Dienstag, 6. Dezember 2016

Jesus sucht solche wie dich

„Das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt..., daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.“
1. Korinther 1,28-29.

Gott ist schon so einer: Er nimmt das Unedle der Welt und veredelt es.
Um diese Verwandlung zu erleben, muss man Jesus in sein Leben einladen. In Vers 30 geht es nämlich so weiter: „...Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung, damit, wie geschrieben steht: 'Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.'“
Jesus macht uns weise, gerecht, heilig, usw. Er perfektioniert uns, wenn wir ihn lassen.
Ich musste daran denken, weil ich eine lustige Geschichte gelesen habe. Sie ist so kurz, dass ich sie hier wiedergeben kann:

Ein alter Zen-Meister sagte seinen Schülern, er sei unverheiratet, weil er die perfekte Frau heiraten wolle.
„Haben Sie sie noch nicht gefunden?“ fragte ihn ein neugieriger Schüler.
„Oh doch,“ antwortete der Meister und strich sich über den Bart.
„Warum sind sie dann nicht verheiratet?“
„Sie sucht den perfekten Mann.“

Jesus ist da anders.
Er verlangt nicht Vollkommenheit, sondern Material, mit dem er arbeiten kann.
Er sucht solche wie dich und mich.

Schöne Feier mit Taco-Salat

„Und er sagte zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz.“
Nehemia 8,10.

Eine schöne Weihnachtsfeier hatten wir am Sonntag nach dem Gottesdienst.
Besonders das Essen kam gut an.
Was gab's?
Es gab Taco-Salat.
Der Taco-Salat stammt ursprünglich aus Mexiko, in dessen relativer Nähe meine Frau und ich einst wohnten. (Von ihr kam auch die Idee dazu, den diesmal aufzutischen). Man legt dabei eine Schicht Taco-Chips auf den Teller, gibt großzügig Salat darüber, und soßt das Ganze dann mit Chili, also Hackfleisch mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten mit Soße, ein. Die Chips quellen auf, der Salat wird warm…
Klingt abenteuerlich, schmeckt aber gut.
Vielen Dank auch noch einmal an alle Mitwirkenden, alle Torten-, Stollen-, Plätzchen- und Kuchenbäcker für die atemberaubende Vielfalt. Großes Lob auch an alle, die die Räumlichkeiten danach wieder in ihren eigentlichen Gemeindezustand zurückversetzt haben.
Schön war's.

Samstag, 3. Dezember 2016

Morgen: Weihnachtsfeier

„Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele.“
Apostelgeschichte 4,32.

Morgen ist es wieder soweit: Nach dem Gottesdienst findet unsere jährliche Weihnachtsfeier statt.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen gibt's Kaffee und Kuchen und ein Programm.
Bin schon gespannt.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Versuchungen

„Es ist notwendig, daß Verführungen kommen.“
Matthäus 18,7.

„Pastor, warum ist es notwendig, dass Verführungen kommen? Das ist doch nicht schön. Warum macht Gott sowas?“

Gott versucht dich nicht.
Gott selber kann auch nicht (zum Bösen) versucht werden, denn er ist gut und hat keine problematischen Begierden.
Wenn du versucht wirst, dann deshalb, weil du von irgendeiner Begierde, die in dir haust, fortgezogen wirst. Die Verführung hat also nichts mit Gott zu tun, sondern mit dir und den Verlockungen der Welt.
Deswegen ist es gut, sich nicht an Orte zu begeben, an denen man in eine falsche Richtung gezogen wird. Ganz vermeiden lässt sich Versuchung natürlich nicht, solange wir im Fleisch sind.
Das erlaubt Gott.
Denn Verführungen haben aus seiner Sicht einen praktischen Nutzen.
Sie zeigen uns, was wirklich in uns steckt.
Wenn kein Wind weht, sagt man, hat sogar ein Wetterhahn Charakter.
Ansonsten richtet sich ein Wetterhahn immer nach dem Wind, heute so, morgen so.
Wenn Druck auf einen Schwamm ausgeübt wird, dann zeigt sich, was in ihm steckt. Denn es kommt unweigerlich heraus.
Und so lernen wir uns selber auch erst kennen, wenn wir mal unter Druck geraten. In gewisser Weise sind wir nämlich Schwämme. Da tritt dann ganz Erstaunliches zu Tage und manch einer ist bestürzt über sich selbst—oder begeistert von sich!
Gott möchte, dass in Drucksituationen das Wesen Christi aus uns heraustritt.
Wenn du unter Druck bist, dann lauf nicht davon, sondern löse dein Problem mit der dir zu Gebote stehenden Weisheit, (die muss nicht vollkommen sein). Hast du die Situation mit Gott gemeistert, dann ist das Ergebnis größere Belastbarkeit.
Große Belastbarkeit führt zu größerer Lebenskompetenz und zu größerem Frieden insgesamt. Probleme, die dir noch vor kurzem den Schlaf raubten, nimmst du nicht einmal mehr als solche wahr.
Alle wollen Überwinder sein, aber niemand will ein Problem zum Überwinden.
Doch Sieger wird man nur durch Kampf.

„Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet,
indem ihr erkennt, daß die Bewährung eures Glaubens Belastbarkeit bewirkt. Die Belastbarkeit aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.“ (Jakobus 1,2-4).

Samstag, 26. November 2016

Maria Prean im CGZ

„Es ruhten die Landbewohner, ...bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.“
Richter 5,7.

Ich freue mich, dass morgen, am Sonntag, dem 7 20.11.2016, Maria Prean aus Imst in Tirol, bzw. Mukono in Uganda, wieder einmal bei uns zu Gast ist.
Maria ist eine populäre Sprecherin im deutschsprachigen Raum und leitet sehr erfolgreich das internationale Missionswerk Vision für Afrika e.V., das wir mit einer monatlichen Missionsspende unterstützen. Die Dame hat den Geist des Glaubens. Sie ist so bekannt in Stadt und Land, dass ich praktisch nichts weiter über sie sagen muss.
Ergreife die Gelegenheit, sie zu hören, und komm morgen um 10:30 Uhr in den Gottesdienst!

Donnerstag, 24. November 2016

Die Tragödie vor dem Erntedankfest

„Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, jeder unter SEINEM Weinstock und unter SEINEM Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba alle Tage Salomos.“
1. Könige 5,5.

Heute feiert man in den Vereinigten Staaten Thanksgiving, denn an diesem Tag im Jahr 1623 haben sich die puritanischen Pilger mit den Indianern zusammengesetzt und ein rauschendes Erntedankfest gefeiert, denn die Ernte war überaus reichlich ausgefallen.
Die Begebenheit hat jedoch eine Vorgeschichte, die nicht so bekannt ist.
Es war nämlich so, dass die Pilger sich ursprünglich vorgenommen hatten, Landwirtschaft im Kollektiv zu betreiben: „Wir bauen die Nahrung gemeinsam an, teilen die Ernte in gleiche Teile und jeder bekommt seinen Teil.“
Das klang gut, sozial gerecht und fair, war aber in der Praxis überaus problematisch.
Denn wenn feststeht, dass alles in einen Topf geworfen wird, weil alle „zusammenarbeiten“, dann arbeiten manche nicht unbedingt hart. Denn es wird ja geteilt. Sie bekommen ihren gleichgroßen Teil, ob sie sich nun anstrengen oder nicht.
Um sich einen Vorteil zu verschaffen, gingen manche nachts ins Feld und ernteten ein wenig—noch bevor das Getreide ausgereift war. Manche Jugendlichen war besonders faul und standen im Verdacht, die Ernte der Kommune regelrecht zu klauen.
Die Pilgrims verhungerten in jenem Jahr beinahe.
Das Entsetzen war groß und man fragte sich, was zu tun war, um nicht abermals einen solch verheerenden Hungerwinter erleben zu müssen.
Gouverneur Bradford teilte das Land im nächsten Jahr in Parzellen auf und teilte jedem Pilgervater samt Familie sein eigenes Stück Land zu, damit dort jeder soviel wie nur irgend möglich für seinen Bedarf anbauen konnte. Diese Privateigentumsregelung machte „alle Hände sehr industriös“, wie der Gouverneur bemerkte. Alle arbeiteten fleißig und mühten sich, denn nun handelte es sich nicht um kollektives Kommuneneigentum mit garantierter Teilhabe (am Hungertuch), sondern um das eigene Feld.
Das Ergebnis war die Fülle.
Eine gigantische Ernte.
Genug für ein historisches Fest, das heute noch jährlich begangen wird.
„Und sie werden sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie aufschrecken. Denn der Mund des HERRN der Heerscharen hat geredet.“ (Micha 4,4).

Dienstag, 22. November 2016

Der Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben

„Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“
Philipper 3,13-14.

Der vielbeschäftigte Christ hier unten auf der Erde neigt dazu, es zu vergessen: Das Leben fängt nach dem Tod erst richtig an. Und nein, wir werden unsere Ewigkeit nicht auf einer Wolke sitzend, Harfe zupfend, Hosianna singend und vom Hofbräuhaus träumend verbringen.
Vielmehr ist das Leben hier unten lediglich die Vorbereitung auf die eigentlichen Aufgaben in der Ewigkeit, welche naturgemäß viel länger dauert als unser Erdendasein.
Und da gibt es tatsächlich Preise zu erringen.
Kampfpreise.
Denn WIE wir unser Leben leben, bestimmt, wie nah wir Jesus persönlich sein und welche Position wir in seinem Reich bekleiden werden. Wir werden jeder für sich vor ihm erscheinen und dort Rechenschaft für unsere Taten geben. Und was wir dann hören möchten, ist dieser Satz: „Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du TREU, über vieles werde ich dich setzen. Geh hinein in die Freude deines Herrn.“ (Matthäus 25,23).
Was sind die Kriterien für dieses Lob?
In dieser Welt erlangen Menschen ihre Positionen größtenteils aufgrund von angeborenen Fähigkeiten. Sie mögen charakterlich nicht geeignet sein, doch ihr Talent wiegt dieses Defizit auf, und ihre Mitarbeiter leiden halt. In der kommenden Welt jedoch wird ein Mensch befördert auf der Basis seiner TREUE, mit der er die ihm von Gott gegebene Aufgabe erfüllt hat, egal, ob diese groß oder klein war.
Verachte dein Leben also nicht. Der Knecht mit den zwei Talenten wurde mit genau denselben Worten von seinem Herrn gelobt wie der mit den fünf Talenten. Beide waren treu. Beide wurden deshalb befördert. Deshalb: Halte durch. Du das Richtige, auch wenn es nicht bequem ist. Dein Lohn wird überirdisch ausfallen.
Manche von uns werden unter Jesus Könige sein.
Was ist dein Ziel?