluß starb er am Kreuz.
Doch er stand von den Toten auch wieder auf. Wenn er wieder auf die Erde kommt, wird er mit einem neuen Programm weitermachen. Dann wird er herrschen.

In 1 Johannes 3, 2 heißt es, "Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, daß wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist."
Im Klartext: Unsere besten Zeiten kommen erst noch.

Zu Josua und Kaleb ist noch zu sagen, daß sie durchaus nicht zu kurz gekommen sind, selbst in ihrem irdischen Leben. Josua wurde Moses Nachfolger und hatte somit reichlich Zeit, das Handwerk des historischen Nationalführers zu erlernen. Er wurde ein brillianter Herrscher.

Und Kaleb?

Der sagt zu Josua, als es endlich an die Landnahme ging, "Der HERR hat mich am Leben erhalten, wie er geredet hat. Es sind nun 45 Jahre, seitdem der HERR dieses Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der Wüste umherzog; und nun siehe, ich bin heute 85 Jahre alt. Ich bin heute noch so stark wie an dem Tag, als Mose mich aussandte. Wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt, sowohl zum Kampf als auch um aus- und einzuziehen.
Und nun gib mir dieses Gebirge, von dem der HERR an jenem Tag geredet hat!" Josua 14, 10-12.

Gott hielt für Kaleb den Alterungsprozeß an. Kaleb bekam seinen Hügel Hebron und vertrieb Arba, den größten der Riesen, daraus.

Kaleb kam nicht zu kurz.
Geh mit Gott und auch du wirst nicht zu kurz kommen.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Gottes Telefonnummer (und Vorwahl)


"...und rufe mich an am Tag der Not. Ich will dich erretten und du wirst mich verherrlichen."
Psalm 50, 15

5015: Gottes Telefonnummer.

Jedem gefällt diese Schriftstelle: Nur anrufen und Rettung kommt--in so überzeugender Form, daß im Empfänger das natürliche Bedürfnis freigesetzt wird, seinen Retter zu verherrlichen.
Klingt prima.

Doch die Nummer hat auch eine Vorwahl: 5014. 
Es ist nämlich so, daß die meisten Verheißungen Gottes an die Erfüllung einer Bedingung geknüpft sind. (Wenn wir A tun, tut Gott B). So auch diese Telefonnummerrettungsverheißung.

In Psalm 50, 14 heißt es nämlich: "Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde..." bevor es mit obiger Schriftstelle weitergeht.

Um erfolgreich mit Gott zu telefonieren ist demnach nötig, Gott Dank zu opfern.

Ein Opfer ist etwas, was mich etwas kostet. Wenn Gott hier möchte, daß wir ihm Dank OPFERN, dann bedeutet dies, daß wir die Herzenshaltung der Dankbarkeit auch in schwieriger Situation pflegen sollen. Vielleicht müssen wir momentan mit dem Vergrößerungsglas nach Spuren von Gottes Eingreifen in unserem Leben suchen, oder gar mit dem Mikroskop. Denn Gott greift ein. Er erhört Gebet. Wir vergessen das nur gern wieder. Wir erinnern uns an Gottes Eingreifen in der Vergangenheit und danken ihm dafür, erst recht, wenn unsere gegenwärtige Situation zu wünschen übrigläßt.
Gott sagt: Opfere Dank.
Es ist nicht so, daß ER das unbedingt braucht. Vielmehr geht es ihm um UNSER Herz und worauf es schaut.

Jemand sagte mal, Probleme sind das, was man sieht, wenn man die Augen vom Ziel abwendet.

Fang an, dankbar für vergangenen Segen zu sein. Das öffnet die Glaubenstür in deinem Herzen für die Rettung, auf die du wartest.

Dienstag, 8. Mai 2012

Qi, Ki, Chi und der Heilige Geist

"Pastor, ich habe dein Esoterik-Buch gelesen, in dem du über die kosmische Energie Qi (Ki, Chi) schreibst. Ich behaupte, Qi ist der Heilige Geist der Christen."

Tatsächlich.

Warum wissen Qigong-Meister dann nichts von Jesus?
Vom biblischen Heiligen Geist heißt es, "Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen." (Johannes 16, 14).
Als Feuerschleuderer und Neonröhren-mit-der-Hand-Anzünder wissen Qigong-Meister etwas über geheimnisvolle Kräfte. Doch über Jesus, den Täufer im Heiligen Geist, an dessen Stelle der Heilige Geist an Pfingsten kam, wissen sie nichts? Das kann doch nicht sein, wenn Qi die Lebenskraft ist, die vom Thron Gottes fließt.

Qi, das durchaus eine reelle Kraft ist, hat mit dem Heiligen Geist Gottes nichts zu tun. Es gibt viele--auch transzendente--Kräfte zwischen Himmel und Erde, die nicht im göttlichen Interesse walten. Deshalb sagt Johannes auch:


"Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen." (1 Johannes 4, 1).

Woran erkennt man, ob ein Geist von Gott ist?
"Jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott." (1 Johannes 4, 3).

Doch keine Angst:
"Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist."
(1 Johannes 4, 4).

Montag, 7. Mai 2012

Vom Tod zum Leben zurück

"Heilt Kranke, weckt Tote auf...!"
Matthäus 10, 8

R.W. ist vorletzten Sonntag gestorben. Ich hatte am gestrigen Sonntag Gelegenheit, mit ihm ein wenig darüber zu reden.
(Klingt so ungewöhnlich wie die Schriftstelle oben, nicht wahr?)

Was war passiert?

G.W., die R.W. und seine Frau D. sonntags immer mitnimmt zum Gottesdienst, reichte mir vorletzten Sonntag kurz vor der Predigt ein Gebetsanliegen. R. sei gerade eben ins Krankenhaus gekommen. Könnten wir beten?
Das taten wir.
Die ganze Gemeinde betete um Wiederherstellung und rasche Genesung. (R ist nicht mehr der Allerjüngste).

Was dann geschah, sprach sich schon während der Woche herum. R. teilte es mir dann gestern persönlich mit.

R. beschrieb, was geschah, so: Er ging die Treppe hinab, als er fühlte, wie ihm "das Licht ausgeknipst" wird. All seine Kraft verließ ihn und er empfand, nur noch mit einen dünnen Faden im Diesseits angebunden zu sein.
Seine Frau hielt seine Hand, der Rettungswagen kam.
Dort starb er dann.
Seine Frau, die dabei war, beschrieb seinen Körper als ohne Puls, eiskalt und reglos.
R. erlebte währenddessen eine große Nähe zum Herrn und Herrlichkeit.
Im Krankenhaus stellte man keine Vitalfunktion mehr fest.
R.s Körper lag reglos in einem Bett, während sein Geist mit dem Herrn redete. Er sprach davon, mit seiner Frau alt werden zu wollen, von Plänen, die er noch habe.
Es war zur Zeit unseres Gebets, sagte er, als er dort im Krankenhaus plötzlich den Kopf hob und wieder da war.
Erstaunte Ärzte untersuchte ihn und konnte keinerlei Befund feststellen. Organisch war wieder alles mit ihm in Ordnung. Man behielt ihn trotzdem noch bis Samstag zur Beobachtung da. Dann entließ man ihn als geheilt.
Er bat mich gestern, Bericht zu erstatten, was ich tat. Zu gegebener Stunde wird er selber erzählen, was ihm widerfahren ist.

Wir haben wieder einmal festgestellt: Gott erhört Gebet.

"Preise den HERRN, meine Seele,
vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde,
der da heilt alle deine Krankheiten.
Der dein Leben erlöst aus der Grube,
der dich krönt mit Gnade und Erbarmen.
Der mit Gutem sättigt dein Leben.
Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler."
Psalm 103, 2-5

Freitag, 4. Mai 2012

Zorn. ZORN!


"Zürnet, und sündigt dabei nicht! Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn."
Epheser 4, 26

Paulus warnt uns davor, Gedanken des Zorns über mehr als ein paar Stunden festzuhalten.
Denn die sind nicht gut für uns.
Außerdem haben wir keinen Grund dazu, denn Gottes Güte ist jeden Tag neu für uns. Du hast allen Grund, gute Gedanken des Friedens zu denken und Gott zu danken. Denn er ist hinter den Kulissen mächtig aktiv für dich. Auch wenn deine Gefühle das momentan anders sehen.

Schau die  Welt mit den Augen des Glaubens an.

Warum lädst du heute nicht mal den Herrn ganz ausdrücklich in deinen Tag ein. Das solltest du vor allem dann tun, wenn dein gestriger Tag nicht so prickelnd verlief und du noch immer mies drauf bist.
Hak' die schlechten vibrations von gestern ab. Laß dich nicht von ihnen dominieren.

Heute ist ein neuer Tag.

"Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende. Ja, sein Erbarmen hört nicht auf. Es ist jeden Morgen neu. Groß ist deine Treue."
Klagelieder 3, 22-23

Mittwoch, 2. Mai 2012

Ein "prophetisches Wort" für dich

"Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!"
1 Thessalonicher 5, 20-21

In einer charismatischen, pfingstlichen, geisterfüllten Gemeinde kann es jederzeit passieren, daß jemand "ein Wort" für dich hat. Jemand kommt auf dich zu, weil er empfindet, Gott habe ihm etwas gezeigt, das er dir mitteilen soll.

Wie ist das zu beurteilen?

Zunächst einmal ist das ganz prima--wenn sich "Prophet" und Empfänger darüber im klaren sind, was neutestamentliche Prophetie ist.
Viele denken beim Wort "Prophet" an das Alte Testament, an Mose und Elia und deren gewaltiges Auftreten. So einer wäre man natürlich auch gern.
Doch der Prophetendienst im NT gestaltet sich anders.
Im NT heißt es über Weissagung, "Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung." (1 Korinther 14, 3).
Vorhersage der individuellen Zukunft ist nicht dabei.
Das fällt in die Zuständigkeit einer anderen Geistesgabe: Der des sogenannten "Wortes der Weisheit."

Wir können im NT alle weissagen, (1 Korinther 14, 24). Doch nicht alle dienen im Wort der Weisheit. Es ist unschwer ersichtlich, daß eine große Verantwortung damit einhergeht, mit der nicht jeder angemessen umgehen kann. Denn wer anderen die Zukunft sagt, der fordert meist auch bestimmte Entscheidungen vom Empfänger in bezug auf dessen Lebensführung. Da maßt man sich besser nicht zuviel an. Was Jakobus 3, 1, über die Lehrer sagt, gilt nämlich auch für die Propheten: "Werdet nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein schwereres Gericht empfangen werden."

Im AT hatten die Gläubigen den Heiligen Geist nicht dauerhaft in sich oder auf sich.
Im NT hingegen wohnt der Heilige Geist in jedem Christen. Diejenigen, die neben der Bekehrung auch noch geisterfüllt wurden, dh ihr persönliches Pfingsten erlebt haben, sprechen in Sprachen und haben Zugang zu einer weiteren Dimension des Geistes, nämlich den neun Geistesgaben aus 1 Korinther 12.
Jeder Christ sollte auch ein geisterfüllter sein.
Ist man's nicht, (aus welchen Gründen auch immer), ist man nicht schlechter. Man verzichtet jedoch auf einen großen Kreis an Erfahrungen mit Gott.

Doch ganz allgemein heißt es von den Gläubigen im NT, "So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes." (Römer 8, 14).

Im NT leiten nicht länger Propheten die Gläubigen, das macht der Heilige Geist im Christen selber.
Vor Jahren kam ich von einer Missionsreise nach Afrika zurück und setzte mich an meinen Computer, als ich in meinem Herzen ganz klar das Wort "Kathmandu" vernahm.
Ich war dort nie gewesen und kannte dort auch niemanden.
Doch nach wenigen Tagen erreichte mich ein Brief aus Kathmandu, geschrieben von ehemaligen Kollegen aus einer Gemeinde in Amerika, in der ich mal ein Jahr gearbeitet habe.
Das hat mich auferbaut.
Ich fuhr prompt nach Nepal und wir hatten eine wunderbare Zeit im Herrn.

Strenggenommen braucht man im NT keinen Propheten mehr, um von Gott geleitet zu werden.
Johannes 2, 27, sagt gar, "Und ihr! Die Salbung [das ist der Hl. Geist], die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, daß euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist es auch wahr und keine Lüge. Und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in ihm."

Wozu dann noch Weissagung?

Sie dient in erster Linie zur Bestätigung von Informationen, die Gott bereits in unseren Geist hineingefunkt hat. Als ich mich einst damit trug, in die USA überzusiedeln, hat George Moss lediglich bestätigt, was bereits in meinem Herzen vorhanden war.
Das hat mich ermutigt.

Natürlich kommt es immer wieder vor, daß jemand mit einem "Wort" zu mir kommt, mit dem ich nichts anfangen kann. Dann lächle ich und vergesse es wieder.
In Fällen dreister Einflußnahmeversuche habe ich solche Worte auch schon entschieden abgelehnt.
Auch in meiner Gemeinde unterbinde ich manchmal die Wortgeberei. Vor allem, wenn ich die gebende Person nicht kenne.

Eine Person weissagte vor Jahren mal über einen jungen Mann, er werde noch dieses Jahr seine Zukünftige finden. Dieses Wort hat zu allen möglichen Komplikationen geführt. Ein Gespräch mit beiden jeweils allein hat die Welt wieder zurechtgerückt.

Jemand anders sagte mal im Namen des Herrn, "Wie lange wollt ihr noch auf beiden Seiten hinken..." (Eine offensichtliche Anspielung auf 1 Könige 18, 21). Weiter kam sie nicht. Denn ich sagte, "Moment. Ich bin nicht Ahab, die Gemeinde ist nicht das abgefallene Israel, das den Baal anbetet, und du bist nicht Elia."
Unsere Bekanntschaft war leider nur von kurzer Dauer, da die Person ihre "Worte" mehr liebte als Gott.

Man kann verstehen, warum Paulus sagt, "Weissagungen verachtet nicht."
Doch wenn man lernt, damit umzugehen, dann kann Weissagung--also das Reden zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung OHNE konkrete Voraussage der Zukunft--etwas ganz Wunderbares sein.

Das muß dezent gehandhabt werden.
Der Geber ist nur Überbringer des Wortes. Er darf sich keine Einflußnahme auf den Empfänger anmaßen.
Der Empfänger muß das Wort PRÜFEN und auch mal verwerfen. Keinesfalls darf er sich sklavisch daran halten, weil "Gott" gesprochen hat. Er muß unbedingt selber denken und sein eigenes Herz prüfen: Bestätigt das Wort etwas, das in meinem Herzen schon vorliegt? Erst recht muß geprüft werden, wenn das Wort eine eindeutige Handlungsanweisung, eine Schmeichelei oder eine deutliche Kritik enthält. Man muß dann die Größe haben, es abzulehnen.

Im großen und ganzen finde ich jedoch: Wir sollten uns drauf einlassen.