Dienstag, 30. Juli 2013

Heiraten in der Erholungsphase

"Pastor, meine Frau hat sich von mir getrennt. Naja. Glücklicherweise habe ich gleich darauf eine wirklich nette Frau kennengelernt, die mich jetzt heiraten will. Super Frau, passt alles. Nur dass sie kein Christ ist."

Abgesehen davon, daß Christen keine Nichtchristen heiraten:
Wenn du diese Frau allen Ernstes ehelichst, machst du zusätzlich den Fehler, "on the rebound" zu heiraten.
In der "Erholungsphase."
Will sagen, eine Scheidung ist eine in jeder Hinsicht extrem schwierige Situation. Wenn man verlassen wird, dann hat man das emotionale Bedürfnis verstanden werden zu wollen und sich anzulehnen. Man ist dann sensibel und besonders offen für freundliche Zuwendung. Die kommt unweigerlich--nicht nur bei dir--durch Menschen des anderen Geschlechts, die sich oft in einer ähnlichen Situation befinden. Man hat sich gefunden, man hat Gemeinsamkeiten, man fühlt emotionale Nähe. Und das manchmal zu einer Person, die einem vom allgemeinen Wesen her eigentlich überhaupt nicht liegt.
Hm.
Wenn man nun diese Person heiratet, heiratet man in der Erholungsphase, in der man noch nicht wieder ausgeglichen ist. Entscheidungen in der Rebound-Phase sind meist prekäre Entscheidungen. Sie rächen sich.
Tu dir das nicht an.
Woran erkenne ich, daß du noch unausgeglichen bist und nicht rational entscheidest?
Daran: Du bist dabei eine Nichtchristin zu heiraten. Als lebendiger Christ kannst du das nicht mit Überzeugung tun. Unmöglich.
Warum?
Weil das Wort Gottes hier unmißverständlich ist. Es sagt:
"Sie ist frei, sich zu verheiraten, an wen sie will, nur im Herrn muß es geschehen." 1 Korinther 7, 39.
Und:
"Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?" 2 Korinther 6, 14-15.

Ich habe deinen Fall jetzt schon öfter erlebt. Um es milde auszudrücken: Die Sache war auf Dauer jedesmal zumindest unbefriedigend. Mal hat neue Verbindung noch kürzer gehalten als die vorige. Nicht nur einmal hat es dazu geführt, daß der Gläubige versandet und abgefallen ist, und nun mit schon wieder einer neuen Person --nun ohne Trauschein--zusammenlebt, frustriert, bitter und vom Leben gedemütigt. Was mich an 1 Korinther 5, 33 erinnert: "Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten."

Laß noch ein Jahr ins Land gehen. Dann siehst du klarer.



Donnerstag, 25. Juli 2013

Unfreiwillig, passiv und allein ehebrechen?

"Es ist aber gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, daß sie Ehebruch begeht. Und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch."
Matthäus 5, 31-32

"Pastor, was Jesus da sagt, ist unverständlich. Eine Frau bricht doch nicht die Ehe, wenn ihr Mann sich von ihr scheiden läßt. Was will Jesus hier sagen?"

Passiv und allein ehebrechen ist in der Tat nur in einem sehr abstrakten und übertragenen Sinn möglich.
Jesus hat, wie in der Bergpredigt oft, zum rhetorischen Mittel der Dramatisierung gegriffen. Vieles was er dort sagt ist nicht wörtlich zu verstehen. (zB das mit dem Ausreißen von Augen oder Abhacken von Händen, denn man kann ja auch prima mit nur einem Auge das Falsche anschauen. Er hat auch selber nicht die andere Backe hingehalten, als er vor Gericht geschlagen wurde. (Johannes 18, 22f).) Er war aber friedfertig.

Bleiben wir bei der obigen Aussage zu Scheidung und Wiederheirat.
Paulus hat einen Kommentar zu dieser Stelle geschrieben. Er steht in 1 Korinther 7, 10-11. Dort erklärt er undramatisch und allgemeinverständlich, was Jesus meinte:
"Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll. Wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann. Und daß ein Mann seine Frau nicht entlasse."

Wenn jedoch Hurerei, (gr. porneia) durch eine Partei stattgefunden hat, dann ist die Beziehung in der Regel so zerrüttet, daß sie als endgültig gescheitert anzusehen ist. Man tut dann gut daran, sich neu zu orientieren. Eine Verheißung, daß der schuldige Partner sich durch unser Hoffen und Bangen ändert, gibt es nicht.

"Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. Zum Frieden hat uns Gott doch berufen. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann erretten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau erretten wirst?"
1 Korinther 7, 15-16

Dieser Satz in Vers 15 summiert, um was es dem Herrn letztendlich geht:
"Zum Frieden hat uns Gott doch berufen."

Dienstag, 23. Juli 2013

Hart an der Volksverhetzung

"Im Recht scheint, wer in seiner Streitsache als erster auftritt, bis sein Nächster kommt und ihn ausforscht."
Sprüche 18, 17

Man kann Informationen hindrehen, wie man sie braucht--solange kein zweiter kommt, der sich auskennt, und sie wieder zurechtrückt. Nur die eine Seite einer Sache zu hören setzt einen der Gefahr aus, manipuliert zu werden. Dann hat man zwar eine deutliche Meinung, die aber falsch ist. Dann ist man in einer ganz blöden Situation.

Die Medien geben oft ihr Bestes, um uns zu manipulieren.
Deswegen war ich dieser Tage ziemlich schlecht gelaunt, nachdem ich mir die Abendnachrichten angeschaut habe. Darin ging's um Amerika. Die verantwortlichen Redakteure wollten zeigen, was für ein rassistisches Volk da drüben doch wohnt. Konkret ging's darum, daß in Florida ein engelsgleicher, unbewaffneter 17-jähriger Schwarzer von einem schießwütigen Weißen aus Gründen des Rassenhasses kaltblütig umgelegt wurde. (So der Tenor des Berichts).
Zunächst wollten dennoch in Florida weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Klage erheben. Der Schütze habe klar in Notwehr gehandelt. Das Obama-Justizministerium betrieb daraufhin Aufwiegelung unter Schwarzamerikanern, so daß es nach Monaten doch zur Anklage kam. Da sprachen die Geschworenen den Schützen frei.
Und ein Aufschrei ging durch die Redaktionen. Diese Geschworenen! Rassisten allesamt! Sonst hätten sie den Täter doch verurteilt. Mieses Pack! Schlimmste Dritte Welt!
Der Freigesprochene wurde medial schuldiggesprochen. Damit endete der Beitrag im deutschen TV.
Er wirkte auf mich reißerisch und grob hetzerisch.
Denn viel zu viele Dinge, die den armen Hilfspolizisten entlastet haben, wurden überhaupt nicht erwähnt.

Zunächst war der Schütze gar kein Weißer, wie ständig behauptet. Er hat zwar einen deutschen Namen, ist aber ein US-Latino.
Zweitens hatte der ein entsprechendes Ausbildungsprogramm bei der Polizei durchlaufen. Er war als Nachbarschaftspatrouille unterwegs und trug deshalb eine Waffe, für die er eine Lizenz hatte.
Warum lief er überhaupt Streife? 
Es war es in der betroffenen Nachbarschaft fortgesetzt zu Diebstählen und Einbrüchen speziell durch schwarze Jugendliche gekommen.
Der später erschossene Jugendliche telefonierte mit einer Freundin, die ihrerseits vor Gericht die offen rassistischen Bemerkungen des schwarzen Jugendlichen wiedergab.
Es war der Hilfspolizist, der den Notruf absetzte, weil der schwarze Jugendliche ihn angriff und mit Schlägen traktierte. Das Geschrei hat die Polizei auf Band.
Der Latino wies später Prügelspuren und Hautabschürfungen auf, der tote Jugendliche nicht.
Das Gericht glaubte dem Latino, daß er, als er am Boden lag und ihm der Kopf auf den Asphalt gedroschen wurde, Angst um sein Leben hatte. Da feuerte er.
Daß der junge Schwarze starb ist unendlich traurig, auch weil Schußverletzungen normalerweise nicht gleich tödlich sind. Doch den, der sich verteidigt hat, als rassistischen Mörder darzustellen ist grob fahrlässig.

Natürlich wurde das Stand-your-ground-Gesetz Floridas ordentlich angeprangert und verurteilt, wie sich das für gerechte deutsche Journalisten gehört. Dieses Gesetz besagt, daß man vor der Gewalt nicht weichen muß, daß man sich im Fall einer tödlichen Bedrohung mit tödlichen Mitteln wehren darf.
Problem ist nur, daß der Latino sich gar nicht auf dieses Gesetz berufen hatte. Es war überhaupt kein Thema bei dieser Verhandlung. Er wurde trotzdem freigesprochen, da es keinerlei Beweise für seine Schuld gab.

Manchmal ist die Wahrheit nicht, was wir hören wollen.
Was tun wir dann? 
Drehen wir die Wahrheit hin, bis sie uns paßt? Oder akzeptieren wir sie?

Freitag, 19. Juli 2013

Gutmütig und doof?

"Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten."
1 Korinther 15, 33

Der gute König Josaphat von Juda war ein Mann nach dem Herzen Gottes, wie sein Vorvater David. Gott gab ihm und seinem Volk aufgrund seiner Gottesnachfolge Ruhe und Frieden.
Leider war Josaphat ein solch friedfertiger, versöhnungsbereiter und freundschaftsliebender Mensch, daß er sich sogar mit dem gottlosen Haus der Könige von Israel verschwägert hat, mit ihnen Bündnisse einging und gemeinsame Geschäfte zu betreiben versuchte.

Leider hat ihm das größte Probleme bereitet.

Einmal zog er zusammen mit dem bösen König Ahab von Israel in den Krieg, wobei Ahab sich als normaler Soldat verkleidete und Josaphat der einzige königlich Bekleidete blieb. (Was für ein fieser Trick von Ahab.) Josaphat entkam mit knapper Not, während Ahab trotz Verkleidung starb. Doch der Feind tötete Josaphat beinahe. Ein anderes Mal kamen er und seine Armee zusammen mit den Armeen seiner gottlosen Bundesgenossen wegen eines wahnwitzigen Feldzugs fast in der Wüste um. Der Prophet Elisa half den verbündeten Königen nur, weil der gute Josaphat unter ihnen war.

Später baute Jo Schiffe mit dem König von Israel, die Handel treiben und Gold holen sollten. Die zerschellten jedoch, weil kein Segen auf der Sache lag.
Ein Prophet kam zu Josaphat und teilte ihm mit, daß Zorn Gottes auf ihm sei, weil er mit den Feinden Gottes Bündnisse einging. Der König tat Buße und zu seinen Lebzeiten wurde es dann nicht so schlimm.
Doch führten seine falschen Freundschaften dazu, daß ein paar Jahre nach seinem Tod die Tochter der bösen Baalsanbeterin Isebel namens Atalja auf seinem Thron platznahm. Atalja stand ihrer Mutter in Sachen Götzendienst, Mordlust und Bosheit in nichts nach.
Nun herrschte Isebel quasi über Juda, nachdem sie in Israel zu Tode gekommen war, und Juda rauschte den Bach runter.
Alles wegen falscher Freundschaften.

Enge Beziehungen zu bekanntermaßen fragwürdigen Leuten sollten wir nicht eingehen. (Es sei denn, wir wollen Gott provozieren und lieben Probleme.)
Paulus sagt sogar, "Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch zurückzieht von jedem Bruder, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die ihr von uns empfangen habt." (2 Thessalonicher 3, 6).

Das ist eine klare Ansage.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Geplante Israelreise 2014

"Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, daß er uns aufgrund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen."
Jesaja 2, 3

Wir planen, vom 23.4. bis 1.5.2014 endlich einmal Israel zu besuchen.
Wollte ich schon immer mal machen. Jetzt, empfinde ich, ist die Zeit dafür da.

Heute habe ich ein Reiseprogramm vorgelegt bekommen, das schon mal ganz gut aussieht. Es ist alles dabei: Besuch in Jerusalem, der Davidstadt, dem Teich Bethesda, Via Dolorosa, Klagemauer, Gang durch den historischen Tunnel, den Hiskia fürs Wasser grub, Besuch im Garten Gethsemane, Abendmahl am Gartengrab, Bethlehem, Yad Waschem, baden im Toten Meer und eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth, und vieles mehr.

Rund 25 Reisende sind wir schon. Wenn wir 30 werden, wird alles etwas billiger. Die Kosten, inklusive Flug, werden aber nicht mehr als 1700 Euro pro Person im Doppelzimmer betragen.
Vier oder fünf Plätze sind noch offen. Hat wer Interesse?

Montag, 15. Juli 2013

Lobpreis vom feinsten

"Junge Männer und auch Jungfrauen, Alte samt den Jungen. Sie sollen loben den Namen des HERRN! Denn allein sein Name ist hoch erhaben, seine Hoheit ist über Erde und Himmel."
Psalm 148, 12-13

Wir hatten einen prima Lobpreis- und Sonntagsgottesdienst mit David Krexa und Band, (deren Mitglieder übrigens bis aus Sachsen und München anreisten). Man kann ihnen beim besten Willen keine mangelnde Energie vorwerfen.
Vielen Dank nochmal! Es war super mit euch. Wir hatten eine herrliche Zeit.

Vielen Dank auch an die Gastgeber, die die Band beherbergt haben. Gott wird euch belohnen.
Preis dem Herrn.

Unser Freund, Pastor René Stebani von der Biblischen Gemeinde Schweinfurt, hat mich wissen lassen, daß Stephan Steinle heute und morgen abend bei ihnen ist. Ich ermutige dazu, dort auch mal vorbeizuschauen.

Samstag, 13. Juli 2013

Praise Night tonight

"Singt ihm ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit Jubelschall!"
Psalm 33, 3

Heute abend um 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr machen wir Praise Night mit David Krexa und Band aus Freilassing, wo sie zur erweckten Baptistengemeinde von Davids Vater Klaus gehören.

David macht Lobpreis im U2-Stil, (sag ich jetzt mal), und hat einige schöne CDs herausgebracht, die's heute abend auch geben wird.

Ich werde ein wenig predigen, der Geist Gottes wird sich erweisen, und wir werden Jesus feiern.
Preis dem Herrn.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Heilung? Wohlstand? Grrrr?

"Geliebter, ich wünsche, daß es dir in allem wohlgeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht."
3 Johannes 2

In manchen christlichen Gruppen, Zirkeln und Kreisen wettert man gegen das sogenannte "Wohlstands- und Heilungsevangelium." Es sei von unten und nicht mit der biblischen Gesamtaussage zu vereinbaren. Die Bibel verheiße den Nachfolgern Jesu Blut, Schweiß und Tränen, Trübsal und Beschwerden. Außerdem benutze Gott Qual, Schmerz und Krankheit, um sein Volk etwas zu lehren.

Glaubt man jedoch vom obigen Vers, daß er Gottes Wort ist, daß also Gott den beliebigen Christen damit anspricht, dann ist klar, daß Gott weder gegen Wohlstand etwas hat, noch gegen Gesundheit. Denn Johannes wünscht dem geliebten Gajus beides, "daß es dir IN ALLEM wohlgeht", das wäre wohl Wohlstand, und "du gesund bist", womit er Heilung meint.
Der Herr macht hier eine klare Ansage. Er ist nicht gestorben und auferstanden, um uns nun in Drangsal zu marinieren. Die ereilt uns ab und zu als Nebeneffekt des Lebens für Jesus, ist aber nicht das Ziel, auf das Gott unser Leben zusteuert. Jesus hat gebetet, "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf der Erde." Er hat nicht gesagt, "Wie in der Hölle, so auf Erden."

Gott will daß wir nicht erst im Himmel, sondern auch hier schon Wohlergehen und Gesundheit erfahren.

Am Samstag von 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr ist Praise Night im CGZ mit David Krexa und Band. Da feiern wir die Güte unseres Herrn, seinen Wohlstand und seine Heilungskraft.
Wer will, kann kommen.

Dienstag, 9. Juli 2013

Karnevalszug oder Triumphzug?

"Das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit."
2 Korinther 4, 17

Es scheint, je besser es uns geht, desto empfindlicher werden wir und desto mehr neigen wir zum Selbstmitleid.
Ob es uns innerlich gutgeht, ist zum großen Teil eine Frage der inneren Einstellung überhaupt.

Wenn ich glaube, daß Gott mit mir ist, dann kann kommen was mag, irgendwie wird sich unter dem Strich etwas für mich verbessern. So richtig bemitleiden kann ich mich dann nicht.

Wenn mir diese Haltung fehlt und ich empfinde, daß Gott weit weg ist und ich auf mich selbst gestellt bin, dann bläst mich die kleinste Unfreundlichkeit um und ruiniert meinen Tag.

Wenn wir auf die Jahre zurückblicken: Was charakterisiert diese Jahre? Woran erinnern wir uns? An die Katastrophen und den Kampf? Oder an den Sieg, der am Ende immer für uns rauskam?

Paulus zählt in 2 Korinther 11, 23-33 zehn Verse lang auf, was ihn so alles ereilte: Schläge über die Maßen von Juden und Römern, eine Steinigung, mehrmaligen Schiffbruch, Seenot, Gefahren aller Art, Mühen und Beschwerden, Hunger, Durst, Kälte, Blöße, Sorgen um die Gemeinden, und und und.

Und dennoch spricht er oben von der "vorübergehenden Leichte der Drangsal"!

Was für ein Typ!

Damit nicht genug, sagt er in 2 Korinther 2, 14: "Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus!"
Paulus betrachtete sein Leben nicht als Aneinanderreihung größter Katastrophen oder als Karnevalszug, sondern als Triumphzug. Solche Umzüge veranstalteten die Römer nach siegreich beendeten Kriegen. Paulus sieht sich als Sieger hinter Jesus, der nun nur noch umhergeht und den Sieg feiert.

Was für eine völlig andere Perspektive!

Die müssen wir uns zu eigen machen, um in den Genuß desselben Segens zu gelangen.
Statt Trübsal zu blasen: Bedank dich bei Gott für die guten Dinge, die es in deinem Leben ja auch gibt.
Dieser Perspektivwechsel hin zur Glaubenszuversicht MUSS stattfinden, damit du ein lebenswertes Leben bekommst.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Zwei Benjaminiter namens Saul

"Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden."
2 Korinther 5, 17

Das Wort Gottes ist anders als alle anderen Bücher auf der Welt. Wenn man es ein bißchen kennt, entdeckt man im Plot geheimnisvolle Zusammenhänge, die kein Mensch hat planen können. Man sieht quasi, wie Gott auf der Klaviatur der Geschichte seine Lieder spielt.
Das sind oft Stücke über Neuanfänge, Vergebung und Verwandlung.

Nehmen wir den Stamm Benjamin.
In Richter 19 begegnen uns Benjaminiter, die wohl zulange auf einer besonders dreckigen Erotikmesse waren. Sie begehen abscheulichste sexuelle Verbrechen. Als sie von den anderen Israeliten deswegen zur Rechenschaft gezogen werden, liefern die Benjaminiter die Vergewaltiger und Mörder nicht aus, sondern decken sie.
Daraufhin beginnt ein Bürgerkrieg, in dem der Stamm Benjamin nahezu ausgelöscht wird.
Fürderhin führte man als Benjaminiter ein verachtetes Dasein.
Von Benjamin abzustammen war das Letzte.

Als Israel einen König wollte, war Gott nicht dafür. Als das Volk trotzdem einen wollte, gab Gott ihnen einen: Saul aus Benjamin.
Igitt, haben sich da viele gedacht. Ausgerechnet ein Benjaminiter.
Doch dieser Benjaminiter war ein guter Mann. Leider hat er sich im Lauf seines Lebens geändert. Auch scheint, daß König Saul nie den seinem Stamm innewohnenden Minderwertigkeitskomplex überwunden hat. So hat er sich Denkmäler gebaut, so daß nur ja niemand vergaß, was für ein großartiger Sieger er war.
Zum Schluß verwarf Gott ihn. Nicht weil er Benjaminiter war, sondern weil er Gottes Wort nicht länger befolgte. Ganz zum Schluß verfolgte er sogar den Mann Gottes namens David.
Der war Jude.
Wie Jesus. Der war auch Jude.
Nach Jesus erweckte Gott jedoch wieder einen Benjaminiter. Wieder einen Saul: den von Tarsus.
Endete der erste Saul böse, so begann der zweite Saul böse: Als Verfolger Davids, pardon, der Christen. Doch dem begegnete Jesus persönlich und warf ihn vom hohen Roß. Da veränderte sich der böse Benjaminiter Saul und wurde zum guten Paul.

Der edelste Theologe aller Zeiten stammte aus dem ehedem schwer belasteten, grundverdorbenen Stamm Benjamin.
Denn Gott macht alles neu.

Dienstag, 2. Juli 2013

Geld oder Gewissen?

"Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt."
Jakobus 5, 12

Habe heute einen Anruf von jemandem bekommen, der während einer Andreas Herrmann-Veranstaltung bei uns von Schlimmem geheilt wurde. Die Person mußte nachts mit Atemgerät schlafen und so. Seit dem Heilungsgottesdienst letztes Jahr ist jedoch alles anders. Die Krankheit ist weg, Bedarf an Atemgeräten besteht nicht mehr.
Jesus sei alle Ehre.
Die Person hat zuvor wegen dieses durch die Zustände am Arbeitsplatz hervorgerufenen Asthmas ihre Arbeit verloren und war berufsgenossenschaftlich als geschädigt eingestuft worden.
Nun war die geheilte Person nochmal beim Arzt. Der stellte keinerlei krankhaften Befund fest, drängte die Person jedoch, trotzdem Antrag auf Invalidenrente zu stellen. Heilung hin oder her, die Akten sprächen eine klare Sprache. Da läge quasi Geld auf der Straße.
Was tun?
Ich empfahl, auf die Invalidenrente zu verzichten, da keine Invalidität vorliegt, sondern eine Heilung. In die Akten kann man das ja so aufnehmen. Geheilte brauchen keine Invalidenrente. Dennoch eine zu beziehen wäre betrügerisch und widerspräche außerdem dem Geist und Gedanken der Sozialversicherung.

Eine solche Invalidenrente würde der geheilten Person zudem unmöglich machen, über ihre Heilung zu reden und so Gott zu verherrlichen. Das würde der Herr nicht wollen.

"Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern."
Psalm 51, 8