Montag, 26. November 2018

Der tägliche Salomo

"Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet."
Lukas 4,20.

Ich würde mich nicht wundern, wenn beide, Jesus und Paulus, täglich am Morgen zum Zweck der Besinnung und persönlichen Erbauung ein Kapitel in den Sprüchen Salomos gelesen hätten. Denn das Echo von Salomos Denken findet sich bei beiden.
So beziehen sich beide, Jesus und Paulus, beispielsweise auf Verse aus Sprüche 25.
In den Versen 6 und 7 sagt Salomo: "Brüste dich nicht vor dem König und an den Platz der Großen stelle dich nicht! Denn besser man sagt zu dir: Komm hier herauf!, als daß man dich heruntersetzt vor einem Edlen."
Ein Aufruf zur Bescheidenheit.
Diesen Vers und seinen Gedanken greift Jesus in Lukas 14,10 auf.
Ein Oberster der Pharisäer hatte ihn zum Essen eingeladen und nun beobachtete der Herr, wie die Geladen auf die Ehrenplätze drängten. Um den Ehrgeizigen ein wenig die Luft heraus zu lassen, sagt er zu ihnen, „Wenn du von jemandem zur Hochzeit eingeladen wirst, so lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm eingeladen sei und der, welcher dich und ihn eingeladen hat, komme und zu dir spreche: Mach diesem Platz! Und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen. Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich eingeladen hat, kommt, er zu dir spricht: Freund, rücke höher hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Und Paulus dachte in Römer 12,20 an Sprüche 25,21-22, wo es heißt „Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm Wasser zu trinken! Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten.“
Paulus sagte es so: „Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn! Denn es steht geschrieben: "Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr." Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.“
Die feurigen Kohlen, von denen beiden Versen die Rede ist, symbolisieren das schlechte Gewissen, das der Schurke entwickelt, wenn er mit Gottes Liebe konfrontiert wird. Das bereinigt er dann (hoffentlich). (Die Jerusalemer Bürger kamen so zu Jesus. Sie hatten wegen der Kreuzigung ein furchtbar schlechtes Gewissen. Als Petrus an Pfingsten den Weg zur Rettung predigte, „drang es ihnen durchs Herz“ und sie bekehrten sich).

Das Buch der Sprüche hat 31 Kapitel.
Für jeden Tag eines.
Könnte man doch jeden Tag eines davon lesen—und auf den Spuren von Jesus und Paulus wandeln.

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad." (Psalm 119,105).

Mittwoch, 21. November 2018

Das Dilemma der Asia Bibi

"Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen."
Matthäus 5, 11.

Der pakistanischen Christin Asia Bibi wird vorgeworfen, den islamischen Propheten Mohamed gelästert zu haben, oder den Islam oder den Koran. So ganz genau weiß das keiner. Auf jeden Fall war sie die erste Christin, die wegen des Blasphemieparagraphen zum Tod verurteilt worden war. Sie saß neun Jahre unschuldig in einem pakistanischen Gefängnis. Ihr Urteil wurde neulich aufgehoben.
Preis dem Herrn.
Doch nun protestieren mordbereite Radikalinskis gegen ihre Freilassung und für ihren Tod. Sie ist daheim nicht mehr sicher, (und das Gericht, das sie freisprach, auch nicht mehr und ihr Anwalt auch nicht), und nun hat auch Deutschland der geplagte Seele Aufnahme angeboten.
Immerhin.

Bibi ist offenbar die christliche Frau eines Mohamedaners mit zwei Frauen. Sie und zwei Töchter und ihr Mann wollen nun nach Europa, um hier Asyl in Anspruch zu nehmen. Seine andere Frau und deren drei Kinder wollen hingegen in Pakistan bleiben.
Eine interessante Entwicklung: Man bietet einer Christin Asyl, und Moslems kommen. Man sieht wieder einmal: Polygamie ist Mist.

Hier der Artikel in der Faz: Asia Bibi.

Sonntag, 18. November 2018

Gelten die zehn Gebote noch heute?

"Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt."
Johannes 13,34.

„Pastor, gelten die zehn Gebote heute noch? Müssen wir sie halten?“

Gegenfrage: Bilden die zehn Gebote die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe ab?
Ich würde sagen ja, und zwar in exemplarischer Form.
Wer Gott liebt, hat keine anderen Götter neben ihm.
Wer Gott liebt, macht etwas aus seinen gottgegebenen Talenten und arbeitet sechs Tage.
Und wer seine Nächsten liebt, der wird ihnen ein Maß von Respekt entgegenbringen, zuvörderst seinen Eltern.
Wer seinen Nächsten liebt, der spannt ihm nicht die Frau aus, der macht vor Gericht keine Falschaussagen, der ermordet ihn nicht und bestehlen tut er ihn auch nicht.
Die zehn Gebote fassen Gottes- und Nächstenliebe in vorbildlicher Weise zusammen. Und weil sie das tun, gelten sie auch für uns und nicht allein für das Volk Israel damals.

"Das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Galater 5,14).

Donnerstag, 15. November 2018

"Zum Heil wurde mir bitteres Leid."

"Zum Heil wurde mir bitteres Leid."
Jesaja 38,17.

Das wichtigste, das einem Menschen auf dieser Welt passieren muss, ist, dass er eine Offenbarung Gottes bekommt und zum lebendigen Glauben durchdringt. Dann ist er in Ewigkeit gerettet und kommt nicht ins Gericht.
Der Mensch ist jedoch nicht immer offen für Gott.
Wenn Gott sich nun einem Menschen offenbart, der noch nicht bereit ist, sein Leben in die Hand Gottes zu legen, dann führt das zu großen Problemen. Denn wenn jemand auf dramatische Weise Gott erfährt und nun genau weiß, dass Jesus lebt und sich dennoch von ihm abwendet, der verwirft die Liebe zur Wahrheit. Der stellt sich absichtlich blind. Dieser Esel steht auf dünnem Eis.
So verwarf Gott die Kinder Israel, die er zuvor doch aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt hatte, als sie sich weigerten, ihm zu gehorchen und das Gelobte Land einzunehmen. Er versprach Mose dass alle Männer, die seine Herrlichkeit und alle seine Zeichen gesehen hatten in Ägypten und in der Wüste, und ihn zehnmal geprüft hatten und dennoch nicht zum Gehorsam bereit waren, das gelobte Land nicht sehen würden.
Die Kinder der Verworfenen lernten von den Fehlern ihrer Eltern. Da müssen schwierige Gespräche stattgefunden haben, bei der Wanderung durch die Wüste. „Papa, was hast du eigentlich in der Befreiungszeit gemacht? Hast du auch gemeckert? Hast du auch Staub in die Luft geworfen und geschrien 'Wir können das Land nicht einnehmen?' Bist du einer der Gründe weshalb ich hier tagein tagaus im heißen Wüstensand herumschlappen muss?“
Schwierige Fragen.
Gott lässt sich Zeit und tritt für gewöhnlich dann in das Leben eines Menschen, wenn dieser endlich (oder wieder einmal) bereit ist, auf Gott zu hören.

Der Patriarch Jakob war ein hinterlistiger Typ, eine linke Bazille, bevor er zum Fürsten Gottes wurde. Bekanntlich kaufte er seinem triebgesteuerten Bruder Esau das Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsen ab. (Das Erstgeburtsrecht besagt, dass der Erstgeborene doppelt so viel erbt wie alle anderen Erben. Jakob hat mit dem Verkauf dieses Linsengerichts also sein Erbe verdoppelt. Sehr geschäftstüchtig). 50 Jahre später stiehlt er seinem Bruder auch noch den väterlichen Segen. Der unbeherrschte Esau gerät darüber so sehr in Wallung, dass er in seinem Herzen beschließt, nach dem Tod des Vaters seinen habsüchtigen Bruder dem Vater hinterherzuschicken: Er plant, ihn zu töten. Nachts, wenn es still ist, kann man das Surren des Schleifsteins hören, mit dem Esau das Messer wetzt.
Dies wiederum bekommt Mutter Rebekka mit, die ihren Lieblingssohn Jakob schleunigst aus der Zeltstadt schickt, um ihn so am Leben zu erhalten.
In 1 Mose 28 ist Jakob unterwegs in der Einöde. An materiellen Gütern mangelt es ihm, dem besonders tüchtigen Geschäftsmann, wie nie zuvor in seinem Leben. Alles, was er noch hat, sind die Sandalen an seinen Füßen, die Kleider auf seinem Rücken und das Bündelchen am Stock, den er über der Schulter trägt. Jakob muss erkennen: All seine Trickserei hat ihn nicht reich, sondern arm gemacht. Anstatt das Doppelte zu erben, hat er, der 70-jährige, nun nichts. Vielmehr sieht er sich mit der Herausforderung konfrontiert, noch einmal ein ganz neues Leben beginnen zu müssen. Er ist einsam und niedergeschlagen und am Ende seiner Fahnenstange angelangt.
Endlich ist er bereit für Gott.
Er, der gesittete Mann, der stets bei den Zelten geblieben war, wird nun von der Nacht überrascht und muss sich einen Stein als Kopfkissen herrichten. Sehr unbequem. Doch da meint er zu erwachen. Denn als er die Augen aufschlägt, sieht er eine gigantische Leiter, die bis an den Himmel reicht. Erstaunt steht er auf und schaut den Engeln beim hinauf- und herabsteigen zu. Die Haare stehen ihm zu Berge. Da stört er eine Stimme hinter sich und dreht sich um und steht dem Herrn gegenüber, der sich ihm vorstellt und ihm eine gute Zukunft verheißt.
Als Jakob aufwacht, ist er nicht mehr derselbe. Gott hat sich ihm geoffenbart. Er erklärt den Herrn zu seinem Gott und als Ausweis, dass es ihm wirklich ernst ist, verspricht er Gott, sein Einkommen treu zu verzehnten, um damit ein Haus Gottes zu finanzieren. Den Grundstein hat er schon: Es ist der Stein, auf dem er die Offenbarung Gottes empfing: Sein unbequemes Kopfkissen. So salbt er diesen Stein mit Öl und weiht ihn und zieht dann fröhlich seiner Straße.
Viele Jahre später kam Jakob tatsächlich zurück und baute an dieser Stelle ein Gotteshaus, in dem er über den Herrn und die Offenbarung, die er empfangen hatte, sprach. Die Stadt nannte er Bethel, Haus Gottes.

Ganz wichtig: Die Gebete seiner gläubigen Verwandten begleiteten Jakob sein Leben lang. Was mögen Abraham und Isaak gebetet haben? Dass der Herr sich ihrem Sorgenkind zu seiner Zeit offenbaren möge! In einem Moment, in dem Jakob bereit ist, dem Herrn sein Leben anzuvertrauen.

So sollten auch wir für unsere ungläubigen Verwandten und Freunde beten.
Und unser Land. Denn es gibt so etwas wie ein geistliches Erwachen für ganze Völker tatsächlich.

"Ihr Herren, was muß ich tun, daß ich errettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus." (Apostelgeschichte 16,30-31).

Montag, 12. November 2018

Super Praise Night

"Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude."
1 Chronik 15,16.

Wir hatten am Samstag eine super Praise Night mit vielen Gästen im Publikum. Und auf der Bühne standen 13 Musiker und harmonierten ganz fantastisch. Es war schon etwas eng da oben, zwischen Mundharmonika und Gitarren.
Markus B. hat evangelisiert und hinterher haben er und ich für Leute gebetet, die Jesus in ihr Leben einladen wollten, außerdem für Kranke und solche, die einen besonderen Segen brauchten. Interessante Dinge sind passiert. Gute Berichte haben uns erreicht.
Hinterher haben wir uns alle noch am Kaffee und den Schnittchen bedient, die zahlreiche Mitarbeiter so liebevoll zusammenstellten und mitbrachten. Ich bekam: das Allerletzte! (Von der Menge, nicht von der Qualität her). Nichts blieb übrig, obwohl der Tisch reich gedeckt war.

Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die den Abend zu erfolgreich und unvergesslich gemacht haben.

In einigen Monaten wird Viktor Dreier mit einer Band aus Wiesbaden kommen und eine Praise Night gestalten. (Er ist mit unserem ziemlich gut vernetzten Markus B. verwandt). Wir freuen uns schon drauf.

Freitag, 9. November 2018

Deutschland am 9. November

"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten."
Galater 6,7.

Heute ist der 9. November.
Der 9. November ist für die Deutschen ein besonderes Datum. Denn heute vor genau 100 Jahren meuterten in Kiel die Matrosen, die nicht länger im Weltkrieg kämpfen wollten, und der Kaiser dankte ab.

Am 9. November 1923 schlugen Polizei und Regierungstruppen auf dem Odeonsplatz in München den Hitlerputsch nieder. In der Folge wurde die NSDAP deutschlandweit verboten. Hitler hätte als krimineller Ausländer eigentlich nach Verbüßung seiner Strafe des Landes verwiesen werden müssen. Bekanntlich geschah dies nicht. So übernahm er knapp zehn Jahre später die Macht im Staat.

Am 9. November 1938 starb der Diplomat Ernst vom Rath, der am 7. November von einem 17-jährigen Juden namens Herschel Grynzspan angeschossen worden war. Der Vorfall diente den Nazis als Vorwand für die sogenannte Reichskristallnacht: Hunderte Juden wurden im ganzen Reich ermordet und ihre Häuser und Synagogen zerstört und geplündert. Ein Jahr später steckte Deutschland tief im Zweiten Weltkrieg, der damit endete, dass nunmehr deutsche Häuser in Flammen aufgingen wie sieben Jahre zuvor die der Juden. Das Land wurde in Ost und West zerrissen, (wobei der östliche Osten ganz verloren ging).

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Bald darauf war das größte Hochsicherheitsgefängnis, das es je auf deutschem Boden gegeben hat, (die DDR), Geschichte.

Alles am 9. November.
Alles Zufall?

"Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk, wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt das Volk." (Sprüche 29,2).

Mittwoch, 7. November 2018

Larry was here

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern."
Matthäus 28,19.

Die zehn Gebote sind die Basis des Bundes Israels mit dem Herrn.
Mose bekam hierzu von Gott zwei Tafeln, die mit dem Finger Gottes beschrieben waren. (2 Mose 31,18). Erzürnt, weil das Volk um das goldene Kalb tanzte, zertrümmerte Mose diese beiden Tafeln am Fuß des Berges Sinai, auf dem er 40 Tage mit Gott konferiert hatte.
Mose war seine Affekte seit dem Mord an dem Ägypter offensichtlich nicht völlig losgeworden.
Nachdem er das goldene Kalb zerstört hatte, trug Gott dem Mose auf, sich zwei Tafeln wie jene, die er zerbrochen hatte, zurechtzuhauen und noch einmal auf den Berg zu steigen. (2 Mose 34,1). Gott beschrieb die Tafeln dann für ihn ein zweites Mal.
Diese Gesetzestafeln erinnert mich an das Herz des Menschen: Der Mensch wurde einst im Ebenbild Gottes gemacht und wusste intuitiv, eben aufgrund jener göttlichen Prägung, was richtig und falsch war. In sein Herz waren die Gebote Gottes eingeschrieben.
Der Sündenfall zerstörte Herz und Schrift.
In der Folge musste der Mensch sein blankes, ahnungsloses Herz hinaufschleppen zu Gott, um es erneut beschreiben zu lassen. Das symbolisiert für mich die Notwendigkeit von Erziehung und Lehre.
Unser Freund Larry M. tut dies in schwierigem Umfeld. Doch er hat uns von erfreulichen Fortschritten berichtet. Heute laufe seine Arbeit besser als je in den 30 Jahren zuvor. Menschen kommen zu Jesus an Orten, an denen man es nicht erwartet. Auch wir hatten schöne Gottesdienste mit ihm. Mittlerweile hat er uns verlassen und ist weitergezogen. Wir wünschen ihm und seiner Frau viel Erfolg und Gottes Segen.

"In welches Haus ihr aber eintretet, sprecht zuerst: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen." (Lukas 10,5+6).