Donnerstag, 28. August 2014

Super-Sieger und wachsendes Selbstbewußtsein



„Gott hat uns keinen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Selbstdisziplin.“
2. Timotheus 1, 7.

Psychologen, die das Selbstbewusstsein von Menschen erforschen, haben festgestellt, dass selbst Reiche, Berühmte, ja selbst solche, die von ihrer Umgebung permanent gelobt werden, nicht selten gravierende Minderwertigkeitsgefühle haben. Eigentlich ein Paradox.

Wie gibt's das?

Die Forscher haben einen gemeinsamen Nenner in all diesen Personen aufgedeckt: allesamt haben sich vor schwierigen Situationen gedrückt und sind statt ihre Probleme zu lösen gewohnheitsmäßig den Weg des geringsten Widerstandes gegangen.
Wer seinen Problemen davonläuft, sinkt in seiner eigenen Achtung.
Auch wenn letztendlich alles gut geht, so weiß der Betreffende doch, dass er versagt hat. „Ihr lobt mich, aber in Wirklichkeit bin ich ein Feigling, der sich drückt wo's geht.“
Wer sich hingegen seinen Problemen stellt, kämpft und überwindet--auch wenn weder Kampf noch Sieg fehlerlos sind--der zieht in sich selbst Zuversicht und Glauben heran.
Wer stets davonläuft, der züchtet in sich Unglauben und Angst.
Wer kämpft, siegt vielleicht.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Der Herr lässt uns keine Wahl. Er gestattet uns nicht, uns vor unseren Problemen zu drücken.
Er besteht darauf, dass wir Überwinder sind.
Jedes der Sendschreiben an die sieben Gemeinden der Offenbarung endet daher mit einer Verheißung für diejenigen, die überwunden haben. „Wer überwindet, dem werde ich… geben.“ (Offenbarung 2, 7).
Das im griechischen Urtext für überwinden verwendete Wort nikao, bedeutet eigentlich siegen.

Gott verheißt uns, wenn wir uns unseren Problemen stellen, dann hilft der uns beim Lösen. Denn er will ganz offensichtlich, dass wir Sieger sind.
Super-Sieger genaugenommen.
Denn in Römer 8, 37 sagt Paulus:
„In diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.“
Die Phrase mehr als Überwinder ist im Urtext ein Wort: hypernikao. Es bedeutet Super-Sieger.
Was für eine Perspektive!
Könntest du dich an sie gewöhnen?

Dienstag, 26. August 2014

"Mission unter richtiger Flagge"



„Pastor! Im NDR kam eine Sendung namens "Mission unter falscher Flagge." Da wurden altbekannte Prediger aus unseren Kreisen in ein schlechtes Licht gerückt. Die haben den Unsinn gleich zweimal ausgestrahlt. Furchtbar. Hast du das auch gesehen?“

Ja, habe ich.
Etwa fünf Minuten lang. Dann habe ich weitergezappt. Interessiert doch eh niemanden. Denn was die da bringen ist ja nichts Neues. Solche Sendungen kommen alle paar Jahre wieder.
Früher, so vor 30 Jahren, habe ich mich noch fürchterlich über diese Verleumdungen aufgeregt, habe die verantwortliche TV-Redaktion geschrieben und mich beschwert. Einen Antwortbrief von damals habe ich heute noch. Darin bedankt man sich für meine Zuschrift und versichert mir, auch in Zukunft das kirchliche Geschehen kritisch zu begleiten.

Kritisch begleiten ist gut.

Wenn ein Beitrag „Mission unter falscher Flagge“ heißt, dann drückt schon der Titel aus, dass diese Sendung ein Verriss sein wird. Antichristliche Aktivisten versuchen hier, den erfolgreichen evangelischen Freikirchen dasselbe Schicksal angedeihen zu lassen wie den Landeskirchen, die vielfach erfolgreich unterwandert wurden und in die kaum noch einer geht. Sie wollen, dass in die Freikirchen auch keiner mehr geht, deswegen beleuchten sie nicht die großen Erfolge in der Drogenrehabilitation, die etwa ein Walter Heidenreich aufzuweisen hat, sondern zeigen sich schockiert darüber, dass man in Freikirchen Spenden einsammelt und dabei ein Gebet spricht. (Oh Graus!)
Nun ja, Freikirchen leben nun mal von Spenden und nicht von Steuergeldern, wie das Staatsfernsehen oder die Staatskirche. Es gibt Freikirchen nur, weil deren Mitglieder dies wollen. Staatsfunk und Staatskirche gibt es, auch wenn niemanden interessiert was dort gesendet oder gepredigt wird. Der Steuerzahler macht's möglich.

Landesrundfunkanstalten haben ja den Auftrag, die mediale Grundversorgung sicherzustellen. Deswegen sind sie gebührenfinanziert.
Hm.
Man stelle sich eine Fernsehsendung namens „Grundversorgung unter falscher Flagge“ vor.
Der sorgenumwölkte Moderator könnte sagen, „Den Staats-TV schaut kaum noch einer an. Alle wandern ab zu den so genannten privaten Sendern. Was hat es mit diesen auf sich?“
Dann könnte man einen Privat-Sender-Geschädigten interviewen, dem das Grauen ins Gesicht geschrieben steht und der dem Zuschauer mitteilt, „Werbung! Ständig kommt Werbung, weil diese Sender nur aufs Geld aus sind.“
Der Moderator nickt wissend.
Schnitt zu „Wer wird Millionär?“ Und der Skandal ist perfekt.
Der Moderator fordert die Zuschauer mit fester Stimme auf, „Machen Sie nicht länger mit. Kommen Sie zur Besinnung. Verlassen Sie die Privaten. Schalten Sie jetzt um zum gebührenfinanzierten Problemfilm auf Arte.“

Ich gebe zu, ich stehe der Staatsintervention auf dem Gebiet der Medien kritisch gegenüber. Staatssender sind etwas für Diktaturen, nicht für freie Völker. Man sollte die Gebührenfinanzierung des deutschen Staatsfunks deshalb ernsthaft auf den Prüfstand bringen.
Politiker in einem freien Land müssen eine freie Presse aushalten.
Deshalb: macht Schluss mit den Landesmedienanstalten, die euch als parteientreue Propagandavehikel dienen.
Private Sender können antichristliche Pamphlete senden soviel sie wollen, ich muss sie nicht bezahlen. An den Staatsfunk ist da ein anderer Maßstab anzulegen. Denn es kann nicht angehen, dass Christen antichristliche Hetze auch noch finanzieren müssen.
(Kirchensteuern finde ich übrigens auch nicht gut).

Wir trösten uns mit dem was Jesus sagt:
„Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln. Denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“
(Matthäus 5, 11-12).

Montag, 25. August 2014

Der Anfang der Wehen



In Matthäus 24 weissagt Jesus die Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Daraufhin fragen ihn seine Jünger, „Sage uns, wann wird das sein? Und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?“
Die erste Warnung, die Jesus dann ausspricht, betrifft geistliche Irreführungen. Er sagt, viele werden als religiöse Lehrer auftreten und Propheten-, ja gar Christus-Status beanspruchen und viele verführen.
Dies ist ein Aufruf, bei der biblischen Lehre über Gott zu bleiben.

Die nächste Warnung betrifft Kriege und Kriegsgerüchte, wie wir sie gegenwärtig im Irak, in Syrien, in der Ukraine, in Israel und an 1000 anderen Orten vorfinden.

Erdbeben werden stattfinden, wie neulich in Kalifornien.
Kriege und Erdbeben zeitigen Hungersnöte, wie derzeit in Teilen Afrikas und Syrien.

Das nächste Endzeitmerkmal, das Jesus anführt, ist der Hass, die Bedrängung und Ermordung Andersgläubiger.
Derzeit findet die größte Christenverfolgung aller Zeiten statt, man berichtet nur nicht darüber.
Laut Offenbarung wird in der Endzeit die Enthauptung die bevorzugte Hinrichtungsart sein.
(Brüstet sich nicht gerade wieder eine durchgeknallte Terrortruppe mit Enthauptungen...?)

Das nächste Merkmal ist der Zusammenbruch des zivilisierten Miteinanders. Die Gesetzlosigkeit nimmt überhand. Menschen werden zu kalten Egomanen, lieblos und hauptsächlich mit Überleben beschäftigt.
Jesus fordert von seinen Jüngern, auch in diesen Umständen im Glauben an ihn zu bleiben.

Trotz all dieser Schreckensdinge wird das Evangelium in dieser Zeit gewaltige Triumphe feiern, sagt Jesus:
„Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, (das bedeutet mit Vollmacht wie zu biblischen Zeiten), und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24, 14).

Wenn dann auch noch die Natur aus den Fugen gerät, Vulkane explodieren und Meteoriten einschlagen, dann ist es soweit: Jesus kehrt zurück.
„Wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.“

Wo stehen wir in all dem? Inwiefern betrifft dies alles uns?
Nun, wir stehen am Anfang der Wehen.
„Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, daß es nahe an der Tür ist.“ (Matthäus 24, 32-33).

Are you ready?

Dienstag, 19. August 2014

Leid oder Bewahrung?



In den ersten Kapiteln der Offenbarung wendet sich der Herr an sieben historische Gemeinden in Kleinasien. Sie liegen heute alle in der Türkei. (Die Gegend war ja früher mal christlich).

Jesus scheint diese Gemeinden unterschiedlich zu behandeln.
So sagt er zu der Gemeinde in Smyrna beispielsweise:
„Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut - du bist aber reich - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.
Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst!
Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Bedrängnis haben zehn Tage. Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben.“ (Offenbarung 2, 9-10).
Das klingt in meinen Ohren nicht besonders auferbauend. Der Herr prophezeit der Gemeinde zehn Tage Bedrängnis und Leid durch die Hände von religiösen Fanatikern, (eben der „Synagoge des Satans“). Wer will schon leiden?

Zur Gemeinde in Philadelphia hingegen sagt er:
„Ich kenne deine Werke.
Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben, die niemand schließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.
Siehe, ich gebe Leute aus der Synagoge des Satans, von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen; siehe, ich werde sie dahin bringen, daß sie kommen und sich niederwerfen vor deinen Füßen und erkennen, daß ich dich geliebt habe.
Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen." (Offenbarung 3, 8-10).
Das klingt doch schon viel besser!
Diese Gemeinde siegt. Sie triumphiert total. Die ganze Welt leidet, nur sie nicht.

Der einen Gemeinde sagt Jesus, sie werde durch die Hände ihrer Hasser bedrängt werden.
Der anderen Gemeinde sagt er, ihre Hasser werden kommen und sich vor ihr niederwerfen.

Die einen Gemeinde sagt er, sie werde zehn Tage leiden.
Der anderen Gemeinde sagt er, er werde sie bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird.

Beide Gemeinden bestanden aus hingegebenen, wiedergeborenen, geisterfüllten Christen.
Warum behandelt der Herr sie dann unterschiedlich?

Ich denke, die Antwort liegt in Offenbarung 3, 8, wo Jesus der Gemeinde in Philadelphia sagt, sie habe sein Wort bewahrt. Diese Gemeinde zeichnete sich durch ein besonderes Verhältnis zum Wort Gottes aus.
Es wurde gelesen und geglaubt.
Dem Wort wurde erlaubt, die Ansichten der Gemeinde zu prägen.
Die Gläubigen in Philadelphia betrachteten das Wort Gottes als Handlungsanweisung fürs tägliche Leben.
Das hat sie vor den anderen Gemeinden ausgezeichnet. Deshalb wurde sie bewahrt.

Wo gehst du lieber zur Gemeinde?
In Smyrna?
Oder in Philadelphia?

Montag, 18. August 2014

Ich hätt' gern einen Mann



"Pastor, ich bin ledig und hätte gerne einen Mann. Was rätst du mir?"

Zunächst natürlich, nichts zu überstürzen.
Und sich nicht auf eine bestimmte Person zu versteifen. („Der muss es sein und sonst keiner.“)
Der Herr bringt immer wieder Personen unser lediges Leben, die potentielle Partner sind. Mit wem wir ernst machen, entscheiden aber wir. Das nimmt Gott den Menschen in den allermeisten Fällen nicht ab. (Adam war hier offensichtlich eine Ausnahme).

Doch zurück zu deiner Frage.
In Sprüche 19, 14 heißt es, „Von dem Herrn ist eine einsichtsvolle Frau.“
Du willst ja ein Geschenk Gottes an deinen Zukünftigen sein, bin ich sicher. Nun, vom Herrn kommen einsichtsvolle Frauen.
Bist du einsichtsvoll?
Du sollst deine künftige Partnerschaft ja bereichern und nicht belasten. 
Bist du leicht überfordert? Nörgelst du deswegen ständig? Beklagst du dich oft, wenn du mit Freundinnen zusammensitzt? Dann bist du vielleicht noch nicht so einsichtsvoll, wie der Herr das gerne hätte, um dich auf die männliche Menschheit loszulassen.
Anstatt nach einen Mann Ausschau zu halten, arbeite daran, „einsichtsvoll“ zu werden. Dann steht der Richtige irgendwann plötzlich vor dir, ohne dass du bewusst an ihn gedacht hättest.
Das sind natürlich nur freche Vorschläge meinerseits.
Jedenfalls sagt Paulus:
"Die unverheiratete Frau und die Jungfrau ist für die Sache des Herrn besorgt, damit sie heilig sei an Leib und Geist. Die Verheiratete aber ist für die Sache der Welt besorgt, wie sie dem Mann gefallen möge." (1. Korinther 7, 34).
Willst du wirklich einem Mann gefallen? Willst du dir das antun?
Oder denkst du vor allem, dass er doch bitte dir gefallen möge?
Schon gut. Ich hör jetzt auf.

Donnerstag, 14. August 2014

Untapped Power of Prayer

"Bittet, und es wird euch gegeben werden. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und es wird euch geöffnet werden. Denn jeder Bittende empfängt und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden."
Matthäus 7, 7-8.

Angesichts solch herrlicher Verheißungen habe ich einen Vorschlag zu machen:
Für welche Person oder für welche Sache, welches Anliegen könntest du, sagen wir, ein halbes Jahr lang täglich beten?
Gott kann hier schier unglaubliche Dinge bewirken.
Gottloser Politiker und ihre gottlose Politik können zunichte gemacht werden und gute Leute können ihre Stelle treten. Gefährdete Menschen, (Teenager, kleine Kinder, alte Leute, Soldaten,) können bewahrt werden. Schulden und Krankheiten können besiegt werden. Harmonie kann einziehen in Beziehungen, (zumindest mehr als bisher).
Und, und, und.
Gott will so viel für uns tun.
Ich denke, wir haben das Potenzial anhaltenden Gebets nicht annähernd ausgeschöpft.

Dienstag, 12. August 2014

Tu's!

"Also ist der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber aus dem Wort Christi."
Römer 10, 17.

Der Glaube kommt zwar aus dem Hören von Gottes Wort, setzt aber für sich genommen die Kraft Gottes noch nicht frei. Was nicht fehlen darf ist die Glaubenstat.
Denn der Glaube ohne Werke ist tot:
"So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.
Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen." (Jakobus 2, 17-18).
Jeder kann behaupten, Glauben zu haben. Der Beweis liegt in den Werken.

Statt sich endlos MP3-Predigten aus dem Internet reinzuziehen, müssen manche von uns nunmehr beginnen, etwas von dem vielen Gehörten in unserem Leben umzusetzen. Erst dann wird die Kraft Gottes wirksam.
Jesus sagt, "Ich habe eine Speise, die ihr nicht kennt: dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe." (Johannes 4, 32).
Was hat ihn veranlasst, dies zu sagen?
Er hatte gerade mit einer Samariterin über Gott geredet und diese vom Glauben überzeugt. Die für ihn so befriedigende Glaubenstat war hier, jemanden zum Herrn zu führen.
Eigentlich easy.
Glaubenstaten müssen nicht immer schwierig sein.
Können aber. 
Petrus lief einst auf ein Wort Jesu hin auf dem Wasser des Sees Genezareth. Jesus hatte ihm "Komm!" zugerufen. Doch aus dem Boot klettern und sich in Bewegung setzen war die Aufgabe von Petrus. Sein Klettern über die Reling war der Schritt in eines der größten Glaubensabenteuer seines Lebens.

Hat dir der Herr etwas aufs Herz gelegt, das du tun sollst?
Tu's und blüh auf.

Samstag, 9. August 2014

Wirst du vergeßlich?



"Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist."
Römer 12, 1.

"Pastor, ich fange an, vergesslich zu werden. Habe ich Alzheimer?"

Vielleicht hast du nicht Alzheimer, sondern nur Alkohol.
Viele unterschätzen diesen Stoff, doch er ist ein potentes Nervengift. Wenn man regelmäßig reichlich davon trinkt, dann verdummt man. Auch für den nüchternen Zustand gilt dann: Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, man kombiniert schwerfälliger, ein Nebel scheint einem in der Birne zu liegen, man wird vergesslich, man wird panisch, Alzheimer!
Ich weiß nicht, ob diese Symptomatik auf dich zutrifft. Dennoch schlage ich vor, mal drei Wochen auf jeglichen Alkohol zu verzichten. Wenn das Licht im Kopf dann wieder angeht, dann weißt du, dass du keine Angst vor Alzheimer zu haben brauchst.

Mäßigung ist der Schlüssel zu allem Genuß.

Donnerstag, 7. August 2014

Die Natur der Liebe Gottes



"Er spricht zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?
Petrus wurde traurig, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alles. Du erkennst, daß ich dich liebhabe.
Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe!
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.
Dies aber sagte er, um anzudeuten, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach."
Johannes 21, 17-19.

Petrus hat Jesus dreimal verleugnet. Deshalb fragt Jesus ihn nun dreimal, „Simon, liebst du mich?“ Der Herr benutzt hier das griechische Wort Agape. Es ist das Wort für die selbstlose, von Gefühlslagen unabhängige Liebe, wie Gott sie hat.
Petrus antwortet ihm dreimal, „Herr, du weißt, dass ich dich liebhabe.“
Petrus nun benutzt nicht Agape, sondern das Wort Philia. Es ist das Wort für die gefühlige Liebe, die eine enge Freundschaft beschreibt. Petrus drückt aus, er mag Jesus sehr.
Jesus will jedoch, dass Petrus ihn mit Agape-Liebe liebt. Er verzichtet auf die gefühlige Liebe und besteht auf der selbstlosen Liebe.

Diese Liebe geht viel tiefer.
Sie ist viel radikaler.
Jesus selbst hat sie vorgelebt.

Obwohl er es im Himmel schön bequem hatte, kam er dennoch auf die Erde, litt und tat, was nur er tun konnte: die Menschheit von ihren Sünden zu befreien.
Jesus war hier selbstlos tätig.
Ihm selbst hat das ganze Erlösungswerk rein subjektiv nichts gebracht. Er war Gott, verließ den Himmel und kehrte dann zurück, um sich wieder auf den Exekutiv-Thron Gottes zu setzen und dort weiterzumachen, wo er aufgehört hatte.
Er hat uns die Erlösung ermöglicht, weil er uns mit Agape-Liebe liebt. Agape was seine Motivation.

Nun will der Herr, dass Petrus ihn mit Agape-Liebe liebt, unabhängig davon, was er außerdem an freundschaftlichen Gefühlen für Jesus empfindet.
Die Agape-Liebe Gottes gibt Petrus eine Aufgabe: Weide meine Schafe. Wenn Petrus Jesus tatsächlich liebt, dann tut er das von nun an, unabhängig von seiner emotionalen Lage.
Für Petrus bedeutet in Liebe zu wandeln, die Schafe Gottes zu weiden.

Gott hat auch für uns Aufgaben, die nur wir tun können.

Bei Petrus geht Jesus sogar richtig weit.
Die personifizierte Liebe Gottes prophezeit Petrus, dass er eines Märtyrertodes sterben wird, wenn er alt ist. Man wird ihn hinführen, wo er nicht hin will: Seine Gefühle werden rebellieren. Philia-Liebe wird da nicht mehr ausreichen. Die Agape-Liebe Gottes schickt Petrus allen ernstes in eine Situation und an einem Ort, an den er nicht hin will. Nicht Philia, nur Agape wird Petrus stark genug sein lassen, das durchzuziehen.
Petrus muss nun auch darauf vertrauen, dass die Agape-Liebe Gottes schon weiß, was sie da tut, wenn sie ihn in eine solche Situation bringt. Offenbar zieht das Reich Gottes maximalen Nutzen aus seinem Märtyrertod, sonst würde Gott dies nie von ihm verlangen.

Wir sehen, die Liebe Gottes hat nichts mit romantischen Gefühlen zu tun.
Das zu denken, wäre zu kurz gesprungen.
Stattdessen hat sie viel mit Hingabe an den Willen Gottes und mit Selbstlosigkeit zu tun.

Liebst du Jesus?

Mittwoch, 6. August 2014

Eigentumswohnungen abzugeben

"Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten."
Johannes 14, 2.

Hatte heute die Ehre, ein Urnenbegräbnis vorzunehmen.
Der verstorbene Herr war 87 Jahre alt und Christ, so daß trotz des traurigen Anlasses Anlaß zur Freude bestand. Seine Frau freute sich auch tatsächlich--für ihn. Nicht weil sie ihn loshaben wollte.

Konfrontiert mit der Endlichkeit des Erdenlebens, sprach ich über Johannes 14, 2. Jesus bereitet uns eine Stätte, die unvergänglich ist. Dort werden wir uns dann endlich daheim fühlen.
Bis es soweit ist, machen wir weiter mit dem Dienst der Versöhnung: Menschen mit dem Evangelium vertraut machen. Das ist im Grunde der einzige Grund, weshalb wir noch hier unten im Jammertal (für die Nichtgeretteten) sind.

"So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." (2 Korinther 5, 20-21).

Dienstag, 5. August 2014

Eis im August


"Das Gras ist verdorrt, und die Blume ist abgefallen, aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit."
1. Petrus 1, 24.

Man vergisst wie kalt Eis ist, wenn man es eine Zeitlang nicht angefasst hat. Gestern hatte ich es mal wieder in der Hand, in Hülle und Fülle.
Denn gestern hat es bei uns gehagelt.
Ich meine: Gehagelt!
Die Größe der Eiskörner reichte von erbsen- bis murmelgroß. An manchen Stellen hat sich eine  rund fünf Zentimeter hohe Schicht aus ihnen gebildet. Heute liegen immer noch welche im Garten, obwohl es August ist und warm.

Manche Pflanzen haben das Malheur erstaunlich gut überstanden. Andere, vor allem großblättrige, haben sehr gelitten. Manche Gärtner haben angesichts der Lage vermutlich noch mehr gelitten als ihre Pflanzen.

Alles grünt und blüht — und im nächsten Moment ist man wieder mit der Endlichkeit aller dieser Pracht konfrontiert.
Da ist es gut, sich daran zu erinnern, dass es noch eine Dimension jenseits der Zeit gibt.
Gott hält ein Erbteil für uns parat. Dieses Erbteil zeichnet sich durch drei Eigenschaften aus: Es ist unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich.
D.h., der Hagel kann ihm in Ewigkeit nichts anhaben.

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch."
1. Petrus 1, 3-4.

Freitag, 1. August 2014

"Dabei glaub' ich an sowas gar nicht."



"Dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen."
1. Timotheus 4, 10

Letzten Sonntag kam C.S. zu mir, um mir von der Heilung ihrer Nachbarin zu berichten.

C. hat diese Frau, Gott segne sie, zu einem der Heilungsgottesdienste mit Andreas Herrmann mitgebracht, die neulich im CGZ stattfanden. Dort wurde für sie gebetet und ihre Schmerzen verließen sie. (Sie hatte irgendetwas mit Knochen oder Gelenken).
Wochen später teilt sie dies, quasi über den Gartenzaun, C. mit und bekennt, „Ich bin geheilt. Die Schmerzen sind weg.“
Und dann fügt sie hinzu, „Dabei glaube ich an sowas gar nicht.“
Ist es nicht gut, dass Gott gnädig und barmherzig ist? Er rührt sogar Menschen an, die gar nicht „an sowas“ glauben.
Sie sollte Konsequenzen aus ihrer Heilung ziehen und den Herrn in ihr Leben einladen. Denn Jesus lebt.

"Verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet?" (Römer 2, 4).