Donnerstag, 31. Januar 2013

Bezeichnet sich Jesus als Sohn Gottes?

"Pastor, Jesus war ein großer Lehrer und Prophet, aber er war nicht der Sohn Gottes. Er hat das auch selber nie von sich behauptet."

Jesus hat sehr wohl von sich gesagt, er sei der Sohn Gottes:
"Sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?" (Johannes 10, 36).
Es geht kaum deutlicher.

Als Zeugen zieht er seine unbestrittenen Werke heran:
"Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und versteht, daß der Vater in mir ist und ich in dem Vater." (Verse 37 und 38).

Ich glaube jedoch nicht, daß sich hartgesottene Sohn-Gottes-Leugner von diesen Versen groß beeindrucken lassen. Zu tief steckt ihr Vorurteil gegen Jesus. Das war schon zu seiner Zeit so:
"Da suchten sie wieder ihn zu greifen, und er entging ihrer Hand." (Vers 39).

Statt sich überzeugen zu lassen, verfolgten sie ihn.
Tu das nicht. Denn sonst geht's dir zum Schluß wie Paulus, als er noch Saulus war und die Christen blutig verfolgte. Ihn warf Jesus vom hohen Roß und drohte ihm:
"Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen." (Apostelgeschichte 26, 14).
Wer gegen einen Stachel schlägt, tut sich selber weh!

Gott sitzt zum Schluß über dich Gericht, nicht du über ihn.

Dienstag, 29. Januar 2013

Fluch?

"Pastor, ich habe gelesen, daß Christen unter Generationenflüchen leiden können. Wenn's bei mir mal nicht so rundläuft, sollte ich dann nach so einem Fluch in meinem Leben suchen?"

Nein.
In der Vergangenheit zu wühlen, ist unnötig. Christen haben keine Generationenflüche, unter denen sie zu leiden hätten. Das würde ja bedeuten, daß das sündenvernichtende Blut Christi schwächer ist als irgend ein dahergelaufener Fluch.
Nein, nein.
Für dich als Christen gilt: "Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind." (Römer 8, 1).
Paulus sagt weiter, "Wer ist, der da verdamme? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet." (Vers 34).

Vielleicht gab's tatsächlich mal eine generationenlange Aneinanderreihung von immergleichen Problemen in deiner Familie, (Schulden-, Suchtprobleme, usw.). Doch als du Christ wurdest, hat Gott dich in eine andere Familie eingepflanzt: Seine eigene. Du bist nun Kind Gottes und Gott hat nicht mit Generationenflüchen zu kämpfen. Vielmehr gibt's bei ihm ausschließlich einen Generationensegen.
Laß dich also nicht ablenken. Schau auf Jesus und seine Verheißungen.
Warum sich mit Flüchen beschäftigen, wenn Segen über uns bestimmt ist?

Freitag, 25. Januar 2013

Christliche Werte nein danke?

"Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt."
Römer 1, 28

Am Montag, 21.1.2013, war in Amerika Martin-Luther-King-Tag. Es traf sich, daß dies auch der Tag der neuen Vereidigung von Präsident Obama war, (der öffentlichen; die eigentlich rechtswirksame Vereidigung wurde bereits am Sonntag im kleinen Kreis vorgenommen).
Mr. Obama schwor seinen Amtseid, indem er seine Rechte erhob und seine Linke auf nicht eine, sondern gleich auf zwei Bibeln legte. Es waren die von Abraham Lincoln und die von eben jenem Mose der Schwarzen M.L. King.
Der hieß eigentlich Michael King. Doch als sein Vater, ein Reverend, von einer Reise nach Deutschland, wo er auf den Spuren Luthers wandelte, zurückkehrte, benannte er sich und seinen seinen Sohn um in Martin Luther. Der Bürgerrechtler MLK starb 1968 eines gewaltsamen Todes. Doch das nur am Rande.

Für gewöhnlich lädt der Präsident einen bekannten Pastor ein, der das Gebet spricht. Vor vier Jahren tat dies der weltbekannte Pastor Rick Warren, der einflußreiche Bücher schrieb und dessen Kleidungsstil für viele Prediger prägend wirkte. Er verzichtete auf Anzug und Krawatte und predigte stattdessen im Hawaii-Hemd. Als dennoch Zehntausende in seine Gottesdienste strömten, ermutigte dies viele, sich ebenfalls leger zu kleiden. Doch egal.

Eigentlich sollte Pastor Louie Giglio von der Passion City Church in Atlanta beten. Doch als eine 15-20 Jahre alte Botschaft auftauchte, in der Giglio Homosexualität als Sünde bezeichnete, war ihm klar, daß militante Schwulenverbände dies in verheerender Weise und mit tatkräftiger Unterstützung der Medien gegen ihn und seine Gemeinde verwenden würden und trat "freiwillig" den Rückzug an.
Das ist bedauerlich.

Präsident Obama schwor zwar auf zwei Bibeln, doch er hätte das auch lassen können. Denn er steht weder für ihre Werte noch für die ihrer ehemaligen Besitzer. Weder Lincoln noch King stritten für das, was dieser Präsident anstrebt: eine Umdefinierung von Ehe und Familie. Dies hat Obama in kaum verklausulierter Weise in seiner Antrittsrede angekündigt, als er von "unseren schwulen Brüdern und Schwestern" und deren zu erweiternden Rechten sprach.
Eine Kampfansage.
Es ist seit langem bekannt, daß sich das Wort des Gottes, der die Familie erfunden hat, strikt gegen eine Unterminierung oder Abschaffung der Ehe ausspricht und Homosexualität als Sünde bezeichnet.
Menschen, die sich von Gott abwenden, wenden sich automatisch dem Fleisch und seinen Vergnügungen zu. Lust kann man jedoch nicht befriedigen.
Bedürfnisse ja.
Doch Lust sucht stets den noch größeren Kick und führt deshalb zu allen möglichen Neigungen und Gebundenheiten, nicht zuletzt zu unnatürlichen.
Vielen ist nicht klar, was da abgeht. Sie denken, man wird so geboren. Das Wort Gottes hingegen zeigt, daß Menschen in Korinth, die diesen Neigungen nachgingen, vom Herrn befreit wurden:
"Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige [pornoi] noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch... werden das Reich Gottes erben. Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes." (1 Korinther 6, 9-11).

So gebundene Menschen sollten von uns nicht verurteilt oder verdammt werden. Vielmehr sollte man versuchen, ihnen zu helfen. Denn Jesus ist kein Verdammer, sondern ein Erlöser der Sünder.
Sich jedoch wie der US-Präsident die Agenda ihrer militanten Lobbyisten zu eigen zu machen, ist das Falschestmögliche.

Ein Pastor wurde von der Bühne geschubst, weil er von seinem Recht der freien Rede Gebrauch machte und artikulierte, was Milliarden von Menschen genauso sehen: Er nannte eine Sünde Sünde.
Das ist überaus problematisch.
Martin Luther King schrieb einst aus dem Knast, "Wie entscheidet man ob ein Gesetz gerecht oder ungerecht ist? Ein gerechtes Gesetz ist ein menschengemachtes Gebot, das mit dem moralischen Gesetz oder dem Gesetz Gottes harmoniert."
Es kann gut sein, wie Rick Warren sagte, daß die Bürgerrechtsbewegung unserer Zeit in der Verteidigung der Religionsfreiheit (im Westen) besteht. Sie wird von denen, die für ihr eigenes Treiben unablässig Toleranz einfordern in mächtig intoleranter Weise unterwühlt.
Sie haben nun einen mächtigen Verbündeten.
Wir aber haben nur Jesus. ;)

Dienstag, 22. Januar 2013

Fühlst du eine Wand zwischen dir und Gott?

"Pastor, wenn ich bete, dringe ich irgendwie nicht durch. Ich habe manchmal das Gefühl, ich könnte genausogut mit einer Wand reden."

Sicher kann man im Gebet nicht immer nach seinen Gefühlen gehen. Wir gründen unseren Glauben nicht auf unsere Gefühle, sondern auf das Wort Gottes.
Doch eine Art "Eisernen Himmel" wahrzunehmen ist auf Dauer nicht normal.
Was mich zu einer Begebenheit im Evangelium bringt.

Einem Mann ist es in Markus 10, 17-31 ähnlich gegangen.
Er lief Jesus entgegen und fiel ihm zu Füßen. Dann fragte er ihn, was er tun müsse, um ewiges Leben zu bekommen.
Der Mann fühlte also eine drückende geistliche Not. Was er NICHT fühlte, war, schon ewiges Leben zu haben.
Jesus beriet ihn und wies ihn aufs Halten der altbekannten 10 Gebote hin.
Nun entgegnet der Mann, daß er diese bereits halte--schon von Jugend auf!
Er tut also bereits, was Jesus ihm als Lösung mitteilt--und es funktioniert nicht. Der Himmel scheint noch immer vernagelt.
Da blickt Jesus diesen jungen Mann durchdringend an und sagt, "Eins fehlt dir."
Was für eine Antwort! Was für eine Verheißung.
Der Mann freut sich. "Nur eins?"
"Ja."
"Was denn?"
"Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach." (Markus 10, 21).
Eine Einladung, wie sie sonst nur die Apostel bekamen. Und der Grund für die geistliche Dürre wird auch benannt: Geldliebe.
Doch was macht der Mann mit dieser Antwort?
Er verwirft sie. "Er aber ging, entsetzt über das Wort, traurig weg, denn er hatte viele Güter." (Vers 22).
Sicher war dies nicht das erste Reden Gottes, das dieser Mann in bezug auf seine Geldliebe hörte. Doch statt auf Gott einzugehen, beschloß dieser Mann, stattdessen alle anderen Gebote überzuerfüllen. So hatte er für andere den Anschein eines wirklichen Gottsuchers, ohne dabei jedoch in Wahrheit Gott näherzukommen.
Er wußte sicher schon die ganze Zeit, wo das Übel liegt, konnte sich aber nicht aufraffen, es aus der Welt zu schaffen.

Ich fühle keine Wand zwischen mir und Gott. Doch wenn ich eine fühlen würde, dann würde ich den Herrn bitten, mir jemanden zu schicken, der mir die toten Winkel und blinden Stellen, die ich--aus welchen Gründen auch immer--nicht mehr wahrnehme, zeigen darf.
Die Wahrheit macht frei.
Oder auch nicht, wenn man, entsetzt und traurig, von ihr weggeht.

Samstag, 19. Januar 2013

Die offene Hand Jesu

"Und beim Abendmahl, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn überliefere, steht Jesus, im Bewußtsein, daß der Vater ihm alles in die Hände gegeben und daß er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe, von dem Abendessen auf und legt die Oberkleider ab. Und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich. Dann gießt er Wasser in das Waschbecken und fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war."
Johannes 13, 2-5

Judas Ischariot war zu diesem Zeitpunkt bereits durch die staubigen Straßen Jerusalems zu den Hohepriestern gelaufen, um ihnen Jesus zu verkaufen.
Jesus weiß das.
Dennoch nimmt er nun, da sich kein anderer angeboten hat, Wasser und ein Tuch, und wäscht die Füße der Jünger. Auch die von Judas.
Jesus wäscht die Füße von Judas. Er wäscht genau den Staub ab, mit dem Judas sich beschmutzt hat, als er durch die staubigen Straßen der Stadt gelaufen war, um Jesus zu verkaufen.

Mir zeigt das, daß Jesus sogar dann noch bereit war, Judas zu vergeben und mit ihm weiterzuarbeiten.
Dessen Herz war jedoch schon nicht mehr Jesus verbunden. Ein anderer hatte Zugang dazu gefunden.
Die Liebe zum Mammon hatte gesiegt.
Judas manövrierte sich in eine teuflische Situation, mit der er nicht mehr klarkam.

Die Fußwäsche beweist es: Jesus hält dem Sünder bis zuletzt die offene Hand hin.
Hast eigentlich du schon die Hand Jesu ergriffen?
Egal, was du getan hast. Jesus ist bereit, dich anzunehmen.
Er wäscht auch dir den Dreck ab.
Geh auf sein Angebot ein.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Wenn Gott Unglück bewirkt...

"Pastor, Petrus sagt in Apostelgeschichte 10, 38, 'Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.'
Es ist also der Teufel, der krankmacht und Jesus, der heilt.
Nun heißt es in Amos 3, 6' aber, 'Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht bewirkt?' Gott bewirkt Unglück? Wie ist das zu verstehen?"

Zunächst: Gott hat sich in Jesus geoffenbart. Jesus hat stets geheilt und Unglück nur indirekt, (etwa als er Judas sagte, was er zu tun gedenke möge er bald tun).

Wer Amos liest, kann auf den Gedanken kommen, daß Gott in allen Städten jedes Unglück verursacht und somit für alles Unglück auf der Welt verantwortlich ist. Diese Botschaft predigt der Teufel schon seit Jahrtausenden und immer noch fallen Menschen darauf herein. Für sie ist Gott dann ein harter, unnahbarer Willlkürherrscher und Tyrann.
Ist er aber nicht. Er ist in erster Linie ein liebender Vater.

Wenn Gott Wie ist die Stelle in Amos dann zu verstehen?
Man muß dazu den Zusammenhang lesen, die Verse 1 bis 8 von Amos 3.
Der Prophet kündigt eine spezielle Zeit des Gerichts an. Israel war von Gott nämlich in einzigartiger Form begünstigt worden und ehrte Gott dennoch nicht. Sie unterdrückten den Geringen und schindeten die Armen. Sie hatten Zeit, umzukehren, taten dies aber nicht. Im Gegenteil. Sie trieben es immer doller.
Da sagt der Herr, man wird wieder ins Horn blasen, (der Wächter auf der Mauer kündigt Angreifer an). Es wird wieder Unglück geben. Vom Herrn aus wird dies geschehen.
So ist diese Stelle zu verstehen.

Gott ist gerecht, (Gott sei dank). Die Bösen werden nicht ewig triumphieren. Bei denen verursacht der Herr immer mal wieder Gericht und somit Unglück. Ja, das tut er.

Das tut er aber nicht dauernd!
Gott ist nicht an jedem einzelnen Unglück, das in allen Städten der Welt passiert, beteiligt!

Amos 3,6 gilt nicht überall auf der Welt gleichermaßen.
Es ist eine konkrete Gerichtszusage an ein konkretes Volk zu einer konkreten Zeit.

Richtet Gott nur Israel?
Nein. Jesus wird tatsächlich alle Völker richten. Vorher aber umwirbt er sie mit Heil und Segen. Er wirft ihnen nicht im Namen der Souveränität die Fenster ein. Er ist ein Erlöser. Er ist nicht der Verderber.


Nachdem Gott gerichtet hat, baut er auch wieder auf.
Dazu bedient er sich abermals Menschen.
Jeremia zum Beispiel: "Siehe, ich bestelle dich an diesem Tag über die Nationen und über die Königreiche, um auszureißen und niederzureißen, zugrundezurichten und abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen." (Jeremia 1, 10).

Ob Gott bei uns Unglück oder Segen bewirkt, haben wir in der Hand.

Gott ist kein Tyrann.
Er ist Liebe.

Dienstag, 15. Januar 2013

Das Heilungs- und Wohlstandsevangelium

Man hört immer wieder Kritik--mal unverschämt laut, mal besonnener--an der Verkündigung von freikirchlichen Predigern (wie mir). Wir würden ein verkürztes Evangelium predigen, welches das Leiden ausklammert und stattdessen neben Vergebung der Sünden auch Dinge wie Heilung und Wohlstand  (oh graus), betont.

Nun kamen einst die Jünger von Johannes zu Jesus und fragten ihn im Namen des Täufers: "Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?" (Mattäus 11, 3).
Johannes ließ dies fragen, weil Jesus so anders war als sich (nicht nur) das religiöse Establishment den Christus vorgestellt hatte.

Was antwortet Jesus?
Er sagt, "Geht hin und verkündet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde werden sehend, und Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft verkündigt." (Verse 4-5).

Also.
In meinen Ohren hört sich das an wie lupenreines Heilungs- und Wohlstandsevangelium.
Jesus erwähnt Heilung nicht weniger als fünfmal!
Dann schwenkt er sofort über zur Wohlstandsverkündigung. Denn für Arme ist es eine gute Botschaft, wenn ihnen jemand sagt, daß sie nicht mehr arm bleiben müssen. Daß Gott auch an ihrem materiellen Vorwärtskommen interessiert ist.

Was sagt Jesus gleich im Anschluß? Auch aufschlußreich:

"Und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird." (Vers 6).

Nehmen wir uns das mal zu Herzen?

Samstag, 12. Januar 2013

Seelenschlaf, Sabbat und keine Hölle?

"Pastor, ich habe gehört, daß man unbedingt den Sabbat halten muß, um Gott zu gefallen."

Schon Jesus wurde verfolgt, weil er in den Augen mancher Leuten den Sabbat nicht gut genug einhielt. Er heilte am Sabbat und bekam deswegen größte Schwierigkeiten.
Seit der Zeit der Apostel treffen sich die Christen am Sonntag, dem Tag der Auferstehung, zum Gottesdienst. Auch sagt Paulus, "Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!" (Römer 14, 5).

Allerdings sagt er außerdem, "Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen." (Galater 5, 4).
Ein Halten des Sabbatgebots um vor Gott gerecht zu werden, neutralisiert die Erlösungsgnade, die Jesus uns schenkt. In Zeiten des Neuen Testaments war die Debatte, "Müssen wir uns beschneiden lassen." Paulus beantwortete diese Frage mit obigem Zitat.


"Pastor, ich habe gehört, daß wir nach dem Tod bis zur Auferstehung im Seelenschlaf liegen und daß es eine Hölle gar nicht gibt!"

Auch das ist nicht neu. Vielmehr versuchen humanistisch eingestellte Gläubige hin und wieder, die Hölle wegzuphilosophieren. Der Atheist John Lennon sang in Imagine, "Stell dir vor, es gibt keinen Himmel..." Keine Hölle natürlich auch nicht. "It's easy if you try..." Finde ich nicht.
Geht also nicht.
Die Hölle gibt's.
Alle, die dort sind, haben's verdient, dort zu sein.
Keiner muß dorthin. Denn Jesus hat den Weg in den Himmel gezeigt.


Einen Seelenschlaf hingegen lehrt die Bibel an keiner Stelle. Wenn vom Tod als Schlaf die Rede ist, dann immer vom Körper, der im Grab schlummert.
"Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen." (Offenbarung 20, 15).

Die Frage ist, wie kommen wir ins Buch des Lebens?
Wir sind schon drin!
Daraus ausradiert werden wir nur, wenn wir Jesus bis zum Ende unseres Lebens nicht als Erlöser angenomen haben.
Jesus selber sagt, "Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden." (Markus 16, 16).

Doch warum mit Unbelehrbaren über die Existenz der Hölle debattieren, wenn's ein ganzes weites Land von Erlösungsverheißungen einzunehmen gilt?
Erlösung gibt's!
Greif zu!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Tödliche Gesetze

"Da sagte Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm in Besitz den Weinberg des Jesreeliters Nabot, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben! Denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot."
1 Könige 21, 15

In den USA wurde vom gegenwärtigen Präsidenten eine Krankenversicherung eingeführt. (Eine Zwangsversicherung europäischen Stils). Dies geschah gegen den Willen des Großteils der Leute in Amerika. Nicht ein einziger Oppositionspolitiker hat dem Gesetz seinerzeit zugestimmt.
Problematisch ist dabei, daß nun auch christliche Firmen und Einrichtungen in den diesem Gesetz Genüge tun müssen, indem sie nicht nur Verhütungsmittel, sondern auch Abtreibungsdrogen, bzw. -prozeduren bezahlen müssen.
Die katholische Kirche hat für ihre Krankenhäuser, usw. eine Regelung durchgesetzt, bzw. ist dabei eine durchzusetzen, die sie von der Pflicht zu töten ausnimmt.
Doch andere, etwa christliche Geschäftsleute, tun sich schwerer, da sie kleiner sind als die katholische Kirche. Obama ist hier nicht zimperlich. Sein Justizministerium prozessiert und agitiert mit Strafen, die so drakonisch ausfallen, daß sie, wenn sie ausgesprochen werden, einer Vernichtung der Firma gleichkommen. Hobby Lobby ist so eine Firma, christlich geführt, am Sonntag zu, und von Millionenstrafen bedroht, weil sie der Pflicht Tötungsdrogen zu finanzieren ablehnt.

Ahab lebt.
Isebel auch.
Und Elia?

Mittwoch, 9. Januar 2013

Jesus ähnlich werden

"Die Gott vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern."
Römer 8, 29

Gott will, daß wir Jesus ähnlicher werden.
Das bedeutet nicht, daß wir uns nun alle lange Gewänder und Sandalen anziehen, und immer zwei Zentimeter über dem Boden schweben. Das Jesusbild Hollywoods entspricht nicht der Realität.
Außerdem ist es leicht, jemanden äußerlich nachzumachen. Gott will jedoch, daß wir innerlich Jesus ähnlich werden.

Nun ist es unmöglich, daß wir genauso werden wie er. Genaugenommen können wir nur einen speziell uns innewohnenden Aspekt des Wesens Jesu ausbilden. Denn wir sind nicht alle gleich und werden es auch nie sein.
Eine joviale Verkäufernatur wird sich immer dazu zwingen müssen zu lesen.
Einem introvertierten Bücherwurm wird es immer schwerfallen, schulterklopfend auf andere zuzugehen.
Gott hat auch nicht Gleichmacherei im Sinn, sondern die Ausbildung des Wesens Jesu, das er uns persönlichkeitsmäßig zugeteilt hat.

Also:
Wenn du beim Bibellesen in Jesus einen tiefen Denker erkennst, dann spüre seinen Gedanken nach.
Wenn du beim Bibellesen in Jesus einen leutseligen Menschen siehst, dann ahme seine Freundlichkeit nach.
Wenn alle das tun, dann bilden wir, die vielen, gemeinsam den Leib, an dem Jesus, das eine Allroundgenie, das Haupt ist.

Montag, 7. Januar 2013

Weißt du's besser als Jesus?

Jesus hat einst am See Genezareth gepredigt. Da die Menge immer größer wurde und von hinten noch mehr Leute andrängten, stieg er in ein Schiff und predigte von dort aus.

Als er fertig war, sagte er zum Eigentümer des Bootes, einem gewissen Simon:

"Fahre hinaus auf die Tiefe, und laßt eure Netze zu einem Fang hinab!
Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich die Netze hinablassen." (Lukas 5, 4-5).

Gefischt wurde normalerweise nachts.
Simon und Co. waren Spezialisten auf diesem Gebiet. Sie kannten den See wie ihre Westentasche. Sie waren erfahrene Fischer. Sie hatten bereits die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen.
Und nun verlangt ein Laie, ein Prediger noch dazu, daß sie nochmal rausfahren?
Petrus will nicht.
Er ist müde. Er will ins Bett, nicht nochmal fischen gehen. Natürlich werden sie nun auch nichts fangen.
Aber um Jesus, diesen neu-populären Rabbi nicht auflaufen zu lassen, sagt er, also gut. "Auf dein Wort hin." Wenn nichts passiert, wissen wir, wer schuld ist. Wir haben uns nicht blamiert. Weißt du, was du tust, Jesus?

Doch als Simon tut, was Jesus sagt, hat er übergroßen Erfolg: Er fängt, was er in vielen Nächten nicht gefangen hat. "Ihre Netze umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihre Netze rissen. Und sie winkten ihren Gefährten in dem anderen Boot, daß sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen, und sie füllten beide Boote, so daß sie zu sinken drohten." (Verse 6-7).

Petrus hat auf Jesus gehört und war erfolgreich, obwohl Jesus eigentlich kein Fachmann war.
Petrus, der Fachmann, hat sich von Jesus etwas sagen lassen.

Nun ist es so, daß wir alle auch Fachleute sind, geschult speziell im fleischlich-weltlichen Denken.
Wir haben gelernt, daß der Ehrliche der Dumme ist. Daß Geiz dings ist, usw.
Und nun kommt Jesus und sagt: Ehrlich währt am längsten. Geiz führt zu Segensblockaden, usw.

Wissen wir's besser als Jesus, oder gehen wir auf sein Reden ein?
Petrus tat's.
Der Rest ist Geschichte.

(PS: Die Netze rissen. Mit gerissenen Netzen konnte man keine Fische mehr fangen. Machte nichts, denn Gott hatte sowieso was anderes vor: "Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen." (Vers 10). Der Herr benutzt zwingende Umstände, um Petrus zu leiten. Zunächst. Später folgte Petrus Jesus von selber nach, auch ohne zwingende Umstände).

Samstag, 5. Januar 2013

Wohin guckst du?

Der Monat Januar ist nach dem römischen Gott Janus benannt.
Janus hat zwei Gesichter. Mit einem schaut er nach vorn, mit dem anderen nach hinten. So kann er sozusagen gleichzeitig in die Zukunft blicken und über die Vergangenheit nachdenken.
Wir können im Januar noch ein wenig über das vergangene Jahr nachdenken. Doch verändern können wir es nicht mehr. (Es sei denn, man ist Politiker und beschließt eine rückwirkende Steuererhöhung, aber lassen wir das).
Wir haben nur ein Gesicht, und das muß zwingend nach vorn schauen.
Sich dauerhaft rückwärts vorwärtszubewegen ist unnatürlich. Und wenn wir in der Vergangenheit leben, werden wir über Dinge stolpern, die wir nicht haben kommen sehen.
Solange Zeit vor uns liegt, hat Gott noch was für uns.

Paulus hat sich auch auf die Zukunft konzentriert:
"Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist."
Philipper 3, 13

Guter Rat.

Donnerstag, 3. Januar 2013

What's up, Charlie Brown?

"Was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleisch vor, damit bei mir das Ja-ja und das Nein-nein gleichzeitig wären?"
2 Korinther 1, 17

Wir leben in einer Zeit ohne absolute Überzeugungen. Alles ist relativ.
Man spricht sogar von Situationsethik: Was für dich in einer Situation falsch ist, muß für mich noch lange nicht falsch sein. Und wenn jemand eine Sache sagt, aber eine andere tut, dann wird das als normal betrachtet.

Paulus hingegen sagt, wenn bei jemandem das Ja-ja und das Nein-nein gleichzeitig vorhanden sind, dann lebt diese Person im Fleisch und nicht im Geist. Der überzeugungslose Situationsethikzeitgeist ist also nichts weiter als die altbekannte Fleischlichkeit, nur halt auf philosophischer Ebene.

Eine geistliche Person hat Überzeugungen. zB die, daß Gott sie gewollt und gemacht hat. Sie ist kein Zufall des Universums, dem es im übrigen wurscht ist, was mit ihr passiert.
Dieses Wissen darum, quasi von Gott ausgegangen zu sein, verankert eine geistliche Person im Glauben, daß das Leben einen Sinn hat.
Da Gott sie gemacht hat, hat er ihr eine Aufgabe zugewiesen, in deren Erfüllung das Glück der Person zu finden ist.
Eine solche Person kann nicht wischiwaschi sein. Sie weiß um ihre Aufgabe und wird diese erfüllen. Sie hat sich festgelegt. Ihr Ja (zu wenigen Dingen) ist ein Ja und ihr Nein (zu vielen Dingen) ist ein Nein.
Deshalb steht sie zu ihrem Wort.
Das gefällt Gott so gut, daß diese Person "in seinem Zelt weilen" darf. Da fällt ordentlich Segen ab.

"HERR, wer darf in deinem Zelt weilen?
der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert."
Psalm 15, 1+4

Jesus war Allroundgenie. Entsprechend versuchte ihn der Teufel mit allem möglichen. Doch Jesus beschloß, während seines ersten Erdenaufenthalts nicht nach dem Thron Davids zu trachten, sondern die Menschen von ihrer Sündennatur zu erlösen. Das war wichtiger. Zu dieser einen Aufgabe sagte er vorbehaltlos Ja. Erfolge im Sportvereinsvorstand oder Popularität bei etwaigen Parteigenossen waren ihm hingegen nicht so wichtig.

Ist dein Ja ein Ja? Dein Nein ein Nein?
Oder bist du wie Charlie Brown, leicht zu beeinflussen und zu nichts zu gebrauchen?

Mittwoch, 2. Januar 2013

13: Die Glückszahl

2013 hat gerade begonnen.
2013.
13!
Die Zahl 13 ist vielen Zeitgenossen suspekt. Sie gilt als Unglückszahl.
So tief stecken die Vorurteile gegen die 13, daß es in vielen Hotels keinen 13.ten Stock gibt und in Flugzeugen keine Sitzreihe 13.

Denn die 13 ist eine rebellische Zahl:
Sie läßt sich durch keine andere teilen.
Sie sprengt das Dutzend.
Die Monate sind 12.
Die Zahlen auf dem Zifferblatt sind 12.
Zwölf Apostel des Lammes gab es.
Zwölf mal zwölftausend wirkmächtige Endzeitevangelisten wird es dereinst geben. (144.000).
Wir sprechen von den 12 Geboten.
Nein, halt. Das sind 10.

Dabei ist die 13 eigentlich eine super Zahl.
Jesus und die 12 Apostel waren nämlich zusammen 13.
Das allein reicht völlig, die 13 zu rehabilitieren und als Glückszahl zu etablieren.
Die Zwölf waren nämlich ganz gewöhnliche Leute.
Bis der Dreizehnte dazukam: Jesus.
Der machte den Unterschied.


Denk an Jesus, wenn jemand die 13 als Unglückszahl ins Gespräch bringt.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Johannes 11, 25