Samstag, 25. Februar 2017

Die Furcht des Herrn

„Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden.“
Sprüche 14,27.

„Pastor, was ist die Furcht des Herrn?“

Die Furcht des Herrn ist ein wichtiges biblisches Konzept.
Wie lässt es sich am besten erklären?
Am besten stellt man sich das so vor: Solange man das Gesetz befolgt, ist die Polizei dein Freund und Helfer. Begehe ich jedoch einen Banküberfall und schieße zu allem Überfluss auch noch um mich, dann wird die Polizei mir nicht freundlich und hilfreich zur Seite stehen, vielmehr mutiert sie zu meinem ärgsten Feind. Ein Zusammentreffen könnte dann gar nicht gut für mich ausgehen.
Der Bürger weiß, dass Gesetze strafbewehrt sind, nicht zuletzt deshalb hält er sich an sie. Halten sich alle an die Regeln, dann haben wir die beste aller Gesellschaften. Halten wir uns nicht an die Regeln, leben wir in ständiger Unruhe.
Manche mögen das.
Weil sie das Ende nicht bedenken und nicht wissen, was ihnen entgeht.
Im Hinblick auf unser Verhältnis mit Gott empfiehlt sich das nicht, denn ihm entkommt keiner. Alle Menschen müssen eines Tages vor Gott erscheinen, um dort Rechenschaft für ihre Taten abzulegen: „Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, entsprechend dem, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.“ (2. Korinther 5,10). Wer in diesem Bewusstsein lebt, lebt in der Furcht des Herrn. Einer solchen Person bleibt der Herr für immer Freund und Helfer.

„Wir kennen den, der gesagt hat: "Mein ist die Rache, ich will vergelten", und wiederum: "Der Herr wird sein Volk richten. Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“ (Hebräer 10, 30-31).

Dienstag, 21. Februar 2017

Sei heilig!

„Seid heilig, denn ich bin heilig.“
1. Petrus 1,16.

Gott möchte, daß wir heilig sind.
Wenn man jedoch an einen Heiligen denkt, hat man standardmäßig eine etwas absonderliche Person vor Augen, eventuell mit einem leichten Hau, weltfremd und vorzugsweise mit einem Wohnort in der Wüste. Gott ist jedoch heilig, und auf ihn treffen all diese Eigenschaften definitiv nicht zu.
Was also ist Heiligkeit?
„Heilig“ bedeutet zunächst einmal lediglich „abgesondert.“
Gott möchte jedoch nicht unbedingt, dass wir uns von unserer Umgebung körperlich absondern, sondern uns innerlich von ihren schrägen Überzeugungen, skurrilen Moden und haarsträubenden Zeitgeisterscheinungen absondern und uns seine Werte aneignen und ihnen treu sind.

Jemand, der aus Heiligkeitsgründen die Einsamkeit sucht, läuft in der Tat Gefahr, absonderlich zu werden. Heilige stehen im Verdacht, sich nur noch intensivst um sich und ihre Beziehung zum Herrn zu kümmern und alles andere zu vernachlässigen. Zu heiraten, arbeiten zu gehen, Kinder zu bekommen, Beziehungen zu pflegen, würde sie nur ablenken von ihr einen großen Leidenschaft:
Sich heilig zu fühlen.
Ständig prüfen sie sich. Weil sie unbedingt heilig sein wollen, tun sie praktisch nichts mehr anderes, als nur noch ihr Heiligkeitsempfinden zu erforschen. Natürlich fühlen sie sich nie heilig genug, um vor Gott bestehen zu können, und so dressieren sie sich noch mehr. Sie erstarren langsam und werden zu untätigen Heiligenfiguren, die man ohne weiteres in irgend eine barocke Kirche einbauen könnte.

Wer Heiligkeit so praktiziert, hat etwas missverstanden.

Das Endziel von Heiligkeit ist nämlich nicht Ultrasupersondersauberkeit, (wir sind von Gott durch den Glauben bereits angenommen und dank Jesus heilig genug, um in den Himmel zu gehen), sondern: Nächstenliebe.
Genauer genommen: Taten der Nächstenliebe.
Eine heilige Person tut gute Dinge. Dem oben zitierten Vers 16 aus 1. Petrus 1 folgt Vers 17, wo es heißt, „Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht.“
Jesus wird nicht unsere Heiligkeitsgefühle richten, bzw. loben. Vielmehr wird er ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richten.
Werk.
Wer nur fühlt, aber nichts tut, (und in der Wüste kann man wenig tun), wird auch wenig gelobt werden, egal wie heilig er sich in seinem Erdloch fühlte.
Heiligkeit schlägt sich also in Taten nieder. Guten Taten. So, wie ein Unheiliger seine Standardwerke hat, die er tut, (ich spare mir sie aufzuzählen), so tut ein Christ gute Taten. Er ist ein zuverlässiger Kollege, treuer Ehemann, treusorgender Vater, braver Steuerzahler und Nachfolger Jesu, (d. h., er macht Jesus nach), der auch mal Rücksicht auf sich selber nimmt. Sich heiligen bedeutet nicht zuletzt, in diesen Dingen besser zu werden. Und da wir im Tun guter Werke stets noch ein wenig besser werden können, hört das mit der Heiligung hier unten auch nie auf. (Vermutlich noch nicht einmal in der Ewigkeit).

Hierfür hat er uns sein Wort und Prediger gegeben, nämlich „zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi.“ (Epheser 4,12).

Freitag, 17. Februar 2017

Jesus war ausgeglichen

„Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“
Johannes 4,34.

Jesus war eine ausgeglichene Person.
Er war keinen Launen unterworfen und die Meinungen anderer Menschen hatten erstaunlich geringe Auswirkungen auf seine Alltagsbefindlichkeit. Er war weder ehrgeizig noch neidisch, noch leicht zu beleidigen. Sein Geheimnis war, den Willen des Vaters zu tun. Sein Gehorsam gegenüber Gott sättigte ihn emotional ab und machte ihn unempfänglich für Manipulationen von außen.
Nun kann man einwenden, Jesus sei schließlich Gottes Sohn gewesen und habe eine besondere Beziehung zu Gott gehabt.
Das ist zweifellos richtig.
Doch wenn man mal nachschaut, welches Werk Gottes Jesus da getan hat, das ihn innerlich so gesättigt hat, dann stellt man fest: So besonders war diese Aufgabe gar nicht.
Was hatte Jesus getan?
Er hatte an einem Brunnen vor einem Dorf in Samaria mit einer Frau über ihren Seelenzustand geredet. Er hatte ihr ihre Sünde auf ihren Kopf zugesagt, (sie lebte mit einem zusammen, mit dem sie nicht verheiratet war), und wies sie auf Gottes Güte hin und auf die Tatsache, dass er, Jesus, in der Lage sei, ihr ewiges Leben zu geben.
Jesus hat sie evangelisiert.
Auch wir können Menschen das Evangelium weitererzählen. Und wer das schon mal gemacht hat, der weiß, wie versöhnt man hinterher mit der Welt ist. Man hat Gottes Willen getan. Das fühlt sich gut an und bringt natürlich erst recht dem etwas, dem man die gute Nachricht mitgeteilt hat.
Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
Was im einzelnen der Wille Gottes für dein Leben ist, weiß ich nicht. Doch die gute Nachricht weiterzuerzählen ist immer gut—oder anderen dabei zu helfen, dies zu tun, wenn man selbst nicht dazu in der Lage ist.

Was ist die gute Nachricht?
1. Der Zorn Gottes liegt auf der Welt.
2. Gott hat einen Ort geschaffen, an dem die Gnade sprudelt und den Zorn wegnimmt: Das Kreuz Christi.
3. „Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,36).

Montag, 13. Februar 2017

Gesundheit von Gott

„Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten.
Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen.
Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.“
Psalm 103,2-5.

Es ist Februar, wir stecken mitten im Winter, und überall hört und liest man, dass die Leute kränkeln und schnüpfeln. In der Zeitung war gar zu lesen, die Notaufnahme bei uns hier sei überlastet. So habe ich gestern meinem inneren Drängen nachgegeben und wieder einmal eine Botschaft über göttliche Gesundheit gepredigt.
Heilung ist nämlich unveränderbarer Bestandteil des Erlösungswerks Jesu.
Nach dem Gottesdienst haben wir für die Kranken gebetet und ich habe gute Dinge gehört.
A. G. zum Beispiel kam mit Tränen auf den Backen und teilte mir mit, die Schmerzen in Arm/Hand, die ihr seit geraumer Zeit Probleme machten, seien verschwunden.

Es ist wunderbar, wenn Gott übernatürlich eingreift.
Oft reicht zur Krankheitsvermeidung jedoch schon, wenn man auf seinen Körper ein wenig Rücksicht nimmt und geöffneten Auges durchs Leben geht. So berichtete mir mal jemand von Schwindel und Atemproblemen. Wie sich herausstellte war sein Problem die Kragenweite, oder vielmehr -enge, seiner Hemden. Knopf geöffnet, Befreiung erfahren.
Oft reicht es schon, sich in Mäßigung zu üben: FDH und dein Gewichtsproblem ist Geschichte. (Und erzähl mir nichts von Genen und Gedöns).
Gehst du eher ins Bett, bist du morgens fitter.
Trinkst du nicht zu viel, bist du nicht so vergesslich.
Treibst du Sport, erstarrst du nicht.
Nur machen muss man's halt.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Bevor du mit Riesen kämpfst...

„Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, führte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er der nächste war. Denn Gott sagte: Damit es das Volk nicht gereut, wenn sie Kampf vor sich sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.“
2. Mose 13,17.

Bevor du mit Riesen kämpfst und das Gelobte Land einnimmst, Krisen überwindest und von Gott materielle Segnungen abholst, musst du erst Gott begegnen. Sonst geht das nicht. Denn nicht du kämpfst, (obwohl du im Natürlichen schon kämpfst), sondern Gott gibt den Sieg. Dieses Vertrauen in einen handelnden Gott bekommst du jedoch nur, wenn du Gott kennst, bzw. weißt was er von dir will und entsprechend lebst, seine Gebote hältst.
Das nennt man dann Im-Glauben-leben.

Gott hat schon dem Patriarchen Abraham das Gelobte Land verheißen. Seine Nachkommen sollten es zu gegebener Stunde einnehmen. Doch als die aus der Sklaverei in Ägypten kamen, führte Gott Israel nicht schnurstracks nach Kanaan, sondern zunächst in die Wüste.
Wozu?
Damit Israel dort Gott kennenlernt.
Zwischen Ägypten und Kanaan liegt der Sinai.
Am Sinai gab sich der Herr dem Volk zu erkennen und schloss einen Bund mit Israel. Er gab die 10 Gebote und das Gesetz. Diese Gebote und dieses Gesetz offenbaren seine Sicht der Dinge, seine Weltanschauung, sein Denken. Nun wusste Israel, wie der Gott war, der sie aus der Knechtschaft befreite. Sie erkannten, was er gut und schlecht fand, was richtig und falsch. Sie konnten sich nun diese Sicht zu eigen machen und zu Partnern Gottes werden. Nun kannten sie die Voraussetzungen, die sie erfüllen mussten, um die Verheißungen Gottes zu erlangen. So gewappnet waren sie bereit, Riesen gegenüberzutreten.
Es dauerte zwar noch ein wenig—40 Jahre—bis zur Einnahme des Landes. Doch dann fielen die unüberwindlichen Mauern Jerichos, geplättet von Gottes Wort, und das Land lag offen vor dem Volk. Israel entstand.

Mit dir verfährt Gott genauso: 1. Ägypten, 2. Sinai, 3. Kanaan.
Bevor du seine Verheißungen in Anspruch nimmst, musst du erst ihn kennenlernen und auf ihn eingehen: 1. Bekehrung, 2. Gott kennenlernen, 3. Verheißungen erlangen.
Dein Sinai ist die Bibel. In ihr erkennst du, wie Gott ist. Er wurde in Jesus Mensch.
Dein Kanaan ist dein Gebetsleben. Hier erinnerst du Gott an seine Verheißungen, hier bekommst du Erhörungen.

„Bittet, und es wird euch gegeben werden, sucht, und ihr werdet finden, klopft an, und es wird euch geöffnet werden.“ (Matthäus 7,7).

Dienstag, 7. Februar 2017

Gott hat auch einen Plan B

„Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst.
Er aber erwiderte: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst!
Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Mose, und er sprach: Ist nicht dein Bruder Aaron da, der Levit? Ich weiß, daß er reden kann. Und siehe, er geht auch schon aus, dir entgegen. Und wenn er dich sieht, wird er sich freuen in seinem Herzen.“
2. Mose 4,12-14.

Gott sagt zu Mose: Geh hin und rede zum Pharao. Ich will mit deinem Mund sein.
Und Mose erwidert: Herr, ich kann nicht reden.
Das Bild, das Mose von sich hatte, war ein anderes Bild als das, welches Gott von ihm hatte. Für Gott war Mose ein großer Redner. Der jedoch dachte sich: Kann ich nicht.
Um große Taten im Namen Gottes zu tun, muss unser Selbstbild dem Bild Gottes von uns entsprechen.
Und das klappt offenbar selbst in den besten Familien nicht immer.
Es ist egal, was Gott von uns denkt. Zum Handeln wird uns nur bewegen, was wir über uns selbst denken. Wenn wir seine Sichtweise übernehmen, gehts voran. Wenn wir bei der unseren bleiben, bleiben wir zu oft in der Wüste stecken.
Wie Mose.
Doch zum Glück hat Gott einen Plan B.
Wenn wir aufgrund unseres Unglaubens seinen Plan A ruinieren, aktiviert Gott Plan B. Plan B ist nicht so gut wie Plan A, hat weniger Leuchtkraft und Herrlichkeit. Dauert vielleicht auch länger. Das Resultat jedoch ist dasselbe.
Gott sagt: Du willst nicht reden? Auch gut. Dein Bruder Aaron kann reden. Ich rede mit dir und du sagst's deinem Bruder Aaron weiter, und der sagt dann dem Volk.
Die Beteiligung Aarons war nicht wirklich optimal. Denn Aaron hatte nicht dieselbe Stabilität wie sein Bruder. Wir erinnern uns: Während Mose auf dem Berg die 10 Gebote empfing und 40 Tage mit Gott konferierte, wurde das Volk ungeduldig und Aaron, diese Lusche, machte ihnen das Goldene Kalb. Ein größerer Verrat an Gott, Mose und dem Priestertum ist kaum denkbar.
Dennoch wurde er später Hoherpriester.
So wie Mose Aaron brauchte, so brauchte Aaron Mose.

In der Bibel sehen wir noch viele weitere Pläne B.
Eigentlich ständig.
Gottes ursprünglicher Plan mit der Menschheit war, eine gerechte, sündlose, unsterbliche Zivilisation hervorzubringen und die Welt und den Weltenraum zu kolonisieren, ja, sich untertan zu machen.
Der Hochverrat Adams, der Sündenfall, machte einen Plan B notwendig: Das Erlösungswerk Christi. Es war umständlich, anstrengend, schwierig—für Gott und Menschen. Er zog es dennoch durch.

Als Israel an der Grenze Kanaans stand, war eigentlich alles bereit für dessen Einnahme. Gott war bereit, den Sieg zu geben. Kanaan war bereit, sich besiegen zu lassen. (Josua 2, 9). Nur Israel war nicht bereit, zu kämpfen.
So aktivierte Gott Plan B: Er ließ sie 40 Tage Jahre in der Wüste umherziehen und gab das Land den Kindern der Ungläubigen, die sämtlich in der Wüste starben.

Später wollte Israel unbedingt einen König. Gott sagte: Ihr braucht keinen König, ihr habt mich. Ihr habt mein Gesetz. Als Israel jedoch nicht hören wollte, aktivierte Gott Plan B und gab ihnen Saul. Als dieser auch nicht tat, was er sollte, aktivierte Gott Plan C: David.

Gott hat auch für dich einen Plan B, wenn du aus irgendeinem Grund mit Plan A nicht zurechtzukommen glaubst.
Er überfordert dich nicht.

„Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5).

Donnerstag, 2. Februar 2017

Für jedes Problem gibt's eine Lösung

„Jubelt, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid.“
1. Petrus 1,6.

Es gibt „mancherlei“ Versuchungen.
Wer wüsste das nicht?
Die Probleme gehen uns nicht aus. Petrus spricht hier von „mancherlei“ Versuchungen. Das Wort „mancherlei“ im griechischen Urtext bedeutet „vielfarbig.“
Stimmt schon, Probleme gibt's in allen Schattierungen. Sie sind „vielfarbig.“
Ich sehe die Köpfe meiner Leser bedächtig nicken. Denn was ich sage ist nichts Neues.

Das Wort „mancherlei“ kommt im 1. Petrusbrief jedoch noch einmal vor, in völlig anderem Zusammenhang. In Kapitel 4,10 heißt es: „Dient einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes.“
Es gibt verschiedenartige Gnade Gottes.
Das Wort „verschiedenartig“ ist exakt genau dasselbe Wort wie „mancherlei“ in Kapitel 1, Vers 6, wo von Versuchungen die Rede war. Entsprechend bedeutet es ebenfalls „vielfarbig.“

Es gibt vielfarbige Versuchungen und es gibt vielfarbige Gnade.
Das Farbspektrum der Versuchungen wird abgedeckt vom Farbspektrum der Gnade.
Für jedes Problem in jeder Schattierung gibt es eine Lösung, die dem Problem den Garaus macht.

Falls du ein Problem hast und die Lösung nicht weißt, dann bitte Gott, dir jemanden zu schicken, der mit der entsprechenden Gnade ausgestattet ist und dir die Lösung bringt. Vielleicht kommt dir dann ein Buch unter oder eine Botschaft, die dir endlich—endlich!—Erleichterung verschafft. Oder es begegnet dir jemand, den Gott benutzt.
Oder du findest die Antwort beim Bibellesen im Wort Gottes.
Gott ist für dich, nicht gegen dich. Er arbeitet an deinem Heil und will dich fördern.
Aber manchmal fordert er dich auch.

„Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt.“ (1. Korinther 10,13).

Mittwoch, 1. Februar 2017

Was ist Wahrheit? Und wo stehen die Medien?

„Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?“
Johannes 18,38.

Es ist nicht zu fassen.
Man verzeihe mir, wenn ich noch mal auf den neuen Präsidenten Trump zu sprechen komme. Dies ist kein politischer Blog, doch manchmal kommt man nicht drum rum. Denn blickt man in die Medien, möchte man meinen, Amerika stehe in Flammen und versinke im Chaos. Schuld habe natürlich der Neue. Er regiere wie ein Diktator, spalte das Land und stürze, quasi im Vorbeigehen, die ganze Welt ins Unglück. Hitler sei auferstanden, der Satan habe Menschengestalt angenommen. Alle gerechten Amerikaner befänden sich bereits auf den Barrikaden, die Messer seien gewetzt, die Fackeln brennen, eine Revolution stehe bevor. Jeder aufrechte Reporter schüttelt sich vor Abscheu und Ekel vor dem Wurm im Weißen Haus.
Ist dieser Eindruck korrekt?
Denkt Amerika dieser Tage wirklich so?
Nun ist ja das Internet erfunden und es kürzt die Wege ab. So kann sich heute jeder selbst ein Bild machen. Man muss nur wissen, wo man schauen muss.
Wie in Deutschland, so gibt es auch in den USA Umfragebüros. Hierzulande kennt man etwa die Forschungsgruppe Wahlen oder Infratest dimap. Ein renommiertes amerikanisches Institut ist Rasmussen. Die befragen jeden Tag eine ausreichend große Gruppe von Bürgern, um ein repräsentatives Bild für das ganze Land zu bekommen. Themen sind unter anderem die Popularität des Präsidenten, der allgemeine Optimismuswert, usw.
Und was die zutagefördern, passt so gar nicht mit der medialen Hysterie zusammen.
So lag die Gesamtzustimmung zum Präsidenten am Dienstag bei 51 % aller Befragten, am Montag bei 53 %, am Freitag bei 55 % und am Donnerstag letzter Woche bei 59 %.
Die Mehrheit der Amis steht also hinter Trump und nicht mit Mistgabeln vor ihm.
Außerdem hat Rasmussen einen Optimismuswert von 47 % gemessen. Dies sei der höchste Wert seit 12 Jahren. Kaum zu glauben, nicht?
Der Aktienmarkt hüben wie drüben hat seit der Wahl stark zugelegt und Rekordstände erreicht. Da fragt man sich, wissen die Anleger nicht, dass Amerika im Chaos versinkt?
Oder versinkt Amerika etwa gar nicht im Chaos?
Machen uns die Medien etwas vor?
Die relevante Statistik weist in Amerika aus, dass 96 % der Parteispenden von Journalisten an Hillary Clinton gingen, die unterlegene Gegnerin von Trump.
Wir bekommen also nicht unbedingt die Wahrheit zu lesen oder zu sehen, sondern eine Version der Wahrheit: Die Welt, wie wahrhaftige aber schwer verblinkerte Journalisten sie sehen. Die lügen nicht, die können nur aus ihrer Haut nicht raus.
Trump ist definitiv nicht Jesus, ich musste in dem Zusammenhang jedoch unwillkürlich an 2. Korinther 4,4 denken, wo von den Rebellos gegen Gott die Rede ist, „denen der 'Gott dieser Welt' [El Diablo] den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.“ So sind auch diese Journalisten nicht in der Lage, ein objektives Bild des Mannes und seiner Politik abzugeben, obwohl sie es versuchen.
Das haben sie auch bei seinem Vorgänger nicht geschafft. Nur waren die Vorzeichen da anders, den mochten sie.

Gibt es die eine, unverfälschte, echte, allgemeingültige, ewige Wahrheit jenseits der Tagespolitik?
Die gibt es.
Sie hat sogar einen Namen:
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und DIE WAHRHEIT und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6).