Dienstag, 22. April 2014

Er ist auferstanden!



Jesus war ein ausgebildeter Handwerker. Er hat viele nützliche Dinge hergestellt als er in diesem Beruf tätig war. Doch sein größtes Werk tat er im Geist, als er aus den Balken des Kreuzes eine Tür hinein in die Gegenwart Gottes zimmerte.
Wenn man über den Tod und das was danach kommt spricht, hört man Skeptiker oft sagen, „Es ist noch keiner wieder zurückgekommen.“
Doch da täuschen sie sich!
Der christliche Glaube ist genau deshalb entstanden, weil einer aus dem Tod wieder unter die Lebenden zurückgekehrt und über das sprach, was danach kommt.
Jesus ist auferstanden!
Er hat Tod und Strafe geschmeckt, damit wir, die wir an ihn glauben, dies nicht mehr tun müssen. Das ist die einzigartige gute Nachricht, die das Christentum vor allen anderen Religionen auszeichnet. Alle anderen versuchen durch das Halten von Geboten irgendwie einen Weg zu Gott zu bahnen. Gott jedoch öffnet uns den Weg zu sich völlig unabhängig von unseren Werken. Jesus ist gegangen und hat ihn für uns gebahnt. Er tat dies aus eigenem Antrieb. Wir mussten ihn nicht dazu überreden.

Der Weg zu Gott ist frei.
Er hat einen Namen: Jesus.

"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."
Johannes 14, 6

Samstag, 19. April 2014

Jesus in der Hölle

"Ich bin gerechnet zu denen, die in die Grube hinabfahren. Ich bin wie ein Mann, der keine Kraft hat, unter die Toten hingestreckt, wie Erschlagene, die im Grab liegen, derer du nicht mehr gedenkst. Denn sie sind von deiner Hand abgeschnitten.
Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen.
Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt."
Psalm 88, 5-8

Gestern, an Karfreitag, starb Jesus.
Heute ist er tot.
Rein äußerlich ist alles ruhig. Das Grab liegt still da und wird bewacht von römischen Soldaten. Sie langweilen sich, denn es ist friedlich in diesem Friedhofsgarten mit seinen in den Fels gemeißelten Gräbern, vor deren Eingängen schwere Steine liegen. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, in der Stadt feiert das Volk das Passahfest.

Der Leib Jesu liegt still im Grab.
Doch wo sind sein Geist und seine Seele?
Jesus war gestorben, beladen mit den Sünden der Menschen. Für eine sündige Seele gibt es nur einen Ort, an den sie gehen kann, nachdem sie sich vom Leib getrennt hat: Den Ort des Gerichts.
Die Hölle.
Jesus als unser Stellvertreter ging in die Hölle, damit wir dort nach unserem Tod nicht hinmüssen.
Die Menschen lieben im allgemeinen Versicherungen. Jesus ist die wichtigste Versicherung aller Zeiten. Er ist die eine Lebensversicherung, auf die es ankommt. (Denn alle Menschen werden früher oder später sterben, nur einige Christen nicht, weil Jesus sie vorher entrücken wird. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedenfalls ergeben, dass 3 von 3 Personen sterben).

Psalm 88 ist ein prophetischer Psalm.
Er zeigt das Leid, das Jesus für uns ertrug, nachdem er gestorben war. Hier ist die Rede von Zorngluten, (Glut: Feuer), die ihn wie Wasser umgeben den ganzen Tag. (Erinnert mich an den Feuersee aus der Offenbarung):

"Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.
Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringen mich allesamt.
Du hast mir entfremdet Freund und Nachbarn. Meine Bekannten sind Finsternis." (Psalm 88, 17-19).

Wir tun gut daran, uns immer wieder mal an das zu erinnern, was der Herr alles für uns durchgemacht hat. Besonders am Karsamstag.

Freitag, 18. April 2014

Karfreitag: The Great Exchange

"Er war durchbohrt um unserer Treubrüche willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."
Jesaja 53, 5

Heute ist Karfreitag.
Heute vor rund 2000 Jahren ereignete sich der größte Justizskandal in der Geschichte der Menschheit. Ein unschuldiger Wohltäter wurde von römischen Soldaten an ein Kreuz genagelt, nachdem ein tollwütiger Lynchmob seinen Kopf gefordert hatte.
Sein Vergehen?
Da konnte eigentlich niemand etwas Stichhaltiges vorbringen. Interessierte Kreise wollte ihn einfach loshaben. Nicht zuletzt, weil er nicht bereit war, eine Rebellion gegen die Römer anzuführen. Zum Schluss einigte man sich darauf, dass er behauptet habe, er sei der König der Juden und mache dem Kaiser den Thron streitig. Irgendwie sowas.
Die Ankläger Jesu legten ihm zur Last, er sei ein Rebell.
Dabei wären sie selber gerne Rebellen gewesen.
Jesus wird für etwas verurteilt, was er sich stets standhaft geweigert hatte zu tun. Denn wann immer ihn eine Volksmenge zum König ausrufen wollte, zog er sich zurück und ließ seine politische Instrumentalisierung nicht zu. So heißt es zum Beispiel in Johannes 6, 15, nach der Speisung der 5000: „Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“
Er lief vor dem Königtum regelrecht davon!
Sieht so ein Rebell aus?
Jesus war kein politischer Erlöser. Er kam zunächst als Lamm Gottes, um die Sünden der Menschen wegzunehmen. Denn die Probleme der Menschen sind geistlicher Natur und erst in zweiter Linie politischer Natur. Man kann geistliche Probleme nicht mit politischen Mitteln lösen. Das ist unmöglich.

Doch zurück zum Karfreitag.
Die Möchtegern-Rebellen klagen den der Rebellion an, der sich weigerte ein Rebell zu sein.
Wie verheuchelt ist das?
Den Römern reichte die Begründung, obwohl Sie wussten, dass diese Beschuldigung an den Haaren herbeigezogen war.
Als Jesus hingerichtet wurde, wandte sogar die Sonne das Gesicht ab: „Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde." (Matthäus 27, 45). Von zwölf Uhr mittags bis drei am Nachmittag war es dunkel in Israel.
Dann starb Jesus.

Bisher haben wir nur die menschliche Seite des Karfreitags betrachtet. Ein Justizskandal geschah, ein Unschuldiger wurde hingerichtet.
Doch das Ereignis hatte auch eine geistliche Seite.
Die Kreuzigung Christi war nämlich von Anfang an Gottes Plan. Jesaja hatte bereits 700 Jahre bevor sich das alles ereignete darüber eine der erstaunlichsten Weissagungen in der ganzen Bibel niedergeschrieben.
Ein Austausch geistlicher Zustände fand statt: Der Unschuldige hing am Kreuz als Stellvertreter für die schuldige Menschheit. Jesus nahm als Opferlamm die Sündennatur des gefallenen Menschengeschlechts auf sich. Und jeder, der das glaubt, erhält im Gegenzug seine göttliche Natur eingepflanzt.

„Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen. Siehe, Neues ist geworden.“  (2. Korinther 5, 17).

Das funktioniert tatsächlich! Ich hab's am eigenen Leib (Geist) erlebt.
Für natürlich denkende Menschen ist das unverständlich, denn sie sind nur mit den Kräften dieser Welt vertraut. Sie erkennen beispielsweise das Gesetz der Schwerkraft an und wissen dass 2 plus 2 gleich 4 ist.
Doch von den Kräften Gottes wissen sie nichts, obwohl sie von ihnen täglich umgeben sind. Nur Gott kann aus nichts Materie erschaffen oder etwas Totem Leben einhauchen. Keinem Wissenschaftler diese Erde ist dies bisher gelungen. Es wird ihnen auch nicht gelingen. Denn Leben ist eine geistliche Kraft, die ihren Ursprung in Gott hat.

Für Gott ist es möglich, einer Person die Schuld einer anderen Person zuzurechnen und im Gegenzug den Schuldigen freizusprechen.
Das funktioniert jedoch nur unter einer Bedingung: Man muss Jesus zum Herrn seines Lebens machen, an ihn glauben und ihm nachfolgen. Nur dann erhält man ewiges Leben und die Vergebung von seinen Sünden.
Umsonst gibt's das also nicht.
Wäre ja auch noch schöner. Also bitte. Erlöst werden wollen aber weiter sündigen? Wo gibt's denn sowas.
Willst du Gottes Segen erleben?

Dann mach ganze Sache mit ihm!

Montag, 14. April 2014

Predigten wo?

„Was ich zu euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert wird, ruft aus auf den Dächern!“
Matthäus 10, 27

„Pastor, ich habe mir Ihre Predigt über Gebet der letzten Woche angehört. Sie war eine totale Offenbarung für mich. Leider habe ich  mir die Predigt nicht downgeloadet.
Gibt es eine Möglichkeit das noch zu tun. Wäre eine tolle Sache. Würde diese ermutigende Predigt gerne meinen Freunden vorspielen.
Mit freundlichen Grüßen, M. H.“

Hallo M. H.
Ich freue mich immer, wenn ich erfahre, dass die Botschaften, die wir ins Internet stellen, ihre Hörer erreichen.
Wir veröffentlichen nicht alle Predigten dauerhaft. Nicht wenige landen jedoch in unserem YouTube-Kanal „OnlineKirche“, wo sie dann langfristig und weltweit abrufbar sind. Falls also mal eine Botschaft nicht mehr auf unsere Homepage vorliegt: Einfach auf das YouTube-OnlineKirchen-Icon klicken und schauen, ob es sie dort gibt. Wenn sie da auch nicht mehr ist, dann kann man sich immer noch im Delta Shop für 3 Euro die CD bestellen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören.

Samstag, 12. April 2014

Wenn du mal etwas nicht bekommst…

…dann hat Gott etwas Besseres für dich.

Meine Frau und ich wollten neulich Tickets kaufen. Wir waren in Eile und mussten nach langem hin und her und vielem Prüfen langsam mal zu Potte kommen, denn die Preise stiegen von Tag zu Tag bis ins schier Unermessliche. Ein Trend nach unten war nicht mehr erkennbar. Doch als wir online buchen wollten, hatten wir alle möglichen Schwierigkeiten mit der Website. Zudem hatte ich gerade nicht wirklich Zeit, da ich am nächsten Morgen für einen Tag wegfahren sollte.

Außerdem hatte ich kein besonders gutes Gefühl inmitten all der Hektik.

Also haben wir es zum Schluss einfach gelassen. Wir haben uns angeschaut und beschlossen, dem Herrn darauf zu vertrauen, dass wir schon noch von irgendwoher ein gutes Angebot bekommen würden.

Heute morgen haben wir es dann noch einmal versucht. Und siehe da: Ein supergünstiger Tarif war plötzlich verfügbar. Mit der online-Buchung hatten wir auch plötzlich keine Probleme mehr. Alles klappte und wir konnten viele viele Euros sparen.

Dir geht es sicher manchmal genauso: Irgendetwas will und will nicht klappen. Dann nimm einfach Abstand, atme tief durch, und vertraue dem Herrn, dass er hinter den Kulissen schon wirkt. Wenn Gott bei einer Sache mit dabei ist, dann fügt sich nahtlos eins ans andere und es ist eine gewisse Harmonie vorhanden. Es läuft dann wie geschmiert. Wenn es quietscht und hakt: Pass auf! Möglicherweise bist du dabei einen Fehler zu begehen und der Herrn versucht, dich daran zu hindern.

"Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hören: Dies ist der Weg, den geht."

Jesaja 30, 21.

Donnerstag, 10. April 2014

Warum ich Firefox nicht mehr benutze

"Wehe denen, die die Schuld herbeiziehen mit Stricken des Nichts, und die Sünde wie mit Wagenseilen!"
Jesaja 5, 18

Im Moment geht ein mittlerer Aufschrei durch die amerikanische Medienlandschaft. Denn der Verwaltungsrat von Firefox, der Firma die den populären Browser herausbringt, hat den Chef der Firma, Brendan Eich, nach nur 11 Tagen im Amt gefeuert.
Warum?
Weil er eine Meinung hat.
Die hat zwar mit der Firma und seiner Fähigkeit sie zu leiten nicht das geringste zu tun, passt aber dem Verwaltungsrat nicht. Es ist auch nicht so, dass der Mann inkompetent wäre. Eich, der nicht nur den Browser maßgeblich mitentwickelt hat, sondern auch die allgegenwärtige Programmiersprache Javascript erfand—also ein herausragender Pionier des Internets ist—, hat lediglich eine Meinung, die den Verwaltungsrat nun veranlasste zum Hackebeil zugreifen und seine Karriere mit sofortiger Wirkung zu terminieren.
Welche?
Brendan Eich unterstützt die traditionelle Definition von Ehe. Er glaubt, dass eine Ehe aus einem Mann und einer Frau besteht. Deswegen hat er vor sechs Jahren eine Volksabstimmung in Kalifornien, (Proposition 8), mit 1000 Dollar unterstützt. Deren Anliegen war es, einen Zusatz in die kalifornische Verfassung aufzunehmen, der genau das besagt: Eine Ehe kann nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden. Selbst im libertären Kalifornien stimmten 52 Prozent der Wahlberechtigten FÜR diesen Zusatz.
Er entspricht also der Mehrheitsmeinung.
Dem Verwaltungsrat von Firefox ist das jedoch egal. Dabei sagt jeder bei Firefox, er sei ein guter Vorgesetzter gewesen und habe nie jemanden diskriminiert. Eich musste gehen, weil er bei seiner Meinung blieb und sich von ihr nicht medienwirksam lossagte. Er spielte beim Showtribunal, das totalitäre Parteien so lieben, nicht die für ihn vorgesehene Rolle des geschassten Büßers.
Der Fall macht mich fassungslos.
Das ist nicht mehr das Amerika, in dem ich mal gelebt habe.

Wenn man gefeuert werden kann, weil man das christliche Familienbild vertritt: Was kommt als nächstes?
Man fliegt, weil man gegen Abtreibung ist?
Man wird entlassen weil man nicht glaubt, dass Israel ein Apartheidsstaat ist?
Das Finanzamt intrigiert gegen einen, weil man an die Bibel glaubt?
Keiner nimmt einen mehr und man muss harzen gehen, weil sich herumgesprochen hat, dass man die Atomkraft nicht hasst und Zweifel an der Klimahysterie hat?
Der politisch-korrekte Meinungsterror wird weiter Raum greifen, wenn man ihn lässt. Wir müssen anfangen uns dagegen öffentlich und vernehmbar zu verwahren. Ich will in einer freien Welt leben und nicht in einer, in der Karrieren von kompetenten Könnern vernichtet werden, nur weil sie eine traditionelle Meinung vertreten. Ich dachte, der Westen hätte seine totalitären Tendenzen überwunden. Nun kommen die plötzlich zurück, von hinten durch die Brust ins Auge.

Ich für mein Teil habe mich entschlossen, Firefox nicht länger zu benutzen. Man muss Proto-Faschisten, (auch rotlackierte), nicht unterstützen, wenn man sie einmal identifiziert hat. Chrome ist sowieso schneller und irgendwie schlanker.
Da ich aber auf das Firefox-Feeling nicht ganz verzichten will, habe ich mir Pale Moon von http://www.palemoon.org/ heruntergeladen. Dieser Browser beruht auf der Firefox-Engine und akzeptiert sogar Firefox-Addons und Plugins. Die liefern sogar ein Tool mit, mit dem man mit einem Klick alle seine gewohnten Einstellungen von Firefox auf Pale Moon übertragen kann.
Mozilla no more: Ein kleines Statement für eine freiere Welt.

Gottes Segen, Brendan Eich.

(Gepostet mit Pale Moon).

Dienstag, 8. April 2014

Fülle und Kraft des Geistes



"Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt und von dem Teufel versucht.
Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm ging hinaus durch die ganze Umgegend."
Matthäus 4, 1-2+14

Jesus ging voll Geistes in die Wüste und kehrte nach 40 Tagen in der Kraft des Geistes von dort zurück.
Voll Geistes zu sein ist etwas Wunderbares.
Doch außerdem auch noch in der Kraft des Geistes zu wirken, ist noch besser.
Bei Jesus lagen zwischen der Fülle des Geistes und der Freisetzung der Kraft 40 Tage voller Prüfungen. Jesus bestand sie alle, und als er aus der Wüste kam schaltete und waltete er in den Kräften Gottes wie kein anderer vor oder nach ihm.

Nach seiner Geistestaufe dachte Jesus sicher, „Jetzt geht's los!“ Doch stattdessen stellte er fest, dass der Heiligen Geist ihn in die Wüste führte und nicht in die nächste Großstadt. Statt vor geistlich hungrigen Volksmengen zu stehen, sieht er sich plötzlich dem Versucher gegenüber. (Lukas 4, 1). Das war gar nicht angenehm.
Zwischen Jesus und dem vollmächtigen Dienst lag die Wüste.
Zwischen dem Volk Israel und dem Gelobten Land lag einst ebenfalls eine Wüste.
Es scheint, wen Gott in ein Gelobtes Land führen will, den schickt er zunächst in das Gegenteil davon: in eine Wüste.
Dort sind Prüfungen zu bestehen.
Wenn man durchfällt, dann sieht man sich bald darauf der selben Prüfung noch einmal ausgesetzt. Das geht solange, bis man besteht oder das Zeitliche segnet. Wenn man bestanden hat, erfreut man sich größerer Vollmacht.

Wenn Gott einen in die Wüste führt und man dort allein ist und nicht einmal etwas zu essen hat, dann stellen sich recht schnell Gedanken ein wie: „Gott hat dich verlassen. Er kümmert sich nicht um dich. Er hat dich vergessen. Du bist ihm egal. Wenn Gott mit dir ist, warum bist du dann der Wüste? Du hast schon seit 40 Tagen nichts mehr gegessen! Gott stillt dir nicht einmal die elementarsten Bedürfnisse! Gott ist nicht gut. Er martert dich. Gebet bringt nichts. Am besten ist, du schmeißt den ganzen Christenkrempel hin und bist dir wieder selbst der Nächste. Das ist alles viel zu anstrengend. Wüste! Hunger! Das ist doch nicht normal!“

Das Volk Israel hat stets gemurrt wenn es wieder einmal vor unlösbaren Problemen stand. Israel kam mit dieser inneren Haltung auch nie aus der Wüste heraus. Die erste Generation derer, die aus Ägypten ausgezogen waren, starb dort.
Jesus murrte nicht.
Als der Teufel ihn aufforderte, aus Steinen Brot zu machen, entgegnete der Herr nur, „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem was aus dem Mund Gottes ausgeht.“
Jesus hat hier 5. Mose 8 zitiert. Dort ist in diesem Zusammenhang die Rede vom Manna, von Brot aus dem Himmel. Israel hatte einst auch nichts zu essen und murrte. Gott gab dem Volk dennoch Manna.
Denn er hatte es ja in die Wüste geführt!

Wen Gott in die Wüste führt, den muss er dort auch erhalten.

Jesus hat allen ernstes geglaubt, dass er sich nicht selbst helfen muss, dass Gott ihn erhalten würde. Dass Gott auch jetzt noch mit ihm war, obwohl es überhaupt nicht so aussah. Dass er nicht verhungern müsste. Selbst nach 40 Tagen erzwungenem Fasten hat er das noch geglaubt. Notfalls würde es halt Manna geben.
Der Teufel verlor endlich die Lust und verließ Jesus. „Und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.“ (Matthäus 4, 11).
Diese Engel waren die ganze Zeit schon da. Kaum hatte er seine Prüfungen bestanden, wurden sie aktiv. Und Jesus kehrte nicht nur in der Fülle, sondern auch in der Kraft des Geistes in die Zivilisation zurück.
Und veränderte die Welt.

Wirf auch du deine Zuversicht nicht weg. Sie hat eine große Belohnung. Engel warten darauf, dir zu dienen. Das werden sie jedoch nicht tun können, wenn du aufgibst. Dann müsstest du diese lästige Prüfung irgendwann noch einmal durchlaufen. Lieber jetzt stark sein und ein für alle Mal siegen.

Freitag, 4. April 2014

Widersprüche in der Bibel

"Pastor, die Bibel wimmelt vor Widersprüchen. In Matthäus 16, 28 zum Beispiel sagt Jesus, 'Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod keinesfalls schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.' Das ist jedoch nicht passiert! Alle, die damals da standen, sind gestorben bevor Jesus wiederkam."

Wer Widersprüche in der Bibel sehen will, wird sich welche finden. Da kann ich noch so viel erklären. Niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will.
Wer jedoch an der Wahrheit interessiert ist, der wird schnell feststellen, dass die sogenannten Widersprüche in der Bibel gar keine sind. Meist beruhen sie auf Vorurteilen, Missverständnissen oder Problemen bei der Übersetzung.

Nehmen wir die obige Aussage Jesu. In der Tat sind alle gestorben, die ihn damals reden hörten, ohne dass er in Herrlichkeit zurückgekehrt wäre. Wer jedoch einfach nur die unmittelbar folgenden Verse liest, also Matthäus 17 ab Vers 1, der liest gleichzeitig die Erfüllung seiner Vorhersage. Jesus nahm nämlich Petrus, Johannes und Jakobus mit auf einen hohen Berg, um dort zu beten. "Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht." (Vers 2). Mose und Elia erschienen und unterredeten sich mit ihm.
Petrus erkannte, dass er nunmehr den verherrlichten Christus vor sich hatte, der sich mit zwei wichtigen Mitarbeitern seines Reiches besprach. Er und seine Freunde sahen, wenn man so will, Jesus kommen in seinem Reich. Die Prophetie, die Jesus sechs Tage zuvor ausgesprochen hatte, hatte sich somit erfüllt.
Und wieder ist ein "biblischer Widerspruch" kein Widerspruch mehr.

Was sagt das Wort Gottes über sich selber?
"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet." (2. Timotheus 3, 16-17).

Und:
"Also ist der Glaube aus dem Hören, die Verkündigung [selbes Wort im Griechischen wie "Hören"] aber durch das Wort Christi." (Römer 10, 17).

Fragen darf man natürlich haben. Muss man sogar. Unbedingt. Doch wir müssen als Christen bereit sein, zum Glauben an das Wort Gottes durchdringen. Wir können uns dem nicht aus Prinzip verweigern, wie Mohammedaner oder Humanisten das tun. Denn das geglaubte Wort Gottes setzt die Kraft Gottes frei. Dauerskeptiker gehen leer aus. So war es, ist es und wird es immer bleiben.

Josua sagte einst kurz bevor er starb zum Volk Israel, "Und siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde. Und ihr wißt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß auch nicht ein Wort hingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, über euch geredet hat: alle sind sie eingetroffen für euch; kein einziges Wort davon ist hingefallen." (Josua 23, 14).

Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.

Dienstag, 1. April 2014

Wie gut hörst du?



"Als sie sich aber in Galiläa aufhielten, sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird überliefert werden in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt."
Matthäus 17, 22-23

"Und sie wurden sehr betrübt."
Was für ein kurioser Umstand.
Jesus hält seinen Jüngern eine der ungewöhnlichsten Predigten aller Zeiten, eine, die noch nie ein Prophet seinen Jüngern weitergegeben hat, und was machen diese?
Sie werden sehr betrübt.
Offenbar haben sie nur halb zugehört.
Sie haben verstanden, dass er gefangen genommen werden würde. Sie hörten, dass man ihn töten werde. Doch dann haben sie sich mitten in der Predigt ausgeklinkt und stürzten ab in eine Art Depression. Als Gefangene ihrer Traurigkeit haben sie die gute Nachricht, dass er am dritten Tag auferstehen wird, nicht mehr mitbekommen.
Entsprechend waren sie nach der Kreuzigung ernüchtert und entgeistert. Sie fühlten sich von Gott verlassen. Diesen Zustand hätten sie vermeiden können, wenn sie ihm nur besser zugehört hätten.

Vielen Christen geht es heutzutage ähnlich. Sie haben gehört, dass Christsein ein Maß von Leiden mit sich bringt und bleiben genau hier stecken. Dass Leiden bei Gott keinen Selbstzweck hat, vergessen sie allzu gern. Für Gott ist Leiden nur Mittel zum Zweck. Am Ende steht stets der Sieg.

Wir müssen genau zuhören, wenn Gott spricht. Sonst verstehen wir etwas falsch und landen in der Depression, während Gott in Wirklichkeit von Auferstehung und Leben spricht.

Wie hörst du?