Samstag, 21. April 2018

Die-Bibel.de

"Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist, denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben."
Josua 1, 8.

Habe festgestellt, daß meine Elberfelder Übersetzung der Bibel ein bestimmtes Wort an einer bestimmten Stelle nicht übersetzt, sondern überaus frei interpretiert, also den Wortlaut ändert und obendrein die Grammatik. Aus Aorist-Vergangenheit wird Präsens, aus passiv wird aktiv, aus dem Konjunktiv quasi ein Indikativ. Das geht auf keine Kuhhaut.
Anstatt nun zum Regal zu wetzen und andere Übersetzungen zu wälzen, habe ich es gewagt. Ich habe nach der Luther 2017 online geschaut.
Und bin froh, daß ich das gemacht habe.
Nicht wegen der Übersetzung. Die Luther 2017 überstetzt die Stelle ebenfalls grottig frei und nicht so, wie sie im Urtext steht. Doch www.die-Bibel.de hat noch andere Übersetzungen auf Lager! Nicht nur Luther 1984, die am weitesten verbreitete Übersetzung Deutschlands, ist dabei, sondern auch die Genfer, Zürcher, Menge, Gute Nachricht (eigentlich keine Übersetzung, sondern eine Art unverbindlicher Nacherzählung, (finde ich)) und die Schlachter Bibel sind auch sofort abrufbar! Die Schlachter endlich übersetzt, was im Griechischen tatsächlich dasteht. (Es handelt sich um das Wort kataxioo und seine Bedeutung in einem bestimmten Zusammenhang).
Go Franz Eugen!
Ich werde wieder mehr Schlachter lesen. (Diese Übersetzung war tatsächlich auch meine erste nach meiner Bekehrung, abgesehen von der Lutherbibel meiner Oma, die meine allererste war).

"Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad." (Psalm 119, 105).

Dienstag, 17. April 2018

Phänomenal (and free): Logos Bibelsoftware

"Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach."
Markus 14, 38.

Neulich saß sich vor meinen Computer und stellte eine Predigt zusammen. Da kam mir beim Lesen meiner Computerbibel die Idee, ein bestimmtes Wort im griechischen Urtext nachzuschauen.
Doch dazu hätte ich mich erheben müssen.
Ich hätte in meine Bibliothek hinübergehen müssen, hätte dort die Interlinearübersetzung oder die griechische Konkordanz suchen müssen, hätte den toten Baum dann aus dem Regal nehmen, hätte ihn aufschlagen, das Wort mühsam suchen und mir merken müssen, um dann zum nächsten (schweren!) Buch zu greifen, nämlich einem Lexikon—nur um dann zurückzugehen und wieder von meinem Computer platzzunehmen, um meine neugewonnenen Erkenntnisse in die Tastatur zu hauen.
Der Aufwand!
Ich schaute also im Internet nach, ob es nicht mittlerweile Bibelsoftware gibt, die mir diese lästigen Tätigkeiten ersparen kann.
Und ich wurde fündig.
Logos Bibelsoftware gibt's in verschiedenen Editionen, für 999 $ oder auch 3500 $, je nachdem welches Paket man wählt.
Ich kratzte mich am Kopf und dachte mir: Für soviel Geld kann ich einen Minijobber (oder eine/n Minijobber/in, wie man heute sagt) anheuern, der mir bei Bedarf die Bücher bringt und wieder ins Regal stellt. Doch Bibelschüler, mit denen man sowas machen kann, sind in unserer Gegend rar. Außerdem hätte ein solches Vorgehen wohl einen Ruch von Dekadenz.
Also suchte ich nach „bible software free.“
Und wurde abermals fündig!
Von ebenjener Logos Bibelsoftware, die so umfangreich und teuer ist, gibt's auch eine überhaupt nicht mickrige Umsonst-Edition. Und die kann alles, was ich will. Es stehen zwar statt 20 nur 2 Übersetzungen zur Verfügung und die sind auf Englisch. Auch sind keine 100-bändigen Kommentare dabei. Doch wenn ich jetzt die Bedeutung eines Bibelwortes im Urtext nachschauen will, dann muss ich mich nicht mehr schwerfällig zum Regal bemühen, sondern kann mit der Maus rechtsklicken und dann taucht das griechische Lemma auf.
Super.
Wenn sich das mal anschauen will: Hier ist der Link.

"Sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte." (Apostelgeschichte 17, 11).

Freitag, 13. April 2018

Warum stehen bibeltreue Amis hinter Trump?

"Das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache."
1 Korinther 1, 27.

„Pastor, Trump ist ein Schwein, ein xxx und ein xxx. Er macht mit einer Pornodarstellerin und einem Playboy-Bunny rum und zahlt denen Schweigegeld. Furchtbar. Warum stehen trotzdem so viele bibeltreue Christen in Amerika hinter ihm? Spinnen die?“

Trump ist kein Heiliger.
Aber die Alternative ist schlimmer.
Deswegen.

In seinem Wahlkampf 2016 hat Trump versprochen, sich für religiöse Freiheit und das ungeborene Leben einzusetzen. Außerdem wollte er verfassungstreue Richter ernennen, die nicht als Aktivisten Rechte erfinden, für die es im Kongress und in der Gesellschaft keine Mehrheit gibt. (Aktivistische Richter im ersten Senat des deutschen Verfassungsgerichts haben letztes Jahr beispielsweise mit 7 zu 1 Stimmen ein drittes Geschlecht erfunden. Am Bundestag vorbei, wissend, dass es dort für sowas keine Mehrheit gibt).
Trump hat seine diesbezüglichen Versprechen gehalten. Das ist vielen Christen wichtiger als das, was der Mann vor 10 Jahren mit irgendwelchen Schauspielerinnen getrieben hat. Die Abtreibungslobby NARAL zum Beispiel jammert, Trump sei, was den Widerstand gegen Kindstötungen im Mutterleib angeht, der „schlimmste Präsident, der uns je untergekommen ist.“ Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, was für ein Hallodri Trump lange Zeit war.
Außerdem hat er bereits bis heute Dutzende berechenbare, verfassungstreue junge Richter eingesetzt, die das amerikanische Rechtssystem auf Jahrzehnte hinaus prägen werden. Das ist ein Glücksfall.

Und er setzt sich für die Religionsfreiheit ein, die unter Obama stark gelitten hat, was hierzulande nie zur Sprache kam, weil es in den Redaktionsstuben niemanden interessierte.
Obama wollte Kirchen und Universitäten ihren Gemeinnützigkeitsstatus aberkennen, sollten sie sich gegen die gleichgeschlechtliche „Ehe“ aussprechen. Die Nonnen der Little Sisters of the Poor sollten über ihre Krankenversicherung dazu gezwungen werden, Abtreibungen und Verhütungsmittel zu finanzieren. Ärzte und Krankenschwestern sollten dazu gezwungen werden, auch gegen ihr Gewissen Abtreibungen vorzunehmen.
Hillary Clinton hat versprochen, solcherlei Angriffe noch zu eskalieren. Bereits 2015 forderte sie, dass religiöse Überzeugungen sich ändern müssten, wenn sie ihrer Agenda im Wege stünden. Noch nie hat ein amerikanischer Mainstream-Präsidentschaftskandidat die Religionsfreiheit unverhohlener bedroht als Clinton.
Trump hingegen hat im Gesundheitsministerium eine Behörde namens Conscience and Religious Freedom Division geschaffen, welche u.a. die Bürgerrechte von Ärzten und Schwestern schützt, die sich weigern, an Abtreibungen mitzuwirken.
Trump hat in seinem ersten Jahr vermutlich mehr für das ungeborene Leben und die religiöse Freiheit getan als jeder andere moderne Präsident. Das wiegt schon was.

"Der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen." (1 Samuel 2, 3).

Dienstag, 10. April 2018

Geduld

"Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben."
Jakobus 5, 10.

In den Universitäten des Mittelalters und der frühen Neuzeit lehrte man nicht unbedingt die Bibel, sondern vor allem Aristoteles. Der war sicher einer der größten Denker aller Zeiten. Doch in manchen Dingen lag er phänomenal daneben. So war sein wichtigster Satz über die Gravitation schlicht falsch. Er behauptete nämlich, dass zwei Gegenstände aus dem gleichen Material unterschiedlich schnell zu Boden fallen würden, der schwere schneller als der leichte.
Der selber geniale Galileo Galilei, Professor an der Universität von Pisa, zweifelte öffentlich an Aristoteles. Er behauptete: Zwei unterschiedlich große Gegenstände aus dem gleichen Material fallen mit gleicher Geschwindigkeit und kommen gleichzeitig am Boden an.
Natürlich waren alle entrüstet, wie sich das gehört.
Doch Galileo stieg den berühmten schiefen Turm hinauf und ließ zwei Gegenstände fallen, und alle konnten sehen, wie sie gleichzeitig unten ankamen.
Er hatte also recht und Aristoteles unrecht.
Und was machten die Herren Professoren?
Sagten sie: „Also gut, Galileo. Du hast recht. Wir haben jahrhundertelang Quatsch gelehrt. Wir ändern das jetzt sofort und übernehmen deine Sichtweise, denn sie ist ja die Wahrheit. Entschuldige, dass wir dich angegriffen haben. So sorry.“?
Sagten sie das?
Nein.
Sie lehrten einfach weiter Aristoteles.
Der solchermaßen ignorierte Galileo hatte später noch viele Probleme mit den herrschenden Meinungen der Mächtigen. Er erlitt so manches Unrecht. Doch die Wahrheit war trotzdem auf seiner Seite. Sie setzte sich auch durch. Es dauerte halt nur eine ziemlich lange Weile.
Zum Schluss aber gewinnt die Wahrheit immer. Kein Mensch glaubt heute mehr an Aristoteles.

"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8, 32).

"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14, 6).

Sonntag, 8. April 2018

"Seitenstechen" oder "Bibelleser wissen mehr"

"Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen."
2 Timotheus 2, 7.

Ein kleiner Bub hatte im Kindergottesdienst gehört, dass Gott aus Adam eine Rippe entnommen hat, um daraus Eva zu machen. Der Kleine rannte atemlos zu seinen Eltern. Dort angekommen, hatte er Seitenstechen und sagte, „Ich glaube, ich bekomme eine Frau.“

Der Junge hatte zwar über das Wort Gottes nachgedacht, war aber nicht ganz bei der korrekten Schlussfolgerung gelandet. Der Kurze hat zu kurz gedacht.
Doch Gott hat uns verheißen, uns in allen Dingen Verständnis zu geben, wenn wir das Wort Gottes bedenken.
Dazu müssen wir es natürlich lesen.
Ich habe festgestellt, dass es förderlich ist, nicht nur hier und da ein paar Verse oder ein Kapitel zu lesen, sondern sich hinzusetzen und nach und nach ein ganzes Buch aus der Bibel durchzuziehen. Etwas passiert, wenn man sich mal auf eines konzentriert: Man beginnt zu verstehen, um was es dem Geist Gottes geht.

"Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen." (Johannes 16, 13).

Donnerstag, 5. April 2018

RIP: Edith B.

"In deiner Hand sind meine Zeiten."
Psalm 31, 16.

In diesen Tagen ist Edith B. gestorben. Sie wurde 85 und war seit Gründung der Gemeinde 1992 mit dabei, bis es aus Altersgründen nicht mehr ging. Viele kennen sie noch gut. Nun können wir ihr das letzte Geleit geben.
Der Aussegnungsgottesdienst findet am Montag um 11 Uhr auf dem Schweinfurter Hauptfriedhof statt.

"Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Johannes 11, 25).

Sonntag, 1. April 2018

Frohe Ostern

"Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden."
Lukas 24, 5-6.

Das Grab ist leer.
Jesus ist auferstanden, nachdem er zu vor für die Sünden der Menschheit und viele andere ihrer Probleme gelitten hat.
Momentan ist er Erlöser, nicht Richter. Das kommt später.
Heute ist der Tag des Heils. Heute lädt er jeden ein, sich von Gott beschenken zu lassen.
Ich habe das heute morgen im Gottesdienst ein wenig ausgeführt und jetzt ist die Botschaft auf Youtube. Einfach bei OnlineKirche nach dem neuesten Video schauen oder HIER klicken.

Frohe Ostern.