Donnerstag, 30. Juni 2011

Kinderpornographie

"Pastor, mein Elfjähriger hat aus der Schule Aufklärungsmaterial, das an Text-Pornographie erinnert, mit nach hause gebracht. Die Beschreibung eines "Ersten Mals", sowie verkappte Werbung für Homosexualität kommen darin vor. Bin fassungslos. Was kann man tun?"

Meinen eigenen Kindern ging's vor Jahren beinahe genauso.
Bereits in der ersten Klasse sollte Sexualität in völlig unangemessener Weise thematisiert werden. Briefe an und Telefonate mit den Lehrern, sowie ein Besuch bei der Schuldirektorin, (nachdem die mir einen ungemein ruppigen Brief geschrieben hatte), haben das seinerzeit verhindert.

Sexuelle Aufklärung sollte von den Eltern vorgenommen werden. Spätestens, wenn die Kinder von selbst Fragen zum Thema haben. Das wird so im Alter zwischen acht und zwölf sein. Dann kann man ihnen erklären, daß Sexualität etwas Gottgegebenes und Schönes ist, das im sicheren Rahmen der Ehe praktiziert wird, und nur dort.

Sex ohne Trauschein ist wie besoffen Porschefahren: Früher oder später kommt jemand zu Schaden.

Wenn wir aufklären, dann prägen wir die Vorstellung unserer Kinder von Sexualität. Dies ist umso wichtiger, als Lobbyisten sexuell Verwirrter immer dreister versuchen, sich das Reservoir unserer Kinder als künftige Sexualpartner zu erschließen.
Toleranz ist ihr Zauberwort.
So wird noch das perverseste Verhalten toleriert. Zur Traumatisierung der nachwachsenden Generation.

Dem Vorgehen der Schule (oder Krankenkasse, die das Zeug verteilt hat) muß man widersprechen.
Die wenigsten schreiben gern Beschwerdebriefe.
Hier ist das jedoch angebracht. Es muß sein.

Vielleicht schreibe ich noch selber einen Brief ans Ministerium, mit der Bitte um Stellungnahme.
Mal schauen.

"Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.

Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes."
1 Korinther 6, 9-11

Mittwoch, 29. Juni 2011

Jerusalem + die Kräfte des Himmels

Heute vor 44 Jahren, am 29. Juni 1967, wurde Jerusalem wiedervereinigt, nachdem Israel Barrikaden weggeräumt hatte, die die Altstadt vom israelischen Sektor trennten. Jerusalem ist seither die unteilbare Hauptstadt Israels.

Der Sachverhalt ist wichtig im Hinblick auf die Wiederkunft Christi. Der hat nämlich geweissagt, "Und sie [die Juden] werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen [d.h. Nichtjuden], bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden." Lukas 21, 24.

Jerusalem ist wieder in jüdischer Hand.
Zum ersten Mal seit 2500 Jahren.
Die "Zeiten der Nationen" sind dabei, sich "zu erfüllen," d.h. sie gehen zu Ende.

Ein weiteres Zeichen folgt in den nächsten Versen: "Die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden." Vers 26.

Die "Kräfte der Himmel" könnten sich auf das Klima beziehen, so es sich denn tatsächlich ändert. (Ich bin kein Klimahysteriker wie viele Zeitgenossen).

Wahrscheinlicher erscheint mir, daß Jesus sich auf einen Polsprung des irdischen Magnetfelds bezieht. Dieses Feld schützt die Erde vor den schädlichen Auswirkungen des Sonnenwindes, eines Partikelstroms, der vom Zentralgestirn auf die Erde einströmt.
Das Erdmagnetfeld verändert sich ständig. Seit rund 100 Jahren nimmt es in unerklärbar raschem Maß ab. In solchen Zeiten der Schwäche, hat der Sonnenwind größere Auswirkungen auf die Welt.

Die Menschen haben Grund, sich Sorgen zu machen. Wer weiß, was da noch auf die Erde zukommt?

Seinen Jüngern sagt Jesus jedoch, "Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht." Verse 27+28.

Dienstag, 28. Juni 2011

Zum Frieden

"Pastor, mein Mann ignoriert mich komplett. Er redet nicht mit mir, schaut mich nicht an und behandelt mich wie Luft. Er sagt, er kann mich nicht "sehen und riechen." Fühle mich gemobbt. Was kann ich tun?"

Die Ehe kann ein Stück Himmel auf Erden sein, oder die Hölle.
Man liefert sich ein gutes Stück einem anderen aus, wenn man heiratet. Deswegen will das gut überlegt sein.

Paulus sagt zu Verheirateten, "Wenn du ... heiratest, so sündigst du nicht; ... aber solche werden Trübsal für das Fleisch haben." 1 Korinther 7, 28.

Selbst in der besten Ehe existiert manchmal Trübsal für das Fleisch. Denn wir werden nicht immer unseren Willen bekommen.

Paulus sagt aber auch selben Zusammenhang, "Zum Frieden hat uns Gott doch berufen." Die Ehe ist ein Rückzugsort des Friedens und der Erbauung. So hat Gott sich das seinerzeit vorgestellt.

Wenn eine Ehe sich aber nun als Hölle darstellt, wie in obigem Brief?
Wann ist eine Trennung erlaubt?

Ich erkenne im Wort Gottes zwei legitime Gründe für eine Trennung, (von Scheidung reden wir vorerst mal gar nicht).

Den ersten Grund nennt uns Jesus in Matthäus 5, 32: Ehebruch.
Für einen Mann gibt es wenig Schlimmeres auszuhalten, als wenn man ihm die Frau schändet.
Und Frauen, die auf Ehebruch ausgehen, tun dies nicht notwendigerweise wegen sexueller Unzufriedenheit, (was es auch gibt). Vielmehr genießen sie die Macht, die sie über Männer ausüben.

Lieber Ehebrecher: Du denkst vielleicht, du hättest aufgrund deines noch immer guten Aussehens und deines Charmes diese scharfe junge Kollegin rumgekriegt.
Daß ich nicht lache.
Sie spielt mit dir. Es gefällt ihr, dich zu manipulieren. Sie hat dich in der Hand. Sie schaut zu, wie du deine Ehe, deine Karriere, dein bürgerliches Leben aufs Spiel setzt. Sie beobachtet deinen Absturz.
Sie wird die Scherben deines Lebens nicht zusammenkehren.
"Die Frau eines Mannes macht Jagd auf dein kostbares Leben." Sprüche 6, 26.
Für sie ist das "Männermorden" ein Hobby.

Der zweite Grund für eine Trennung ist Verlassenwerden.
Paulus sagt, "Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen." 1 Korinther 7, 15.
Was kann man gegen Verlassenwerden schon groß tun?
Mit den Schultern zucken und neu anfangen.
Nach vorn blicken.
Nicht ewig versuchen, die gescheiterte Beziehung auferstehen zu lassen.

"Verlassenwerden" kann sich jedoch auch darin äußern, daß sich ein Ehepartner vom andern innerlich abwendet. Der Mann ignoriert seine Frau, verläßt sie jedoch nicht, weil er jemanden braucht, er ihm die Socken wäscht und das Essen kocht.
Eine Haushälterin täte es auch.
Ein solcher Mann ist eigentlich nicht willig, mit seiner Frau zusammenzuleben. Er demonstriert seine Unwilligkeit durch sein Verhalten überdeutlich.

Was tun in einem solchen Fall?

Ich würde einer so betroffenen Person vorschlagen, sich vom Ehepartner räumlich zu trennen, dh auszuziehen.
Die Haushälterin ist dann mal weg.
Dann hat der Unwillige Zeit, zu klären, ob er mit dem verschmähten Partner weitermachen will. Wenn ja, muß er sich seinem Partner innerlich wieder zuwenden und in seinem Verhalten meßbare Änderungen einleiten.
Oft führen erst Krisen zur Besinnung.
Und echte Liebe ist manchmal hart zum Gegenüber.

Will er das nicht, dann spart man sich viel Zeit und Herzeleid, indem man sich beizeiten permanent trennt.

Mir sind Paare bekannt, die 40 Jahre verheiratet waren, davon 30 Jahre in permanenter Krise aufgrund von innerer Abwendung. Dann kam doch die Trennung.
Das kann's nicht sein.

"Zum Frieden hat uns Gott doch berufen."

Freitag, 24. Juni 2011

Ratio

"Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch."

"Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der alles Denken übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus."
Philipper 4, 4+6-7

Die Sonne kann hell scheinen. Doch wenn man sich eine 2 ct-Münze nah genug vor's Auge hält, kann diese kleine dunkle Scheibe größer erscheinen, als die ganze große Sonne mit all ihren vielen Strahlen.

Unser Denken tendiert manchmal dazu, uns 2 ct-Münzen vor Augen zu malen.

Ein Augenarzt hat mal einen 90-minütigen Vortrag über Augenlasern gehalten. 63 Minuten davon sprach er über das Risiko des Erblindens dabei. Als ihn jemand fragte, wie oft denn vorkomme, daß jemand erblindet, sagte der Arzt, "Das Risiko ist eins zu einer Million. Ist uns noch nie vorgekommen."
Er wollte halt mal darüber geredet haben.
Aus irgendeinem Grund wollte sich dann niemand von ihm operieren lassen...

Ich behaupte: Unsere Gründe, uns zu freuen, sind größer und mehr, als die Gründe, uns zu sorgen. Der Herr verheißt, "Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen." (Hebräer 13, 5).

Muß mal nachdenken. Worüber könnte ich gerade jetzt dankbar sein...?

Mittwoch, 22. Juni 2011

Die Glut

Nun ist wieder Grillsaison. Überall ziehen Rauchfähnchen durch Gärten und legen Duftspuren.

Wenn man die Kohle im Grill anzündet, kokelt alles schön gleichmäßig vor sich hin. Die eine Kohle steckt die andere mit ihrem Feuer an, sogar die am Rand.

Wenn nun ein brennendes Kohlestückchen zu Boden fällt, dann lodert es noch eine Weile weiter, als wäre es gar nicht gefallen.

Doch bald glüht es nur noch, bis es vollständig erlischt. Da liegt es dann, halb genutzt, und wird von neugierigen Ameisen überkrabbelt.

Mir tut es um jeden erloschenen, halbgenutzten, von seinem Fleisch ausgetricksten, am Boden liegenden, von Ameisen bekrabbelten Christen leid. Doch bestimmte Dinge muß der einzelne selber tun, die kann man nicht für ihn erledigen.

Dazu gehört, die Gemeinschaft der Heiligen zu suchen, (ich rede vom Gemeindebesuch). Das wäre für viele schonmal ein guter Anfang.

"Laßt uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag [der Wiederkunft Christi] herannahen seht."
Hebräer 10, 24-25.

Dienstag, 21. Juni 2011

Wort + Tod + Leben

"Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen."
Sprüche 18, 21

Wir hatten einen wunderbaren Intensivtag mit praktischer Lehre und guter Gemeinschaft. Rund 60 Leute nahmen teil, Preis dem Herrn. Vielen Dank an den Lehrstab, der sich praktisch selber übertroffen hat. Ich habe sehr gern zugehört.

"Das Geheimnis der Segnung", bzw. die "Macht von Worten" war das Thema unseres Gastsprechers Ingolf Ellßel, der für uns extra seinen Urlaub unterbrochen hat.

Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, sagt Salomo in den Sprüchen. Er stellt das Negative dem Positiven voraus.

Warum?

Weil unsere Zunge eigentlich ein feuerspeiender Drache ist. Deswegen steckt sie in einem Käfig: unserem Mund. Mit Gitterstäben davor: unseren Zähnen.
Wehe, wenn sie mal losgelassen wird.
Jakobus sagt, "Die Zunge ist ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge unter unseren Gliedern, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird." (Jak. 3, 6).

In anderen Worten: Wer redet, bevor er denkt, redet sich um Kopf und Kragen. Seine Worte entzünden sein Leben und ruinieren es.

Deswegen ist es besser, eben nicht alles mal rauszulassen, sondern die Klappe zu halten.

"Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig." Sprüche 17, 28.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Freitag, 17. Juni 2011

CGZ-Intensiv

"Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben, um sie zu heiligen, sie reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei."
Epheser 5, 26-27

Jesus liebt es, die Gemeinde immer mal wieder zu baden--im Wasserbad des Wortes.
Ein Bad dauert etwas länger und ist etwas intensiver als eine Dusche. Es reinigt auch tiefer.

Ich erinnere mich gern an die intensiven Zeiten in Gottes Wort in der Bibelschule. Man geht verändert wieder heim.

Ein solcher CGZ-Intensiv-Bibelschultag findet morgen wieder statt. Thema ist "Glaube und Gebet." Denn gebetet wird viel, erhört eher weniger. Gott möchte jedoch durchaus, daß wir im Leben herrschen und nicht von unseren Umständen beherrscht werden. Erhörbar beten ist möglich. Wie, werden wir morgen sehen.

Ich habe die Sprecher gebeten, nicht nur Bücherwissen zu predigen, sondern mal nachzuschauen, wo sie persönlich im Gebet durchgedrungen sind und Erhörungen bekommen haben. Eine solche Verkündigung hat mehr Zing.

Ingolf Ellßel, unser Gastsprecher, wird über "Das Geheimnis der Segnung" reden. Ihm habe ich das Thema natürlich freigestellt.
Bin schon sehr gespannt.

Man muß sich zur Teilnahme nicht anmelden. Der Intensivtag ist öffentlich. Wer will, kann kommen und mitmachen.

Bis morgen. Um 9 Uhr geht's los.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Gott ift todt?

"Pastor, heutzutage glaubt niemand mehr an gut und böse oder richtig und falsch. Alles ist relativ und 'Sündigen' tut man nur noch, wenn man nascht. Wie kam's dazu?"

Jahrtausendelang glaubte man, was die Bibel sagte. Nämlich, daß Gott die Guten segnet und die Bösen bestraft. Vor diesem Hintergrund waren Krankheiten, Kriege, Teuerungen, usw. eine Form von Gericht.

Diese Sicht änderte sich vor ca. 130 Jahren. Damals gab's Arbeiterunruhen in der westlichen Welt. Die Leute gingen auf die Barrikaden und radikalisierten sich politisch, weil sie hart und lang zu Hungerlöhnen schufteten. Sie fühlten sich ausgebeutet. Die Kriminalitätsrate war hoch.

Da behauptete jemand,(sagen wir einfach, es war Marx), "Die Leute sind nicht gewalttätig, weil sie böse sind, sondern weil sie ausgebeutet werden. Man muß ja überschnappen, wenn man als große Familie in einem einzigen Raum leben muß. Nicht die Täter sind schuld an ihren Verbrechen, sondern die Gesellschaftsordnung. Wir brauchen eine Revolution!"

Damals erfand man auch die Wissenschaft der Soziologie, der Gesellschaftskunde. Der "fortschrittlichen" Soziologie fallen ständig Gründe ein, weshalb der Täter eigentlich unschuldig und die Gesellschaft schuldig ist. Deshalb muß die Gesellschaft auch ständig umgemodelt werden. Auch glaubt man fest an die Rehabilitierung von Verbrechern, da es ja keinen schlechten Charakter gibt, der jemanden auf Dauer verdirbt.

Man bezweifelt in vielen universitären Kreisen tatsächlich, daß es so etwas wie eine menschliche Natur, ein Wesen, einen Charakter, überhaupt gibt.
Nicht einmal die biologisch vorgegebene Prägung von männlich und weiblich läßt man dort gelten. Vielmehr ist der Mensch ein komplett unbeschriebenes Blatt, dem die Gesellschaft ihre Normen aufzwingt. Jeder soll gefälligst selber entscheiden, ob er nun Männlein oder Weiblein sein will. So weit sind wir heute.

Doch zurück zu den Anfängen dieser Denkungsart:
Aus der Wissenschaftsecke der Biologie wurde damals die "Erkenntnis" beigesteuert, "Der Stärkere setzt sich durch. Das ist das Gesetz der natürlichen Auslese."
Gewalttätige Gruppen handelten also unter einem evolutionären Zwang. Dafür konnte man sie natürlich moralisch nicht verurteilen.
Brilliante Gewalttäter waren vielmehr zu bewundern.
Nur so konnte es geschehen, daß ein Volk von Dichtern und Denkern zu einem Volk der Richter und Henker wurde, verantwortlich für den größten Genozid in der Geschichte der Menschheit.
Befeuert von Darwin glaubte man wirklich einmal an die Überlegenheit einzelner Rassen.

Die soziologische und die biologische Argumentation setzte dem Konzept "Charakter: Gut oder böse" schon ziemlich zu.
Da tauchte noch ein Dritter auf, der dagegen war: Freud.
Freud sagte (vereinfacht), "Du bist nicht gut oder böse. Vielmehr versuchst du, frühkindliche Konflikte aufzuarbeiten. Nicht du bist schuld an deinen Taten, sondern dein Elternhaus, speziell dein Vater mit seinen Züchtigungsversuchen."

Da sprang die Soziologie herzu und rief, "Genau! Wir müssen die Familie, diese Brutstätte von Unterdrückung und Gewalt, reformieren. Das tun wir, indem wir alle Autorität samt körperlichen Strafen abschaffen."

So sind wir nach und nach in der Welt gelandet, in der wir heute leben.

Die Bibel argumentiert natürlich ganz anders.
Sie sagt, natürlich hat der Mensch eine innere Wesensnatur. Er sei trotz perfekter Umwelt in Sünde gefallen und brauche einen Erlöser.
Er kann sich nicht selbst reformieren.
Er muß von neuem geboren werden und die Natur Gottes eingepflanzt bekommen. Das geschieht nur, wenn er Jesus als geistlichen Herrn und allgemeine Richtschnur annimmt.

Alles andere bleibt Doktern am Symptom.

"Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Johannes 3, 3

Sonntag, 12. Juni 2011

15

"Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
Apostelgeschichte 2, 4

Preis dem Herrn, wir hatten einen wunderbaren Pfingstgottesdienst im CGZ mit Freunden und Gästen. Die Ordner stellten noch zwei oder drei Stuhlreihen hinten an, so daß wieder ein wenig Luft in die Reihen kam.

Ich sprach über--Pfingsten und die Ausgießung des Heiligen Geistes, wobei ich nachwies, daß praktisch alle Christen in der Bibel mit dem Heiligen Geist getauft wurden und in Sprachen redeten.

Sie taten das u.a. in Jerusalem (Ag 2, 4), in Samaria (Ag 8, 15-16), in Damaskus (Ag 9, 17), in Cäsarea (Ag 10, 44), in Korinth (1 Korinther 14) und in Ephesus (Ag 19, 6).

Gründe dafür, in Sprachen zu beten, (wobei man nicht versteht, was man sagt), sind, daß man besser draufkommt: "Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst." 1 Kor. 14, 4.
Der Geist Gottes betet durch einen für Dinge, die man nicht weiß, so daß einem schlußendlich alles zum Besten dienen muß. (Römer 2, 26-28).

Beim anschließenden Gebetsaufruf kamen immerhin 15 Personen, jung und alt, (mir) bekannt und unbekannt, nach vorne und wir beteten um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. 14 empfingen sofort und sprachen in Zungen. Es war erbaulich, da zuzuschauen.

Pfingsten ist nicht vorbei. Es findet immer wieder statt, dort, wo Menschen den Heiligen Geist empfangen.

In der diesmaligen Predigt der Woche geht's um die "Entstehung Gottes." An die glaubt nämlich eine Reihe von Evolutionstheoretikern.

Wie das?

Man argumentiert: Wenn Energie und Materie keinen zeitlichen Anfang und kein zeitliches Ende haben, sondern alles evolviert, also sich von einfach zu komplex fortentwickelt, von schlecht zu besser, dann ist das logische Resultat: Gott.

Die Evolution schreitet solange fort, bis Gott entstanden ist.

In diesem Gedankengebäude steht Gott nicht als Schöpfer am Anfang, sondern als Evolutionsresultat am Ende.

Die Bibel argumentiert natürlich gegen ein solches Weltbild.
Doch die Fragen, die jene Theoretiker Christen zuwerfen, sind legitim:
Wenn ein guter Gott die Welt schuf, warum ist seine Schöpfung dann so feindselig?
Wenn Gott gut ist, kann er nicht allmächtig sein.
Wie ist es mit der Allwissenheit Gottes bestellt?
Und warum greift Gott nicht öfter ein?

Diese Fragen beantworte ich in der PredDeWo aus der Bibel.

Samstag, 11. Juni 2011

Heilsgewißheit

Wir machen auf der Homepage der Gemeinde eine Umfrage.

Anhand der Ergebnisse ist mir aufgefallen, daß zwar alle Teilnehmer wissen, daß Jesus sie liebt. Sie kennen die Bibel und wissen, daß sie Erlösung brauchen. Sie akzeptieren Jesus als Erlöser. Doch manche wissen dann trotzdem nicht, daß sie in den Himmel gehen werden und beantworten Frage 2 entsprechend.

Nun heißt es in Johannes 6, 37: "Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen."

Wenn wir Jesus als Herrn und Erlöser angenommen haben, dann baut er uns ein Haus im Himmel. In das werden wir einziehen. Anstrengungen unsererseits, in den Himmel zu gelangen, sind nicht nötig.

Jesus "errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes." Titus 3, 5.

Wer Jesus annimmt, der wird geistlich wiedergeboren.
Der ist eine Neue Schöpfung.
Das ist die einzige Voraussetzung, in den Himmel zu gelangen.
Alles, was wir zu tun haben, ist ihn einzuladen.

Wenn wir dann Christen sind, tun wir gute Werke--nicht um gerettet zu werden, sondern WEIL wir gerettet sind. An diesen guten Werken kann man die Errettung ablesen: "Der Wind weht wo er will und du hörst sein Brausen wohl." Den Wind kann man nicht sehen, doch die Auswirkungen des Windes, die nimmt man sehr wohl wahr. Die Blätter am Baum wackeln: das sieht man. Und sie rascheln: das hört man.
So wackeln und rascheln geistbewegte Christen.
Den Glauben sieht man nicht, die Werke, die durch ihn getan werden, schon.

Jakobus sagt, "Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen." Jk 2, 18.

Beobachte dich mal: Wenn du Jesus in dein Leben eingeladen hast und nun in irgendeiner Form gute Werke tust, dann bist du errettet. Und gehst in den Himmel.

Wenn du allerdings weiterhin deine Frau verhaust, Ströme von Schnaps in dir versickern, du über niemanden etwas Gutes zu sagen hast, leere Spendenumschläge ins Opfer wirfst, wenn deine Bibel verstaubt, der Porno dafür unter dem Kopfkissen bleibt: Dann, ja dann geh nochmal in dich und tu Buße von den toten Werken, damit es aufwärts mit dir gehen kann.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Ehec

"Pastor, sag was zu Ehec."

Epidemien hat es immer gegeben. Wir wissen das nur nicht mehr, weil in unserer Zeit wirkmächtige Antibiotika entwickelt wurden, die ihr Wüten oft verhindert haben.

Man muß nicht bis zur Pest im Mittelalter zurückdenken. Auch im 20. Jahrhundert forderten Virenplagen Millionen von Opfern. Nach dem ersten Weltkrieg tobte die Spanische Grippe und kostete weltweit rund 50 Millionen Menschen das Leben. (Wobei man dazusagen muß, daß bei weitem die meisten Infizierten überlebten).
Doch ich schweife ab.

Ehec ist ein Darmbakterium, das in Wiederkäuern vorkommt, (Schaf, Rind, Reh...).
Das Darmbakterium wird mit dem Kot der Tiere ausgeschieden, (nicht erst seit gestern).
Der Mist wandert auf Beete und Felder. Er wird als Dünger vor allem bei Biobauern eingesetzt, die keinen Kunstdünger einsetzen dürfen, weil sie sonst nicht mehr bio sind.
Den Pflanzen ist egal, ob sie ihre Nährstoffe vom Kuhfladen oder aus Nitrophoska blau beziehen. Die Mineralien sind genau dieselben. Der Kunstdünger ist aber halt nicht bio, sondern agroindustriell.

Ehec gelangt also über Biodüngung auf Gemüse. Von dort wandert das Bakterium in den Menschen, wenn der das Gemüse nicht gründlich reinigt, bevor er es verspeist.

Eine Möglichkeit, Ehec zu vermeiden, scheint, auf "Bio"-Gemüse zu verzichten.

Gibt es einen hundertprozentigen Schutz vor dem kleinen Wüterich?
Ich fürchte, nein.
Deshalb empfiehlt es sich, beizeiten für die Ewigkeit vorzusorgen und mit Gott in ein intensives Zwiegespräch einzutreten. Die Ewigkeit wird lang. Es wäre wirklich schade, sie am falschen Ort zu verbringen.

Christen können sich auf diese Schriftstelle stellen:
"Du fürchtest dich nicht vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag verwüstet.
Tausend fallen an deiner Seite, zehntausend an deiner Rechten - dich erreicht es nicht.
Nur schaust du es mit deinen Augen, und du siehst die Vergeltung an den Gottlosen.
Denn du hast gesagt: "Der HERR ist meine Zuflucht!"; du hast den Höchsten zu deiner Wohnung gesetzt; so begegnet dir kein Unglück, und keine Plage naht deinem Zelt."
Psalm 91, 5-10

Montag, 6. Juni 2011

Ein anderer im AT als im NT?

"Pastor, der Gott des Alten Testaments scheint ein anderer zu sein als der des Neuen Testaments. Im AT ist Gott streng, im NT gütig."

Gott ist in beiden Teilen der Bibel exakt genau derselbe.
Die menschliche Ausgangssituation ist jedoch jeweils eine andere.

Im AT konfrontiert er vor allem gesetzlose Sünder mit seiner Gerechtigkeit. Deswegen erscheint er als strenger Richter.

Im NT ist er der liebende Vater, weil hier viele Menschen durch den Glauben an Jesus mit ihm versöhnt sind. An diese Erlösten richtet sich das NT hauptsächlich. Deswegen die viele Güte.

Doch schon im AT hat Gott die Guten gesegnet.
Und im NT bestraft er die Bösen immer noch.
Nur liegt darauf nicht das Hauptaugenmerk.

"Nein, ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert."
Maleachi 3, 6

Freitag, 3. Juni 2011

19

"So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln."
Römer 6, 4

Wir hatten einen wunderbaren Taufgottesdienst gestern.

Als erklärt unbürokratische Gemeinde wußten wir zwar von etlichen Nachfragen, waren aber nicht sicher, wieviele Täuflingen tatsächlich erscheinen würden. Wir rechneten mit zwischen 3 und siebzehn. Zum Schluß waren es 19 Personen, die Jesus von Nazareth in ihr Leben eingeladen hatten, an ihn glauben und dies nun öffentlich kundtun wollten. Viele hatten Freunde oder Familie dabei, so daß es in unserer Taufhalle, (dem Foyer), einigermaßen eng zuging. War aber prima.

19 Personen wurden in Wasser getauft.
Die Taufe ist Symbol für Tod und Auferstehung.
19 Leute wurden untergetaucht, "beerdigt."
19 Personen wurden aus den Fluten wieder hochgeholt, "auferweckt."
Die Taufe ist ein offizielles Bezeugen: Ich bin nun Christ und werde den Rest meines Lebens mit Jesus gehen.

Preis dem Herrn.

Vielen Dank an die Mitarbeiter, die sich um alles gekümmert haben, vom Wasser über Kaffee und Kuchen bis zum Sound.

Vielen Dank auch an Pastor René Stebani, der uns das mobile Taufbecken seiner Gemeinde zur Verfügung gestellt hat.
Vergelt's Gott.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Taufe

"Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden."
Markus 16, 16

Am Himmelfahrtstag morgen feiern wir einen Taufgottesdienst im CGZ.

Ab 15.00 Uhr singen wir ein wenig. Dann werde ich über die Taufe sprechen.
(Genaugenommen gibt es drei Taufen, die in Wasser ist nur eine).

Viele Menschen in unseren Breiten wurden als Babys getauft. Jesus sagt jedoch, "wer gläubig geworden und getauft worden ist..."

Vor der Taufe kommt der Glaube!
Eine Taufe vor dem Glauben ist religiöse Brauchtumspflege. Nichts weiter.

"Wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden."
Um in den Himmel zu gehen, muß man nicht einmal getauft sein. Man muß vielmehr glauben.

Viele sind getauft aber ungläubig.
Besser wäre, gläubig, aber ungetauft zu sein.

Nach der Botschaft kommt das Bekenntnis der Täuflinge. Dann die Taufe.

Da wir in einem Becken stehen werden und die Täuflinge vollständig untergetaucht werden, empfiehlt es sich, Kleider anzuziehen, die naß werden dürfen. Badesachen und ein weißes T-Shirt wären ideal.

Hinterher sitzen wir gesellig beisammen, essen Kuchen (wer bringt welchen?) und freuen uns.

Bis morgen.