Freitag, 31. Januar 2014

Statistiken

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27


Ich hab mal unsere YouTube-Statistiken für Januar 2014 angeschaut. (YouTube ist das Portal auf dem wir unsere Predigtvideos veröffentlichen). Das war ganz interessant.
So sind 72 % unserer Zuschauer weiblichen Geschlechts.
28 % sind männlich.
Das ist nicht weiter verwunderlich, denn in christlichen Gottesdiensten ist meist die Mehrzahl weiblich. Das CGZ als Ortsgemeinde ist da möglicherweise eine Ausnahme, denn zu uns kommen auch ziemlich viele Männer.

Die Wiedergabezeit der aufgerufenen Videos betrug diesen Monat 54.691 Minuten. Das sind etwa 911 Stunden. (Ich bin froh, dass ich die nicht alle in Persona predigen musste, denn das wären mehr als 29 Stunden am Tag).

Wir haben 27 Abonnenten gewonnen und 4 verloren.

Usw.

Ich finde es prima, dass es diese technischen Möglichkeiten gibt. Leute, die weit vom Schuss wohnen oder die aus welchen Gründen auch immer am Sonntag keinen Gemeindegottesdienst besuchen können, finden hier einen Ersatz.
Einen zeitweiligen.
Denn ein Videoprediger kann die Gemeinschaft, die eine Ortsgemeinde mit sich bringt, nicht dauerhaft ersetzen. (Das soll nicht heißen, dass ich will, dass nächsten Monat weniger Zuschauer einschalten. So ein Bibellehrdienst hat schon seine Berechtigung. Jesus zog ja auch umher).

Dienstag, 28. Januar 2014

Leben aus Gnade

"Die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade."
Römer 6, 14

Wir hatten am Sonntag eine super Zeit mit Stephan Steinle und seinem Sohn Andy. Stephan ist ja ein recht leidenschaftlicher Prediger.

Er ist heute Evangelist in Asien. Doch sein großes Lebensthema ist das Leben aus Gnade. Darüber spricht er gern. Man kann nämlich als Christ prima unter Werksgerechtigkeit und Verdammnis geraten, wenn man nicht aufpasst. Dann lebt man nicht aus Gnade, sondern aus eigener Kraft.
Doch aus eigener Kraft und durch gute Taten vor Gott wohlgefällig zu werden, ist unmöglich. Es ist außerdem unglaublich erschöpfend. Denn egal wie sehr wir uns auch anstrengen, nichts ist je genug. Das Gefühl des "Jetzt bin ich wohlgefällig vor Gott" will sich einfach nicht einstellen. Beten, bibellesen, geben, leiten, dienen...: Immer ginge es noch einen Tick besser.

Was jeder Christ in seinem Herzen erkennen muss, ist dass Gott uns bedingungslos annimmt in dem Moment, in dem wir Jesus zum Herrn unseres Lebens machen. Wir werden gerettet völlig ohne eigenes Zutun, rein aus Glauben.
Das ist Gnade.

Wer die Gnade Gottes in Jesus annimmt, dem gibt Gott die Macht über sein Leben zurück. Ihm wird der freie Wille, den Adam am Anfang hatte, zurückerstattet. Er ist nun nicht länger unter seine niedere Natur verkauft, sondern er beherrscht sie.

Freiheit ist nicht, alles tun zu dürfen was einem gerade einfällt.
Freiheit ist, nicht alles tun zu müssen was einem die Gedanken vorschlagen, egal mit welcher Vehemenz sie Ihre Forderungen stellen.
Freiheit hat viel mit Selbstdisziplin zu tun.
Wer es fassen kann, der fasse es.

Samstag, 25. Januar 2014

Stephan Steinle im CGZ

"Und es war große Freude in jener Stadt."
Apostelgeschichte 8, 8

Ich freue mich, morgen meinen ehemaligen Bibelschuldirektor und guten Freund Stephan Steinle im CGZ, wo er den Sonntagsgottesdienst gestalten wird, begrüßen zu dürfen. Sein Sohn Andi begleitet ihn.
Heutzutage ist Stefan überwiegend als Missionar in Asien tätig, (nächste Woche ist er schon wieder dort). Man möchte kaum glauben was dort in einigen als verschlossen und vernagelt geltenden Ländern alles möglich ist.
Das Evangelium ist in einem Triumphzug unterwegs.
Und nicht nur dort.
Stephan sprach gestern schon im Schweinfurter Chapter der "Christen im Beruf", das aus allen Nähten platzte.
Morgen früh spricht der bei uns, und am Abend dann in der Biblischen Glaubensgemeinde in der Kornacherstraße bei Pastor René Stebani.

Herzliche Einladung an alle, die kommen wollen.

Freitag, 24. Januar 2014

Vater und Mutter im selben Körper

"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie." (1. Mose 1,27)

In Amerika, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, lebt ein Mann namens Andy Inkster.
Inkster wurde nicht als Mann geboren, sondern als Frau. Im Alter von 18 Jahren beschloss sie, ihr Geschlecht zu ändern. Sie änderte ihren Namen, nahm männliche Hormone und ließ sich die Brüste amputieren.
Der Wunsch nach biologischen Kindern war jedoch da, so ließ sie ihre primären Fortpflanzungsorgane intakt. Mit Mitte 20 fand sie, dass die Zeit reif war und versuchte schwanger zu werden.

Die erste Fruchtbarkeitsklinik weigerte sich, seinem/ihren Wunsch nach künstlicher Befruchtung nachzukommen. Man habe zu wenig Erfahrung mit Transgender-Männern, um die richtigen Hormone und den passenden Spendersamen zu verabreichen.

A.I. fand danach eine andere Fruchtbarkeitsklinik, die weniger Skrupel hatte, sich seinem Wunsch nicht verweigerte und ihn schwängerte. Irgendwann im Oktober 2010 entband er dann ein Mädchen.

Dieses erbarmungswürdige Wesen hat nun Vater und Mutter in einem Körper.

Doch A.I. ist nicht nur stolzer Vater/Mutter in einem, er ist auch ein Aktivist. So verklagte er die erste Fruchtbarkeitsklinik, die ihn abgelehnt hatte, wegen sexueller Diskriminierung.
Und die Antidiskriminierungskommission des Staates Massachusetts gab ihm recht.

Wahnsinn.

Man mag einwenden, dass dies doch mit Deutschland nichts zu tun habe. Die Amis tickten schon immer ein wenig anders. Dort sind an manchen Orten Dinge möglich, die bei uns nie möglich wären.
Das sehe ich anders.
Der Blick über den großen Teich ist ein Blick in unsere Zukunft, wenn wir nicht gewaltig aufpassen. So gibt es in Baden-Württemberg einen Bildungsplan, der vorsieht, Kinder dazu zu erziehen, Lebensentwürfe wie den oben beschriebenen, gut zu finden. Ist vielen verantwortungsbewussten Eltern der Sexualkundeunterricht jetzt schon unangenehm, so soll nun nach dem Willen des Kultusministeriums auch noch die alternative Sexualität in all ihren Ausgestaltungen als normal, unproblematisch, ja als regelrecht förderungswürdig dargestellt werden. Schamgrenzen werden geschleift, Tabus werden niedergerissen. Von dort aus ist es nicht mehr weit zu einem Vater/Mutter-Wesen.

Das Kindeswohl ist wohl das Letzte was diese Leute im Sinn haben. Denn sonst würden sie für das Recht eines jeden Kindes auf einen Vater und eine Mutter plädieren. So hat es die Natur vorgesehen, so ist es richtig und gut.


Bei aller Sympathie und allem Mitgefühl für Menschen, die Probleme mit ihrer sexuellen Identität haben, dürfen wir nicht vergessen, dass unter diesen Leuten eben auch erbarmungslose Aktivisten am Werk sind, die nicht um Toleranz werben, sondern uneingeschränkte Akzeptanz ihres Lebensstils fordern, und mag der noch so risikobehaftet sein.
Und wehe dem, der die Akzeptanz verweigert.

In Marburg fand vor nicht allzulanger Zeit ein Psychologenkongress statt, auf dem ein christlicher Sprecher ganz harmlos über die „Heilung der Sexualität“ zu referieren versuchte. Sein Plan: Homosexuellen einen therapeutischen Ausweg aus ihrem Dilemma anzubieten, wenn die das wollen.
Dies führte zu einem Aufschrei in der Szene.
Zum Schluss standen 1000 Polizisten etwa 1000 Schwulenaktivisten gegenüber, die ihren Haß und ihre Feindseligkeit unter anderem dadurch kundtaten, dass sie gekreuzigte Schweine an Kirchen- und Gemeindemauern sprayten mit dem Text "Jesus du Opfer."
Soviel zur Toleranz der Toleranzforderer.
Gegen den Bildungsplan des Kultusministeriums in Baden-Württemberg hat übrigens ein besorgter Realschullehrer eine Online-Petition ins Leben gerufen.
Die Reaktion der Aktivisten?
Gegen den Mann wurde Strafanzeige erstattet und eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingeleitet. Man versucht ihn zu vernichten. Toleranz, eine Liebe zur Meinungsvielfalt, sucht man hier vergebens. Hier setzen vollständig humorlose Aktivisten erbarmungslos eine erbarmungslose Agenda ins Werk.

Was tun?
Es war schon immer die Aufgabe der Christen, gegen den Zeitgeist zu schwimmen und unpopuläre Stellungen zu beziehen. Das ist unsere Aufgabe als Salz der Erde.

Die Bibel lehrt, und meine Erfahrung ist, dass Homosexuelle nicht als solche geboren werden. Ich kenne Menschen, die sich diesen Lebensstil angezogen und ihn mit derselben Leichtigkeit wieder abgelegt haben.

Die Frau des neuen Bürgermeisters von New York, Chirlane de Blasio, war jahrzehntelang praktizierende Lesbierin und beinharte Aktivistin. Sie schrieb 1979 einen einflussreichen Essay mit dem Titel "I am a Lesbian", mit dem sie, (eine Schwarze), unter anderem zu widerlegen suchte, dass es keine schwarzen Homosexuellen gebe.
Das ist lange her. Seitdem hat sich in ihrem Leben viel geändert.
Zu ihrer heute völlig veränderten Sexualität befragt, schreibt sie, "In den Siebziger Jahren habe ich mich als Lesbierin identifiziert und darüber geschrieben. 1991 habe ich die Liebe meines Lebens getroffen und ihn geheiratet." Das war das Ende ihres Daseins als Lesbierin und der Beginn ihres Daseins als Ehefrau und Mutter.
Manchmal legen sogar Aktivisten diesen Lebensstil ab wie ein altes Kleid.
Weil es möglich ist.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Das antike Korinth war ein berühmter Ort geschlechtlicher Zweideutigkeit. Dort fand schon damals alles statt, was die Sexszene heute so bietet. Paulus gründete eine Gemeinde dort. Er warnte die Korinther einerseits und wies sie andererseits auf ihre großen Siege auf diesem Gebiet hin:

"Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch ... Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder ... werden das Reich Gottes erben.
Und das sind manche von euch gewesen!
Aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes." (1. Korinther 6, 9-11).

Jesus rettet. Auch vor sexuellem Harakiri.
Wenn man das will.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Beten? Zum wem?

B.M. aus der Schweiz schreibt,
"Ich höre derzeit Ihre Serie "die Zehn Gebote"... Da erwähnen Sie, dass Sie Christen kennen, die zu Jesus beten... Ich verstehe das einfach nicht, warum wir nicht zu Jesus beten sollen. Jesus = Gott. Das Ganze hat mich schon etwas verunsichert...
Können Sie mir bei Gelegenheit mal etwas Licht ins Dunkel bringen? Das wäre ganz super."

Hallo B. M.,

ich freue mich, dass Sie unsere Predigten regelmäßig und mit Gewinn hören.
Ich habe den Wortlaut von Teil eins der „Zehn Gebote“ nicht mehr detaillierten Kopf, aber die Frage verstehe ich. Sie taucht immer wieder mal auf.

Jesus ist Gott. Jesus und der Vater sind eins. Zusammen mit dem Heiligen Geist bilden sie den dreieinigen Gott. Da sollte es doch egal sein, zu wem wir beten.

Nun, Jesus wies die Jünger stets an, ihre Bittgebete an den Vater zu richten. Das Vaterunser ist hier nur das prominenteste Beispiel.
Im Johannesevangelium, Kapitel 14, 15 und 16 fügt er hinzu, dass wir zum Vater in seinem, Jesu, Namen beten sollen.
"Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben." (Johannes 16, 23).
Und wo er doch einmal sagt, „Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun,“ (Johannes 14, 14), dann fehlt prompt in vielen alten Handschriften das Wort mich. In allen Handschriften fehlt es auch in Vers 13, wo Jesus fast genau dasselbe sagt.

Auch der Apostel Paulus hat seine Bitten an Gott den Vater gerichtet. Zwei Gebete aus dem Epheserbrief seien hier beispielhaft erwähnt:
"Ich gedenke euer in meinen Gebeten, daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe..." Kapitel 1, 16 + 17).
Und:
"Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird. Er gebe euch..." (Kapitel 3, 14 - 16).

Ist es grundfalsch, schlimm und verboten, zu Jesus zu beten?
Nein, sicher nicht.
Ihn zu loben und zu preisen und anzubeten ist mehr als angebracht. Das tut auch Paulus, zum Beispiel in 1 Timotheus 1, 26, wo er mit großer Begeisterung ein Loblied der Urgemeinde, das Jesus verherrlicht, zitiert.

Doch Bittgebete sollten wir stets an Gott den Vater im Namen Jesu richten.
So sehe ich das im Wort Gottes.

Montag, 20. Januar 2014

Get Busy - Get Supercharged

"Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren."
Johannes 14, 26

Das Wort Beistand im obigen Satz ist im griechischen Urtext der Bibel das Wort Parakletes.

Parakletes setzt sich aus zwei Worten zusammen: aus dem Wort para, das neben bedeutet, und dem Wort kaleo, was rufen bedeutet. Ein Parakletes ist, wörtlich übersetzt, ein zur Unterstützung Herbeigerufener.

Ein Unterstützer ist keiner, der eine Sache für einen tut. Ein Unterstützer ist jemand, der einem bei der Bewältigung einer Aufgabe hilft.

Zuviele Christen legen nach dem Gebet die Hände in den Schoß, werden passiv, und erwarten, dass Gott nun ohne ihr weiteres Zutun eingreift. Wenn der Heilige Geist ein Unterstützer ist, und das ist er, wie wir gesehen haben, dann ist diese Haltung fatal. Denn ein Beistand kann einem nur beistehen, wenn man etwas tut.

Nachdem wir gebetet haben, müssen wir meist weiter aktiv bleiben, um zur Erhörung und zum Erfolg durchzudringen.

Paulus handhabte das so.
Als er einmal auf Missionsreise war, hinderte der Geist Gottes ihn, in eine bestimmte Gegend zu ziehen. Paulus setzte sich nun nicht hin und wartete, bis eine konkrete Weisung kam, sondern er zog einfach weiter in eine andere Gegend. Als sie auch hier vom Herrn keine Erlaubnis erhielten das Evangelium zu predigen, bog die Apostelgruppe einfach abermals ab und wanderte weiter.
Paulus blieb in Bewegung, bis der Herr ihm schließlich eine Vision schenkte und ihn nach Mazedonien schickte. So kam das Evangelium nach Europa. (Apostelgeschichte 16, 6ff).

Allzuviel Passivität ist im Plan Gottes nicht vorgesehen. Der Heilige Geist ist ein Beistand, nicht jemand, der's für uns tut.
Paulus bringt das so auf den Punkt:
"Ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle. Nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist." (1 Korinther 15, 10).

Freitag, 17. Januar 2014

Gute Beziehungen

"Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt: Darüber denkt nach ... und der Gott des Friedens wird mit euch sein."
Philipper 4, 8-9

Die meisten Menschen hätten vermutlich gern gute Beziehungen. Damit meine ich nicht Vitamin B, das einem Vorteile verschafft und Türen öffnet, sondern das harmonische Miteinander ganz allgemein.

Das gelingt nicht immer und schon gleich gar nicht gelingt es automatisch. Wie heißt es so schön? Niemand kann in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Doch man sollte immerhin mit uns in Frieden leben können.

Psychologen in Universitäten, wo man es sich leisten kann, obskure (und manchmal sogar nützliche) Sachverhalte lang und breit und hoch und tief zu studieren, haben im Rahmen einer solchen Studie 60 Firmen analysiert.

Ein Drittel dieser Firmen boomte wirtschaftlich, einem Drittel ging's ganz gut und ein Drittel steuerte auf die Pleite zu.

Zur Analyse setzten sich die Wissenschaftler in die Geschäftskonferenzen dieser Firmen und transkribierten jedes Wort, das dort gesprochen wurde. Sie klopften jeden Satz auf die Anzahl seiner positiven und negativen Worte ab.
Was sie feststellten war hochinteressant.
In Firmen, in denen mindestens 2,9 positive Aussagen einer negativen Aussage gegenüberstanden, war die wirtschaftliche Lage gut bis blendend.
Wenn die Anzahl der positiven Aussagen im Verhältnis zu den negativen darunter lag, dann ging es der betreffenden Firma wirtschaftlich nicht besonders gut.

Interessanterweise war es jedoch auch so, dass übertrieben viele positive Aussagen ebenfalls schädlich waren. Bei einer Ratio von 13:1 (positive Aussagen zu negativen), glaubte niemand mehr an den Wahrheitsgehalt der süßen Worte.

Ein an der Studie beteiligter erfolgreicher Rechtsanwalt war ganz schockiert und warf ein, dass die Ratio von positiven zu negativen Aussagen vor Gericht bestenfalls eins zu drei sei. Der Gerichtssaal ist nun einmal kein besonders wonniger Ort.
Völlig richtig, meinte die Studienleiterin, und wies darauf hin, dass Rechtsanwälte eine außerordentlich hohe Depressions-, Selbstmord- und Scheidungsrate aufweisen. Die Negativität, die ihr Beruf zwangsläufig mit sich bringt, hat ziemlich ungute Auswirkungen auf das Privatleben von Anwälten.

Überträgt man die Ergebnisse der Studie auf alltägliche Beziehungen, die jeder Mensch unterhält, dann ist festzustellen, dass beispielsweise eine Ehe in der die Partner nicht wenigstens dreimal so viel Gutes wie Negatives zueinander sagen, schwer Schlagseite hat, unbefriedigend ist, und vielleicht sogar irgendwann vor dem Scheidungsrichter landen wird.

Und wie reden wir mit unseren Kindern?
Hier überwiegt das Negative oft bei weitem das Positive. Da den richtigen Ausgleich zu finden ist eine grandiose Herausforderung.

Zumindest kennen wir diese Studie jetzt und können unsere Lehren daraus ziehen.

Paulus wusste das alles schon vor 2000 Jahren und schrieb es in den Philipperbrief.

Dienstag, 14. Januar 2014

Spenden und Adressen

"Ehre den HERRN mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines Ertrages! Dann füllen deine Speicher sich mit Vorrat, und von Most fließen über deine Keltern."
Sprüche 3, 9-10

In diesen Tagen ist es wieder soweit: wir bearbeiten die Spendenquittungen. Die meisten sind bei den Spendern sicher schon angekommen.

Wir haben jedoch festgestellt, dass wir von einigen Gebern keine Adressdaten haben. Wer uns also im letzten Jahr finanziell unterstützt hat und eine Spendenquittung haben möchte, aber uns seine Adresse nicht verraten hat, den bitte ich, dies nun nachzuholen und uns eine Mail zu schicken.
Ich finde, es ist eine prima Idee, den Staat zur Finanzierung des Evangeliums beitragen zu lassen. Das tut der nämlich, wenn wir ihm eine Spendenquittung vorlegen. Unser zu versteuerndes Einkommen mindert sich dann um den Spendenbetrag.
Zu deutsch: wir sparen Steuern.

Was haben wir im letzten Jahr missionarisch getan?
Wir haben einer indischen Gemeinde zu einem nicht unerheblichen Teil das Gemeindegebäude finanziert. (Wir kennen die Leute, denen wir das Geld geschickt haben. Man kann in diesen Ländern nämlich auch böse reinfallen).

Wir haben in Afrika und Asien erfolgreiche evangelistische und christlich-soziale Werke unterstützt. (Das machen wir jeden Monat).

Ich selbst habe zu Hunderten angehender Prediger in einem großen Land in Asien gesprochen. (Mir wird vor Sentimentalität ganz warm ums Herz, wenn ich an die Eiseskälte in den Vortragssälen zurückdenke. Und verhaftet wurde diesmal auch keiner, obwohl das schon mal vorkommt).

Doch das war alles letztes Jahr. Wir sind schon wieder mitten in einem neuen. Wir lassen die Ärmel hochgekrempelt und machen einfach weiter wie bisher im Namen des Herrn.

Am 26.1.2014 wird übrigens einer der Missionare, die wir unterstützen, im CGZ den Sonntagsgottesdienst übernehmen. Wir heißen dann Stephan Steinle herzlich willkommen.

In diesem Sinne: Spender, bitte lasst uns eure Adressen zukommen, falls noch nicht geschehen. Gott segne euch für eure Treue und eure Freigiebigkeit.

Samstag, 11. Januar 2014

Was, wenn der Schlaf flieht?

Test. Test, 123...
Funktioniert.

Dieser Post ist insofern etwas besonderes als ich ihn nicht schreibe, sondern diktiere. Ich benutze nämlich heute eine Diktiersoftware. (Mal schauen, ob meine Posts jetzt wortreicher werden).

Ich beantworte jetzt also mündlich folgende Frage, die meine Software-Sekretärin sogleich niederschreibt:

„Pastor, ich kann schon seit Wochen nicht mehr richtig schlafen. Was kann ich machen?“

Sich ausreichend körperlich bewegen natürlich. Möglichst an der frischen Luft. Beizeiten ins Bett gehen und früh aufstehen. Und auf die Ernährungsgewohnheiten achten.
Aber ich denke, das ist sowieso klar.

Manchmal denken wir auch nur, dass wir nicht schlafen. In Wirklichkeit tun wir's doch. Wir merken es nur nicht, weil wir immer wieder aufwachen. Und auch, weil wir uns am Morgen nicht besonders erholt fühlen.

Wenn wir jedoch tatsächlich Nacht für Nacht zu früher Stunde aufwachen, dann vielleicht deshalb, weil der Herr mit uns reden möchte. In diesem Fall schlage ich vor, dass wir aufstehen und ein wenig ins Gebet gehen.

In Esther 6, 1 ging es dem persischen König ähnlich. Dort heißt es, „In jener Nacht floh den König der Schlaf. So befahl er, das Buch der Denkwürdigkeiten, die Chronik, zu bringen. Und sie wurde vor den König vorgelesen.“
So hörte er, dass ein Mann namens Mordechai einen Mordanschlag auf ihn verhindert hatte. Auf die Frage hin, wie dieser Mann belohnt worden sei, erfuhr er, dass man nichts für ihn getan hatte.
Der König war platt.
Sofort befahl er, Mordechai gebührend zu belohnen.
So kam Mordechai wegen der Schlaflosigkeit des Königs doch noch zu seiner Belohnung. Niemand anderes als der Gott Mordechais steckte hinter dieser Schlaflosigkeit.

Zur nachtschlafender Zeit sind wir konzentriert. Nichts lenkt uns ab. Es ist gut möglich, dass dann Gottes Gedanken am ehesten zu uns durchdringen.
Lass dich halt mal drauf ein.

(Die Software-Sekretärin hat ihre Arbeit ganz gut gemacht. Ich musste sie gar nicht so oft korrigieren. So wie ich das sehe, wird sie in Zukunft meine Handgelenke schonen. Sie kann nämlich den ganzen Computer navigieren. Preis dem Herrn).

Donnerstag, 9. Januar 2014

Der Tod und die Forschung

"Du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin."
Psalm 139, 13-14

Das Wort Gottes sagt, dass die Vergänglichkeit, und damit die Alterung, nicht zum ursprünglichen Plan der Schöpfung Gottes gehört haben. In Römer 8, 20-21 heißt es:
"Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat - auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes."

Tod und Alterung haben die Mediziner schon immer fasziniert. Und so dringt die Forschung zurzeit zu erstaunlichen Erkenntnissen durch.

Im Fachmagazin "Forschung", (heißt wirklich so), stand dazu Ende letzten Jahres etwas Interessantes. Man hat nämlich ein Störenfried-Protein gefunden. Es heißt RhoGTPase Cdc42 und schädigt blutbildende Stammzellen. Blutstammzellen sind an sich unbegrenzt teilbar, dh sie sind immer neu, immer jung! Doch wenn sie geschädigt werden, dann altern sie. Wenn man nun dieses Todesprotein hemmt, verjüngen sich die Stammzellen wieder. Die Alterung wird rückgängig gemacht. (Zumindest in Mäusen). Wow.

Vielleicht gelangen wir ja wirklich wieder dahin, dass wir leben bis wir 120 Jahre alt sind.

Noch etwas:
Träger unserer Gene sind die Chromosomen sie haben Enden ähnlich wie Schnürsenkel. Diese Schnürsenkelenden der Chromosomen heißen Telomere. Sie verkürzen sich mit jeder Zellteilung. Das Protein Telomerase hingegen verlängert die Telomere wieder. Leider sind im Körper zu wenige Telomerase Proteine vorhanden, so dass doch im Lauf der Zeit eine Alterung einsetzt. Wenn die Telomere dann alle sind, stirbt der Mensch.

Die Forschung spürt Gott nach. Faszinierend.

Dienstag, 7. Januar 2014

Leiden und Geduld und Betriebssysteme

"Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben."
Jakobus 5, 10

Ich muß sagen, ich kämpfe seit einigen Tagen mit gewissen Produktivitätsverlusten. Schuld daran sind nicht etwa nachweihnachtliche Erschöpfungszustände, sondern ein neuer Computer.
Mit einem neuen Betriebssystem.
Der neue Computer ist ziemlich groß und ziemlich häßlich. Doch das macht nichts, dafür stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Hoffe ich jedenfalls. Denn allzuweit bin ich mit seiner Erforschung noch nicht gekommen. Denn ich ringe, wie gesagt, mit dem neuen Betriebssystem. Und das, obwohl ich seit rund 25 Jahren mit seinen Vorgängern vertraut bin und schon so manche Überraschung erlebt habe.
Windows 8 verblüfft mich.
Nein, es bestürzt mich.
Wie einst die Rechtschreibreform, dieser Kopfschuß.
Seine Erfinder haben ganz klar festgestellt, daß alle Welt mit diesem neumodischen Gedings, den Wisch- und Glänztablets beschäftigt ist, (ich hab auch eins), und haben sich gedacht, das ist die Zukunft! Sowas machen wir auch. Dabei haben sie jedoch vergessen, daß PC-Benutzer an ihren Monitoren gar nicht herumwischen. Die sitzen da vor Tastaturen und Mäusen und arbeiten und schreiben und rechnen. Aber wischen tun sie nicht.

Es gibt nun keine Programme mehr. Programme heißen jetzt Apps wie bei Apple, (kurz für Applications, zu deutsch Anwendungen). Diese Prog... Apps kann man zwar öffen, aber schließen kann man sie nicht mehr. Und man braucht ein NSA-Konto (oder ist's ein Microsoft-Konto?) für sie, das ich aber nicht erstellen will. Nur wenn man vorher in eine andere Oberfläche wechselt und dann den Mauszeiger in die linke obere Ecke bewegt, erscheint auf einmal ein kleines Rechteck, das so aussieht, wie die App in klein. Dann  kann man mit Rechtsklick auf das zu schließende Rechteck klicken und die App schließen.
Genial.

Rechts erscheint am Bildschirmrand ein Charms-Bar, wenn man rechts die Ecken mit der Maus berührt.
Charms ist englisch. Charms ist der Ausdruck für die kleinen Talismäner, die kleine U.S.-Mädchen am Armband haben, den sogenannten charm bracelets. Wußte bisher gar nicht, daß mein Computer so ein charms bracelet braucht. Vielleicht steigert es die Produktivität ja und ich habe es bisher nur nicht gemerkt.

Der Startknopf (der kurioserweise auch Endknopf war) existiert nicht mehr.

Die guten alten Listenmenüs gibt's im Dateimanager (Windows Explorer, Datei Explorer, mit wechselnden Windows-Ausgaben wechselnde Namen für doch stets das gleiche Programm) auch nicht mehr. Die sind explodiert und verteilen ihre Einzelteile nun in einem Band (Ribbon) über die ganze Bildschirmbreite.
Wer hat sich das nur ausgedacht?
Neuerungen um der Neuerung willen.

Die ranke, schlanke, übersichtliche E-Mailanwendung aus Vista ist nicht mehr da. Dh, sie ist schon noch da. Sie liegt noch im System auf der Platte. Aber man kann sie nicht mehr benutzen! Warum sollte man das auch? Dafür gibt's ja jetzt einen unübersichtlicheren, umständlicheren Ersatz (auch mit explodierten Menüs). Importieren kann man seine Mail-Konten leider auch nicht. Und ich hab zu einem wichtigen Konto das Paßwort vergessen...

Der Bildschirmtext ist nicht mehr mit ein paar Klicks zu vergrößern. Er ist futzelklein. Vergrößert man ihn aber, wachsen die Symbole mit und erlangen Übergröße. Das war schonmal besser gelöst. (Ich hätte nicht gedacht, daß ich Bluescreen-Vista mal vermissen würde).

Im Internet findet man zahlreiche Behelfsprogramme, die die alte Funktionalität einigermaßen wieder herstellen. (Den Startknopf und das Startmenü zB kann man mit "Classic Shell" nachrüsten. Dann findet man seine Programme wieder). Das ist alles ungemein spannend und unterhaltsam.
Doch ich hätte eigentlich auch noch echte Arbeit zu erledigen.
Manches davon muß ich halt nun auf dem alten Compi machen, auch wenn der mittlerweile (nach sieben Jahren) bald eine Viertelstunde zum Hochfahren braucht und der Dateimanager spinnt.


Es ist nicht aller Tage Abend.


Wenn Windows 9 dermaleinst nur einfach wieder so aussieht und funktioniert wie XP, wird es ein Verkaufsschlager.

Das eigentliche Problem ist natürlich der Quasi-Monopolstatus, den Microzopf hat. Es dominiert den Markt für Betriebssysteme. Etwas mehr Wettbewerb täte der Branche gut.

Kapitalismus, wo bist du, wenn man dich mal braucht?

Montag, 6. Januar 2014

Drei Könige und eine Flucht

"Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und beteten es an. Und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe."
Matthäus 2, 11

Heute ist der Dreikönigstag.
In der Bibel ist zwar weder von Dreien noch von Königen die Rede, sondern von Weisen aus dem Morgenland. Doch das macht nichts, die Tradition ist eine schöne. Und Feiertag bleibt Feiertag.

Die Weisen brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Zyniker haben gesagt, dies wären für ein kleines Kind die nutzlosesten Geschenke. Doch Zyniker übersehen aufgrund ihrer Disposition oft das Offensichtliche.
Falls Maria und Joseph noch weitere Bestätigungen brauchten: Neben dem Engel Gabriel, Elisabeth, Zacharias, den singenden Engeln und den Hirten, waren dies nun abermals unwahrscheinliche Zeugen, daß dieses Kind einzigartig ist.
Sie kamen von weit her, um nichts anderes zu tun, als einem Kind ein Opfer zu bringen.

Ihre Gaben waren prophetisch.

Gold spricht von Herrlichkeit. Es ist die Gabe für einen König. Kronen sind aus Gold.
Jesus ist ein König. 
Weihrauch verbrannten die Priester. Der Rauch symbolisiert Gebet, das zu Gott aufsteigt.
Jesus ist unser Hohepriester.
Myrrhe hat man für Propheten aufgewendet. Die brachte man um und balsamierte sie dann ein.
Jesus ist ein Prophet.

Doch als Herodes die Kinder umbringen lassen wollte und Joseph von Gott im Traum gewarnt wurde, machte die Heilige Familie die Gaben der Weisen zu Geld und finanzierte so seine Flucht nach Ägypten.

Apropos Flucht.
Über Weihnachten war die Asylpolitik in den Landeskirchen wieder mal ein großes Thema.
Natürlich ist Asyl etwas Gutes und Wichtiges. Ich bin natürlich für Asyl. Gott hat die Menschheit in verschiedene Völker aufgeteilt, damit man aus einem Land in ein anderes fliehen kann.
Aber man sollte Asylanten nicht aus ihrem Kulturkreis reißen und sie über Kontinente verpflanzen. Dies führt zu ungebührlichen Belastungen bei den Flüchtlingen wie bei den sie aufnehmenden Kommunen. Sie sind grundsätzlich in der Nähe ihrer Heimat besser aufgehoben. Maria und Joseph gingen nach Ägypten. Das war nicht weit von Judäa und dort lebten zB in Alexandria bereits rund eine Million Juden. Sie verblieben in ihrem Kulturkreis.

Freitag, 3. Januar 2014

Was wird 2014 bringen?

Was wird 2014 bringen?
Außer höheren Steuern?

Eins bleibt bestimmt: Theologische Streitfragen.
Wir müssen dabei auf uns selber aufpassen. Denn das Bedürfnis recht zu haben ist bei vielen größer als die Liebe zur Wahrheit. Das darf uns nicht passieren. Wir müssen belehrbar bleiben. Man kann sich so in seinen Lieblingsgedanken verrennen, daß man für die Wahrheit nicht mehr zugänglich ist.
Das ist schlecht.
Wie komme ich darauf?
Nun, ich bekomme öfters Zuschriften.

Manche bestehen zB darauf, daß der Sabbat heute noch zu halten sei, wie zur Zeit des alten Israel. Dabei vergessen sie, daß unser Erlöser Jesus heißt und nicht Sabbat. Die 12 Apostel in Jerusalem schrieben den Heidenchristen zwar einige Gebote, wie das, sich von der Unzucht zu enthalten. Doch vom Sabbat sprachen sie nicht.
Paulus schon.
In Römer 14, 5 sagt er, "Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt."
Er selber hat klar darauf bestanden, daß nicht das Halten der Gebote Erlösung bringt, sondern der Glaube an das Erlösungswerk Jesu. Das führt er in Kolosser 2 aus und endet mit Vers 16: "So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats." Diese Dinge des Alten Testaments sind nur Symbole, ein Schatten der künftigen Dinge, (Vers 17).
Mehr nicht.
Außerdem wäre das Halten des jüdischen Sabbats für christliche Sklaven im römischen Reich unmöglich gewesen. Die Römer hatten nämlich bis 321 AD die 8-Tage-Woche. Die Ägypter sogar die 10-Tage-Woche. Hätte sich ein christlicher Sklave geweigert, die Woche seines irdischen Herrn anzuerkennen, hätte er Konsequenzen bis zum Tod zu befürchten gehabt.
Werde ich mit diesen Ausführungen knallharte Sabbatjünger überzeugen?
Ach wo.
Der Mensch glaubt, was er glauben will.
Selbst Jesus wurde ständig angemacht, weil er am Sabbat heilte, umherging; weil seine Jünger am Sabbat Ähren rupften und aßen.
Was sagte der Herr zu seinen Kritikern? "Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbats." (Markus 2, 28). Freunde hat er sich damit in religiösen Kreisen nicht gemacht. (Natürlich halten die Sabbatisten den Sabbat selber nicht. Am Sabbat sind zB nur 1000 Schritte erlaubt. Zählen die alle mit? Ich behaupte, die meisten zählen ihre Schritte nicht).

Zur Zeit von Paulus war die Beschneidung in den Augen vieler Leute so wichtig, wie heute der Sabbat. Die Beschneidung betrachteten damals viele als das ultimative Gebot, an dessen Einhaltung ihr Seelenheil mit hängt. Denen sagt Paulus in Galater 5, 6: "In Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern durch Liebe wirksamer Glaube."
Das gilt entsprechend auch für den Sabbat.
Denn er sagt in Galater 4, 9-11 auch, "Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Ihr beachtet Tage [der Sabbat ist ein Tag] und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe."

Eine ewige Rechthaberei gibt's auch, wenn es um die Gottessohnschaft Jesu Christi geht. Vor allem Mohammedaner behaupten, Jesus habe nie gesagt, er sei der Sohn Gottes. Das sagen sie, weil sie nie Johannes 10, 37 gelesen haben, wo Jesus sagt, "Ich bin der Sohn Gottes." In den letzten Versen von Johannes 8 sagt er außerdem, "Bevor Abraham war, bin ich."
Jesus tut hier ganz deutlich kund, daß er schon vor seiner Menschwerdung existiert hat und sich an diese Zeit erinnern kann. (Der Vater hat ihm da offenbar den Sinn geöffnet).
Jesus nicht Gott?
Er wurde auf einem Berg im Gebet vor Zeugen umgestaltet. "Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht." (Matthäus 17, 2).
Jesus war kein Mensch wie jeder andere.
Er war auch nicht einfach nur ein Prophet. Er ist, was er sagt daß er ist. Punkt.

Für 2014 wäre also ein guter Vorsatz, belehrbar zu bleiben und nicht rechthaberisch zu werden.
Und dabei Jesus im Zentrum zu behalten.