Montag, 31. März 2014

Das gute Leben erreichen



"Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt."
Hebräer 10, 35+36

R. hatte noch nie einen Arbeitsvertrag, sagt er mir. Seine Arbeitsstellen waren außerdem meist ziemlich unbefriedigend. Denn es nervt schon, wenn man monatelang auf seinen Lohn warten muss. (Und das, obwohl R. und seine Frau Geber sind, die den Herrn an ihrem finanziellen Leben teilhaben lassen).
Ein neuer, besserer Arbeitsplatz sollte her.
R. erkundigte sich und schickte Bewerbungen. Eine besonders attraktive Stelle in schöner Umgebung hätte ihm besonders zugesagt.
Die wär's gewesen.
Doch die sagten leider prompt ab. Ein weniger attraktive hätte er haben können. Doch dort hätte er sich nicht wirklich wohl gefühlt. Zuviele Kleinigkeiten kamen zusammen, die den Gesamteindruck so schmälerten, dass er die Stelle immer nur als zweite Wahl betrachtet hätte. Man hält's zwar aus, leidet aber. Wie an zu kleinen Schuhen oder zu kurzen Betten.

Da meldete sich unverhofft der Arbeitgeber mit der attraktiven Stelle noch einmal—und heuerte R. an! Nun hat er zum ersten Mal in seinem Leben einen Arbeitsvertrag, verdient gutes Geld und arbeitet in einer angenehmen Umgebung. Am Sonntag hat er mir geschildert, wie sehr er sein neues Leben genießt.

Ich bin überzeugt, wenn R. und seine Frau keine Geber wären, dann hätte sich dieser Arbeitgeber nicht noch einmal gemeldet. Gott erhört Gebet. Vor allem das von jenen, die das Wort Gottes hören und dann den Willen Gottes tun.
Solche Leute tragen die Verheißung davon.

Freitag, 28. März 2014

Klotür, Kirchentür: Was ist der Unterschied?



"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie."
1. Mose 1, 27

Gender Mainstreaming.
Ich muss zugeben, das Thema hängt mir ein wenig zum Hals raus. Die allermeisten Menschen auf der Welt—selbst in der westlichen—haben mit ihrem Geschlecht nicht das geringste Problem. Sie wissen, sie sind Männer oder Frauen, und das ist gut so. Ich halte das Thema für hoffnungslos überbetont und denke, es ist vollkommen unnötig ständig darüber zu reden. Ich will auch nicht ständig damit konfrontiert werden.
Doch der Film, den sich die evangelische Kirche Deutschlands zum Thema Geschlechteraufweichung leistet, schießt wirklich den Vogel ab.
Er ist eine groteske Zumutung.
Er heißt „Eine Tür ist genug“ und ist auf YouTube zu sehen, (für Leute mit guten Mägen).

Um was geht es?
Nun, die Tür, um die es geht, ist eine Klotür. Männer gehen aufs Frauenklo, Transen gehen aufs Männerklo. Ein weibliches Paar kommt kichernd aus einer Kabine, in der es offenbar hoch her ging, denn ein Mädchen verstaut noch schnell ihre Unterwäsche in ihrer Handtasche.
Zeichentrickbilder zeigen nackte kleine Kinder, die auf den Symbolen des je anderen Geschlechts reiten. Et cetera at nauseam.
Am Ende des Films wird eine Kirchentür eingeblendet.
Mir war bisher nicht bewusst, dass eine Kirchentür eine Art Klotür ist, hinter der sich Gomorrah auftut. Ich dachte immer, in einer Kirche geht es um Jesus und um die Erlösung von Sünden und schädlichen Neigungen, (nicht nur sexueller Art).
Hat die EKD das vergessen?
Wohlgemerkt, hier handelt es sich um einen steuerfinanzierten kirchlichen Film der Evangelischen Kirche Deutschlands, nicht um das propagandistische Machwerk irgendeines Schwulenverbandes.
Was hat dieser Film mit evangelisch im Sinne der Bibel oder Martin Luthers zu tun?
Nichts, denn er widerspricht dem Evangelium diametral.
Sodom lässt grüßen.
Ich bin entsetzt. Wäre ich noch Mitglied der EKD, so würde ich spätestens jetzt austreten.

Warum fühlt sich die Spitze der EKD gemüßigt, so etwas zu fabrizieren? Wer ein wenig nachforscht, stellt schnell fest, dass an den verantwortlichen Stellen Schwule und Lesben sitzen. Sie handeln also in eigener Sache.
Ich betrachte die EKD nunmehr als gekaperten Jet. Wer einsteigt, wird nicht dorthin transportiert, wo er hin will. (Sofern er in den Himmel will).

Liebe Kinder: Die Welt ist nicht schwul. Es ist nur so, dass Menschen mit diesen Neigungen einflussreiche Medienschaffende sind und pausenlos Inhalte produzieren, die versuchen, diese Neigungen zu legitimieren, ja, zu verherrlichen. Das ist bedauerlich. Doch die Zeiten werden sich auch wieder ändern. Besonnene Menschen werden irgendwann das Ruder wieder herumreißen. Dann wird man sich schämen für das, was man heute gut fand.
Denn man kann nicht einfach so das menschliche Geschlecht und damit die Familie abschaffen und auf gut Glück für das beste hoffen.
Das hält keine Gesellschaft auf Dauer aus.
Vielleicht hat dies in der Vergangenheit schon einmal eine Gesellschaft versucht. Falls ja, dann ist diese Gesellschaft so gründlich untergegangen, dass wir heute nichts mehr von ihr wissen.
Ich glaube jedoch nicht, dass Gott Deutschland aufgegeben hat. Im Gegenteil. Er wird diesen Wahnsinn mit einer geistlichen Erweckung konterkarieren. Er schickt uns vollmächtige Verkündiger, Prediger der Bibel, an die wir uns halten können. Es ist noch nicht aller Tage Abend.





Wenn die EKD jedoch so weitermacht, dann ist sie dem Untergang geweiht. Jesus sagte, "Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen werden." (Matthäus 15, 13). Gott braucht diese Kirche nicht zwingend, um Deutschland mit dem Evangelium zu erreichen. Es gibt mittlerweile viele ausgezeichnete Freikirchen, die diesen Auftrag glänzend erfüllen.

Donnerstag, 27. März 2014

David, Jonathan und der Neid von Zombies

Der gottlose König Saul hatte einen Sohn namens Jonathan, der zu den bemerkenswertesten Personen der Bibel gehört. Saul verbrachte seine Tage zerfressen von Eifersucht und Neid. Jonathan hingegen förderte David, den von Gott gesalbten zukünftigen König Israels, wo er nur konnte, obwohl er doch selber der Thronfolger war.
Das muss man sich einmal vorstellen!
David war Jonathans direkte Konkurrenz. Doch Jonathan war selbstlos genug, seine Thronansprüche zu Gunsten eines nicht unbedingt besseren oder fähigeren Mannes aufzugeben, nur weil das eben Gottes Wille war. Der Prophet Samuel hatte David gesalbt und nicht ihn. Das allein reichte Jonathan, um zurückzustecken.
Jonathan offenbart hier einen fantastischen Charakter.

Johannes der Täufer lässt grüßen. Als dessen Jünger eifersüchtig wurden und sich darüber beschwerten, dass Jesus mehr Jünger machte als Johannes, entgegnete der Täufer, „Ein Mensch kann nichts empfangen, auch nicht eins, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben. Er muss wachsen, ich aber abnehmen.“ (Johannes 3, 27+30). Zu dieser Haltung sind nur wenige fähig. Jonathan war es. Saul definitiv nicht.

Wir vergessen oft: Auch Jonathan war ein Glaubensheld. Auch er war ein Mann der, wenn nötig, die Initiative ergriff. Auch er besiegte Philister. (1. Samuel 13, 3). Als David Goliath erschlug erkannte Jonathan in dem jungen Hirten eine verwandte Seele und freundete sich sofort mit ihm an.
Nicht nur das.
Er schenkte ihm sogar seinen Anzug, seinen Waffenrock, seine Waffen und noch etliches andere. (1. Samuel 18).
David sah plötzlich aus wie der Thronfolger.
Der Königssohn hingegen sah plötzlich aus wie ein ganz normaler Edelmann.

Wie sind wir drauf?
Bestehen wir auf unseren „Rechten“ und verfolgen die „Konkurrenz“, wie König Saul? Die Philister terrorisieren Israel und Saul kämpft nicht gegen die Philister, sondern gegen den von Gott designierten Mann, der die Philister besiegen kann: David. Das ist Wahnsinn.
Der Neid macht Menschen zu charakterlichen Zombies.

Entscheiden wir uns, hilfreich zu sein und Jonathan nachzufolgen, wenn wir schon nicht David sind.

Dienstag, 25. März 2014

Treue und Talent



„Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren.“
2. Timotheus 2, 2

Timotheus war in schwieriger Zeit Pastor der riesigen Gemeinde in Ephesus. In Rom tobte eine schlimme Verfolgung, die von Kaiser Nero angezettelt worden war. Viele Christen dachten, sie würde sich auf den Rest des römischen Reiches ausbreiten, (was sie jedoch nicht tat). Die Nervosität schlug hohe Wellen.
Timotheus hatte nun das Problem, dass ein großer Teil der Gemeindeleitung ihn schmählich im Stich gelassen hatte. Seine wichtigsten Mitarbeiter waren zum großen Teil geflohen. Man kann ihnen das nicht unbedingt übernehmen, schließlich ging es um ihr Leben. Was nichts am Problem ändert: Mit abwesenden Mitarbeitern kann man nichts anfangen.

Die Gemeinde in Ephesus war sehr groß, möglicherweise die größte ihrer Zeit. Timotheus konnte sie unmöglich alleine leiten. In einem brieflichen Hilferuf fragte er Paulus, der übrigens in Rom in Ketten lag, was er tun solle. Timotheus brauchte dringendst Leiter, Seelsorger und Prediger. Doch solche Leute wachsen nicht auf Bäumen, so das man sie voll entwickelt pflücken könnte. In der Vergangenheit hatte Timotheus charismatische und talentierte Menschen in Leiterpositionen gesteckt. Diese waren nun sämtlich verschwunden und hatten sich in Sicherheit gebracht. Timotheus, ein zartes Gemüt, fühlte sich sehr allein. Die Last der Verantwortung drückte ihn. Paulus nun empfahl ihm, nicht länger nach besonders talentierten oder charismatischen Personen Ausschau zu halten, sondern nach treuen.
Leuten, die trotz Verfolgung und Problemen immer noch kamen.
Diese treuen Menschen, sagt Paulus, werden im Lauf der Zeit „tüchtig werden.“

Die Charaktereigenschaft der Treue war Paulus wichtiger als eine besonders umfangreiche Gabenausstattung.
Er legte auf einen guten Charakter mehr wert als auf großes Talent.

Ein treuer Mitarbeiter kann sein mäßiges Talent (durch Treue) entwickeln, so dass er im Lauf der Zeit genauso fähig wird wie eine talentierte Person.

Es ist leichter, das Talent einer Person zu entwickeln, als ihren Charakter zu verändern.

Jeremia klagt, das menschliche Herz sei ein krummes Ding, trügerisch und unheilbar. Und da hat er recht. Die Menschheit ist charakterlich so verdorben, dass sie einen Erlöser braucht.
Jesus muss Menschen geistlich erneuern, damit sich ihr Charakter ändert. Dazu ist notwendig, dass der seinen charakterlichen Mangel Fühlende Jesus in sein Leben einlädt. Dann beginnt die charakterliche Veränderung dieses nun von neuem Geborenen.
Ein Mitarbeiter mit Standfestigkeit und gutem Charakter ist einem Mitarbeiter mit großem Talent immer vorzuziehen. (Chef, liest du das?)
Am besten ist es natürlich, wenn sich beide Eigenschaften in einer Person finden. Wenn beides, Charakter und Talent, vorhanden sind.  
Wie bei unseren Mitarbeitern im CGZ.

Freitag, 21. März 2014

David und seine/deine Riesen



"Was habe ich getan? Was ist meine Schuld, und was ist mein Vergehen gegen deinen Vater, daß er mir nach dem Leben trachtet?"
1. Samuel 20, 1

Nichts hat er getan.
Die Schriftworte oben sagte ein völlig verwirrter David zu seinem Freund Jonathan.
Jonathan war der Sohn des Königs Saul.
David hatte Saul treu gedient, nur um beinahe an die Wand gespießt zu werden. Rasend vor Eifersucht und Neid hatte Saul mit Speeren nach ihm geworfen. Denn David hatte die Philister erfolgreicher bekämpft als Saul. Das hatten die Frauen Israels gemerkt und ein entsprechendes Lied für die Hitparade kreiert: "Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausende!" (1. Samuel 18, 7).

Wenn wir an David denken, dann denken wir an seinen Kampf gegen Goliath. Betrachtet man jedoch sein gesamtes Leben, dann war der Kampf gegen Goliath noch der leichteste.
David bekämpfte noch weitere Riesen. Riesen, die schwerer zu besiegen waren als Goliath.
Den Neid zum Beispiel.
In einem Moment war David ein General der Armee Israels, im nächsten Moment wurde er von eben dieser Armee gejagt wie ein Hase.
Er diente dem König treu ergeben, nur um zu erleben, wie dieser König ihm gleich darauf nach dem Leben trachtete.
Doch David besiegte auch den Riesen Neid.
Jedes Mal wenn er die Gelegenheit hatte, Saul auszulöschen und das Königtum an sich zu reißen, entschied er sich dagegen. Er wollte den Thron nur, wenn Gott ihn ihm gab. Ein Königtum ohne Gott wollte er nicht. Glaubend übte er sich in Geduld. Denn der Herr hatte ihm den Thron ja verheißen.
Und irgendwann, nach vielen Jahren auf der Flucht, war es dann soweit. Saul war tot, gefällt von eigener Hand, und die Ältesten Israels kürten David zum König.
Da war endlich auch der Neid besiegt.

Hast du Ziele? Hat Gott dir einen "Thron" verheißen?
Nimm dir vor, ihn nur und ausschließlich auf Gottes Wegen zu erreichen. Verzichte auf alle Intrigen, auf Ausbooten, Verleumdungen und übles Nachreden. So dauert es vielleicht ein wenig länger, bis du dein Ziel erreichst. Doch so wirst du immer wissen, dass Gott dich in deine Position gebracht hat. Dann kann niemand außer ihm dich wieder daraus entfernen. Du wirst dir nie ängstlich über die Schulter schauen müssen.

Ist deine Ehe unbefriedigend? Denkst du über eine Trennung nach?
Beschließe noch heute, der bestmögliche Ehepartner zu werden. Und überlasse den Rest Gott.

Behandelt dich dein Chef ungerecht? Wirft er mit Speeren nach dir?
Wirf nicht zurück. Verstecke dich wegen mir in den Wäldern, bis der Herr dir Recht verschafft. Denn das wird er über kurz oder lang tun.

Wenn du auch seine Wege nicht immer verstehst: Gott ist Liebe. Dieses Wesensmerkmal leitet alle seine Taten. Auch alle, die dich betreffen.
Glaubst du das?

Dienstag, 18. März 2014

Beförderung kommt vom Herrn

"Nicht von Osten, noch von Westen, und nicht von Süden her kommt Beförderung..."
...sondern vom Herrn. (Psalm 75, 7).

D.K. ist seit mehreren Jahren Mitglied im CGZ.
Letztes Jahr wurde sie zur Leiterin eines Supermarktes befördert. Am Anfang hatte sie Bedenken, ob sie das denn so packen würde, denn die Tätigkeit ist ja durchaus anspruchsvoll. Man muss planen, Personal managen, Waren einkaufen und vor allem erfolgreich verkaufen.

Nun, nach einiger Zeit in diesem Job hat das Management die Zahlen der regionalen Supermärkte untereinander verglichen und festgestellt, dass der Supermarkt von D.K. besser läuft, mehr abwirft, und das Personal mehr harmoniert als in allen anderen Märkten ihrer Kette. Die Verkaufszahlen stimmen und als ein Markt in der Nähe aufgelöst wurde, wollten alle dortigen Mitarbeiter bei ihr anfangen.
Es läuft richtig gut für sie.

D.K. führt ihren großen Erfolg auf einen Faktor zurück: Jesus. Denn es gibt viele fleißige Arbeiter in den Supermärkten im Land und man kann auch als Leiter nur soundsoviel tun. 
Den Unterschied macht der Segen Gottes.

Samstag, 15. März 2014

Heilung für Tiere?


„Hallo Pastor. In der Bibel sagt Gott, 'Ich bin der Herr dein Arzt.' Ich habe eine Frage: Heilt Gott auch Tiere?“

Warum nicht?
Als Gott in 2. Mose 9 das Vieh der Ägypter mit einer Viehpest schlug, sagte er ausdrücklich, „Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Ägypter, so daß von allem, was den Söhnen Israel gehört, nicht ein Stück sterben wird.“ (2. Mose 9, 4). So kam es dann auch. Gott hat die Tiere seines Volkes anders behandelt als die Tiere halsstarriger Sünder. Und wir leben im besseren Bund. Wieso sollte er es da mit unseren Tieren anders machen?

Als Jona sich darüber beschwerte, dass Gott Ninive verschont hatte, statt es wie angekündigt mit Gericht zu schlagen, rechtfertigte sich Gott und sagte, „Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120.000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?“ (Jona 4, 11). Gott war auch um das Vieh besorgt.

Bet ruhig für dein Tier.

Donnerstag, 13. März 2014

Freust du dich auf den Tod?

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Johannes 11, 25

Ich hatte heute morgen das Vorrecht, auf einer Trauerfeier die Rede zu halten. Da ich die verstorbene Person nicht persönlich kannte, konnte ich außer den biografischen Angaben nicht allzu viel über sie sagen.
Also sprach ich über Jesus.

Zur Trauerfeiern kommen Menschen, die alle möglichen Ansichten über Leben und Tod haben. Die Frage, die alle ab einem bestimmten Alter umtreibt, ist die: Ist mit dem Tod alles vorbei?
Die Bibel sagt nein.
In Hebräer 9, 27 heißt es, "Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach das Gericht."
Wir Menschen müssen uns für jede Tat die wir im Leben getan haben vor Gott einmal rechtfertigen. Millionen von Menschen wissen das und verhalten sich deswegen zivilisierter als solche, die das nicht wahrhaben wollen.

Die spezifisch christliche Sicht auf den Tod ist folgende: Jesus hat am Kreuz die Strafe für unsere Sünden auf sich genommen. Wir werden deshalb für sie nicht mehr gerichtet werden. Einem Christen der stirbt, droht keine Strafe mehr, vielmehr darf er sich auf eine Belohnung freuen. Jesus sagt in Johannes 14, "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Ich gehe hin euch eine Stätte zu bereiten."
Glaubst du an Jesus?
Dann baut der Herr gerade dein himmlisches Haus. Du kannst es beziehen, wenn du bei ihm ankommst. Für Christen hat der Tod somit seinen Schrecken verloren. In Johannes 11, 25 heißt es, "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."

Aus Gottes Sicht ist der Tod seiner Kinder nur ein Umzug. In Philipper 1, 21 sagt Paulus, "Das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn." In Vers 23 fügt hinzu, "Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser."

Das ist eine wunderbare Einstellung dem alten Menschheitsfeind Tod gegenüber.

Siehst du das auch so?
Wenn nicht, warum eigentlich nicht? Jesus nimmt auch dir die Todesangst, wenn du dein Leben in seine Hände legst.

Dienstag, 11. März 2014

Der Gott, den Jesus predigte

"Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater."
Galater 4, 6

Das alte Testament beschäftigt sich mit Schuld und Vergeltung, mit Gesetz und Gericht. Gott erscheint hier oft als ein harter Richter, auch wenn er bloß Gerechtigkeit walten lässt. So starben 3000 Mann an dem Tag, an dem Mose mit den zehn Geboten ins Lager Israels zurückkehrte. Denn sie hatten sich ein goldenes Kalb gemacht und waren zuchtlos geworden.

Als viele Jahrhunderte später hingegen an Pfingsten der heilige Geist kam, bekehrten sich auf die Predigt des Petrus in 3000 Männer und wurden geistlich lebendig. Denn Sie nahmen Jesus als ihren Erlöser an.

Kein Wunder, dass Paulus sagte, das Gesetz tötet, der Geist aber macht lebendig. (2. Korinther 3, 6).

Gott ist ein gerechter Richter. Doch er ist nicht nur das. Er ist auch ein liebender Vater. Als solchen hat Jesus ihn geoffenbart als er hier auf der Erde wirkte.
Die Bergpredigt zeigt das ganz klar.

Jesus sagt dort, Gott liebt seine Feinde. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5, 45).

Dieses Wort zeigt, dass Gott nicht immer sofort kurzen Prozess macht. Er ist vielmehr geduldig. Und das, obwohl Gott kein Humanist ist, der glaubt dass der Mensch im Kern gut ist. Gott weiß, dass der Mensch schlecht und deshalb erlösungsbedürftig ist. Er legt deswegen nicht jedes Wort einer jeden Person sofort auf die Goldwaage. Er schmollt nicht tagelang, weil ein Kollege ihn am Morgen nicht gegrüßt hat, als er ins Büro ging. Er dichtet dem Kind der Nachbarin keine Behinderung an, nur weil es mal in seine Tulpen gefallen ist.
Gott hat ein ziemlich dickes Fell.
Jesus möchte, dass wir uns an Gott ein Vorbild nehmen, "damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist!" (Matthäus 5, 45).

Samstag, 8. März 2014

Krieg? (война?)



"Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende."
Matthäus 24, 6

"Pastor, gibt's Krieg?"

Weil die Russen auf der Krim einmarschiert sind? Ich denke nicht. Zumindest nicht in den nächsten paar Jahren.

Doch es stimmt schon: Die Welt taumelte schon aus den unwahrscheinlichsten Gründen in übelste Kriege hinein. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass sich dieses Jahr der Erste Weltkrieg zum hundertsten Mal jährt. Der begann, und meine Erklärung ist stark vereinfacht, weil ein radikaler Serbe in Sarajevo den österreich-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand ermordete.
Die Österreicher drohten nun Serbien den Krieg an.
Daraufhin drohten die Russen den Österreichern den Krieg an.
Dann sagten die Deutschen, wir haben einen Bund mit den Österreichern und drohten Russland den Krieg an.
Frankreich und England fiel ein, dass sie einen Bund mit den Russen haben und brachten sich in Stellung. (Wie gesagt, ich rede grob verallgemeinernd).
Dann begann das große Schlachten, das Dutzenden Millionen Menschen den Tod brachte und Europa weltpolitisch zunächst erledigte. Das Zeitalter Amerikas dämmerte herauf.
Und das Zeitalter Sowjet-Russlands.

Wladimir Putin hat einmal gesagt, der Untergang der alten Sowjetunion sei die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Millionen Menschen in aller Welt sehen das völlig anders. Doch die regieren allesamt nicht Russland.
Putin schon.
Deswegen ist seine Meinung zur Sache wichtiger als die aller anderen. Der russische Diktator artikuliert in dieser Feststellung nämlich seine Vision: Die Sowjetunion im neuen Gewand unter seiner Führung auferstehen zu lassen. Nach der Annexion einiger Gebiete in Georgien vor ein paar Jahren streckt er sich nun nach der Ukraine aus. Deren Osten wartet praktisch darauf, von Putin heim ins Reich geholt zu werden. Die Leute dort sind begeistert von ihm. Vermutlich bekommt er die Ukraine trotzdem nicht ganz. Doch die Krim und einige Ostgebiete schon. Das reicht ihm vorerst.
Krieg gibt's nur, wenn er ungeduldig wird, weil er merkt dass er älter wird und ihm die Zeit davon läuft. Und wenn er den Westen für schwach hält. (Nun ja, das tut er wohl bereits. Barack Obama, der innenpolitisch knallhart durchregiert, ist außenpolitisch handzahm und wird nichts unternehmen. Darauf vertraut der Russe).
Wir leben in spannenden Zeiten.

Was bei uns hier kaum einer zur Kenntnis nimmt: Sowohl in der Ukraine als auch in Russland findet derzeit eine gewaltige geistliche Erweckung statt. Menschen bekehren sich dort zu tausenden zu Jesus Christus. Die mit 20.000 Mitgliedern größte freie Gemeinde Europas befindet sich nirgendwo anders als in Kiew. (Ihr Leiter ist ein Nigerianer).
Ich bete, dass diese Erweckung nicht abgewürgt wird und wünsche beiden, Ukrainern und Russen, dass sie zu Frieden und Freiheit durchdringen mögen.

"Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fürchten. Denn der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist mit dir."
5. Mose 20, 1

Donnerstag, 6. März 2014

"Unfaßbar!" sagt Peter Wenz - und hat recht

"Und von ihrer Sünde sprechen sie offen wie Sodom, sie verschweigen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich selbst tun sie Böses an."
Jesaja 3, 9.

Peter Wenz ist erfolgreicher Pastor der größten pfingstlich-charismatischen Gemeinde in Deutschland, dem Gospel Forum in Stuttgart.
Peter war auch schon im CGZ zu Gast und hat hier gepredigt.
In der neuesten Ausgabe des GF-Gemeindeblattes GoFo schreibt er über die Dinge, die sich am 1.Februar in Stuttgart ereigneten, während einer Demonstration gegen den zukünftigen baden-württemberger Bildungsplan, den die dortige Regierung ideologisch für sich nutzen möchte.
Ich denke, man sollte wissen, was dort geschah. Deshalb poste ich hier mal den Link zu Peters Artikel.

Hier ist er: Der GoFo-Aktuell-Artikel von Peter Wenz.

Dienstag, 4. März 2014

Weißt du, was dich definiert und wie du wirklich bist?

Jesus hatte zwei Augen, ein visionäres und ein realistisches.

Als ihm beispielsweise Simon, der Sohn des Jona, vorgestellt wurde, blickte er diesen Mann an und wusste, was Sache ist. Er erkannte sofort, dass Simon die Neigung hatte, seine Meinung stets der Meinung der Mehrheit anzupassen. Er war ein leicht zu begeisternder, aber schwer festzulegender Zeitgenosse.
Doch Jesus sah in ihm nicht die Fahne im Wind, sondern Petrus, den Stein.

Jesus blickte ihn an [gr. genau anblicken, bis in die Tiefe der Seele blicken] und sprach: Du bist Simon, der Sohn des Johannes. Du wirst Kephas heißen - was übersetzt wird: Stein." (Johannes 1, 42).

Wenn er groß genug ist, dann lässt sich ein Stein nur sehr schwer bewegen. Jesus wusste, dass Petrus eines Tages ein felsenfester Nachfolger sein würde, in der Lage andere zu inspirieren.
Das war der visionäre Blick Jesu auf Simon. Dieser Blick erkannte das Potenzial des Fischers und richtete sich in die Zukunft.

Doch der Herr war auch Realist.
Als er während des Abendmahls seinen Jüngern klarmachte, das ihn in dieser Nacht alle verlassen würden, widersprach Petrus vehement und beteuerte seine Hingabe. Er sei bereit bis ins Gefängnis und in den Tod mit Jesus zu gehen.
Das hat Petrus sicher auch geglaubt als es aussprach.
Doch der Herr wusste was im Menschen steckt. Und prompt verließ ihn Petrus nicht nur, er verleugnete ihn sogar. Dreimal. Das tat nicht einmal Judas.

Doch dieses Totalversagen definierte Petrus nicht. Auch die großen Erlebnisse, wo er wirklich geistlich reagierte, definieren ihn nicht wirklich.

Jesus leckte nach dieser Verleugnung durch seinen besten Freund nicht ewig seine Wunden. Er pflegte nun keine lebenslange Verletztheit mit regelmäßigen Besuchen von Befreiungsseminaren und langen Therapiesitzungen.
Er besprach dieses Versagen später mit Petrus. Und als Petrus ihm seine Liebe beteuerte, gab er dem Fischer eine zweite Chance. Prompt wurde Petrus später zum Felsen.

Der Herr weiß:
Wir sind nicht so schlecht wie im Moment unseres größten Versagens.
Wir sind auch nicht so gut wie im Moment unseres größten Erfolges.

Was uns definiert sind nicht unsere Höhen und Tiefen, sondern wie wir jeden einzelnen normalen Tag gestalten. Der Alltag zeigt, was in uns steckt. Nicht die Höhe und nicht das Tal.
Wir sind die Summe unserer alltäglichen Taten. An ihnen allein kann unser Charakter zuverlässig abgelesen werden.

Auch wir sollten unsere Beurteilung einer Person nicht an einer einzigen Tat festmachen.
Seien wir also nicht enttäuscht, wenn uns jemand enttäuscht.
Und bleiben wir realistisch, wenn sich mal jemand selbst übertrifft.
Das ist alles relativ.
Wir sollten die Summe der Taten einer Person auf uns wirken lassen.
Doch auch hier brauchen wir beide Augen: Visionäre Schau und Realismus.
Der Herr hat uns vorgemacht, wie ein solches Schauen geht.