Samstag, 30. Juli 2011

US-Default?

"Pastor, ab Dienstag sind die USA zahlungsunfähig! Die fahren die Weltwirtschaft an die Wand!"

Am Dienstag wird die Welt nicht untergehen.
Denn ganz so schlimm ist es nicht.

Es ist so: Im Moment geben die USA etwa 300 Milliarden Dollar im Monat aus. 180 Mrd davon sind Steuereinnahmen, 120 Mrd sind Schulden.

Kein Staat kann eine Schuldenquote von 40% auf Dauer schultern.

Die Oppositionspartei im Kongreß will deshalb, daß der Präsident die Ausgaben begrenzt. Denn wenn er so weitermacht, ist hier der Kollaps tatsächlich abzusehen. Das letzte Budget, das Obama vorgestellt hat, wurde vom Senat, wo seine eigene Partei die Mehrheit hat, mit 97 zu 0 Stimmen abgelehnt.
Seine Partei selbst hat seit vielen vielen Monaten überhaupt kein Budget mehr präsentiert.
Ab Dienstag muß der Präsident also möglicherweise ohne Schulden auskommen. Er kann dann nur noch Geld ausgeben, das tatsächlich hereinkommt.

Die 180 Mrd an Steuern kommen ja noch immer rein.
Eine allgemeine Zahlungsunfähigkeit findet nicht statt.

Er wird sich überlegen, welche Bereiche er bezahlen will. Sicher gibt es keine Abstriche bei den Renten. Auch Polizei und Militär wird er weiterfinanzieren, sowie den Schuldzinsdienst. So "unverzichtbare" Ministerien wie Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Verkehr, Gesundheit oder Bildung, usw., sowie die Vielzahl der von ihm ins Leben gerufenen Ausschüsse, Gruppen, Zirkel und Kreise, könnten jedoch eine Zeitlang Pause machen müssen.

Bis eine Methode, weniger Schulden zu machen, gefunden ist.

Von Gott her ist der Zweck eines Staates der innere und äußere Schutz des Volkes (Polizei und Militär), sowie die Gewährleistung einer funktionierenden Justiz.
Alles andere kann eine Gesellschaft auch ohne Staat lösen.

Wenn Amerika weiter Schulden macht wie bisher, wird es binnen kurzem zu Griechenland--auf Steroiden. Und die Welt ist nicht groß genug, um die USA zu stützen, wie die EU das mit den Griechen tut. Das Bruttosozialprodukt dieses Landes ist so groß wie das der beiden nächstgrößten zusammen, (China und Japan).
Dann haben wir eine Weltwirtschaftskrise.
Irgend jemand muß Obama also stoppen.

Ich persönlich kann Schulden nicht leiden.

"Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt."
Römer 13, 8.

Freitag, 29. Juli 2011

HD-Videos

Die freundlichen Damen und Herren von YouTube erlauben uns jetzt das Hochladen von Videos, die länger sind als eine Viertelstunde. Außerdem kann man die Filme nun auch in HD anschauen. Sogar im Vollbildmodus sind die Aufnahmen noch schön scharf.

Nun ist unseren Freunden im Internet möglich, einen größeren Teil der Gottesdienste im CGZ visuell mitzuerleben, als das zuvor der Fall war.

Prima.

"Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!"
Matthäus 10, 27

Donnerstag, 28. Juli 2011

Sabbat?

"Pastor, es gibt Christen, die legen eine besondere Betonung auf das Halten des Sabbats. Ist das richtig?"

Die Siebenten-Tags-Adventisten halten ihre Gottesdienste am Samstag, dem alten hebräischen Sabbat. Es gibt unter ihnen ganz wunderbare Nachfolger Jesu, die in biblischer Weise an die Erlösung glauben, auch wenn manche der offiziellen Glaubensaussagen der Bibel widersprechen, zB die in bezug auf die Hölle. (Die glauben an Auslöschung der Sünder, nicht an den Feuersee aus Offenbarung 21, 8).

Viele der STA-Gründer waren einst Methodisten. Kein Wunder, daß die STA-Organisation jener der Methodisten ähnelt.

Zum Sabbat:
Interessanterweise werden im Neuen Testament alle Gebote erwähnt--mit zusätzlichen Bedingungen, die über 2 Mose 20, 3-17 hinausgehen--bis auf eines.

Das einzige Gebot, das im NT nicht wiederholt wird, ist das, den Sabbat zu halten.

Es hat sich historisch so entwickelt, daß Christen den ersten Tag der Woche, den Tag der Auferstehung, als Tag der Anbetung Gottes nutzen.

Diese Dinge kann man jedoch nicht dogmatisch sehen. Genaugenommen sollte jeder Tag ein "Tag des Herrn" sein und mit ihm gelebt werden.

Die Bibel sagt, "Jetzt aber habt ihr Gott erkannt - vielmehr ihr seid von Gott erkannt worden. Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe." (Galater 4, 9-11).

Dem Herrn geht's nicht ums Sabbathalten, sondern ums Gott-Erkennen.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Warum die?

"Pastor, Sozialisten sind traditionell gottlos. Waren diese sozialistischen Jugendlichen deswegen mehr gefährdet als andere?"

Nicht unbedingt.

In Lukas 13 berichten einige Leute Jesus von Galiläern, die Pilatus meucheln ließ, während sie Gott Schlachtopfer darbrachten. Diese Galiläer waren keine Gottlosen, sondern im Moment ihrer Tötung mit religiösen Dingen befaßt.

Dennoch starben sie.

Jesus sagt dazu, "Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen."

Jesus hat die Schlachtopfer der Galiläer offenbar nicht besonders ernstgenommen. Man kann offen gottlos sein oder auch einen Anstrich von Religiosität haben. In beiden Fällen braucht man eine Änderung des Lebensstils hin zu Gott.

Jesus sagt, daß ein vor Gott wohlgefälliger Lebenswandel die Katastrophenrisiken drastisch senkt.

Die Menschen ignorieren Gott gern und sind ihre eigenen Meister.

Selig, wer endet wie Damokles.

Dieser Höfling hätte einst gern das Sagen gehabt. Da durfte er auf der Luxuspritsche des Königs platznehmen, um dessen Leckerli zu genießen.
Ein Schwert, nur mit einem Roßhaar an der Decke befestigt, hing jedoch über der Pritsche. Es deutete genau auf Damokles' Kopf und konnte jeden Moment herunterfallen.

Erst als Damokles seine ihm nicht zukommende Position aufgab, war er wieder in Sicherheit.

Wir Menschen brauchen Gott.
Er kommt mit hängenden Schwertern gut klar.

Sonntag, 24. Juli 2011

Haß

Im trauten, reichen Volksheim Norwegen hat ein Norweger ein Blutbad mit mehr als 90 Toten angerichtet.

Die Medien nennen den Täter einen "christlichen Fundamentalisten."

Das ist natürlich perfide. Und ein offenkundiger Versuch, Christen in die Ecke durchgeknallter Moslems zu stellen, fähig zu den selben Mordtaten wie diese.

Doch zwischen "Islamisten" und "Christisten" besteht ein himmelweiter Unterschied.

Christliche "Fundamentalisten" bomben und morden nicht wahllos Unschuldige im Namen der religiösen Überlegenheit. Sie sind friedfertig, lieben ihre Nächsten und sind bestrebt, nach der Bergpredigt zu leben.
Sie verdammen nicht, sie predigen Vergebung.
Sie verwunden nicht, sie heilen.

"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm."
Apostelgeschichte 10, 38.

Christen sind auch nicht rechtsradikal.
Sie schätzen Disziplin und Ordnung, haben jedoch mit dem ganzen nationalen Gedöns nicht viel am Hut. Der gemeinsame Glaube an Jesus ist Christen wichtiger als Nationalität, Stand, Herkunft oder Rasse.

Wenn man den Medien glauben kann, hat der Mörder von Oslo den militanten Islam sehr gehaßt. Er beschäftigte sich ständig damit--bis dessen Geist schließlich in ihn gefahren ist. Denn sein Verhalten unterscheidet sich nicht von dem eines beliebigen Terroristen in Bagdad oder Kandahar.
Der Mörder von Norwegen wurde zu dem, was er haßte.

Natürlich sind nicht alle Moslems terroraffin. Es gibt Bemühungen um Toleranz und Ausgleich auch unter ihnen. Im krisengeschüttelten Pakistan wurde in diesen Tagen ein Mann geehrt, den ich 2007 persönlich kennengelernt habe. Als Christ wurde er vor rund 500 Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens zum Ehrenpräsidenten des "Nationalen Friedenskommittees für Interreligiöse Harmonie" ernannt. Eine große Ehre.

Diesen um Frieden bemühten Menschen muß man Respekt entgegenbringen.

Der Täter von Norwegen war nicht um Frieden bemüht.
Er war auch keinerlei soldatischem Ideal verpflichtet. Er tötete keine Männer in der Schlacht. Er bombte feige und meuchelte unbewaffnete Jugendliche.
Was wollte er?

Eins steht jedenfalls fest:

Er. Ist. Kein. Christ.

Ich bitte meine Leser, kurz innezuhalten und für die Hinterbliebenen der Opfer und die Davongekommenen zu beten.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Wie alt ist die Welt?

Hallo Pastor Gert. Du predigst, dass die Erde älter als 6000 Jahre ist, dass Gott die Erde schuf und die Erde WURDE wüst und leer, wegen einer Katastrophe. Ich kann jedoch in keiner Übersetzung dieses Wort finden, sondern es wird immer mit "war" übersetzt. Ich hoffe, du kannst mir das näher erklären."

In der renommierten Elberfelder-Übersetzung steht bei dem Wort "war" eine kleine 2.
Diese 2 verweist auf die Fußnote Nummer 2.
Dort steht "o. wurde."
Das o. steht für oder.
Für "war" kann also auch "wurde" übersetzt werden.

Im hebräischen Urtext steht dort das Wort "hayah." Es wurde in der englischen King James-Übersetzung 67 Mal als "wurde" übersetzt und als "es geschah" 505 Mal.

Die Elberfelder-Bibelübersetzer wußten wohl, daß man eigentlich "wurde" übersetzen sollte, trauten sich aber nicht.

Bei den sieben Schöpfungstage handelt es sich meiner Erkenntnis nach um eine Wiederherstellung der Erde, die schon lange vorher existiert hat.

Es gab nämlich mal eine Zeit, in der Engel Planeten regiert haben. Dann aber ereignete sich unter ihnen eine üble Katastrophe.

"Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern [lat. Luzifer], Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen! Und du, du sagtest in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen. Doch ins Totenreich wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube." (Jesaja 14, 12-15).

Dort ist der vom Himmel gefallene Glanzstern noch nicht. Jesaja nennt aber seinen endgültigen Aufenthaltsort. Die Aussichten stehen schlecht für Teufel.

Der Apostel Judas, (der Halbbruder Jesu, nicht der Ischarioth), schrieb hierüber:
"Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt." (Judas 6).

Manche sind also schon verhaftet.

Auch Petrus spricht davon in 2 Petrus 2, 4.

Doch wir wissen nicht wirklich, was sich vor 1 Mose 1, 2 zugetragen hat. Hier besteht die Gefahr, ins Spekulieren abzugleiten.

Das sparen wir uns.

Stattdessen streben wir danach, JESUS besser kennenzulernen und nicht die "Tiefen des Satans." (Offenbarung 2, 24).

Mittwoch, 20. Juli 2011

Seelensprache?

"Pastor, im Rahmen einer Kinesiologiemethode habe ich die 'Seelensprache' erlernt. Nun treffe ich Christen, die auch in Sprachen reden. Die sagen, es bestehe ein Unterschied zwischen der esoterischen Seelensprache und der biblischen Zungenrede, auch wenn sich das ähnlich anhört."

Gott der Herr hat das Monopol auf den Heiligen Geist. Den hat der Vater an Pfingsten gesandt. Als die ersten Christen erfüllt wurden mit dem Hl. Geist, begannen sie "in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." (Apostelgeschichte 2, 4).

Nicht nur zu Pfingsten in Jerusalem sprachen Christen in anderen Zungen, sondern im ganzen Neuen Testament jenseits der Evangelien. So auch in Samaria, in Cäsarea, in Damaskus, in Ephesus, in Korinth. Überall erlebten die Gläubigen nach ihrer Bekehrung die Geistestaufe und damit einhergehend das Sprachengebet.

Jesus hat gesagt, "Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!" (Lukas 11, 13).

Wenn man Gott um den Hl. Geist bittet, bekommt man keinen anderen. Alle Furcht vor "Schwarmgeistern" und dergleichen gründet in Unglauben. Wer im Glauben bittet, empfängt das Original.

Wer in Sprachen betet, betet zu Gott.
Er spricht nicht mit dem Universum. Er versucht nicht, Energieströme zu harmonisieren. Unterstützt vom Heiligen Geist betet er Dinge, die sein Verstand nicht zu formulieren weiß.

"Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern [gemeint ist das Sprachengebet]. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß." (Römer 8, 26-28).

Gott versteht, was wir in Sprachen beten und erhört uns.

Neuere Statistiken sagen, daß von den 880 Millionen tatsächlich gläubigen Christen auf der Welt 550 Millionen dem pfingstlich-charismatischen Lager zuzurechnen sind, also in Sprachen reden. Hier finden auch die größten Zuwächse statt.

Prima.

Doch wenn nun jemand kommt und der christlichen Sprachenrede eine esoterische Seelensprache zur Seite stellt, dann muß man wissen: Der Geist, den man dort empfängt, ist nicht der Heilige Geist Gottes.

Es ist ein anderer Geist.

Denn die Geistestaufe samt Sprachengebet sind ausschließlich für bekennende Christen reserviert. Um erfüllt zu werden mit dem biblischen Hl. Geist muß man Jesus als Sohn Gottes akzeptieren und ihn als Herrn und Erlöser angenommen haben.

Man muß glauben, daß er unsere Sünden am Kreuz auf sich genommen hat, daß sein Blut stellvertretend für unseres floß. Daß sein Blut uns reinwäscht und sein Geist uns neu macht.

Wer eine Sprachenrede losgelöst vom Erlösungswerk Jesu propagiert, ist vom Teufel.

Doch daß sich geschäftstüchtige Nichtchristen christliche Inhalte aneignen, ist nicht neu.

Paulus hatte schon in Korinth mit solchen Leuten zu tun.

"Wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so macht euch das nicht viel aus." (2 Korinther 11, 4).

Er sagt jedoch auch, wer die Inspiration hinter solchen Personen ist:

"Solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.
Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen." (2 Korinther 11, 13-15).

Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Dienstag, 19. Juli 2011

Glaube und Verstand

"Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!"
Sprüche 3, 5

Klingt, als ob man seinen Verstand bei Gott an der Garderobe abgeben sollte.

So ist das aber nicht gemeint.

Vielmehr neigt der Mensch dazu, sich selber mit dubiosen Mitteln helfen zu wollen, anstatt auf Gott zu vertrauen. In den wenigsten Fällen klappt, was Münchhausen getan hat: Sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.

Abraham zog auf Gottes Geheiß von Haran nach Kanaan. Als er dort ankam, herrschte Hungersnot im Land, so daß Abraham einfach weiter nach Süden zog.
Als er in Ägypten ankam, fürchtete er wegen seiner schönen Frau um seinen Hals.

Damals kam's schonmal vor, daß man eine schöne Frau zur Witwe machte, um sie selber zu heiraten. (David?)

Abraham sagte also zu seiner Frau, "Sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir gut geht um deinetwillen und meine Seele deinetwegen am Leben bleibt." (1 Mose 12, 13).

Als Bruder bleibt er am Leben.
Und wenn jemand seine Schwester heiraten will, muß der mit ihm, dem Bruder, verhandeln. So war das in jenen patriarchalen, fratriarchalen Gesellschaften. (Er ist ja tatsächlich ihr Halbbruder, 1 Mose 20, 12).
Abraham denkt also, er kann etwaige Freier abwimmeln. Er gibt seine Schwester einfach nicht her.
Ein todsicheres Arrangement.
Aufgebaut auf eine Lüge.

Abraham verläßt sich auf seinen Verstand, nicht auf den Herrn. Denn der Herr ist kein Lügner.
Auch hatte ihm der nur befohlen, nach Kanaan zu ziehen. Der Herr hätte ihn im Land der Hungersnot versorgt. Gott kann das. (Man frage Isaak, Elia, Elisa, die 5000, die 4000...)

Nun hält um Sarahs Hand ausgerechnet die eine Person an, die Abraham nicht abwimmeln kann: der Pharao.

Abrahams Plan fällt in sich zusammen.

Nun ist er seine Frau los, auch wenn sich die zweite Hälfte seines Plans erfüllt: Es geht ihm materiell gut um ihretwillen.

Doch was taugen Schafe und Rinder und Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele, wenn sich ein anderer der geliebten Frau bedient? Abraham muß sehr unglücklich gewesen sein. Sarah natürlich auch.

Große Plagen kamen wegen der Haremsaufnahme Sarahs über den Pharao und sein Haus--bis alles herauskam: Die Frau war schon verheiratet!

Abraham wurde mit Schimpf und Schande aus Ägypten verjagt. Pharao ließ ihn von einer Militäreskorte nach Kanaan geleiten.

Und der Patriarch war wieder, wo er sein sollte.

"Und er ging auf seinen Tagemärschen vom Süden bis nach Bethel, bis zu der Stätte, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai, zu der Stätte des Altars, den er vorher dort gemacht hatte. Und Abram rief dort den Namen des HERRN an." (1 Mose 13, 3-4).

Manches Leid ist völlig unnötig. Es findet statt, weil wir auf unseren Verstand vertrauen und nicht auf den Herrn.

Gottes Pläne stützen sich nicht auf unseren Verstand mit seinen Halbwahrheiten, seiner Verschlagenheit und Hinterlist.

Gott ist Licht.

Samstag, 16. Juli 2011

Die Schweigespirale

"Niemand jedoch sprach öffentlich von ihm aus Furcht vor den Juden."
Johannes 7, 13

Es gibt ein interessantes altes Buch mit dem Titel, "Die Schweigespirale." Darin wird die Tatsache fesgestellt, daß der Mensch den Mund hält, wenn er sich mit seiner Meinung in der Minderheit wähnt.

Auf dem Laubhüttenfest in Johannes 7 waren viele Teilnehmer sehr an Jesus interessiert. Da die Leiter des Volkes Jesus jedoch zu töten trachteten, (Johannes 7, 1), schwiegen die Interessierten. Aus Furcht.

Der angesehene Ratsherr Josef von Arimathia war ein Jünger Jesu, "aber ein geheimer aus Furcht vor den Juden." Der kam und bat Pilatus um den Leib Jesu, um ihn zu bestatten, was Pilatus gestattete.

Der Geheimjünger Josef war im Rat präsent, als man Jesus verurteilte. Doch er schwieg, auch wenn er in ihren Rat und ihre Tat nicht einwilligte und Jesus später in seinem eigenen Grab bestattete.

Wir wollen Josef mal nicht verurteilen. Es ist schon schwierig, eine Meinung zu äußern, wenn alle anderen nicht mit einem übereinstimmen.

Genau diese Furcht ist der Grund, weshalb die meisten Christen unter Ungläubigen so gut wie nie über ihren Glauben reden. Sie nehmen einfach an, alle anderen wären an Jesus nicht interessiert.
Doch das stimmt nicht.
Es gibt immer einzelne, die offen sind.

Am besten ist, sich allgemein als Christ zu outen und dann zu warten, bis einen jemand darauf anspricht. In diesem Fall ist man mit dieser Person vermutlich allein. In diesem Fall ist man nicht mehr in der Unterzahl, sondern hat ein Mandat, zu reden. Dann hast du eine goldene Gelegenheit.

Kannst du deine Bekehrungsgeschichte innerhalb von zwei Minuten rüberbringen?

Jesus schaffte das, wie mir scheint, in Johannes 4 bei der Frau am Brunnen ganz locker. Sie war der Schlüssel zu ihrem Dorf, wo er sich auf Bitten der Bewohner einige Tage aufhielt und sie alle zu Gläubigen machte.

Dräng dich nicht auf. Jesus ist kein Sonderangebot.
Es geht auch nicht darum, dich als Superevangelisten zu profilieren, sondern um die verlorene Person.

Sei aber bereit, über deinen Glauben zu reden, wenn die Gelegenheit im Raum steht.

Dienstag, 12. Juli 2011

Stephan Steinle in SW

Heute abend nochmal spricht unser Freund Evangelist Stephan Steinle bei unseren Freunden in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt. Die befindet sich in der Kornacherstr. 15, gegenüber dem Arbeitsamt.

Stephan evangelisiert vorrangig in Südasien. Sicher berichtet er auch heute davon.

Daß er in der BGS spricht und nicht bei uns im CGZ hat keine tiefere Bedeutung. Er wäre ganz sicher auch zu uns gekommen, wenn ich ihn heuer eingeladen hätte.

Ich ermutige uns vom CGZ in der BGS vorbeizuschauen und die Versammlungen dort zu unterstützen.

Um 19.30 Uhr geht's los.

Montag, 11. Juli 2011

Wunderbares

Wir hatten ein prima Wochenende.
Lobpreisabend am Samstag mit 36 Erwachsenen im engeren Kreis. Dafür haben sich zwei Besucher bekehrt. Die Veränderung vorher/nachher in der Erscheinung der Bekehrten verblüfft mich immer wieder.

Außerdem ist am Sonntag noch passiert:

I.B. hatte mir letzte Woche im Bistro ihr Leid mit ihrem seit Wochen ständig schmerzenden Schienbein geklagt. Schließlich habe ich für sie gebetet, inmitten von Geschirrgeklapper und Tischgeplapper. Diesen Sonntag nun berichtete sie mir, daß sie seit einer Woche schmerzfrei sei. So konnte sie am Putztag samstagvormittags mitmachen.

Gerade hat mich noch eine Email von S. erreicht. Sie ist auferbauend. Ich geb' sie einfach weiter:

"Hallo Pastor Gert

Heute Nacht habe ich zum ersten Mal seit einer Woche OHNE Hüftschmerzen durchgeschlafen. Dein Gebet war kraftvoll und ich habe schon beim Auflegen der Hände gespürt, daß irgendwas fließt.
Preise den HERRN! Ich bin Jesus so dankbar!
Obwohl ich erst etwas Angst hatte zu Dir nach vorne zum Gebet zu gehen, habe ich allen Mut zusammengefaßt und bin gegangen, denn die Schmerzen und die Not waren so groß und der HERR hat mich durch Dein Gebet angerührt und von den Schmerzen befreit.
Der Schwindel ist noch nicht ganz weg, aber ich bin guter Zuversicht, daß das auch bald weg ist.

Hab´ heute früh schon einen Freudentanz für Jesus aufgeführt!

Gruß S."

Jesus sei alle Ehre.
Heilung gehört mit zum Erlösungspaket.

"Der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid." 1 Petrus 2, 24.

Das muß gepredigt werden!
Dann passiert es auch häufiger, daß Menschen geheilt werden.

Samstag, 9. Juli 2011

Praise Night

Heute abend findet wieder ein Lobpreisgottesdienst statt.

In Apostegeschichte 13, 2 heißt es, "Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist..."

"Dem Herrn dienen" bedeutet auch, ihn zu loben und zu preisen. Das tun wir heute abend. Als die Gemeinde in Antiochia das tat, "sprach der Heilige Geist."

Wer weiß, vielleicht spricht Gott ja auch zu uns?

Für die Kranken beten wir auch.

Freitag, 8. Juli 2011

Eine Weigerung?

"Pastor, Christen wollen an Vergebung. Das bedeutet, ihr weigert euch, Verantwortung für euren Taten zu übernehmen."

Diese Behauptung ist atemberaubend in ihrer Kurzsichtigkeit.

Zunächst: Nein. Christen weigern sich nicht, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Das geht gar nicht, weil Gott nämlich jeden Menschen für seine Taten zur Verantwortung ziehen wird, ob er das will oder nicht. Das gilt für Christen wie Stänkerer.

"Wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder zurückbekomme, was er durch den Körper gewirkt hat, entsprechend dem, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses."
2 Korinther 5, 10

In Offenbarung 20, 11-15 steht die Menschheit vor dem Großen Weißen Thron, wo sie ihren Werken gemäß gerichtet wird. Dort werden ziemlich genaue Untersuchungen angestellt. (Was Jesus in Matthäus 12, 36 klar und deutlich ausspricht, "Ich sage euch aber, daß die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts.")

Doch dann kommt's:
"Wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen." Offenbarung 20, 15.

Jeder Mensch steht im Buch des Lebens eingeschrieben. Wenn er aber in seinen Sünden stirbt, dann wird er aus diesem Buch ausgelöscht.

Mose betete einst für das kalbsumtanzende Israel und sagte zu Gott, "Wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus."

Und was sagt Gott, "Der HERR aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buch aus." 2 Mose 32, 33.

Über Sünder heißt es, "Sie sollen ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten!" Psalm 69, 29.

Menschen werden eingeschrieben mit den Gerechten, wenn sie Jesus annehmen.

Es geht im Christentum nicht darum, keine Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. Vielmehr wissen Christen, wenn sie vor Gott nur ihre Taten vorweisen, dann sind die nicht gut genug, um Einlaß in den Himmel zu finden. Sie kommen als Verlorene, die auf Gnade hoffen. Diese Gnade hat ihnen Jesus am Kreuz erkauft.

Verantwortungslos ist, ohne Jesus in die Ewigkeit zu gehen.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Esochrist?

"Pastor, Esoteriker wirken nicht so angestaubt wie die Kirchen. Sie benutzen dieselben Schlagworte wie Christen. Ist Esoterik gar das wahre Christentum?"

Sicher gibt es angestaubte Kirchen. Das CGZ hat jedoch einen ausgezeichneten Putzdienst. Es ist kein bißchen angestaubt.

Aber zur Sache: Sind Esoterik und Christentum kompatibel, bloß weil auch Esoteriker von "Jesus" reden?

Dazu ein grundsätzliches Wort zur Esoterik. Ich habe festgestellt, daß dort alles, (ich, du, Sonne, Mond, Sterne, Wind, Wasser, Tiere, Pflanzen, Erde, Steine...), von "Energie" durchflossen sind, die es zu "stärken" oder zu "harmonisieren" gilt.

Man etwickelt also eine Es-Beziehung zu einer Energie statt einer Du-Beziehung zu einem persönlichen Gott.
Das ist praktisch.
Denn eine Energie wird mir keine Vorschriften machen, wie ich mein Leben leben soll. Vielmehr kontrolliere ich sie, indem ich mich ihrer bediene.

Ich habe MACHT!

Außerdem gibt es in der Esoterik keinen wirklich abschließenden, endgültigen Tod. Vielmehr wird man immer wieder wiedergeboren und steigt so in der Hierarchie der Lebewesen auf, wenn die Taten im Leben entsprechend gut waren.

Der Mensch wird also durch eigene Anstrengung gottgleich.

Die Bibel sagt dazu: Der Mensch ist hoffnungslos verloren. Er kann sich nicht selber erlösen. Jeremia lamentiert deswegen, "Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?" Jeremia 17, 9.

Gott muß ihn erlösen, oder er bleibt verloren.
Wie tut er das?

Als "Gnadenort" hat Gott das Kreuz Christi eingesetzt: Dort trug ein Unschuldiger die Vergehen der Schuldigen. Wer das glaubt und bekennt, ist in Ewigkeit gerettet und muß nicht noch ein paartausendmal reinkarniert werden.

Schon Paulus hat sich gewundert, daß manche Menschen zwischen Gold und Geglitzer nicht besonders gut unterscheiden können. In 2 Korinther 11, 4, sagt er, "Wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut."

Deutlicher wird er in Galater 1, 6-8:
"Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, wo es doch kein anderes gibt; einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren.

Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht."

Dienstag, 5. Juli 2011

SexoT

"Pastor, wir sind jetzt entschiedene Christen und haben klargemacht, daß wir Sex vor der Ehe in unserem Haus nicht mehr dulden. Unser eines Kind kommt gut damit klar, das andere Kind rastet voll aus. Wo steht in der Bibel eigentlich, daß Gott gegen Sex vor der Ehe ist?"

Ihr seid nicht allein, sondern teilt das Schicksal vieler entschiedener Christen.

Wo steht was über vorehelichen Sex in der Bibel?

In Israel mußte man den Leuten nicht klarmachen, daß ohne Ehegelübde nichts läuft. Das war allgemein bekannt und anerkannte kulturelle Tatsache, wie auch heute noch in den Ländern des Orients.
Die Ehe ist ja auch ein Versorgungsgelübde. Das wurde in Zeiten, als Sex noch zu Schwangerschaft führte, sehr ernstgenommen. Außerdem gab es keine staatliche Altersvorsorge. Die bestand aus möglichst vielen Kindern.

Nicht zuletzt deswegen hat Jesus den Jüngling von Nain wieder auferweckt. (Lukas 7, 14). Er war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Ohne Sohn war sie ohne Versorger.

Wo spricht die Bibel über Sex?
Da gibt's schon ein paar Stellen.

In 3 Mose 20 findet sich eine ganze Liste von sexuellen Verhaltensweisen, die Gott nicht so gut findet. (Das ist falsch ausgedrückt. Es heißt dort: Die ihm ein Greuel sind). Was da steht ist mir zu unappetitlich abzuschreiben.

In 4 Mose 25 übertritt Israel erstmals Gottes Gebote zu Sex. "Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs." D.h., die hatten was miteinander, ohne verheiratet zu sein.

Das Resultat? 24.000 Tote, gestorben an einer Plage.
(EHEC, anyone?)

Jesus sagt, Unzucht beginnt mit den entsprechenden Gedanken: "Von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord..." (Markus 7, 21).

Von der großen Apostelkonferenz in Jerusalem aus schreiben Paulus, Jakobus, Johannes, Petrus, usw. den Christen aus dem Heidentum, "daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht." (Apostelgeschichte 15, 20).

Paulus hat Unzucht in seinen Gemeinden nicht geduldet. In 1 Korinther 5 schreibt er, "Überhaupt hört man, daß Unzucht unter euch ist..." Er befiehlt, den Betreffenden hinauszuschmeißen, wenn er nicht aufhört, und sagt, "Tut den Bösen von euch selbst hinaus" und "flieht die Unzucht." (1 K 6, 18).

In 1 Thessalonicher 4, 3 heißt es, "Dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, daß ihr euch von der Unzucht fernhaltet, daß jeder von euch sich sein eigenes Gefäß [seine Frau] in Heiligung und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse, nicht in Leidenschaft der Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, daß er sich keine Übergriffe erlaube." Denn Gott ist Richter über diese Dinge.

Der Herr hat diese Dinge nicht gesagt, um uns den Spaß zu verderben.
Vielmehr kommt echter Spaß (vor allem für Frauen) nur in einer stabilen Beziehung zustande. Nun kann jeder von seiner Beziehung behaupten, sie sei stabil.

Das ist jedoch billig.

Wenn sie wirklich stabil ist, dann kann man die Frau auch heiraten, bevor man sich ihrer bedient. Ist man nicht bereit dazu, hat man kein Recht mit ihr rumzumachen.

Ich bleibe dabei: Sex ohne Trauschein ist wie besoffen Porschefahren: Früher oder später kommt jemand dadurch zu Schaden.

Ich könnte Zeug erzählen...

Montag, 4. Juli 2011

Answers in agony

"Und als er in Agonie war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen."
Lukas 22, 44

Die Seele hat Auswirkungen auf das Befinden des Körpers.
Lampenfieber vor einem Auftritt, Durchfall vor einer Prüfung, Tränen bei Trauer, spitze Schreie bei Erschrecken: Das kennen wir alles.

Manche Auswirkungen sind jedoch viel heftiger. Als Jesus sich in Gethsemane mit dem Kreuz und allem, was danach kam, gedanklich auseinandersetzte, geriet er in große Bestürzung. Die Depression, die Angst vor dem, was da kommen sollte, der Druck auf ihm wurde so groß, daß sein Körper große Blutstropfen schwitzte, die auf die Erde fielen.

Das medizinische Phänomen heißt Hämhidrosis. Es findet statt, wenn aufgrund von Veranlagung oder großer Seelenbelastung, etwa Todesangst, kleine Blutgefäße in der Haut platzen. Das Blut läuft dann zusammen mit dem Schweiß durch die Poren ab.

Der Druck auf Jesus war so groß, daß sein Schweiß aus großen Blutstropfen bestand. Das Wort im Urtext ist thrombos. Es spricht von geronnenem Blut.
Das war so viel, daß es auf die Erde fiel.

Sein unfaßbar großes Seelenleiden schlug voll auf den Körper durch.

In dieser Agonie, (gr. agonia, innerer Kampf), betete er.

"Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte." (Lukas 22, 43).

Dieser Engel erscheint in Vers 43. Doch in Vers 44 heißt es, "Und als er in Angst war, betete er heftiger" und schwitzte Blut.

Jesus schwitzte noch, als der Engel längst da war und ihm Stärke von Gott zufließenlassen wollte. Selbst der Herr mußte dieses Geschenk im Glauben annehmen. Das tat er, indem er sein inneres Auge vom Kreuz wegwandte und auf die Belohnung schaute: Auf den Thron zur Rechten des Vaters, auf die Gemeinschaft mit ihm, auf viele gerettete Sünder.

Laßt uns "hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes." (Hebräer 12, 2).

Jesus blickte über das Leid hinaus auf die kommende Freude. Er dankte dem Vater sicher für die kommende Auferstehung und die vielen Geretteten. Als er dies tat, strömte die Stärke, die der Engel aus dem Thronsaal in den Garten transportiert hatte, in Jesus hinein.
Alle Bedrückung wich.
Ruhe kehrte in seine Seele ein.

Als wenig später die Tempelpolizei kommt, um ihn zu verhaften, tritt Jesus vors Tor und fragt, "Wen sucht ihr?"

Sie sagen, "Jesus von Nazareth."
Jesus sagt, "Ich bin es."

"Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es, wichen sie zurück und fielen zu Boden." (Johannes 18, 6).

Die Salbung des Heiligen Geistes ruhte da schon wieder so mächtig auf Jesus, daß sie, als er sprach, wie eine Welle über die Soldaten schwappte und diese unter der Kraft Gottes zu Boden gingen.

Jesus hatte "durchgebetet."
Auch wir tun gut daran, unser Seelenleid nicht zu verschleppen, sondern solange vor dem Herrn zu bewegen, bis er reagiert, bis in unseren Herzen seine übernatürliche Ruhe einkehrt.
Das kann dauern.
Gott hat uns keine Schnäppchenerlösung verheißen.

Doch Gott schickt auch uns Engel mit Stärke. (Psalm 34, 8).

"In allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus."
Philipper 4, 6-7

Samstag, 2. Juli 2011

KaSdS

"Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott."
Psalm 42, 13

Unsere Seele ist ein kapriziöses Ding. Der Psalmist weiß nicht einmal genau, warum seine Seele so herumstöhnt.

Obendrein hat die Seele Auswirkungen auf unseren Körper.

Manchmal trickst die Seele den Körper aus und so sind wir bei besonderen seelischen Belastungen körperlich besonders schwach. Gerade wenn wir Stärke am nötigsten brauchen, läuft sie uns davon und wir haben beim Konfliktgespräch Kopfweh, vor dem Auftritt Lampenfieber, vor der Prüfung Durchfall, oder was wir sonst nicht brauchen können.

Kann man da was dagegen machen?

Ja, mit Gottes Hilfe.

Deswegen spreche ich morgen mal über: Krankheit als Signal der Seele.

Freitag, 1. Juli 2011

Söhne Gottes

"Ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus."
Galater 3, 26

Wir leben in den politisch korrektesten aller Zeiten.
Studenten sind heute Studentinnen und Studenten, bzw. Studierende.
Schüler sind Schülerinnen und Schüler.
Jeder Politiker begrüßt nicht die Bürger einer Stadt. Heute begrüßt er die Bürgerinnen und Bürger. (Mit dem generischen Maskulin fühlten sich in uralten Tagen, bis so vor 20 Jahren, beide, Bürgerinnen und Bürger, angesprochen).

Weil "Heldinnen und Helden des Alltags" einfach redundant und sperrig zu schreiben ist, schreibt die taz von HeldInnen. Denken muß man sich dann Heldinnen und Helden. Die taz hat auch keine Autoren, sondern AutorInnen. Der/die Mitarbeiter/in, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, MitarbeiterInnen, bzw. die Mitarbeitenden, die sich das ausgedacht haben, waren bestrebt, kein Geschlecht zu bevorzugen.
Doch sie erreichten das Gegenteil des Gewollten.
Die Betonung der HeldInnen liegt nicht auf ihrer Heldentat, sondern auf ihrem Geschlecht.

Aus dem verkrampften Bemühen um Geschlechtergerechtigkeit entsteht erst recht ein verkrampftes Verhältnis der Geschlechter.

Und nun kommt Gott und sagt, "Ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus."

ALLE sind Söhne.

Liebe Christinnen, falls ihr euch unterschwellig irgendwie den Christen gegenüber minderwertig fühlt: Auch ihr seid "Söhne Gottes." D.h., ihr habt denselben Stand vor Gott wie die biologischen Männer.
Denn einen Vers weiter, in Galater 3, 28, sagt Paulus, "Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus."

Wir sind Christen.
Ohne alle rhetorische Verbiegung, schwer lesbaren Code und, da wir vor Gott gleichberechtig sind, ohne Geschlechterhaß.

Amen, Ladies?