Donnerstag, 18. Januar 2018

Gebets- und Fastenwoche: vierter Tag

"Am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag. Eine heilige Versammlung soll er für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen [= fasten]."
3 Mose 23, 27.

Im Alten Testament gab es keine zwingenden Fastenvorschriften. (Die gibt es auch im Neuen Testament nicht). Der einzige Tag an dem Israel tatsächlich fasten sollte, war der Versöhnungstag in der obigen Schriftstelle.
Am Versöhnungstag sollten die Israeliten ihre Sünden bekennen, sich selber gründlich verachten, ihrer Fehler gedenken, nichts essen und Gott ein Opfer darbringen.
An den übrigen 364 Tagen sollten sie sich am Herrn, an seinen Verheißungen, an seinem guten Willen und an seinem Bund mit seinem Volk freuen, und sich NICHT selbst verachten und über die Fehler der Vergangenheit brüten.
Ich kenne Leute, die handhaben das genau umgekehrt. Sie verachten sich 364 Tage im Jahr und am 365. fällt ihnen ein, dass sie ja auch noch einen Bund mit Gott haben.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.
Einen Tag Trübsal blasen, 364 Tage Freude am Heil des Herrn.
Wie hältst du's?

"Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch." (Philipper 4, 4).

Mittwoch, 17. Januar 2018

Satanische Handzeichen?

"Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
Johannes 20, 27.

Es ist schon interessant, was einem so alles unterkommt. So hat mich neulich jemand angemailt und darauf hingewiesen, dass ich beim Predigen möglicherweise satanische Handzeichen mache und dass das meine Predigten entwerten könnte (oder so ähnlich).
Da staunte ich nicht schlecht.
Dieser Herr hat es sicherlich gut mit mir gemeint. Doch bei mir kommt der Glaube ja immer noch aus dem Hören, (Römer 10, 17). Dass für manche die Handbewegungen eines Predigers über Wohl und Wehe seiner Zuhörer (oder wenigstens seiner Predigten) entscheiden, war mir bisher unbekannt. Ich gebe zu, ich habe Schwierigkeiten, mich in diese Denkungsart einzufühlen. Wo genau lernt man, was satanische Handzeichen sind? Werden irgendwo Seminare abgehalten, in denen man erfährt, was eine bestimmte, für einen Bruchteil einer Sekunde aufblitzende Geste der Hand eines Mitmenschen genau bedeutet? Was genau soll mit dieser Fingerdeuterei bezweckt werden? Ist das ein Geheimcode, den nur Eingeweihte verstehen?
Täte mich interessieren.
Klingt nämlich alles sehr nach Verschwörungstheorie.
Hiermit versichere ich jedem Leser und Hörer: Ich bin kein Okkultist. Meine Handbewegungen beim Predigen sind vollkommen zufälliger Natur. Ich wüsste gar nicht, wo ich freimaurerisch-diabolische Handzeichen lernen könnte.
Ich ermutige alle Zuschauer, weniger auf die Hände als vielmehr auf die Worte, die ein Prediger sagt, zu achten. Handzeichenanalysen sind in meinen Augen pure Zeitverschwendung. Echt jetzt.

Apropos: Vor einigen Jahren habe ich mal unter einem Hakenkreuz gepredigt, schwarz auf weißem Grund. Gleich daneben prangte ein hinduistisches Om-Zeichen.
Zum Glück gibt's davon keine Bilder. Wer weiß, was voreingenommene Betrachter daraus alles konstruieren würden. Das ganze fand jedoch in Indien statt, in einem waschechten Hindutempel. Den Götzen, der mit seinen Fingern vermutlich machtlose kleine Teufelshörnchen beschrieb, hatte man mit einem weißen Tuch zugehängt.
Er war stumm.
Ich hingegen habe lautstark Jesus gepredigt. Am ersten Abend hörten rund 500 Personen das Wort vom Kreuz, (unterm Hakenkreuz! im Götzentempel!), am zweiten waren es schon 1000, am dritten kamen so viele, dass der ganze Tempelhof mit Menschen erfüllt war und die Leute auf der erhöhten Straße stehenblieben, um diesem hemdsärmligen Prediger aus Deutschland zuzusehen. Menschen haben sich bekehrt. Jesus hat triumphiert.

Das Wort Gottes macht frei.
In welcher Umgebung (und mit welchen Handzeichen) es gepredigt wird, ist praktisch egal.
So sehe ich die Sache.

"Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt." (1 Korinther 7, 35).

Montag, 15. Januar 2018

Fasten- und Gebetswoche beginnt

"Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist."
Apostelgeschichte 13, 2.

Im strengen Gesetz des Mose findet sich nur ein einziger Aufruf, an einem bestimmten Tag mal zu fasten. Das sollten am Versöhnungstag geschehen, an Yom Kippur. Wörtlich steht dort im Hebräischen nicht "fasten", sondern "die Seele erniedrigen", was aber als fasten zu verstehen ist. An diesem Tag sollten die Leute sich selbst richten, sich verachten, ihrer eigenen Fehler und Schwächen gedenken und ganz allgemein ihre Hilfsbedürftigkeit vor Gott bekennen. Denn an Gottes Segen ist alles gelegen. Was heute gilt, war schon damals so. Es ist immer wieder gut, sich das in Erinnerung zu rufen.
Wir werden aber nicht alle fünf Tage beinhart durchfasten, sondern jeder fastet so, wie er es für richtig hält und wie es für ihn möglich ist. (In der Bibel fasteten eigentlich nur Leute, die dazu auch die Zeit hatten).

Jesus hat im Neuen Testament zwar über Fasten gesprochen, doch nicht dazu aufgerufen. Auch Paulus entwickelt keine Fastenlehre. Beide haben gefastet, Jesus sogar 40 Tage, doch sie haben daraus keine Regeln abgeleitet.
Worüber sie hingegen ausführlich gelehrt haben, ist das Gebet.
Wir verbinden in dieser Woche beides. Wir unterstreichen durch Fasten, dass wir Gottes Hilfe brauchen. Im Gebet sagen wir ihm dann, was wir gerne hätten.

Uns geht es in erster Linie um die Love Schweinfurt-Evangelisation im März, von der wir wollen, dass sie gelingt. Gott soll mit der Musik verherrlicht werden, das Evangelium soll in Vollmacht und Kraft gepredigt werden, und Menschen sollen zu Jesus finden. Um diese Anliegen vor Gott zu bringen, treffen wir uns diese Woche von Montag bis Freitag jeweils von 19:30 bis 20:30 Uhr im Roten Saal in der Gemeinde.

Bis heute abend.

Samstag, 13. Januar 2018

Guter Love-Schweinfurt-Flyer

"Ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk."
2 Mose 31, 3.

Andy Polinski hat einen wirklich guten Flyer für unser Love Schweinfurt-Event entworfen. Die Love-Schweinfurt.Info-Webseite ist entsprechend angepasst und sieht jetzt noch besser aus. ;)
Dieses Motiv wird im März in unserer Stadt 10 Tage lang 14 Plakatwände zieren. Im Radio werden wir auch präsent sein. Christen hauen mal ordentlich auf den Seier. Finde ich super. Passiert für meinen Geschmack viel zu selten.

Neuigkeiten gibt's auch zu Steve Zschunke. (Er ist der Sprecher beim Event). Steve wird nun also am Sonntag, den 25. Februar, um 10:30 Uhr den Gottesdienst im CGZ gestalten. Wir freuen uns.

Vielen Dank auch der God Loves You Foundation aus Würzburg (und ihrem Stifter René Wolf), die sich hier selbstlos einbringt. Sie hat auch schon bei Love Würzburg überaus segensreich gewirkt.

Gott segne alle Mitarbeiter an dieser großartigen Sache.

"Aus Christus wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils. Und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe." (Epheser 4, 16).

"Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Dorthin hat der HERR den Segen befohlen." (Psalm 133, 1+3).

Dienstag, 9. Januar 2018

www.Love-Schweinfurt.info

"Und es war große Freude in jener Stadt."
Apostelgeschichte 8, 8.

Die Vorbereitungen für die Evangelisation am 24. März in der Schweinfurter Stadthalle sind in vollem Gange. Wir haben heute zunächst 5000 Flugblätter bestellt und die Website (mit dem Flugblatt, bzw. späteren Plakat drauf) freigeschaltet. Wer will, kann mal auf www.love-schweinfurt.info klicken und staunen.

Thema ist: „Was ist Liebe?“
Ist Mutterliebe das Nonplusultra? Scheint oft so. Doch warum sagt Gott dann, wir sollen Vater und Mutter verlassen und unserer Frau anhängen? Könnte es da Probleme geben? Ist „Mutterliebe“ doch nicht immer Liebe?
Manche Männer besuchen Frauen und denken, sie kaufen Liebe. Dabei sind diese Frauen natürlich nicht an dem langweiligen Gelaber ihrer Kunden interessiert, auch wenn's anders aussieht, sondern an deren Geld.
Gottes Liebe ist anders als menschliche Liebe. Er ist wahrhaftig selbstlos und hat nur unser Bestes im Sinn. Bewiesen hat er das dadurch, dass er Jesus auf die Erde sandte, wo dieser uns von Problemen erlöste, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie hatten. Wir waren blind und er hat uns sehend gemacht.
Über Gottes Liebe gibt es viel zu sagen.

Florence Joy und die "Könige und Priester", bekannte Größen der christlichen Musikszene, werden aus der Kölner Gegend kommen und poppig-rockige Loblieder zur Ehre Gottes singen. (Auf YouTube kann man da schon mal reinschauen).

Der Sprecher, der uns die live Message des Abends bringen wird, heißt Steve Zschunke. Steve war drei Jahre in Redding, Kalifornien, bei Bill Johnson in der Bibelschule. Gegenwärtig gründet er die Fearless Church in Böblingen-Sindelfingen.
Er wird auch schon von dem Event an einem Sonntag mal bei uns sprechen. So lernen wir ihn kennen und ich kann mich mit ihm noch etwas genauer absprechen was die Evangelisation angeht.

Bete mit für das Gelingen dieser super Sache.

"Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König." (Jesaja 52, 7).

Donnerstag, 4. Januar 2018

Berechtigte Kritik?

"Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien."
Lukas 19, 40.

„Pastor, mit der freikirchlichen Liturgie habe ich so meine Probleme. Die Musik ist laut, manche, vor allem Frauen, heben beim Singen entrückt die Hände und setzen leuchtende Gesichter auf. Sehr emotional. Da ist mir eine nüchterne Messe tausendmal lieber.“

Deine Vorlieben und Abneigungen in Ehren. Sie mögen kulturell bedingt sein. Die Frage ist jedoch:
Was ist Gott lieber?
Der Lobpreis im Alten Testament war jedenfalls eine sehr geräuschvolle Angelegenheit, so richtig mit Pauken, Zimbeln und Trompeten. David und ganz Israel tanzten sogar vor Gott mit aller Kraft. (1 Chronik 13, 8). Vielleicht taten sie das ja ganz nüchtern und vernünftig, immer bestrebt, nur nicht emotional zu werden. Doch darauf will ich hier gar nicht eingehen.
Ich zitiere vielmehr ein Wort Jesu.
Im Neuen Testament wurde Jesus genau einmal dazu aufgefordert, seine allzu lauten und viel zu freudigen Jünger wegen ihrer Lobpreisbekundungen zurechtzuweisen. Als diese sich nämlich bei seinem Einzug in Jerusalem an alle seine Wunderwerke erinnerten, die sie von ihm gesehen hatten, "fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben." (Lukas 19, 37).
Und Jesus wurde prompt aufgefordert, dies zu unterbinden.
Von wem?
Von besonders pietätvollen Pharisäern.
Eine solche Szene taucht einmal in der Bibel auf. Sie drückt deshalb alles aus, was zum Thema zu sagen ist. Nämlich folgendes: Wer Zurückhaltung fordert, muss sich fragen, ob er sich hier nicht mit den Pharisäern gemein macht. Die Pharisäer sind immerhin die Gruppe, über die Jesus sieben Wehe ausgerufen hat. Sie wurden ihm und dem jungen Christentum zu mörderischen Feinden.
Jesus hat seinen Jüngern mitnichten den Jubel verboten. Vielmehr sagte er: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“ Manchmal muss offenbar geschrien werden vor Begeisterung.
Über die Stadt der Pharisäer hingegen weinte er, (gleich im nächsten Vers): „Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zum Frieden dient! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen.“
Wer Gutes von Gott erlebt hat, der darf sich auch lautstark darüber freuen. (Oder leise. Der Herr zwingt uns hier zu nichts). Ich werde den Leuten das Singen und Händeheben auf jeden Fall nicht verbieten.
Im Gegenteil: Ich mach mit.

"Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! Jauchzt Gott mit Jubelschall!" (Psalm 47, 2).

Mittwoch, 3. Januar 2018

Trumpelstilzchen?

"Das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache."
1 Korinther 1, 27.

Dafür, dass Donald Trump ein großsprechender Nichtskönner ist, hat er im letzten Jahr verblüffend viel erreicht. (In Deutschland hingegen ist die erhabene Gottkanzlerin alternativlose Frau Merkel auch nach Monaten nur geschäftsführend im Amt). Liegt es daran, dass der Mann zwar clownesk rüberkommt, aber bei allem Getwittere eben doch Gott in seine Regierung einlädt?
So bat er bei einer Kabinettssitzung vor Weihnachten den Wohnungsbauminister Ben Carson, ehemals einer der besten Neurochirurgen der Welt und bekennender Christ, um ein Gebet zum Abschluss der Sitzung, (oder am Anfang. Egal). Carson betet also und das mächtigste Kabinett der Welt hört ihm andächtig zu.
Trump ist garantiert kein frommer Mensch, doch zumindest ist er gegenüber dem christlichen Glauben nicht feindselig eingestellt. Im Gegenteil. Und er hat erstaunlichen Erfolg.
Seit er im Amt ist eilt die US-Börse von Rekord zu Rekord. In den letzten beiden Quartalen wuchs die Wirtschaft jeweils um mehr als 3 %. Das war im Amerika Obamas und ist in unserem Europa unerreicht. Viele neue Arbeitsplätze entstehen.
Die Grenzen werden wieder besser gesichert und den zentralamerikanischen Gangs, wie der unglaublich blutrünstigen MS13, hat Trump den Kampf angesagt und verzeichnet erste Erfolge (unter dem Gejammer des griechischen Chors der Presse: "Er hetzt gegen Einwanderer").
Im Justizwesen wurde bisher eine Rekordzahl von verfassungstreuen Richtern, die Amerika auf Jahrzehnte hinaus prägen werden, ernannt. Politische Aktivisten jedweder Couleur auf der Richterbank werden seltener. (Abtreibungsliberalisierung, Homo-Ehe, usw. wurden in Amerika von Aktivisten in Richterroben per Gesetzesauslegung durchgesetzt und nicht vom gewählten Kongress beschlossen).
Und: Der Islamische Staat ist am Ende.
Die vorherige Regierung hatte dem Militär im Irak quasi einen Arm auf den Rücken gefesselt und so das Siegen schwer gemacht. Trump löste diese Fesseln, überließ die Einzelheiten den Militärs und innerhalb von 12 Monaten war der IS Geschichte.
Gegenwärtig begehrt das persische Volk gegen seine Machthaber auf. Die einzige moralische Unterstützung, die diese mutigen Menschen derzeit bekommen, kommt auch aus dem Weißen Haus. In Deutschland hingegen schweigt man vornehm. Doch wäre es nicht wunderbar, wenn die Perser das Mullahproblem selber lösen würden? Ein wenig Zuspruch hätten sie schon dafür verdient.
Jerusalem wurde nochmal als Israels Hauptstadt bestätigt.
Und zum Ende letzten Jahres wurde in Amerika nun die umfangreichste Steuerreform der letzten 30 Jahre verabschiedet. Arbeitende Bürger werden deswegen Tausende von Dollars mehr in der Tasche haben. Die höchsten Körperschaftssteuern der Welt wurden auf ein akzeptables Maß reduziert, was dazu führen wird, dass Firmen aus aller Welt massiv in den Vereinigten Staaten investieren werden.
Der Mann mag unmöglich sein und seine Kritiker täglich lustvoll zur Weißglut treiben: Auf der realpolitischen Ebene waren er und seine Mannen in ihrem ersten Jahr nicht ganz erfolglos.

Erneuerung zum Guten: Was in Amerika möglich ist, kann auch hier passieren.

"Er erkannte, daß der höchste Gott Macht hat über das Königtum der Menschen und daß er darüber einsetzt, wen er will." (Daniel 5, 21).