Donnerstag, 30. Mai 2013

Frónleichnam

"Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."
Lukas 22, 19-20

Heute ist Fronleichnam. Klingt makaber und kaum einer weiß, was da gefeiert wird.
"Fronleichnam" heißt soviel wie "Des Herrn Leichnam" und bezieht sich auf den "Corpus Christi", die Hostie beim Abendmahl. (In Texas gibt's sogar eine Stadt die so heißt. Ich wette, die Gründer waren katholisch).

Heute ist also der Feiertag des Abendmahls.
Es gibt schlechtere Gründe zu feiern.

Montag, 27. Mai 2013

Wir bauen einen Tempel

"Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt."
1 Korinther 3, 16

Stimmt schon, wir Christen bilden zusammengenommen den Tempel Gottes, der sich aus im wörtlichen Sinn lebendigen Steinen zusammensetzt.
Doch es ist auch gut, als Gemeinde ein Dach über dem Kopf zu haben, also eine Art irdischen Tempel zu haben, in dem man Gottesdienst hält.

Wir haben Anfang des Jahres den Beschluß gefaßt, einer Gemeinde in einem Land in Asien zu einem eigenen Gebäude zu verhelfen. Heute habe ich über Stephan S. von unseren Freunden dort gehört und den Namen des Pastors und dem Ort, in der die Gemeinde ansässig ist, erfahren. Unsere Gewährsleute sind alles lang bekannte, altgediente, vertrauenswürdige Leute. Das müssen sie auch sein, denn man kann sich da prima verzetteln. Wir wissen nun also genau, wo unsere Mittel hinfließen. Daraufhin habe ich den beschlossenen niedrigen fünfstelligen Betrag auch gleich weitergeleitet.
Wozu warten?
Sobald ich Bilder habe, werde ich die im CGZ vorstellen.

"Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan."
Matthäus 25, 40

Freitag, 24. Mai 2013

Groll und Vergebung

"Pastor, warum ist es manchmal so schwer, jemandem zu vergeben?"

Vergeben wird oft mißverstanden. Viele denken, sie müßten ihren Groll auf den Sünder loswerden, das sei dann Vergeben.
Vergebung hat jedoch mit Gefühlen nichts zu tun. Man kann jemandem vergeben und immer noch grollen. Vergeben ist ein Rechtsakt. Wenn ich einen Schuldschein zerreiße, dann ist egal, wie ich mich hinterher fühle. Er ist dann neutralisiert.

Vergebung ist außerdem ein individueller Akt. Ich kann nur vergeben, was mir angetan wurde. Was einem anderen angetan wurde, kann ich nicht stellvertretend vergeben. Ich kann niemandem fremde Schulden erlassen. Das wäre schiere Anmaßung.
Der einzige, der umfassend vergeben kann, ist Gott. Wenn er vergibt, dann ist egal, wer mir noch etwas vorhält. Ich bin dann frei. Doch auch Gott vergibt nicht einfach so. (Sonst gäbe es keine Hölle).

Man muß Vergebung haben wollen!

Wann immer Jesus dazu aufruft, dem Nächsten zu vergeben, setzt er voraus, daß der Nächste auch Vergebung haben will:
"Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm."
Dazu muß er möglicherweise erst einmal glaubhaft machen, daß er tatsächlich bereut. Wiedergutmachung des Schadens, Widerruf von Verleumdungen, usw. sind hier angemessene "Werke der Buße." Tut er die nicht, macht er sich vielleicht nur lustig über mich.

Es gibt keine allgemeine Pflicht allen Bösewichten stets sofort zu vergeben und auf Strafverfolgung zu verzichten. Wir können zu Gott gehen und unser Recht einfordern. Das ist völlig in Ordnung. Jesus selber spricht von einer armen Witwe, die einem korrupten Richter schwer zusetzte, bevor er ihr Recht verschaffte. (Lukas 18, 1-8).
Paulus sagt, die Obrigkeit, wobei er in erster Linie die Judikative meint, ist für die Guten gegen die Bösen gegeben. (Römer 13).
Jesus sagt in Johannes 20, 23:
"Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten."

Seelenhygiene, also das Freiwerden von Groll, ist etwas anderes als Vergeben.
Solchen Groll gegen Leute, die uns etwas getan haben, werden wir nur dann tatsächlich los, wenn wir glauben, daß Gott mit uns ist. Denn dann wissen wir, es ist egal was Menschen tun. Gott wird uns stets triumphieren lassen. Wissen wir uns nicht geborgen in Gott und unterstützt von ihm, dann tragen wir schwer am Unrecht, das uns angetan wurde.
Das ist nicht nötig.
Vielleicht ist dein "Groll" ja auch völlig unberechtigt. Etwa wenn dich jemand völlig zu recht kritisiert hat oder dich auf schlechte Leistungen angesprochen hat. Dann fühlst du dich auf den Schlips getreten. Doch niemand hat gegen dich gesündigt und niemand außer dir selber braucht Vergebung.

Wir sehen, das mit Groll und Vergebung ist ein weites Feld.

Wenn dir jemand tatsächlich etwas getan hat und du nicht zum Anwalt laufen willst, weil ein Prozeßhansel ja nun wirklich kein Zeugnis für Jesus ist, dann übergib die Angelegenheit Gott, hake sie ab und zieh deiner Wege. Seine Mühlen mahlen manchmal langsam, denn Gott gibt jedem nochmal die Chance seine Missetat zu bereuen. Doch seine Mühlen mahlen fein.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Finanzwindbeutel

"Pastor, ein absolut vertrauenswürdiger Ministerialbeamter aus Nigeria hat mir einen Brief geschrieben. Es geht um Geld für's Reich Gottes. Alles, was er braucht, sind meine Bankdaten, dann kann er mir mehrere zig Millionen überweisen, die ansonsten von einem korrupten Kollegen geklaut würden. Ein paar Mio davon kann ich behalten, hat er gesagt. Was hältst du davon?"

"Pastor, ein Bekannter von mir ist Hobbytaucher. Er hat in der Levante das Wrack eines U-Boots entdeckt und will's nun heben. Dazu brauchen wir noch Geld. Wir könnten das Boot dann für einen Haufen Geld verkaufen. Interessenten gibt's auch schon, sagt mein Bekannter. Willst du dich beteiligen?"

"Pastor, ein erfahrener Finanzmanager hat mir ein neues Finanzprodukt angeboten. Mir wurden Renditen von rund 50% in Aussicht gestellt. Ist das seriös?"

"Pastor, ich überlege, ob ich bei einer Kupfermine im Kongo mit einsteigen soll. Ein erfahrener Belgier managt die, sagt mein Bekannter. Die Anlage ist todsicher. Was sagst du?"

Klingt alles sehr plausibel. Alle Beteiligten sind sicher Ehrenleute. Doch Gott sagt, "eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben." (1 Timotheus 6, 10).

Wenn du Schmerzen und Probleme vermeiden möchtest, dann versuche nicht, schnell reich zu werden.

Salomo sagt, "Schnell erworbener Besitz wird schnell weniger. Wer aber händeweise sammelt, vermehrt ihn." (Sprüche 13, 11).

Gott wird dich finanziell segnen, wenn du ehrlich bleibst und arbeitest, und ein Geber bleibst.
Laß dich nicht mit windigen Geschäftemachern ein.
Die Versuchung kann groß sein, wenn's gerade mal geschäftlich nicht so rund läuft. Doch statt nach fragwürdigen Lösungen zu suchen, empfiehlt sich in diesem Fall ein Überdenken deines Geschäftsmodells. Du wirst dich, von Krisen angespornt, immer mal wieder ans veränderte Marktumfeld anpassen müssen. Das ist normal und kein Zeichen von Gottes mangelndem Segen.
Wenn du trotz Widrigkeiten ehrlich, arbeitsam und gebefreudig bleibst, dann kann's gut sein, daß eines Tages der materielle Durchbruch kommt, der all deine Erwartungen noch haushoch übertrifft.
Sowas gibt's!
Ganz ohne Windbeutel.

Denk an das, was Paulus sagte:
"Laßt uns aber im Gutestun [im Planen, Arbeiten, sich Weiterentwickeln] nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten." (Galater 6, 9).

Dienstag, 21. Mai 2013

Das Leben im Licht

"Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer."
Jakobus 1, 22

Du wirst feststellen, je mehr du das Wort Gottes tust, also dem biblischen Lebensentwurf folgst, desto besser verstehst du, warum Gott bestimmte Dinge fordert und andere verbietet. Irgendwann wunderst du dich, warum nicht alle das sehen können.
Du lebst "im Licht" und dein Leben wird entspannter.
Du verstehst plötzlich die Leute um dich herum und ihre Beweggründe besser. In manchen Fällen liegt ihr Herz so offen vor dir, daß du darin liest wie in einem Buch. Entsprechend kannst du auf sie eingehen. Oder sie vermeiden.

Bist du Christ und fühlst dich zur Zeit trocken? Wüstenmäßig?
Wann hat das begonnen?
Denk mal nach, wann du das letzte Mal etwas im Wort Gottes erkannt hast, aber nicht befolgt hast. Tu's und das Leben sprudelt wieder.

"Ich bin gekommen, damit sie Leben im Überfluß haben."
Johannes 10, 10

Samstag, 18. Mai 2013

Pfingsten: Gott kommt

"Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen."
Joel 3, 1-2

In diesen Tagen feiern wir Pfingsten, das Kommen des Heiligen Geistes. Mit diesem Fest können die meisten Menschen und sogar manche Christen nicht viel anfangen.
Ist ja auch nicht verwunderlich.
Ein Geist, also etwas Unsichtbares, kommt und ist dann da.
Hm.
Daß der Hl. Geist eine Person ist, die kommuniziert, erleben nur die wenigsten bewußt, behaupte ich jetzt mal. Denn der Geist Gottes wird sich erstens nur dort entfalten, wo er willkommen ist. Und zweitens kommuniziert er nicht immer so, wie zwei sichtbare Personen das tun.
Er spricht zB durch Weissagung, Träume und Gesichte. Schon ungewöhnlich.
Doch er spricht so zu Söhnen, Töchtern, Greisen und jungen Leuten. Sogar über die kleinen Leute gießt er seinen Geist aus, wenn sie ihn haben wollen. (Das sind die Knechte und Mägde bei Joel).

Gott spricht. Sogar zu dir, wenn du ihn läßt.

Viele wenden ein, daß Gott früher mal so gesprochen hat, zu biblischer Zeit. Daß er dies auch heute noch tut, stellen sie in Abrede. Doch das tun sie nur, weil dies selber noch nie erlebt haben und sich nicht vorstellen können, daß andere sowas erleben. Und wenn doch jemand mal Gott erlebt, behaupten sie, daß diese Gott-Erleber verführt oder in irgend einer Form verwirrt sind.
Pah.
Wir machen einen Riesenfehler, wenn wir Gott auf unsere persönlichen oder gesellschaftlichen Erfahrungen begrenzen. Nur weil manche sich nicht vorstellen können, daß Gott das Rote Meer geteilt hat, heißt das nicht, daß er das nicht getan hat. Klar, Gott tut sowas nicht ständig. Er tat das nur einmal, für ein Volk. Doch getan hat er's.
Zu Menschen sprechen tut er viel öfter.
Es gibt zehntausend Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen die meisten Kritiker des Heiligen Geistes keine Ahnung haben.

Ich werde morgen ein wenig über das Thema reden. Vor allem über den Geist der Weissagung.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Glaube und Paranoia gedeihen...

...auf demselben Boden. Nämlich deiner Seele.
Du entscheidest, was dort wächst.
Niemand sonst.

Jesus sagt in Markus 4, 24, "Paßt auf, was ihr hört." Denn was ihr hört, gedeiht in den Tiefen eurer Seele und bringt ganz von selber Frucht hervor.
Wenn man sich mit den Verheißungen Gottes beschäftigt, dann bringt das Frucht in Form von Erhörungen.
Wenn man sich 24/7 die Nachrichten zuführt, dann führt das unweigerlich zu Furcht und Paranoia.

Ich habe in diesem Zusammenhang von "Helikopter-Eltern" gehört, die in den USA noch häufiger sind als hier. H-Eltern sind solche, die ständig wie Hubschrauber über ihren Kindern schweben, sie vor allem Ungemach bewahren und ihnen meistens noch die einfachsten Entscheidungen abnehmen. Grund für diesen Schutzdrang ist die Berichterstattung über Dinge wie Entführungen, usw.

Nun leben in den USA mehr als 330 Mio. Menschen. Es verschwanden dort letztes Jahr tatsächlich mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche. Doch die meisten von denen waren einerseits Ausreißer, und die hält selbst ein Helikopter-Elter nicht auf, und andererseits von ihren eigenen Eltern entführte Kinder.
Hm.
"Stereotype" Entführungen durch Wildfremde, böse Onkels und so, wie H-Eltern sie fürchten, ereigneten sich 411.
Unter 330.000.000 Menschen.
Natürlich sind die 411 verschwundenen Kinder noch immer zuviele! Aber wenn man das mal im Verhältnis sieht, dann merkt man, daß die Angst der allermeisten H-Eltern völlig überflüssig ist. Es gibt objektiv keinen Grund für die allgegenwärtige Furcht, die in jenem ganzen Lande vorherrscht.

Die Macht von Gedanken...
Worüber denkst du gewohnheitsmäßig nach? Was sind deine inneren Haltungen?
Wer darf dich informieren? Ist Gott da auch dabei?

Dienstag, 14. Mai 2013

"Mehre uns den Glauben"?

"Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben."
Lukas 17, 5

Die meisten Christen denken, sie hätten zuwenig Glauben. Nicht, daß sie nicht ausreichend an Jesus glauben würden. Vielmehr fühlen sie sich ein wenig hilflos und leicht überfordert, wenn es um den Glauben für Gebetserhörungen geht.
Das Gebet um mehr Glauben ist jedoch ein unnötiges.
Jesus erklärt den Jüngern, daß es beim Glauben eigentlich nicht auf die Größe ankommt. Denn schon eine senfkorngroße Menge reicht aus, um Bäume auszureißen. (Vers 6). Der Glaube ist also eine alles dominierende geistliche Kraft.
Wie mehren wie sie in uns?
Jesus führt weiter aus, daß es beim Anwenden von Glauben auf eine Beauftragung durch Gott ankommt. Wenn Gott sagt, "Komm!" dann können wir sogar auf Wasser laufen. Sagt er nichts, können wir's nicht.
Mit dem Wort, das Gott an uns richtet, liefert er den Glauben, dem Wort zu gehorchen, gleich mit.
Der zu geringe Glaube ist also eigentlich nicht das Problem, sondern das ungehörte Wort, wenn man so will. Doch Gott hat für jeden von uns einen Auftrag. Mit diesem Auftrag liefert er das nötige Maß des Glaubens.

Statt um Glauben zu beten, sollten wir
1. uns ins schon vorhandene Wort hineinvertiefen. Daraus wird unweigerlich Glauben entstehen, wenn wir die Bibel in der richtigen Weise lesen, nämlich glaubend und wissend, daß Gott ein guter Gott ist, der uns segnen will.
2. Wir sollten um mehr Gnade bitten. Damit meine ich das Gebet darum, Gottes Willen in einem größeren Maß geoffenbart zu bekommen, so daß wir ihn tun können.

Wobei wir wieder bei der Beauftragung gelandet wären.

Jesus sagt nämlich nicht, bittet um mehr Glauben. Vielmehr sagt er abschließend in Lukas 17, 10:
"So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren."

Sonntag, 12. Mai 2013

Der heilende Blick auf Ihn

"Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt."
Psalm 34, 6

Innere Heilung ist gern und oft ein Thema unter Christen. Man fühlt sich ein wenig verklemmt, traurig oder unfrei und führt das auf eine mögliche innere Verletzung zurück. Viele ergehen sich dann langt und breit in Introspektion und Selbstanalyse.
Das kann jedoch problematisch werden.
Denn Gefühle sind trügerisch. Auf dieser Welt werden wir immer gewisse Defizite fühlen. Wir könnten stets noch ein wenig glücklicher, fröhlicher oder freier sein und landen in einer echten Falle, wenn wir dauerhaft auf unser momentanes Befinden fixiert sind.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Statt Nabelschau zu betreiben schauen wir, wie Psalm 34 es vormacht, auf Jesus, indem wir sein Handeln studieren und seine Haltungen nach und nach übernehmen, so, wie sie uns aufgehen. Dadurch entsteht Freiheit.
Ganz beiläufig.

Freitag, 10. Mai 2013

15 und Pille?

"Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, daß ihr euch von der Unzucht fernhaltet, daß jeder von euch sich sein eigenes Gefäß [seine Frau] in Heiligung und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse, nicht in Leidenschaft der Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen. Daß er sich keine Übergriffe erlaube noch seinen Bruder in der Sache übervorteile, weil der Herr Rächer ist über dies alles, wie wir euch auch vorher gesagt und eindringlich bezeugt haben."
1 Thessalonicher 4, 3-6

"Pastor, meine Tochter ist 15 und hat einen 19jährigen Freund. Die beiden wollen sexuell aktiv sein. Nun befürchte ich, daß sie schwanger wird. Soll ich mit ihr zum Doc und ihr die Pille verschreiben lassen?"

Für guten Sex hat Gott eine Lizenz vorgesehen.
Die heißt Trauschein.
Auch wenn die Jugendlichen, um die es geht, ganz offenbar keine Nachfolger Jesu sind, so bist du doch einer, (nehme ich jetzt einfach mal an). Als solcher wirst du völlig unglaubwürdig, wenn du einerseits deiner Tochter ihr viel zu frühes Sexualverhalten verbietest, andererseits dir aber selbst widersprichst, indem du ihr mit der Pille einen Freifahrtschein dazu gibst und womöglich auch noch Übernachtungen gestattest. Das ist so wie die albernen Warnungen vor dem Rauchertod auf den Zigarettenschachteln. Das führt zu ernsthafter kognitiver Dissonanz im Kopf der Beteiligten. Ein Fels für Jesus wärst du in diesem Fall jedenfalls nicht und ich denke schon, daß dir am Segen Gottes gelegen ist.

Einem jungen Mann, der es eindeutig auf bestimmte Körperteile deiner Tochter abgesehen hat und genau weiß, daß er deinem Willen damit zuwiderhandelt, sich aber nicht drum schert, dem würde ich unmißverständlich das Haus verbieten und ihm mitteilen, daß er hier nicht länger willkommen ist. Käme er doch, würde ich ihn wegen Hausfriedensbruchs gleich wieder ausladen, mit dem Telefon in der Hand, dem heißen Draht zur Polizei, die ihm notfalls beim Gehen nachhelfen wird.
Wir müssen hier klare Kante zeigen, auch wenn das anstrengend ist. Unsere Kinder müssen wissen, woran sie bei uns sind. Nämlich bei Leuten, die ihre Beziehung zu ihrem Schöpfer ernstnehmen.
Und seinen Geboten entsprechen.
Das war vor noch gar nicht allzulanger Zeit sogar hierzulande noch die Norm.

Wenn unsere Kinder wirklich hinter unserem Rücken Unzucht treiben wollen, dann können sie das.
Mit staatlicher Hilfe.
Mädchen können nämlich bereits mit 14 Jahren hinter dem Rücken der Eltern zum Doktor und sich dort selber Verhütungsmittel besorgen. Wir müssen ihnen hierbei nicht auch noch helfen.
Mir tun solche Kinder leid.
Sie wissen es nicht, aber sie beschädigen ihre Seelen.
Was können wir tun?
Ich fürchte, manchmal können wir in diesem Alter der Kinder nicht viel mehr tun als für sie zu beten. Falsche Taten werden auch dann schmerzhaft für sie sein. Doch Gott bleibt so involviert und hilft oder verhindert bestimmte Dinge.
Gott hat einen langen Atem. Den brauchen wir auch manchmal. Also: Auch wenn's finster aussieht, die Flinte nicht ins Korn werfen. Der Verlorene Sohn aus Lukas 15 kam auch irgendwann zurück und man konnte wieder vernünftig mit ihm reden.
Unsere Probleme sind nicht einzigartig oder neu. Jede Generation von Eltern hat sie. Sie sind nicht so schlimm. (Oder will irgend jemand ernsthaft mit dem Patriarchen Jakob tauschen? Oder mit Adam? Oder mit Juda, oder David, oder Samuel? Oder mit Eli? Oder Noah?)

Weil ich gerade dabei bin!
Es kommt unweigerlich der von Gott gewollte Zeitpunkt, ab dem du in keiner Weise mehr für deine Kinder zuständig bist. Jesus selbst sagte zu seiner Mutter, "Was ist mir und was dir, Frau?" (In Johannes 2). Zu deutsch, "Was ist deine Sache und was meine?" Sie hatte ihn aufgefordert, etwas gegen den Mangel an Wein auf der Hochzeit zu Kana zu tun. Er ging zunächst nicht auf die Forderung seiner Mutter ein. Erst als sein himmlischer Vater ihm ein Okay gab, handelte er. Aber das ist eine andere Geschichte.

Für deine reifen Kinder bist du nicht mehr zuständig. Gott will, daß sie Vater und Mutter irgendwann verlassen. Laß sie ihre eigenen Erfahrungen machen.
Laß los.
Unterstütze sie aber auch dann nicht beim Sündigen.
"Habe nicht teil an fremden Sünden! Bewahre dich selbst rein."
1 Timotheus 5, 22

Dienstag, 7. Mai 2013

Dein Selbstwertbefinden

Wir leben gegenwärtig in einer Therapiekultur, in der es stets um uns und unser momentanes Befinden geht. Härten glaubt man keinem mehr zumuten zu dürfen. Schon die Kinder in ihren Aufbewahrstätten und Schulen lernen, wie wichtig ihr Selbstwertgefühl ist und beschäftigen sich viel damit.

Dabei wird Selbstbewußtsein überschätzt.
Man kann wenig davon haben und dennoch ein Überwinder mit Gott sein.
Als Gott Mose nach Ägypten schickte, sagte der, "Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehen sollte?" (2 Mose 3, 11). Das zeugt nicht von überragendem Selbstbewußtsein. Eher vom Gegenteil.
Doch Gott sagte, "Ich werde ja mit dir sein" (Vers 12) und das ist der Clincher: Wenn Gott mit dir ist, dann lebst du im Sieg, egal wie du über dich selber denkst.

Noch ein Beispiel:
Jesus sagte von Johannes dem Täufer, er sei der Größte von Frauen Geborene. (Matthäus 11, 11). Gottes Sohn hält Johannes für eine überragende Persönlichkeit und mißt ihm viel Wert bei.
Doch was dachte der Täufer über sich selber?
"Ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandale zu lösen." (Matthäus 3, 11). Er hielt sich nicht für groß.

Und noch ein Beispiel.
In Matthäus 8 kommt ein römischer Hauptmann und bittet Jesus, seinen Diener gesundzumachen. Jesus nimmt den Glauben des Mannes wahr und sagt zu. "Ich will kommen."
Doch der Hauptmann sagt, "Herr ich bin nicht würdig, daß du unter mein Dach trittst. Sprich nur ein Wort und mein Diener wird gesund."
Der Mann hatte kein Selbstwertbewußtsein, sondern ein Unwürdigkeitsbewußtsein. Er war weit entfernt vom modernen Selbstlob. Dennoch lobte ihn Jesus und erhob ihn über alle Gläubigen Israels: "Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden." (Vers 10).
Der Mann war in den Augen Gottes etwas besonderes. In den eigenen Augen war er unwürdig.
So kann man sich täuschen.

Auch der umgekehrte Fall trifft zu: Man kann sich für den Größten halten und doch von Gott verworfen werden. Im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner tritt das zutage.
Der Pharisäer, der zu den Frömmsten seiner Zeit gehörte, lobte sich im Gebet selber und führte auf, was er alles Großes getan hatte.
Der Zöllner, der zu den größten Sündern seiner Tage zählte, hob seine Augen nicht einmal zum Himmel auf. Er betete nur, "Gott sei mir, dem Sünder, gnädig." Er fühlte seine Unzulänglichkeit und warf sich auf Gott und seine Gnade.
Diesen Mangel an "Selbstbewußtsein" liebt Gott. Dies ist die geistliche Armut, der das Himmelreich verheißen wurde. Im Alten Testament heißt diese Befindlichkeit, "Zerbrochenes Herz" und meint eigentlich einen zerbrochenen Stolz.
"Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten." (Psalm 51, 19).
Eine solche "zerbrochene" Person mit amputiertem Stolz war auch der Verlorene Sohn, als er in Lukas 15 wieder zum Vater heimkam. Der empfing Gnade. Dem Stolzen widersteht Gott hingegen. (Jakobus 4, 6).

Etwas mehr von dieser Demut täte uns als Gesellschaft ganz gut.

Freitag, 3. Mai 2013

Neue Felder in Asien

"Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 28,19-20

Jesus ist Herr.
Auch wenn wir gegenwärtig noch nicht sehen, daß ihm alles unterworfen ist, so wird es doch eines baldigen Tages so sein. In der Zwischenzeit haben wir eine Aufgabe zu erfüllen und die heißt Weltmission--und die beginnt schon vor der Haustür. Bei Mission und Bibellehre denken wir gern an fremde Länder. Doch Deutschland ist in geistlicher Hinsicht vielerorts in einem jämmerlichen Zustand. Wir haben genug zu tun.
Dennoch.
Wir dürfen den Rest der Welt, der oft offener ist als Europa, nicht vernachlässigen.
Vor einiger Zeit hat mich ein alter Bekannter aus Amerika kontaktiert, der einer alten Predigerdynastie entstammt. Vater, Großvater, Urgroßvater, Onkel, usw. waren alle seit Generationen vom Herrn zu Predigern berufen worden. Er war der einzige, auf den das nicht zutraf. Er arbeitete bei einer Fluglinie.
Doch plötzlich fand er sich auf dem Vorstandssessel eines rund hundert Jahre alten Missionswerks für China und Asien wieder. Einer seiner Verwandten war zum Herrn gegangen und der Herr hatte ihn als Nachfolger vorgesehen.
Nun bringt auch mein alter Freund der Welt das Wort des Lebens.
Vor einigen Wochen hat er nun also mich gebeten, in einem sehr großen Land in Asien das Evangelium mitzuverkündigen. Dort herrscht eine gottlose Diktatur, die seit neuestem jedoch das offene Verteilen von Bibeln erlaubt. Viele Hunderte von neuen Pastoren wollen nun die Grundzüge des Evangeliums dort gelehrt werden. Wir haben somit die Gelegenheit, völliges Neuland zu beackern und mit die ersten zu sein, die den vielen Menschen dieser Generation in jenem Land das Evangelium vermitteln.
Was für ein Vorrecht.
Ich werde deshalb im Lauf des Jahres mal hinfliegen um mich zu orientieren und mitzuarbeiten.
Bin schon gespannt.
Die Page des Missionswerks findet man hier: VocaMissions

Mittwoch, 1. Mai 2013

Chips from Hell?

"Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, daß man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666."
Offenbarung 13, 16-18

"Pastor, ich habe gehört, daß man sich in Amerika wegen der neuen Krankenversicherungsgesetze Chips implantieren lassen muß! Ist das nicht wie in der Offenbarung, wo vom Zeichen des Tieres die Rede ist, ohne das man nicht mehr am wirtschaftlichen Leben teilnehmen kann?"

Die Information zum Implantierzwang ist falsch. Die Amis würden auf die Barrikaden gehen, wenn eine Regierung ankäme und sie zu sowas zwingen würde. Wir haben's da nicht mit Europäern zu tun, die nichts anderes gewohnt sind, als vom Staat zu ihrem Glück gezwungen zu werden.

Im übrigen wären solche Chips enorm praktisch, wenn es kein Mißbrauchspotential gäbe. Und sie sind geistlich solange harmlos wie niemand verlangt, daß der Träger Jesus verleugnen muß. Erst dann wird das ganze untragbar.

Cool bleiben.

"In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden."
Johannes 16, 33