Donnerstag, 31. März 2011

Dauerhaft glücklicher?

Gibt's das, daß man dauerhaft glücklicher werden kann?

Die Wissenschaft hat dazu eine Formel entworfen:
G = P + LU + B

G steht für den dauerhaften Glückslevel.
Dauerhaftes Glück ist etwas anderes als ein Kurzzeithoch. Wer ein Kurzzeithoch erleben möchte, esse etwas Schokolade oder schlecke ein Eis. Funktioniert zuverlässig. Dauerhaft besser drauf zu kommen ist dagegen schwieriger.

P steht für Persönlichkeit.
Jeder Mensch hat eine voreingestellte emotionale Temperatur.
Die kann man schwer verändern.
Der eine schaut selbst unter freudigsten Umständen noch relativ ernst. Andere beginnen schon Samba zu tanzen, wenn sie nur ein paar Akkorde aus einem vorbeifahrenden Auto aufschnappen.
Diese individuelle Tendenz zu Freude oder Pessimismus ist auch an biblischen Personen prima abzulesen.
So war der Apostel Thomas stets ernst gesonnen. Als Jesus ins feindselige Judäa gehen wollte, sagte er, "Laßt auch uns gehen, daß wir mit ihm sterben." (Johannes 11, 16). Doch statt zu sterben, sah Thomas, wie ein seit vier Tagen Toter, nämlich Lazarus, lebendig wurde.

Der Pessimismus von Thomas war unbegründet.
Dennoch legte er ihn auch später nicht ab.

Als in Johannes 20 die anderen Apostel freudig bezeugen, wir haben den auferstandenen Jesus gesehen, sagt Thomas, "Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben."
Auch hier war sein Pessimismus unangebracht.

Er war halt so.

Auch Johannes der Täufer hatte eine eher kühle emotionale Temperatur. Er predigte hart und streng und nannte seine Zuhörer: "Otternbrut! Ihr glaubt doch nicht im Ernst, daß ihr dem kommenden Zorn entgehen werdet!" (Lukas 3, 7).

Jesus war da anders.
Auch er nannte Leute Otternbrut. Doch er beschränkte sich auf die heuchlerischen Pharisäer. Den anderen rief er zu, "Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid." (Matthäus 11, 29). Völlig anderer Ton. Andere Temperatur.

Dieses eingebaute emotionale Thermostat ist schwer dauerhaft zu verstellen. Eine neue Grundeinstellung zum Positiven vollzieht sich zB dann, wenn der Betreffende Christ wird.
Der Grundlevel an Glück wird dauerhaft auf eine neue Ebene gehoben. Das bestätigen selbst atheistisch-linke Elfenbeinturmbewohner an universitären Psychologiefakultäten. Der Glaube fördert die emotionale Stabilität und schenkt Freude.
Das hängt mit der Hoffnung zusammen, die der Glaube stiftet.

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen."
Offenbarung 21, 4

Christen wissen: Unsere besten Tagen liegen noch vor uns.

Wofür das LU und das B in der Formel stehen, sehen wir noch.
;)

Mittwoch, 30. März 2011

Jan Eriksen

"Rettet sie, indem ihr sie aus dem Feuer reißt!"
Judas 23

Vom 13.-15. Mai, (Fr. bis So.), wird Evangelist Jan Eriksen mit seiner Frau Barbara bei uns im CGZ sein.

Jan war viele Jahre lang König der Unterwelt von Oslo. Jetzt dient er dem König der Könige und hat mit der Unterwelt nichts mehr am Hut. Vielmehr reißt er Scheite aus dem Feuer, das da herrscht. Wer sich schonmal ein Bild von ihm machen will, besuche ihn auf www.streetministries.at.

Wir werden super Tage mit ihm haben.

Samstag, 26. März 2011

Wie hoch ist dein Preis?

"Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden." Lukas 4, 1

Gott erlaubt hin und wieder Prüfungen in unserem Leben. Sie kommen nur dann, wenn Gott uns befördern will und wir zeigen müssen, daß wir für eine neue Dimension des Segens bereit sind.

"Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn schließlich." Lukas 4, 2

Jesus wurde vom Geist in eine Situation geführt, die im Natürlichen von Mangel geprägt war. Der Mangel war elementar, (Nahrung), und schmerzte.
Kein Mensch hungert gern, egal ob im Willen Gottes oder nicht.
Der natürliche Impuls ist, dieser Lage so schnell wie möglich entkommen zu wollen.

"Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brote werden!" Lukas 4, 3

Der Versucher sagt: Jesus, du bist Gottes Sohn! Du bist etwas Besonderes. Du hast besseres verdient als hier in der Wüste zu leiden. Gott dein Vater läßt dich hängen. Hilf dir selbst! Iß!

"Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht."" Lukas 4, 4

Wenn Gott Wüste verordnet, dann führt das früher oder später zum Segen, zum Leben in Fülle und Vollmacht. (Im Fall Jesu zum vollmächtigen Dienst als Messias).
Die zeitweilige Unannehmlichkeit des Leidens zu vermeiden wäre in diesem Fall nicht Gottes Wille. Der Messias mußte in seinem neuen Amt die gelegentlichen Begleiter Leid und Druck und Mangel aushalten können.

Als mich vor Jahren ein Grüppchen von engagierten Schweinfurter Christen einlud, Versammlungen abzuhalten, war, denke ich, allen klar, daß daraus eine Gemeinde entstehen würde. Just als ich dieses Pastorat in Gottes Auftrag schuf, wollte mein damaliger Arbeitgeber mich zum Supervisor befördern. Ich hätte auf einen Schlag rund 20 Prozent mehr verdient, mit der Aussicht, in ein paar Jahren als Niederlassungsleiter das Dreifache meines damaligen Gehalts zu erhalten.

Mir war jedoch klar: Ich bin nicht auf der Welt um die Niederlassung einer weltlichen Firma zu leiten. Ich bin zum Prediger des Evangeliums berufen und kann nur in dieser Kapazität Leben erfahren. Also kündigte ich und wurde Pastor. Mein neues Gehalt war erstmal nur noch 75 Prozent meines vorherigen, von einer 20-prozentigen Erhöhung ganz zu schweigen.

Ich fühlte mich trotzdem befördert.

"Vorsicht Prüfung!" gilt zB in folgenden Situationen:

Liegt dir ein lukratives Job-Angebot vor, für das du in eine Gegend ziehen müßtest, in der es keine lebendige Gemeinde gibt?

Bist du entsetzt und verzweifelt, weil du keinen christlichen Ehepartner findest? (Dabei bist du schon 23). Liebäugelst du damit, einen Nichtchristen zu heiraten?

Könntest du mit einer kleinen, krassen Lüge zum Frührentner werden, der nie mehr finanzielle Sorgen haben wird?

Bist du aushilfsweise Chef und darfst endlich auch einmal mit Toben und Geschrei deine Mitarbeiter motivieren?

Verlangen deine Eltern unmenschlich blöde Sachen von dir? (Wie etwa pünktlich daheim zu sein, dein Zimmer aufzuräumen oder deine Hausaufgaben zu machen?)

Wenn du dich bewährst, wird dein Leben besser.

"Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm."
Lukas 4, 11

Donnerstag, 24. März 2011

Was tun mit Libyen?

"Pastor, wir sollten uns auch in Libyen engagieren und zum Regimewechsel beitragen!"

Gemach, gemach.
Deutsche Interessen sind in Libyen nicht gefährdet.
Vielmehr haben wir es hier mit Streitigkeiten innerhalb einer Stammesgesellschaft zu tun, einer Gesellschaft, deren Dynamik uns fremd ist und die wir nicht verstehen. In dieser Gegend ist nichts, wie es scheint. Der Freund von gestern kann heute schon dein Feind sein.

Natürlich ist Gadafi ein übler Zeitgenosse.
Doch sind die Rebellen besser?

US-Außenministerin Clinton sagt, "Wir stehen hinter dem libyschen Volk." Doch das libysche Volk ist beim besten Willen keine homogene Gruppe.
Die Medien nennen die Rebellen "Freiheitskämpfer." Doch sind sie das? Definieren sie "Freiheit" wie Konrad Adenauer oder wie die Moslembruderschaft?

Was, wenn die Rebellen Gadafi nicht vertreiben? Werden wir die Rebellen dann aufmunitionieren. Wenn sie dann immer noch scheitern, werden wir dann einmarschieren? Wozu? Um in einem zweigeteilten Libyen die Polizei zu spielen?
Das kann doch niemand im Ernst wollen.

Was kommt nach Gadafi?
Libyen ist ein Ein-Mann-Staat. Verschwindet der eine Mann, entsteht ein Vakuum. Daraus entsteht dann automatisch Gutes? Ist solches Denken nicht naiv? Besteht nicht vielmehr die große Gefahr für uns, in noch einem schwankenden Moslemstaat zu versumpfen? Was, wenn, wie im Irak nach Husseins Sturz, erstmal das Chaos ausbricht?

Nun, nachdem das Nato-Bündnis beschlossen hat, einzugreifen sollte Deutschland sich nicht zurückhalten. Es gefährdet sonst seine Bündnisfähigkeit. Hätte die Regierung zwei Tornados nach Süden geschickt, hätten wir der Pflicht genügt. Nun stehen wir wieder einmal abseits--und werden dafür ausgerechnet von Gadafi gelobt.

"Deinen Freund und deines Vaters Freund laß nicht fahren."
Sprüche 27, 10

Mittwoch, 23. März 2011

To follow a Stranger?

Neulich fiel mir zufällig eine Apothekenzeitung in die Hände. Das Titelbild zeigte eine Frau im Lotossitz, der buddhistisch-hinduistischen Gebetsstellung padmasana. Ich schüttelte den Kopf, als ich daran dachte, daß der Buddhismus keinen Gott kennt, der Hinduismus dagegen unzählig viele.

Auch beim Durchblättern einer beliebigen Ausgabe von Psychologie heute fällt einem unweigerlich die Vielzahl von fernöstlich eingefärbten Artikel auf. Da werden buddhistische Techniken verarbeitet und in die deutsche "wissenschaftliche" Psychologenpraxis übernommen.

Im Werbeteil finden sich unzählige Inserate, die abermals den Buddhismus, aber auch Qui Gong, Feng Schui oder Ayurweda zum Thema haben. Selbst einen einen "Aschram Jesu" gibt es.

Hat man sexuelle Probleme, hilft Advaita Tantra.

Das Christentum mit seinen vielfältigen Hilfen ist in dieser Gesundheitsszene dagegen eigenartig abwesend.
Die Aufmerksamkeit ruht auf mystisch Fremdem.
Das muß uns nicht verwundern. Hat doch Jesus selbst das Phänomen erklärt, als er sagte, "Der Prophet im eigenen Vaterland hat kein Ansehen." (Johannes 4, 44).

Spezialisten kommen immer von außerhalb.

Während der Prophet von den seinen nicht akzeptiert wird—weil die ihn einfach zu gut als fehlbaren Menschen kennen—wird der fremde "Spezialist" ohne Vorbehalte begrüßt. Man hängt an seinen Lippen, denn er ist ein veritabler Ozean der Weisheit, aus dem sich trefflich saufen läßt.

Das ist problematisch.

Denn diese Haltung, das Heil in der Fremde zu suchen, ist selber allzu menschlich. Jesus war ja auch in Nazareth der Messias. Das Problem lag nicht bei ihm, sondern bei den provinziellen Nazarenern, die ihn nach seiner phänomenalen Predigt vom Felsen werfen wollten.

Es liegt eine große Gefahr darin, den unbekannten Fremden dem wohlvertrauten Freund vorzuziehen.

Bereits die ersten Menschen sind hier böse reingefallen.

Adam und Eva kannten Gott von Angesicht zu Angesicht. Er hatte ihnen bisher nur Gutes getan, etwa eine Welt samt Paradies geschenkt. Sonne, Mond und Sterne, Fische und Vögel, Baum und Strauch, Erde und Meer: Alles nur für sie.
Sie waren wie Gott.
Gott hatte ihnen nur ein Minimum an Regeln auferlegt. Genaugenommen nur eine einzige: Eßt nicht von meinem Baum.

Sie kannten Gott genau.

Doch als die Schlange kam und Gottes Charakter in Zweifel zog, ließen sie sich ohne weiteres von ihr über den Tisch ziehen.
Das soll uns nicht passieren.

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.

Alle biblische Schrift ist von Gott eingehaucht und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."
2 Timotheur 3, 14-16

Dienstag, 22. März 2011

Sport'n a 'tude

"Werdet erneuert im Geist eurer Gesinnung."
Epheser 4, 23

Das Wort "Gesinnung" oben bedeutet "Denken" oder "Wollen."

Eine für Prediger immer wieder verblüffende Feststellung ist die, daß die meisten Christen nicht allzuviel in ihren Bibeln lesen. Sie steht tagelang im Schrank oder liegt bis zum nächsten Gottesdienst im Auto.

Das zu kritisieren führt nicht weiter. Auch wenn man die Leute schimpft, lesen sie nicht. Sie ziehen höchstens den Kopf ein und haben ein schlechtes Gewissen, wenn ihnen am Abend einfällt, daß sie heute wieder nicht in Gottes Wort gelesen haben.

Wer die Bibel nicht liest, auf den kann sie auch nicht abfärben. Entsprechend ist für Prediger wichtig, nicht nur Informationen aus der Bibel zu bringen, sondern biblische Einstellungen und Sichtweisen auf die Welt zu vermitteln, eine Gesinnung, ein Denken eben.

zB eine Gesinnung des Glaubens: Gott macht aus Mist Dünger. (Römer 8, 28).
- der Hoffnung: Die besten Tage liegen noch vor uns. (2 Korinther 3, 18).
- der Liebe: Wenn Gott für mich ist, dann kann ich mir Vergebung leisten, ohne zu kurz zu kommen. (Römer 8, 31-39).

Wenn wir täglich solchen Gedanken ein wenig nachhängen, steigt die Lebensqualität ganz von selbst. Denn eine in Gottes Sinn erneuerte Gesinnung zieht Gottes Segen an.

Montag, 21. März 2011

Das weiße Schaf

"Pastor, ich bin ein erfolgreicher Geschäftsmann und engagiere mich politisch in meiner Kommune. Nun habe ich mich bekehrt. Hier ist jedoch alles sehr katholisch. Ich fürchte, wenn ich mich einer freikirchlichen Gemeinde anschließe, schlägt das auf mich zurück."

Das muß nicht zwingend so sein. In praktisch jeder Gemeinde gibt es Geschäftsleute, Freiberufler, Handwerker, usw. Die sind evangelisch-freikirchlich, ohne daß ihnen daraus Nachteile entstünden. Oft tritt sogar genau das Gegenteil ein: Das Geschäft blüht auf, weil Christen Christen fördern.

Auch Kommunalpolitiker bekennen Farbe. Ich kenne einen Mann, dem man in seinem Ort vordergründig sehr mißtraut hat, weil er plötzlich nicht mehr katholisch war, sondern Gemeindemitglied, ein weißes Schaf unter lauter schwarzen. Doch genau diese Vorbehaltsträger wählten ihn in den Gemeinderat. Der Mann hat sich auch bei umstrittenen Entscheidungen stets nach dem Herrn und seinem Gewissen gerichtet. Die Leute wissen das. Prompt hat man ihn in ein Bürgermeisteramt gewählt.

Wenn es hart auf hart kommt, muß man jedoch klar zu Jesus stehen, egal, ob man dadurch populärer wird oder nicht. Jesus sagt, "Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach." (Matthäus 16, 24; Markus 8, 34; Lukas 9, 23).

Die ersten Christen waren Juden. Sie wurden wegen ihrer Glaubensentscheidung oft von ihren Familien verstoßen, (enterbt), und von der Politik verfolgt. Die christliche Gemeinde existiert heute nur deshalb, weil diese Gläubigen klare Kante gezeigt haben. Sie stellten sich zu Jesus, obwohl es sie alles kostete.

Der Hebräerbrief sagt zu solchen Judenchristen in Kapitel 10, 32-34:
"Gedenkt aber der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Leidenskampf erduldet habt, als ihr teils durch Schmähungen und Bedrängnisse zur Schau gestellt und teils Gefährten derer wurdet, denen es so erging! Denn ihr habt sowohl mit den Gefangenen gelitten als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen, da ihr wißt, daß ihr für euch selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt."

Die Christen ließen sich nicht entmutigen. Sie blieben dran. Irgendwann gab die Welt auf und akzeptierte die Gemeinde.
Dir wird's genauso gehen.

Freitag, 18. März 2011

Jesus und Isaak

Gott schloß einst einen Bund mit einem Mann namens Abraham. (1 Mose 15, 18).

Ein Bund war in der alten Zeit eine besondere Sache. Vor allem ein Blutbund. In Ländern der Dritten Welt gibt's die mancherorts noch heute.

Die Abmachung ist dann:
Deine Güter gehören mir und meine dir.
Deine Schulden gehören mir, wie auch meine Schulden dir.
Wir sind eins.
Doch: Ehrst du den Bund nicht, muß ich ihn auch nicht ehren.

Einen solchen Bund mit GOTT zu haben ist natürlich eine prima Sache. Denn Gott hat keine Schulden und seine Güter sind grenzenlos viele. Und doch kam Gott eines Tages und verlangte von Abraham: "Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde!" (1 Mose 22, 2).

Abraham sollte seinen einzigen, seinen geliebten Sohn opfern.
Gott hätte so etwas nie verlangt, wenn es im Bundeskontext nicht absolut notwendig gewesen wäre.

Gott brauchte Isaaks Opfer. Warum?

Was Abraham anfangs vielleicht nicht bewußt war: Opfert er Gott seinen Sohn, kann Gott seinen Sohn für Abraham opfern. Wenn Abraham den Bund mit Gott so gründlich ehrt, dann kann Gott es ihm gleichtun.
Denn ein Bund beruht auf Gegenseitigkeit.
Ein Partner darf den anderen nicht ausnutzen. Ein Bund besteht nicht darin, daß der eine nur gibt und der andere nur nimmt. Ein Geben und Nehmen muß stattfinden. Sonst handelt es sich nicht um einen Bund, sondern um ein Sklavenverhältnis.
Und Gott ist niemandes Sklave.

Abraham ehrte seinen Bund mit dem HErrn und zog los.
Nach drei Tagen kam er in Morija an. Morija ist die Gegend um den Tempelberg von Jerusalem.
Eine seiner Kuppen ist Golgatha.
War es dort, wo Abraham Isaak opfern sollte? Ich persönlich bin davon überzeugt.

Angekommen, sagte Abraham etwas Hochinteressantes zu seinen Dienern: "Bleibt ihr mit dem Esel hier! Ich aber und der Junge wollen dorthin gehen und anbeten und zu euch zurückkehren." (1 Mose 22, 5).
Abraham erwartete, daß Gott den Jungen von den Toten auferwecken würde. Er sagt, "Ich und der Junge wollen hingehen, anbeten und zurückkehren." Er gedachte, mit dem Jungen zurückzukehren. Schließlich war Isaak der Träger der Verheißung. (1 Mose 21, 12). Durch ihn sollte ein Volk entstehen, aus dem einst der Messias kommen sollte.

Abraham glaubte an die Auferstehung.
Und warum auch nicht? Er selbst und seine Frau waren Greise gewesen und Gott hatte sie wieder junggemacht, so daß sie Isaak in die Welt setzen konnten. Nach dem Tod Sarahs heiratete Abraham wieder und setzte ganze Völkerscharen in die Welt.
Natürlich glaubte Abraham an die Auferstehung.

Die Geburt Isaaks war, wie die von Jesus, ein Wunder.
Er wurde einer verjüngten Alten geboren: Ein Wunder.
Jesus wurde einer Jungfrau geboren: Erst recht ein Wunder.

In gewissen Sinne war er Abrahams einziger, geliebter Sohn. (Trotz Ismael, der ja weg war).
Jesus war Gottes einziger, geliebter Sohn.

"Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak."
Wie Jesus später sein Holzkreuz auf jenen Hügel trug, so trägt Isaak nun das Opferholz.
Bibellehrer nehmen an, daß Isaak damals etwa 33 Jahre alt war--wie Jesus, als er starb und auferstand.
Isaak ließ sich bereitwillig binden und auf den Altar legen.
Auch Jesus widerstand seinem Vater nicht. Er legte sein Leben freiwillig hin.

Als Gott erkannte, daß Abraham den Bund tatsächlich bis zum äußersten ehrt, stellte er in letzter Sekunde ein Schaf für Isaak zur Verfügung.
Das tat er auch für uns: Jesus ist das Lamm Gottes, das geopfert wurde, damit wir Leben haben.

Abraham ehrte seinen Bund mit Gott. Dafür belohnte Gott ihn überreich und verhieß ihm, "In deinem Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, daß du meiner Stimme gehorcht hast." (1 Mose 22, 18).
Dieser Nachkomme ist Jesus.

Christen haben auch einen Bund mit Gott.
Ehrst du den?

Donnerstag, 17. März 2011

Ruhe?

"Pastor, ich will mich nicht für Gott entscheiden. Für den Teufel aber auch nicht. Ich will einfach meine Ruhe."

Wenn du Ruhe willst, dann bist du bei Jesus genau richtig. Er ist der Friedefürst und entlastet Mühselige und Beladene. Und das für die Ewigkeit.

Um aber auf deinen Punkt einzugehen:

Jesus sagt, "Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich." Lukas 11, 23.
Im Geist gibt es kein Vakuum.
Wenn man sich gegen das eine entscheidet, entscheidet man sich automatisch für das andere.

Das gilt in gewissem Sinn auch im Natürlichen. Wer zB beschließt, nicht länger Luft zu atmen, weil er sich von der Tatsache erpreßt fühlt, Sauerstoff schnaufen zu müssen, der tut das auf eigene Verantwortung. Man kann schon für kurze Zeit was anderes inhalieren. Doch das war's dann.

Überprüf deinen Standpunkt nochmal.

Mittwoch, 16. März 2011

Nippons Trauer

"Pastor, ist es nicht schrecklich, was in Japan passiert ist?"

Oh ja. Das ganze Land hat sich rund anderthalb Meter von der Stelle bewegt! Das Erdbeben, über 9 auf der Richterskala, war wohl das viertstärkste je gemessene Beben der Welt. Häuser stürzen ein, eine gigantische Flutwelle fegt über das Land und löscht ganze Gegenden aus.
Tausende sterben.
Angesichts der brachialen Naturgewalten, die da tobten, ist es schon erstaunlich, daß nur sechs der 55 japanischen Nuklearanlagen Schaden nahmen, davon eine nennenswerten.
Gott sei dank.
Hingegen möchte man denken, in Deutschland seien reihenweise Kernkraftwerke in die Luft geflogen. Hektischer Aktionismus allenthalben. Dabei soll man doch in emotionalen Ausnahmezuständen keine weitreichenden Entscheidungen treffen. (Allerdings darf man eine Krise nicht ungenutzt lassen, rät Alinsky).

Liest man die deutsche Presse, wird erst auf den dritten Blick klar: Japan wurde von einem Erdbeben heimgesucht, nicht von einem Reaktorunglück. Der Tsunami erhob sich wie Godzilla aus dem Meer. Für die Japaner ist Fukushima I ein Nebenschauplatz dieser Tragödie.
Die Natur hat gewütet.
Doch gegen die Natur kommt man nicht an. So konzentriert man sich (hierzulande) auf eine Sündenbocktechnologie. Doch auch in einer Welt ohne KKWs wird es Erdbeben und Monsterwellen geben, Meteoriten und Sonnenstürme. Vulkane ohne Kat.

Diesseits der Ewigkeit gibt es keine durch Menschen herstellbare absolute Sicherheit.
Für Gottvertrauen wird es nie Ersatz geben können.

Ich kenne im Moment nur eine einzige japanische Christin, Noriko. Doch vielleicht öffnet diese Krise endlich das Herz der Japaner für das Evangelium. Dann wären die Toten dieser Tragödie nicht umsonst gestorben.

Dann heißt es endlich: "Der HERR ist König! Es frohlocke die Erde! Es sollen sich freuen die vielen Inseln!" Psalm 97, 1.
(In diesem Psalm geht es um die Wiederkehr Christi, Thema heute im Bibelabend. Wir beten außerdem für Arbeiter in die japanische Ernte).

Dienstag, 15. März 2011

Noch ein Saul

Habe dieser Tage das Buch "Rules for Radicals" (Regeln für Radikale) von Saul Alinsky gelesen.
Sehr interessant.
Saul Alinsky war Soziologe und Kriminologe. Er wurde 1909 im jüdischen Ghetto von Chicago geboren und wurde im Lauf der Zeit einer der einflußreichsten und effektivsten Radikalen Amerikas. Er starb 1972.

So wichtig wie für uns Christen der Apostel Paulus ist, so wichtig ist dieser Soziologe Saulus für bestimmte Politiker.
Alinsky war ein "Community Organizer." Barack Obama ist genauso sein Jünger wie Hillary Clinton, die einst ihre (nicht länger öffentlich einsehbare) Universitätsabschlußarbeit über Alinsky schrieb. Beide sind in Chicago daheim, wie er es war.

Alinsky hat den 68ern das Handbuch geschrieben, wenn man so will. Er postuliert, wie man durch Agitation und Propaganda die Massen mobilisiert, um eine Agenda durchzusetzen. Man suche sich ein Ziel und überlege, wie man es durchsetzt, wobei man nicht zimperlich sein braucht. Der Zweck heiligt die Mittel.

Angenommen man möchte die Atomkraft abschaffen, aus welchem Grund auch immer. Dann kann man den Leuten nicht sagen, "Leute, unsere Reaktoren sind die sichersten der Welt. Das statistische Risiko eines GAUs liegt bei eins zu hundert Millionen. Wenn wir die Meiler abschalten, dann geht der Strompreis durch die Decke, denn billiger und CO2-freier als mit Uran kann man Strom nicht produzieren. Wenn unsere sicheren Reaktoren stillgelegt sind, dann müssen wir Strom von weniger sicheren Atomanlagen aus den Ländern der Umgebung zu deren Bedingungen zukaufen," und so weiter. Solche Argumente helfen einem Atomkraftabschaffer keinen Deut weiter. Sie müssen unterdrückt oder als irrelevant hingestellt werden.

Wie könnte man das machen?

Um die zu ihrer Abschaffung nötige Verteufelung der Atomkraft zu erreichen, würde Alinsky raten, zunächst einen für alle akzeptablen gemeinsamen Nenner zu finden, etwa den Umweltschutz.
Es ist leicht, für eine saubere Umwelt zu sein. Wer für die Umwelt ist, gehört zu den "Guten." Da verbrauchte Brennelemente ein Umweltrisiko darstellen, sind sie böse. Entsprechend gehören die Kraftwerksbetreiber zu den "Bösen."

Neben dieser rigorosen Einteilung in Gute und Böse braucht man leicht eingängige Schlagworte und Logos, um sich bei den Leuten im Gedächtnis zu erhalten.
Die "Bösen" darf man nun angreifen, lächerlich machen, beleidigen, unfair kritisieren, verteufeln, verleumden, bekämpfen... Denn sie sind ja die Bösen. Gäbe es sie nicht, gäbe es nur noch die Guten.

Sicher könnte man verbrauchte Brennstäbe irgendwo tief in der Erde vergraben. Doch dann verlöre man das größte Argument gegen die Atomkraft. Eine Lösung hier muß demnach unter allen Umständen mit allen Mitteln verhindert werden.

Atomare Krisen anderswo, auch wenn man sie mit der eigenen Situation nicht vergleichen kann, sind für den Abschaffer natürlich gefundene Fressen. Sie lassen seine Argumente strahlen. Krisen darf man nicht ungenutzt lassen. Da die meisten Menschen Aussagen, die vordergründig plausibel sind, einfach übernehmen, muß er keine Angst haben, daß jemand merkt, wie er Äpfel mit Birnen vergleicht.

Gibt das Establishment die Atomkraft endlich auf, hat der Radikale gewonnen. Dann sucht er sich eine neue gesellschaftliche Institution, die er schöpferisch umgestaltet. Die Familie etwa. Gegen sie hatten Radikale schon immer was, ist sie doch die Keimzelle menschlicher Ordnung. Die Ordnung ist der natürliche Feind aller Revolutionen. Denn nur aus dem Chaos kann man eine neue Welt mit neuen Regeln schaffen.

Alinsky war ein Genie auf seinem Gebiet.
Er hat sein einflußreiches Buch, das voller Anspielungen auf die Bibel und das Evangelium ist, "dem allerersten den Menschen bekannten Radikalen" gewidmet, "der gegen das Establishment rebellierte und dies so effektiv tat, daß er zumindest sein eigenes Reich gewann: Luzifer."

"Fürchte den HERRN, mein Sohn, und den König! Mit Aufrührern laß dich nicht ein. Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben und ihrer beider Untergang unvermutet."
Sprüche 24, 21-22

Alinsky starb 1972, im Alter von 63 Jahren, an einem Herzinfarkt.

Sonntag, 13. März 2011

Das Kommende wissen

"Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; ... und das Kommende wird er euch verkündigen."
Johannes 16, 13

Christen haben die Verheißung, daß der Geist Gottes ihnen das Kommende verkündigen wird. Nicht nur die großen Sachen wie die Wiederkunft Christi oder die Begebenheiten während der Großen Trübsal (siehe Offenbarung) teilt Gott uns mit. Manchmal spricht er direkt in unsere Situation im Hier und Jetzt hinein.

In Apostelgeschichte 11 prophezeit Agabus eine große Hungersnot an, die unter Kaiser Claudius prompt kam.

In Apostelgeschichte 21 warnen Jünger in Troas durch den Geist Paulus und sagen, er möge nicht nach Jerusalem ziehen.
Er hört nicht auf sie.
Als er Philippus in Cäsarea besucht, weissagen dessen vier Töchter. Was sie weissagten, wissen wir nicht. Doch wahrscheinlich warnten auch sie Paulus vor der Reise nach Judäa.
Während Paulus noch bei Philippus ist, kommt Agabus und weissagt dem Apostel: Wenn du nach Jerusalem gehst, landest du in Gefangenschaft.
Paulus geht--und wird tatsächlich gefangengenommen. Obwohl unschuldig, kommt er für Jahre nicht mehr frei.
Gott hatte ihn gewarnt...

George Moss wußte einst über mich, daß zwei Veränderungen kommen würden, eine im Natürlichen, eine im Geistlichen. Er kannte mich nicht. Er wußte auch nicht, daß ich Vorbereitungen getroffen hatte, nach Amerika zu übersiedeln (Veränderung im Natürlichen) und dort eine Bibelschule zu besuchen (Veränderung im Geistlichen). Seine Worte waren mir Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Meine Tochter träumte letzte Jahr zweimal hintereinander, ihr Großvater würde sterben. Er starb kurz darauf.
Neulich verlor sie ihr Telefon. Da träumte sie zweimal, sie bekäme es wieder. Innerhalb Wochenfrist hatte sie es wieder.

G.O.s Mutter wurde am Knie operiert, als die Ärzte feststellten, das neue Kniegelenk hat die falsche Größe. Die OP wurde abgebrochen und die alte Dame wieder heimgeschickt. Neuer Termin? Irgendwann in vier oder sechs Wochen. (Die deutsche Gesundheitspolitik hat, sicher unbeabsichtigt, zu problematischen Rationierungseffekten geführt).
G. war beim Autofahren, als in ihm plötzlich die Gewißheit kam, seine Mutter werde nicht erst in vielen Wochen, sondern bereits nächsten Dienstag operiert.
So kam es dann tatsächlich.

Und wenn Gott nicht redet?
Dann müssen wir's nicht wissen.
Erkenntnisse erzwingen kann man nicht.
Denn Gott ist souverän.

Mittwoch, 9. März 2011

Intercession

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Retter-Gott, der will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."
1 Timotheus 2, 1-4

Heute abend ist Bibel- und Gebetsabend. Nach einer halbstündigen Botschaft beten wir. Anlässe gibt's zur Zeit genug. Denn Christen werden verfolgt wie nie.

30 km vor Kairo in Ägypten hat ein moslemischer Mob Häuser von Christen und Kirchen verwüstet. Das Schicksal der Kirchenmitarbeiter ist unbekannt. Sie wurden entweder entführt oder kamen in den Flammen um.
Der Grund für den Wahnsinn? Ein Christ ist mit einer moslemischen Frau ausgegangen. (Berichtet hat das die Assyrian International News Agency).

Die Protestler Ägyptens verbrannten Puppen von Mubarak und Obama, die an einem Pseudogalgen nebeneinander hingen. Für eine prowestlich/freiheitliche Begeisterung spricht das nicht.

In Pakistan wurde der Minister für religiöse Minderheiten, ein Katholik, ermordet.

Auch in Bahrain wird gegen die Regierung demonstriert. Eventuell fällt das kleine Land Hardcore-Islamoradikalen in die Hände. Das wäre insofern problematisch, als die 5. US-Flotte dort stationiert ist. Sie schützt den maritimen Ölverkehr und verhindert, daß der Iran, wie in den 80ern, hier üble Spiele spielt. Würde die 5. Flotte Bahrain verlassen müssen: Der Ölpreis ginge durch die Decke. Die Weltwirtschaft wäre akut bedroht.

Die Libyenkrise fühlt man bereits an den Zapfsäulen. Und sie ist noch nicht ausgestanden. Sollte sich die Welt in diesen Bürgerkrieg einmischen? Meiner Meinung nach nicht. Doch ich habe nicht die Informationen, die Regierungschefs vorliegen. In jedem Fall ist auch hier Gebet angebracht.

Gott will, daß wir ein "ruhiges und stilles Leben" führen können. Das bedeutet nicht, daß unser Leben langweilig sein muß. Das Wort für "Leben" im Urtext ist vielmehr "bios," im Gegensatz zu "psyche", Seelenleben, oder "zoe", geistliches Leben. Bios bezieht sich auf das biologische Leben, also auf das körperliche. Gott will, daß wir in stabilen, sicheren, freien Zeiten ohne Bürgerkrieg, Terrorangst oder staatliche Selbstherrlichkeit leben.

Deswegen fordert er uns zum Gebet auf. Es setzt Gottes Kräfte frei.

Montag, 7. März 2011

Erotika in der Bibel?

"Pastor, Jesus sagt in der Bergpredigt, 'Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, hat schon Ehebruch mit ihr begangen.' Wie muß ich dann das Hohelied einordnen? Da werden doch ganz begeistert anatomische Details des menschlichen Sexualapparates beschrieben."

Stimmt schon.
Doch Jesus spricht davon, unsauberen Phantasien keinen Raum zu geben. Tut man dies dennoch, ist die unsaubere Tat nur eine Frage der Zeit. Bietet sich die Gelegenheit, nimmt der gedanklich Weichgeklopfte sie wahr.

Bei Salomo im Hohenlied verhält sich die Sache ganz anders. Der Liebhaber dort lobt die Vorzüge seiner Angetrauten, nicht jene seiner Nachbarin oder Kollegin. Er techtelmechtelt mit seiner ihm angetrauten Ehefrau.

Dagegen ist nichts zu sagen.

Salomo argumentiert vielmehr dafür: "Deine Quelle sei gesegnet, erfreue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hirschkuh und anmutige Gemse - ihre Brüste sollen dich berauschen jederzeit, in ihrer Liebe sollst du taumeln immerdar! Warum solltest du, mein Sohn, an einer Fremden taumeln und den Busen einer anderen umarmen?" Sprüche 5, 18-20.

Wer nun keine Frau hat, dem gibt Gott Gnade, mit dieser seiner Situation klarzukommen. Weder Jesus noch Paulus hat sexuell was gefehlt. Paulus sagt in diesem Zusammenhang vielmehr, "Jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so." 1 Korinther 7, 7.

Der Verheiratete hat die Gnadengabe, mit den Herausforderungen der Ehe klarzukommen. Der Unverheiratete die Gabe, seine speziellen Herausforderungen zu bewältigen.

Diese Gnade gibt's auch für dich.

Der Saul in Paul

Vielen Dank nochmal an Pastor Wolfhard Margies von der Gemeinde auf dem Weg, der größten charismatisch-freikirchlichen Gemeinde in Berlin. Er hat am Sonntag aus Apostelgeschichte 9 über Paulus und Petrus gepredigt.

Kaum war Saul zum Paul geworden, predigte er schon und stiftete Verwirrung. Voller Erkenntnis und Eifer brachte er Unruhe in die Gemeinden. Daß seine ehemaligen Verbündeten, die Juden, ihn immer wieder umbringen wollten, trug auch nicht zum allgemeinen Frieden bei. Bis man ihn endlich in die "Verbannung" schickte, nach Tarsus, nach "Sibirien."

Als er endlich weg war, trat diese Situation ein: "So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Beistand des Heiligen Geistes." (Apostelgeschichte 9, 31). Die Gemeinde mehrte sich, als er weg war!

Paulus blieb viele Jahre in Tarsus, bis Barnabas ihn nach Antiochen holte. Inzwischen hatte er sich gewandelt. Er war nicht länger der Feuertopf, der die Aufmerksamkeit auf sich zog, sondern der sanftmütige Diener seiner Brüder.

"Jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung." Römer 15, 2.

Unsere Aufgabe als Christen ist, den anderen zu dienen. Das tun wir zB, indem wir unsere Aufgaben zur Zufriedenheit unserer Vorgesetzten erledigen und dabei kollegial bleiben. Oder in der Familie entlastende Sachen tun und nicht belastend sind.

Geistlichkeit ist nie nur "mystisch," sondern hat auch immer eine praktische Seite.

Samstag, 5. März 2011

Koinonia

"Die Koinonia [Gemeinschaft] des Heiligen Geistes sei mit euch allen."
2 Korinther 13, 13

Bin begeistert.
Unser Intensivtag war geistlich ergiebig, die Sprecher interessant. Gäste sind bis aus Mittelfranken angereist.
Dr. Margies sprach über Kommunikation mit dem Hl. Geist und darüber, wie wir tiefer eintauchen können.
Der Hl. Geist ist ein Gentleman, der sich nicht aufdrängt. Er will eingeladen werden in unser Leben.

Morgen um 10.30 Uhr spricht Dr. Margies im Sonntagsgottesdienst.

Freitag, 4. März 2011

CGZ-Intensiv-Tag morgen

Morgen ist es soweit!
Unser Intensiv-Tag steigt.
Habe gestern nochmal mit Dr. Margies telefoniert. Er freut sich auch über unser Thema "Kommunikation mit Gott." Es ist eines von Wolfhards besonders geliebten Themen.
Auch ich habe hierzu eine wunderbare Botschaft, von der ich glaube, daß sie Menschen, die von Gott hören wollen, ein gutes Stück weiterbringen wird.
Außerdem bin ich gespannt, was die anderen Sprecher des CGZ-Teams dazu zu sagen haben.

Der Tag beginnt um 9 am Morgen mit meiner Message. Ab etwa 12 hat die Gaststätte im Kegelcenter extra für uns ein Menü vorbereitet. Um 16 Uhr ist dann schon wieder Schluß.

Wolfhard Margies spricht auch am Sonntag nochmal im CGZ.
(Samstagabend ist jedoch keine Veranstaltung geplant!)

Herzliche Einladung.

Donnerstag, 3. März 2011

Unbewußte Führung

"So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
Römer 8, 14

Führung durch den Hl. Geist vollzieht sich nicht immer so, daß wir es merken. Oft werden wir dadurch geleitet, daß wir die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

In 1 Könige 17 sagt Gott zu dem Propheten Elia, "Geh nach Zarpat. Bleib dort. Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen."
Als er in Zarpat ankommt, trifft er tatsächlich am Stadttor eine Witwe, die Holz sammelt. Die bat er um etwas zu essen. Doch die Witwe begann zu jammern. "So wahr der HERR, dein Gott, lebt. Ich habe keinen Vorrat außer einer Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Siehe, ich sammle ein paar Holzstücke auf, dann will ich hineingehen und es mir und meinem Sohn zubereiten, damit wir es essen und sterben." Nach einer kurzen Diskussion machte sie ihm doch was zu essen und wurde selbst von Gott versorgt, während draußen Hungersnot war.

Die Witwe wußte nicht, daß Gott ihr befohlen hatte, Elia zu versorgen. Doch sie tat es. Sie war die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

M.W. ging's neulich ähnlich. Aufgrund verschiedener Umstände besuchte sie außerplanmäßig eine verwandte Person--gerade noch rechtzeitig. Diese Person, berauscht bis über die Haarspitzen, war nämlich dabei, sich das Lebenslicht auszublasen. M. kam und verhinderte das.

Unbewußte Führung durch Gott.

Wir sollten beten, daß Gott uns auch zur richtigen Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort macht.

Auch das geschah:
S. hatte jahrzehntelang Probleme mit Alkohol. Seit einem Jahr hat sie nichts mehr getrunken. Nun hat sie von erstaunten Ärzten berichtet: Ihre Blutwerte seien alle im grünen Bereich. Die lebensbedrohliche Leberzirrhose scheint völlig verschwunden zu sein...

Dienstag, 1. März 2011

Das tut der Hl Geist

In Johannes 16, 8 spricht Jesus über die wichtigsten Tätigkeiten des Heiligen Geistes:

"Wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht."

Das klingt ein wenig kryptisch. Was meint der Herr? Er erklärt es selbst:
"Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben." (Vers 9).
Der Heilige Geist spricht zu Ungläubigen über die Sünde. Er zeigt der Welt ihre Erlösungsbedürftigkeit.
Wir können den Leuten den Heilsplan nur mitteilen, der Heilige Geist ist übernimmt dann alles weitere. Wir können das Schaf nur auf die Weide stellen. Den Hunger gibt ihm der Geist. Fressen muß es selber.

"Von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht." (Vers 10).
Um das Erlösungswerk abzuschließen ist Jesus mit seinem Blut in den himmlischen Tempel gegangen. (Hebräer 9). Nun sitzt er zur Rechten des Vaters. Der Heilige Geist sagt dem Gläubigen daß er ein Kind Gottes ist, nachdem er Jesus als Erlöser angenommen hat. Das tut Jesus nicht persönlich.

"Von Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. (Vers 11).
Der Heilige Geist spricht vom Sieg über den Teufel.
Wenn wir Gebetserhörungen erleben, wenn wir sehen, wie Gott in unsere Probleme eingreift, dann zeigt uns, daß der Widersacher machtlos geworden ist.
Paulus sagt dazu, "Gott aber sei dank, der uns ALLEZEIT im Triumphzug umherführt in Christus." (2 Korinther 2, 14).

Gerettet zu werden bewirkt Gerechtigkeit in uns.
Gerechtigkeit, also Erlöstsein, führt zu Frieden im Herzen.
Sieg über den Feind bewirkt Freude.
In Römer 14, 17 heißt es deshalb, "Das Reich Gottes besteht aus Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist."