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Alle Dinge müssen zum Guten mitwirken? Was ist gut?

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." Römer 8, 28.
Wir kennen und lieben diese Schriftstelle. Sie hat ja auch gewaltiges Trostpotential. Doch was genau ist dieses Gute, zu dem alle Dinge mitwirken müssen? Wir denken da nicht zuletzt an unsere Bequemlichkeit, in die wir zurückkehren wollen, nachdem Gott alle Dinge dazu gezwungen hat, uns zum Guten zu dienen. Doch es lohnt sich, auf diese Schriftstelle in ihrer Gesamtheit zu blicken:
"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern."
Er hat uns vorherbestimmt, den Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein. Darum geht es Gott. Das ist das Gute, zudem alle Dinge mitwirken müssen: unsere Umgestaltung ins Ebenbild Christi.
Je ähnlicher wir Jesus sind,…

Die gefangene Gefangenschaft

"Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben." Epheser 4, 8.
Jesus hat die Gefangenschaft gefangen geführt? Was soll das denn bedeuten? Nun, wenn Gott unsere Gefangenschaft gefangen nimmt, dann herrscht er über sie. Dann zwingt er sie, ihm zu dienen. Wir mögen in Problemen fest stecken. Gott benutzt diese Probleme für seine Zwecke. Auf Deutsch (wir sind ja auf dem Land): Gott macht aus Mist Dünger. Mist stinkt, ist aber für die Entwicklung der Frucht förderlich. (Wobei uns trotzdem Nitrophoska-blau, der geruchslose, saubere Universaldünger, ähnlich wie das Wort Gottes, lieber ist).
Die asiatische Folklore kennt folgende Geschichte: Ein Mann ist stolz auf sein Pferd. Er hat Glück. Das Pferd läuft davon. Er hat Pech. Das Pferd kommt mit 20 Wildpferden zurück. Er hat Glück. Beim Zureiten bricht sich der Sohn das Bein. Er hat Pech. Die Regierung zwingt alle jungen Männer ins Militär—bis auf dem mit dem Bein. Er hat Glüc…

Beerdigung oder Einäscherung?

"Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage." Daniel 12, 13.
"Lieber Herr XY,

mein herzliches Beileid. Ihrer Beschreibung nach war Ihre Verwandte eine ganz bemerkenswerte Frau des Glaubens, die Jesus geliebt hat, die Frucht seines Geistes demonstriert hat, und nun bei ihm ist. Das ist wunderbar und ein großer Trost.
Die Frage nach der Statthaftigkeit der Einäscherung wird viel gestellt. Die Bedenken leiten sich aus der Ebenbildlichkeit Gottes ab, die man nicht verbrennen will. Doch es ist so: Nach 15, 20 oder mehr Jahren wird die Grabstätte einer Erdbestattung in der Regel aufgelassen. Früher verbrachte man die Knochen ins Beinhaus, heute äschert man ein. Selbst wenn also jemand im Sarg bestattet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser eben doch kremiert wird. Einen stichhaltigen biblischen Grund gegen die Kremation gibt es nicht. Denn so oder so wird geschehen, was Gott in 1 Mose 3, 19 zu Adam sagt…

OnlineKirche auf Youtube: Technische Probleme behoben

"Ich will aber nicht, daß euch unbekannt sei, Brüder, daß ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen und bis jetzt verhindert worden bin, damit ich auch unter euch einige Frucht haben möchte, wie auch unter den übrigen Nationen." Römer 1, 13.
Heute morgen, ich war gerade mit dem ersten Gottesdienst fertig, kamen Anrufe und E-Mails, die Sonntagspredigt auf OnlineKirche würde nicht anspringen. Manche machten sich schon Sorgen. Das Problem liegt aber ganz einfach: YouTube hat das hochgeladene Video nicht korrekt verarbeitet. Nun haben wir es noch einmal hochgeladen. Soweit ersichtlich, hat alles geklappt. So wird es um punkt 16:00 Uhr MESZ online gehen, und zwar hier: https://www.youtube.com/watch?v=jnIPtoYHeE8 Wir bekommen mit, dass nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Hauskreise diese Botschaften anschauen. Das freut uns. Ich grüße euch. Lasst gern mal was hören. Gottes Segen beim Hören der Predigt.
"Ich freute mich, als sie zu mir sagten: "Wir gehen zum Haus…

2 Reiche: Zachäus und der Oberste

"Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig." 2 Korinther 3, 6.
In Lukas 18, 18 kommt ein reicher Oberster zu Jesus, der fühlt er hat kein ewiges Leben. Er lebt in geistliche Dürre. Es findet kein lebendiger Austausch zwischen ihm und Gott statt. Er fragt Jesus, was er tun muss, um ewiges Leben zu bekommen, zu einem befriedigenden geistlichen Leben durchzudringen. Jesus empfiehlt ihm, die Gebote zu halten. Er zählt einige der 10 Gebote auf. Der Oberste bekennt nun, er halte diese Gebote bereits seit seiner Jugend—und dennoch erlebte er keine geistliche Erfüllung. Jesus löst sein Problem auf der Stelle und sagt: Eines fehlt dir. Der Mann ist begeistert. Nur eines? Was denn? Jesus sagt: Vergiss deine Gebotsfixierung. Mach dich frei vom Mammon und dann folge mir nach. Schau nicht länger auf die Gebote, schau auf mich! Ahme mich nach. Und plötzlich wird offenbar, dass der Mann das ewige Leben gar nicht so sehr will, denn er geht lieber traurig davon als den Rat Jesu zu …

Pastor und Bibellehrer beim Zelten

"Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast..." Psalm 8, 4.
Bibellehrer und Pastoren unterscheiden sich. Bibellehrer lieben das Wort Gottes um seiner selbst willen und freuen sich, wenn sie neue Geheimnisse darin entdecken. Sie lieben göttliche Informationen. Pastoren hingegen sind Hirten. Sie versuchen in ihrer Verkündigung praktisch zu bleiben. Wenn man Pastor und Bibellehrer gleichzeitig ist, muss man immer abwägen, was man sagt. Zur Verdeutlichung:
Ein Bibellehrer und ein Pastor gingen einst zum Zelten. Sie unterhielten sich gut und tranken auch ein Bier, es sah sie ja keiner. Dann legten sie sich hin und schliefen. Um 2:30 Uhr stieß der Pastor dem Bibellehrer den Ellbogen in die Rippen. „Schau mal nach oben. Was siehst du da?“ Der Bibellehrer antwortete, „Sterne! Jede Menge. Kosmische Edelsteine auf schwarzem Samt.“ „Und was sagt dir das?“ „Nun,“ begann der Bibellehrer, „astronomisch sagt es mir, dass dort oben Gal…

Cancel Culture

"Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus?" Psalm 11, 3.
Die Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus wurden von Extremisten gekidnappt. Was zurzeit, von Amerika kommend, auch bei uns stattfindet, ist ein Bildersturm auf die Vergangenheit, ein Versuch, die bisherige Kultur zu stornieren und etwas (scheinbar) total Neues zu etablieren. In der Tat sind diese Bestrebungen nicht ganz neu. Im ganzen akademisch-universitären Westen wird der Westen seit langem nur noch schlechtgemacht. Seit Jahren hört man zum Beispiel nur noch Schlechtes über Luther. Er ist nicht länger der Prediger der Gerechtigkeit, der wiederentdeckt hat, dass man aus Gnade und ohne eigenes Zutun gerettet wird, indem man an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu am Kreuz glaubt. Heute schlägt dem Dr. Martin der blanke Hass entgegen, denn er hat sich auch antisemitisch geäußert. Das hat Karl Marx auch, (obwohl er selber Jude war), doch ihn lassen die Bilderstürmer in Ruhe. Komisch,…