Montag, 10. Dezember 2018

Lieber Weihnachtsmuffel

"Ruht euch aus unter dem Baum."
1 Mose 18,4.

Wäre ich ein Baum, wäre ich gern ein Christbaum.
Es gibt ja einzelne, besonders ernstmeinende Christen, die Weihnachten nicht feiern und sich auch keinen Baum in die Stube stellen, weil weder Weihnachten noch der Christbaum in der Bibel vorkommen.
Nun, Weihnachten kommt schon vor. (Bäume auch). Nur wird es dort nicht so gefeiert, wie wir das heute tun. Das Christkind gab damals noch keine Geschenke, vielmehr nahm es welche entgegen. Nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe. Seit seiner Auferstehung hat Jesus jedoch nicht aufgehört, den Menschen Gaben zu geben. Paulus sagt es so: „Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.“ (Epheser 4,8. Paulus zitiert hier Psalm 68,19). Das tut er noch heute. An Weihnachten ahmen wir ihn nur besonders eifrig nach. (Also die unter uns, die Weihnachten feiern).

Wer als Christ die Geburt Christi, also Weihnachten, nicht feiern will, bloß weil die in Wirklichkeit an einem anderen Tag stattgefunden hat, der muss ja nicht. Der macht es dann halt wie die Mohammedaner oder die Zeugen Jehovas. Die feiern Weihnachten auch nicht.

Ich persönlich empfinde jedoch, Weihnachten ist ein von Gott inspiriertes Fest. Der Geist der Weihnacht mit seiner stillen Besinnlichkeit und inneren Einkehr und dem Gedanken an den wichtigsten Menschen der je geboren wurde, ist etwas wunderbares. Und dann erst die Weihnachtslieder! Will mir jemand erzählen, Stille Nacht wäre keine Meisterleistung der christlichen Volkskultur? Oder man höre sich mal White Christmas von Bing Crosby (auf YouTube) an. Oder Jingle Bells oder Bachs Weihnachtsoratorium. Ohne Weihnachten gäb's das alles nicht. Die Welt wäre ärmer.

"Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt." (Römer 14,5).

Freitag, 7. Dezember 2018

Jesus hat das Gesetz "erfüllt"?

"Christus ist des Gesetzes Ende."
Römer 10,4.

„Pastor, Jesus sagt in Matthäus 5,17: 'Meint nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.' Wie ist das zu verstehen? Müssen wir als Christen heute noch nach dem alttestamentlichen Gesetz mit seinen vielen Geboten leben? Müssen wir Juden werden, um Christen sein zu können?“

Jesus sagt, er kam, um das Gesetz zu erfüllen.
Was bedeutet das?
Was vielen nicht bewusst ist: Das Gesetz ist voller Schatten, Andeutungen und Symbole auf Christus hin. So ist das Passahlamm nichts weiter als ein Schatten, eine Andeutung, ein Symbol für das wahre Lamm Gottes: Jesus. Das tägliche Manna vom Himmel symbolisiert das Wort Gottes, das den Menschen (geistliches) Leben gibt.
Die Sklavennation Israel symbolisiert den gefallenen Menschen, Mose symbolisiert den Christus, der das Volk aus der Sklaverei befreit.
Der Zug durchs (übernatürlich geteilte) Rote Meer symbolisiert die geistliche Wiedergeburt, die stattfindet, wenn jemand an Jesus glaubt und ihm nachfolgt. (2 Korinther 5,17). Das Rote Meer symbolisiert das Blut Christi.
Kanaan, das verheißene Land, symbolisiert die vielen guten Verheißungen Gottes, die in Christus allesamt ja und Amen sind. (2 Korinther 1,20). Sie müssen nun im Glauben eingenommen werden.

Josef, der von seinen Brüdern verkauft wurde, ist ebenfalls ein Schatten, ein Symbol Christi. Juda war die treibende Kraft hinter dem Verkauf Josephs.
Jesus wurde ebenfalls verkauft. Von Judas, (griechisch für Juda).
Josef floh vor Potiphars Frau, als diese ihn verführen wollte.
Jesus floh vor der Volksmenge, als diese ihn zum König machen wollte.
Potiphars Frau behauptete hinterher, Josef habe sich ihr unsittlich genähert.
Die Hohepriester behaupteten, Jesus habe sich zum König machen wollen. (INRI).
Josef wurde aus den Tiefen des Gefängnisses geholt und setzte sich zur Rechten des Pharao.
Jesus stand aus den Toten auf und setzte sich zur Rechten Gottes.

Noah ist ein Symbol für den Christus und seine Arche für die Gemeinde.
Während die Welt im Gericht unterging, wurde Noahs Familie gerettet. Sie hob ab, saß im Trockenen und schwebte über dem Gericht, das über die Welt kam. (Ein Symbol für die bevorstehende Entrückung).

Ein Israelit sollte kein Schweinefleisch essen.
Das Volk Israel sollte keine Ammoniter/Moabiter aufnehmen.

So gibt es viele gesetzliche Regelungen und Weissagungen in der Bibel und sie alle deuten auf den Christus hin. In ihm haben sie sich alle erfüllt.
Als Jesus am Kreuz sagte, „Es ist vollbracht,“ meinte er nicht das Erlösungswerk, denn er war ja noch nicht auferstanden, er saß ja noch nicht zur Rechten Gottes. Vielmehr meinte er das Gesetz des Alten Bundes. Alles, was über ihn geschrieben stand und was ihn betraf, hatte er erfüllt.
Das Zeitalter des Gesetzes war zu seinem logischen Ende gekommen.

"So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der [schattenwerfende] Körper selbst aber ist des Christus." (Kolosser 2,16-17).

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Josua macht einen Fehler und Gott hilft ihm trotzdem

"Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!"
Josua 10,12.

Eines der spektakulärsten Wunder im ganzen Alten Testament ereignete sich, als Josua einst gegen die Amoriter kämpfte: „Die Sonne blieb stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen, ungefähr einen ganzen Tag lang. Und es war kein Tag wie dieser, weder vorher noch danach, daß der HERR so auf die Stimme eines Menschen gehört hätte, denn der HERR kämpfte für Israel.“ (Version 13 und 14).
Wie kam es dazu?
Israel war bekanntlich aus Ägypten heraufgezogen, um das Land Kanaan einzunehmen. Nun waren jedoch listige Kanaaniter gekommen und hatten Josua dazu gebracht, mit ihnen in einen Bund zu treten. Josua hatte ihren Lügen geglaubt, dass sie von weit her gekommen seien, obwohl sie in Wahrheit gleich hinter dem nächsten Hügel wohnten, in der Stadt Gibeon. Josua hatte den Mund des Herrn darüber nicht befragt. (Josua 9,14). Nun hat er den Salat.
Diese Gibeoniter waren wieder heimgegangen und wurden nunmehr prompt von anderen Kanaanitern kriegerisch angegriffen. Da riefen sie die Israeliten zu Hilfe und Josua ehrte den Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte und half ihnen, obwohl dieser Bund ohne Gottes Zutun zustande gekommen war und Gottes strategischen Zielen entgegenstand.
Statt Kanaan ein einzunehmen, hilft Israel nunmehr Kanaanitern gegen andere Kanaaniter.
Und dennoch hilft der Herr und erhört Gott Josuas Gebet auf ganz spektakuläre Weise.

Falls du auch schon einmal einen Fehler gemacht hast und nun empfindest, Gottes Plan ein für alle Mal versiebt zu haben: Wenn du ein Mann deines Wortes bist, dann hilft Gott auch dir.
Gott ist sogar größer als deine Fehler.

„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28).

Sonntag, 2. Dezember 2018

Viel Licht und ein wenig Schatten am Weihnachtsfeiersonntag

"HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit."
Psalm 26, 8.

Wir hatten eine prima Weihnachtfeier und: ernsthafte Platzprobleme. Es kamen mehr Leute als wir Tische im Saal hatten, so daß wir Kindertische aus dem KiDi geholt haben. (Dort saßen dann Kinder).
Essen war super. Kaffee und Kuchen auch.
Und dutzende Hände halfen, um hinterher alles wieder picobello für den nächsten Gottesdienst herzustellen. Vielen Dank an alle Helfer, Köche, Bäcker, Geschirrbetreuer, Staubsauger, Tischträger und Kistenschlepper und Dekorateurinnen. Ihr wart (und seid) spitze.
Besonderen Dank an Anja und Jürgen, die den Weihnachtsliederteil gestaltet haben. Und Hanns, der das Licht ausgemacht und so dem Weihnachtsbaum zur Geltung verholfen hat. Sehr stimmungsvoll.

Der Wermutstropfen:
Man hat bei uns in der Gegend ein Kernkraftwerk abgeschaltet und statt seiner eine Windmühle aufgestellt. Die Mühle bringt nicht ganz die Leistung des AKW. Möglicherweise war das ein Grund, weshalb heute während der Predigt für eine Sekunde der Strom komplett ausfiel und auch unsere Predigtaufnahme unterbrochen hat. Es war wohl ein Brownout. So gibt es vom heutigen Sonntag keine CDs und auch kein Video. Auf der Homepage findet sich daher als Botschaft der Woche eine Mittwoch-Bibelabend-Predigt. Wir werden im Lauf der Woche noch eine oder zwei verlinken, da diese Botschaften kürzer sind.

Am nächsten Sonntag ist ein neuer Tag.

"Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich dir bereitet habe." (2 Mose 23,20).

Samstag, 1. Dezember 2018

Heute: Weihnachtsfeier!

"Selber schuld ist, wer verpennt: den ersten Advent."
(Außerbiblische Offenbarung).

Seit gestern ist Christmond!
Das ist der Name für den Dezember, den die bekehrten Völker ihm einst gaben. Außerdem ist heute der erste Advent. Das Christkind steht bald vor der Tür.
Juhu.
In der Gemeinde steht nunmehr ein riesiger Christbaum und reicht wieder bis an die Decke. Er sieht wunderschön aus. Vielen Dank den Aufstellern H., A. und J.
Außerdem ist heute Weihnachtsfeier.
Das bedeutet, gleich nach dem Gottesdienst bauen wir das Auditorium um und stellen Tische auf. Dann gibt es mitgebrachtes Essen und hinterher pflegen wir Konversation oder machen Brettspiele.
Man könnte heute also Gäste mitbringen.
Ich freu mich.

David hat sich einst auch gefreut:

"Ich freute mich, als sie zu mir sagten: "Wir gehen zum Haus des HERRN."
Psalm 122, 1.

Schutz oder Preisgabe?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10,13.

„Pastor, in der Bibel steht einmal Psalm 91,10: Dir begegnet kein Unglück und keine Plage naht deinem Zelt. Andererseits heißt es in Hebräer 11, 37: Sie wurden gesteinigt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert. Was ist da los? Schützt Gott nur manche?“

Jesus ist ein Erlöser und von ihm heißt es, dass der Geist des Herrn auf ihm ist, unter anderem um Armen gute Botschaft zu verkündigen, Gefangenen Freiheit auszurufen und Zerschlagene in Freiheit hinzusenden. (Lukas 4,18).
Gottes Wille ist Psalm 91.
Weshalb litten dann die Leute im Hebräerbrief?
Da gibt es verschiedene Gründe.
In Hosea 4,6 heißt es zum Beispiel: „Mein Volk kommt um aus einem Mangel an Erkenntnis.“ Wer den Willen Gottes nicht kennt, nimmt alles, was ihm passiert, als gottgegeben hin. Doch nicht alles, was auf der Welt passiert, ist Gottes Wille. Deshalb sagt Jesus ja auch im Vaterunser: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Wenn Gottes Wille stets geschehen würde, hätte Jesus nicht so gebetet.
Zweitens: Es macht einen Unterschied, ob man im Glauben ein Kleinkind ist oder ein erfahrener Krieger. Ersteres kann sich gegen Krisen kaum wehren, da es sie gar nicht versteht, und kommt schon mal unter die Räder. Ein alter Gebetskämpfer hingegen, der schon viele Erhörungen erlebt hat, wird widerstehen, den Feind in die Flucht schlagen und siegen.

Wer bist du?
Kennst du Gottes gute Verheißungen? Glaubst du sie?
Dein Glaube macht einen Riesenunterschied.
(Es gibt zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen. Demnächst in diesem Theater).

"Ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen könnt!" (Epheser 6,13).