Freitag, 30. Juli 2010

HdV, 2

Wir erhielten heute morgen den Anruf einer Ehefrau: "Mein Mann hat mich gerade verlassen. Ich weiß nicht, wie ich ihm vergeben soll!"

Sie meinte--wie so viele--Vergebung wäre die Bewältigung/Ausschaltung ihrer negativen Gefühle. Doch Vergebung und Gefühle sind ganz unterschiedliche Dinge.

Vergebung hat nichts mit Gefühlen zu tun.
Wenn ich den Schuldschein meines Schuldners verbrenne, dann existiert der nicht mehr, egal, welche Empfindungen ich gegen den Ex-Schuldner hege. Der Beweis der Schuld ist verschwunden, ihm wurde vergeben.

Das ist eine Sache.

Man kann jedoch vergeben und hinterher dennoch mit Gefühlen der Bitterkeit kämpfen. Diese Bitterkeit loszuwerden ist von größter Wichtigkeit. Denn sonst infiziert sie unser ganzes Dasein und verdirbt es, und wir werden ungenießbar.
Die Zeit heilt hier gar nichts.

Wie werde ich also die Bitterkeitsgefühle gegen meinen Ex-Schuldner los?

Da gibt's nur eine Lösung:
Wir müssen den Trost und den Zuspruch Gottes erfahren und zwar ganz massiv, so daß das bei uns auch ankommt.

Wenn Gott uns Liebesbeweise zukommenläßt, dann heilen alle Wunden. Ja, selbst wenn Menschen ganz bewußt versuchen, uns zu schaden oder zu verletzen, dann dringen ihre Schläge nicht durch das dicke Polster an Gnade Gottes. Wir sehen die Anstrengungen der Bösewichte, vielleicht sogar ihren momentanen Erfolg, aber das berührt uns emotional nicht. Wir empfinden gar Mitleid mit unseren armen Feinden und finden ihre Gottferne bedauerlich.
Wenn sie zur Besinnung kämen und uns um Vergebung bäten, (mit entsprechenden Taten), würden wir ihnen ohne weiteres vergeben und uns über die wiederhergestellte Beziehung freuen.
Das kann man nur, wenn man von Gottes Gnade abgesättigt wurde, etwa in Form von Gebetserhörungen oder anderen Gunsterweisen des Herrn.

Es gab hier mal einen Leiter einer christlichen Organisation, von dem mir berichtet wurde, daß er mit fortwährender Kritik an mir nicht sparen würde. Er sei auch stets darauf bedacht gewesen, mich aus lokalen Gemeinschaftskreisen fernzuhalten.
Ich habe mich mit keinem Wort verteidigt oder gerechtfertigt, oder gegen ihn geredet.
Ich habe mich noch nicht eimal gekränkt gefühlt.
Dann, eines Tages, bekehrt sich der drogenabhängige, kranke Sohn dieses Mannes durch CGZ-Mitarbeiter. Der Sohn wird frei, wird CGZ-Mitglied, und Gott heilt ihn von gravierenden körperlichen Leiden.
Und dem Vater fällt plötzlich nicht mehr so viel ein, was er gegen uns vorbringen könnte.

Das ist Gnade, von der ich spreche: Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?
Unsere Gefühle sind nur dann geschützt, wenn wir wissen, Gott ist mit uns. Dazu gehört natürlich, daß wir mit uns selber und mit Gott im Reinen sind.

Schau mal, ob du in deiner Situation nicht doch die Fingerabdrücke Gottes wahrnimmst. Solange Menschen gegen dich sind, er aber für dich, ist alles okay.
Problematisch wird es erst, wenn auch er gegen dich ist.
Dann untersuche dein Leben schleunigst, kehre um, versöhne dich, sorge für ein gutes Gewissen und empfange Vergebung.

"Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun. Und dies ist sein Gebot, daß wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie er uns geboten hat."
1 Johannes 3, 21-23.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Herz der Vergebung, 1

"Pastor, Als wir noch am Flughafen etwas getrunken haben, hast du kurz über das Thema Vergebung gesprochen. Du hast ein paar interessante Aspekte über Vergebung erwähnt (Gefühle, etc.) Kannst du mir deine Worte nochmals kurz aufrollen?"

Gern.
In der Christenheit liegt eine Verwechslung vor. Viele Christen denken bei Vergebung automatisch an verletzte Gefühle, die sie nicht haben dürfen, wenn sie vergeben haben: Jemand ohrfeigt mich und ich muß ihm stehenden Fußes vergeben, denn Jesus sagte ja, "Haltet die andere Backe hin." Unsere Gefühle rebellieren naturgemäß dagegen.

Nun, Jesus hat das mit der Backe nicht wörtlich gemeint.
Er wollte uns nicht zu Masochisten erziehen, die geschlagen werden, lächeln und um mehr bitten. Er rief vielmehr zur Friedfertigkeit auf.

Und Vergebung ist nicht dasselbe wie Gefühlsbewältigung.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Das eine ist ein Rechtsakt, das andere ein therapeutischer Akt.

Heute soll's erstmal nur um den Rechtsakt gehen.

Zunächst hat Jesus selber, als er vor dem Hohepriester geschlagen wurde, nicht die andere Wange dargereicht, sondern gesagt, "Wenn ich schlecht geredet habe, so gib Zeugnis von dem Schlechten! Wenn aber recht, was schlägst du mich?" (Johannes 18, 23).

Paulus wurde auch vor dem Hohepriester geschlagen. Er entgegnete gar, "Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand!" (Apostelgeschichte 23, 3). Auch hier kein Hinhalten der anderen Backe.

Wir sollten aber ein Herz der Vergebung haben, definitiv. Das hatten Jesus wie Paulus.
Wenn jemand gegen uns sündigt, dies aufrichtig bereut und Vergebung sucht, dem sollten wir ohne weiteres vergeben. Jesus sagt in Lukas 17, 3-4, "Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und WENN ER ES BEREUT, so vergib ihm! Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben."

Reue empfängt Vergebung.

Wie reagieren wir jedoch richtig, wenn der Übeltäter nicht bereut, seinen Fehler nicht einsieht, keine Vergebung will und sich vielleicht gar als Opfer geriert?

Es ist nicht immer weise, einem Übeltäter zu vergeben. Der zieht aus meiner Friedfertigkeit den Schluß, daß böse Taten keine Konsequenzen haben und macht immer weiter. Der Dreijährige, der die Mama eine Sau nennt, sie schlägt und anspuckt, braucht kein säuselndes Mitgefühl, sondern eine hinten drauf.

Entsprechend war auch Jesus nicht zimperlich. Er sagt (unmittelbar vor der Vergebungsstelle) in Lukas 17, 1-2, "Es ist unmöglich, daß nicht Ärgernisse kommen. Wehe aber dem, durch den sie kommen! Es wäre ihm nützlicher, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde..."

Er sagt nicht, "Ärgernis, wir therapieren dich."
Er sagt, "Ärgernis, wehe dir."

Sünde zieht Gericht nach sich.
Es gibt auch nirgendwo ein Recht auf Vergebung.
Vergebung ist eine unverdiente Gnade. Man muß Gott seine Sünden bekennen und um Vergebung bitten, bevor man Vergebung bekommt.

Vergebung einfach so?
Naja...
(Ich rede nicht der Bitterkeit das Wort. Darüber sage ich morgen noch was).

Paulus sagt der bedrängten Gemeinde in Thessalonich, "...so gewiß es bei Gott gerecht ist, denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis zu vergelten." (2 Thessalonicher 1, 6). Er war nicht bereit, böse Taten einfach so auf sich beruhen zu lassen.

Der Gemeinde in Korinth sagt er, sie sollten ein Gemeindemitglied, das seinem Vater die Frau ausgespannt hatte, dem Satan übergeben: "Ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste anwesend, habe schon als anwesend das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat, - wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid - einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn." (2 Korinther 5, 3-5).

Paulus fällt Urteile und vollstreckt sie mit übernatürlichen Mitteln!

Selbiges tat der Apostel mit problematischen Predigern namens "Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern." (1 Timotheus 1, 20).

Statt zu vergeben übergibt Paulus die Übeltäter dem Teufel...
...mit dem Hintergedanken der Errettung für die Bösewichte!
Er ist nicht an ihrer Verdammnis interessiert.
Vielmehr weiß er: gewohnheitsmäßige Dauersünder befinden sich im Abfall von Gott. Sie sind dabei, Schiffbruch im Glauben zu erleiden. Verharren sie lange genug in ihrem Tun, verleugnen sie zum Schluß ihren Erlöser und sind auf ewig verloren. Paulus sagt, es ist besser, die Knilche leiden ein wenig und tun Buße--oder sterben, während noch ein Rest an Jesusglauben in ihnen ist und leben dann wenigstens in Ewigkeit. Besser, als daß sie als Abgefallene sterben.

Jedenfalls verlangt er, daß solche Leute aus der Gemeinde geschafft werden: "Was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus." (1 Korinther 5, 12-13). Manchmal ist richten angesagt, nicht blind vergeben.

Solch harte Bandagen wie eine Übergabe von Sündern an den Teufel sind natürlich heikel. Ich kann mich nicht erinnern, je sowas gemacht zu haben.
Vor allem würde ich nie jemandem "dem Teufel übergeben", der gegen MICH gesündigt hat. Da würde ich meinen Motiven nicht trauen.
Paulus war ein emotional unbeteiligter Apostel mit klinischer Betrachtungsweise, der hier mit übernatürlichen Mitteln Kirchendisziplin übte.
Er war nicht bitter.
Ihm ging's nicht um persönliche Rache, sondern um die Gesundheit, die Stabilität und den Segen der Gemeinde Gottes in Korinth. (Der Stiefmutterbeglücker ist übrigens umgekehrt. Nun rät Paulus der Gemeinde, ihn wieder aufzunehmen. 2 Korinther 2, 5-11).

Über das Thema "Widerstreitende Emotionen und Vergebung" sag ich morgen was.
(Hammerwichtig, hilfreich und interessant!)

Mittwoch, 28. Juli 2010

Tote "Love"-Parade

"Pastor, mal ´ne Frage zu diesem schrecklichen Ereignis bei der Love-Parade. Eva Herrman meinte, daß das ein Wink Gottes war, um diesem sündigen Treiben einen Denkzettel zu verpassen. Was sagst Du denn dazu?"

Love Parade?
Um mit Tina Turner zu sprechen: "What's love got to do with it?"
Und um mit Paulus zu sprechen: "Dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner ... ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams." Epheser 5, 5-6.

Zur Zeit Jesu gab's auch solche Paraden. Die hießen damals Saturnalien, Bacchanalien und Dionysien. Der DJ von damals war der Rex Bibendi, (König des Trinkens). Da ging's manchmal so ab, daß diese Feierlichkeiten nach einiger Zeit vom römischen Senat stark reglementiert wurden.

In Judäa lief sowas nicht. Doch im griechisch-syrischen Umland schon.
Zum Beispiel in Gerasa.

Auch damals gab's Nackte und Tote.
Und schwer dämonisierte Leute.

In Matthäus 8, Markus 5 und Lukas 8, (selbe Begebenheit), fährt Jesus über den See Genezareth ins heidnische Land der Gadarener/Gerasener. "Als er aber an das Land gestiegen war, kam ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der Dämonen hatte und seit langer Zeit keine Kleider anzog und nicht im Haus blieb, sondern in den Grabstätten."
Laut Matthäus waren es zwei so Geplagte, die sich außerdem selber mit Steinen zerschlugen und allgemein bösartig und gewalttätig waren. Klingt, als hätte da ein Christopfer-Street-Day oder eine Sadomaso-Party für ein paar Jungs mit einem totalen Kontrollverlust geendet. Vielleicht haben sie ja an Fliegenpilzen oder Tollkirschen genascht.

Wer auf des Teufels Spielwiese der "totalen Freiheit" spielt, darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich zur Marionette triebhafter Zwänge wird. Oder wenn er dort zu Tode kommt.

Doch Jesus kam nicht, um die beiden Sünder mit Mühlsteinen um den Hals im See zu versenken. Er kam und befreite sie.

Jesus befreit auch heute noch alle, denen vor sich selber graust. Er liebt die, die ihre Zwänge und entgleisten Triebe wieder unter Kontrolle bekommen wollen. Er hilft ihnen und stellt sie wieder her.

"Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, daß sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden." Lukas 4, 18.

Gott sagt schon im Alten Testament: "ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muß, spricht der Herr, HERR. So kehrt um, damit ihr lebt!" Hesekiel 18, 32.

Ich bedauere die Toten von Duisburg zutiefst und drücke ihren Angehörigen mein Beileid aus. Und ich hoffe, daß die "Love"-Parade, diese Quelle des Todes, nun tot ist.

Dienstag, 27. Juli 2010

Jericho soll fallen!

Das Volk Israel steht vor der Einnahme Kanaans. Die erste und größte Festung, die es zu erobern gilt, ist Jericho. Jericho zu umgehen ist unmöglich. Denn die Krieger Jerichos fallen den vorrückenden Israeliten dann in den Rücken.

Problemen muß man sich stellen. Sie einfach zu ignorieren, kann tödlich enden.
Gott hilft uns beim Lösen unserer Probleme, nicht beim Ignorieren.

In Josua 5, 13 trifft Josua auf den Obersten der Heerscharen des HErrn: Jesus vor seiner Menschwerdung. Dieser Oberste teilt Josua seinen Plan zur Einnahme der Stadt mit.
Es ist ein abstruser Plan, der allen Lehren militärischer Taktik und Strategie zuwiderläuft: Israels Krieger sollen sechs Tage lang einmal schweigend die Stadt umrunden. In ihrer Mitte sollen Priester die Bundeslade tragen und sieben Priester sollen pausenlos auf Widderhörnern trompeten. Am siebten Tag: sieben Umrundungen, Widderhornblasen und großes Sieges-Lobgeschrei und, tataa: Jerichos Mauern werden fallen.

Und Josua nickt.
Josua ist kein Mose. Mose beim brennenden Dornbusch hat sich geziert und gewunden, als Gott ihm den Auftrag zur Befreiung Israels aus Ägypten gab. Am liebsten wäre er davongelaufen. "Ach Herr, sende doch, durch wen du senden willst." Mir aber laß meine Ruhe.
Josua ist anders. Mit keinem Wort stellt er die göttliche Taktik infrage. Er empfängt den Befehl und gehorcht. Gott sagt's, also wird's funktionieren.

Wenn nur alle so rasch dabeiwären, Gottes Wort zu befolgen.

Josua und Israel tun, was Gott befahl, und die Mauern fallen tatsächlich.
Jerichos Einnahme ist eine Blaupause für unsere Problembewältigung.
Ich will das kurz erklären:

Israel hatte ein unüberwindbares Problem: die Mauern.
Dieses haben sie umwandert und dabei festgestellt: Wir schaffen's nicht aus eigener Kraft, diese Mauern zu überwinden. Wir brauchen Gottes Hilfe.

Israel hatte jedoch eine klare Verheißung Gottes, es hatte seinen Plan. Den vollzog es nun. Im Tun von Gottes Wort liegt das Heil. Wer Gottes Willen tut, handelt im Glauben. Darauf liegt der Segen.
"Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren." Hebräer 11, 30.

Reden beim Umwandern war verboten.
Wer nicht reden darf, kann auch sein Problem nicht ständig bequatschen.
Unsere Worte verstärken unseren Glauben. Je mehr wir uns einreden, etwas nicht zu können, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß wir's tatsächlich nicht können.

Wer nicht reden darf, der schaut und hört umso mehr.
Israel hörte die Widderhörner der sieben Priester.
Der Hornschall erinnerte sie an die Bundeslade, die sie nicht sehen konnten, weil die klein war und tausende Krieger um sie herumstanden. Gottes Gegenwart war bei ihnen, symbolisiert durch die Lade.
Sieben ist außerdem die Zahl des Heiligen Geistes. Es gibt sieben Geister Gottes. (Offenbarung 3, 1; 4, 5; 5, 6). Der Geist Gottes war mit ihnen. Daran dachten sie, während sie schweigend marschierten. Unsichtbare Mächte begleiteten sie.
Unser Denken, während wir unser Problem gedanklich umkreisen, wird durch die Widderhörner inspiriert: Gott ist ja mit uns.

Die Widderhörner erinnerten Israel außerdem an das Signal zum Sammeln, (2 Mose 19, 13). Wenn das Horn erschallte, sammelte sich das Volk und zog weiter. Das Horn spricht von einheitlichem gemeinsamem Vorgehen, von EINHEIT.
Das Widderhorn läutete außerdem das Erlaß- oder Jubeljahr ein, das Jahr der Erlösung und des Schuldenerlasses. Jubel kommt von Jobel. Und Jobel ist ein hebräisches Wort für Widder, bzw. Widderhorn. (Siehe 3 Mose 25, Fußnote 31, Elberfelder Bibelübersetzung).
Der Schall des Widderhorns erinnerte Israel an das Jobel(Jubel)jahr und die ERLÖSUNG.
Gott ist ein Erlöser.

Israel arbeitet sechs Tage: es tut sechs Tage lang, was es tun kann: wandern, sonst nichts. Das Problem ist einfach zu groß zum Selberlösen.

Doch der siebte Tag ist der Tag des Herrn. An diesem Tag umrundet Israel Jericho siebenmal. (Die Sieben erinnert an den Geist Gottes, der gleich aktiv werden wird). Dann tröten die Hörner in voller Lautstärke, ("Erlösung, Erlösung"), und Israel jubelt und lärmt--BEVOR die Mauern fallen.
Der Glaube jubelt, bevor das Problem gelöst ist.
Denn eigentlich ist es schon gelöst, nachdem man den Willen Gottes getan hat. Auch wenn im Natürlichen die Mauern noch stehen.
Prompt stürzte die Mauer ein.

Die Mauern Jerichos fielen im Lobgeschrei Israels.

Lobst du schon, oder wanderst du noch?
(Wandern ist okay. Doch irgendwann muß das mit dem Loben und Danken anfangen).

Sonntag, 25. Juli 2010

Dank: Waffe gegen Depression

In Römer 1, 21 steht ein höchst interessanter Gedanke. Dort ist die Rede von Menschen, die Gott kannten, ihn "aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten."

Gott erwartet von denen, die ihn kennen, Verherrlichung und Dank.

Paulus sagt weiter, jene, die sich dieser Forderung verweigert haben, sind als Folge "in ihren Überlegungen in Torheit verfallen und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert." (Immer noch Vers 21).

Törichte Überlegungen kommen demnach von einem Mangel an Dank.
Finsternis im Herzen ebenfalls.
Nimmt man beide Aussagen zusammen, kann man sagen: Depression erwächst aus einem Mangel an Dank.

Von den Jüngern, die nachweislich unter keinerlei Depressionsdruck litten, heißt es, in Lukas 24, 53: "Und sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott."
Gewohnheitsmäßige Lobpreiser, das waren sie. Und die Kraft Gottes war mit ihnen.

In Philipper 4, 4 befiehlt Paulus gar, "Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!" Das "Freut euch" steht im griechischen Urtext in der grammatischen Form des Präsens aktiv imperativ, was ausdrückt, daß die Philipper sich absichtlich, fortwährend und gewohnheitsmäßig freuen sollten. Sie sollten nach etwas Gutem in ihrem Leben suchen und Gott dafür ausgiebig danken.

Starker Tobak für Durchschnittsdeutsche.

Doch sehen wir's mal so: Wer dankt, verändert seine Blickrichtung, weg vom Problem, hin zu Gott. Das hat zur Folge, daß unser Glaube sich entfaltet.

Und Glaube ist Gift für Depressionen.

Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du zu kurz kommst?
Die hat jeder.
Bist du traurig?
Finde etwas Positives in deinem Leben und danke Gott dafür.
Dir fällt nichts ein?
Nun, du kannst Gott für deine Gebetserhörungen, deine Errettung, die Bibel, dieses Land, seine Regierungsform, sein Klima, deine Gesundheit, deinen Wohlstand, deine Freunde, warmes Wasser, elektrisches Licht, gutes Essen, Musik, diesen Blog und was weiß ich noch alles danken. Tu dies ein paar Mal und du wirst eine spürbare Hebung deiner Laune erleben.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Gebet: Gott ist da!

Jesus hat sich oft zurückgezogen, um zu beten.
Ganz am Anfang seines Dienstes, in Markus 1, hält er einen erfolgreichen Heilungsgottesdienst ab, (nach der Heilung der Schwiegermutter von Petrus am Nachmittag und einer Dämonenaustreibung im Synagogengottesdienst am Vormittag).
Am Morgen danach, noch bevor die Sonne aufgeht, suchen ihn die Jünger in seiner Kammer, doch sie finden ihn nicht. Denn er ist bereits draußen und kommuniziert mit seinem Vater.

Die Sache beim Gebet ist, daß wir mit Gott reden, ihn aber nicht sehen und oft auch nicht fühlen. Da kann man schonmal denken, er sei gar nicht da. Doch in Hebräer 11, 6 heißt es, "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird."

Wer betet, muß glauben, daß Gott da ist und den Beter im Nachhinein belohnt, dh erhört. Mose machte es so: Er behandelte Gott, als ob er ständig körperlich gegenwärtig wäre. Von ihm sagt Hebräer 11, 27, "Er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren."

Was hier hilft, sind die Ephesergebete in Kapitel 1, ab Vers 17, wo Paulus betet, "daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst."

Zu erkennen, wie Gott ist, ist eine wichtige Angelegenheit. Denn erst, wenn ich den Willen Gottes erfasse, kann ich im Glauben beten. Und Gott und seinen Willen lerne ich kennen, wenn ich meine Nase ins Wort Gottes stecke und parallel dazu Epheser 1, 17 bete.

Auf der Audio-Seite von www.Onlinekirche.Org gibt's ein PDF-Heft von mir, das heißt Gebete der Kraft. Darin stehen biblische Gebete, kurz kommentiert.
Kann man runterladen.
Kost' nix.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Glaube + Ausharren

Nun ist das CGZ-Video von unserem Freund Erich Engler online, in dem er über "Glaube empfängt" spricht. Erich erklärt Markus 11, 23, wo Jesus sagt, "Alles, um was ihr betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden."

Man empfängt von Gott erst im Unsichtbaren, bevor sich die Erhörung im Sichtbaren manifestiert. Manchmal passiert Letzteres schnell, manchmal nicht so schnell.

Dann muß man "ausharren."

In Daniel 10 trauert der Prophet, weil es seinem Volk so schlecht geht. Er macht sich Gedanken über die Zukunft der Juden. Drei Wochen lang fastet er teilweise und betet um Erkenntnis.

Dann, endlich, erscheint ihm ein Engel und teilt ihm mit: "Fürchte dich nicht, Daniel! Denn vom ersten Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um deiner Worte willen bin ich gekommen."

"Vom ersten Tag an sind deine Worte erhört worden."
Das Gebet Daniels wurde umgehend erhört.
Doch es dauerte 21 Tage, bis der Engel zu Daniel durchdrang!
Wieso?

"Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich wurde dort entbehrlich." Daniel 10, 12-13.

Es gibt Kräfte in der Himmelswelt, die Gebetserhörungen vereiteln wollen. Denen muß man mit Glauben und Ausharren widerstehen. Werdet "Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben." Hebräer 10, 36.

Was wäre gewesen, wenn Daniel nach 20 Tagen aufgehört hätte, zu glauben und auszuharren?

Der Engel hätte umkehren müssen.

Dienstag, 20. Juli 2010

Noch ein Schweizer!

Nächste Woche, und zwar am Dienstag/Mittwoch, 27-28.7.2010, wird unser Freund Stephan Steinle bei Pastor René Stebani in der Biblischen Gemeinde Schweinfurt sprechen.

Stephan war vor vielen Jahren Direktor einer Bibelschule, zu deren ersten 23 Schülern ich einst gehörte. Heute spricht er in Asien oft zu vielen Tausenden und bringt ihnen das Evangelium.

Die Versammlungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Wir lassen deswegen am Mittwoch der nächsten Woche unseren CGZ-Bibelabend ausfallen und gehen in die BGS, Kornacherstraße 15 in Schweinfurt.

Sonntag, 18. Juli 2010

Mr Zuversicht

Habe gerade Erich Engler wieder verabschiedet. Ich nenne ihn Mr Zuversicht, denn das ist die prädominante Eigenschaft des Bruders aus der Eidgenossenschaft. Er verbreitet Zuversicht.
Mr Zuversicht hat gestern und heute im CGZ gedient und wir hatten eine prima Zeit im Herrn.

Das Haus war gut gefüllt.
Was mir auffiel, waren die vielen Besucher, vor allem am Samstag. Jemand war gar bis aus Hamburg eigens angereist. Andere kamen aus Nürnberg, Heilbronn, der Schweiz und, ja, sogar Schweinfurt. (Und draußen, gleich hinter der Notausgangstür bei der Bühne, (wo man zuhören kann, ohne gesehen zu werden), fand ich einen Mann mit einer Halben Bier in der Hand.)

Erich sprach über biblischen Glauben. Glaube ist nicht Nicht-wissen. Biblischer Glaube ist eine geistliche Kraft, eine Hand, die in den Himmel hinauflangt und dort Segen abholt. Jesus sagt, "Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden." Markus 11, 23.

Christen beten und glauben dann, daß sie empfangen haben. Obwohl sich im Natürlichen vielleicht nichts groß bewegt hat. Wer glaubt, daß er empfangen hat, dem wird es werden--nicht, wer glaubt, daß er empfangen WIRD, sondern empfangen HAT.
Man muß glauben, daß man's hat, bevor man's sieht.
Dann wird's einem werden.
Sagt Jesus.
Um glauben zu können, daß man's empfangen hat, muß man natürlich wissen, was Gott einem verheißt. Einfach so ins Blaue hinein beten und dann behaupten, man glaube, funktioniert nicht.
Glaube beginnt, wo der Wille Gottes bekannt ist.
Den erfährt man in Gottes Wort.

In der Abendveranstaltung war die Kraft Gottes gegenwärtig. Viele--die meisten--sanken unter der Kraft Gottes zu Boden, als Erich ihnen in der Heilungsreihe die Hände auflegte. Er freute sich hinterher genauso darüber wie ich, denn das passiert nicht alle Tage. Und eine ganze Reihe von Besuchern lud zum Schluß Jesus in ihr Leben ein.

Alles in allem eine supr Zeit.
Glory.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Erich E.

"Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer." Epheser 4, 11.

Am Wochenende ist Erich Engler aus Rapperswil in der Schweiz zu Gast im CGZ.

Erich ist ein Bibellehrer, aber auch ein effektiver Evangelist. Ich habe mit Leuten gesprochen, die irgendwo eine Versammlung mit ihm besucht haben, gar nicht genau wußten, was das Thema war, aber seither Christen sind.

Das ist typisch für einen Evangelisten.

Die Veranstaltungen mit ihm eignen sich prima dazu, Freunde, die Jesus noch nicht kennen, mitzubringen.

Samstag um 16 Uhr und 19.30 Uhr. Und Sonntag wie gewohnt.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Allen alles gemeinsam?

"Pastor, ist es das biblische Ideal, kommunenmäßig alles gemeinsam zu haben?"

Es stimmt schon, in der Apostelgeschichte heißt es, "Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war." (Ag 2, 44-45).

Sicher sieht das attraktiv aus, wie ein Ideal.
Es kann auch eine zeitlang funktionieren, wenn alle Beteiligten selbstlos handeln und keiner auf seinen Vorteil bedacht ist. In Erweckungsphasen gibt's das.
(Ohne Erweckung gibt's das natürlich auch. Es heißt dann Kommunismus und ist ein erfolgreiches Massenverarmungsprogramm).

Besser ist jedoch, nicht alle Güter und Habe zu verkaufen und das Geld wegzugeben, sondern Güter und Habe ins Geldverdienen zu investieren und das Reich Gottes mit regelmäßigen Gaben aus dem Verdienst zu unterstützen.
Denn wenn Güter und Habe weg sind, wer ernährt dann den Geber?
Andere Geber?
Und wenn die nichts mehr haben, wiederum andere?
(So kam es übrigens tatsächlich. Die Gemeinde in Judäa war danach eine zeitlang auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Apostelgeschichte 11, 29).
Das "Ideal" sieht zwar aus wie ein Ideal, ist aber keines. Zumindest nicht langfristig.

Gott will vielmehr unser Erwerbsleben segnen: "Du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, daß er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen." 5 Mose 8, 18.
Von diesem erwirtschafteten Vermögen geben wir freiwillig etwas ins Reich Gottes und an Bedürftige, etwa in Form einer Kinderpatenschaft.

Der "Allen alles gemeinsam"-Traum ist dagegen etwas für Sozialromantiker.

Dienstag, 13. Juli 2010

Bewegungen

"Pastor, ich habe von Leuten gehört, die ihre Karriere aufgegeben haben und nun Burger braten, um in einer christlichen Kommune auf dem Land in Amerika mitzumachen. Bei denen gibt's keine Gemeinde, keine Pastoren oder Prediger oder Älteste. Die haben das alles abgeschafft. Und alle haben alles gemeinsam. Ist das Urchristentum?"

Karriere aufgegeben? Gemeinde samt Prediger abgeschafft?
Wow.
Klingt nach des Teufels kühnstem Traum...

Jesus sagte jedoch, er wird seine Gemeinde bauen, nicht seine pastorenfreie Landkommune. (Matthäus 16, 18).

Dazu hat er Prediger erfunden. (Epheser 4, 11).
Jesus ist das Haupt des Leibes Christi: der Gemeinde.
Der Pastor ist das Haupt der Ortsgemeinde und bildet im Kleinen das Große nach. (Wenn man einen großen Kristall zerschlägt, zerfällt der in lauter kleine, die genauso aussehen, wie der große).

Jesus setzte also Prediger ein. ("Weide meine Lämmer.")
Denen hat er verordnet, vom Evangelium zu leben. (1 Korinther 9, 14). Die Gemeinde soll sie daher unterstützen. (1 Timotheus 5, 17).
Er ermahnt die Gemeinde sogar, "Gehorcht und fügt euch euren Führern! Denn sie wachen über eure Seelen, als solche, die Rechenschaft geben werden, damit sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn dies wäre nicht nützlich für euch." (Hebräer 13, 17). Klingt nicht gerade flauschig unhierarchisch.

Wobei biblische Pastoren keine Autokraten sind. Jeder sollte froh sein, wenn er engagierte Leute hat, die Ideen von Gott bekommen und diese umsetzen. Die müssen das dürfen. Allerdings braucht es dazu natürlich Vertrauen. Und das müssen sich beide Seiten verdienen.
Die Apostel haben der Gemeinde sehr wohl gestattet, Angestellte vorzuschlagen. Das letzte Wort behielten sie sich jedoch vor. (Apostelgeschichte 6, 3).

"Wir sind die wahre Gemeinde! Nieder mit allen Pastoren!"
Ach...
Solche Bewegungen gibt's alle paar Jahre wieder. Dann schwingt das Pendel wieder in die andere Richtung. Man liebt Autorität wieder und der Pastor soll noch entscheiden, welches Auto man sich kaufen soll.

Beide Extreme sind Quatsch.

Noch was:
Es gibt auf Erden und im Himmel keine hierarchiefreie Zone.
Auch in "hierarchiefreien" Kreisen ohne Prediger wie dieser Kommune nicht!
Denn jeder Mensch hat einen, ich sag mal, "Leiterquotienten." Es gibt Nullen und es gibt Zehner und alles dazwischen. Ein Einser schaut intuitiv zu einem Zweier auf und der Zweier auf den Einser herab. Beide schauen zu einem Fünfer auf. Die können nichts dagegen tun, sie sind einfach so verdrahtet.

In jeder Gruppe gibt es einen Leiter, der von den Leuten als solcher wahrgenommen wird und auf den sie hören. Das muß nicht zwingend die Person mit dem Titel sein. Im Militär gibt's das oft, daß der Sergeant wesentlich dominanter und durchsetzungsfähiger ist als sein Offizier. Der Leutnant hat bloß Abitur.
Entsprechend muß in einer Gemeinde der Pastor nicht der eigentliche Leiter sein.
Darüber kann man noch viel sagen...

Ich vermute mal, viele derer, die "das Pastoralsystem überwinden" (also die Gemeinde abschaffen) wollen, sind Zweier, die gern Zehner wären, oder Romantiker, die enttäuscht wurden oder als Mitarbeiter überfordert waren, und nun aus Frust Gottes Tempel ein wenig torpedieren.

Doch haben die nie 1 Korinther 3, 17 gelesen: "Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben."

Mal schauen, wie das weitergeht.

Montag, 12. Juli 2010

Fürbitte

Gott hilft Menschen, für die gebetet wird.

Dieses Prinzip zieht sich durch die ganze Bibel. Deshalb ist die Fürbitte ein Dienst, den alle Christen wahrnehmen sollten: "Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wacht hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen." Epheser 6, 18.

Das heißt nicht, daß man nun Stunden damit zubringen muß. Soviel Zeit haben die wenigsten. Aber eine tägliche Angwohnheit sollte es schon sein. Ich denke, eine Viertelstunde hält jeder aus. Und wer in Sprachen beten kann, muß sowieso nicht fürchten, daß ihm nichts mehr einfällt.

Jakobus und Petrus waren beide engste Freunde Jesu. Beide waren Apostel, hatten eine ähnliche Gabenausstattung und erfreuten sich der gleichen Gunst Gottes.
Sie waren geistliche Zwillinge, wenn man so will.

In Apostelgeschichte 12 heißt es, Herodes nahm Jakobus gefangen und tötete ihn.
Und Gott unternahm nichts dagegen.
Weil Herodes sah, daß dies maßgeblichen Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen, mit dem Gedanken, auch ihn zu ermorden.

Doch "von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott." Apostelgeschichte 12, 5.

In jener Nacht erschien dem Petrus im Gefängnis ein Engel, der ihn von den Ketten befreite. Die verriegelten Tore öffneten sich und Petrus erlebte, daß der Engel ihn in die Freiheit führte. Petrus lebte weiter und vollendete seinen Dienst.

Zwei gleiche Männer Gottes.
Einer starb, der andere wurde bewahrt.
Weil für ihn gebetet wurde.

Samstag, 10. Juli 2010

Grillfest

Freue mich auf morgen. Habe eine super Botschaft.

Nach dem Gottesdienst treffen wir uns zum Grillen am Grillplatz des Sportheims Niederwerrn. Dort stehen keine Grills. Wir müssen unsere mitbringen, (oder das Ganze wird ein Salatfest).

Wer also einen hat...

Selbstversorger!
(Getränke gibt's notfalls auch im Sportheim).

Freitag, 9. Juli 2010

Menschenwort?

"Pastor, die Bibel ist ein von Menschen gemachtes Buch. Ich kann mir aussuchen, was ich für relevant halte und was nicht."

Du stellst Gottes Wort in Frage?
Das hat vor dir schon mal jemand gemacht: "Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?" Die Schlange hat Eva verheißen, "Du wirst wie Gott", wenn sie nur sein Wort verwirft und ißt.
Eva aß und es kam dann bekanntermaßen anders, als die Schlange behauptet hatte.

Fest steht: Jesus, Paulus und die Apostel haben alle die "Schrift", (die Bibel), als von Gott inspiriert betrachtet:
Jesus sagt, "Die Schrift kann nicht aufgelöst werden." Johannes 10, 35.

Paulus weiß, daß er heilige Schrift schreibt, "Die Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist: Das Wort Gottes auf ein Vollmaß zu bringen."

In 1 Timotheus 5, 18 zitiert Paulus das Alte Testament und gleich darauf Lukas 10, 7 und nennt beides "Die Schrift." Er wußte, daß sein Reisegefährte Lukas heilige Schrift schrieb.

In 2 Timotheus 3, 16 heißt es, "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet."

Und Petrus sagt in 2 Petrus 1, 21, "Niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist."

Die Bibel ist also schon ein besonderes Buch. Man kann da nicht einfach etwas weglassen oder dazuphantasieren. Paulus droht gar und sagt, "Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht." (Galater 1, 8).
Ich habe das neulich schonmal thematisiert.

Wenn jemand jedoch ein gutes Herz hat, das Wort Gottes gelten läßt und es verstehen will: Für den bewegt Gott Himmel und Erde.

In Apostelgeschichte 8, 26, weist ein Engel Philippus an, sich an den Weg nach Gaza zu begeben. Dort trifft er den Finanzminister Äthiopiens, der laut die Bibel liest, aber nichts versteht.
Philippus erklärt dem Mann die gelesene Jesajastelle, der bekehrt sich und wird getauft. Er erlebt die Kraft Gottes in Aktion in seinem Herzen und freut sich sehr.

Ich für meinen Teil erlebe lieber die Kraft Gottes in Aktion, als daß ich Teile der Bibel wegdiskutiere.

Aber das muß jeder selber wissen.

Montag, 5. Juli 2010

Kühlung

Schon erstaunlich, was während eines Gottesdienstes noch so alles passiert.
Als ich gestern in meinem Gemeindebüro stand und hinaus auf den künstlichen Teich hinter dem Haus blickte, (5m Radius, 5m tief, mit blühendem Wasser), bemerkte ich einen schwarzen Schäferhund, der dort im Nassen saß. Erst dachte ich, der kühlt sich ab. Schließlich war es heiß. (Am Samstag hatten wir gar 38° im Schatten draußen und 34° im Heimbüro drinnen).

Doch Bello quengelte und rührte sich nicht vom Fleck, und ich erkannte, daß der nicht mehr rauskam.

Während der Gottesdienst seinen Lauf nahm, verständigte ein Mitarbeiter unseren Vermieter als den Eigentümer des Hundes. Der war hoch erleichtert, als er erfuhr, wo sein Bello steckt, denn er war seit dem Vorabend wie vom Erdboden, bzw. Teich, verschluckt.
Als wir nun drinnen dem Herrn Lieder schmetterten, schritt unser Vermieter zur Tat und rettete sein Tier--wobei er ausglitt und sich zum Hund ins Wasser begab, in voller Montur.
Unser CGZ-Oberordner hatte einen Logenplatz während dieses Schauspiels. Ich bin mir sicher, seine Reaktionen waren nichts als christlich.
Zumindest fiel er nicht auch noch ins Wasser.

All das brachte mich auf den Gedanken, wieder mal eine Taufe anzusetzen. Etliche haben mich schon angesprochen. Wenn du Gemeindemitglied bist und dies liest, und du bist noch nicht als Gläubiger getauft, sag mir bescheid und wir veranstalten zu passender Stunde eine Taufe. Wir könnten wieder ein Hallenbad mieten. Das hat sich in der Vergangenheit bewährt. (Den Teich hinter dem Haus mit seinem blühenden Wasser lassen wir in Ruhe. Zum Schluß kommen wir nicht mehr raus).

Sonntag, 4. Juli 2010

Der Tag des Heils

"Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört, und am Tage des Heils habe ich dir geholfen." Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils." 2 Korinther 6, 2

Die jüdischen Rabbis haben schon vor Jahrhunderten festgestellt, daß jeder der sechs Schöpfungstage in der Bibel klar umgrenzt ist von Abend und Morgen. Diesen Rahmen haben alle--bis auf einen: den siebten Tag, an dem Gott ruhte. Da er keinen Abend hat, dauert er an, bis heute.

Der Tag des Heils ist das Gegenteil vom Tag des Gerichts. Am TdG wird abgerechnet, jedoch nicht vorher. Bis dahin gilt der TdH.

Was bedeutet der "Tag des Heils" für uns?

Daß Gott bereit ist, bedingungslos in Vorleistung zu gehen.
Er erhört uns, ohne vorher irgend etwas von uns einzufordern.
Viele Christen schlappen mit unterschwelligen Unwürdigkeitsgefühlen durchs Leben, und weil sie sich so wurmmäßig fühlen, glauben sie auch nicht, daß Gott ihre Gebete erhören will. Sie haben einfach nicht genug gebetet, Bibel gelesen, usw.
Doch das ist unerheblich: jetzt ist der Tag des Heils. Er segnet uns, einfach so.

Erst nachdem er uns gesegnet hat, erwartet er eine positive Reaktion von uns.

Jesus heilte den hoffnungslosen Lahmen am Teich Bethesda und schickte ihn heim. Später fand er den Mann im Tempel und sagte, "Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nichts Ärgeres widerfahre." (Johannes 5, 14). Offenbar war der Mann ein notorischer Sünder gewesen. Dennoch heilte Jesus ihn, bevor er von ihm verlangte, das bleibenzulassen.
Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele für diese Hilfsbereitschaft Gottes ohne Vorbedingungen.
Gott segnet dich, auch wenn du nicht vollkommen bist. Glaub daran!
Erst nachdem du gesegnet bist will er was von dir.

Das war Thema meiner Botschaft heute morgen.

Was sonst noch geschah:
Jes. M. hatte täglich Nasenbluten. Vor 14 Tagen beteten wir in der Heilungsreihe für ihn. Seither hat er nicht mehr geblutet.
H.D. ist seither an der Hüfte schmerzfrei.

Der Tag der Wunder ist nicht vorbei. Wir leben noch immer im selben Tag des Heils wie die Apostel vor 2000 Jahren. Abenteuer Gottes gibt's auch für uns.
Jesus tut nach wie vor seine Werke.

Samstag, 3. Juli 2010

Jesus: Gott?

"Ich bin kein Moslem und glaube nicht, daß Jesus Jehova ist."

Die Dreieinigkeit wollen viele nicht akzeptieren. Sie ist auch nicht ganz einfach zu verstehen. Doch da der Mensch im Bild Gottes geschaffen ist, (1 Mose 9, 6), muß auch er dreieinig sein. Und das ist er: er besteht aus Geist, Seele und Leib. (1 Thessalonicher 5, 23).

Unser Geist entspricht dem Heiligen Geist in der Gottheit.
Die Seele ist das Kommandozentrum und entspricht Gott dem Vater.
Der Leib ist jener Teil von uns, den man sehen und anfassen kann. Er entspricht Jesus, dem Sohn.
Jesus wird auch das Haupt am Leib Christi genannt, wobei wir der Leib sind. (1 Korinther 12, 27, Kolosser 1, 18).

Die Bibel sagt, "In ihm [Jesus] wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." (Kolosser 2, 9). Und in Hebräer 1, 3 steht, Jesus ist die "Ausstrahlung seiner [Gottes] Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens." Jesus ist die genaue Abbildung des unsichtbaren Gottes. In ihm wird das Wesen Gottes offenbar. So, wie der Leib den Befehlen des Geistes Ausdruck verleiht, so ist in Jesus das Denken und Handeln Gottes offenbar.

Hebräer 1, 7-9 macht den Unterschied zwischen Engeln und dem Sohn Gottes klar: "Von den Engeln zwar spricht er: "Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme", von dem Sohn aber: "Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten."

Wenn Gott beschließt, als Mensch auf die Erde zu kommen: Wer kann es ihm verbieten?

Der einzige, der ein echtes Interesse daran hat, die Menschwerdung Gottes in Frage zu stellen, ist Mister Dunkel. Auf den fallen wir aber nicht rein.
;)

Freitag, 2. Juli 2010

Bibel verfälscht?

"Bibel ist verfälscht. Inschalla, wirst in Hölle brennen."

Moslems behaupten, die Bibel wäre verfälscht, weil sie nicht mit ihrem eigenen heiligen Buch übereinstimmt. Doch sie ist nicht verfälscht; das ist nicht mehr als ein unfrommer Wunsch. Es gibt viel zuviele Abschriften und Ausgaben von Gottes Wort, als daß es zu irgendeinem Zeitpunkt möglich gewesen wäre, sie zu verfälschen. Das wäre allen sofort aufgefallen, denn Bibelkundige gab's zu jeder Zeit. Die Bibel ist das meistverbreitete Buch der Welt. Allein die Gideons haben bis 2007 mehr als eine Milliarde Bibeln und Neue Testamente verschenkt. Die Welt ist voll davon.

Die Bibel ist alt und wohldokumentiert.
Die Qumranrollen zeigen zB, daß Jesaja im Jahr 100 vor Christus genauso aussah, wie heute. Der Text ist unverändert.

Außerdem würden Christen das Wort Gottes nie verfälschen. Denn sie kennen Galater 1, 8: "Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht." Wer das Wort Gottes verfälscht, der ist verflucht. Sagt Paulus.

Johannes wiederholt diese Drohung in Offenbarung 22, 18-19, das sind die letzten Verse der Bibel: "Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist."

Kein gläubiger, einflußreicher Christ würde demnach wagen, die Bibel zu verändern.

Den mohammedanischen Schreihälsen, die mir Zeilen wie die obigen senden, sei gesagt:
Diese Erde ist der einzige Himmel, den ihr je erleben werdet.
Und sie ist die einzige Hölle, die ich je erleben werde.

Amen.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Message-Download

"Pastor, kann man die Botschaft über vollkommene Ehepartner, die du in der Schweiz gebracht hast, mal hören?"

Ja.
Erich Engler war so freundlich und hat sie unter www.internetkirche.com als Video- und Audio-Download zur Verfügung gestellt. Er hat mich auch gebeten, nächstes Jahr wieder einen Beitrag zu den Ehebereicherungstagen zu bringen, was ich tun werde, so Gott will.