Montag, 31. Oktober 2016

Was für ein Abend...!

„Halleluja! Singt dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Frommen.“
Psalm 149,1.

Heute ist Reformationstag.
Auch vor 500 Jahren hat man gesungen, doch es besteht schon ein gewisser Unterschied zwischen Paul Gerhardt und der Outbreakband. (Wobei Gerhardt 100 Jahre nach Luther gewirkt hat. Egal). Der Unterschied besteht nicht im Glauben, denn sowohl Luther, Paul Gerhardt et al, als auch die Outbreakband glauben alle an Jesus als ihren Erlöser. Der Unterschied ist kultureller Natur.
Es wäre ein Wunder, wenn uns der neue Stil nicht noch besser gefallen würde als der alte von vor 500 Jahren. Luther hätte Gott sicher gepriesen für eine funktionierende Lautsprecheranlage, Lautsprecher der er war. Effekte hätte er bestimmt auch eingesetzt.
Nebel liegt in der Luft, die Strahler zeichnen Muster aus Licht ins Dunkel, die der Nebel richtig dreidimensional erscheinen lässt. Bässe wummern.
Apropos Bässe.
Die haben am Samstag wirklich schön gewummert und das Konzert zu einem sinnlichen Erlebnis gemacht. Wenn der Bass die Bauchdecke zum Schwingen bringt, dann muss man den Mund offenhängen lassen. Sieht zwar bescheuert aus, fühlt sich aber gut an. (Außerdem sieht einen im Dunkeln niemand).
War schon prima.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter, die selbstlos aufgebaut, abgebaut, geschleppt, getragen, gekocht, geputzt, als Ordner, als Garderobendamen, als Wasserverkäufer, als Security, als Schreiner, als Stempler, als Ticketscanner, als Begrüßer, Türsteher, Tabletthalter und Mädchen für alles mitgearbeitet und den Gästen ein unvergessliches Erlebnis bereitet haben.
Service is the soul of ministry.
Bereits anderthalb Stunden nach dem Konzert war die Halle wieder in einen Gemeindesaal verwandelt. Wir hätten gleich mit einem Gottesdienst weitermachen können.
Phänomenal.
Manche von uns kamen erst um 1:00 Uhr nachts ins Bett. Hat sich aber gelohnt.
Aus organisatorischen Gründen haben sich alle Mitarbeiter zunächst auch Tickets gekauft—bis auf mich—mit der Verheißung, den Ticketpreis nach dem Konzert wieder erstattet zu bekommen. Da saß ich also nach dem Gottesdienst im Büro, vor mir die Kasse, und wartete auf die zig Mitarbeiter, die nun sicher kommen würden.
Es kamen aber nur vier, um von ihrem Recht Gebrauch zu machen.
Die anderen betrachteten ihr Ticket als Beitrag zum finanziellen Gelingen der Veranstaltung. (War ja keine ganz kleine Kleinigkeit). Und so habe ich mir heute 20 € vom Lohn abgezogen und nachträglich auch ein Ticket gelöst.
Schön war's.
Danke natürlich auch an die Outbreakband, die längst wieder über alle Berge ist. Wir winken euch von hier aus hinterher. Macht's gut. Gott segne euch weiterhin.

Am 27. November, einem Sonntag, wird übrigens Maria Prean wieder einmal bei uns vorbeischauen. Das wird prima. Denn die Dame hat den Geist des Glaubens.

Samstag, 29. Oktober 2016

Break out mit der Outbreakband!

„Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, seine Frommen sollen laut jubeln.“
Psalm 132,16.

Nun ist es also soweit!
Heute Abend spielt die Ausbrechband bei uns, um Ihre Zuhörer zu ermutigen, auszubrechen aus den Gefängnissen, in denen sie sich möglicherweise befinden und für die Jesus den Schlüssel hat.
Ein Maler malt.
Ein Maurer mauert.
Ein Erlöser erlöst.
Jesus ist ein Erlöser. Er ist bereit, auch heute Abend alle Ketten zu sprengen.
Um 19:30 Uhr geht's los.
Für alle, die noch keine Karte haben: Die gibt's auch an der Abendkasse, zu 15 € das Stück.
See you then.

Freitag, 28. Oktober 2016

Luther in die Tonne?

„Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“
Habakuk 2,4.

Neulich haben mir zwei aufgeregte Katholiken gesagt, Hitler und Luther wären die schlimmsten Deutschen gewesen, ja, Luther wäre gar Hitlers Vorläufer gewesen, wenn man sich mal anschaut, was der so über die Juden abgelassen hat.
Das ist natürlich Unsinn. Luther war Christ, Hitler ein bekennender Antichrist. Die Frucht, die sie brachten, könnte auch nicht unterschiedlicher sein.
Nun hat Luther sich zum Schluss in der Tat sehr rabaukig über die Juden geäußert. Da ist indiskutabler Mist dabei. Aber er hat ihre Häuser nicht angezündet. Von Lagern ist auch nichts überliefert. Vieles von dem, was er da sagte, entsprang, scheint mir, nicht seiner Überzeugung, sondern war darmwindiges Stammtischgepolter, (über das seine heutigen Kritiker natürlich vollkommen erhaben sind). Überhaupt, die Juden waren nicht sein Lebensthema, das war vielmehr die Rechtfertigung aus Glauben, die kaum noch ein Zeitgenosse versteht.
Luther litt nämlich unter starken Verdammnisgefühlen. Die wollte er loswerden, indem er religiöse Exerzitien durchführte und andere Dinge tat, von denen er dachte, dass sie Gott gefallen könnten. Der Durchbruch kam für ihn, als Gott folgende Worte zu ihm sprach, während er in Rom auf Büßerknien eine Treppe hochrutschte: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Luther stand auf und die Reformation war geboren.
Der Gerechte wird aus Glauben leben. (Steht auch in Römer 1,17, und Galater 3,11).
Dieser Satz besagt, dass der Tod Christi am Kreuz vollkommen ausreichend ist, um den Menschen von der Verdammnis zu befreien. Sein Kreuz war ein Altar. Sein Blut wurde vergossen anstelle dessen des Sünders. Die Strafe lag auf Christus, zu unserem Frieden. Deshalb ist der Sünder nun frei. Er ist gerettet ohne eigenes Zutun. Einfach so. Aus einem Gnadenakt Gottes heraus. Alles, was der Sünder tun muss, um in den Genuss vollumfänglicher Errettung zu kommen, ist, dieses Erlösungswerk für sich zu akzeptieren und Jesus als Retter in sein Leben einzuladen.
Aber!
Dazu muss man ja erstmal an die Verlorenheit des Menschen glauben. Denn wozu brauche ich einen Erlöser, wenn es keine Verdammnis gibt? Der moderne Mensch weigert sich jedoch standhaft, solche Konzepte wie Verdammnis und Hölle für bare Münze zu nehmen, obwohl sie in der Bibel sehr wohl bare Münze sind. Er mag es gern unverbindlich. Er liebt den Zweifel, die Ambivalenz, die Unsicherheit und den Widerspruch, vor allem in religiösen Dingen. Fundamentale Gewissheit ist einfach nicht sein Ding. Die Bibel ist deshalb nicht mehr das Wort Gottes, sondern eine Ansammlung antiker Texte, geschrieben von unverbesserlichen Reaktionären.
Ein solcher Mensch wird Luther nie verstehen.
Luther hatte Angst vor der Hölle.
Er hatte Matthäus 25,41 gelesen, wo es ganz unmetaphorisch heißt: „Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.“ Dort wollte er nicht hin. Doch er wusste nicht, wie er das verhindern sollte. Und Gott zeigte ihm, dass Jesus dieses Werk bereits vollbracht hat—ganz ohne sein Zutun. Aus dem Holz des Kreuzes besteht die Arche Noah der Christen, der Geretteten vor dem Gericht. Wir müssen nur noch einsteigen, d.h. uns Jesus anschließen und seine Jünger werden.
Wer einem anderen nachfolgt ist verloren.
Wer sich mit seiner Entscheidung zu lang Zeit lässt, auch.
Gott mag es, wenn man heiß oder kalt ist, für oder gegen ihn ist. Laue Wärme findet er hingegen nicht so prickelnd. (Offenbarung 3,16). Das gegenwärtige Zeitalter des Sowohl-als-auch ist, fürchte ich, nicht nach seinem Geschmack.

Morgen spielt die Outbreakband im CGZ. Die sind entschiedene--und laute!--Nachfolger Christi. Da geht einem gleich das Herz auf.

Dienstag, 25. Oktober 2016

„Reichsbürger“?

„Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen, sei es dem König als Oberherrn oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun.“
1. Petrus 2,13-14.

Wieder ist es in Franken passiert.
Diesmal hat sich kein Muselman in die Luft gesprengt, wie in Ansbach, es hat auch kein Dschihadist mit einer Axt gewütet wie im Zug bei Würzburg. Ein Deutscher, ein „Reichsbürger“, hat in Georgensgmünd geschossen, als ein SEK seine (legalen) Waffen beschlagnahmen wollte. (Einer der getroffenen Polizisten erlag tragischerweise später seinen Verletzungen). Das zuständige Amt hatte dem Mann nämlich die „Zuverlässigkeit“ aberkannt, weil er er zuvor Amtsmitarbeiter, die mal in seinen Waffentresor schauen wollten, hinausgeschmissen hat.
Der Mann glaubt nämlich nicht an die Bundesrepublik Deutschland.
Für ihn existiert das Deutsche Reich der Dreißigerjahre weiter.
Nun fragt man sich natürlich, wie jemand auf eine solche Idee kommen kann. Das berührt Fragen der Identität: Jemand, der das Deutsche Reich herbeisehnt, identifiziert sich nicht mit der Bundesrepublik, wie wir sie heute vorfinden. Warum mag das so sein?

Es ist unbestritten, dass wir in absurden Zeiten leben.
Man kommt heute hierzulande bei einer Gruppenvergewaltigung mit einer Bewährungsstrafe davon, wenn man jedoch die Zwangsgebühren fürs Fernsehen mit Bildungsauftrag nicht bezahlt, wandert man ins Gefängnis.
Nach dem erfolgreichen Mainstreaming von Abtreibung puscht man nun den sozialverträglichen Selbstmord und verbrämt ihn mit dem Wort Sterbehilfe. Mit vielen klugen Argumenten wird so das Leben an beiden Enden infrage gestellt, bei den Kindern und bei den Alten.
Außerdem werden noch ganz andere Dinge gemainstreamt, jahrtausendealte Institutionen wie die Ehe werden mir nichts dir nichts umdefiniert—und wir sind da noch lange nicht am Ende.
Aus Volk wird Bevölkerung.
Bunte Vielfalt ist offiziell gut, aber nur wenn sie sich auf äußerliche Merkmale bezieht. Denn wenn jemand eine vom vorgegebenen Konsens abweichende Meinung äußert, ist er schnell rechts, ein Nazi, ein Hetzer, eine verschrobene Person, die gefälligst zu schweigen hat, aufgeklärt und umerzogen werden muss, jemand, der Facebook- und twittermäßig gesperrt, ach was vernichtet! werden muss—obwohl er womöglich nur seine Ruhe haben will, bzw. Zuflucht in Stabilität sucht, und auch nicht auf der Straße steht und krakeelt. Anhänger von Ideologien, die in anderen Teilen der Welt größten Schaden anrichten, werden dafür kritiklos willkommen geheißen. Und eine konservative Bundesregierung betreibt eine Politik, die noch vor wenigen Jahren als linksradikal durchgegangen wäre.
Unterdessen verkaufen im Berliner Görlitzer Park zugewanderte Dealer ihre Drogen unter der Nase der Polizei, die nichts dagegen unternimmt.
Diese Entwicklungen werfen in vielen Zeitgenossen Fragen auf, Fragen nach der Identität.
Wer sind wir?
Wer sollen wir sein? Wer wollen wir sein? Wer dürfen wir sein?
Wer dürfen wir wollen, sein zu sollen?
Und wohin geht die Reise?
In eine multiethnische DDR light?
Einst entstanden mitten im Römischen Reich gotische Königreiche. Wieso sollte es Deutschland mit seinen Zuwanderern anders gehen? Angesichts der momentanen, unnatürlich selbstlosen Politik entsolidarisieren sich Bürger mit dieser Republik und machen einen auf Reichsbürger.
Als ob die Wiederherstellung eines Deutschen Reiches ein erstrebenswertes Ziel wäre. Weder das Kaiserreich noch das Dritte Reich überzeugten.

Worauf kann sich eine Identität dann gründen?

Jesus hat einst am See Genezareth eine Volksmenge erst von ihren Krankheiten geheilt und dann mit Brot und Fischen gespeist. Der ein oder andere mag sich damals gedacht haben: Jetzt geht's lohos! Dieser Mann ersetzt mir Krankenversicherung und Arbeitsplatz. Wenn ich krank bin, heilt er mich, und arbeiten muss sich nicht mehr, weil er mich speist.
Den will ich als König!
Doch Jesus ließ sich nicht darauf ein:
„Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“ (Johannes 6,15).
Denn Jesus wusste, dass das Hauptproblem der Menschheit nicht schlechte Politik, sondern die Sündennatur im Herzen ist.
Dort setzte er an mit seinem Kreuzeswerk.
Wer an Jesus glaubt und ihn ganz konkret in sein Leben einlädt, der wird durch den Geist Gottes innerlich von neuem geboren. Sein Herz verändert sich. Er wird zu einem neuen Menschen. Nicht nur sind seine Sünden dann vergeben, sein ganzes Wesen ist umgekrempelt.
Christen sind Bürger des Reiches Gottes und somit im besten Sinn des Wortes Reichsbürger.
Andere Reiche können da nicht mithalten.

Egal wie's politisch um mich herum aussieht: Meine Identität entspringt nicht der Zugehörigkeit zu einem Volk oder einem Staat, sondern einzig und allein dem Christus Gottes.

„Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das REICH des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ (Kolosser 1,13-14).

Freitag, 21. Oktober 2016

So hat M. neulich das Sprachengebet empfangen

„Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen HABT, und es WIRD euch werden.“
Markus 11,23-24.

Jesus sagt, wer glaubt, dass er im Gebet etwas empfangen hat, (Vergangenheit), dem wird es werden, (Zukunft).
Man muss also eine Zeitlang glauben ohne zu sehen.
Genau dieser Moment zwischen Glauben und Sehen, zwischen Gebet und Erhörung, ist die Durststrecke des Glaubens, da liegen links und rechts die Wracks am Weg.
Wer betet und auf die anschließende Frage, ob er nun empfangen hat, sagt, „Ich weiß es nicht“, hat nicht im Glauben gebetet.
Er wird nichts empfangen.
Wer betet, muss sich auf eine Verheißung Gottes stützen und nach dem Gebet glauben, dass er empfangen hat, auch wenn er weit und breit noch keinerlei Manifestation einer Erhörung wahrnimmt.
Ihm muss es innerlich wie Habakuk gehen, der schrieb, „Der Feigenbaum blüht nicht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt seine Leistung, und die Terrassen bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen. Ich aber, ich will in dem HERRN frohlocken, will jubeln über den Gott meines Heils." (Habakuk 3,17-18).
Das kann man nicht aus dem Stegreif, einfach so.
Dazu muss man über seine Verheißung nachgedacht haben, man muss sie in sein Herz gesät haben, wo sie Zeit aufzugehen gehabt haben muss. Der Glaube wächst ganz von selbst. Man muss nicht an den zarten grünen Blättern ziehen, um das Wachstum zu beschleunigen.
So verwandelt sich die Saat nur in Gründünger.
Es gibt also manchmal eine Durststrecke zwischen Gebet und Erhörung.

M. H. kam neulich aus Baden-Württemberg in die Gemeinde, um mit mir um die Geistestaufe samt Sprachengebet zu bitten. Er empfing nicht sofort. Doch er schrieb mir vor einigen Tagen diese E-Mail:

„Guten Morgen Gert,

ich wollte Dir nur kurz Bescheid geben,  was mir gestern nach Feierabend passiert ist. Du hattest ja auch darum gebeten, Dich auf dem Laufenden zu halten ;-)
Ganz kurios…Ich habe mich nach Feierabend ins Auto gesetzt, hatte den Finger schon am Einschaltknopf meines Radios, da dachte ich, och nö…jetzt lässt Du die Kiste mal aus und denkst ein bisschen an Jesus und verbringst Zeit mit ihm.
Auf halben Weg nach Hause, überkam mich auf einmal ein seltsames Gefühl in der Bauchgegend. So als würde er sich mit irgendetwas füllen. Es stieg meinen Hals hinauf und ich hatte das dringende Gefühl etwas von mir geben zu müssen. Auf einmal fing ich an zu sprechen. Ich war so überrascht und dachte das kann nur das Sprachengebet sein! Ganz sicher war ich mir, als ich es bewusst kontrollieren wollte. Es ging zwar, aber es war immer noch dieser Drang da, etwas sagen zu müssen. Also ließ ich es „laufen“.
Vor Freude und Dankbarkeit brach´ ich in Tränen aus. Ich fühlte ganz tiefe Liebe, Dankbarkeit und Demut…extreme Demut.
Wow, das war ein extremes Erlebnis. Wie beim ersten Mal musste ich erstmal eine Nacht drüber schlafen. Unser Herr ist so mächtig und voller Gnade! Halleluja

Ich danke Dir nochmals, Gert!

Gottes Segen Dir und Deiner Gemeinde
Liebe Grüße, M.“

Das ist doch wunderbar.
M.s E-Mail illustriert in ausgezeichneter Weise beispielhaft, wie Glaube funktioniert:
„Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und wächst, er weiß selbst nicht, wie. Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zuläßt, so schickt er sogleich die Sichel, denn die Ernte ist da." (Markus 4, 26-29).

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Ed!

„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.“
1. Korinther 3,6.

Wau.
Fünf Tage mit Versammlungen liegen nun hinter uns, (Samstag bis Mittwoch). An zweien hatten wir einen interessanten Gastsprecher, unseren wunderbaren Freund Ed Traut.
Nur Ed kann tun, was er tut. Denn er ist ein Gesamtkunstwerk. Ich kann mir die Gabe, in der er dient, bei niemandem anderen vorstellen.
So ist Gott.
Er hat uns alle unterschiedlich und auf individuelle Weise einzigartig gemacht. Manche sind außerdem noch originell. Ed gehört definitiv dazu. Er ist auch privat sehr unterhaltsam.
Nächstes Jahr kommt er wieder.
Die Outbreakband kommt dagegen bereits nächste Woche ins CGZ. Am 29.10.16.

Vielen Dank nochmal an unsere selbstlosen Mitarbeiter, die bis spät dablieben und sich um alles kümmerten. Gottes besonderen Segen auf euch.

Montag, 17. Oktober 2016

Ed Traut im CGZ: heute abend und morgen

„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi.“
Epheser 4,11.

Pastoren und Bibellehrer kennt jeder, was ein Evangelist ist, wissen die meisten Zeitgenossen auch noch gerade so. Wenn's aber um Apostel und Propheten geht, dann ist die weitverbreitete Meinung, sie wären nach dem 1. Jahrhundert ausgestorben.
Es gibt sie aber auch heute noch.

Im Lauf der Kirchengeschichte haben menschliche Strukturen die göttliche Ordnung ersetzt, und an die Stelle der Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer traten Priester, Bischöfe, Kardinäle und Päpste. Und da Gott seinen eigenen Plan segnet, nicht aber die Pläne der Menschen, blieb die Amtskirche auch stets unter den Möglichkeiten des lebendigen Leibes Christi, wie wir ihn in der Apostelgeschichte abgebildet sehen. Die Apostelgeschichte ist nicht die Ausnahme, sondern sollte die Regel sein.
In der Vergangenheit war die von Menschen organisierte Kirche oft die schlimmste Verfolgerin des Leibes Christi, d.h. der tatsächlich gläubigen Christen—so wie die Hohepriester Jesus verfolgten. Als der Gott, den sie vorgaben anzubeten, in ihre Mitte trat, kreuzigten sie ihn.
Egal.
Nicht erst seit Martin Luther stellt Gott die geistlichen Ämter wieder her. (Luther war von Wirkungsmacht und Einfluss her ein Apostel, wenn er auch keine Wunder tat—obwohl! Er hat einst für die Heilung Melanchthons gebetet und wurde erhört. Er rieb Gott die Ohren mit seinen Verheißungen, wie er es ausdrückte. Dieses Vorgehen ist vollkommen biblisch).
Seit etwa 120 Jahren gibt es auch wieder Propheten. Das sind von Gott bestätigte Leute, deren Voraussagen, so sie denn welche treffen, verblüffend akkurat sind.

Wenn neutestamentliche Propheten ein persönliches Wort für jemanden haben, dann beschreiben sie auf eine Zukunft, die eintritt, wenn jemand weiterhin tut, was er tut. Sie geben keine Handlungsanweisungen! Das tat Agabus in Apostelgeschichte 11 oder 21 auch nicht. (Agabus ist übrigens der einzige neutestamentliche Prophet, der uns bei der Arbeit gezeigt wird).
Es gibt naturgemäß wenige Propheten.
Ed Traut aus Südafrika, bzw. Texas, wo er heute wohnt, ist einer.
Er ist mir seit vielen Jahren bekannt und ich habe ihn des Öfteren in Aktion erlebt. Er hat auch über mich geweissagt und was er sagte, ist tatsächlich eingetreten—auch wenn manches unwahrscheinlich klang und Jahre gebraucht hat.
Ed wird heute abend predigen, (er hat ein gutes Wort), und danach Leute aus der Versammlung herauspicken, die der Herr ihm zeigt und für die er ein Wort hat. Das werden erfahrungsgemäß nicht übermäßig viele sein. Doch er ist morgen abend ja noch einmal da.
Lass dir diese Versammlungen nicht entgehen. So oft haben wir die nicht:
Montag und Dienstag, 17.-18.10.2016, jeweils ab 19.30 Uhr.

„Nicht, wer sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern der, den der Herr empfiehlt.“ (2. Korinther 10,18).

Samstag, 15. Oktober 2016

Prima OBB-Mitarbeiterkonferenz

"Das Wort ist gewiß und ich will, daß du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen."
Titus 3, 8.

Ich freue mich, daß heute abend doch tatsächlich rund 50 eifrige Gutetatentäter zu unserer Outbreakbandkonzertmitarbeiterkonferenz gekommen sind.
Die OBB wird, wie bekannt, am 29.10.2016, um 19.30 Uhr im CGZ ein Konzert geben. Normalerweise spielt die Band vor viel größerem Publikum, (neulich vor 10.000). Dagegen ist das Ereignis bei uns praktisch ein Wohnzimmerkonzert.
Trotzdem will es gut geplant und vorbereitet sein. Wir wollen den Besuchern das bestmögliche Erlebnis geben, zu dem wir fähig sind.
An dieser Stelle also nochmal vielen Dank an alle Organisatoren und Gruppenleiter und Mitarbeiter. Ich bin begeistert von euch.

(Eine begrenzte Anzahl von) Tickets zum Spottpreis von 12,- EUR gibt's übrigens hier, bei Cvents.de:
Die Outbreakband in Geldersheim.

"Singt ihm ein neues Lied. Spielt schön auf den Saiten mit Jubelschall!." (Psalm 33, 3).

P.S.: Kommenden Montag und Dienstag ist Ed Traut bei uns. Der singt zwar nicht, ist aber ein phantastischer Prediger. Veranstaltungsbeginn auch hier 19.30 Uhr.

„Treu und Wahrhaftig“

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig.“
Offenbarung 19,11.

Die verschiedenen Namen Gottes in der Bibel beschreiben alle denselben Gott, offenbaren jedoch verschiedene seiner Eigenschaften oder Charakterzüge.
Das Phänomen ist uns wohlvertraut.
Ein Mensch kann gleichzeitig Richter sein und in seiner Freizeit die Juniorfußballmannschaft eines Vereins trainieren. Es ist dieselbe Person, jedoch in verschiedenen Positionen. Und so ist es auch mit Gott, wenn er einerseits Jahwe Shalom, der Gott des Friedens ist, andererseits aber auch Jahwe Zebaoth, der Herr der Heerscharen.
In Offenbarung 19,11, ist der Name Jesu also „Treu und Wahrhaftig.“
Hochinteressant.
Das Wort „treu“ im griechischen Urtext ist das Wort pistos und bedeutet treu, loyal und vor allem vertrauenswürdig. Jesus ist absolut vertrauenswürdig. Wenn er etwas verheißt, dann hält er es auch. Paulus unterstreicht dies in 2. Korinther 1, 20, wo er sagt: „Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns.“

So viele Verheißungen Gottes es gibt: Gott will sie alle Realität werden lassen in deinem Leben.
Kannst du das glauben?
(Der Glaube ist die Voraussetzung dafür, von Gott zu empfangen).

Und Jesus ist „Wahrhaftig.“ Das griechische Wort ist hier alethinós. Es bedeutet nicht nur aufrichtig oder wahr oder korrekt, oder sicher oder bestimmt, es bedeutet auch „real.“
Jesus ist die letztgültige normative Kraft des Faktischen.
Das heißt, er erzeugt Realitäten, an denen niemand vorbeikommt.
Das bedeutet, er findet Umstände vor, vergleicht diese mit der Realität in seinem Innern, und beugt die äußere Realität dann seinem Willen.
Besonders schön ist dies zu sehen bei der Stillung des Sturms in Markus 4,35-41: Jesus hatte gepredigt bis zum Abend. Nun war er müde und legte sich, nachdem er Befehl gegeben hatte, ans jenseitige Ufer überzusetzen, auf ein Kissen hinten im Schiff und schlief ein. Da erhob sich ein heftiger Sturmwind und die Wellen schlugen in das Schiff, so dass das Schiff sich zu füllen begann. „Und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es sich nicht, dass wir umkommen?“
Machen es nicht viele Christen heute noch genauso? Kaum tauchen Probleme auf, fragen sie Gott, ob es ihn denn nicht kümmert, dass sie umkommen.
Jesus hat da einen ganz anderen Ansatz:
„Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben?“ Die Jünger fürchteten sich sehr vor ihm und wunderten sich, dass selbst Wind und See Jesus gehorchten.
Jesus fand im Natürlichen die Realität eines Sturmes vor, glich dies mit der Realität in seinem Herzen ab und stellte fest, hier war kein Sturm vorgesehen. Der Plan des Vaters war für ihn, ans andere Ufer überzusetzen und nicht, auf den Grund des Sees zu sinken. So sprach er voller Kühnheit und Glauben zu Wind und See, und erzeugte eine neue Realität: großen Frieden.
Was für ein Unterschied zu den hilflos flennenden Jüngern.

Jesus lässt uns an seiner Fähigkeit, Realitäten zu erzeugen, teilhaben, wenn er uns in Markus 11,23, auffordert, zum Berg zu sprechen: „Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!“ Wer nun nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.
Wie sieht das praktisch aus?
Finde im Wort Gottes gute Verheißungen, die dich ansprechen, bedenke sie und glaube sie. Sie werden dir dabei helfen, zu Problemen zu sprechen und gottgemäße Realitäten in deinem Leben zu erzeugen. Falls du dich fragst, wo du anfangen könntest, dann lass dir mal diese Aussage auf der Zunge zergehen: Jesus betet: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Gottes Wille ist Himmel auf Erden.
Der Sturm war auf der Erde, im Himmel jedoch Frieden, und so befahl Jesus dem himmlischen Frieden, den irdischen Sturm zu verschlingen. Und der gehorchte.

Einst warst du ein Sünder, doch dann machte dich jemand auf das Evangelium von Jesus aufmerksam, und du glaubtest. In diesem Moment verschlang eine höhere Realität die Realität deiner Sündennatur und du wurdest geistlich von neuem geboren. Die höheren Realität des Segens und des Sieges Jesu vertilgte die alte Realität deiner Verlorenheit und deiner Gebundenheit.
So ist Gott zu dir.
Das Leben im Glauben ist ein spannendes Abenteuer, nachdem man mal auf den Trichter gekommen ist und zu erkennen beginnt, was so alles möglich ist.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Arrangierst du dich mit deinen Problemen?

„Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! Denn unsere Weinberge stehen in Blüte.“
Hohelied 2,15.

Die Achse der Klinken an der Feuerschutztür zwischen Garage und Haus war jahrelang locker. Zog man von der Hausseite aus, rutschte einem der Griff ein Stück entgegen, bediente man ihn von der Garage aus, zog man ihn in diese Richtung.
Das nervte natürlich und ich ärgerte mich praktisch jedes Mal wenn ich das Ding in der Hand hatte. Doch ich tat nichts dagegen. Vielmehr vergaß ich das Problem regelmäßig, sobald ich diese Tür überwunden hatte und im Auto saß, bzw. in der Wohnung war.
Doch als ich neulich aus einem völlig anderen Grund im Baumarkt stand, lachte mich plötzlich eine Drückergarnitur für Feuerschutztüren an. Und ich erinnerte mich an mein nerviges Miniproblem. Ich nahm das Teil mit, ließ es dann daheim einen Tag problemvergessen liegen, und baute es schließlich ein.
Ich musste nicht einmal bohren!
Nun rutscht nichts mehr. Alles passt, wackelt und hat Luft wie es soll. Und die Seufzerei wegen des Gelumpes ist einem Qualitätsempfinden gewichen.

Wir Menschen arrangieren uns viel zu oft mit unseren Problemen statt sie zu lösen. Ich plädiere für mehr Lösungsfreudigkeit. Denn wenn sich zu viele kleine Probleme ansammeln, dann leidet zum Schluss die ganze große Lebensqualität und wir fragen uns in unserer Betriebsblindheit möglicherweise auch noch warum.

Womit arrangierst du dich momentan noch?

„Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, auch die Schafe und die Ochsen; und die Münzen der Wechsler schüttete er aus, und die Tische warf er um." (Johannes 2,15).

Samstag, 8. Oktober 2016

Wer hat dem Blatt das beigebracht?

"Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so."
1. Mose 1,11.

Das erste, was Gott schuf, nachdem er Erde und Wasser getrennt hatte, waren die Pflanzen.
Ich komme darauf, weil ich gerade ein Buch über Land- und Waldbau lese.
Sehr interessant.
Dort ist gleich zu Anfang vom Kreislauf der Stoffe die Rede. Tatsächlich steht da, sogar fettgedruckt: "Nur die grüne Pflanze kann anorganische Stoffe (Nährsalze) in verwertbare organische Stoffe umwandeln. Aus organischen Stoffen entstehen hierbei anorganische Nährstoffe. Erst das grüne Blatt ermöglichte durch seine Fotosynthese das Leben auf der Erde in seiner heutigen Form und Vielfalt." (Die Verfasser sind offenbar Evolutionisten, doch das tut dieser Wahrheit keinen Abbruch).
In der Tat nehmen wir keinen Esslöffel Erde, verrühren ihn mit Wasser, und trinken ihn dann. Das würde uns nicht bekommen, obwohl in dieser Erde vielleicht alle Mineralien wären, die der Körper so braucht. Vielmehr sind wir angewiesen auf die einzige „Maschine“, die dazu in der Lage ist, Nährstoffe in einer für uns bekömmlichen Weise aufzubereiten: das grüne Blatt.
Die ganze organische Chemie steht demnach auf dem Fundament, dass nur Pflanzen anorganisches Material in organisches verwandeln können.
Wer hat dem Blatt das beigebracht?

Apropos:
Das Kohlenstoffatom ist eminent wichtig für die organische Chemie. Es hat eine überaus große Kombinationsfähigkeit und so bestehen Pflanzen und auch unser Körper zum größten Teil aus Kohlenstoff. Dass es dieses Atom jedoch überhaupt gibt, ist für namhafte Naturwissenschaftler ein größeres Wunder. Der berühmte Astrophysiker Fred Hoyle hat die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet, dass es bei einer Kernfusion von Helium und Wasserstoff genau so entstanden ist, wie wir es vorfinden: Es ist praktisch unmöglich. Seine Berechnungen haben ihn zu der Aussage bewegt: „Nichts hat meinen Atheismus so sehr erschüttert wie diese Entdeckung.“

Der Atheist Hoyle war es auch der gesagt hat: „Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung höherer Lebensformen durch Zufall ist vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado, der über einen Schrottplatz fegt und zufällig eine Boeing 747 aus den dort herumliegenden Materialien entstehen lässt. Dies gälte auch für den Fall, dass das Universum voller Schrottplätze wäre.“ Was der gute Mann sagen wollte ist, dass die zufällige Entstehung einer lebendigen Zelle nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung unmöglich ist, dass sie irgendwie erschaffen worden sein muss.
Eine Zelle ist eine Fabrik für sich.
Und man kann sie in ihrer Komplexität nicht reduzieren. Zu Deutsch: Wenn irgendein kleiner Teil der Zellfabrik nicht existieren würde, dann wäre die ganze Zelle hin. Alle Teile einer Zelle sind so aufeinander abgestimmt, dass sie einander unbedingt benötigen. Die lebende Zelle scheint irgendwann spontan entstanden zu sein, was ohne Schöpfer wiederum so wahrscheinlich ist wie: Siehe oben.
Doch der Mensch glaubt bekanntlich was er will und nicht unbedingt, was wahr ist.

Ich für meinen Teil schließe mich der Bibel an, die sagt:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.“ (Johannes 1,1-5).

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Die Superschmitta ist beendet, (doch unser Sabbatjahr geht weiter)

"Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Land Freilassung für all seine Bewohner ausrufen."
Mose 25,10.

"Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, daß sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn."
Lukas 4,18 + 19.

Die vieldiskutierte Superschmitta ist nun vorbei.
Sie endete am jüdischen Feiertag Rosch Haschanna, (Neujahr), der diese Woche stattfand.
Schmitta? fragt sich vielleicht der ein oder andere. Was ist denn das?
Das ist das hebräische Wort für Sabbatjahr.
Das biblische Sabbatjahr wiederholte sich alle 7 Jahre. (3. Mose 25).
Und das Jahr nach dem 7. Sabbatjahr, also das 50., war das sogenannte Jubeljahr. In ihm wurden Schulden erlassen, Sklaven befreit, sowie Grund und Boden an den ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben, und das Spiel begann von neuem.
Auch sollte Israel in diesem Jahr seine Felder nicht bestellen.
Insofern war das Jubeljahr eine auf Gottes Befehl hin herbeigeführte Wirtschaftskrise.
Denn wenn man nichts anbaut, kann man auch nichts ernten.
Stattdessen sollte Israel in jenem Jahr gänzlich auf den Herrn vertrauen, der ihnen im Jahr zuvor genug bis zur nächsten Ernte schenken würde. Was für die Welt wie eine Krise aussah, sollte für sie ein Festjahr sein.
Um sowas durchzuziehen, braucht man natürlich großen Glauben. Entsprechend ist auch nicht überliefert, ob Israel jemals das Jubeljahr eingehalten hat. Sehr gut dokumentiert ist jedoch, wie sie es umgangen haben.

Was sagt das Ganze uns, die wir keine Juden sind?
Diese Dinge wurden ja aufgeschrieben, damit wir etwas daraus lernen. (1. Korinther 10,11).
Also:
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich Wirtschaftskrisen in der Tat etwa alle 7 Jahre ereignen. Wir können fest mit ihnen rechnen. Deshalb ist es nicht weise, nur auf die irdische Wirtschaft zu bauen und Gott aus Geiz oder Angst außen vor zu lassen. Es ist gut, Gott mit dem, was man hat, zu ehren, indem man christliche Werke, die Mission, Bedürftige, usw. unterstützt. Man demonstriert dadurch seine Abhängigkeit vom Herrn—und feiert am Ende noch, wenn andere sich längst vor Sorgen die Haare ausraufen.

"Ehre den HERRN mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines Ertrages! Dann füllen deine Speicher sich mit Vorrat, und von Most fließen über deine Keltern." (Sprüche 3,9-10).

Wir befinden uns gegenwärtig im Zeitalter des Christus, im Zeitalter der christlichen Gemeinde. Jesus hat gesagt, er sei gekommen, "auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn." Was er damit meinte, war nichts anderes als eine Schmitta, ein Sabbatjahr: Ein Jahr der Schuldvergebung und Gefangenenfreilassung, ein Jahr des Glaubens und Friedens und Feierns—im Angesicht der Krise.
Für Christen ist streng genommen jeden Tag Sabbat, ein Tag der Ruhe, der Gegenwart Gottes, und des Friedens. Und dieser unser innerer Sabbat dauert bis Jesus wiederkommt.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Ein Wort an unsere Besucher von weiter weg

Sie „freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn. Und es glaubten, so viele zum ewigen Leben verordnet waren. Das Wort des Herrn aber wurde ausgebreitet durch die ganze Gegend.“
Apostelgeschichte 13,48-49.

Es freut mich, dass uns eine wachsende Zahl im Internet, speziell auf YouTube, entdeckt und unsere Predigten mit Gewinn hört.
In den letzten Wochen kamen am Sonntag interessierte Hörer teils von weit her aus Oberbayern, Mittelfranken, Hessen und anderen Orten in den Gottesdienst, wo ich mich gefreut habe, sie begrüßen zu können. Gern nehme ich mir da auch Zeit für ein Gespräch—wo möglich. Denn manchmal ist es so, dass Gespräche bereits anberaumt sind und es ist wirklich schade, nur ein paar Minuten für Besucher Zeit zu haben, weil jeder dann wieder los muss. Vor allem, wenn die lieben Geschwister zwei, drei Stunden fahren, um am Sonntag mal mit dabeizusein.
Deshalb meine Bitte: Schreibt eine kurze E-Mail, kündigt euch an, nennt euer Anliegen, (sofern ihr eines habt), und ich schaue, dass ich Zeit für euch habe.
Ich bete gern mit euch, auch um Heilung oder die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Das sind Anliegen, die in vielen Gemeinden sträflich zu kurz kommen.
Doch diese Dinge schüttelt man sich nicht aus dem Ärmel.
Natürlich kann man ein billiges Gebet ins Blaue hinein beten und das Beste hoffen. Doch so arbeite ich nicht. Wenn sich dann nämlich nichts tut, ist der Betreffende demoralisiert und sein Glaube geschwächt—vielleicht sogar nachhaltig, wenn er in einer Umgebung lebt, die den Geist des Glaubens nicht hat.
Ich bete also nicht für dich, wenn ich empfinde, dass es dafür zu früh ist.
Um wirklich helfen zu können, muss ich wissen, wo ihr im Glauben steht und was ihr zu empfangen im Stande seid. Der eine empfängt sofort, der andere muss zuerst vielleicht noch ein Buch zum Thema lesen oder eine Botschaft hören, die seinen Glauben stärkt, bevor er empfangen kann. Denn „der Glaube ist aus der Verkündigung [gr. akoue, dem Hören], die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“ (Römer 10,17).
Der Glaube kommt aus dem Hören von Gottes Wort. So hat Gott es festgesetzt.
Manchmal passieren Dinge im Gebet sofort, manchmal dauert es ein wenig. Das war auch bei Jesus so.
Ich möchte, dass ihr maximalen Nutzen daraus zieht, wenn ihr kommt.
So schreibt uns kurz.

„Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (Epheser 3,20-21).