Samstag, 27. Oktober 2018

Warum lässt Gott mich stecken?

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
2 Korinther 10,13.

"Pastor, warum lässt uns Gott manchmal in einer schwierigen Umgebung stecken?"

Weil Gott uns zum Segen gesetzt hat.
Jesus hat den luxuriösen Himmel verlassen und kam auf diese vermaledeite Erde, nicht weil ihm das so viel Spaß gemacht hätte, sondern weil wir ihn brauchten. Er verzichtete auf Bequemlichkeiten und litt für uns.
Da der Jünger nicht über seinem Meister ist, verfährt Gott mit uns manchmal genauso: Wir leiden zum Nutzen anderer.
Und man kann nicht sagen, dass Jesus dabei trotz aller Härten schlecht wegkam. Er ist heute Herr des Himmels und der Erde. Wegen seiner Bereitschaft, aufs Rosenbett zu verzichten und zu tun, was getan werden muss.

Vor vielen Jahren arbeitete ich in einer Firma, in der mich eine höhergestellte Mitarbeiterin auf dem Kieker hatte. (Sie war nicht wirklich höhergestellt, nur blöderweise höher als ich). Ich kann nicht sagen, dass mir die Interaktionen mit ihr irgendwelchen Spaß gemacht hätten. Ich lief jedoch nicht vor der Situation davon, sondern arrangierte mich mit ihr.
Bevor ich die Firma verließ, bekehrten sich dort zwei Personen, woran ich nicht unwesentlichen Anteil hatte. Wäre ich ein Sensibelchen gewesen und wäre ich davongelaufen, dann wären diese beiden jetzt nicht gerettet. Der Mensch ist nicht immer in gleicher Weise empfänglich fürs Wort Gottes. Wer weiß, ob sich für die beiden nochmal ein Fenster des Heils aufgetan hätte. So gesehen war mein „Leiden“ nicht umsonst.
Wer weiß, für wen du leidest?
Gib nicht auf. Zieh dich nicht zurück. Bleib dran. Sei ein Zeugnis für den Herrn. Er wird dich weder verlassen noch versäumen.

"Denn er hat gesagt: 'Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen'." (1 Mo 28,15; 5 Mo 31,6; Jos 1,5; 1 Chr 28,20)

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