Montag, 13. August 2018

Konnte Gott Kain einfach nicht leiden?

"Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe, aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht."
1 Mose 4, 4-5.

"Pastor, warum hat Gott Kains Opfer nicht angenommen? War das Willkür? Ich dachte, Gott ist Liebe. Warum ist er dann so kleinlich?"

Gott ist nicht kleinlich. Gott hat nach dem Sündenfall klar und deutlich demonstriert, wie ein Opfer auszusehen hat: Er hat Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell gemacht und sie bekleidet. Das Blut dieser Tiere bedeckte Adams Schuld, ihr Fell seinen Leib.
Im Blut steckt nämlich das Leben. (3 Mose 17, 14).
Dieses tierische Leben wurde anstelle von Adams Leben dahingegeben. Da der Mensch jedoch kein Tier ist, (nein, ist er nicht), kann das Blut von Tieren auch keine menschliche Schuld dauerhaft tilgen. Es kann sie nur bedecken.
Um Sühnung für den gefallenen Menschen zu erwirken, braucht es das Blut eines sündlosen Menschen, der freiwillig anstelle des Sünders stirbt. Einen solchen Menschen gab es jedoch nicht, da alle der Sündennatur Adams teilhaftig waren.
Was nun?
Der sündlose Gott mußte Mensch werden und sich für den Sünder opfern.
Dazu ist Jesus vom Himmel auf die Erde gekommen.
Alle Tieropfer aller Völker der Welt sind nicht viel mehr als Symbole für das eine große Opfer Christi.

Gott wollte, daß ihm ein Tier geopfert wird. Feldfrüchte wollte er aus obengenannten Gründen nicht. Pflanzen sind Menschen noch unähnlicher als Tiere und als Symbolopfer überhaupt nicht zu gebrauchen. Kain war das egal. Er gab, was er geben wollte, nicht was Gott wollte. Wenn man jedoch Gott ein Opfer gibt und angenommen werden möchte, dann muß man Gott schon das opfern, was er will. Sonst ist das Opfer nur eine sinnbefreite pseudoreligiöse Handlung.
Kain war in seinem Herzen ein Rebell und an einer ernsthaften Beziehung zu Gott nicht interessiert. Sonst wäre er auf ihn eingegangen.
So ist das.

"Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain." (Hebräer 11, 4).
Der Glaube kommt aus dem Hören. Also hat Abel von Gott gehört, daß er ein Tier, ein Erstgeborenes, von der Herde haben will. Abel opferte Erstlinge. (1 Mose 4, 4).
Jesus war ein "Erstling" seiner Mutter.
Abel orientierte sich an Gott, der selber Tiere geschlachtet hatte. (Adam hat das sicher auch getan und sich seinen Söhnen so als Vorbild gegeben). Kain ging auf einem eigenen Weg.

"Nicht wie Kain sollen wir sein, aus dem Bösen, der seinen Bruder ermordete. Und warum ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht." (1 Johannes 3, 12).

Kain lebte unstet und flüchtig. Das kennzeichnet bis heute das Innenleben eines Menschen ohne Gott.
Er hätte es auch anders haben können.
Du kannst es auch anders haben.

Sin is the cancer, Jesus is the answer.

Donnerstag, 9. August 2018

Furcht schützt vor Angst

"Wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht."
1 Petrus 1, 17.

Was ist der Unterschied zwischen Angst vor Gott und der Furcht des Herrn?
Wer Angst vor Gott hat, versteckt sich vor ihm, denn er hat was zu verbergen.
Siehe Adam.
Wer Gott fürchtet, hat genau deshalb nichts zu verbergen.
Denn hält sich an das Gebot.
Er braucht keine Angst vor Gott zu haben.

"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten." (Galater 6, 7).

Mittwoch, 8. August 2018

Prima Klima

"Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht."
1 Mose 8, 22.

Gegenwärtig ist es recht warm (bei uns) und erwartungsgemäß werden dann von politischer und medialer Seite Warnungen vor einem Klimakollaps ventiliert. All diese Beschwörungen von berufenen Klimahysterikern laufen stets auf eines hinaus: Es muß noch mehr Geld ausgegeben werden. Ich werde den Verdacht nicht los, daß es diesen Leuten einzig darum geht, einen weiteren Grund für ein weiteres Abgreifen von Finanzen beim Steuerzahler zu etablieren.
Seit neuestem kommt noch die Forderung nach der Aufnahme von "Klimaflüchtlingen" dazu, denn deren Inseln könnten bald untergehen. Daß die Insulaner gar keine Aufnahme wollen, sondern viel lieber Geld von den Industriestaaten hätten, geschenkt.

Nun hat der Wettermann Kachelmann, der nicht vom Staat alimentiert wird, darauf hingewiesen, daß von einer globalen Hitzewelle auf der Nordhalbkugel keine Rede sein könne. Bei uns ist es warm, wo anders ist es kühl. Die Abweichung von der Durchschnittstemperatur des Zeitraums 2000-2017 betrage genau 0,0 Prozent.
Gut, daß es solche Stimmen auch noch gibt.

Heißt das, daß es mit dem Klima immer prima weitergehen wird?
Nun, da kommen wir in die Eschatologie, die Endzeitkunde.
Das Wort Gottes sagt sehr wohl, daß es "Zeichen an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer," geben wird, "während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden." (Lukas 21, 25-26).
Diese Dinge werden jedoch von Gott hervorgerufen und können daher nicht mit höheren Steuern bekämpft werden, sondern nur mit einer Umkehr zu Gott.

"Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." (Lukas 21, 27-28).

Sonntag, 5. August 2018

Monkey Business oder: Jesus ist kein Gorilla

"Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht."
2 Korinther 3, 18.

Es gibt auf YouTube einen interessanten Beitrag aus der kognitiven Psychologie, also der Psychologie, die sich mit Wahrnehmung und ihrer Verarbeitung beschäftigt. Der Film heißt "The Monkey Business Illusion" von Daniel Simons.
Er ist prima und spricht auch zu Christen.
In dem Film gibt es ein weißes und ein schwarzes Team, (also Trikot-, nicht Hautfarben), und die Aufgabe lautet, zu zählen, wie oft das weiße Team sich den Ball zuspielt. Man schaut konzentriert hin und zählt mit und kommt auf x Ballabgaben.
Dies bestätigt der Psychologe.
Doch dann fragt er: Haben sie den Gorilla bemerkt?
Gorilla? fragt man sich. Wo bitte war da ein Gorilla?
Dann läuft der Film nochmal ab und tatsächlich: Von rechts tappt ein Gorilla ins Bild, bleibt in der Mitte stehen und trommelt sich auf die Brust, bevor er nach links wieder aus dem Bild verschwindet.
Rund die Hälfte der Zuschauer, (die nicht bescheidwissen), bemerken den Gorilla nicht. Das liegt daran, dass Wahrnehmung eine hochkomplizierte Angelegenheit ist. Wir können immer nur eine Sache wirklich ins Auge fassen. Alles andere kategorisieren wir als unwichtig und nehmen es nur am Rande wahr. Täten wir dies nicht, würden wir unser Gehirn hoffnungslos überlasten.
Nun ist natürlich von entscheidender Wichtigkeit, was wir gewohnneitsmäßig "anschauen", worauf unsere Aufmerksamkeit ruht. Denn das beeinflusst unsere Lebensqualität ganz entscheidend.

Leider nehmen auch Christen oft nur die Probleme wahr, die ständig von Hand zu Hand gehen wie der Ball des weißen Teams. Jesus, der sehr wohl in der Mitte vorhanden ist und um Hilfe gebeten werden möchte, sehen sie nicht, da sie völlig auf etwas anderes fixiert sind.
Wie stellst du dich in dieser Sache an?

Dein Tiefenblick aufs Leben kann und darf (und sollte) sein:
"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." (Römer 8, 28).
Amen.

Donnerstag, 2. August 2018

USA in die EU?

"Sie sollen Dankopfer darbringen und mit Jubel seine Taten erzählen, die sich mit Schiffen aufs Meer hinausbegaben, auf großen Wassern Handel trieben."
Psalm 107, 22-23.

Neulich haben sich der amerikanische Präsident Trump (Abstinenzler) und der Präsident der EU-Kommission Juncker (Champagnerfreund) in Washington getroffen, um Probleme mit Handelsbarrieren zu diskutieren. Die Europäer erheben hohe Zölle auf Waren aus Amerika. Die amerikanischen Zölle auf europäische Waren sind niedriger. Der US-Präsident fand das unfair und hat die US-Zölle angehoben („Strafzölle!“), worauf sich prompt lautes Wutgeheul in Europa erhob. Trump sei ein Protektionist, gegen Freihandel, eine Bedrohung für die Weltwirtschaft, usw., was jedoch eine Verzerrung der tatsächlichen Tatsachen ist. Trump hat nämlich schon auf dem G-7-Gipfel einen völligen Wegfall aller Zölle ins Gespräch gebracht, jedoch keine Zuhörer gefunden.

Man braucht nämlich im Welthandel eigentlich keine Wirtschaftsabkommen wie CETA oder TTIP mit ihren geheim tagenden Gremien, nichtstaatlichen Schiedsgerichten, Ausnahmeklauseln, usw. Man braucht nur einfach keine Zölle mehr zu erheben, dann hat man dasselbe Ergebnis, nur mit weniger Aufwand. (Allerdings bleiben dann Heerscharen von Bürokraten arbeitslos, was Heerscharen von Bürokraten naturgemäß nicht so prickelnd finden).

Nun entnehme ich der amerikanischen Presse, dass Juncker und Trump sich doch auf einen völligen Wegfall aller Zölle zwischen EU und USA geeinigt haben sollen, (entsprechend dem ursprünglichen Vorschlag des Unaussprechlichen). US-Kolumnisten sehen die USA schon als Mitglied des gemeinsamen Marktes, (der das einzige wirklich Gute an der EU ist).
Das wäre fantastisch.
Der größte Freihandelsraum der Welt würde entstehen. Preisbewusste Europäer könnten billige amerikanische Autos (mit der Technik von gestern, aber na und?) kaufen, während Amerikaner billiger an europäische Qualitätsprodukte kämen.
Der Handel würde zunehmen. Alle würden reicher werden.
Der deutschen Presse entnehme ich allerdings, dass Spanien, Frankreich usw. unbedingt ihren Agrarsektor vor der möglicherweise günstigeren amerikanischen Konkurrenz schützen wollen. Man wolle unbedingt an Zöllen festhalten. Andere EU-Staaten wollen wiederum ihre Produkte schützen, und so erweist sich, dass eigentlich nicht die Amerikaner gegen Freihandel und niedrige Preise sind, sondern die Europäer.
Isch 'offe, dass chèr Schonklodd sisch durchsetztö. Allez Müsjöh le Président! Wanken Sie, soviel Sie wollen, machen Sie nur die Zölle weg. Bussi. Meinen Segen haben sie.
Darauf einen Schampus.

"Ein Vorteil ist es, die Weisheit richtig anzuwenden." (Prediger 10, 10).

Dienstag, 31. Juli 2018

Verteidiger der Brüder

"Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue Gutes, und du wirst Lob von ihr haben, denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten.
Wenn du aber Böses tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut."
Römer 13, 3-4.

Die staatliche Macht ist nur so lange legitim und Gottes Dienerin, solange sie das Gute lobt und das Böse straft. Ändert sich das, so wird staatliche Macht zur Tyrannis und der Ordnungsstaat zur Perversion seiner selbst. Die Tyrannis fängt sich jedoch unweigerlich früher oder später selber Probleme ein.

Andrew Brunston aus Nord Carolina, USA, ist seit rund 20 Jahren Pastor einer Gemeinde im historischen Smyrna, dem heutigen Izmir, damals römisch-griechisch, heute türkisch. (Vor Jahren war ich mal in Izmir und habe dort eine kurze Impulspredigt gehalten, allerdings nicht in Pastor Brunstons Kirche; von dem wusste ich damals nichts).
Momentan hat er es nicht leicht, der Pastor, aber Rettung naht.
Doch der Reihe nach:
Vor zwei Jahren versuchte die eher säkular eingestellte türkische Armee gegen den neuen, streng moslemisch eingestellten starken Mann in der Türkei, Recep Pascha, zu putschen, was gründlich misslang. Erdogan „putschte“ nun seinerseits. Im Zuge der Säuberungen ließ er, dem christliche Aktivitäten naturgemäß ein Dorn im Auge sind, auch Pastor Brunston ins Gefängnis werfen. Er sei ein Spion und Terrorunterstützer, (was sonst?).
Brunstons Tochter Jacqueline sprach im März vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf und verlas eine Note ihres Vaters, in der er darauf hinwies, dass es unstrittig sei, dass er nicht wegen eines Vergehens, sondern wegen seines Glaubens im Gefängnis sitze. (Dieser Menschenrechtsrat ist jedoch ein Witz, wenn man sich mal die Mitgliedsstaaten anschaut).
Nun hat sich Donald Trump in die Affäre eingeschaltet und nicht lange gefackelt. Die USA werden die Türkei wegen der langen und ungerechtfertigten Haft Pastor Brunstons mit massiven Sanktionen belegen. Diese unschuldige Mann des Glaubens sei sofort freizulassen.
In der Tat.
Als amerikanischer Christ im türkischen Knast kann man froh sein, dass dieser sperrige deutschstämmige Milliardär momentan Präsident ist und nicht ein anderer.
Apropos:
Ich kann mich nicht erinnern, dass die deutsche Regierung irgendetwas außer Sprechblasen abgesondert hätte, als 2007 hinten in der Türkei der deutsche Christ Tilmann Geske und zwei türkische Christen von fanatisch antichristlich-moslemischen Nationalisten massakriert wurden. (Ein Leiter im türkischen Justizministerium sagte seinerzeit sogar, Missionsarbeit sei gefährlicher als Terrorismus; er unterstützte die Mörder also moralisch). Die allseits bekannten Täter wurden erst 2016 endlich verurteilt. Spät, aber immerhin.

"Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?" (Lukas 18, 7).

Montag, 30. Juli 2018

Endlich wieder richtig Sommer

"Du bestellst Finsternis und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes."
Psalm 104, 20.

In meinem Garten begegnen mir immer wieder Gartenrotschwänze, die wenig scheu vor mir haben. Es ist nicht so, dass sie mir aus der Hand fressen würden, vielmehr hauen sie nicht gleich ab, wenn ich mich bemerkbar mache, sondern hüpfen lediglich einen Ast weiter und schauen mich an.
Ich vermute, das sind die, die vor einigen Wochen in einer Hecke nah beim Haus geschlüpft sind. Aus den blauen Eiern wurden seinerzeit riesige Schnäbel, die sich in Flauschbälle mit Augen verwandelten und eines Tages weg waren. Die kennen mich und mein neugieriges Gesicht vom gelegentlichen Insnestschauen. Sie sind praktisch mit mir groß geworden.

Überhaupt lassen sich zurzeit großartige Naturbetrachtungen anstellen. Jetzt ist nämlich die Blattzeit der Rehe.
Man kann sich, wie ich gestern abend, mit einem Feldstecher bewaffnet auf einen Jägerstand am Waldrand, vor einer Wiese mit Kleebewuchs, setzen und warten bis die Sonne untergeht. Dann kann es sein, dass einem Hasen, Füchse und vor allem Rehe unterkommen. Denn die Böcke treiben die Ricken in eindeutiger Absicht aus dem Wald und steigen ihnen nach. Spannend wird es, wenn ein minderer Bock auftaucht und sich an den Geißen eines Platzbocks zu schaffen macht und diese Geißen dann zu schrecken beginnen, (d. h. sie quietschen).
Falls sich nichts tut, dann macht man einfach selber das Fiepen einer bedrängten Geiß nach und dann kann es sein, dass der Platzbock einen für einen Eindringling hält und selber zu Knören beginnt—und plötzlich auf der Wiese steht und streng um sich blickt wie ein Politkommissar, der die Konterrevolution wittert.
Gestern war es jedenfalls so spannend, dass ich erst um dreiviertel 10 wieder vom Stand heruntergekraxelt bin.
Was man nicht alles erlebt.

"Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern sich in ihren Verstecken. Der Mensch geht aus an sein Werk, an seine Arbeit bis zum Abend." (Psalm 104, 22-23).