Dienstag, 21. November 2017

Menschensohn? Gottessohn?

"Jesus hörte, daß sie ihn hinausgeworfen hatten. Und als er ihn fand, sprach er: Glaubst du an den Sohn des Menschen?"
Johannes 9, 35.

Jesus hatte in Jerusalem einen blindgeborenen Bettler geheilt. Den brachte man zu den Pharisäern, die wollten, dass er Jesus als Sünder bezeichnet, denn Jesus hatte ihn am Sabbat geheilt. Das tat der Mann natürlich nicht. Da warfen die Pharisäer den ersten so Geheilten, von dem man je gehört hat, in hohem Bogen auf die Straße.
Jesus fand ihn und stellte ihm die oben zitierte Frage—
—die bei manchen zu einer weiteren Frage führt:

„Pastor, warum nennt sich Jesus in den Evangelien so oft Menschensohn. Hätte er sich nicht vielmehr Gottes Sohn nennen müssen?“

Er hat sich auch Gottes Sohn genannt, etwa in Johannes 10, 36 und an vielen anderen Stellen.
Aber er nannte sich auch Menschensohn.
Warum?
Das hat mit der Weissagung in Daniel 7, 13-14, zu tun, wo der Prophet sagt:

„Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, daß es nicht zerstört wird.“

Der „Sohn eines Menschen“ in diesem Text ist der Messias. Die Juden kannten diese Schriftstellen in und auswendig, denn sie sehnten den Messias seit Jahrhunderten dabei. Jesus, der sich „Sohn des Menschen“ nennt, bezieht sich auf Daniel und bekennt damit, dass er der Christus ist, der „Sohn des Hochgelobten.“ (Markus 14, 61).
Jesus ging nicht umher und nannte sich ständig in höchsten Tönen Gottes Sohn. Das wäre seltsam rübergekommen. Stattdessen nannte er sich Menschensohn und diejenigen, die das Wort Gottes kannten und Ohren hatten zu hören, verstanden ihn ganz genau.
Denn jedes Mal, wenn Jesus sich den biblisch weniger Beschlagenen öffnete und sich Gottes Sohn nannte, flogen hinterher die Steine. („Gotteslästerung!“)
Als er zu vielen geistlich gar nicht mehr durchdrang, verlegte er sich aufs Predigen von Gleichnissen. Wer die verstehen wollte, musste nachhaken. Wer das nicht tat, blieb unwissend.
Fragenstellen und Nachhaken ist gut.
Frag ruhig weiter.

"Und als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil." (Markus 4, 10-11).

Montag, 20. November 2017

Der Staat wird als Erlöser stark überschätzt

"Und es wird geschehen, wenn eines von den Völkern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten: Über diese wird kein Regen kommen."
Sacharja 14, 17.

Da sich die Parteienlandschaft so zersplittert hat, hat bei der letzten Bundestagswahl keine Partei eine eindeutige Mehrheit bekommen. Nun müssen sich Koalitionen bilden, und das ist in der Sache schwierig. Denn niemand will von seinen Überzeugungen abrücken und Kompromisse schließen.
Die Wähler haben im September im Ergebnis den Wunsch nach einer Mitte-rechts-Regierung kundgetan, die sich vor allem um die Vermeidung der ungesteuerten Zuwanderung kümmern möge. CDU/CSU, FDP und AfD haben eine rechnerische Mehrheit. Die Bundeskanzlerin ist jedoch eine Grüne, (auch wenn sie in der CDU ist), und mit der Partei, deren Namen man nicht nennen darf, erlaubt man sich nicht zu koalieren, auch wenn man diesen "gärigen Haufen" dadurch womöglich schlagartig entzaubern würde. Und so verhandelten Union, FDP und Grüne über eine sogenannte Jamaika-Koalition—viele Wochen lang.
Ergebnislos.
Nun hat die FDP die Verhandlungen abgebrochen und Deutschland bleibt vorerst ohne legitimierte Regierung.
Auch gut.

Ich stehe ja grundsätzlich auf dem Standpunkt, dass Regierungen notorisch überschätzt werden. Solange die Sicherheit gewährleistet ist und die Verwaltung funktioniert, braucht man eigentlich gar keine weitere Regierung. Die erhöht nur ständig die Steuern. Regierungen meinen es natürlich immer gut, bedenken bei ihrem Aktionismus jedoch nur selten die unbeabsichtigten Konsequenzen ihrer Verordnungen und Gesetze. Und so verschlimmbessern sie die Welt oft, sodass man froh sein muss, wenn die Regierung einmal nichts macht.

Jamaika ist gescheitert.
Was nun?
Für mich wäre eine Minderheitenregierung die beste Lösung: Union und FDP lassen sich von der AfD tolerieren und ersparen der Nation so Neuwahlen. Merkel müsste sich mäßigen und könnte keinen ihrer berüchtigten Volten mehr hinlegen. Denn Euro-, Energie- oder Bevölkerungswenden ließen sich in einer solchen Konstellation nicht mehr durchsetzen. Wer weiß, vielleicht würden Deutschland und Europa sogar wieder zum Einhalten von Regeln zurückfinden.
Just a thought.

"Glücklich die Nation, deren Gott der HERR ist." (Psalm 33, 12).

Donnerstag, 16. November 2017

Gute Nachricht aus einem fernen Land

"Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land."
Sprüche 25, 25.

Habe heute Morgen folgende E-Mail von unseren bewährten Missionskontaktleuten erhalten. Oben steht der Originaltext aus Indien, darunter die Übersetzung.

"Hallo Gert,

anbei ein Bericht aus Indien, ....
Er handelt auch über den Gemeinde Bau, und deswegen wollte ich den auch an Euch weiterleiten, da er ja von Euch finanziert wurde.
Ich hoffe der hilft Euch und informiert Euch gut darüber was mit der Investition geschehen ist.
Liebe Grüße,

A.

Detailed Report on Church Construction:
Detailierter Bericht über den Kirchenbau:
You provided the major financial contribution that helped us construct a church building in Jhalod, Gujarat. The area is so remote that finding a building made of concrete (like the one we built) is quite rare in the immediate vicinity because most of the people live in mud-houses. The building made such a difference for the church membership which was around 150 at that time. Before we constructed the building, they used to simply put up a large outdoor tent to worship in. During the Summer and Winter months, they could not worship in the Tent as it was either too hot or too cold and so they experienced great inconvenience. During summer they would worship simply in the shade of a large tree or group of trees. During the winter months, when it was too cold to worship in an outdoor Tent, they would meet in smaller groups inside houses of church members. Now, ever since we constructed the church building for them, they are able to meet in the same building at all times, including the Summer and Winter months.
           
Ihr habt den größten Teil an finanzieller Unterstützung beigesteuert, der uns geholfen hat das Gemeinde Gebäude in Jhalod, Gujrat zu bauen. Die Gegend ist so entlegen, dass ein Gebäude aus Zement (so wie wir es gebaut haben) sehr selten in der unmittelbaren Umgebung ist, weil die meisten der Leute in Lehm-Hütten leben. Das Gebäude hat einen sehr großen Unterschied in der Gemeinde Mitgliedschaft ausgemacht, welche um die 150 zu der Zeit war. Bevor wir mit dem Bau begonnen haben, hatten die lediglich ein großes Zelt im Freien aufgestellt, um dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Während der Sommer- und Winter-Monate konnten sie nicht im Zelt die Gottesdienste abhalten, da es entweder zu heiß oder zu kalt war, was sehr unangenehm für alle beteiligten war. Während des Sommers haben sie einfach im Schatten eines großen Baumes oder einer Gruppe an Bäumen ihre Gottesdienste abgehalten. Während der Winter-Monate, wenn es zu kalt wurde um draußen in einem Zelt zu sein, haben sie sich in kleineren Gruppen in den Häusern der Gemeinde-Mitglieder getroffen. Seit dem Bau des Gemeinde Gebäudes, sind sie in der Lage sich immer im gleichen Gebäude zu treffen, sei es Sommer oder Winter.

For the church inauguration/dedication service which was held in November 12th, 2015 around 500 people showed up. There was great excitement and the Pastor (Jitendra) and his congregation and all the other people who attended the inauguration were extremely grateful for what we had done. There is no way we could have done something like this without your substantial financial contribution. Furthermore, after we constructed the building, their church attendance has grown by more than 40% (more than 60 people have been added to the church). Since the construction, this one church has begun a couple of branch-churches in a couple of other nearby towns. This has really helped this church expand and grow.
           
Bei dem Einweihungs-Gottesdienst, welcher am 12. November 2015 abgehalten wurde, waren ungefähr 500 Leute anwesend. Es war eine große Spannung und Pastor Jitendra und seine Gemeinde und all die anderen Leute die zur Einweihung aufgetaucht sind waren sehr dankbar für was wir getan hatten. Es wäre uns nicht möglich gewesen so etwas ohne euren wesentlichen finanziellen Anteil zu tun. Des weiteren ist der Gemeinde Besuch, seit der Fertigstellung, um mehr als 40% gestiegen (mehr als 60 Leute sind der Gemeinde hinzugefügt worden). Seit der Fertigstellung hat diese Gemeinde auch weitere Tochter-Gemeinden in ein paar der näher liegenden Städten gegründet. Dies hat der Gemeinde wirklich geholfen zu expandieren und zu wachsen."

Das ist doch mal ein guter Bericht.

"Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun." (2 Thessalonicher 3, 13).

Samstag, 11. November 2017

Wer ist Jesus für dich?

"Und sie sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josefs?" (Lukas 4, 22.

"Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." (Matthäus 16, 16).

Als Jesus in der Synagoge von Nazareth offenbarte, dass er der Kommende, der Prophet, der Christus, der Messias, der Sohn Gottes sei, waren die Leute von seinen „Worten der Gnade“, von seiner Eloquenz und Vollmacht, beeindruckt.
Und nahmen prompt Anstoß an ihm.
Denn sie wussten, dass der, der da behauptete „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat“, der Zimmermann war, der Sohn der Maria, der Sohn Josefs. Außerdem kannten sie seine Familie, seine Brüder Jakobus, Joses, Simon, Judas, und seine Schwestern.
Der Messias sollte ein Zimmermann sein?
Das stimmte mit ihren Vorstellungen vom Messias überhaupt nicht überein. Wenn der Messias dermaleinst kam, dann auf einem weißen Ross wie ein König, wie David seinerzeit. Mit dem Schwert in der Hand würde er das Joch der Fremdherrschaft zerschmettern. Und nun stand da ein Wanderprediger mit Zimmermannsausbildung vor ihnen, noch dazu einer, den sie seit seinem Kindesalter kannten.
Nach ein wenig Nachdenken waren sie nicht mehr beeindruckt.
Man hörte zwar, dass er in Kapernaum und Corazin mächtige Wunder getan hatte. Wenn er nun hier auch so loslegte, dann könnte man nochmal drüber reden. Bislang sah es jedoch nicht so aus.
Jesus machte sich nichts vor. Er merkte, dass die Menschen hier nicht bereit waren für ihn und zog davon. „Und er KONNTE dort kein Wunderwerk tun, außer daß er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.“ (Markus 6, 5-6).
Die Nazarener hatten das falsche Bild von Jesus.
Denn er war in der Tat das, was er zu sein behauptete: Der Christus Gottes.
Ihr Unglaube neutralisierte die Kraft Gottes in ihrem Leben.

Ganz anders die Apostel. Sie sahen in Jesus nicht den Zimmermann, sondern den Mann Gottes.
Sie glaubten.
"Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus... und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn."
Als Petrus sein berühmtes Bekenntnis abgelegt, (siehe oben), und ihn Christus und Sohn Gottes nennt, gibt Jesus ihm und allen Gläubigen eine großartige Verheißung: "Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen." (Matthäus 16, 18).
Nicht Petrus ist der Fels, auf den die Gemeinde gebaut wird, sondern die Offenbarung, dass Jesus der Christus ist. (Petrus bedeutet Stein, nicht Fels, da ist ein Unterschied. Petrus als wichtiger Stein ist selber auf den Felsen gegründet).
„Und des Hades Pforten werden sie [die Gemeinde] nicht überwältigen!“
Die Macht der Hölle beißt sich an denen, die Jesus als Christus und Sohn Gottes bekennen, die Zähne aus.

Zwei unterschiedliche Sichten auf Jesus:
Die Nazarener bekamen nichts von Gott, die Apostel hingegen wirkten mit großer Vollmacht. Weil sie Jesus ernstnahmen und ihm ernsthaft nachfolgten.

Wer ist Jesus für dich?
Ist er dein Kumpel? Oder ist er dein Herr und Gott?

"Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein." (Offenbarung 21, 6-7).

Freitag, 10. November 2017

Mainstreaming madness

"Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!" Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht geübt."
Psalm 53, 2.

Nach und nach kommt es raus, doch man muss schon genau hinschauen, damit man es erfährt.
Wie schon der Trump-Hasser, der im Juni eine Gruppe republikanischer Kongressabgeordneter beim Baseball-Training (für eine Wohltätigkeitsveranstaltung) beschoss und teils schwer verwundete, war auch der Kirchenkiller von Texas streitsüchtiger Atheist und Anhänger des extrem linken ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders (der mit diesen Vorfällen nichts zu tun hat).
Der Mordschütze von Las Vegas neigte angeblich Hillary Clinton zu.

Der Mörder von Texas war vorbestraft und hätte eigentlich keine Waffen besitzen dürfen. Dass er doch welche besaß, lag nicht an irgendwelchen zu laschen Gesetzen, sondern daran, dass Bürokraten bestehende Gesetze nicht sorgfältig genug umgesetzt haben. So meldete die Air Force die unehrenhafte Entlassung des Täters nicht an die entsprechenden Behörden, Straftaten wurden nicht registriert, usw.
Das strengste Gesetz hilft nichts bei Schlendrian.
Und Verbrecher kümmern sich per Definition nicht um Gesetze. Anis Amri hatte zwar eine Waffe, aber keinen Waffenschein.
Die Kongressabgeordneten wären heute tot, hätten nicht Beamte von der Capitol Police mit ihren Waffen eingegriffen.
Als Amri einen französischen Polizisten beschoss, schoss der (mit einer Waffe) zurück und neutralisierte den Terroristen.
Im Falle des Killers von Texas griff ein gesetzestreuer Bürger zu seiner AR-15, (einer martialisch ausehenden Minikaliberbüchse), und verhinderte so ein weiteres Morden.
Muss man auch sehen.
Es gibt gute Waffen und böse Waffen, je nach dem, in wessen Hand sie sich befinden.

Es wäre ausgesprochen hilfreich, wenn die Presse weniger Hetze, etwa gegen den amerikanischen Präsidenten, in die Welt setzen würde. Man muss den Typen nicht mögen. Ich bin auch kein Fan. Sein Stil ist grottig und manchmal zum Fremdschämen. Aber die Hasstiraden, die ich in den Blättern diesseits und jenseits des großen Teiches regelmäßig zur Kenntnis nehmen muss, lassen mich nicht an Trump, sondern am Verstand der Schreiber zweifeln. Von Ausgewogenheit oder Fairness in der Berichterstattung, oder gar gutem Willen keine Spur.
Manchmal wird dem Mann das Wort im Mund herumgedreht.
Diese Hetze wirkt auf labile Gemüter anfeuernd, sie verstärkt die teuflischen Tendenzen im Herzen dieser Leute, und dann kommt's zu Verbrechen wie den oben erwähnten. (Verhält sich bei Terroristen genauso).

"Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen." (Sprüche 18, 21).

In welcher Tonlage denkst du, wenn du in deinem Kopf mit dir allein bist? Ist dein Denken auch von Hass und Hektik gekennzeichnet, oder kommst du trotz all dem Chaos in der Welt noch ab und zu zur Ruhe?

Montag, 6. November 2017

Der Tod in Texas

"Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, darüber sinnt nach! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein."
Philipper 4, 8-9.

Texas ist das Bayern Amerikas, (nur flacher). Alles ist dort ein bisschen größer, (bis auf die Berge). Die Deutschen waren dort, soweit ich weiß, auch die größte Einwanderergruppe. (Als ich vor vielen Jahren mit meiner Frau in San Antonio war, fuhr prompt auch noch ein Laster von Löwenbräu die Straße hinunter und hat mich restlos überzeugt).
Nun hat nahe San Antonio ein unehrenhaft aus dem Militär entlassener Soldat eine kleine Baptistengemeinde heimgesucht und während des Gottesdienstes 26 Menschen erschossen. Es handelt sich um das schlimmste Massaker in der Geschichte des stolzen Staates.
Furchtbar.
Gott stehe den betroffenen Familien bei.
In Amerika wüten zur Zeit starke antichristliche Kräfte. Der Todesschütze von Nevada etwa feuerte in eine Menge von Konzertbesuchern, die kurz zuvor das Lied „God bless America“ gesungen hatte—und nicht etwa die Atheistenhymne „Imagine (there's no Heaven...)“ von John Lennon. Zwar besteht das halbe Kabinett des Präsidenten aus überzeugten Christen, der Präsident selber ist nicht feindselig (im Gegensatz zu Obama), doch die Hälfte des Landes und nicht zuletzt die Mehrheit in den Medien ist schier rasend in ihrer Ablehnung alles Christlichen.
Was tun?
Die üblichen Verdächtigen verlangen nun wieder eine Verschärfung der Waffengesetze. Doch Waffengewalt ist nur das Symptom, und nicht die Ursache für das Problem. In Österreich und der Schweiz—und nicht zuletzt Israel sind Waffen mindestens genauso verbreitet wie in den USA, ohne dass es dort zu ähnlichen Vorfällen kommt (außer im Fall Israels durch Mohammedaner). Nun haben diese Länder natürlich auch nicht das Problem der großen amerikanischen Städte, in denen sich Gangster gegenseitig erschießen und so für eine verzerrte Statistik und die entsprechende Berichterstattung sorgen. Ich habe in der Schweiz und in Jerusalem sehr junge Männer mit Sturmgewehren, keinen „Sturmgewehren“, (keinen martialisch aussehenden Kleinkaliber-Halbautomaten), durch die Stadt ziehen oder auf den Bus warten sehen. Und niemand dachte sich offenbar was dabei.
In New York fuhr ein bärtiger Usbeke mit einem geliehenen Lieferwagen kilometerweit einen Radweg entlang und mähte einen Radfahrer nach dem anderen um, bevor er irgendwann ausstieg und, wenig überraschend,  "Alla ackbar" zu brüllen anfing. Seine Waffe war ein Auto, seine Opfer waren Radfahrer. Doch niemand spricht davon, Autos, bzw. Radwege, verbieten zu wollen.
Wer bloß Waffen verbieten will, macht es sich zu leicht.
Es kommt nämlich auf die Prägung im Kopf an.
Wer, wie die Amerikaner, von Kindesbeinen an ein hohes Maß von Waffengewalt in Funk, Film und Fernsehen vorgesetzt bekommt, der gewöhnt sich mental daran. Der stumpf ab. Der betrachtet das als normal, ja legitim. Die Hemmschwelle, Waffen einzusetzen, sinkt.
Erstaunlicherweise haben die meisten Verbrecher keine Ahnung von Waffen, auch wenn sie sie mit sich herumschleppen. Ihnen fehlt daher der Respekt vor den Dingern.
Doch ich schweife ab.
Hollywood trägt definitiv Mitverantwortung solchen Vorkommnissen. Die Glitzerstadt muss sich fragen, ob man die Leute nicht auch anders unterhalten könnte als mit fake violence, in Szene gesetzten Gewaltsexzessen. Paulus empfiehlt den Leuten, Gutes, Reines, Tugendhaftes und Lobenswertes gewohnheitsmäßig im Kopf zu bewegen, darüber nachzudenken. Dann herrscht Frieden.
Das hat was.

"In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden." (Johannes 16, 33).

Donnerstag, 2. November 2017

Batman gibt nicht auf

"Lasst nun auch uns… mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens."
Hebräer 12, 1-2.

Forscher haben Kindern langwierige Aufgaben gestellt, um zu sehen, wie schnell sie aufgeben. Man hat ihnen zum Beispiel einen Bund mit vielen Schlüsseln in die Hand gedrückt und vor einem verschlossenen Behälter gesetzt. Sie sollten nun aus der Menge der Schlüssel den Schlüssel finden, der zum Schloss passte.
Ein Handy mit bunten Spielen lag auch in der Nähe. Den Kindern wurde gesagt, dass sie unterbrechen und spielen dürften, falls die Arbeit ihnen zu lang werden würde. Die Versuchung lag also gleich nebendran auf dem Tisch.
Und viele hielten nicht besonders lang durch.
Doch einige Kinder hatte man in Superheldenkostüme gesteckt.
Und prompt waren diese diejenigen, die am hingegebensten und ausdauerndsten nach dem richtigen Schlüssel suchten.
Warum?
Sie waren Batman!
Und Batman gibt nicht auf. Er ist ein Superheld, dessen Aufgabe, ja Identität darin besteht, unlösbare Probleme zu lösen, Probleme, an denen alle anderen scheitern. Superman löst superschwere Aufgaben. Ist eine Aufgabe nicht superschwer, braucht man keinen Superman zur Lösung. Die Superkinder arbeiteten konzentriert und klapperten mit den Schlüsseln, bis sie den richtigen gefunden hatten.
Kleider machen Leute.

Unser Superheld ist Jesus.
Die Bibel sagt, wir sind „in Christus.“ (Galater 3, 28).
Paulus sagt sogar: „Zieht den Herrn Jesus Christus an.“ (Römer 13, 14).
Er ist unsere Identität. Wer ihn anzieht, zieht auch seine Problemlösungskompetenz mit an.
Jesus ist ein Überwinder. Er erlöst Menschen von ihren Problemen. Er gibt nicht auf. Er bleibt dran, bis er zum Sieg durchgedrungen ist—auch wenn ihn dieser Sieg etwas kostet, (zum Beispiel einen Gang ans Kreuz).
Wenn du wieder einmal vor einem dödeligen, langwierigen, unlösbaren Problem stehst: Du hast Jesus angezogen. In ihm bist auch du ein Überwinder. Gib nicht auf bist du den Sieg davongetragen hast. Jesus ist dabei der Schatten über deiner rechten Hand.

"Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus." (2 Korinther 2, 14).