Schildgebet am 8.3.2026

„Du aber, HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre, und der mein Haupt emporhebt.“
Psalm 3,4

Hallo ihr Lieben,

im Neuen Testament lesen wir vom Schild des Glaubens, der alle feurigen Pfeile auslöschen kann. (Epheser 6,17). Im Alten Testament hingegen ist oft Gott selbst der Schild, der den Gläubigen umgibt. Und das trifft nicht nur auf einzelne zu, wie David im obigen Psalm, der damals vor seinem aufrührerischen Sohn Absalom floh (und nach dessen schmählichem Tod auf den Thron zurückkehrte). Das gilt auch für das Gottesvolk insgesamt.
Gott hat Israel einst aus Ägypten geführt bis ans Schilfmeer. Dort ging es zunächst nicht mehr weiter. Der Pharao, der mit der narzisstischen Kränkung durch die 10 Plagen schlecht zurechtkam, raste dem Volk mit rasselnden Streitwagen entgegen, um sie wiederum zu versklaven. Doch da passierte etwas: „Der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie, und die Wolkensäule vor ihnen brach auf und stellte sich hinter sie. So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels, und sie wurde dort Gewölk und Finsternis und erleuchtete hier die Nacht. So kam jenes Heer diesem die ganze Nacht nicht näher.“ (2 Mose 14,19-20).
Gott selber sorgte für einen Blackout auf der ägyptischen Seite. Keine Aufklärung war mehr möglich. Hätten die Ägypter trotzdem geschossen, hätten sich ihre Pfeile ziellos verströmt. Radar und Satelliten gab es noch nicht, die hätten nicht mehr funktioniert.
Ganz anders auf israelischer Seite. Dort spaltete Gott durch Mose das Meer. Er schaffte einen Ausweg, nachdem er zuvor zu einem Schild für sein Volk geworden war. Kaum war Israel auf der anderen Seite der Wasserschlucht angekommen, sahen die Ägypter wieder etwas. Größenwahnsinnig in ihrer Vermessenheit, rasten auch sie mitten ins Meer hinein. Doch was für Gottes Kinder ein Segen ist, ist für Gottes Feinde ein Fluch. Gott selber sprach das Todesurteil über sie: „Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand über das Meer aus, damit die Wasser auf die Ägypter, auf ihre Wagen und über ihre Reiter zurückkehren!“ (2 Mose 14,26).
Gott ist langmütig und von großer Güte.
Doch irgendwann reicht es sogar ihm.
Dann ist der Punkt der Nimmerwiederkehr erreicht und es gibt keine Hoffnung mehr, egal wie sehr man entkommen möchte. „Da sagten die Ägypter: Laßt uns vor Israel fliehen, denn der HERR kämpft für sie gegen die Ägypter!“ Zu spät.
Gott hat die Unterdrückung Israels lange Zeit ertragen. Irgendwann sagte er: „Genug!“ und das Blatt wendete sich. So verfährt er offenbar noch heute.

So seltsam es sich anhört: Mir begegnen immer wieder Leute, die sagen, was es wäre denn so schlimm daran, wenn auch der Iran Atombomben hätte? Die Juden haben doch auch welche. Leute die so reden, sind sich der elementaren Unterschiede zwischen beiden Ländern nicht bewusst.
Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.
Israels Atombomben dienen der Abschreckung und zur Selbstverteidigung. Iran wiederum ist eine islamische Theokratie, die sich der Theologie der Zwölfer-Schia verschrieben hat. Das ist eine große Strömung im Islam, wenn auch nicht die größte.
Was glauben diese Leute?
Sie erwarten die Wiederkunft des sogenannten Imam Mahdi, einer Erlöserfigur. Sie glauben, dass dieser Mahdi im 9. Jahrhundert noch als Kind verschwand und erwarten, dass er wiederkommt. Vor diesem Ereignis herrscht Chaos auf der Welt, das dieser Mahdi beseitigt. Jesus kommt angeblich mit ihm, als Nebenfigur, quasi in seinem Kielwasser, (was natürlich der christlichen Eschatologie fundamental widerspricht. Christen erwarten die Wiederkunft Jesu als Herr der Herren und König der Könige und sonst keinen).
Speziell die Revolutionsgarden des Iran sind indoktrinierte Kämpfer des Mahdi. Sie wollen beseitigen, was seine Wiederkunft aufhält. Das ist, oh Wunder, vor allem Israel, aber auch Amerika. Also tut man alles, um diesen beiden Mächten zu schaden. Diese Leute würden Israel mit Atombomben bewerfen, wenn sie welche hätten—selbst wenn sie selber dabei draufgingen.
Das sind Apokalyptiker.
Ideologen mit einer solchen Endzeitphilosophie und Truppen, die selbige durchsetzen, dürfen nie in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommen. Die würden sie ohne mit der Wimper zu zucken einsetzen. Was sagte Jesus? „Es kommt sogar die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu tun.“ (Johannes 16,2). Das tun die. Die sind soweit. „Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.“ (Vers 3).
Wie wahr.
Doch Gott ist ein Schild um uns, unsere Ehre, und der unser Haupt erhebt.
Gilt gerade auch für Israel.
Doch so wie Mose seinerzeit den Stab über das Schilfmeer ausstrecken musste, damit es sich teilt und wieder schließt, müssen auch wir an Gottes Plan mitwirken. Wir tun das mit Gebet.
Wir bitten den Herrn um ein rasches Ende dieses Krieges und darum, dass freiheitliche Mächte im Iran das Ruder übernehmen und sich die christliche Gemeinde in der Folge frei entfalten kann.
Und wir bitten den Herrn darum, uns hier vor den Auswirkungen dieser Auseinandersetzung zu bewahren: dass man uns nicht ausnimmt wie die Weihnachtsgänse.
In vielen anderen Ländern um Deutschland herum ist der Benzinpreis nicht sonderlich gestiegen. Bei uns hat es ihn um rund 25 % nach oben katapultiert. Da staunt man und fragt sich warum. Dann denkt man sich: Auch von diesen 25 % kassiert der Staat rund 61 % Steuern. Kostet der Liter Sprit 2 €, gehen rund 1,22 € davon an den Staat. Bei einem Preis von 1,60 € sind es nur 0,98 €. Die Preiserhöhung spült Millionen in die Staatskasse. (Ich nehme an, der Finanzminister weint sich deshalb nachts nicht in den Schlaf). Statt nun massiv die Steuern zu senken und die Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, tut man: nichts.
Ihr Lieben, wenn sich da nichts ändert, steigen die Preise, und zwar ganz massiv.
Das wollen wir nicht.
Deswegen bitten wir den Herrn um weise Schalter und Walter an den Schaltstellen und Waltstellen in Politik und Wirtschaft in allen maßgeblichen Ländern.
Nun ist mir die Zeit davongelaufen.

Ich wünsche euch eine friedliche Zeit nachher im Gebet von 20:00 Uhr bis 20:30 Uhr,

euer Pastor Gert

„Der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen.“ (Daniel 10,13).

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Verfassungsgerichtsgebet am 13.7.2025

Kulturkampfgebet am 21.9.2025

Nahostgebet am 15.6.2025