Mittwoch, 30. März 2016

Blutiges Ostern in Lahore

„Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln, denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“
Matthäus 5,10-12.

Vor einigen Jahren war ich auf einer Reise auch kurz in der pakistanischen Stadt Lahore. Am Ostersonntag hat sich nun dort ein islamischer Religionslehrer in einen Park begeben, wo viele Christen Ostern feierten, und hat sich die Luft gesprengt. 70 Tote, auch Frauen und Kinder, und unzählige Verletzte, sind das Ergebnis dieser religionspsychopathologischen Mordtat.
Die Taliban übernahmen die Verantwortung und ließen die Welt wissen, dass sie vor allem Christen treffen wollten. Was die der Terrorsekte getan haben, (vielleicht zuviele Schulen oder Krankenhäuser gebaut), sagten sie nicht.
Das müssen sie auch nicht.
Jesus sagte doch schon vor langer Zeit über die talibanesken Eiferer seiner Tage: „Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist.“ (Johannes 8,44).

Bestürzend ist allerdings, was aus dem Auswärtigen Amt in Berlin kam: „Dieser abscheuliche Anschlag gegen Familien in einem belebten Park zeigt, dass sich Terrorismus in seinem mörderischen Wahn gegen alle Menschen gleichermaßen richtet - gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt, gleich welchen Glaubens und welcher Hautfarbe.“
Pardon. Wie bitte?
Dieser Anschlag gegen Familien in einem belebten Park richtete sich mitnichten gleichermaßen gegen alle Menschen, egal welchen Glaubens und welcher Hautfarbe, sondern ganz konkret gegen braune, pakistanische CHRISTEN.
Man muss das, was die Sprecherin des Außenamts hier sagt, übersetzen: Ihr Tenor: "Islam harmlos, Christen nicht gefährdet. Wir ignorieren das Offensichtliche und wollen's gar nicht so genau wissen."
Diese Radikalen können ihr Glück vermutlich gar nicht fassen, wenn sie solche Statements aus dem Westen vorgelesen bekommen.

Jesus ist der Friedefürst.
Aber er sagte auch: „Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen.“ (Apostelgeschichte 26,14). Saul erblindete und sein Leben hing am seidenen Faden, als er diese bedrohlichen Worte aus dem Mund Jesu hörte. Doch er kriegte die Kurve und bekehrte sich. Und wurde zum Apostel Paulus.
Bleibt zu hoffen, dass es den Talibs ähnlich geht.
Sonst sehe ich talibanturbanschwarz für sie.

Sonntag, 27. März 2016

Die Verwandlung aller Dinge

„Und ein Sproß wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN.
Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN.
Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren hören, sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit. Und er wird den Gewalttätigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch seiner Lippen den Gottlosen töten.
Gerechtigkeit wird der Schurz seiner Hüften sein und die Treue der Schurz seiner Lenden.
Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern. Das Kalb und der Junglöwe und das Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Junge wird sie treiben. Kuh und Bärin werden miteinander weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern. Und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind.
Und der Säugling wird spielen an dem Loch der Viper und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle der Otter.
Man wird nichts Böses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg. Denn das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein, wie von Wassern, die das Meer bedecken.“
Jesaja 11,1-9.

Jesus hat gelehrt, dass der Stärkere dem Schwächeren dienen soll. (Deswegen wusch er seinen Jüngern die Füße, als diese miteinander darüber stritten, wer der Größte unter ihnen sei).
Doch in der Natur sehen wir, wie der Stärkere den Schwächeren dominiert und zum Schluss auffrisst. Der Mensch beobachtet das, ist beunruhigt und fühlt sich irgendwie nicht heimisch. Er weiß intuitiv, dass da etwas nicht stimmt. Ein liebender Gott kann unmöglich von Anfang an gewollt haben, dass der Wolf die Lämmer reißt, der Fuchs Bambi blutig abwürgt und sich zum Schluss die Geier über den Rest hermachen.
Man päppelt ein Amselküken auf, lässt es fliegen, nur um dann zu sehen, wie es ein Sperber schlägt.

Mancher faselt sich dann zwar Zeug zusammen wie: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.“ Doch der Zustand der Welt wurde erst durch den Sündenfall so, wie er ist.
Der Tod war nicht von Anfang an Teil der Schöpfung.

Die obigen Schriftstelle aus Jesaja ist ein wunderbarer Ostertext, denn er blickt über die Auferstehung hinaus in die Zukunft und verheißt uns eine Welt, die vom Kopf wieder auf die Beine gestellt ist, eine Welt voller Harmonie und Frieden, in der aggressive Neigungen wieder in schöpferische Energie umgewandelt wurden.

Paulus drückt es so aus:
„Das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat - auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.“ (Römer 8,19-21).

Hoffentlich ist es bald soweit.

Frohe Ostern!

Freitag, 25. März 2016

Karfreitag 2016

„Es ist vollbracht!“
Johannes 19,30.

Heute ist Karfreitag, neben Weihnachten der höchste christliche Feiertag im Jahr. An einem solchen Tag vor rund 2000 Jahren hat sich die scheinbar größte Niederlage aller Zeiten ereignet. Jesus von Nazareth hatte behauptet, er wäre der Sohn Gottes. Doch statt in Macht und Pracht und Herrlichkeit auf einem Thron zu sitzen, wie es einer solchen Position angemessen gewesen wäre, hing er an einem jämmerlichen Kreuz. Die römischen Soldaten hatten ihn vorher gegeißelt und übel zugerichtet, so dass er gar nicht mehr aussah wie ein Mensch. (Jesaja 53,14). Diejenigen, die ihn sahen, schüttelten den Kopf über ihn und wandten sich ab.
Es sah aus, als wäre Jesus auf ganzer Linie gescheitert.
Doch der Gekreuzigte selbst sah das ganz anders. Im Bewusstsein, dass er alle Weissagungen über das irdische Leben des Messias erfüllt hatte, rief Jesus mit lauter Stimme: „Es ist vollbracht!“ Er triumphierte.
Dann starb er.
Nun folgten drei Tage der Grabesstille.
Der Tod hatte offenbar doch gesiegt.

Wenn man dieser Tage die Zeitung liest, möchte man auch glauben, der Tod wäre dabei, in Europa zu siegen. Denn es ist dem Islamischen Staat gelungen, Teile des Iraks und Syriens, sowie Libyens, des Sinai und Jemens zu besetzen. Und nun sind seine Zellen in Frankreich aktiv, wie die Pariser Anschläge im letzten Jahr gezeigt haben, und auch in Belgien, wo in Brüssel letzten Dienstag 31 Menschen starben und hunderte verletzt wurden.
Natürlich hat der IS auch in Deutschland seine Knechte. Frau Merkel hat ja buchstäblich die Grenzen niedergerissen und erlaubt nach wie vor in großer Zahl Reisende ohne Papiere aus Nahost ins Land.
Wir haben es hier mit einer unfassbaren Verantwortungslosigkeit zu tun.
Die „Flüchtlinge“ mögen in ihrer Mehrzahl anständige Menschen sein, doch eine geringe Zahl an strategisch eingeschleusten bösen Buben unter ihnen reicht völlig, um unsere Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Die kommunistische Stadtguerilla der Siebziger Jahre nimmt sich heute schon putzig aus gegen die Unternehmungen der radikalen Muslime, (die auch schon damals nicht ohne waren).

Mehr Überwachung und Polizeipräsenz sind nicht die Antwort.
Obwohl es in Brüssel vor Uniformen nur so wimmelte, vermochten die Attentäter vom Dienstag es problemlos, ihre Bomben zu bauen, ein Taxi zu bestellen, sich lautstark über die geringe Größe des Fahrzeugs aufzuregen, zum Flughafen zu fahren, und sich und ihr Bombengepäck vor dem Abflugschalter in Stellung zu bringen.
Der Taxifahrer hatte wegen der Absonderlichkeit seiner Fahrgäste sogar die Polizei kontaktiert.
Konsequenzen?
Keine.
Obwohl die Beteiligten der Polizei bekannt waren, obwohl die USA sie als Islamisten führten, obwohl die Türkei einen von ihnen an der Reise nach Syrien hinderte und an die Belgier überstellte, und obwohl laut der Zeitung Haaretz die Israelis den Belgiern konkrete Tipps gegeben hatten, konnten sich diese Mörder problemlos im wohlbewachten Flughafen in die Luft sprengen.
Mir kommt es manchmal so vor, als ob Europa—und auch Amerika—sich gar nicht wirklich gegen diese Bedrohung wehren wollten.
Im Auslandsjournal sagte neulich ein Mitarbeiter des israelischen Innengeheimdienstes Shin Bet, die Europäer hätten noch nicht erfasst, dass sie sich in einem Krieg des Islams mit der christlichen Kultur Europas befänden. Es werde aufgrund der gegenwärtigen Mentalität noch Jahre dauern, bis man dies begreife.
Nun kann man einwenden, dass die Europäer sich ja in ihrer Mehrzahl gar nicht mehr als Christen verstehen, dass man hier die Religion mit dem ach so viel besseren Humanismus ein für allemal überwunden hat. Das mag so sein, ändert jedoch überhaupt nichts an der Haltung des Gegners, der die Europäer einfach trotzdem für Christen hält.
Was für ein Witz.
Erst heute wurde in Paris ein neues Attentat vereitelt. In Deutschland wurden Pläne aufgedeckt und Festnahmen getätigt. Alle Welt scheint wie gebannt darauf zu warten, dass es wieder irgendwo rummst.

Die Sklaven des Todes mögen ihren Tango Mortale zur Kalaschnikow-Musik tanzen und denken, sie würden gewinnen. Das mag so aussehen. Auch vor 2000 Jahren sah es drei Tage lang so aus als ob der Tod gewonnen hätte. Doch dann passierte Ostern: Der größte Triumph Gottes, den die Menschheit je gesehen hat.
Der Feind freut sich immer zu früh.
Jesus hat das letzte Wort.

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen.“ (Matthäus 21,42).

Mittwoch, 23. März 2016

Der Terror und das Beileidstheater

„Welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht vorher hin und ratschlagt, ob er imstande sei, dem mit zehntausend entgegenzutreten, der gegen ihn mit zwanzigtausend anrückt?“
Lukas 14,31.

Am 22. März 2016 wurden in der belgischen Hauptstadt Brüssel 31 Menschen getötet und rund 250 verletzt. Grund war ein Terroranschlag, wie üblich verübt von fanatischen Anhängern der „Religion des Friedens, die überhaupt nichts damit zu tun hat.“
Und nun beginnt wieder das Beileidstheater.
Jedermann sendet tugendhaft Signale seiner Betroffenheit aus.
„Je suis Brüssel.“
Tim und Struppi weinen auf 1000 Facebook-Kanälen, (sie sind Belgier).
Das Brandenburger Tor leuchtet in den belgischen Farben schwarz-gelb-rot.
Politiker schauen ernst und sagen, es habe Versäumnisse bei der Polizei gegeben.
Blumen türmen sich am Anschlagsort.
Alle üben sich resolut in Opposition gegen etwas diffus Böses, das mit nicht näher benannten Mitteln irgendwie gestoppt werden muss. So drückt man mit traurigen Emojis moralischen Mut aus und muss nichts tun.
Man macht es sich damit zu leicht.
Denn was hier abläuft, hat nichts mit dem Nihilismus ungefestigter junger Leute zu tun, sondern folgt einem Plan. Wir dürfen nicht vergessen, dass solche Terroranschläge aus Sicht der Täter dazu dienen sollen, die Moral der Betroffenen zu brechen. Man will sie weichklopfen und sturmreif schießen, bis die Zeit für eine Übernahme gekommen ist und die Unterdrückten sich entweder freiwillig unterwerfen, um Stress und Angst ein Ende zu machen, oder unterworfen werden, woraufhin eine kleine islamische Elite der großen Masse der „Ungläubigen“ fürderhin das Leben diktiert, (so geschehen in Nordafrika und Nahost).
Wäre man tatsächlich betroffen und wollte etwas ändern, dann würde man zugeben, dass der Zuzug von mehr als einer Million Mohammedaner ohne Ausweispapiere aus Kriegsgebieten ein Land nicht sicherer macht. „Bunter“ ganz bestimmt, sicherer jedoch mitnichten.
Man würde diesen Wahnsinn unterbinden.
Wir brauchen jetzt Taten.

Der Zuzug ist in geordnete Bahnen zu lenken und jeder einzelne, der kommt, ist gründlich abzuklopfen. Viele muss man wieder fortschicken.
Dies geschieht jedoch nicht. Im Gegenteil. Stattdessen würgt man die Diskussion ab und bleibt weiterhin im Ungefähren.
Werden wir hier in Deutschland erst aufwachen, wenn auch bei uns etwas explodiert?
Mir wird mulmig bei dem Gedanken an das, was danach passiert.

Die Menschen, die in Brüssel und Paris starben, waren keine böseren Menschen als die übrigen Europäer. Das Problem war und ist die defekte Beziehung Europas zu Gott. Solange sich da nichts tut, wird's nicht besser werden. Im übrigen muss jeder vor seiner eigenen Schwelle kehren, damit wenigstens die heil bleibt.

„Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“ (Lukas 13,2-3).

Dienstag, 22. März 2016

Sind Underdogs immer die Guten?

„Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie. Wenn du nun vor mir anbeten willst, soll das alles dein sein. Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“
Lukas 4,6-8.

Macht korrumpiert nicht automatisch, schon gar nicht jeden, sondern nur korrupte Menschen werden korrupter, je mächtiger sie werden.
Jesus erwies sich als unkorrumpierbar.
Das hat sich ausgezahlt. Denn heute ist ihm alle Macht gegeben, im Himmel und auf Erden.

Wir haben die Tendenz, die Machtlosen automatisch für edle Menschen und die Mächtigen für verdorben zu halten. Vielleicht schwingt da etwas von der christlichen Affinität für die Schwachen mit. Doch richtig ist diese Sicht nicht.
Es gab und gibt Politiker, die ihre Vollmacht als Verpflichtung zum Dienst am Land verstehen, und keineswegs nur ihre Ideologie durchsetzen wollen oder in die eigene Tasche scheffeln. Längst nicht alle führen sich auf wie Nero in Rom. Und es gab Entrechtete, die sich in veritable Teufel verwandelten, sobald sie ein wenig Macht bekamen. (Die Tage des Terrors während der Französischen Revolution kommen einem da in den Sinn). Und es gibt heute Millionen Machtloser und Entrechteter, die schreckliche Menschen sind. Kommen sie an die Macht, entstehen Gebilde wie der Islamische Staat.
Hitler und Stalin waren böse Menschen lange bevor sie an die Macht gelangten.
Mao war von Anfang an ein Menschenschinder. Als er mächtig wurde, war er ein mächtiger Menschenschinder und betrieb seine Schinderei im größtmöglichen Maßstab. Millionen fielen ihm zum Opfer.
Hannah Arendt sagte einst, dass der Westen in jeder Generation aufs neue von Barbaren überrannt wird. Wir nennen sie Kinder. Wir bringen ihnen jedoch früh bei, (zumindest versuchen wir das), dass der Missbrauch von Macht eine Sünde ist. Deshalb sind unsere Polizisten, Bürokraten, Richter, Politiker, Taxifahrer, usw. weniger korrupt als die in vielen anderen Ländern.
Hier regiert das Gesetz, (weshalb wir eigentlich gar keine Regierung bräuchten).
Das ist der Grund, weshalb gefühlt der halbe Globus zu uns will.
Es hat etwas mit dem unkorrupten Charakter Jesu zu tun, der sich noch häufig in uns findet. Unsere Taxifahrer zocken uns nicht ab und der Beamte will für eine Bescheinigung kein Bakschisch. Und unsere Polizisten lassen sich lieber erstechen, als dass sie einen Angreifer über den Haufen schießen, so minimalistisch gehen sie mit ihrer Macht um.
Wir müssen zusehen, dass uns das nicht entgleitet.

Freitag, 18. März 2016

Macht korrumpiert! Wen?

„Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Offenbarung 5,13.

„Macht verdirbt und absolute Macht verdirbt absolut.“
Viele kennen dieses berühmte Zitat von Lord Acton, der am Tegernsee begraben liegt.
Es wird jedoch zuverlässig falsch verstanden.
Denn der britische Baron, der diese Zeilen 1887 an seinen Freund Bischof Mandell Creighton schrieb, wollte damit nicht ausdrücken, dass die Macht die großen Männer verdirbt und sie zu bösen Menschen transmogrifiziert, was man ja durchaus annehmen könnte.
Nein.
Natürlich steigt manchen Menschen die Macht zu Kopf. Doch ihm ging es um ein anderes Phänomen. Bischof Crichton hatte nämlich Lord Acton—einen gewaltigen Historiker vor dem Herrn—gebeten, sein Buch über die mittelalterlichen Päpste zu rezensieren, und dem waren die berühmten Monsterpäpste der Reformationszeit zu gut weggekommen. Crichton hatte sie für den Geschmack von Sir John nicht mit ausreichender Schärfe kritisiert.
„Ich kann deinen Grundsatz nicht akzeptieren, dass wir Papst und König anders beurteilen als andere Menschen, mit der wohlmeinenden Annahme, dass sie nichts falsch machten.“ Der Lord führt weiter aus, dass die Macht nicht unbedingt die Mächtigen korrumpiert, sondern uns. Er beklagt den vorauseilenden Gehorsam, das Vorteilsuchen, die Einspeichelei, worüber das große Ganze vergessen wird.
„Es gibt keine schlimmere Häresie als dass das Amt seinen Inhaber heiligt,“ so dass wir dem Mächtigen durchgehen lassen, was wir anderen nie durchgehen lassen würden.

Ein Beispiel, das sich derzeit aufdrängt:
Wenn der kleine Bürger ein Gesetz bricht, etwa wenn er sich nicht innerhalb einer Frist an einem neuen Wohnort meldet, dann wird er bestraft und muss zahlen.
Wenn eine Kanzlerin jedoch kurz mal die Gesetze suspendiert und Menschen ohne Papiere und Visum ins Land einlädt, und Millionen kommen, dann sind alle, die dies bedenklich finden, neonazistische Hasser.
Sie darf, was der kleine Mann nicht darf. Abweichende Meinungen werden stigmatisiert. Nicht unbedingt von ihr selbst, sondern von ihren Unterlingen, ihren Parteien, ihren Medien.
Derlei Zustände sind, was Lord Acton bedenklich fand.

Man kann es nicht unbedingt den Politikern zum Vorwurf machen, wenn sie nach vielen Jahren im Amt empfinden, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet. Sie leben schließlich in einer Blase, in der sie größtenteils von Jasagern umgeben sind und von solchen, die etwas von ihnen wollen. Da kann einem schon einmal die Perspektive verrutschen.
Dieser Zustand ist jedoch nicht unheilbar.
Glücklicherweise leben wir zur Zeit in einer Demokratie und nicht mehr unter der Fuchtel von Papst und König. Das Schöne an der Demokratie ist, dass sie auf Revolutionen verzichten kann. Man stürzt seine scheinbar festbetonierte Regierung nicht, indem man ihr die Hütte anzündet. Man wählt sie einfach ab und der Beton löst sich in Wohlgefallen auf.
Es ist noch nicht aller Tage Abend.

Der einzige, dem die Macht nicht zu Kopf steigt und der das Lob, das ihm tagtäglich entgegengebracht wird, auch uneingeschränkt verdient, ist der Herr. Wir werden in alle Ewigkeit immer neue Facetten seines Wesens erkennen und davon begeistert sein. Die 24 Ältesten, die sich heute schon um den Thron Gottes versammelt haben und ihn schauen, rasten regelmäßig vor Begeisterung aus:

„...so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen: Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.“ (Offenbarung 4,10-11).

Donnerstag, 17. März 2016

Der gute Wille Gottes

„Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.“
Markus 1,40-42.

Die Aussätzigen in Israel hatten aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr nicht das Recht, sich Gesunden oder gar Ortschaften ungestraft zu nähern. „All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein. Unrein ist er. Allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.“ (3. Mose 13,46). Und wann immer jemand einem Aussätzigen entgegenkam, sollte er „Unrein! Unrein!“ ausrufen.

Nun kommt solch ein Aussätziger zu Jesus— und Jesus springt nicht entsetzt davon, weil der Mann sich nicht an das Gesetz gehalten hat! Er hört sich sein Anliegen an und streckt, innerlich bewegt, seine Hand aus—und rührt diese hochansteckende Person an!
Und heilt ihn!
Einfach so!
Jesus runzelte nicht die Stirn und kratzte sich nicht am Kopf, um mit diesem Kranken nun ein längliches Seelsorgegespräch zu beginnen, das vielleicht bei den Verfehlungen seiner Ahnen ansetzt und sich im Lauf von Stunden und Tagen zu den Sünden dieses Mannes vorarbeitet.
Vergebung kann nötig sein, wie Jakobus 5,16 sagt: „Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“
Doch der Herr verordnete keine Bußübungen. Irgendetwas in der Haltung und in der Stimme dieses Mannes zeigte Jesus, dass dies hier nicht nötig war.
Jesus heilte diesen ihm unbekannten Mann ohne Vorbedingungen.
Das ist ermutigend.
Angesichts der Tatsache, dass Jesus sagte, „Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht“, (Johannes 5,19), wissen wir, dass diese bedingungslose Heilung auch der Wille des Vaters war.

Gott ist viel williger, uns Gutes zu tun, als wir mit unserer Verkopftheit und unserem Bedürfnis nach Komplexität gemeinhin annehmen. („Einfache Lösungen gibt es nicht!“ „Das ist zu gut um wahr zu sein!“).

Der Apostel Johannes hat Gott erlebt wie nur wenige vor ihm.
Warum?
Die Antwort steht in 1. Johannes 4,16:
„Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.“
Möge Gott uns geben, seine Liebe zu uns zu erfassen.

Mittwoch, 16. März 2016

AfD: juchee oder oh weh?

„Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, daß ich ein König bin.“
Johannes 18,37.

„Pastor, die AfD hat in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg und vor allem in Sachsen-Anhalt gewaltig zugelegt. Viele nennen diese Partei rechtspopulistisch oder gar rechtsradikal. Hast du dazu eine Meinung?“

Meine Meinungen zu solchen Dingen sind meistens nicht besonders interessant. Auch ist das hier kein politischer Blog. Und meine Einstellungen zu politischen Parteien ändern sich hin und wieder, weil diese sich hin und wieder ändern. So fand ich die AfD unter Professor Luke gar nicht so schlecht. Wenn ich dann aber lese, dass die neue Parteichefin eine vierfache Mutter ist, die ihren Mann verlässt, um sich mit einem vierfachen Vater anderer Kinder zusammenzutun, dann finde ich das nicht so prickelnd.
Wie sagte Paulus?
„Wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?“ (1. Timotheus 3,5). Oder für die Republik?
Allerdings gibt es in der AfD auch interessante Denker und Köpfe, wie etwa diesen Professor Meuthen aus Baden-Württemberg.
Man wird sehen müssen, wie sich diese Truppe weiterentwickelt. Ich vermute, sie wird langfristig die Mitte-Rechts-Position im Parteienspektrum einnehmen, die die CDU unter der eher grünen Frau Merkel leichtsinnigerweise preisgegeben hat.

Dieser Partei jedoch Radikalität vorzuwerfen, halte ich für abwegig. Natürlich gibt es dort ganz sicher auch radikale Ansichten.
Doch wo gibt's die nicht?
Die Grünen haben einerseits den extremen, mutmaßlich rauschgiftsüchtigen Schwulenaktivisten Beck, der neulich mit einer Tüte Crystal Meth von der Polizei erwischt wurde und der laut Welt, FAZ, usw. noch in den neunziger Jahren pädophilenfreundliche Positionen propagierte.
Andererseits haben sie Kretschmann, den Chorsänger und Katholiken, der die Grünen in Baden-Württemberg zur stärksten Partei machte. Zwei Extreme unter einem Dach.

Für meine Begriffe vertritt Frau Merkel, obwohl Vorsitzende einer gemäßigten Partei, durchaus extreme Positionen. Andererseits gibt's in ihrer Koalition auch einen Seehofer, der diesen extremen Positionen ablehnend, ja feindselig gegenübersteht, wie die Mehrheit der Deutschen auch.

Mein Fazit:
Menschen folgen Leitern.
Erst in zweiter Linie folgen sie dem Programm der Leiter—wenn überhaupt.
Die Jünger folgten Jesus, obwohl sie zunächst keinen blassen Schimmer hatten, was seine Pläne waren. Sie waren begeistert von ihm als Person. Doch wann immer er versuchte, seinen Jüngern zu erläutern, um was es ihm geht, dass er zunächst nicht König sein würde, dass er leiden und sterben, und am dritten Tag auferstehen müsse, verstanden sie ihn nicht. Petrus versuchte gar, ihm dieses Programm auszureden—und handelte sich eine scharfe Abfuhr ein. (Matthäus 16).
Erst nach der Auferstehung begannen sie langsam zu erfassen, dass Jesus der Retter der ganzen Welt ist und nicht nur der Heiland Israels. Dass er die Menschen erst einmal von ihrer Sündennatur befreit und erst viel später ihr politischer König sein wird.
Sie folgten ihm, weil er eine bemerkenswerte Anziehung auf sie ausübte, nicht weil sie sein Programm verstanden.

So ähnlich geht es Politikern auch.

„Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden.“
(1. Timotheus 2,1-4).

Donnerstag, 10. März 2016

Ist Gott sauer auf dich?

Viele Christen meinen, wenn sie Gott nur hingegeben genug nachfolgen, dann haben sie keine Probleme mehr. Dann bewahrt Gott sie vor allem Ungemach und sie gleiten wie auf Rosen gebettet in ihrer Gondel den Strom des Lebens entlang, stets beschienen von einer warmen Sommersonne, während der Gondoliere romantische Weisen singt. (Ihre Ruhe ist bei vielen das eigentliche Lebensziel).
Diese Meinung ist leider utopisch.
Tatsächlich gibt Gott uns die meiste Zeit Frieden. Doch sporadisch auftauchende Probleme sind trotzdem eine Lebenskonstante. So war es auch im Leben von Jesus und Paulus, denen man schwerlich mangelnde Hingabe nachsagen kann. Wenn wir in Schwierigkeiten geraten, dürfen auch wir daraus nicht automatisch schließen, dass Gott nun sauer auf uns ist und uns verlassen hat.
Denn dies würde unseren Glauben—und damit die Kraft Gottes in unserem Leben—zunächst einmal neutralisieren.
In Römer 8,35, stellt Paulus deshalb die rhetorische Frage: „Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi?“ Unter den Begriff „Liebe Christi“ fasst er zusammen, dass Gott es gut mit uns meint, uns seine Gunst gewährt und uns seinen Segen nicht vorenthält. Die Liebe Christi besteht darin, dass er ständig an unserem Heil, (an der Lösung unserer Probleme), arbeitet.
Paulus fragt nun, was uns von der Liebe Christi trennen wird. „Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“
Ziemlich schlimme Dinge.
„Wie geschrieben steht: um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlacht Schafe sind wir gerechnet worden.“ (Römer 8,26).
Hat Gott uns verlassen, wenn diese Dinge über uns kommen? Sind Sie ein Zeichen, dass wir aus der Gnade gefallen sind?
Überhaupt nicht!
„Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.“ (Römer 8,37).
Die Schlüsselworte hier sind „IN diesem allen.“
Alle Christen erleben von Zeit zu Zeit grundlos unangenehme Dinge. Dies ist kein Indikator dafür, dass Gott uns verlassen hat. Vielmehr hilft er uns und unterstützt uns darin, mehr als Überwinder in diesem allen zu sein, d.h. mit fliegenden Fahnen gestärkt aus unseren Krisen hervorzugehen.

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Da wir in Christus sind, ist Gott nicht länger zornig auf uns. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden. Wenn's mal nicht so klappt, dann heißt dies nicht, er hat uns aufgegeben. Er arbeitet vielmehr fieberhaft an einer Lösung. Solange wir an Jesus festhalten, wird er uns nie aufgeben.
Im Gegenteil.
Er ist Spezialist darin, vermeintliche Niederlagen in große Siege zu verwandeln. (Man denke nur ans Kreuz).

Jesus macht den Unterschied.

Dienstag, 8. März 2016

Arbeiter in die Ernte!

„Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte!“
Lukas 10,2.

Am Sonntag abend waren wieder Gäste im Heilungsgottesdienst mit dabei und einer Frau, die zum ersten Mal überhaupt an einer solchen Veranstaltung teilnahm, sagte Billy Smith, unser Evangelist, auf den Kopf zu, sie habe Fibromyalgie.
Sie nickte mit großen Augen, denn sie kannte weder Billy noch kannte er sie. Sie hatten sich nie zuvor gesehen.
Dann rührte Gott sie an—und sie war geplättet.
Ihre Befindlichkeit änderte sich sofort, wie man unschwer an ihren fassungslosen Reaktionen sehen konnte.
Sie hat von Gott ein Wunder bekommen.
Denn ein Wunder ist es, wenn Gott sofort und augenblicklich die Krankheit beseitigt.
Eine Heilung ist hingegen ein Prozess.
Sie beginnt im Moment der Handauflegung (Markus 16,18) oder des Gebets und zieht sich ein wenig hin. Gott hat uns Heilung verheißen, (1. Petrus 2,14), Wunder zu wirken hat er sich vorbehalten, bzw. lässt sie von bestimmten Dienstgaben (Predigern) tun: „Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte?“ (1. Korinther 12,29).
Es sind noch viele andere wunderbare Dinge an diesem Wochenende im CGZ passiert.

Es ist wunderbar, zu sehen, wie sich der Herr im Dienst seiner menschlichen Dienstgaben als der Lebendige erweist. Wir brauchen mehr davon, mehr Träger der übernatürlichen Geistesgaben, ob sie nun spektakulär daherkommen oder nicht. Mit Gott können wir mit Leichtigkeit tun, was wir ohne Gott nie zu Stande brächten. Wir alle wollen, dass die Welt durchevangelisiert wird. Doch das geht nur mit Gottes Hilfe.

Deswegen hat Jesus seine Jünger ermahnt, immer wieder mal obiges Gebet zu beten.

Samstag, 5. März 2016

Gnadengaben der Heilungen

„Dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben..., einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist.“
1. Korinther 12,8-9.

„Der Geist teilt jedem besonders aus, wie er will.“
1. Korinther 12,11.

Wir hatten gestern einen wunderbaren und ziemlich langen Heilungsgottesdienst mit Billy Smith. Nachdem ich das Vorrecht habe, ihn zu übersetzen, habe natürlich auch ich die Leute vor mir, für die er betet.
Das Beste sind wirklich die Vorher-Nachher-Gesichter.
Eine Person kommt krank, wird von Gott berührt, und erkennt, dass sich etwas getan hat. Die Augen weiten sich, der Mund formt sich zu einem O. Ein Lächeln macht sich breit.
Diese Eindrücke sind unbezahlbar.

Billy spricht auch heute um 19:30 Uhr im CGZ, sowie morgen früh um 10:30 Uhr und am Abend noch einmal um 19:30 Uhr. Wir hatten gestern schon ein ziemlich volles Haus. Wer kann, sollte auf jeden Fall mit dabei sein.

„Jesus aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage.“
Markus 5,34.

Donnerstag, 3. März 2016

Billy B. Smith

„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.“
2. Korinther 4,7.

Billy Smith ist einer der effektivsten Heilungsprediger, die ich kenne, (und ich kenne ihn mittlerweile seit rund 30 Jahren). Trotz der wunderbare Dinge, die sich in seinem Dienst regelmäßig ereignen, hat Billy hin und wieder selber mit gesundheitlichen Anfechtungen zu tun gehabt. Dies bedeutet nichts und zeigt nur einmal mehr, dass nicht Billy der Heiler ist, sondern Jesus.
Ich habe ihn gerade getroffen und er sah schmäler aus als das letzte Mal, als ich ihn sah. Mittlerweile kann er wieder gehen, wenn auch mit Gehhilfen. Letzten November konnte er sich praktisch gar nicht mehr bewegen, da ein vor Jahrzehnten gebrochener Halswirbel Dornen ausbildete, die in sein Rückenmark unterwegs waren. (Billy war mal Footballspieler). Das ist mittlerweile behoben und es geht wieder aufwärts mit ihm.
Der Effektivität seines Dienstes tut sein eigener körperlicher Zustand keinen Abbruch. Wir werden großartige Zeiten in Gott mit ihm haben.

Paulus muss, nachdem man ihn in Lystra in Galatien gesteinigt hatte, auch zum Fürchten ausgesehen haben. Doch er ließ sich davon nicht von der Arbeit abhalten. Anderen Galatern sagte er, „Ihr wißt aber, daß ich euch einst in Schwachheit des Fleisches das Evangelium verkündigt habe, und die Versuchung, die euch mein Fleisch verursachte, habt ihr nicht verachtet noch verabscheut,  sondern wie einen Engel Gottes nahmt ihr mich auf, wie Christus Jesus." (Galater 4,13-14).
Dasselbe tun wir mit Billy.
Er dient von Freitag, dem 4. März, bis Sonntag, dem 6.3.2016, jeweils um 19:30 Uhr im CGZ.

Nochmal Engel

„Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“
Hebräer 1,14.

Da die Botschaft vom letzten Sonntag über Scheidung und Wiederheirat sicher nicht alle Hörer gleichermaßen betrifft, haben wir heute den 3. Teil der Miniserie über Engel hochgeladen. Die Predigt steht nunmehr auf der Homepage zum Download zur Verfügung.
Gottes Segen beim Hören.

Dienstag, 1. März 2016

Richten oder nicht richten? That's the question

„Pastor, Jesus sagt in Matthäus 7,1: „Richtet nicht und ihr werdet nicht gerichtet werdet.“ Nun sagt aber Paulus in 1. Korinther 5,12-13, „Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die draußen sind wird Gott richten.“ Das klingt doch nach einem Widerspruch. Sollen wir nun richten oder nicht?“

Also.
Es gibt richten. Und dann gibt es richten.
Die beiden sind nicht dasselbe.
Das Richten von dem Jesus sprach ist das Verurteilen anderer Leute wegen nichtiger Dinge. Vor allem sollen wir nicht Dinge im anderen richten, die wir selber tun. Paulus sagt hierzu in Römer 2,1: „Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, oh Mensch, jeder, der da richtet. Denn worin du den anderen richtest, verdammtet du dich selbst, denn du, der du richtest, tust dasselbe.“
Im Endgericht, wenn wir uns vor Gott für unsere Worte und Taten rechtfertigen werden, wird sich der ein oder andere selbst verdammen, da er sich selbst Dinge erlaubte, die er in anderen verurteilte. Dieses Verhalten ist verwerflich und heißt Heuchelei.

Das Problem mit diesem Richten ist eine gnadenlose Haltung dem anderen gegenüber. Wer aber Gnade empfangen will, muss auch Gnade geben.

Ganz anders verhält es sich bei dem Richten, von dem Paulus im Korintherbrief spricht. Dort hatte ein junger Mann die Reize seiner Stiefmutter entdeckt. Die war auch nicht abgeneigt und so kam es, dass Stiefsohn und Stiefmutter zusammengezogen und ein neues Paar bildeten. Als Paulus davon hörte, flippte er aus und verlangte, dass die Gemeinde umgehend Konsequenzen zieht, und zwar dergestalt, dass sie den jungen Mann und seine Stiefmutter aus der Gemeinde ausschlossen, bis diese Buße über ihre Unzucht getan hatten. Hier herrschte nach objektiven biblischen Kriterien ein Fehlverhalten. Diese Situation war klar beurteilbar und schrie nach Konsequenzen.

Die Gemeinde hielt sich an das, was Paulus vorgegeben hatte, und schloss den Mann aus. Später ermutigt Paulus die Gemeinde, den Bußfertigen wieder in die Gemeinschaft aufzunehmen, damit er nicht „etwa durch übermäßige Traurigkeit verschlungen werde. Darum ermahne ich euch, zu beschließen, ihm gegenüber Liebe zu üben. Denn dazu habe ich auch geschrieben, dass ich eure Bewährung kennenlernte, ob ihr in allem gehorsam seid. Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe auch ich.“ (2. Korinther 2,7-10).

Richten und vergeben haben durchaus beide ihren Platz in der Gemeinde Christi.

„Wenn wir uns aber selbst richteten, so würden wir nicht gerichtet.“
1. Korinther 11,31.