Donnerstag, 27. November 2014

"1984"



„Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches.“
Hebräer 1, 8

Anlässlich der anstehenden Wahl eines sozialistischen Hardliners zum Ministerpräsidenten von Thüringen habe ich dieser Tage ein paar Abende damit verbracht, mal wieder „1984“ von George Orwell zu lesen. („Big Brother is watching you!") Es gehört zur Gattung der dystopischen Literatur, was bedeutet, dass einem beim Lesen fröstelt, weil die entworfene Welt so realsozialistisch kalt und öde ist, und dass alles, was schiefgehen kann, auch schiefgeht—und schief bleibt.
Happyend?
Gibt's keins.
Orwell schrieb das Buch Ende der vierziger Jahre unter dem Eindruck Stalins und des Einparteienterrors der Sowjetunion.
In „1984“ gibt es auf der Welt nur noch drei sich ständig bekriegende Superstaaten, (Oceania, Ostasia und Eurasia), die jeweils von einem unnahbaren, möglicherweise sogar fiktiven, großen Führer (Big Brother) und seiner Partei (Ingsoc: English Socialism) totalitär beherrscht werden.
Alle Menschen sind isoliert. So etwas wie Freundschaft ist aufgrund der ständigen Gesinnungsschnüffelei praktisch nicht mehr möglich.
Die schlimmsten Feinde der Menschen sind ihre eigenen Kinder, die als gehirngewaschene Agenten des Staates die eigenen Eltern überliefern.
Der allerschlimmste Feind ist jedoch die Denk-Polizei. Denn in Oceania sind Gedanken bereits Taten und werden als solche geahndet. Und wer das Falsche denkt, läuft Gefahr, verdampft zu werden. Er wird aus dem großen Bild der Gesellschaft herausretuschiert. Er hat dann nie existiert.
„Die Partei“ kontrolliert jeden Aspekt des Lebens der Bürger dieses Staates. In jedem Zimmer eines jeden Hauses hängt ein Telescreen, ein TV, der einen ständig volllabert und den man nicht abschalten kann—und der gleichzeitig, wie ein guter Smart-TV, mittels Kamera einen Blick ins Zimmer gewährt. Die Überwachung ist komplett, und damit die Gleichschaltung der gesamten Gesellschaft.

Die Partei schult die Parteimitglieder unter anderem in Neusprech, Doppeldenk, Hass und Triebverleugnung.
Neusprech ist ein Neuentwurf der Sprache, der bestimmte Gedanken undenkbar machen soll. So wird etwa die Definition des Wortes „Freiheit“ eingeschränkt. Ein Hund kann frei von Läusen sein, ein Bürger jedoch nicht frei in seiner Lebensgestaltung. Das vermag er nicht einmal zu denken. Neusprech verleiht Denkverboten sprachliche Struktur.
Doppeldenk ist ebenfalls eine phänomenale Erfindung. Es ist die politisch nützliche Fähigkeit, zwei einander widersprechende Überzeugungen gleichzeitig zu haben, etwas gleichzeitig für wahr und für unwahr zu halten. So weiß jeder, dass die Partei immer Recht hat, obwohl jeder weiß, dass sie ständig lügt.
2 + 2 = 5.
Krieg ist Frieden.
Freiheit ist Sklaverei.
Ignoranz ist Stärke.
(Sag nicht ich. Das sind Slogans der Partei).

Die Partei lehrt die Wandlungsfähigkeit der Vergangenheit. (Ganz wichtig!). Entsprechend werden Zeitungen und Geschichtsbücher im Ministerium für Wahrheit ständig angepasst. Die Vergangenheit wird einfach umgeschrieben wie man's braucht. Personen, die gestern noch im Rampenlicht standen, haben ab heute nie existiert. Unrechtsstaaten werden nachträglich zu Rechtsstaaten. Und wehe jemand behauptet was anderes!

Der Held des Buches lehnt sich natürlich gegen dieses Terrorsystem auf und scheitert zum Schluss. Er verlässt Raum 101 im Ministerium für Liebe als verwandelter Mensch.

Orwell war kein Christ. Er war bestenfalls Agnostiker. Doch er hat scharf beobachtet und ein brillantes Buch geschrieben und die Wahrheit ist die Wahrheit, egal aus wessen Mund sie kommt.
Er stellt zum Beispiel fest, dass Politiker, die ständig das Geld der Leute umverteilen wollen, stets die Macht bei sich konzentrieren wollen.
Enteignung findet statt, Ermächtigung nicht.
Jene Politiker hingegen, die den Leuten ihren Wohlstand lassen, wollen die Macht meist auch auf viele Schultern verteilt sehen, (das nennt man dann Demokratie).
Enteignung findet nicht statt, Ermächtigung dagegen schon.
Durch Enteignung des Vermögens der vielen und Monopolisierung der Macht durch wenige wird gesellschaftliche Ungleichheit neu geschaffen und unweigerlich zementiert. Eine Nomenklatura wird gebildet—von Leuten, denen doch angeblich Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit die höchsten Ziele sind.
In Wirklichkeit geht es diesen Leuten also um den Machtgewinn und -erhalt. 
Sonst nichts.
Orwell erklärt, wie der Kommunismus totalitär werden oder an seinen Widersprüchen krepieren muss. An einer Stelle verlässt er gar den Rahmen der Romanhandlung und erfindet einfach ein Buch namens „Theorie und Praxis des oligarchischen Kollektivismus“, das der Romanheld liest, und der Leser mit ihm. Es ist eine interessante Analyse der Politik im allgemeinen und des Sozialismus im besonderen.

Es stimmt nachdenklich, dass Deutschland kein solches Buch hervorgebracht hat. Zumindest ist mir keines bekannt.
Schade.
Das hätte man dann dem Thüringer Landtag schicken können...

Dienstag, 25. November 2014

Ermutigung, 2



"So ermutigt nun einander."
1 Thessalonicher 4, 18

Die Welt ist voller Entmutigung, Kleinlichkeit und zwischenmenschlicher Mühsal.
Deshalb ermutigt Paulus uns dazu, einander zu ermutigen.
Wenn wir's nicht tun, wer dann?

...da fällt mir ein, daß die Royal Navy Großbritanniens ein Reglement für ihre Offiziere hatte (oder sogar immer noch hat), das da lautet: "No officer shall speak discouragingly to another officer in the discharge of his duties."
Auf deutsch: "Kein Offizier spricht entmutigend mit einem anderen Offizier während der Erfüllung seiner Pflichten." (Original in Befehlsform).
Ich frage mich, wann diese Verordnung in Kraft trat. Bestimmt schon 500 Jahre her. Damals hatte England eine ehrgeizige Königin.
Auf jeden Fall sagten die Admiräle ihren Kapitänen irgendwann:
Majestät beabsichtigen, die Weltmeere zu beherrschen. Das geht nicht mit kleinkarierten Knallchargen. Deshalb verbieten Majestät Niggeligkeiten zwischen Offizieren an Bord ihrer stets siegreichen Marine.
Und irgendwann ging die Sonne nicht mehr unter über ihrem Reich.

Über dem Reich Jesu geht die Sonne auch nicht mehr unter. 
Sorgen wir dafür, daß es so bleibt.

"Den Stürzenden richteten deine Worte auf und wankende Knie hast du stark gemacht."
Elifas zu Hiob in Hiob 4, 4.

Freitag, 21. November 2014

Regenmacher oder Sonnenanknipser?



„Ermuntert einander jeden Tag.“
Hebräer 3, 13.

Jeder Mensch lebt in einer natürlichen Umgebung.
Er lebt aber auch in einer seelischen, bzw. geistlichen Umgebung, die unsichtbar ist.
Das äußere Wetter können wir nicht beeinflussen.
Das innere schon.
Die Sonne scheint oder sie scheint nicht. Es regnet oder es regnet nicht. Es ist kalt oder warm, je nach Jahreszeit. Wir haben keinerlei Einfluss hierauf.
Wir können jedoch maßgeblich dazu beitragen, wie das Wetter in unserem Nächsten ist. Worte, auch wortlose Aktionen oder Reaktionen, haben Einfluss auf die Menschen in unserer Umgebung. Wir können sie frösteln lassen oder wärmen.
So, wie einem die Helligkeit der Sonne—besonders im November—gut tut, so tut der Seele ein freundliches Wort oder einen Moment der Zuwendung gut.

Was bist du?
Regenmacher?
Oder Sonnenanknipser?

Wenn du von Haus aus einen nörgelnde, mürrische Person bist, die ständig an allen herummäkelt und an allem etwas auszusetzen hat, dann halt doch einfach mal den Mund. Die Welt wird's dir danken. Wer weiß, wenn du lang genug durchhältst entspannt sich vielleicht sogar dein Verhältnis zu deinem Ehepartner, deinen Kollegen, deinen Kindern.
Ein kleines Kompliment, eine zärtliche Geste, manchmal sogar das bloße Wahrnehmen des anderen kann schon große Wärme freisetzen. Solche Kleinigkeiten machen das Leben lebenswert. Keiner hat gern einen Zombie in seiner Umgebung.
Der Herr wartet auf jeden Fall von uns, dass wir einander ermutigen. Irgendwie.
Jeden Tag.

Dienstag, 18. November 2014

Gnade und Versuchung: vielfarbig



Ihr jubelt, „die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid.“ (1. Petrus 1, 6).

„Dient einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes.“ (1. Petrus 4, 10).

Das Wort mancherlei in Kapitel 1, Vers 6 und das Wort verschiedenartigen in Kapitel 4, Vers 10, ist im Urtext beide Male dasselbe griechische Wort, nämlich poikilos. Petrus verwendet es nur an diesen beiden Stellen, sonst nicht. Entsprechend besteht zwischen diesen beiden Versen ein tieferer Zusammenhang. Sie ergänzen sich und erklären sich gewissermaßen gegenseitig.
Poikilos bedeutet vielfarbig.
Einmal ist von „vielfarbigen“ Versuchungen die Rede, das zweite Mal von „vielfarbiger“ Gnade.
Petrus sagt also, egal welche „Farbe“ eine Versuchung hat, Gott hat eine Gnade von entsprechender „Farbe“ dafür—oder vielmehr dagegen.

„Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt.“ (1. Korinther 10, 13).

Das ist gute Nachricht!

Wochenende mit Pastor Israel Jebaraj



„Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“ (Kolosser 3, 11).

Wir hatten ein wunderbares Missionswochenende mit Pastor Israel Jebaraj aus Madras in Indien.
Pastor Israel hat uns das Wort gebracht, (die Predigt ist gegenwärtig auf www.jchristus.de als Botschaft der Woche zu hören) und ein wenig von seiner aufregenden Arbeit als Evangelist im Reisedienst in Indien erzählt. Er fährt nämlich einmal im Monat für eine Woche mit einem Team in eine andere Gegend, um den Menschen dort das Evangelium zu bringen. So sind schon etliche Gemeinden entstanden und das Reich Gottes wurde gebaut.
Wir mögen Indien als eine homogene Masse wahrnehmen, in Wirklichkeit besteht es, wie auch China, aus einer ganzen Reihe von Völkern mit verschiedenen Sprachen und Kulturen. Die neu gewählte Zentralregierung rekrutiert sich nunmehr aus ziemlich radikalen, nationalistisch gesonnenen Leuten, die regelrechte Hinduisierungskampagnen durchführen, nicht zuletzt mithilfe von Tricks und Schikanen auf Verwaltungsebene.
Heute ist dort die Stunde der eingeborenen Prediger, mehr noch als noch vor einigen Jahren. Dafür tun sich für uns andere Länder auf.

Wir danken Pastor Israel für seinen Dienst unter uns.

Freitag, 14. November 2014

Israel Jebaraj spricht im CGZ!



„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes.“
Epheser 4, 11-13.

Morgen um 19:30 Uhr wird Pastor Israel Jebaraj aus Madras in Indien im CGZ sprechen.
Pastor Israel leitet Sharon Ministries, einen Dienst, der eine Gemeinde, ein christliches Waisenhaus, eine Bibelschule und zahlreiche andere Unternehmungen unter seinem Dach vereint.

Vor einigen Jahren war ich mal bei ihm in Indien. Wir fuhren gemeinsam in eine Stadt im Süden, wo wir dann effektiv evangelisiert haben. Eine ganze Reihe von Leuten hat sich bekehrt und der Herr hat sein Wort mit wunderbaren Zeichen bestätigt. Schmerzen verschwanden, Geschwüre in Mündern verschwanden (das Wasser ist ein großes Problem dort unten), ein taubes Ohr tat sich auf. Erinnerlich ist mir auch die Heilung eines jungen Berufskraftfahrers geblieben, der aufgrund eines Unfalls seinen Arm nur noch minimal bewegen konnte. Er gewann seine Bewegungsfreiheit zurück. Nach dem Gebet konnte er den Arm wieder senkrecht nach oben halten. Preis dem Herrn.

Was mich und meinen Mitarbeiter Stephan Sch. seinerzeit im Waisenhaus besonders beeindruckt hat, war die große Disziplin der Kinder, selbst der kleinsten. Während man bei uns bei Kindergruppen automatisch kaum zu kontrollierende Wuseligkeit erwartet und halbe Generationen wegen ihrer Zappeligkeit auf Ritalin sind, war die Disziplin dieser Waisen in Indien ein schier überirdisches Kontrastprogramm. Diese Kinder machten keinen geknechteten, geschundenen Eindruck. Sie ruhten vielmehr in sich selbst. Die Atmosphäre war von großem Frieden erfüllt.
Wir waren perplex.
Mir wurde damals bewusst, wie sehr bestimmte Erwartungshaltungen eine Kultur zu prägen vermögen.

Nun kommt Pastor Israels zu uns, bringt uns das Wort Gottes zur Stunde, und wir werden ihn mit einem Missionsopfer segnen. Meine Empfehlung: unbedingt dabeisein.

Mittwoch, 12. November 2014

Bedrängnisse und der Trost Gottes



„Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes hineingehen müssen.“
Apostelgeschichte 14, 23.

Eine der Konstanten des christlichen Lebens ist, dass wir für unseren Glauben angegriffen werden. Hierzulande nur verbal, an anderen Orten der Welt kommt noch ein großes Maß an Gewalt dazu.
Da müssen wir durch.
Es ist unangenehm, wenn man mit einer größeren Gruppe von Menschen zusammensitzt, irgendwie auf den Glauben zu sprechen kommt, und dann erleben muss, wie einem ein unglaubliches Maß an Feindseligkeit, ja Hass, entgegengebracht wird. Man fragt sich dann, was Jesus diesen Leuten getan hat, dass sie ihn so vehement ablehnen. Meist können wir das nicht ergründen.

In Zeiten, in denen uns Bekannte, Verwandte, Kollegen, Fremde besonders widerstehen, ist uns der Trost Gottes besonders nah. Paulus sagt nämlich: „Wie die Leiden des Christus überreich auf uns kommen, so ist auch durch den Christus unser Trost überreich.“ (2. Korinther 1, 5).
Sein Leben war wahrlich kein Zuckerschlecken.
Er wurde verleumdet, bedroht, verjagt, gesteinigt, verklagt, verurteilt, verprügelt, versenkt... Und sagt trotz dieser Bedrängnisse: „Gott aber sei Dank, der uns ALLEZEIT im Triumphzug umherführt in Christus!“ (2. Korinther 2, 14).
Keiner von uns möchte mit ihm tauschen. Doch offenbar war das innere Erleben von Paulus ein völlig anderes als sein äußeres. Äußerlich bedrängt, war er innerlich voller Licht. Er wusste und war völlig davon überzeugt, dass er mit Jesus unbesiegbar war — was er auch allenthalben demonstrierte. Die Apostelgeschichte ist voll mit Zeugnissen hiervon.
Er war ein Sieger.
Und sein Gott ist auch dein Gott.

Denk daran: In Zeiten starken Gegenwindes ist dir der Trost Gottes besonders nah.
Deshalb: Bete kühn und erlebe, wie Gott handelt.

Montag, 10. November 2014

25 Jahre nach dem Mauerfall: DDR reloaded?



„ Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen worden—nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat—auf Hoffnung hin, daß auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.“
Römer 8, 20-21

Gestern, am 9. November vor 25 Jahren, verkündete das Mitglied des Politbüros des ZK der SED Günter Schabowski, der heute Schmach und Schuld wegen seiner Rolle in der DDR empfindet, auf einer Pressekonferenz die Neuregelung zur Reisefreiheit für DDR-Bürger, die ab sofort gelten.
Damit brachte er die Mauer Berlins zum Einsturz.
Von da bis zur Abwicklung der DDR war es nur noch ein kurzer Weg.
Halleluja.
Da ich in den achtziger Jahren einige Male in Ostdeutschland war, um dort zu predigen, kann ich mich noch gut an die bedrückende, graue Atmosphäre in diesem untergegangenen Land erinnern.
Und nun soll in Thüringen ein Ministerpräsident installiert werden, der zur Nachfolgepartei der einstmaligen Unterdrücker gehört? Denn "Die Linke" war ja mal die SED.
Hatten Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl damals doch recht, als sie sich als Vertreter der ostdeutschen Kommunisten und Sozialdemokraten, gezwungen von der eisernen Hand ihrer sowjetischen Herren, unter das gemeinsame Joch der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands begaben? Auf jeden Fall helfen nun SPD und Grüne den Nachfolgern der SED in Thüringen in den Sattel. 
Man hält es kaum für möglich.
Was für ein Land wollen die?
Wie wollen die leben?
Ich möchte diese Leute und ihre Wähler dazu ermutigen, mal ein paar Tage in einer der 1,50 × 2,50 großen Einzelzellen in Hohenschönhausen zu verbringen, (zu Authentizitätszwecken nachdem man sie zuvor nachts heimlich abgeholt und ein wenig verprügelt hat).

Freiheit ist eine wunderbare Sache, wenn man sie zu nutzen weiß.
Alternativ kann man sich Politiker an die Macht wählen, die einem genau vorschreiben was man tun und sagen und denken darf. In gewisser Weise ist ein Sklavendasein immer leichter als ein selbstbestimmtes Leben.

Doch Paulus sagt: „Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und laßt euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten.“ (Galater 5, 1).

Thüringer! Hört die Signale.

Freitag, 7. November 2014

Die Dreieinigkeit des Lichts



„Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.“
Psalm 139, 14.

Es durchzieht einen eine Ahnung von Gott, wenn man das Universum betrachtet.
Wissenschaftler sagen uns, wenn etwa die Kräfte im Atom nur geringstfügig anders wären, als sie sind, gäbe es kein Universum. Wahrscheinlichkeitsrechner haben berechnet, dass die Wahrscheinlichkeit der Entstehung unseres Universums geringer ist als das Verhältnis der Zahl 1 zur Summe aller Materiepartikel im gesamten Universum.
Das ist ziemlich gering.

Licht erscheint uns weiß.
Doch in Wirklichkeit ist weißes Licht dreieinig.
Wenn man einen roten, einen grünen und einen blauen Lichtstrahl übereinanderlegt, dann entsteht weißes Licht. Man braucht dazu nur den entsprechend gefärbten jeweiligen Strahl von 3 Taschenlampen auf den Boden werfen, um das Phänomen zu erleben.
Wer hätte gedacht, dass Licht dreieinig ist?
Und dann behauptet die Bibel auch noch, dass Gott Licht ist. (1. Johannes 1, 5).

Übrigens: mischt man die drei Pigmente Rot, Gelb und Blau im richtigen Verhältnis, erhält man schwarz. (Allerdings nur bei extrem reinen Farben. In den meisten Fällen wird ein dunkles Grau oder Braun herauskommen).
Die irdische Dreieinigkeit ist schwarz.

Im Universum herrschen Kräfte, deren Auswirkungen man zwar messen kann, die jedoch keinen Ort haben. Die Wissenschaft spricht hier von dunkler Materie oder dunkler Energie.

Kein ernstzunehmender Wissenschaftler glaubt heute mehr, dass das Leben zufällig entstanden ist. Nur Leben kann Leben hervorbringen. Kommen Wissenschaftler deshalb auf den Gedanken, Gott in ihre Überlegungen mit einzubeziehen?
Bei vielen lautet die Antwort, ja.
Viele andere glauben jedoch, ein prähistorisches Raumschiff sei vorbeigekommen und hätte Proteine auf die Erde gesät... Francis Crick, der Entdecker der Doppelhelix, schrieb sogar ein Buch darüber.
Nun ja.
Erstens gibt es keinerlei Anhaltspunkte für dieses prähistorische Raumschiff, zweitens wird die Frage nach den Anfängen des Lebens dadurch nur in den Weltraum verlagert. Beantwortet wird dadurch gar nichts. Denn wer schuf die Aliens?

„Sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien; weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden.“
Römer 1, 20-22.

Mittwoch, 5. November 2014

Sterbehilfe?



„Du sollst nicht töten.“
2. Mose 20, 13.

Vor einigen Tagen hat sich eine hübsche, frisch verheiratete, krebskranke junge Frau im US-Bundesstaat Oregon umgebracht. Sie entschlief sanft im Kreise ihrer Lieben, die ihren Selbstmord wohlwollend begleitet haben.
Ich sage „Selbstmord“, um den politisch korrekten Euphemismus (Schönsprech) „Sterbehilfe“ zu vermeiden. Denn bei Sterbehilfe, Tötung auf Verlangen, usw. handelt es sich um nichts anderes als einen Mord, den zu begehen Gott den Menschen nicht gestattet hat.
Ich hoffe, ihr inszeniertes „Bilderbuch-Ende“ inspiriert nicht allzu viele Nachahmer.

Interessierte Kreise sagen, die junge Frau lebte und starb selbstbestimmt. Auch vom Tod in Würde ist viel die Rede. Als ob jemand, der sich nicht selbst tötet, sondern gegen den Krebs kämpft bis zum bitteren Ende, einen würdelosen Tod haben würde. Im Gegenteil. Vor einer solchen Person hätte ich den größeren Respekt.

Es gibt gute Gründe, warum Gott die Tötung (unschuldiger) Menschen, auch die Tötung auf Verlangen oder aus „Barmherzigkeitsgründen“, verboten hat.
Denn damit wird ein glitschiger Abhang betreten, auf dem eine Zivilisation unweigerlich ausrutscht.
Und dann geht's abwärts.
Am Anfang steht die Tötung aus Barmherzigkeit, weil der Patient dies so will.
Dann kommt die Tötung aus Barmherzigkeit, weil der Arzt dies für richtig hält.
Dann kommt die Tötung aus finanziellen Gründen, weil die Pflege des Patienten so große Summen Geldes verschlingt.
Dann kommt die Tötung aus Bequemlichkeitsgründen, weil man Oma, Opa, oder den Patienten nicht mehr braucht, sein Bett aber schon.
Dann kommt die Tötung aus ästhetischen Gründen, auch Euthanasie genannt, die nicht mehr nur Kranke im Endstadium betrifft, sondern alle, die in irgendeiner Form krass behindert sind.
Wenn es erstmal soweit ist, hat eine Gesellschaft zivilisatorisch soweit abgewirtschaftet, dass auch eine legalisierte Tötung aus politischen Gründen wieder infrage kommt. Dann ist niemand mehr sicher.

Darum: Wehret den Anfängen!
Schmerzmedizin ja, tödliche Drogen nein.
Hospizarbeit ja, (Selbst-)Mord (auf Verlangen) nein.

Montag, 3. November 2014

Wieviel Sünde kann ich mir leisten?



„Pastor, nochmal: kann jemand der überall seinen Glauben an Jesus bezeugt, aber immer wieder Ehebruch begeht und krumme Geschäfte macht und solche Dinge, seine Errettung verlieren?“

Hallo nochmal,

jemand, der sagt, dass er Jesus nachfolgt, aber Ehebruch betreibt und krumme Geschäfte macht, ist vielleicht noch nicht abgefallen, aber auf dem Weg dazu. Die Bibel würde sagen, er ist ein Unzüchtiger und ein Habsüchtiger.
So eine Person kann ihr Heil verlieren.
Denn Jesus sagt, jeder der die Sünde tut ist der Sklave der Sünde. Der Sklaven aber bleibt nicht für immer im Haus (Gottes). Nur ein Sohn bleibt für immer, und der macht sowas nicht. (Johannes 8, 31-36).

Paulus sagt, Christen sollen mit solchen Leuten keinen Umgang haben. „Tut den Bösen von euch selbst hinaus!“ (1. Korinther 5, 13).

Der Apostel Johannes sagt, „Wer sagt, daß er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.“ (1. Johannes 2, 6).

Und schließlich sagt Jesus selber:
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.
Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.“ (Matthäus 7, 16-21).

Deine Worte und deine Taten müssen zusammenpassen. Wenn du sagst, du bist Christ, dann verhalte dich wie einer.

Gott wird dir vergeben, wenn du ihn um Vergebung bittest.
Aber wenn du gleich darauf dieselbe Sünde wieder tust, dann fühlt er sich verschaukelt.
Du musst ihn ernst nehmen, dann nimmt er dich ernst.

Samstag, 1. November 2014

Kann ein Christ sein Heil verlieren?



„Pastor, ich höre dich im Internet, finde dich gut und habe ein paar Fragen.
1. Kann ein Christ sein Heil verlieren?
2. Gilt: 'Einmal errettet, immer errettet' oder 'Kehrt um und tut Buße'?
3. Was ist, wenn jemand bewusst in Sünde lebt jeden Tag und genau weiß, dass es vor Gott nicht richtig ist, aber es trotzdem tut — und sogar Gefallen daran findet? Verliert er dann seine Rettung? Geht er dann nicht in den Himmel oder vielleicht sogar in die Hölle?
4. Mir geht es nicht darum, dass jemand schwach ist und mal versagt, sondern bewusst sündigt und nicht davon ablässt.
Für eine Antwort mit klarer Aussage wäre ich Ihnen sehr sehr dankbar.
Gottes Segen, G.“

Hallo G.,

ich will der Reihe nach auf deine Fragen eingehen. Es gibt sicher viele, die dieselben Fragen haben. Vor vielen Jahren hatte ich die nämlich auch mal.

1. Kann ein Christ sein Heil verlieren?
Paulus sagt, Gott wird uns heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinstellen, „sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums.“ (Kolosser 1, 19).
In 1 Korinther 15, 2 sagt er zu denen, die das Evangelium angenommen haben, dass sie dadurch gerettet werden, wenn sie daran festhalten.
Wer also an Jesus glaubt und bei ihm bleibt, der ist errettet und bleibt es auch, denn Gott wird ihn nicht fallen lassen.
Man kann aber aus der Hand Gottes wieder aussteigen, was uns zur nächsten Frage bringt.

2. Gilt: „Einmal errettet, immer errettet“ oder „Kehrt um und tut Buße“?
Wir gehen nur dann wieder verloren, wenn wir uns von Jesus abwenden. Paulus sagt dazu im Hebräerbrief 10, ab Vers 26, (die Kommentare in [Klammern] sind von mir):
„Wenn wir mutwillig sündigen [Paulus meint hier nicht normale Sünden, sondern das Abfallen von Jesus], nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben [also wissen, dass Jesus lebt], bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig [denn Jesus ist das Schlachtopfer für unsere Sünden], sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Hat jemand das Gesetz Moses verworfen, stirbt er ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin. Wieviel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?“

Man kann seine Erlösung also verlieren, indem man sich von Jesus abwendet; indem man sagt, er sei nur ein normaler Mensch, der am Kreuz gestorben ist, und sein Blut bewirke nichts. Eine solche Person verlässt den Bund mit Gott.
Und ohne Bund mit Gott gibt es kein ewiges Leben.
Der Heilige Geist wird versuchen, eine solche Person wieder zu Jesus zu ziehen. Wer dieses Ziehen ignoriert und Jesus endgültig verlässt, der schmäht den Geist der Gnade, den erwartet das Gericht, das über alle Sünder und Gottesleugner kommen wird.

3. Was ist, wenn ein Christ bewusst in Sünde lebt und genau weiß, dass das falsch ist?
Eine solche Person ist errettet bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie von Gott abfällt.
Passiert nicht?
Passiert dauernd!
Weshalb denkst du, dass Jesus in der Offenbarung immer wieder sagt, „Wer überwindet, den werde ich so und so belohnen“? Überwinder ist jemand, der bis zum Ende seines Lebens an Jesus festhält.
Vermutlich mehr als 50 Prozent der Menschen, die Jesus im Lauf ihres Lebens in ihr Herz einladen, fallen wieder vom lebendigen Glauben ab. Und das ist wahrscheinlich noch eine optimistische Einschätzung. Wenn du fleischlich lebst, wirst auch du irgendwann abfallen und verloren gehen.

Im Epheserbrief, Kapitel 5, und in 1. Korinther 6 sagt Paulus:
„Wisst wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?
Irrt euch nicht!
Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.“ (1. Korinther 6, 9-10).

Ein Christ, der sowas hin und wieder tut, ist deswegen noch nicht verloren, erst recht nicht, wenn er noch nicht lange bekehrt ist.
Wenn er aber einen Lebensstil daraus macht, dann löst er geistliche Kräfte in sein Leben hinein, die es ruinieren werden. “Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Seid also nicht ihre Mitteilhaber.“ (Epheser 5, 5-6).
Man kann also Christ sein und in Sünde leben. Dann wird man kraftlos sein, dieselben Probleme haben wie die Sünder auch, und es fühlt sich an, als ob man gar nicht errettet wäre.
Und wenn man lange genug sündigt, dann fällt man vom Glauben wieder ab.
„Wenn wenn ihr [Tag ein, Tag aus] nach dem Fleisch lebt, so müsst ihr [zwingend] sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“ (Römer 8, 13).

Simson im Alten Testament ist ein prima Beispiel für diesen Sachverhalt. (Richter 14-16). Gott segnete ihn mit gewaltiger Körperkraft, wenn er gegen wilde Tiere oder die Feinde Israels kämpfte.
Normalen Leuten gegenüber war er schwach wie andere Menschen auch.
Er lebte mit Delila in Sünde und fiel langsam aber sicher vom Herrn ab. Obwohl er in Sünde lebte, erhörte Gott ihn noch. Er besiegte die Feinde Israels und alles schien in Butter.
Doch irgendwann überfielen ihn die Philister und der Heilige Geist war nicht mehr da. Die Philister nahmen ihn gefangen, stachen ihm die Augen aus und demütigten ihn, indem sie ihn im Haus ihres Gottes tanzen ließen. Nicht schön für einen, der bisher vom Sieg verwöhnt war.
Und eine Botschaft an uns!

Was ist, wenn jemand von seinen Sünden nicht loskommt?
Eine solche Person muss erkennen, dass sie bereits frei ist! Jesus hat ihre Ketten zerbrochen. Die Ketten scheinen nur noch real. Sie sind es aber nicht.
Wenn du Christ bist, dann bist du frei.
Glaub das!
Ergreif das!
„So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben.“ (Römer 8, 12).

Zwischen meinem 12. und meinem 21. Lebensjahr habe ich geraucht. Als ich Christ wurde, wusste ich, dass ich das lassen sollte, hatte aber nicht die Kraft dazu. Irgendwann wurde es mir ein extremes Bedürfnis, mit dem Rauchen aufzuhören, und ich bestürmte Gott deswegen.
Der Kampf dauerte sieben Monate.
Dann las ich ein Minibuch mit dem Titel „Die Gefängnistür steht offen. Warum bist du noch drin?“, das mit einer Weissagung endete.
Als ich diese Weissagung las, drehte ich mir eine Zigarette.
Die Worte, die da standen, wurden plötzlich auf eigentümliche Weise lebendig für mich und jedes Bedürfnis nach Nikotin verließ mich augenblicklich. Ich schenkte der gedrehte Zigarette einem Kollegen und fuhr heim.
Und das war's. Ich war frei.
Ich hatte im Glauben endlich ergriffen, was mir von Gott bereits geschenkt war.

Jesus gibt uns Überwinderkraft, so dass wir nicht mehr zwanghaft in Sünde leben müssen.