Dienstag, 31. Oktober 2017

Reformation Now!

"Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten."
Johannes 20, 23.

Vor mehr als 500 Jahren entdeckte der Bischof von Rom die obige Schriftstelle als Geschäftsmodell. Er als Stellvertreter Christi auf dem Stuhl Petri hatte die Macht, Sünden zu vergeben. Diese Vergebung konnte man sich in Form von Ablassbriefen käuflich erwerben.
Sehr praktisch, nicht?
Der Papst brauchte damals dringend Geld, da er mit dem Bau des Petersdoms beschäftigt war und Raffael, Michelangelo und Kollegen schließlich bezahlt werden wollten. Was lag da näher, als das Seelenheil käuflich zu machen?
Strenggenommen verkaufte der Papst nicht das Seelenheil, sondern nur eine Minderung der Strafe für Sünden, eine Verkürzung des Aufenthalts im Fegefeuer.
Nun spricht die Bibel zwar ausführlich über Himmel und Hölle und wie man dort hingelangt. Von einem Fegefeuer steht jedoch nirgends etwas. Schon gleich gar nicht davon, dass man sich aus diesem Feuer herauskaufen kann. Auch das Wort "Papst" kommt in der Bibel nicht vor, noch wird irgendwo gesagt dass der Bischof von Rom der Nachfolger Petri sei oder gar der Stellvertreter Christi. (Laut 1 Petrus 2, 9 sind alle Christen Könige und Priester). Doch die Ängste der Menschen damals waren groß und die Botschaft der Bibel im Volk unbekannt, und so klingelte so manche Münze im Kasten der Ablasshändler.
Martin Luther war das ein Dorn im Auge.
Der Augustinermönch aus Eisleben kannte sich aus mit der Angst um das Seelenheil, hatte er doch selbst gewaltig unter seiner Verdammnisgewissheit gelitten. Keine Wallfahrt, kein Ablassbrief und keine Bußübungen konnten ihr abhelfen. Luther war verzweifelt.
Eines Tages saß der junge Professor in seinem Arbeitszimmer im Südturm des Augustinerklosters zu Wittenberg und las die Bibel. Er las sie bedächtig, langsam, nachdenklich, wie Gott dies Josua, dem verunsicherten Nachfolger Moses, aufgetragen hatte. (Josua 1, 8: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“)
Und da passierte es!
Während er Römer 1, 16-17, josuamäßig nachsinnend, auf sich wirken ließ, traf ihn ein innerer Blitz, eine unerwartete Erleuchtung: Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden. Der Gerechte wird durch Glauben leben!
Nicht Bußübungen, Geldzahlungen oder Wallfahrten machten den Menschen annehmbar für Gott, sondern der Glaube an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi.
Die Erlösung war ein Geschenk, kein Geschäft.
Seine Verdammnisgefühle waren weggeblasen, große Freude und Heilsgewissheit zogen ins Herz Luthers ein. Er glaubte Gottes Wort. Die Erlösung war wirksam geworden. Er war gerettet.
Bald darauf schrieb er 95 Thesen über den Glauben und gegen den Ablasshandel auf einen Bogen Papier, schnappte sich Hammer und Nägel und klopfte heute vor 500 Jahren sein Thesenpapier an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg—nicht bevor er sie an den Erzbischof geschickt hatte, der Ablässe verkaufte, um mit dem Geld seine Schulden bei den Augsburger Fuggern zu bezahlen.
Weder der Erzbischof noch der Papst waren sonderlich begeistert über die große Gewissensfestigkeit des zur biblischen Lehre zurückkehrenden Mönchleins. Doch das Wort Gottes wurde wieder verkündigt und trat seinen neuerlichen Siegeszug um die Welt an.
Und so ist es bis heute.

"Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.
Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte." (Markus 16, 15-16 + 20).

Freitag, 27. Oktober 2017

Tierische Götzen

"Darum hat Gott sie dahingegeben..., sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit."
Römer 1, 24-25.

Vieles, was eigentlich falsch ist, gilt momentan als richtig.
Beispiel Tierschutz.
Tierschutz ist an sich eine gute Sache. Doch man kann das auch übertreiben. Dann wird aus dem edlen Tierschutz törichter Götzendienst.
Bei uns in der Nähe ist es beispielsweise so, dass ein wichtiges Straßenbauprojekt ein halbes Jahr lang liegenbleibt, weil irgendjemand einen Hamster auf einem angrenzenden Feld entdeckt hat. Dieser Hamster ruht nun, denn Hamster halten Winterschlaf. Zehntausende Autofahrer kommen nicht voran, weil den Straßenbauern verboten wurde, den Hamster beim Schlafen zu stören.
Wahnsinn oder?
Hamster haben offenbar eine mächtigere Lobby als ungeborene Kinder oder alte Leute.
Was aber, wenn dieser Hamster nicht mehr aufwacht? Weil ihn längst der Fuchs geholt hat oder die Katz, oder der Bussard oder das Wiesel.
Vielleicht gar ein Mauswiesel, denn dieses kleinste Landraubsäugetier der Welt jagt auch in den engen Gängen von Mäuse- und Hamsterbauen. Ein schlafender Hamster käme einem solchen Viech gerade recht.
Ein hungriger Sperber wurde vermutlich auch nicht Nein sagen, wenn er einen müden Criceta aus seinem Bau heraus träge in die Oktobersonne blinzeln sähe.
Die Natur hält sich nun mal nicht an Artenschutzgesetze.
Manche Hamster werfen sich übrigens, um sich zu schützen, bei Gefahr auf den Rücken und stoßen schrille Schreie aus. Da vom Hamster lernen siegen lernen bedeutet, erwarte ich eigentlich täglich den Politikervorschlag, bedrängte Jungfrauen in Gefahr mögen sich genauso verhalten.

Ein ähnliches Thema ist der Wolf.
Wölfe überwinden Zäune, Esel und superscharfe Hütehunde und richten ein Blutbad in einer Schafherde an, doch die Damen und Herren vom Amt juckt das nicht. Im Gegenteil. Sie sind begeistert darüber, dass ein Topprädator Deutschland abermals zur Heimat erkoren hat.
In Niedersachsen löschen Wölfe den 100 Jahre alten, seltenen, kostbaren Mufflonbestand aus, doch die armen Wildschafe befinden keinen Fürsprecher. Sie werden, wie alles Wild, inoffiziell zu Wolfsfutter umdeklariert.
Warum nur?
Wölfe haben hierzulande keinerlei Nutzen. Wir brauchen sie nicht. Sie sind gefährlich.
Da sie keine Fressfeinde haben und die Jagd auf sie verboten ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Mensch durch sie zu Schaden kommt.
Dann ist das Geschrei groß.
Denn ein Wolf ist nicht doof: Wenn er für seine Übergriffe nicht bestraft wird, wird er immer dreister. Das Raubtier kann für seine Dreistigkeit nichts. Der Mensch hingegen ist (angeblich) vernunftbegabt. Wölfe sollten aus unserem Land wieder verabschiedet werden.

Im Mittelpunkt eines vernünftigen Weltbildes darf nicht das Tier, sondern muss der Mensch stehen. Und zwar der Mensch Jesus Christus. Gut ist, was Jesus gutfindet, und schlecht, was er schlechtfindet. Gesellschaften, die sich ihn als Vorbild genommen haben, sind in der Vergangenheit gut gefahren.
Wann immer allerdings der gefallene Mensch—oder gar ein einzelner gefallener Mensch—das Maß aller Dinge wurde, hatte die Gesellschaft nichts zu lachen.

"Und David sagte zu Gott: ... Bin ich es doch, der gesündigt und Böses getan hat! Aber diese Schafe, was haben sie getan? HERR, mein Gott, laß doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein, aber nicht gegen dein Volk mit dieser Plage." (1 Chronik 21, 17).

Dienstag, 24. Oktober 2017

Transhumane Wesen?

"Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut."
1 Mose 1, 31.

„Pastor, wir sind dabei, eine neue Evolutionsstufe zu erklimmen. Denn die modernen Digitaltechnologien helfen uns und machen uns zu Menschmaschinen, die viel besser sind als die momentanen Menschen.“

Es gibt tatsächlich Wissenschaftler—renommierte Psychologen—die schon seit Jahren behaupten, Gott gäbe es nicht, sondern er sei gerade dabei, sich zu bilden. Sie imaginieren da eine allmächtige, oder zumindest allwissende Künstliche Intelligenz, die sich ins All hinaus ausdehnt und den Menschen weit überflügelt.
Naja.
Zur gestellten Frage:
Ich denke nicht, dass man das menschliche Nervensystem durch irgendwelche Eingriffe künstlich optimieren kann. Das ist schon vollkommen, so wie es ist. Sehr gut eben.
Und Smartphones, auch wenn man sie in den Körper implantieren könnte, sind noch lange kein zusätzliches Körperteil. Sie sind Maschinen, die bestimmte Aufgaben erfüllen, wie ein Herzschrittmacher, eine Schaufel, eine Schreibmaschine, ein Auto, eine Kontaktlinse oder eine Rakete auch. Ein Smartphone mit Internetzugang ist nichts weiter als ein verherrlichter Telefonjoker.
Der Blick auf Gentechnologien ist da vielversprechender.
Angenommen, man könnte das Genom des Menschen so weit optimieren, dass nur noch kerngesunde, begabte, langlebige Leute gezeugt werden, die allesamt nur sehr geringe Abweichungen vom internationalen Standardschönheitsideal aufweisen: Welche Konsequenzen hätte dies für die Menschheit?
Womöglich gute.
Wenn alle wirklich gut aussehen, dann orientiert man sich bei der Partner-, Personal- und Freundeswahl nicht mehr an Äußerlichkeiten. Die Persönlichkeit, die den Menschen eigentlich ausmacht, träte viel stärker in den Vordergrund. Fände ich nicht schlimm.
Vielleicht lässt Gott eine solche Entwicklung ja zu.
An einen bevorstehenden Evolutionssprung glaube ich aus einer Vielzahl von Gründen nicht. Denn es gibt letztlich nur einen wahren Optimierer.

„Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig.“ (Offenbarung 21, 5).

Freitag, 20. Oktober 2017

Nahtoderfahrung bloß ein Hirnblitz?

"Da bildete Gott, der HERR, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens. So wurde der Mensch eine lebende Seele."
1 Mose 2, 7.

Immer wieder gibt es Berichte über erstaunliche Nahtoderfahrungen. Menschen sterben, ihr Herz bleibt stehen, die Atmung hört auf, es sind keinerlei Hirnströme mehr zu messen. Doch dann werden sie durch hohe Ärztekunst gewaltsam ins Leben zurückgeholt. Durch die starken Stromstöße eines Defibrillators wird die Herzaktivität künstlich wiederhergestellt.
Und manche wachen tatsächlich wieder auf.
Sie beschreiben dann, was sie in der Zeit ihres Totseins erlebt haben. Sie konnten hören, was Ärzte und Schwestern sagten, ja sie konnten sogar sehen, was diese taten. Mit toten Augen wohlgemerkt!
Nun ist es so: Die Wissenschaft unserer Tage hat eine stillschweigende, wenn auch unnötige, ja überflüssige Übereinkunft: Es darf keinen Gott geben. Entsprechend gibt es in diesem Wissenschaftsbild auch keine unsterbliche Seele.
Besonders clevere Forscher sind nun angesichts der erstaunlichen Erfahrungen von Patienten nach Todeseintritt auf die Behauptung verfallen, das Hirn lasse sich Zeit mit dem Sterben, der Tote sei gar nicht tot, sondern dämmere noch viele Minuten in einem orgiastischen Rausch vor sich hin, bevor dann endgültig Schluss sei.
Nun ja.
Ich will ganz offen sein: Die Schlussfolgerungsleistung dieser Mediziner erscheint mir so gehaltvoll wie Brennsuppe, (besteht aus Wasser und Mehl). Ich hätte da nämlich durchaus noch Fragen. Liebe Biologisten: Wie erklärt ihr euch die Tatsache, dass viele Verstorbene die Wiederbelebungsversuche mit klarem Verstand von oben zu beobachten in der Lage waren? Sie hatten ihren Körper verlassen, sahen sich selber liegen, und schwebten über der Szenerie. Sie sahen und hörten was geschah, und waren hinterher in der Lage, detailliert--und realitätsgetreu!--darüber zu berichten. Das kann niemand, der angeblich gerade mittels körpereigenem Drogencocktail im Nirwana versinkt.
Mir scheint da viel plausibler, was Gott sagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).
Gott lebt. Er ist der ewige Gott.
Die Seele gibt's. Auch sie lebt ewig.
Kommt nur drauf an, wo.

"Erkennt, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst." (Psalm 100, 3).

Dienstag, 17. Oktober 2017

Der Missionsbefehl, invertiert

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe."
Matthäus 28, 19-20.

Am Sonntag kam in der Gemeinde eine Mutter, die zeitweilig fremde Kinder bei sich aufnimmt, auf mich zu und erzählte mir vom neuesten Vorschlag des Jugendamts. Die hätten da einen 16-jährigen Moslem, den die Familie bitte für anderthalb Jahre übernehmen möge. Seine Bedingung sei, sie sollen das Kreuz in seinem Zimmer abhängen und ihn regelmäßig zur Moschee fahren.
Die Familie hat dankend abgelehnt.
Was soll man da auch sagen? So wird das mit der Integration nichts.
Überhaupt: So benimmt sich kein Bittsteller, kein dankbarer, demütiger mittelloser internationaler Nutznießer des deutschen Sozialsystems, sondern ein selbstbewusster Eroberer. Der will, daß wir uns in seine Welt integrieren. (Denn sonst würde er nach Saudi Arabien gehen. Dort gibt's keine Kreuze, und Moscheen haben die in Hülle und Fülle.)
Das Jugendamt merkt das nicht, doch es verbalisiert einen invertierten Missionsbefehl. Jesus hat nicht gesagt: „Lasst alle Nationen zu euch kommen, verleugnet euren christlichen Glauben und lasst euch von den 16-jährigen Dauergästen, die ihr durchfüttert, über Gott aufklären.“
Er sagte genau das Gegenteil.
Wir sollen in die Welt gehen, die Menschen überzeugen und sie dann lehren.
Wir haben die Botschaft, die allein in der Lage ist, Frieden in den Herzen der Menschen zu bewirken. Es ist seine Botschaft. Es ist das vielfach verleugnete christliche Fundament, das uns trägt, das unsere Wirtschaft- und Gesellschaftsform noch immer prägt, und das dafür verantwortlich ist, dass wir Frieden und Wohlstand haben. Weshalb sollten wir Lehren übernehmen, die den Völkern, die nun zu uns strömen, nur Unheil gebracht haben?
Ich pfeif auf den feigen Multikulturalismus unserer Tage.

Was ich will, ist eine christliche Gesellschaft, die sich auf ihre Wurzeln besinnt und im Glauben lebt. Die das Wort Gottes hört und tut. Die die Herrschaft des Rechts bewahrt und dem Unrecht nicht nachgibt. Alles andere käme einer Selbstaufgabe gleich.
Nicht mit mir.

„Wacht, steht fest im Glauben. Seid mannhaft, seid stark!“ (1 Korinther 16, 13).

Freitag, 13. Oktober 2017

Lachen im Gottesdienst

"Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus."
Sprüche 17, 22.

„Pastor, in deinen Gottesdiensten lachen die Leute manchmal. Sie lachen sogar ziemlich oft. Manchmal bist du tatsächlich unterhaltsam. Doch ist das dem Herrn wirklich angemessen?“

In der Tat haben die Hörer von Predigten oft nichts zu lachen. Ich vermute aber, diese Verkündiger können genauso wenig aus ihrer Haut raus wie ich. Man predigt, und dann ist es wie es ist. Wenn ich mich salbungsvoller geben würde als ich bin, würden die Leute vermutlich erst recht lachen.
Und das zu recht.
Was sagte einst die unvergleichliche und weise Mary Poppins? „A little bit of sugar makes the medicine go down.“ Zu deutsch: „Während du an der Haustür humorig unterhalten wirst, zwängt sich die Wahrheit durchs Toilettenfenster.“
Also.
Wenn du einem Prediger erlaubst, so zu sein wie er ist, dann empfängst du etwas von ihm. Wenn du ihn innerlich zensierst, stehst du dir selbst im Weg. Wenn alle lachen, selbst der Herr, nur du nicht, dann geht der Segen an dir vorbei. Das wäre in der Tat bedauerlich.

"Wir sind Mitarbeiter an eurer Freude." (2 Korinther 1, 24).

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wyatt was here!

"Und die große Volksmenge hörte ihn gern."
Markus 12, 37.

Wir hatten eine wunderbare Zeit mit unserem Gast aus Süd Karolina. Eine der Predigten von Pater Braun ist im Moment "Botschaft der Woche" auf der Homepage. Ihm hat's auch gefallen, er beehrt uns sicher wieder.

Er und ich haben uns auch über die Vorkommnisse in Las Vegas unterhalten. Wir haben festgestellt, dass sich die Medien überaus zurückhalten, was die Person und die Motive des Todesschützens vom Mandalay Bay angeht.
Das ist natürlich nicht falsch.
Doch gäbe es Anzeichen dafür, dass der Täter Konservativer, Anhänger der republikanischen Partei oder gar ein psychisch labiler "Christ" gewesen wäre, würde dies auf allen Kanälen pausenlos und bis zum Erbrechen wiederholt werden. Dass solches NICHT erwähnt wird, spricht Bände. (Wer erinnert sich noch an den durchgeknallten Hillary-Anhänger und bekennenden Sozialisten, der Kongressabgeordnete der Republikaner beim Baseballspiel beschoss und schwer verletzte? Der verschwand nach kurzer Erwähnung in der medialen Versenkung).
Vielleicht hat der Islamische Staat doch recht, wenn er diesen Massenmörder für sich reklamiert. Im Nahen Osten soll er ja gewesen sein. Auch die amerikanische Presse neigt manchmal zur Lücke.

"Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch ist nichts geheim, was nicht bekannt wird und ans Licht kommt." (Lukas 8, 17).

Freitag, 6. Oktober 2017

Wyatt Brown im CGZ!

"Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt."
Kolosser 4, 6.

Am Samstag, 19:30 Uhr, und am Sonntag, 10:30 Uhr, wird Pastor Wyatt Brown aus Greenville, USA, im Christlichen Glaubenszentrum sprechen. Pastor Brown war vor 2 Jahren schon einmal bei uns, viele erinnern sich sicher noch. Wir hatten damals eine gute Zeit mit ihm und ich freue mich, dass er wieder zu uns kommt.
Das Wort von Pastor Wyatt ist immer mit Salz gewürzt und nicht fad.

Er wird bereits heute abend, Freitag, 6. Oktober 2017, um 19:30 Uhr bei unseren Freunden in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt und Pastor René Stebani in der Kornacher Straße einen Gottesdienst halten. Dann kommt er zu uns, um am Sonntagabend noch einmal in der BGS zu predigen. Ungewöhnliche Konstellation, aber unsere brüderliche Flexibilität ist ja legendär. (Der Termin in der BGS hat sich kurzfristig ergeben).

Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Bibelkommentar, Bd. 3: Abraham" veröffentlicht

"Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.“
Römer 4, 19-20.

Abraham ist eine der einflussreichsten Personen der Menschheitsgeschichte.

Habe heute den dritten Teil meines Bibelkommentars auf Amazon veröffentlicht. Es geht darin um Abraham. Wer Fragen zu dieser biblischen Persönlichkeit hat, findet dort möglicherweise die Antwort.
Amazon wird das Buch in Kürze freischalten.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Das Risiko der Freiheit und wie man sie behält

"Ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlaß für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.“
Galater 5, 13.

Freiheit lebt von der Selbstbeherrschung des einzelnen.
Große Freiheit setzt große Selbstbeherrschung voraus. Ist keine Selbstbeherrschung vorhanden, wird die Freiheit durch Regeln—Gesetze—beschnitten. Ist überhaupt keine Selbstbeherrschung vorhanden, steht die Diktatur vor der Tür, der Feind der Freiheit schlechthin.

Freiheit bedeutet NICHT, alles tun zu können, was einem beliebt. Wahre Freiheit ist vielmehr, nicht alles tun zu müssen, was einem gerade durch den (fleischlichen) Sinn fleucht. Selbstbeherrschung und wahre Freiheit gehen Hand in Hand.

Christen werden zur Nächstenliebe, und damit zur Selbstbeherrschung, erzogen. Unter Christen gilt: Nicht allein was ich will zählt, sondern auch was der andere will. Deswegen nehmen sich Christen zurück und lassen schon mal dem anderen den Vortritt.
Nur eine Gesellschaft, in der der eine den anderen respektiert, kann eine freie Gesellschaft sein. Die rücksichtsvollste Gesellschaft ist die freiste. Achtet der eine den andern höher als sich selbst, entsteht im Lauf der Zeit eine wirkmächtige Zivilisation. Deswegen sind christlich geprägte Gesellschaften, (und solche, die diese imitieren), die freiesten Gesellschaften der Welt.
Geht das Christentum, und damit die Selbstbeherrschung, den Bach runter, mehren sich die Übertretungen. Diese wiederum führen zu verschärften Gesetzen. Diese sind natürlich wirkungslos, denn Übertreter scheren sich nicht um Gesetze. So engen verschärfte Gesetze stets nur die ein, die sich sowieso an die Regeln halten. Eine unfreie und bedrückende Gesellschaft entsteht.
Der Freiheit muss man sich würdig erweisen.

1776 wehrten sich die Menschen in den amerikanischen Kolonien gegen den englischen Tyrannen und seine Truppen. Um die Tyrannei zu besiegen waren Waffen unabdingbar. Die Kontinentalarmee unter Washington gewann bekanntlich, und als die Amerikaner dann ihren eigenen Staat gründeten, maßen sie dem legalen Waffenbesitz Verfassungsrang zu. Für den Fall, dass sich auch in ihrem Land einmal ein Tyrann erhebt.
Allgemeiner Waffenbesitz war deswegen kein Problem, weil die Bürger verantwortungsbewusst mit ihren Waffen umgingen. Amerika war von der christlichen Ethik durchdrungen. Auch heute schießen dort 12-jährige Bauernbuben mit Kleinkalibergewehren auf Ratten und keiner denkt sich was dabei.
Nun hat in diesen Tagen ein 64-jähriger weißer Amerikaner, durch eigene Anstrengung zum mehrfachen Millionär geworden, (also eigentlich den amerikanischen Traum lebend), 59 unschuldige Konzertbesucher mit mehreren zu Vollautomaten umgebauten Gewehren erschossen und so das größte Massaker dieser Art in der Geschichte der USA begangen.
Warum?
Ja warum.
Der Besitz vollautomatischer Waffen ist auch in den Vereinigten Staaten für Privatpersonen strikt verboten. Offenbar ist es möglich, gewöhnliche Halbautomaten so umzubauen, dass sie Dauerfeuer ausspucken. Dies wiederum setzt böse Absicht voraus. Das Böse wiederum wird bekanntlich durch Gesetze nicht besiegt. Höchstens eingehegt. Ganz üble Sache.

Die geistliche Sicht auf diese Dinge?
Es ist so:
Wenn eine Gesellschaft ein bestimmtes Maß an Gottlosigkeit und gottlosem Verhalten überschritten hat, zieht Gott sich zurück. Ein Riss tut sich auf in der Schutzmauer um ein Volk, ein Land, eine Nation. Dann passieren solche Dinge.
Gott sagte einst zu Abraham, er könne das Land Kanaan momentan noch nicht in Besitz nehmen: „denn das Maß der Schuld des Amoriters ist bis jetzt noch nicht voll.“ (1 Mose 15, 16). Erst 430 Jahre später war es soweit, dass Israel Kanaan einnehmen konnte.

Auch wenn es den politischen Akteuren diesseits und jenseits des großen Teiches nicht mehr bewusst ist: Unsere Gesellschaften sind immer noch stark vom Christentum geprägt. Hüben und drüben leben Millionen von Kindern Gottes, die Gott nicht aufgeben und nicht verlassen wird. An seinem guten Willen besteht kein Zweifel.
Die Chance zur geistlichen Erneuerung besteht somit.
Es liegt an uns, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, in dem wir entsprechend leben, das Wort Gottes in unserem Leben an erste Stelle stellen, und den Mund nicht halten.
Und Gott fordert uns in diesen Zeiten der Krise, in der der Schutzwall um unsere Länder Risse bekommen hat, auf zu beten:

„Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit ich es nicht verheeren müßte. Aber ich fand keinen.“ (Hesekiel 22, 30).

Gott soll dasselbe nicht über uns sagen müssen.