Montag, 25. Februar 2019

Otto for President

"Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig."
Sprüche 17,28.

Wir Deutschen können unseren Präsidenten nicht direkt wählen.
Das ist schade.
Könnten wir wählen, könnten die so Gewählten hinterher auch in unserem Namen sprechen. So jedoch ist das Reden in unserem Namen nicht legitim.
Auf was will ich raus?
Bundespräsident Steinmeier hat kürzlich dem Terrorregime in Iran ein Glückwunschtelegramm zum 40. Jahrestag ihrer erfolgreichen islamischen Revolution zukommen lassen. Er gratulierte "auch im Namen meiner Landsleute."
Für mich ist dieser Herr mit seinem Amt überfordert. Iran spricht Todesfatwas aus, destabilisiert den Nahen Osten, strebt nach Vorherrschaft und bedroht von Syrien aus Israel. Hat der Mann vergessen, dass er als Deutscher zu einer gewissen Sensibilität im Umgang mit Juden und ihren Hassern angehalten ist? Eines der ständig verlautbarten Ziele Irans ist die Tilgung Israels von der Landkarte. Einem solchen Regime gratuliert man nicht. Das ist als gratulierte man Hitler zur erfolgreichen völkischen Revolution, während im Hintergrund Schornsteine in den Himmel wachsen. (Zur Erinnerung: Israel ist der Propaganda Irans der "Kleine Satan", die Vereinigten Staaten der "Große Satan." Beiden wird permanent mit Tod und Vernichtung gedroht.
Vielleicht sind in seinen Augen nur Schoa-Juden aufrechte Juden und heutige Juden eher ein lästiges Problem. So würde er das natürlich nie sagen. Doch seine Taten sprechen lauter als seine Worte. Eins steht jedenfalls fest: Steinmeier spricht nicht in meinem Namen. Er sollte, bevor er das nächste Mal ein solches Telegramm losschickt, einen Spaziergang zumm Holocaust-Denkmal machen. Von seinem Sitz im Berliner Tiergarten bis dorthin ist es ja nicht weit.
Dem amerikanischen Präsidenten Trump hat er übrigens nicht gratuliert. Stattdessen nannte er ihn, der immerhin von Millionen demokratisch gewählt wurde, (im Gegensatz zu ihm selber), einen Hassprediger. Den echten Hasspredigern hingegen gratuliert er.
Ich finde, Steinmeier sollte abdanken und einem Clown platz machen.
Ich schlage Otto Waalkes vor. Von dessen aufgeregtem Geschnatter erwartet man zumindest nichts Staatstragenes. Der könnte das momentane Deutschland würdig vertreten.
Otto for president!

"Im Herzen des Verständigen ruht die Weisheit, aber unter den Toren schwitzt sie." (Sprüche 14,33).

Donnerstag, 21. Februar 2019

Die Reise zur Reife

"Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein."
Lukas 15,24.

Man lässt sich entweder etwas sagen, oder man lernt aus Erfahrung.
Wie lernst du?
Sich etwas sagen zu lassen oder aus den Fehlern anderer zu lernen ist weniger schmerzhaft als aus Erfahrung zu lernen. Seltsamerweise entscheiden wir uns dennoch oft für das Letztere.
So auch der Verlorene Sohn.
Seine Geschichte ist die Geschichte einer Reifung als Mensch.
Als er uns zuerst begegnet, ist er unreif bis dort hinaus. Sein ganzes Trachten und Wollen ist erfüllt von "Gib mir, gib mir!"
"Gib mir!" sagen Babys, natürliche wie geistliche.
Kleine Kinder sagen: "Mein Wille geschehe! Was der Vater will ist mir egal!"
Der junge Mann möchte auf großem Fuß leben, ohne sich jedoch das dazu nötige Geld verdient zu haben. Er will nicht Schweiß vergießen, sondern Party machen. Er will Privilegien, ohne sich diese Privilegien erarbeitet zu haben. Was tun? Da Geld nicht auf Bäumen wächst, fordert er von seinem Vater das Erbe.
"Vater, ich will dein Geld, aber du stirbst nicht schnell genug. Zahl mir mein Erbe aus!"
Eine Unverschämtheit.
Was ist der Vater? Eine Geldmaschine? Ein Wunscherfüllungsautomat?
(Was ist Gott für dich? Eine Gebetserhörungsmaschine?)
Der Vater geht darauf ein und teilt seinen beiden Söhnen das Erbe.
Der jüngere rafft alles zusammen und setzt sich ab in ein fernes Land, wo er sein Geld vergeudet und verschwenderisch lebt.
Sein Leben besteht aus Feiern und Geldausgeben. Er gibt seinen niederen Instinkten Raum und legt sich keinerlei Zügel an. Selbstdisziplin? Wozu? Er befindet sich auf dem Tiefpunkt der Unreife.
Doch da geht ihm das Geld aus, und just in jenen Tagen kommt auch noch eine Hungersnot über das Land und nun leidet er, wie er zuvor geschwelgt hat.
Da kommt er zu sich. Stolz und Genusssucht fallen ab von ihm. Hier, in der Not, schärft sich sein Blick fürs Wesentliche.
Es ist der Beginn seiner Reife.
Er erkennt: Selbst den Knechten seines Vaters geht es besser als ihm, der hier als Schweinehirt arbeiten muss, (ausgerechnet! Als Jude!). Sein Vater war eigentlich gar kein so übler Typ. Eine Veränderung geht in seinem Herzen vor. Er beschließt, sich dem Vater als Knecht anzubieten. Alles ist besser als die Gemeinschaft mit den Schweinen, in der er sich gegenwärtig befindet.
Als er mit so verändertem Herzen zurückkommt, sieht ihn der Vater schon von weitem. Er erkennt, dass sein Sohn bestimmte bittere Erfahrungen gemacht hat, die ihn reifen ließen.
Als der Sohn zu reden beginnt und in etwa sagt, "Vater, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe," verändert sich sein Leben schlagartig.
Denn der Vater erkennt, sein Sohn ist als Mensch gereift. Er ist nicht länger der verschwenderische Narr, der er noch vor kurzem war.
"Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße, und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und laßt uns essen und fröhlich sein."
Sofort tritt er in die Privilegien der Sohnschaft ein.
Sofort wendet sich sein Schicksal zum Guten. Alles Schwere fällt ab, kaum dass er sich demütigt.
Er wird reich beschenkt--von dem Vater, den er zuvor so übel ausgenutzt hatte.
Das Gewand symbolisiert das Geschenk der Gerechtigkeit Gottes. Das schmutzige, von den Schweinen besudelte Gewand, in dem der Sohn nach Hause kommt, symbolisiert hingegen sein verdorbenes, altes Leben. Dieses Gewand hat er innerlich bereits abgelegt. Nun bekommt er auch äußerlich ein neues Gewand.
Der Ring spricht von Autorität.
Auch wir Christen haben Autorität: Gott erhört unser Gebet.
Und die Sandalen?
Wer schon einmal barfußgelaufen ist, kennt den Unterschied: Mit Schuhen tun die Steine weniger weh, auf denen man läuft.
Ein Leben im Willen des Vaters erleichtert das Leben. Nicht jedes kleine Steinchen drückt gleich, nicht jedes Problemchen ist gleich eine Katastrophe. Gott gibt uns Frieden.

1. Unreife.
2. Tiefpunkt der Unreife.
3. Beginn der Reife.
4. Reife.
Bei welcher Station befindest du dich?
Bei Nummer 4 sagt Gott zu dir:

"Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein." (Lukas 15,31).

Montag, 18. Februar 2019

Kindsmissbrauch der anderen Art

"Was ist denn das für ein Blöken von Schafen, das zu meinen Ohren kommt, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre?"
1 Samuel 15,14.

"Pastor, was hältst du von den Kindern und Jugendlichen, die neuerdings am Freitag die Schule schwänzen, um für das Klima zu demonstrieren?"

Ich fände ihren Protest wesentlich glaubhafter, wenn sie in ihrer Freizeit demonstrieren würden. Als ehemaliger Schüler weiß ich nämlich: Jede Ausrede, die einem den Unterricht erspart, ist willkommen. Hitzefrei, klimafrei, völlig egal, Hauptsache frei. Wenn man dann noch Lob von den Lehrern und obendrein gute Presse bekommt? Dann ist man ein guter Mensch. Was will man mehr.
Dass manche dieser Kinder offenbar gehirngewaschen sind, (man glaubt schließlich, was man lange genug hört), und von einer perfiden Lobby missbraucht werden, macht die Sache allerdings nicht besser. Die panische Greta aus Schweden, die das mit dem Schulschwänzen angefangen hat, leidet am Asperger Syndrom. Ich halte den medialen Umgang mit ihr für verantwortungslos.

Mir als bekennendem Naturfreund ist es nicht möglich, zu glauben, dass das Schicksal der Weltkugel an einem einzigen dünnen Faden namens CO2 hängt, und wenn das nicht reduziert wird, dass dann der Globus zu glühen beginnt und wie eine Weihnachtskugel platzt. CO2 kommt in der Atmosphäre nämlich kaum vor. Möchte man kaum glauben, nicht wahr? Ganze 400 Teile von 1 Million Teilen Luft bestehen aus CO2. Auch gab es in der Weltgeschichte schon Zeiten, in denen zig mal mehr CO2 in der Luft war, ohne dass es besonders warm gewesen wäre. Die ganze Diskussion erinnert mich an Onkel Dagobert, der in seinen Geldspeicher auf 1 Million goldener Taler sitzt, von denen 400 aus Blech sind, und der sich nun grämt, weil ihn diese Blechtaler über kurz oder lang ruinieren werden. Schließlich werden sie sich in den nächsten 100 Jahren vielleicht, möglicherweise auf 500 erhöhen. Was dann? Das Bankwesen von Entenhausen und der ganzen Welt könnte Schaden nehmen.
Mir ist das zu schlicht.
Natürlich ändert sich das Klima. Das ändert sich immer. Doch dass es sich wegen ein paar zusätzlicher CO2-Moleküle in der Luft ins Katastrophale wendet, halte ich für wenig wahrscheinlich.
Tatsächliche (und unbesteuerbare) Klimakrisen werden kommen, nämlich dann, wenn irgendwo am pazifischen Rand ein paar Vulkane ausbrechen oder ein Komet zu nah an der Erde vorbeizieht. Freuen wir uns, dass es noch nicht soweit ist, und bringen unser Verhältnis zu Gott in Ordnung. Das hat mehr Sinn als freitags die Schule zu schwänzen.

"Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit.
Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." (Lukas 25-28).

Samstag, 16. Februar 2019

Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

"Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Matthäus 27,46.

"Pastor, warum hat Jesus am Kreuz gesagt, Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

Weil es gestimmt hat.
Alles was Jesus am Vorabend in Gethsemane und danach vor Gericht durchlebt hat, war Pillepalle für ihn im Gegensatz zu dem, was nun geschah: Gott wendete sich ab von seinem eingeborenen, einzigen, einzigartigen Sohn.
Das hatte Jesus in seiner gesamten Existenz noch nie erfahren.
Bisher war der Vater stets bei ihm gewesen. Sein Trost war ständig im Herzen des Sohnes gegenwärtig. Jesus hat den Verrat, das Verlassenwerden durch Freunde, die Verleugnung durch seinen engsten Mitarbeiter, die unrechtmäßige Verhaftung, die falsche Anklage, Hohn und Spott, Geißelung und Zerschlagung und das Kreuz mit beeindruckender innerer Größe ertragen.
Doch nun wandte sich der Vater ab.
Nun fühlte Jesus ganz akut das Entsetzen und die Verlorenheit des Sünders, des Verdammten, und wurde von Vorahnungen geplagt, nach dem Tod an einem ganz speziellen Ort zu landen.
Das war übel.
Warum widerfuhr ihm das?
Deshalb:
Kurz bevor er Psalm 22,2 zitierte, ("Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"), wurde "Der, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht." (2 Korinther 5,17). Es war der Moment, in dem Jesus die Sünden der Menschheit auf sich nahm.
Es war der entsetzlichste Moment in seinem Leben.
Getrennt von Gott, sah er dem Ort der Verdammnis entgegen. Ohne Rettung, ohne Ausweg. Er musste da durch.
Wozu?
"Damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." (2 Korinther 5,17, zweiter Teil).
Jesus hat damals die Medizin gegen die menschliche Sündennatur erkauft. Wer nunmehr an ihn glaubt, wird Gottes Kind.

Dass er dort am Kreuz mit der Sünde eins wurde, wird durch die unmittelbar nachfolgende Begebenheit gleichnishaft illustriert. Denn sogleich lief einer der Umstehenden und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. (Matthäus 27,48).
Der Essig symbolisiert die Sünde.
Jesus trinkt den Essig und verstoffwechselt ihn: Der Essig wird eins mit ihm.
Er tat all diese Dinge aus einem einzigen Grund: Weil Gott die Welt so sehr liebt. Er will nicht, dass irgendjemand verlorengeht, sondern alle zur Erkenntnis der Wahrheit durchdringen und sich von Jesus retten lassen.
Falls du das nicht schon getan hast: Bitte Gott, dir deine Sünden zu vergeben. Bitte Jesus, dein Herr zu werden und in dein Leben zu kommen.

"Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden." (Römer 10,9).

Mittwoch, 13. Februar 2019

Verletzungen?

"Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir, denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden."
Jesaja 61,1-2.

In manchen Kreisen ist viel die Rede von inneren Verletzungen und ihren Folgen. Menschen wurden betrogen, verraten, übervorteilt, beleidigt und darüber hinaus schlecht behandelt, und nun sind sie verletzt.
Jeder Mensch, der nicht erst seit gestern auf der Welt ist, hat solches schon erlebt.
Wie geht man damit um?
Zunächst wäre es sicher gut, einen Schritt hinter die momentane Befindlichkeit, also den Schmerz, zurückzutreten. Denn die Person, die dich so verletzt hat, war zu anderen Zeiten ja auch gut zu dir. Hat sie sich nun für immer verändert?
Selbst falls das der Fall sein sollte: Wenn du mit Gott gehst, (und nur dann), kannst du nicht tiefer fallen als in Gottes Hand. Er kann deine Traumata verarbeiten und in etwas umgestalten, das dir zum Schluss nutzen muss.
Dazu musst du ihm jedoch vertrauen.
Das bedeutet, du konzentrierst dich nicht auf das Unrecht, das dir widerfahren ist, sondern auf Gottes Plan für dein Leben, den es zu erfüllen gilt.
Schwierig?
Nun, was ist die Alternative? Ewige Bitterkeit?
Manche Wunden und Narben sind Kolateralschäden. Sie entstehen nicht trotz, sondern weil wir Gottes Plan erfüllen. In diesem Fall erwartet Gott, dass wir unbeirrt weitermachen, entschädigt uns aber in besonders reichem Maß. Das beste Beispiel ist Jesus. Niemand hat je mehr gelitten als er. Grundlos verraten, verhaftet, gedemütigt, beschimpft, geschlagen, gekreuzigt, von seinen Freunden in der Stunde seiner größten Not verlassen, von seinem engsten Mitarbeiter verleugnet, zog er unbeirrt sein Programm durch. Dann starb er.
Und dann weckte Gott ihn von den Toten auf.
Seitdem fühlt Jesus keine Schmerzen mehr. Die Verletzungen der Vergangenheit sind bewältigt. Die erlebten Traumata behindern ihn nicht im geringsten.
Seine Narben aber trägt er noch immer.

"Sagt man aber zu ihm: Was sind das für Wunden auf deiner Brust, dann wird er sagen: Sie entstanden, als ich im Haus meiner Freunde geschlagen wurde."
Sacharia 13,6.

Sonntag, 10. Februar 2019

Der Pastor als Kellner

"Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen."
Lukas 12,37.

Am Freitagabend hatten wir unser großes Mitarbeiter-Danke-Dinner. Etwa 80 der rund 100 Mitarbeiter des Christlichen Glaubenszentrums fanden die Zeit zu kommen und einen entspannten Abend miteinander zu verbringen. Andere wären gern gekommen, waren aber verhindert. Vielleicht gibt's ja ein zweites Mal.
Es gab Putenschnitzel mit Kartoffelsalat und grünem Salat, und hinterher Kaffee und Tee und Eis mit heißer Himbeersoße, (ein besonderer Hit).
Meine Frau und ich fungierten als Kellner.
Beim Nachtisch halfen dann Claudia R. und Melanie H.
Und zwischen den Gängen erzählte ich für die Neuen die Geschichte unserer Gemeinde. („Irgendwann um das Jahr 750 verlor Herzog Odilo von Bayern die Schlacht auf dem Lechfeld gegen den fränkischen Major Domus Pippin und wurde für ein paar Jahre in Soissons gefangengesetzt. Der Hausmeier der Merowinger ließ Odilo schließlich frei—um den Preis der bayerischen Gebiete nördlich der Donau. So kommt es, dass wir diese Gegend heute Franken nennen…“)
Mein Vortrag war kürzer als sein Anfang vermuten lässt: 10 Minuten.
Vielleicht waren es auch 15.
Oder 20.
Jedenfalls hatten wir viel Spaß und gute Gemeinschaft.

An dieser Stelle ein großes Danke an meine Frau, die die Idee hatte und sich aufopferungsvoll um ihre Verwirklichung kümmerte. Ohne sie hätte der Abend nicht stattgefunden. Selbiges gilt für Claudia R., die tatkräftig bis spät am Abend mitgeholfen hat. Auch meine Tochter hat sich mächtig ins Zeug gelegt.
Und die Mitarbeiter? Die haben nach der Feier den Saal wieder blitzschnell in seinen Urzustand versetzt, sodass wir heute Gottesdienst feiern konnten, als wäre nichts gewesen.

Pastoren gibt es jede Menge, gute Gemeinden hingegen nicht so oft. Insofern habe ich's mit dem CGZ sehr gut getroffen, (auch wenn ich es vor vielen Jahren selber gegründet habe). Eigentlich ist es ein Wunder Gottes.

Den eigentlichen Lohn für die Mitarbeit im Reich Gottes gibt natürlich später der Herr. Das wird mehr sein als ein Abendessen. Aber:

"Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir." (Offenbarung 3,20).

Donnerstag, 7. Februar 2019

Der Tod und die Schuhcreme

"Wenn Männer sich raufen und eine schwangere Frau stoßen, so daß ihr die Leibesfrucht abgeht, aber kein weiterer Schaden entsteht, so muß dem Schuldigen eine Geldbuße auferlegt werden, je nachdem, wieviel ihm der Eheherr der Frau auferlegt, und er soll nach dem Ermessen von Schiedsrichtern geben."
2 Mose 21,22.

Im obigen Vers ist von einem zufällig herbeigeführten Abgang der Leibesfrucht die Rede. Von ihrer absichtlich herbeigeführten Tötung ist nicht die Rede. Mose stellt selbst das zufällige Töten unter Strafe. Die absichtliche Tötung war für ihn vermutlich undenkbar.

Zur Zeit steht der Gouverneur des amerikanischen Commonwealth of Virginia in der Kritik.
Warum?
Der Mann findet eine Gesetzesinitiative gut, die eine Tötung des Kindes bis hin zur Geburt erlaubt. Eventuell sogar noch unmittelbar danach. Das sind haarsträubende Ansichten für einen ehemaligen Kinderarzt.
Doch dies wirft ihm die Presse gar nicht vor.
Vielmehr hat er sich als junger Student in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts einmal aus Gaudi das Gesicht schwarz gefärbt. Davon gibt es ein Bild. Der Kommilitone neben ihm auf dem Bild trägt so etwas wie ein Faschings-Ku Klux Klan-Gewand. Die schwarze Farbe und das weiße Gewand verursachten den Aufschrei. "Rassismus!" Deshalb wird er von seinen Parteigenossen zum Rücktritt gedrängt. Die Babys hingegen scheinen die Kanaillen von der schreibenden Zunft nicht zu jucken. Schuhcreme und Betttuch gelten ihnen für schlimmer als die Hinrichtung Unschuldiger.
Die Menschenverachtung der sogenannten Progressiven ist atemberaubend.
Im Staat New York ist es übrigens schon Gesetz: Selbst wenn der nunmehr mit einer verfassungstreuen Mehrheit ausgestattete oberste Gerichtshof das umstrittene abtreibungslegalisierende Urteil "Roe vs Wade" von 1973 kippen sollte, dürfen New Yorkerinnen trotzdem ihre Kinder bis zum Zeitpunkt der Geburt abtreiben, wenn sie wollen.

Ihr Gegenspieler ist der ehemalige Playboy Trump, heute Präsident der USA. Der sagte in seiner Rede zum Stand der Union vor dem Kongress, "And let us reaffirm a fundamental truth: all children, born and unborn, are made in the holy image of God." Auf deutsch: "Und lasst uns abermals eine fundamentale Wahrheit bestätigen: Alle Kinder, geboren und ungeboren, sind gemacht im heiligen Ebenbild Gottes."

In Deutschland machen sich die Jusos für eine ähnlich radikale Freigabe der Abtreibung stark.

Wie soll man für ein Land beten, wenn die Politik solcherlei geistliche Schlagfallen aufstellt? Auf Abfall von Gott folgt zuverlässig sein Gericht. Wer's nicht glaubt, möge einmal das Buch der Richter lesen. Eine Dystopie reinsten Wassers.
Vermutlich muss es erst noch schlimmer werden, bevor es besser wird.
Doch dann, wenn das Land aus dem letzten Loch pfeift, wird Gott uns „Richter“ erwecken: Er wird Apostel, Propheten, Evangelisten, Pastoren und Lehrer als Arbeiter aussenden in seine Ernte, und diese Ernte wird reichlich ausfallen. Auch heute gibt es schon hier und da ein geistliches Erwachen. Der richtige Move steht uns jedoch noch bevor.

"Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben, wer sie aber bekennt und läßt, wird Erbarmen finden." (Sprüche 28,13).

Dienstag, 5. Februar 2019

Willst du, dass alles gut wird?

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken."
Römer 8,28.

Alle Dinge müssen dir zum Guten mitwirken, wenn du Gott liebst.
Die alles entscheidende Frage ist also: Wie liebt man Gott?
Johannes sagt, „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat.“ (1 Johannes 4,20).
Die Liebe zu Gott zeigt sich demnach in der Liebe zum Nächsten.
Diese Liebe ist kein Gefühl, sondern eine innere Haltung, die für den anderen mitdenkt und auch seine Interessen berücksichtigt.
Nicht nur Superheilige, sondern auch schlichte Gemüter können das im Alltag praktizieren
Dann verwandelt Mist sich in Dünger.

"Dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer." (1 Johannes 5,3).

Sonntag, 3. Februar 2019

Willst du Vollmacht bei Gott?

"Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein."
Matthäus 23,11.

Es ist erstaunlich, wieviele Leute von Gott befördert wurden, während sie ihrer Arbeit nachgingen und schlicht und einfach treu und gehorsam getan haben, was man ihnen aufgetragen hat. Hierauf liegt offensichtlich ein ganz besonderer Segen.
David hätte nie seinen Goliath-Moment gehabt, wenn er nicht bereit gewesen wäre, den Anweisungen seines Chefs, (seines Vaters), zu folgen. Der hatte ihm nämlich aufgetragen, seinen Brüdern etwas zu essen zu bringen. Diese Brüder wiederum dienten in der Armee, die gerade im Terebinthental den Philistern gegenüberstand. David zockelte also mit einem Leiterwagen voller Proviant hinüber zum Schlachtfeld.
Dort traf er dann auf Goliath, und während alle anderen Soldaten Israels vor diesem davonliefen, lief David auf ihn zu. Mit dem Mund schleuderte er ihm Worte des Glaubens entgegen und mit seiner Schleuder einen Stein. Der Glaube trieb den Stein an und fällte Goliath.
Und der Rest ist Geschichte.
David war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. An diesem Tag erlebte der siebzehnjährige Hirtenjunge einen unerwarteten Durchbruch und mutierte zu einem international bekannten Superstar. Das wäre nie passiert, wenn er nicht bereit gewesen wäre, im Kleinen treu zu sein, zu dienen und seinem Vater zu gehorchen.
Das Prinzip gilt bis zum heutigen Tag.

"Die, welche gut gedient haben, erwerben sich einen schönen Rang und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist."
1 Timotheus 3,13.