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Gott liebt Berge

"Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf den Berg, um zu beten." Markus 6,46.
Berge sind Orte, an denen man dem Himmel näher ist. Außerdem gewähren sie einen Überblick, den man in der Ebene nicht hat. Berge sind wichtig in der Bibel. Die Arche Noah landete auf dem Ararat. Man kann also mit Fug und Recht sagen, die Menschheit begann auf einem Berg (von neuem). Auf dem Berg Moria wurde Abraham geprüft, als Gott seinen Sohn Isaak als Opfer verlangte. Ein Berg der Versuchung. Auf demselben Berg, vermutlich an derselben Stelle, baute Salomo den Tempel Gottes. Ein Berg der Verklärung. Denn als der Tempel eingeweiht wurde, erfüllte die Wolke der Herrlichkeit des Herrn das Haus. So sehr, dass die Priester und Leviten den Dienst nicht ausüben konnten. Ja, sie konnte nicht einmal hineingehen. (1 Könige 8,11). Auf dem Sinai empfing Mose die Steintafeln mit den zehn Geboten. Auf demselben Berg hörte Elia die sanfte, stille Stimme Gottes. Auf dem Berg Garizim wurde einmal im…

R.I.P. Ralf W.

"In deiner Hand sind meine Zeiten." Psalm 31,16.
Jakobus starb als junger Mann durch die Hand des Herodes. Er war der erste Apostel, der starb. Sein Bruder Johannes war uralt, als er in Ephesus sein Leben beschloss. Er war der letzte Apostel, der starb. Wir haben in den meisten Fällen keine Ahnung, warum der Herr in einem Fall so und im anderen so entscheidet. Denn das tut er, selbst wenn die Betreffenden enge Freunde Jesu waren und praktisch dasselbe Leben gelebt haben. Nebeneinander. Als Teilhaber derselben Aufgaben und derselben Verheißungen. Es gibt nur Einzelfälle. Jedes Schicksal ist ein Unikat. Natürlich kann man sich so seine Gedanken machen. Doch in Abwesenheit einer Offenbarung sind diese Gedanken dann auch nicht mehr als das: Gedanken, die man sich so macht.
Heute morgen habe ich Ralf W. und seine Frau Monika besucht. Ralf hatte eine Krebsdiagnose und hätte schon vor langer, langer Zeit sterben müssen, wäre es nach dieser Diagnose gegangen. Stattdessen hat er ein…

Kann man lebendiger sein als lebendig?

"Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluß haben." Johannes 10,10.
Jesus sagt, er sei gekommen, damit wir Leben haben und es im Überfluss haben. Was meint Jesus? Kann man lebendiger sein als lebendig? Nun, der Sündenfall hat das menschliche Leben komplett verändert. Wir werden nunmehr geboren, erblühen, entwickeln uns und bauen so ab 30 ab, werden ganz, ganz langsam schwächer, bis wir uns eines Tages hinlegen und nicht mehr aufstehen. Das Leben, von dem Jesus spricht, ist das ewige Leben (im Gegensatz zum gewöhnlichen 08-15-Leben). Ewiges Leben bezieht sich nicht nur auf die Dauer dieses Lebens, sondern vor allem auf dessen Qualität. Es ist die Art Leben, die Gott hat. In unserem gegenwärtigen Körper und auf dieser Erde ewig zu leben erscheint den wenigsten Menschen erstrebenswert. Die meisten haben den ständigen Kampf und die ewige Ungewissheit zu sehr über, um sich in alle Ewigkeit an i…

Jesus und der Himmel auf Erden

"Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben." Lukas 12,32.
Gott möchte nicht, dass wir den Himmel erst erleben, wenn wir dermaleinst zu ihm gehen (oder er zu uns kommt, falls das zweite Kommen Christi in unsere Lebenszeit fällt). Er möchte, dass wir jetzt schon gute Dinge erleben. Deshalb lehrte Jesus seine Jünger ja auch, zu beten: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“
Nicht wir sollen in den Himmel, der Himmel soll zu uns! Wenn Menschen beispielsweise von Gott geheilt werden, dann hat der Himmel wieder einmal die Erde geküsst. So trudeln immer noch Zeugnisse von unserem Heilungsgottesdienst vor 14 Tagen ein. Und auch aktuell ereignet sich im Gottesdienst einiges, ohne dass groß dafür gebetet wurde. A. B. teilte mir kurz vor der Predigt mit, dass die krassen Hüftschmerzen, die sie während der Nacht geplagt hatten, während des Lobpreises vollständig verschwunden sind. M. H. berichtete von…

Jesus, der Unübertroffene

"Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe." Kolosser 1,18.
Jesus ist Gottes Sohn und hat in allem Vorrang. In allem. Wenn also Mose auf dem Sinai mit Gott konferiert und hinterher die Haut seines Gesichtes strahlt, (2 Mose 34,35), dann geschieht demnach mit Jesus etwas ähnliches, nur größeres. Und in der Tat: Auf dem Berg der Verklärung wurde Jesus vorübergehend umgestaltet. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und sein Gewand wurde unfassbar weiß. Mose und Elia erschienen Jesus und sprachen mit ihm. Petrus, der das sah, dachte, die drei sind ebenbürtig und schlug vor, drei Hütten zu bauen. Eine für Jesus, eine für Mose und eine für Elia. Prompt verschwanden Mose und Elia und eine lichte Wolke überschattete den Gipfel und Gott sprach, „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe, ihn hört.“ (Matthäus 17,5). Jesus hat eben Vorrang.
Wenn Mose den Stab erhebt un…

Härten aushalten

"Es geschah aber, als sie auf dem Weg dahinzogen, sprach einer zu ihm: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst, Herr. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt hinlegt." Lukas 9,57-58.
Obwohl Jesus Gottes Sohn war, war er auch Mensch, mit allem was dazugehört. Manchmal litt er an den Härten, die dies mit sich brachte. Liest man die obigen Verse oberflächlich, könnte man meinen, Jesus beschwert sich darüber, dass er in Samaria kein Zimmer für die Nacht bekommen hat. (Darum ging es in den Versen vorher). Doch das wäre zu kurz gesprungen. Jesus sagt dem Schriftgelehrten also, (Matthäus verrät uns, dass dieser nachfolgefreudige Mann ein Schriftgelehrter war): „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, ich aber nicht.“ Nun ist es so, dass Füchse eigentlich nur zur Ranz im Januar im Bau stecken, wenn sie eine Familie gründen, dann nicht mehr, bzw. eher selten. Rüde…

Dreimal Urknall

"Durch Glauben verstehen wir, daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so daß das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist." Hebräer 11,3.
Bis ins 20. Jahrhundert glaubten Wissenschaftler, das Universum existiere schon immer. Da entdeckte der Astronom Hubble 1929, dass alle Objekte im All sich von der Erde entfernen, das Universum sich also ausdehnt. Wenn es sich ausdehnt, dann hat diese Ausdehnung zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort begonnen. Das bedeutet, das All hat einen Anfang. Atheistischen Wissenschaftlern schmeckt es gar nicht, dass Raum und Zeit einen Anfang haben. Denn da drängt sich natürlich der Gedanke an einen Schöpfer auf. Vor allem, weil mit den Naturgesetzen nicht erklärt werden kann, woraus Materie und Energie entsprangen. In einem Moment war nichts da, im nächsten alles. Noch dazu sind die Kräfte in den Atomen aufs exakteste eingestellt, sodass die elektromagnetische Kraft die Schwerkraft nicht aushebelt, und umgekehr…