Dienstag, 23. Oktober 2018

Die Verteidigung der Zukunft

"Halte fest das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind."
2 Timotheus 1,13.

Nordkorea ist immer wieder in aller Munde, da es nach reichweitenstarken Atomwaffen greift.
Das abgeschiedene Land gehört zu den eigenartigsten der Welt. Es wird von einem nominell kommunistischen Monarchen in so absolut absolutistischer Weise regiert, dass es für einen westlichen Betrachter schon wieder operettenhaft und komisch wirkt. Doch die grausame Unterdrückung Andersdenkender und die Konzentrationslager und die Toten sind alles andere als komisch. Dieser Führer, der Verwandte schon mal mit einem Flakgeschütz hinrichtet, lässt sich gottgleich verehren, wie schon sein Vater, der Liebe Führer, und sein Großvater, der Große Führer, vor ihm.
Das Land ist bettelarm. Schaut man vom Weltraum aus auf die nächtliche Landkarte Ostasiens, dann ist Nordkorea ein dunkler Fleck in einem Meer aus stecknadelkopfgroßen Lichtern.
Der Großvater des gegenwärtigen Machthabers begann einst als Statthalter von Stalins Gnaden und dressierte das Volk nach seinen Vorstellungen, bis dieses in ihm einen nicht hinterfragbaren politischen Messias sahen.
Was viele nicht wissen: Die herrschende Kim-Familie hat christliche Vorfahren.
Der Vater der Mutter Kimilsungs, des ersten Diktators, war protestantischer Pastor.
Sein eigener Vater war Absolvent einer Missionsschule und diente als Ältester in einer Pjöngjanger Presbyterianerkirche. Beide, Vater und Mutter, waren gläubige, engagierte Christen.
Bis vor rund 100 Jahren galt Pjöngjang wegen seiner vielen Kirchen als das Jerusalem Asiens.
Und heute ist das Land geistlich wie im Natürlichen ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Christen werden unbarmherzig verfolgt und wandern in Lager.
Wie konnte es dazu kommen?
Eine große Rolle spielten sicherlich die imperialistischen Japaner, die sich Korea einverleibten. Wer um sein Leben kämpft, hat wenig Zeit für anderes. Vor allem glaubensschwache und randständige Christen fallen in solchen Zeiten der Krise ab. So wohl auch Kimilsung, der zum gnadenlosen Kommunisten wurde, bevor er selber zur Gottheit aufstieg. (Sein Geburtstag, der "Tag der Sonne", ist Nationalfeiertag; seine Bilder hängen in jedem koreanischen Haus). Jesus selbst sagte, dass es Tage großer Bedrängnis geben würde, „Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden, aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.“ (Matthäus 24,22).
Aber um der Auserwählten willen…
Gott lässt seine Kinder nicht hängen.
Doch vermutlich haben seine nordkoreanischen Kinder sich irgendwann angepasst und die überlebenden Pastoren predigten nicht länger das Wort Gottes, sondern politisch opportune Zeitgeistbotschaften, bis sie dennoch weggefegt wurden. Wir dürfen nie vergessen: Wir sind immer nur eine Generation von der geistlichen Dunkelheit entfernt. Wenn das Wort heute nicht mehr gepredigt wird, geht morgen der Glaube, und wenig später auch die auf dem Glauben gründende Zivilisation, den Bach runter.
Deutschland hat sich schon weit vom Glauben an Gottes Wort (und dem damit einhergehenden Segen) entfernt. Umso mehr müssen wir, die wir an die Bibel glauben, heute am Wort festhalten, damit wir Menschen erreichen und das biblische Christentum in unserem Land eine Zukunft hat, damit unser Land eine Zukunft hat.
Denn an Gottes Segen ist alles gelegen.

Die Bibel ist voll mit Ermahnungen in diese Richtung. So ist das Buch der Richter eine eindrucksvolle Warnung. Es ist eines der furchtbarsten Bücher, die ich kenne. Eine Dystopie reinsten Wassers.
Die große Zeit von Mose und Josua ist vorbei. Ihre Worte werden vergessen und der geistliche Verfall setzt ein. Ungeschönt schildert das Richterbuch die geistliche Verwahrlosung aufgrund eines Mangels an gesunder Lehre.
Besonders erschreckend ist für mich die Geschichte Jonathans, des Sohns Gerschoms, des Sohnes Moses. Sie steht in Richter 17 und 18.
Und sie erinnert mich ein wenig an Kimilsung.
Dieser junge Enkel des Mose wurde Priester eines Großbauern namens Micha. Der hatte seiner Mutter 1100 (!) Silberstücke gestohlen. Diese verwünschte den Dieb daraufhin. So in Furcht versetzt, gibt Micha seiner Mutter das Geld zurück. Diese lobt den Herrn und nimmt 200 Silberstücke und lässt davon zwei Götzen machen, die Micha sich als Hausgötter aufstellt. Dann heuert er Jonathan an, dem er zehn (!) Silberstücke im Jahr als Priesterlohn bezahlt. (Dass die Leviten ein Anrecht auf den Zehnten haben, weiß Micha offenbar nicht).
Und Jonathan, der Enkel des Mose, wird zum treuen Hüter der Götzenbilder seines Herrn.
Für zehn Silberstücke im Jahr.
Bis eines Tages der Stamm Dan vorbeikommt und einen Priester braucht. Jonathan blickt auf sein mageres Einkommen und dann auf die Krieger Dans. Dann lächelt er, klaut seinem Herrn den Hausgötzen, und zieht mit Dan davon. "Und die Söhne Dan richteten sich das Schnitzbild auf. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, er und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis zum Tag der Verschleppung des Volkes des Landes [durch die Assyrer]." (Richter 18,30).
Es dauerte gerade einmal drei Generationen und die Nachkommen des mächtigen Mose waren von billigen kanaanäischen Heidenpriestern kaum mehr zu unterscheiden.
Furchtbar.
Solches soll uns keinesfalls passieren. Wir halten es mit Luther und Bach, die sagten, bzw. vertonten: „Das Wort sie sollen lassen stahn!“

"Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt."
2 Johannes 2,8.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

To....nstö....r..ung...en

"Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?"
1 Korinther 14, 8.

Wir haben festgestellt, daß in der ersten Hälfte der Botschaft der Woche ab der zweiten Minute immer wieder Tonstörungen auftreten. Die Message ist jetzt bearbeitet und man kann sie hören, ohne daß es einen den Nerv raubt.
Das Video für die "OnlineKirche" geht heute auch wie gewohnt online, (allerdings fehlt nun halt der brilliante erste Teil der Predigt... seufz. 😉)

"Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre."  (2 Timotheus 4, 2).


Dienstag, 16. Oktober 2018

Liberalitas Bavariae

"Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?"
Römer 8,31.

Ich gebe zu, mich gruselt, wenn ich Politiker sagen höre, sie wollen „Politik machen“ und die Gesellschaft „reformieren“ und „modernisieren“ und dabei „die Menschen mitnehmen“, und wenn das einfach nicht ankommt, „ihre Politik besser erklären.“ Ich möchte nämlich gar nicht mitgenommen oder indoktriniert werden. Ich möchte vielmehr in Ruhe gelassen werden. Ich halte weder den Staat, noch seine Politiker, noch seine Bürokraten für Erlöser.
Der Staat ist ein notwendiges Übel.
Politiker, die „Projekte“ durchziehen wollen, für die sie gar nicht gewählt wurden, sind mir suspekt. Vor allem wenn es sich um verwöhnte Jungspunde der Fraktion Kreiß-Hör-Plenarsaal ohne Berufs- und Lebenserfahrung handelt. (Geld kommt vom Papa oder vom Staat).

Der beste Staat ist der, der sich in das Leben seiner Bürger nicht einmischt. Der sich als Diener versteht und nicht als Erzieher. Jesus, der größte König aller Zeiten, hat seinen Jüngern, also einfachen Fischern, Finanzangestellten, Handwerkern, die Füße gewaschen. (Johannes 13).
Die freiheitlichsten Länder sind die am weitesten entwickelten. Denn freie Bürger schaffen nützliche Dinge und damit Wohlstand. Unfreie, von einer misstrauischen Verwaltung geknechtete Bürger haben dazu weder Zeit noch Energie.

Da lobe ich mir mein Bayerland, sprach der König.
Hier gilt die Volksweisheit: "Leben und leben lassen."
Hier lässt einen der Staat noch im Großen und Ganzen in Ruhe.
Zwar haben die Bayern durchaus einen anarchischen Zug an sich, (Wildererfolklore! Jennerwein!), doch der ist selten destruktiv. Wenn der Bayer es der herrschenden Partei mal so richtig zeigen will, dann ruft er die Revolution aus, ganz ohne Mistgabel und Dreschflegel, schart freie Wähler um sich und gründet eine neue Partei. Der inhaltliche Unterschied zur herrschenden Partei? Nun, da müsste man ein paar Stunden drüber nachdenken. Die Antwort wäre dann vermutlich: Unterschied? Wieso? Und wenn's so sein muss, dann geht man halt zusammen und bildet gemeinsam eine Regierung.

Politik in Bayern erschöpft sich (zum Glück) oft in gelegentlichen Reden, politischen Stammtischen und der Beschäftigung der Politiker mit sich selbst. Der Bürger kann sich ziemlich frei entfalten und die Wirtschaft lässt man auch gewähren. Schließlich muss sie den Spaß finanzieren; wenn man die Wirtschaft zu sehr zwiebelt, dann sprudeln auch keine Steuern. Sie sprudeln hier jedoch mehr als anderswo. Über den Länderfinanzausgleich finanziert Bayern sogar die Slums von Berlin. Die sind jedoch weit. Und so revanchiert sich der bayerische Wähler bei seinen Politikern, indem er, wenn auch in Variationen, immer dasselbe wählt.
Gott mit dir, du Land der Bayern. Und vergiss nicht, wem du die Prägung verdankst, die dich großgemacht hat. (Dem Herrgott).

"Der HERR wird schreiben beim Verzeichnen der Völker: Dieser ist dort geboren. Und singend und den Reigen tanzend werden sie sagen: Alle meine Quellen sind in dir." (Psalm 87, 6-7).

Samstag, 13. Oktober 2018

Bayern: Was wählen?

"Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten."
1 Samuel 8,18.

Ich bin im Herzen ja Monarchist und hätte am liebsten Jesus als König im Hier und Jetzt. Demokrat bin ich allerdings auch, und so habe ich mir Jesus in einer freien und geheimen Wahl jetzt schon als König gewählt.
Morgen, am 14.10.2018, ist allerdings noch eine Wahl, die zum bayerischen Landtag. Da ist Jesus leider kein Kandidat.
Wen also wählen?
In einer nicht völlig homogenen Gemeinde wie der unseren, in die Menschen von überall her, aus jeder Schicht und jeden Alters gehen, (sogar Politiker), gibt es garantiert alle möglichen politischen Orientierungen. Allerdings interessieren uns die im Gottesdienst nicht. Wir tragen unsere Überzeugungen auch nicht auf dem Revers. Der Gottesdienstes keine Wahlveranstaltung. Ich gebe auch keine Wahlempfehlungen ab.
Aber nachdenken tue ich schon.

Ich habe also in eine örtliche Zeitung geblickt und dort einen Artikel über die CSU-Kandidatin gelesen. In dem geht es ausschließlich um Klimawandel und CO2-Einsparungen und dergleichen weltbewegende Dinge mehr. Jeder müsse da seinen Teil tun: Gebäude, Autos, Firmen, usw. Nun ist es so: Wenn ich höre, dass ein Politiker sagt, wir müssten unseren Teil zu irgendetwas beitragen, dann läuft das erfahrungsgemäß stets auf höhere Steuern hinaus. Sonst nichts. Die Dame hätte genauso gut für die Grünen sprechen können. Ich verstehe, dass sich da manche denken, was soll ich bei der CSU, wenn die grüne Politik macht? Da gehe ich doch gleich zu den Grünen.
Die Grünen zu wählen ist jedoch so eine Sache. Man muss ich dazu einmal ein YouTube-Video ihres bayerischen Führungspersonals anschauen.
Sehr... jugendbewegt.
Die SPD macht da keinen großen Unterschied.
Die Kandidatin der Freien Wähler schlug in dieselbe Kerbe wie die Dame von der CSU. Auch bei ihr ging's vor allem ums Klima.
Die Damen wirken alle sehr sympathisch und sind sicherlich nette Kerle, doch ich muss sagen, ich bin zwar für eine saubere Umwelt, der Klimawandel interessiert mich persönlich momentan aber nicht die Bohne. (Ich steh sogar auf dem Standpunkt, dass das verteufelte Spurengas CO2 für Pflanzen gut ist. (Hab ich in der Schule gelernt). Überhaupt hat es laut Wikipedia in der Erdgeschichte schon wesentlich größere CO2-Konzentrationen als die gegenwärtigen in der Atmosphäre gegeben, ohne dass dies zu höheren Temperaturen geführt hätte). Gibt es tatsächlich einen Klimawandel, dann sollten wir nicht „gegensteuern“, (was wir eh nicht können), sondern uns anpassen.
Natürlich rechne ich nicht damit, dass die milliardenschwere Klimaindustrie irgendwann kommt und sagt, Hoppla, Kommando zurück, wir haben uns vertan. Die würden ja ihre Pfründe gefährden. Wer macht das schon (freiwillig)?
(Auch der grotesk überdimensionierte Bundestag wird sich nicht freiwillig wieder verkleinern).

Die wirklich brenzligen Themen scheinen fast alle Parteien auszuklammern.
In derselben Zeitung las ich nämlich von Messerstechereien im Bereich des hiesigen Ankerzentrums. (Das in Bamberg wurde angezündet, aber nicht von Frakturschrift-Deutschen; allerdings hört man darüber kaum noch etwas). Knapp 40% der Gefängnisinsassen in Bayern seien Ausländer, knapp die Hälfte davon nicht aus der EU. Die Kripo habe wegen Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt sechs Kandidaten festgenommen und werde diese nach Feststellung der Tatsachen wieder entlassen. (Bei einem Mordversuch? Im Ernst?) Solcherlei konkrete Bedrohungen der Allgemeinheit durch eine gefährliche Minderheit beschäftigen mich alten Hinterwäldler wesentlich mehr als das Wetter in 100 Jahren.
Auch über den "Globalen Pakt für Migration“ der UNO, der im Dezember unterschrieben werden soll, habe ich von keinem Kandidaten etwas gehört.
Wissen die davon nichts, oder tun sie nur so?
Die AfD klingt wie die CSU von vor 20 Jahren, will die illegale Migration unterbinden und den Zustand des Rechts ante 2015 wiederherstellen, schmeißt sich aber an Russland ran, eines der korruptesten Länder der Erde. Das verstehe wer will.
Die Familienpolitik aller Parteien hat sich kilometerweit von der Verfassung und dem biblischen Ideal entfernt.
Steuersenkungen? Fehlanzeige.
Wahlen auf dieser Welt sind immer die Wahl des kleineren Übels.
So werde ich morgen wohl oder übel das kleinere Übel wählen.
Jeder möge seinem Gewissen folgen (und den obigen Vers beachten).

"Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit." (2 Timotheus 2,1-2).

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Unterschiede in den Evangelien

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."
2 Timotheus 3,16.

 „Pastor, warum benutzen die Evangelisten manchmal unterschiedliche Worte, wenn sie die gleichen Aussagen Jesu wiedergeben? Müssten sie da nicht den gleichen Wortlaut haben?“

Die Aussagen der Evangelisten unterscheiden sich, weil Jesus an verschiedenen Orten dieselbe Predigt noch einmal gehalten hat. Genaugenommen sind uns nur die wichtigsten Aussagen seiner Predigten überliefert und nicht der gesamte Wortlaut.
Er hat sich wiederholt.
Die Inhalte der Bergpredigt finden sich Lukas 6 noch einmal, da „trat er auf einen ebenen Platz.“ (Vers 17).
Aus der Bergpredigt wird eine Ebenenpredigt.
Ab Vers 20 wiederholt er die Seligpreisungen und viele andere Aussagen aus Matthäus.
Die Evangelien selber behandeln nur etwa 21 Tage aus dem öffentlichen Wirken Jesu, das immerhin dreieinhalb Jahre gedauert hat. Johannes sagt am Ende seines Evangeliums, wenn alles aufgeschrieben würde, was Jesus gesagt und getan hat, die Welt die Bücher nicht fassen würde.
Die Bibel ist schon Gottes inspiriertes Wort.

"Wer Ohren hat zu hören, der höre." (Lukas 8,8)

Montag, 8. Oktober 2018

Welt im Wandel

"Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."
Matthäus 18,18-20.

Ich bin bekanntlich kein Verschwörungstheoretiker. Diese Leute schieben oft Paranoia und sehen hinter jeder Entwicklung die Kabale korrupter Eliten. Sie sind permanent entsetzt. Ich hingegen glaube, dass Jesus alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben wurde und dass er die Geschicke der Menschheit fest in Händen hält.

Aber ich gestehe, ich bin dieser Tage schon ins Grübeln gekommen.
Warum?
Der Präsident des Deutschen Bundestages, Herr Schäuble, hat 2016 in einem vielzitierten Zeitungsartikel in der „Zeit“ zum Thema Migration gesagt, „Abschottung“ würde die Deutschen, bzw. Europäer kaputtmachen und in Inzucht degenerieren lassen.
Das ist hanebüchener Blödsinn eine überaus steile These.
Er sagte damals auch, in der globalisierten Welt sei es nötig, noch einmal eine maßvolle Revolution, einen grundlegenden Wandel ohne Übertreibung zu schaffen.
Herr Schäuble möchte also durch eine maßvolle Revolution Deutschland grundlegend wandeln.
Natürlich ohne Übertreibung.
Nun gibt es maßvolle Revolutionen natürlich nicht und grundlegender Wandel geht stets mit Übertreibungen einher.
Ich muss sagen, ich habe mich über solche radikalen Worte aus dem Mund eines bislang nicht durch Radikalität aufgefallen Politikers schon ein wenig gewundert. Denn niemand hat unseren Politikern grundlegenden Wandel aufgegeben oder sie gar mit seiner Wählerstimme dazu beauftragt, irgendeine Revolution anzuzetteln, maßvoll oder nicht.

Was wir seit September 2015 erleben, hat jedoch schon etwas von Revolution an sich. Kein Land, wenn es nicht gerade erobert wurde, hat jemals jedem, der da kommt, mit oder ohne Ausweis, bedingungslos Einlass gewährt. Denn da könnte ja jeder kommen: Rechtschaffene und Terroristen. Gute Menschen und Verbrecher. Wir wissen heute ausweislich der Kriminalstatistik, dass wir da eine ziemliche Mischung ins Land gelassen haben—und immer noch lassen.
Warum?
Warum hat sich Herr Schäuble, (er ist ja nur treuer Herold seiner Herrin), so vehement auf revolutionäre Zuwanderung kapriziert?
Nun, es gibt da allen ernstes einen Plan der Vereinten Nationen, der mir erst in den letzten Wochen bekannt wurde. Er heißt Global Compact for Migration, zu Deutsch: Globaler Pakt für Migration. Es ist hier nicht der Platz, auf alle Einzelheiten einzugehen. Im wesentlichen geht es um eine revolutionäre Bevölkerungsverschiebung aus den armen Ländern mit Geburtenüberschuss in die reichen alten westlichen Länder. Die globale Niederlassungsfreiheit soll quasi ein Menschenrecht werden. Die aufnehmenden Völker und Nationen werden nicht gefragt, eine Diskussion hierüber findet nicht statt. Dieser Pakt soll im Dezember 2018 beschlossen werden und wird dann ganz sicher zu einem „grundlegenden Wandel“ in Deutschland führen.
Plötzlich wird verständlich, warum Herr Schäuble neulich in der „Welt“ verlauten ließ, dass man sich doch bitte nicht zu haben möge. Man brauche sich nicht einbilden, dass die große Masse der abgelehnten Asylbewerber jemals in ihr Heimatland zurückkehren wird. Man möge sie, bitteschön, integrieren. (Wenn das so einfach wäre).

Innenminister Seehofer äußert sich ähnlich. Auch er will abgelehnten Asylbewerbern so schnell wie möglich die Arbeitsaufnahme erlauben. Die Asylschiene wird so endgültig zur Einwanderungsschiene. Dass sich dies in den entsprechenden Ländern rasch herumsprechen wird, ist klar. Angesichts des Migrationspaktes, den Deutschland wohl brav unterschreiben wird, ist dies offenbar beabsichtigt. Unsere Regierung WILL Zuwanderung im großen Stil. Eine „maßvolle Revolution,“ aber eben doch eine Revolution, einen grundlegenden Wandel. (Die USA und ein paar andere Staaten machen aus Gründen des Selbstschutzes bei diesem Pakt nicht mit).
Es muss vermutlich so kommen.

Die Völker der Welt migrieren nach Mitteleuropa und werden sich hier vermischen.
Die Entwicklung erinnert mich an Daniel 2, wo von verschiedenen Weltreichen die Rede ist. Über das letzte Weltreich, eine Art auferstandenes Römisches Reich, sagt der Prophet, es sei teils aus Eisen, teils aus Ton.
„Daß du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen läßt.“ (Daniel 2,43).
Manche Kulturen sind so unterschiedlich wie Eisen und Ton. Eisen ist messerhart und Ton ist zunächst formbar, bevor auch er hart wird. Die beiden harmonieren jedoch nicht. Solche Verbindungen sind inhärent instabil. Daniel sagt, sie werden nicht aneinander haften. Es wird Parallelgesellschaften geben, die sich auch mit viel gutem Willen nicht wirklich mischen werden.
Das sind keine guten Aussichten.
Viele von uns erinnern sich noch was geschah, als die eiserne Faust des Kommunismus den Vielvölkerflecken Jugoslawien nicht mehr zusammenhielt: Es fand ein langer Bürgerkrieg statt, der seinerseits zu viel Migration, auch zu uns, führte.

Doch Daniel endet nicht mit diesem dystopischen Ausblick. Vielmehr mündet dieses Chaos durch Gottes Eingreifen in ein einzigartiges neues Weltreich:

„Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen.“ (Daniel 2,44).

Das siegreiche, ewig nicht zerstörbare Reich ist natürlich das Friedensreich Christi.
Eine Erweckung ist unterwegs.
Wir leben in spannenden (End)Zeiten.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Unverständliche Bibelstelle?

"Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. Denn es sind drei, die bezeugen: Der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einstimmig."
1 Johannes 5,5-8.

„Pastor, die obige Bibelstelle ist verwirrend. Jesus ist gekommen durch Wasser und Blut? Wie muss ich das verstehen?“

Stimmt schon: Es ist sehr kryptisch was Johannes hier schreibt.
Worum gehts?
Johannes bezieht sich auf eine Lehrmeinung, die ein Gnostiker namens Kerinthus in die Welt gesetzt hat. Der hat behauptet, Jesus wäre ein ganz normaler Mensch gewesen und der „Christus“ wäre während seiner Taufe auf ihn gekommen und habe ihn vor der Kreuzigung wieder verlassen.
Das ist natürlich biblisch unhaltbarer Blödsinn. Doch das hat empfängliche Leute noch nie davon abgehalten, solche Sachen trotzdem zu glauben. (Steiner?)
Das Wasser, von den Johannes spricht, bezieht sich auf die Taufe und das Blut auf die Kreuzigung. Jesus war demnach der Christus während seiner Taufe und auch während seines Todes am Kreuz. (Ein Echo von Kerinthus findet sich im Koran, der auch behauptet, Jesus wäre nicht gekreuzigt worden und hätte nicht gelitten, es habe nur so ausgesehen als ob; der Christus sei in Wirklichkeit entrückt worden).
Nach der Auferstehung Jesu kam an Pfingsten der Heilige Geist über die Gemeinde, was nicht passiert wäre, wenn Jesus nicht die Bedingungen dafür erfüllt hätte.
Geist und Wasser und Blut, die einstimmig sind: Jesus kam aus dem Wasser der Taufe und begann seinen Dienst als Messias. Dieser mündete plangemäß in die Kreuzigung, (Blut), diese in die Auferstehung und in die Ausgießung des Heiligen Geistes, (Geist). Die drei bauen aufeinander auf und sind nicht voneinander zu trennen. Ohne Dienst Jesu kein Tod am Kreuz. Ohne Auferstehung kein Pfingsten. Ohne Heiligen Geist keine Erlösung.
Kerinthus hat sehr geirrt.
Ich wünschte mir natürlich, Johannes hätte sich etwas deutlicher ausgedrückt. Nicht so sparsam mit den Buchstaben. Doch Papier war damals teuer und so ist sein Brief wie er ist.

"Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre. Beharre in diesen Dingen! Denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, die dich hören."

Dienstag, 2. Oktober 2018

Ein beklemmendes Erlebnis

"Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen."
Lukas 4,18.

Letzten Samstag war ich mit einer Gruppe von etwas mehr als 30 Leuten aus dem Christlichen Glaubenszentrum im größten Bunkermuseum Deutschlands. Wir mussten nicht weit fahren, da es sich mitten in Schweinfurt befindet, der Industriestadt neben dem malerischen Geldersheim, wo das CGZ seinen Sitz hat. Da steht also ein gigantischer fensterloser Klinkerkubus mit vielen Stockwerken und 2 m dicken Betonwänden am Straßenrand und wartet auf Verzweifelte, die sich in ihn flüchten wollen, (was heute nicht mehr möglich ist, da er mittlerweile in Privatbesitz ist).
Im Zweiten Weltkrieg hat er allen Bomben der Alliierten standgehalten. "Mission erfüllt" kann man anerkennen.
Im Innern des Bunkers befinden sich kleine Zellen. Es herrscht eine bedrückende Atmosphäre. Man kommt sich vor wie im Knast, auch wenn es keine Eisentüren oder Pritschen gibt. Wobei der Knast dem Bunker vorzuziehen ist, denn Gefängnisse werden normalerweise nicht auch noch bombardiert und stehen daher nicht in Gefahr, über einem einzustürzen.
Da schreit man Heil!, huldigt dem GröFaZ, und im nächsten Moment sitzt man im Loch und die Erde bebt und man hofft schwitzend und betend, mit heiler Haut wieder rauszukommen. (Der GröFaZ übrigens auch). Was lehrt uns das?
Ich bin jedenfalls froh, den WK2 verpasst zu haben und nicht in einem dieser Löcher gesessen haben zu müssen. Bin ja eher der Mensch für die raumgreifende Weite.

Heute brauchen wir keine Bunker mehr (und Terrorbomben treffen immer nur die anderen).
Es gibt jedoch viele Menschen, die sich aus vielerlei Gründen innerlich verbunkert haben und in bedrückenden Gedankenzellen sitzen.
Das muss nicht sein.
Gestehe dir ein, dass du dich verrannt hast und nicht mehr herauskommst, und bitte Gott um Hilfe. Das ist ein erster Schritt. Du wirst merken, dass es praktisch sofort leichter wird.

"Naht euch Gott und er wird sich euch nahen... Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen." (Jakobus 4,8+10).