Samstag, 31. Dezember 2016

Auf ein Neues!

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

Zu Silvester ein gutes Gewissen
ist besser als Wein und leckere Bissen.

Allen Lesern und Zuschauern und Hörern im Cyberland und überall:
Einen guten Beschluß, (wie man hier sagt),
und Gnade und Frieden vom Herrn im neuen Jahr.

"Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt: Ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (Epheser 4, 20-21).

(Übrigens: Morgen um 10.30 Uhr ist ganz normal Gottesdienst. Also: Keine Müdigkeit vorschützen, ;)

Dienstag, 27. Dezember 2016

Honig für die Seele

„Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Medizin für das Gebein.“
Sprüche 16,24.

Heute, an diesem ruhigen Tag in der ruhigen Woche zwischen den Jahren, wäre es doch mal gut, sich ein wenig zurückzunehmen, freundlich zu sein und das gegenüber Gegenüber auch mal anzuschauen. Weihnachtsstress und Süßes für den Körper hatten wir ja in den letzten Tagen zur Genüge. Jetzt könnte doch mal Süßes für die Seele dran sein. Denn Honig schleckt jeder gern, Seelenhonig erst recht. Und Salomo stellt sogar fest, dass eine positive Umgebung Medizin für das Gebein ist.

Kurze Unterbrechung…

Gerade haben mich Eltern aus einer südlichen Stadt angerufen, die mir tränenreich die Probleme mit ihrem Kind geschildert haben.
Während man da zuhört, ist man zunächst ziemlich ratlos, ja, die Hoffnungslosigkeit der Eltern setzt sich direkt fort, hinein in den eigenen Kopf. Innerlich fleht man zum Herrn, er möge einem beistehen und etwas Intelligentes (und nicht etwas betulich Pastorales) zu sagen geben. Und dann kann es vorkommen, dass man sich beim Antworten zuhört. Seelenhonig. Hinterher ist man selber auferbaut.
Gott ist ein guter Vater.

„Ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren. Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich auf euch hören. Und sucht ihr mich, so werdet ihr finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden.“ (Jeremia 29,11-14).

Samstag, 24. Dezember 2016

Der Gottesbeweis der Prophetie: Weihnachten

"Jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft, und jeder Mantel, in Blut gewälzt, fällt dem Brand anheim, wird ein Fraß des Feuers. Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen:
Wunderbarer Ratgeber,
starker Gott,
Vater der Ewigkeit,
Fürst des Friedens.
Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."
Jesaja 9, 4-6.

Allen Lesern frohe Weihnachten.

Freitag, 23. Dezember 2016

Der Krieg gegen Weihnachten

„Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten, und bleibe dort, bis ich es dir sage! Denn Herodes wird das Kind suchen, um es umzubringen.“
Matthäus 2,13.

Maschinenpistolen und Weihnachtsmärkte: Ich hätte nicht gedacht, dass die beiden mal zusammengehen.
In Deutschland.
Doch Herodes geht auch heute noch um und versucht, das Kind zu töten. Dumm für ihn: Dieses Kind wurde bereits ermordet und stand von den Toten auch gleich wieder auf. Es ist größer als das Grab. Jesus lebt, das Christentum lebt und beide sind unausrottbar.

Als mein smartes Telefon, dieser neue Lebensbegleiter, mich heute morgen aufweckte, hatte es auch gleich noch ein paar Nachrichten für mich:
Zunächst: Anis Amri, der mutmaßliche IS-moslemische Mörder von Berlin ist tot. Der Tunesier wurde um 3:00 Uhr nachts von zwei Polizisten in Mailand erschossen, nachdem der Tor bei einer Routinekontrolle sofort das Feuer auf sie eröffnet hatte.
Mit einer 22.
Eine 22er hat etwa 90 Joule Mündungsenergie. Schlimm, doch nichts, womit man einen heiligen Krieg gewinnt. Die 9 mm, mit der die Polizei sich verteidigte, hat etwa 500 Joule Mündungsenergie. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Ich hoffe, der Polizist, der geschossen hat, bekommt nun keine Probleme mit dem Staatsanwalt. Für meine Begriffe handelte der Mann angemessen. Der Dschihadi hat bekommen, was er verdient hat.
Ein Grund zur Freude ist der Tod dieses Verbrechers deswegen nicht. Hesekiel sagt in 18,23: „Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt?“
Dafür ist es nun zu spät.
Amri hat den Tod gewählt und nicht den Fürsten des Lebens.
So bedauerlich das Ableben eines jungen Menschen ist: Er war ein zwölffacher Mörder. Er wird nun nicht weitermorden. Statt ihn übermäßig zu bedauern, bitte ich vielmehr Gott, er möge den Hinterbliebenen der Opfer und den Verwundeten in jeglicher Weise beistehen.
Es hätte auch jeden von uns treffen können.

Der Terrorist reiste, wie zu lesen war, von Berlin nach Frankreich und von dort nach Italien. Er hat das Problem mit den offenen Grenzen nochmal eindrucksvoll illustriert.

Die 2. Nachricht des meines Telefons war: In Köln hatte man Polizistinnen entdeckt, die zwar mit Maschinenpistolen behängt waren. Die Magazine fehlten jedoch.
Junge Frauen mit Maschinenpistolen ohne Magazine verteidigen den Westen.
Eine Furche durchpflügt meine Stirn. Warum macht mich dieses Bild nachdenklich?
Nun ja.
Aus mehreren Gründen.
Die Vorgesetzten der Damen sind vermutlich nicht blöd. Sie wissen, im Gegensatz zum Rest der Republik, dass das Schießen mit Maschinenpistolen im öffentlichen Raum eine hochheikle Angelegenheit ist. Mittlerweile bin ich mit ein paar Jägern recht gut bekannt und die wissen alle, dass man für einen sicheren Schuss unbedingt einen sicheren Kugelfang benötigt. Der kann nur das gewachsene Erdreich sein. Deswegen sitzen die auch auf dem Jägerstand: Damit sie nach unten schießen. In deutschen Städten sind Jägerstände und das blanke Erdreich jedoch Mangelware, ergo: Da gibt es keinen Kugelfang. Man trifft dort Häuser, Mauern, Straßen, Autos, Laternenpfähle, Fensterscheiben.
Und Menschen!
Von Häusern, Straßen, Autos usw. prallen Kugeln ab.
Von Menschen nicht.
Insofern wäre es hochgradig verantwortungslos, unsere Städte mit automatischen Waffen zu beharken, auch wenn man die Polizei ist.
Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist die Munition: Polizei und Militär benutzen Vollmantelmunition.
Im Gegensatz zur Jagdmunition bewirkt die Hohlschüsse, d.h. sie schlägt durch.
Die zu schützende Person hinter dem Verbrecher wird so gleich noch mitbeschossen.
Was ich sagen will: Die Präsenz von schwer bewaffneten Polizisten auf unseren Straßen, Bahnhöfen, Flughäfen ist nichts als Kosmetik. Diese Waffen kommen nie zum Einsatz. Viel zu gefährlich, wie das Bild der magazinlosen Polizistinnen auch aufmerksamen Laien offenbart.

Deutschland fühlt sich belagert an diesem Weihnachten. Die Stimmung ist ähnlich wie in Israel, wo man mit dieser Art Terror schon länger vertraut ist.
Von der Regierung ist keine Hilfe zu erwarten. Die deklariert diesen Zustand glatt als das neue Normal. Damit müsse man leben. Die seien nicht alle so. (Zum Glück stimmt das natürlich). Was für ein Trost.

Was können wir tun?
Paulus gibt uns die Antwort:
„Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Timotheus 2,1-4).
Um zu beten braucht man natürlich Glauben.
Haben wir den?
Falls nicht, falls wir Gottsuchen als Traumtänzerei abtun, aufgeklärt wie wir sind, wird's Nacht in Deutschland.
We need him.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Massenmord im vorweihnachtlichen Berlin

„Pastor, in Berlin ist gestern abend, wie es aussieht, ein durchgeknallter Mohammedaner mit einem gestohlenen Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gefahren und hat 12 Leute umgebracht. Warum lässt Gott sowas zu?“

Eine alte Frage.
In Lukas 13 kommen Leute zu Jesus und berichten ihm, wie Pilatus in Galiläa einen Gottesdienst gesprengt und dabei das Blut der Anbeter mit dem Blut ihrer Opfertiere vermischt hat. Die implizite Frage, die Jesus auch sogleich beantwortet, lautete da auch, „Die starben beim Gottesdienst! Warum lässt Gott sowas zu?“
Jesus antwortet: „Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“ (Lukas 13,2-3).
Jesus sagte sinngemäß: „Leute, dass diese Galiläer starben ist nicht das Besondere. Vielmehr ist es ein Wunder, dass ihr alle noch lebt. Über euch allen hängt dasselbe Damoklesschwert. Denn ihr haltet zwar Gottesdienste ab, aber euer Herz ist fern von Gott. Ihr vollzieht auch nur Rituale, wie diese Galiläer. Es kann euch jederzeit genauso treffen—wenn ihr nicht umkehrt.“ Denn das Wort Buße bedeutet nichts anderes als Umkehr, wörtlich metanoia, meta: mit, noia: Verstand.

Buße bedeutet, aus einem Zustand der Verblendung, der Bejahung falscher Tatsachen, aufzuwachen, den Verstand wieder einzuschalten—und entsprechende Taten folgen zu lassen.

Buße ist demnach überlebenswichtig.
Leider hörten die Juden des 1. Jahrhunderts nicht auf Jesus. Die Mehrheit folgte ihm nicht nach, und so kam es, dass ab 66 n. Chr. das Heilige Land im Bürgerkrieg versank. Die Römer kamen und belagerten Jerusalem, während sich die Belagerten in der Stadt selbst bekriegten. 70 n. Chr. war alles vorbei. Jerusalem war zerstört, die Juden wurden zerstreut und Israel war Geschichte—bis 1948.

Deutschland, und vor allem Berlin, hält sich heute für weltoffen und tolerant, für auf- und abgeklärt. Es weiß, dass alle Menschen gleich sind, egal wo sie herkommen, und alle Kulturen und Religionen gleichviel (oder wenig) wert sind, einige werden nur mehr missverstanden—und natürlich missbraucht!—als andere. Man müsse alle gleich behandeln, egal wer sie sind und wo sie herkommen.
Was jedoch, wenn dieses Denken Blödsinn ist und auf falschen Annahmen beruht?
Dann wird der Terror weitergehen.
Ein Umdenken könnte so aussehen, dass man nicht weltoffen und gottverschlossen weitermacht wie bisher, sondern ohne Tabus auf das schaut, was vor Augen ist. Und entsprechend durchgreift, geltendes Recht wieder durchsetzt. Doch vermutlich ist der Leidensdruck noch nicht groß genug.

In Babylon lebte einst ein großer und mächtiger König namens Nebukadnezar. Was er tat, gelang ihm, und sein Reich wuchs beständig. Doch anstatt Gott für seinen Reichtum und seinen Erfolg zu danken, hielt er sich selbst für den Größten.
Da hatte er eines nachts einen furchtbaren Albtraum.
Der eilig herzugerufene Prophet Daniel legte ihn aus und sagte entsetzt, „Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seine Deutung deinen Feinden.“ (Daniel 4,16). Dann mahnte er den König zur Umkehr.
Doch Nebukadnezar hörte nicht.
Und so verlor er im Jahr darauf nach einer Anwandlung besonders großen Stolzes seinen Verstand. Man stieß ihn aus und sieben Jahre lang lebte er wie ein Tier verborgen in einem Park in Babylon. Doch am Ende dieser Tage tierischen Leidens geschah etwas in seinem Herzen:

Er erkannte, dass Gott Herr ist und wir Menschen von ihm und seinem Wohlwollen abhängen.

Kaum hatte er diese Buße in seinem Herzen vollzogen, geschah noch etwas: „Zu derselben Zeit kehrte mein Verstand zu mir zurück, und zur Ehre meines Königtums kehrten meine Herrlichkeit und mein Glanz zu mir zurück. Und meine Staatsräte und meine Gewaltigen suchten mich auf, und ich wurde wieder in mein Königtum eingesetzt, und außergewöhnliche Größe wurde mir hinzugefügt. Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen." (Daniel 4,33-34).

Seine Unabhängigkeit von Gott und sein großer Stolz haben Nebukadnezar gedemütigt. Umkehr zu Gott hat ihn gerettet und seine Größe außergewöhnlich gemacht.

Was sagen wir nun denjenigen, die es gestern abend getroffen hat?
Daß sie keine schlimmeren Menschen sind als alle anderen.
Daß Gott sie liebt.
Daß Jesus die Antwort ist, der sagte:
 „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
Nehmt auf euch mein Joch, und LERNT VON MIR! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen"; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30).

An ihm führt nunmal kein Weg vorbei.

Im übrigen würde ich es begrüßen, wenn Frau Merkel ihren Posten zur Verfügung stellen würde.

Montag, 19. Dezember 2016

What's in a name?

„Und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes."
1. Mose 2,20.

Shakespeares Julia hat einst gefragt, „Was ist in einem Namen?“ Sie maß Namen keine besondere Bedeutung bei, denn sie fuhr fort: „Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.“ (Romeo und Julia, Akt 2, Szene 2). In der Bibel ist es hingegen so, dass Namen Wesensbeschreibungen ihrer Träger sind. Jakob beispielsweise bedeutet Betrüger, und er war einer—bis er mit Gott rang und forderte, „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.“ Gott änderte daraufhin seinen Namen ab in Israel, was "Kämpfer Gottes" bedeutet, oder auch "Gott kämpft."
Jakob war von Stund an ein neuer Mensch.

Ist dir bewusst, dass du jedem Tag einen Namen verpasst?
Wenn du morgens aufwachst und dir denkst, „Oh Mann, schon wieder ein leerer Rentnertag“, dann hast du dem Tag gerade einen Namen gegeben: Leerer Rentnertag.
Welchen Verlauf, denkst du, wird dieser Tag nehmen? Vermutlich wird sich die Prophezeiung, die in diesem Namen steckt, ganz von selbst erfüllen.
Vielleicht nennst du deinen Tag auch „Tag der gestressten Mutter.“ Jedes Mal wenn ich dann deine Kinder herausfordern, wirst du daran denken, dass du eigentlich überfordert bist, und überhaupt... dir wird alles zu viel! Warum hast du dich von deinem Mann nur zur Mutter machen lassen? Eigentlich ist er schuld. Bekommt man eigentlich Hartz IV, wenn man seinen Mann verlässt...?
Vielleicht nennst du deinen Tag auch „Blöder Bügeltag“ oder „Schon-wieder-nichts-verkauf-Tag“, oder „Null-Bock-Tag“, oder… Allen diesen Namen ist gemein, dass sie unbewusste negative Erwartungen artikulieren und allein dadurch entsprechende Schöpferkräfte freisetzen.

Man kann das aber auch anders handhaben, indem man Tagen absichtlich und bewusst gute Namen gibt. (Auch Gott macht das: „Heute ist der Tag des Heils.“ (2. Korinther 6,2). Anstatt morgens aufzuwachen und die Leere in deinem Leben zu beklagen, könntest du den Herrn bitten, „Mach mich heute zu einem Segen für irgendwen.“
Viel mehr musst du gar nicht tun.
Dein Tag heißt dann Segenstag und du wirst im Laufe deines Tages für irgendjemanden zum Segen werden. Der Herr kümmert sich da schon drum.
Nenne deinen Tag inspiriert, gesegnet, erfüllt. Gib ihm einen guten Namen, damit er sich nicht hinterrücks einen miesen Namen zulegt. (Tage machen sowas). Schließlich sollst du im Leben herrschen durch die Gnade und nicht vom Leben untergebuttert werden.

„Denn wenn durch den Sündenfall des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluß der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.“ (Römer 5,17).

Und? Wie heißt dein Tag?

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Nicht mehr die Zeit für Konkurrenzdenken

„Ihr aber seid Christi Leib, und einzeln genommen, Glieder.“
1. Korinther 12,27.

Gestern traf ich auf eine Umfrage, die Amerikaner über Europäer und ihren Glauben in Auftrag gegeben haben. Demnach bezeichnen sich 66 % der Briten als Atheisten oder ungläubig. In Deutschland liegt der Wert bei 59 %, in Frankreich bei 53 %.
Die Gläubigen, speziell die Christen, befinden sich in diesen führenden, reichen Ländern der Europäischen Union also in der Minderzahl. Nun war es schon immer so, dass großer Reichtum zu großer Gottlosigkeit geführt hat. Selbst Salomo strauchelte am Ende seines Lebens und kompromittierte sich, indem er heidnischen Göttern Altäre baute, weil seine jugendlichen Ehefrauen welche haben wollten. (1. Könige 11). Doch Werte nahe der 60 % sind schon überaus bedenklich. Denn die Moral entspringt letztendlich dem Glauben. Jemand, der an Gott glaubt und weiß, dass er Gott Rechenschaft ablegen wird, verhält sich anders, als jemand, der sich für einen kosmischen Zufall hält und YOLO denkt, (you live only once: man lebt nur einmal). Eine solche Person wird ihre Ethik stets der Situation anpassen, gut und böse sind bei ihr relativ.
Bei Christen nicht.
Eine Gesellschaft, in der gut und böse relativ sind, lebt mit großen Unsicherheiten. Denn sie kann zwischen Gut und Böse nicht mehr unterscheiden. Sie lebt dann mit den bösen Konsequenzen gutgemeinter Taten.

Interessanterweise ist es so, dass das gottlose Vereinigte Königreich von der Tochter eines Pastors regiert wird, die sich klar zum christlichen Glauben bekennt und auch dafür einsteht, dass dieser in ihre politischen Entscheidungen mit einfließt.
Fand ich interessant.
A. M. ist ebenfalls die Tochter eines Pfarrers, (allerdings eines roten). Und auch bemerkenswert ist die Tatsache, dass Francois Fillon, der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat in Frankreich, die Nation zurückführen will zu ihren christlichen Wurzeln, womit er wohl vor allem den Katholizismus meint. In Europa waren es oft christliche Fürsten, die ihren oft apathischen Untertanen nicht die schlechtesten Gesetze aufdrückten. In den Vereinigten Staaten ist es geschichtlich eher umgekehrt: Da kam die Erweckung stets aus dem Volk.

2/3 der Menschen in den führenden europäischen Nationen geben zurzeit also vor, nicht an Gott zu glauben. Dieses Umfrageergebnis zeigt: Wir als Christen können uns einen Konkurrenzkampf unter den Konfessionen und christlichen Strömungen zurzeit nicht leisten. Wir werden kulturell belagert, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Feindseligkeiten uns gegenüber mal wieder offen zutage treten, (sofern der Herr nicht doch noch eine umfassende Erweckung schenkt).

Ich behaupte: Jede Strömung hat ihre Berechtigung, denn wir sind alle miteinander Christi Leib und einzeln genommen Glieder, d.h., wir erfüllen alle unterschiedliche Aufgaben.
Jede Persönlichkeit hat ihre geistliche Heimat.
Ein leicht flippiger Charismatiker wird wohl einen verkopften Naturwissenschaftler nicht so recht mit dem Evangelium erreichen. So ist es gut, dass es auch noch die Baptisten gibt, die in ihrer Mehrheit allem „Schwärmerischen“ von Herzen abhold sind.
Ein Freikirchler, in dessen Gemeinde es schon mal lebhaft zugeht, wird vermutlich keinen Traditionalisten erreichen, der, sobald er eine Kirche betritt, ernst und würdevoll wird, und der das Ritualhafte und Liturgische liebt.
In der Christenheit gibt es zum Glück für jeden etwas.
Paulus hat völlig recht, wenn er sagt: „Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht, oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht, sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig.“ (1. Korinther 19-21).
Genau die christliche Gruppen, auf die du herabblickst und für „schwächer“ hältst, sind notwendig. Denn: „Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte.“ (1. Korinther 18).

Wir können uns geistlichen Snobismus in Europa derzeit nicht leisten. Sofern jemand die Gottessohnschaft Jesu Christi und die Notwendigkeit seines Todes am Kreuz anerkennt, sollten wir unsere Gemeinsamkeiten betonen. Wer glaubt dass Jesus von den Toten auferstanden ist und ihn zum Herrn seines Lebens gemacht hat, den sollten wir als Teil des Leibes anerkennen, auch wenn wir nicht mit ihm in allen Punkten übereinstimmen.
Auf der Einheit liegt Segen, nicht auf der Rechthaberei.

„Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.… Denn dorthin hat der Herr den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit.“ (Psalm 133).

Freitag, 9. Dezember 2016

Hat Gott das Böse geschaffen?

„Und der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.“
1. Mose 6,5.

„Pastor, ich mag Gott nicht besonders, weil er das Böse geschaffen hat. Warum hat er das bloß getan?“

Wie kommst du darauf, Gott hätte das Böse geschaffen?
Gott hat das Böse nicht geschaffen.
Gott kann das Böse nicht schaffen, weil nichts Böses in ihm ist.

Viele Menschen verwirrt die Tatsache, dass Gott seinen Geschöpfen zugesteht, eigene Entscheidungen zu treffen.
Der Mensch ist nicht Gottes Marionette.
Nicht alles was auf der Welt passiert ist Gottes Wille. (Sonst hätte Jesus ja nicht gebetet: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden). Er steht nicht hinter allem das jeder tut.
Als Gott dem Menschen die Welt gab, übergab er sie ihm ganz und zog sich dann zurück. Er griff nur noch helfend und beratend ein, was schon daran ersichtlich ist, dass er Adam gestattete, seine Welt zu definieren, als er etwa die Tiere vor ihn brachte, damit Adam ihnen Namen gab. „Und genau so wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, so sollte ihr Name sein.“ (1. Mose 2,19).
Leider hat sich der Mensch GEGEN Gott entschieden.
Wer sich gegen Gott entscheidet, entscheidet sich damit automatisch gegen alles Gute, Ästhetische, Vollkommene. Entsprechend schaut's dann in ihm aus. Nicht Gott hat das Böse erzeugt, das hat der Mensch ganz alleine hinbekommen. Der Mensch ohne Gott hat eine Sündennatur. Er weiß was gut ist, findet aber in sich ein Gesetz, das ihn dazu zwingt, das Schlechte zu tun. Schlimm, nicht?
Warum hat Gott das nicht verhindert?
Noch einmal: Gott gegängelt uns nicht. Wenn er uns eine Aufgabe übergibt, so wie Adam am Anfang, dann lässt er uns machen.
Mit allen Konsequenzen.
Er redet uns nicht drein.
Gott konnte aufgrund der Rechtslage, die er selbst hergestellt hat, den Menschen nicht von seinem Sündenfall abhalten. Der Mensch ist gefallen. Der Fall Adams hat die ganze Schöpfung mit ins Verderben gerissen. (Römer 8,20).
Gott hat es aber nicht dabei bewenden lassen!
Gebunden an sein Wort, konnte er den Sündenfall nicht aufhalten. Doch er hat einen HEILSPLAN ins Werk gesetzt, um den Fall und seine Folgen zu neutralisieren.
Er wurde in Jesus selbst Mensch und offenbarte sich als Erlöser.

Gottes nicht das Problem, er ist die Antwort.

„Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig.“ (Offenbarung 21,5).

Dienstag, 6. Dezember 2016

Jesus sucht solche wie dich

„Das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt..., daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.“
1. Korinther 1,28-29.

Gott ist schon so einer: Er nimmt das Unedle der Welt und veredelt es.
Um diese Verwandlung zu erleben, muss man Jesus in sein Leben einladen. In Vers 30 geht es nämlich so weiter: „...Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung, damit, wie geschrieben steht: 'Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.'“
Jesus macht uns weise, gerecht, heilig, usw. Er perfektioniert uns, wenn wir ihn lassen.
Ich musste daran denken, weil ich eine lustige Geschichte gelesen habe. Sie ist so kurz, dass ich sie hier wiedergeben kann:

Ein alter Zen-Meister sagte seinen Schülern, er sei unverheiratet, weil er die perfekte Frau heiraten wolle.
„Haben Sie sie noch nicht gefunden?“ fragte ihn ein neugieriger Schüler.
„Oh doch,“ antwortete der Meister und strich sich über den Bart.
„Warum sind sie dann nicht verheiratet?“
„Sie sucht den perfekten Mann.“

Jesus ist da anders.
Er verlangt nicht Vollkommenheit, sondern Material, mit dem er arbeiten kann.
Er sucht solche wie dich und mich.

Schöne Feier mit Taco-Salat

„Und er sagte zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz.“
Nehemia 8,10.

Eine schöne Weihnachtsfeier hatten wir am Sonntag nach dem Gottesdienst.
Besonders das Essen kam gut an.
Was gab's?
Es gab Taco-Salat.
Der Taco-Salat stammt ursprünglich aus Mexiko, in dessen relativer Nähe meine Frau und ich einst wohnten. (Von ihr kam auch die Idee dazu, den diesmal aufzutischen). Man legt dabei eine Schicht Taco-Chips auf den Teller, gibt großzügig Salat darüber, und soßt das Ganze dann mit Chili, also Hackfleisch mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten mit Soße, ein. Die Chips quellen auf, der Salat wird warm…
Klingt abenteuerlich, schmeckt aber gut.
Vielen Dank auch noch einmal an alle Mitwirkenden, alle Torten-, Stollen-, Plätzchen- und Kuchenbäcker für die atemberaubende Vielfalt. Großes Lob auch an alle, die die Räumlichkeiten danach wieder in ihren eigentlichen Gemeindezustand zurückversetzt haben.
Schön war's.

Samstag, 3. Dezember 2016

Morgen: Weihnachtsfeier

„Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele.“
Apostelgeschichte 4,32.

Morgen ist es wieder soweit: Nach dem Gottesdienst findet unsere jährliche Weihnachtsfeier statt.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen gibt's Kaffee und Kuchen und ein Programm.
Bin schon gespannt.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Versuchungen

„Es ist notwendig, daß Verführungen kommen.“
Matthäus 18,7.

„Pastor, warum ist es notwendig, dass Verführungen kommen? Das ist doch nicht schön. Warum macht Gott sowas?“

Gott versucht dich nicht.
Gott selber kann auch nicht (zum Bösen) versucht werden, denn er ist gut und hat keine problematischen Begierden.
Wenn du versucht wirst, dann deshalb, weil du von irgendeiner Begierde, die in dir haust, fortgezogen wirst. Die Verführung hat also nichts mit Gott zu tun, sondern mit dir und den Verlockungen der Welt.
Deswegen ist es gut, sich nicht an Orte zu begeben, an denen man in eine falsche Richtung gezogen wird. Ganz vermeiden lässt sich Versuchung natürlich nicht, solange wir im Fleisch sind.
Das erlaubt Gott.
Denn Verführungen haben aus seiner Sicht einen praktischen Nutzen.
Sie zeigen uns, was wirklich in uns steckt.
Wenn kein Wind weht, sagt man, hat sogar ein Wetterhahn Charakter.
Ansonsten richtet sich ein Wetterhahn immer nach dem Wind, heute so, morgen so.
Wenn Druck auf einen Schwamm ausgeübt wird, dann zeigt sich, was in ihm steckt. Denn es kommt unweigerlich heraus.
Und so lernen wir uns selber auch erst kennen, wenn wir mal unter Druck geraten. In gewisser Weise sind wir nämlich Schwämme. Da tritt dann ganz Erstaunliches zu Tage und manch einer ist bestürzt über sich selbst—oder begeistert von sich!
Gott möchte, dass in Drucksituationen das Wesen Christi aus uns heraustritt.
Wenn du unter Druck bist, dann lauf nicht davon, sondern löse dein Problem mit der dir zu Gebote stehenden Weisheit, (die muss nicht vollkommen sein). Hast du die Situation mit Gott gemeistert, dann ist das Ergebnis größere Belastbarkeit.
Große Belastbarkeit führt zu größerer Lebenskompetenz und zu größerem Frieden insgesamt. Probleme, die dir noch vor kurzem den Schlaf raubten, nimmst du nicht einmal mehr als solche wahr.
Alle wollen Überwinder sein, aber niemand will ein Problem zum Überwinden.
Doch Sieger wird man nur durch Kampf.

„Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet,
indem ihr erkennt, daß die Bewährung eures Glaubens Belastbarkeit bewirkt. Die Belastbarkeit aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.“ (Jakobus 1,2-4).