Dienstag, 31. Juli 2012

Streß macht das Leben lebenswert!

Nein, ich bin nicht verrückt geworden.
Streß macht das Leben tatsächlich lebenswert. Was sich da so unerhört anhört, muß man nur richtig verstehen.
Es gibt nämlich zwei Arten von Streß: Eustress und Distress.
Beide werden von denselben Chemikalien im Körper hervorgerufen, nämlich Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Alle drei entstehen in den Nebennieren.

Wenn unvermittelt eine Herausforderung ins Leben tritt, dann schießt uns Adrenalin ins Blut. Es weitet die Bronchialröhren in der Lunge, so daß wir mehr Sauerstoff aufnehmen können. Außerdem lädt es das Herz auf und weitet die vom Herzen wegführenden Gefäße, so daß das sauerstoffreiche Blut rasch ins Hirn und in die Muskeln transportiert werden kann.

Dann kommt das Noradrenalin dazu. Es verengt die Gefäße, die zum Herzen hinführen, so daß das Blut mit größerem Druck in die Herzkammer schießt. Außerdem verengen sich die Gefäße in der Haut, so daß im Verletzungsfall eine Blutung nicht, bzw. nur minimal stattfindet.

Jetzt legt das Cortisol los. Es schließt die Energievorräte in den Zellen auf und stellt sie bereit.
Wir schätzen unsere Fähigkeiten ab und stellen fest: Wir sind der Herausforderung gewachsen.
Wir legen los.
Ist all das passiert, fühlen wir uns lebendig und stark. Wir sind maximal konzentriert und extrem leistungsstark.

Wir erleben Eustress.

Eine Achterbahnfahrt setzt Eustress frei: Ja, es geht dramatisch rauf und runter. Doch wir wissen, in ein paar Minuten ist alles vorbei. Wir packen das.

Ganz anders sieht es aus, wenn wir statt im Rollercoaster zu sitzen, im Schützengraben liegen. Granaten schlagen rings um uns ein. Die Streßcocktailmixmaschine im Körper ist aktiv. Die Hormonlage ist dieselbe wie beim Acherbahnfahren. Doch diesmal erleben wir den Streß nicht als Kick, sondern als Tortur.
Der Grund: Wir haben keinerlei Kontrolle über die Situation. Wir sehen keinen Ausweg.
Die Herausforderung wird hier als Bedrohung wahrgenommen.

Der Hauptunterschied zwischen gutem und schlechtem Streß ist das Gefühl der Kontrolle über die Situation.
Distress wird zu Eustress, wenn das Gefühl der Kontrolle zurückkehrt.

Als Jesus in Gethsemane betete, schwitzte er Blut. (Lukas 22, 44).
In Markus 14, 33-34 heißt es, "Er fing an, sehr bestürzt und geängstigt zu werden. Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht!"
Er erlebte Distress in seiner reinsten Form.
Er wußte, in wenigen Stunden beginnt die Passion, das Leiden am Kreuz und der Tod. Beladen mit den Sünden der Menschheit würde er in die Finsternis hinabsteigen und an den Ort des Gerichts gehen.
Jesus erlebte Gefühle von Zwang, Depression und größter Unwilligkeit.

"Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte."
Lukas 22, 43.

Nach diesem Erlebnis kehrt das Bewußtsein in Jesus zurück, der Aufgabe gewachsen zu sein.
Sein Leiden im Bauch der Erde würde nicht ewig dauern, sondern nur drei Tage und Nächte. Solange, wie einst Jona im Bauch des Fisches war. Er blickt vom Leiden weg, hin auf den Sieg.
Er blickt über das Kreuz hinaus auf den Thron.
Sein Distress wird zu Eustress.
Als es dann losgeht, heilt er das abgeschlagene Ohr von Malchus, schweigt vor seinen Verklägern, erträgt mannhaft die Geißelung und das Kreuz. Er kümmert sich vorbildlich um seine Mutter und vergibt den Römern, die ihm die Nägel durchs Fleisch treiben.
Er ist so souverän, daß sich gar noch einer der mit ihm gekreuzigten Räuber bekehrt und so kommt es zu der absurd anmutenden Situation, daß ein Gekreuzigter einem anderen Gekreuzigten das ewige Heil zusagt.
Doch das zeigt nur, wie sehr Jesus die Situation unter Kontrolle hatte.
Alle haben gemerkt: Da hängt kein gewöhnlicher Mensch am Kreuz.
Und nach drei Tagen stand er tatsächlich von den Toten auf.

Ich komme morgen noch einmal auf das Thema "Streß" zurück.

Montag, 30. Juli 2012

Verfolgung. In Amerika!

"Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker."
Sprüche 14, 34

Kafkaesk nennt der Bildungsbürger eine bizarre, phantastische, absurde Begebenheit, die sich dennoch in der realen Welt abspielt.
Franz Kafka schrieb dergleichen.
Wer etwa morgens aufwacht und feststellt, daß er sich in ein riesiges Insekt verwandelt hat, das die peinlich berührten Angehörigen nun vor der Nachbarschaft verbergen wollen, dem ist Kafka widerfahren.
Oder wenn jemand verhaftet wird und ins Lager wandert, ohne daß er weiß, warum.

Der christliche Unternehmer Dan Cathy, Gründer der Chick-fil-A-Restaurantkette aus Atlanta, muß sich dieser Tage wie von Kafka geküßt vorkommen. Denn die Bürgermeister von Chicago und Boston haben ihn wissen lassen, daß er von ihren Ämtern definitiv keine Betriebserlaubnis für seine Restaurants bekommen wird.

Der Grund?

Mr. Cathy hat nicht gegen die Arbeitsrechts- oder Hygienebestimmungen dieser Städte verstoßen, oder etwas dergleichen. Er schrieb vielmehr in der Baptist Press, "Wir unterstützen die Familie, die biblische Definition von Familie," und die bestehe traditionell aus einem Mann und einer Frau.

Diese Sätze trieben die Toleranzapostel in jenen Städten zur Tobsucht.

"Die Werte von Chick-fil-A sind nicht die Werte von Chicago," hetzte Rahm Emanuel, der Ex-Stabschef von Präsident Obama und gegenwärtige Bürgermeister der Stadt am Michigansee, wo die Zahl der Ermordeten am Wochenende schonmal höher ist als die Zahl der vom Joker in Aurora getöteten, wo bei wichtigen Wahlen selbst Tote noch wählen gehen und wo Banden junger Schwarzer die Strandbesucher terrorisieren.

Das Christentum, bzw. die Befürworter seiner Familiendefinition, gelten im offiziellen Chicago als unamerikanisch und sind gegen jedes Recht Willkür und Diskriminierung ausgesetzt?

Was sagt man da?
Kafka war Realist.

Sonntag, 29. Juli 2012

Laß dich nicht irre machen

"Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann."
1 Petrus 5, 8

Das Schlüsselwort in diesem Vers ist WIE.
El Diablo ist kein brüllender Löwe. Er brüllt nur laut und geht dabei umher, um zu schauen, wen er mit seinem Gebrüll erschrecken kann.

Er ist für den Herrn kein Gegner.
Jesus hat ihn ein- für allemal besiegt.

Die meisten Probleme sind im Nachhinein betrachtet trivial. Wenn wir mittendrin stecken, fühlt sich die Sache natürlich anders an.

 Als ich dieser Tage mit meinem alten schwarzen Chopper bei der DEKRA vorfuhr, attestierte der freundliche Tester mir, bzw. dem Motorrad, "erhebliche Mängel."
Plakette gab's keine.

Oh, nein, dachte ich.

 Doch bei näherer Betrachtung bestand der erhebliche Mangel in einer ausgebrannten Rücklichtbirne, (Bremslicht ging noch).
Ich düste auf meinem mangelbehafteten "Moped" zum Baumarkt und kaufte für 2,49 E zwei neue Birnen, (es gab sie, wohl aufgrund ihrer Mickrigkeit, nur paarweise), schraubte eine davon in die Fassung und: Meinem erheblichen Mangel war abgeholfen.
Dankenswerterweise kostete die DEKRA-Wiedervorführung ein paar Minuten später keine Extragebühren.
Denn die langen ja hin, daß kein Auge trocken bleibt.

 In den USA kostete zu meiner Zeit eine Licht/Bremsuntersuchung ganze 5 Dollars. Bei uns kostet derselbe Spaß 61 Euro. Einziger Unterschied: In D dreht der Prüfer auf dem Donnerbolzen eine Runde um den Block.

Ach Europa! Wie ich dich liebe...

Freitag, 27. Juli 2012

Zoten?

"Hallo Herr Hoinle,
ich habe eine Frage die mich seit einiger Zeit beschäftigt und bin jedoch bisher mit der Bibel auf keine Lösung gekommen...
Und zwar frag ich mich wie es sich verhält, bzw. ob es im christlichen Sinn in Ordnung ist, wenn man z.B. in einer gemütlichen "Männerrunde" den ein oder anderen (versauten) Witz macht, ohne natürlich jemanden beleidigen zu wollen, usw?
Vielen Dank im Voraus für die Antwort!
LG -A."

Hallo A.,

meinst du das ernst?
Kannst du dir Jesus vorstellen, wie er in der gemütlichen Männerrunde der Apostel Zoten erzählt?
Schwierig, nicht?
Ich denke, das war irgendwie nicht in Jesus.
In den Aposteln auch nicht. Denen wäre sowas nicht einmal eingefallen.
Wenn ICH Zoten höre, dann befremdet mich das. Ich denke mir dann, "Mensch, ich habe einen anderen Geist als der." Viele Leute lieben die unreinen Geister, mit denen sie seit ihrer Jugend zu tun haben. Man hört es ihnen an.
Für mich ist das nichts.

Paulus ging's wohl genauso. Deshalb sagt er zu den Ephesern in 4, 29:
"Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gebe."

Ein paar Verse weiter in Epheser 5, 3-5 sagt er,
"Hurerei aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt. Auch Unanständigkeit und albernes Geschwätz und Witzelei, die sich nicht geziemen, statt dessen aber Danksagung.
Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes."

Ziemlich deutlich, was der Mann da sagt.

Donnerstag, 26. Juli 2012

1 Way to Strengthen your Faith

Abraham "wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab."
Römer 4, 20

Eine Methode, deinen Glauben zu stärken und die Segensleitung offenzuhalten, ist, Gott die Ehre zu geben.

Wie?

Indem du dich immer wieder mal zurücklehnst und Gott für all die guten Dinge dankst, die dir in letzter Zeit passiert sind. Dank ihm für die guten Umstände, die du vorfindest.

Jeder Mensch hat irgendwo Probleme. Da bist du nicht der einzige. Selbst Abraham hatte jede Menge Probleme. Doch er stärkte seinen Glauben (und damit den Einfluß Gottes auf sein Leben), indem er auf die guten Dinge schaute, den vorhandenen Segen nicht übersah, und Gott dafür dankte.
Er wußte: Alle Probleme sind zeitlich, der Segen jedoch ewig.
Abraham wurde so zur welthistorischen Persönlichkeit, zum "Vater der Gläubigen," zum Vorbild für uns.

Mach's wie er.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Frisch tätowiert?

"Pastor, was hältst du von Tätowierungen?"

Sie sind eine Modeerscheinung.
Früher trugen nur Knackis, Zuhälter, Matrosen, japanische Postboten oder polynesische Krieger welche, oder leichte Damen über ihrem Hinterteil. Heute findet man sie sogar unter den Hemden und Blusen von biederen Büromenschen.
Viele dieser Bilder sind an Stellen, wo praktisch nie jemand hinschaut.
Warum die da wohl sind?
Hm.

Menschen verändern sich und mit ihnen ihre Vorstellung von Coolness.
Was gestern noch soo angesagt war, ist heute nur noch peinlich. Ich fürchte, der Tinte in der Haut blüht dasselbe Schicksal.
Einer meiner Bekannten trägt seit seiner Teenagerzeit einen Tasmanian Devil, (eine US-Comicfigur), auf der Schulter, in der Hand einen schäumenden Bierkrug. Heute ist er Christ und steht für andere Werte. Er hätte das Hautbild gern los. Das Entfernen aber wäre noch teurer und schmerzhafter als das ursprüngliche Bild.

Ein junger Mann lag einst sterbend im Koma. Die Ärzte hatten aus Mitgefühl mit den Eltern den grauslichen Dämon auf seiner Schulter abgeklebt. 
Wie gesagt, cool ist relativ.

Das Wort Gottes sagt genaugenommen nichts über Tätowierungen. Das Verbot sich für Tote zu ritzen, (5 Mose 14, 1), hat nichts mit Körperverzierung zu tun. Dein Körper ist dir anvertraut.

Wir sollten uns jedoch fragen, was Gott über unsere Absichten denkt:
"Wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib."
1 Korinther 6, 19-20

Dienstag, 24. Juli 2012

Gelingen


"Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin."
Psalm 139, 14

Eines der größten Probleme der Menschen ist, daß sie unzufrieden mit sich selber sind und gern jemand anders wären. Das führt zu Neid und Neid kann tödlich sein.
Kain tötete Abel aufgrund von Neid.
Die Hohepriester brachten Jesus aus Neid ans Kreuz, wie Pilatus ganz richtig erkannte. (Markus 15, 10).

Akzeptiere, daß deine Gaben andere sind als die von anderen und setze sie für Gott ein. Gott hat sie dir gegeben.
Sei dankbar und zufrieden und du wirst sehen, wie Gott dir Gelingen gibt.

"Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seinem Geschäft: Vor Könige wird er hintreten, er wird nicht vor Niedrige hintreten."
Sprüche 22, 29

Samstag, 21. Juli 2012

4 Arten von Apostel

Nachtrag zum Post "Wer legte die Bibel fest."

Ich sprach dort von den schreibenden Aposteln als "Apostel und Propheten." (Epheser 2, 20).
Das klingt ein wenig nach willkürlicher Klassifikation.
Vielleicht sollte ich nachschieben, daß es vier Kategorien von Aposteln gibt, von denen gegenwärtig nur eine auf Erden weilt.

Hier sind sie:
1. Die erste Kategorie ist "Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses." Diese Gruppe besteht aus einer Person: Jesus Christus. Es gibt nur einen solchen Apostel und Hohepriester. (Hebräer 3, 1). Seine Aufgabe ist heute, den Leib Christi zu leiten und für ihn Fürbitte zu tun.

2. Die zweite Kategorie sind die "Apostel des Lammes." (Offenbarung 21, 14). Sie besteht aus den bekannten zwölf Aposteln. Die Kriterien für die Mitgliedschaft benannte Petrus in Apostelgeschichte 1, 21-22. Sie mußten Zeugen seines gesamten irdischen Wirkens, seines Todes und seiner Auferstehung sein. Ihre Aufgabe bestand in der Bezeugung des Erlebten und der Gründung der christlichen Gemeinde.
Für Judas Ischariot, der über Bord gegangen war, kam Matthias ins Apostelschiff.

3. Die dritte Kategorie sind die schon erwähnten Heilige-Schrift-schreibenden Apostel. Hier handelt es sich um eine sehr begrenzte Gruppe von Personen, allesamt Juden--bis auf Lukas, der Grieche war. Ein Araber war nicht dabei.

4. Die vierte Kategorie ist jene der gemeindegründenden Apostel. Die gibt es auch heute noch. Diese Prediger vermögen mit Leichtigkeit vitale Ortsgemeinden zu gründen. In biblischer Zeit gehörten z.B. Barnabas, Timotheus und Titus zu ihnen. In modernen Zeiten kann man Martin Luther, John Wesley, Dr. Lester Sumrall, Gordon Lindsay und meines achtens auch Reinhard Bonnke in Afrika dazuzählen.
Diese Gemeindegründern merkt man oft eine individuelle Ausprägung an, so sind sie zwar alle Apostel, man fühlt in ihnen jedoch noch den Pastor, Evangelisten oder Lehrer.

Dr. Sumrall, den ich noch persönlich kennenlernte, (er sprach 2x im CGZ), gründete überall auf der Welt Gemeinden, (England, Philippinen, Hong Kong, USA...), die heute noch existieren und zwischen 100 und 20.000 Mitglieder haben. Außerdem war er TV-Pionier und unterhielt den größten Radiosender der Welt nach der Voice of America, (mit einer 70 m2-Antenne!).

Gordon Lindsay gründete u.a. das Glaubenszentrum Bad Gandersheim, das heute noch floriert.

Vollmächtige Männer Gottes.
Wir brauchen mehr von ihnen.

Freitag, 20. Juli 2012

Organe und Spenden

"Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben hingibt für seine Freunde."
Johannes 15, 13

"Pastor, was hältst du von Organspenden?"

Vor Jahren erlitt der Sohn von damaligen Gemeindemitgliedern einen dramatischen Autounfall.
Der junge Mann hing im Koma tagelang zwischen Leben und Tod, während wir beteten.
Er war kein bekennender Christ.
Wir drangen auch nicht soweit durch, daß er geheilt worden wäre.
Die Ärzte machten schließlich klar, daß sie gern die Apparate abschalten würden, es bestünde keinerlei Hoffnung mehr. Die Schädel-Hirnverletzungen waren zu gravierend. Nur die Maschinen erhielten ihn am Leben.
Wir erbaten uns noch drei Tage.
Nach diesen drei Tagen fügten wir uns.
Da trat eine Organspendeorganisation an die Eltern heran mit der Frage, ob sie bereit wären, einer umfassenden Organentnahme zuzustimmen, jetzt, da doch eh nur der Tod mit seinem Verfall bevorstünde.
Da die Eltern mich konsultierten, machten wir uns gemeinsam Gedanken.
Wir kamen zu dem Schluß, daß es dem jungen Mann durch solche Organspenden in seinem Tod möglich war, anderen Leidenden Linderung und Leben zu geben. Auf diese Weise bekam sein Sterben eine noble Qualität und war nicht komplett sinnlos.

Organspende ist in einem solchen Fall eine noble Angelegenheit.
Das sehe ich auch heute noch so.

Die bessere und erste Alternative ist natürlich, statt als hirntot aufgegeben zu werden, von Gott aufgrund von Gebet geheilt zu werden. Passiert oft genug.
Bei völlig gesunden Komatösen hingegen würde ich eine Bitte um Organspende auf jedenfall verwerfen. Es gibt Menschen, die nach Jahren im Wachkoma wieder zu sich kamen und nun ganz normal weiterleben. Solche Leute darf man nicht beschädigen, was man täte, wenn man ihnen Organe entnähme.

"Weil ich lebe, werdet auch ihr leben."
Johannes 14, 19

Donnerstag, 19. Juli 2012

Wer legte die Bibel fest?

"Pastor, ich hab mal eine Frage, auf die ich bis jetzt keine Antwort gefunden habe:
Wo wurde der Umfang der Bibel genau festgelegt? Ich meine, die Briefe von Paulus wurden in die Bibel aufgenommen... und dann hat jemand (Gott) festgelegt - jetzt wird die Bibel dicht gemacht und es kommt nichts mehr hinzu. Heute gibt es doch auch sehr gute Männer Gottes, die einen Beitrag zur Bibel leisten könnten...

In 5 Mose 4 Vers 2 steht:
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.

Ok, das bezieht sich jetzt wahrscheinlich auf die Gebote des AT, aber dessen neutestamentliche Interpretationen - die Briefe und Lehren des Paulus - wurden zur Bibel hinzugetan, warum nur seine und nicht zum Beispiel deine auf die heutige Zeit zugeschnittenen Lehren?

LG und GS
T."

Hallo T.,

gute Frage.
Das NT ist abgeschlossen und Gott warnt in Offenbarung 22, 18-20, "Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist. Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald."

Jesus spricht also einen Fluch aus über jeden, der die Heilige Schrift verfälscht. (Was manche nicht abhielt, dennoch "heilige" Bücher zu verfassen, die gar beanspruchen, die Bibel abzulösen. Kein Wunder, daß es in den Völkern dieser "Propheten" traditionell drunter und drüber geht).

Es ist so, daß nur bestimmte Personen, genaugenommen nur eine Handvoll, von Gott berufen wurden, Heilige Schrift zu schreiben. Die wußten dann, daß das, was sie zu Papier brachten, in besonderer Weise inspiriert war. Manchmal verstanden sie selber nicht, was sie schrieben. (1 Petrus 1, 11). Sie studierten auch untereinander ihre Schriften.

Im Alten Testament waren das die schreibenden Propheten wie Mose, Samuel, Jesaja, usw.
Elia und Elisa, so vollmächtig sie auch waren, hatten diese Gabe nicht.

Im Neuen Testament heißt die inspiriert schreibende Personengruppe "Apostel und Propheten." (Eph 2, 20: "Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist.").
Diese A+P sind Apostel und Propheten in einer Person.
Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, usw. wußten, daß sie heilige Schrift schrieben. Die anderen dieser Gruppe erkannten sich gegenseitig als inspiriert Schreibende. Paulus etwa zitiert Matthäus 10, 10 in 1 Timotheus 5, 17 und nennt das Zitat heilige Schrift.

Paulus selber sagt, "Mir ist gegeben, das Wort Gottes auf ein Vollmaß zu bringen." (Kolosser 1, 25).

Zur Zeit leben keine schreibenden "Apostel und Propheten" unter uns.

Da Gott sich nicht ändert und vorerst alles Wichtige gesagt ist, besteht an weiteren heiligen Schriften kein Bedarf. Die vorliegenden sind anspruchsvoll und reichhaltig.
Sie werden uns noch eine Weile beschäftigen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Das grünere Gras

"Ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin."
Philipper 4, 11

Paulus hat gelernt, zufrieden zu sein in seiner gegenwärtigen Situation.
Zufriedenheit kann man lernen?
Das ist bemerkenswert.
Und gut zu wissen.
Denn ein großes Problem hierzulande ist die Unzufriedenheit mit sich und anderen. Das Gras ist für immer grüner auf der anderen Seite des Zauns.
Der Apostel Judas deutet in seinem Brief an, daß chronische Unzufriedenheit etwas mit Gottesferne zu tun hat, ja daß dies ein Kennzeichen gottloser Menschen ist. Diese Leute tun üble Dinge, dann klagen sie Gott an, weil's im Leben nicht klappt und reden gegen ihn, (Judas 15).
Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern." (Judas 16).

Die chronische Murrerei hat das in der Wüste wandernde Volk Israel viel Zeit gekostet. Paulus ermahnt die Korinther deshalb und sagt über Israel, "Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden." (1 Korinther 10, 10).
Die Zuversicht zu behalten in Zeiten, in denen das Gras jenseits des Zauns grüner ist, zeugt von Glauben. Und wenn das Gras bei uns mal richtig grau, braun und trocken ist, dann sagt Judas, "erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet." (Judas 21).
Rechne mit ihm.

Gott ist gut.
Gott ist sogar so gut, daß er für dich Probleme löst, von denen du gar nicht wußtest, daß du sie hast.
Leidest du?
Bete.
Und dann rechne mit seinem Eingreifen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Give me back my victory!

"Und als er in ein Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger allein: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?"
Markus 9, 28

"Pastor, auf einem bestimmten Gebiet hatte ich den Sieg und jetzt plötzlich scheinbar nicht mehr. Was kann ich tun?"

Das passiert.
Ging selbst den Jüngern so.
In Markus 9 bringt ein Vater sein schlimm geplagtes Kind zu den Jüngern und bittet sie, den Geist auszutreiben, "und sie konnten es nicht." (Markus 9, 18).
Dabei hatten die Apostel in der Vergangenheit großen Erfolg auf diesem Gebiet! In Markus 6, 13, (also drei Kapitel vorher), heißt es über sie, "und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie."

Hatten sie diese Gabe wieder verloren?

Der Glaube, diese Dinge zu tun, war in ihnen vorhanden. Doch irgend etwas neutralisierte diesen Glauben, etwas überlagerte ihn und machte ihn wirkungslos.

Jesus, der die Nacht über im Gebet verbracht hatte, konnte dem Kind ohne weiteres Befreiung bringen.
Er unterhält sich ein wenig mit dem Vater und findet heraus, wielange der Bub die Anfälle schon hat. Er läßt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als das Kind vor ihm einen Anfall erleidet und der Vater nervlich zusammenbricht: "Wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns!" (Markus 9, 22).

"Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich."

Dann "bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus, und fahre nicht mehr in ihn hinein! Und er schrie und zerrte ihn heftig und fuhr aus; und er wurde wie tot, so daß die meisten sagten: Er ist gestorben. Jesus aber nahm ihn bei der Hand, richtete ihn auf, und er stand auf." (Markus 9, 25-27).

Der Glaube ist der Schlüssel.
Jesus hatte ihn.
Der an sich auch ausreichend vorhandene Glaube der Jünger war überlagert von Informationen, Gefühlen und Gedanken, die dem Glauben widersprochen haben. Als es nicht gleich klappte, ließen sie sich auch noch auf einen Streit mit den anwesenden Schriftgelehrten ein, für die das Versagen der Jünger natürlich ein gefundenes Fressen war.

Gefragt nach dem Grund des Scheiterns, sagt Jesus ganz lapidar: "Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet und Fasten." (Markus 9, 29).

Durch Gebet und Fasten, also durchs zeitweilige Absondern von der Welt und ihren Ablenkungen, tritt der vorhandene Glaube wieder ans Licht. Gebet und Fasten verändert nicht Gott, auch nicht das Problem, sondern uns. Die größere Nähe zu Gott rückt die Größe des Problems wieder in die richtige Perspektive.

Wenn du deinen Sieg zurückhaben willst, dann führt der Weg über genau diese Brücke.
Du solltest für eine Zeit deinen Zeitungs-, Alkohol- und Fernsehkonsum radikal zurückfahren und dir Gedanken des Glaubens machen, indem du die für dich relevanten Verheißungen bedenkst.

Dann kommt der Sieg schon wieder.
Schneller als du denkst.

Montag, 16. Juli 2012

Probleme mit Ausgang

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt."
1 Korinther 10, 13

Probleme sind kein Schicksal, sie sind Wachstumsgelegenheiten.
Wer mal ein paar dramatische Probleme hatte und die gelöst hat, blickt gelöster auf dramatische Probleme.
Niemand ist scharf auf Schwierigkeiten.
Es ist auch nicht Gott, der sie schickt!
Gott ist kein Versucher.
Auf dieser Welt walten seit dem Sündenfall Kräfte, die schwer zu kalkulieren sind.
Da ist es gut zu wissen, daß Gott einen Erlöser gesandt hat, mit dem zusammen wir in der Lage sind, zum Schluß immer zu triumphieren.

"Fürchte dich nicht, glaube nur."
Markus 5, 36

Freitag, 13. Juli 2012

Sieg auf der ganzen Linie

"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken."
Römer 8, 28

Eine der wertvollsten Eigenschaften eines Christen--und Requisite für den Sieg--ist die Fähigkeit zur Hoffnung. Im Angesicht gigantischer Opposition die Flinte nicht ins Korn zu werfen oder angesichts hoffnungsloser Aussichten optimistisch zu bleiben, ist nur denen möglich, die Gott kennen.

Denn der ist spezialisiert auf unerwartete Wendungen.

Es gibt wenig, das so schlimm ist, wie einen großen Unfrieden über eine Unternehmung zu verspüren, aber keine Wahl zu haben: Mitmachen zu müssen.

Paulus ging's so, als er auf seiner Romreise "sah", daß die Überfahrt nach Rom mit großem Schaden für Ladung, Schiff und Leben verbunden sein würde. (Apostelgeschichte 27, 10).
Doch man fuhr trotzdem.
Und Paulus mußte mit.
Er hatte keine Wahl: Er war Gefangener Roms.

Prompt plagt ein finsterer Sturm vierzehn Tage lang Schiff und Menschen. Da erscheint Paulus ein Engel und kündigt Rettung durch Schiffbruch an: Man werde an Land gespült werden, doch alle 276 Personen sollen gerettet werden. Als der Apostel das den Leuten mitteilt, wird er zur Ausnahmefigur.

Er inspiriert die Hoffnungslosen.

Als tatsächlich jeder einzelne gerettet wird und alle auf Malta stranden, weiß jeder: Gottes Engel hat in der Tat zu Paulus gesprochen. Es ist ja passiert, was er prophezeit hat!

Das öffnet das Ohr der Leute für seine Botschaft.

Paulus gewinnt Menschen für Jesus, die nie auf ihn gehört hätten, hätte er ihr Schicksal nicht geteilt und gewendet.

Auf Malta heilt er, (der Gefangene), durch Gottes Kraft den Vater des Obersten der Insel. Das spricht sich herum und andere kommen und werden geheilt. Paulus hat nun ein Vierteljahr Zeit zu predigen und Malta für Jesus zu gewinnen.
Das gelingt ihm auch.
Er wird zum hochgeehrten ersten Pastor der Gemeinde auf Malta. Die Leute lieben ihn.
"Diese erwiesen uns auch viele Ehren, und als wir abfuhren, luden sie uns auf, was uns nötig war."
Zum Schluß machten sie ihn zum Ehrenbürger und sammelten ein fettes Opfer für ihn ein.

Paulus hätte Malta nie für Jesus gewonnen, hätte er nicht Schiffbruch erlitten.

Er hatte eine abgeklärte Haltung zum Leid: "Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde." (Kolosser 1, 24).

Leid dient keinem Selbstzweck, sondern muß dir zum Guten mitwirken.
Glaub das mal und schau, was passiert.

Mittwoch, 11. Juli 2012

"Die Bank Jesu": Jetzt gedruckt erhältlich

"Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, daß er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet."
2 Korinther 8, 9

Mein 150-Seiten-Buch "Die Bank Jesu", in der es über sichere Finanzen in Zeiten der Krise geht, ist seit mehreren Monaten online umsonst erhältlich. Nun haben wir eine überarbeitete und um zehn (oder so) Seiten erweiterte Ausgabe in Druckform herausgebracht, die ab sofort für 9,90 Euro erhältlich ist.

Um was geht es genau?

Um das, was Gott über Geld sagt.
Das ist unglaublich viel!
Es geht um die Unsicherheit irdischer Finanzanlagen und die Versorgungssicherheit, die nur Gott geben kann.
Wie Paulus oben schon sagt: Befreiung vom Mangel ist Teil des Erlösungswerks Jesu Christi.
Doch auch dieser Weg muß im Glauben beschritten werden.

Wer ein Buch erwartet, in dem ein Rezept zum schnellen Reichtum mit Gottes Hilfe gegeben wird, der könnte enttäuscht werden. Wer allerdings Gott mehr liebt als den Mammon und bereit ist, Gottes Gedanken über Geld mal nachzuvollziehen, der wird voll auf seine Kosten kommen.
Gern auch umsonst. Denn die Gratis-Online-Version wird weiterhin zur Verfügung stehen.

Lesen.
Abwägen.
Handeln.

Dienstag, 10. Juli 2012

"Die Neue Weltordnung"

"Joschafat baute Tarsisschiffe, die nach Ofir um Gold fahren sollten, aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertrümmert."
1 Könige 22, 49

"Pastor, glaubst du daß es geheime Mächte gibt, die eine neue Weltordnung anstreben? War 9/11 eine Aktion der US-Regierung und geheimer Kreise? Wann werden die Illuminaten die Welt übernehmen?"

Ich glaube nicht, daß 9/11, also der Anschlag aufs World Trade Center, eine Aktion von Geheimdiensten und Regierungskreisen war.
George W. Bush war nicht der Teufel, sondern zehntengebender Christ. Er soff nicht aus Ölfässern und fraß auch keine kleinen Kinder, egal, wie die Medien ihn präsentierten.
Und der Messias aus Chicago mit dem arabischen Mittelnamen ist kein Heilsbringer, sondern einer der problematischsten Präsidenten, die Amerika je hatte.

9/11 war die Tat einer moslemischen Mordbande, die ihrem Gott Allah zu gefallen trachtete. Inspiriert wurde sie nicht von ominösen Illuminaten, sondern einem mittlerweile verstorbenen saudischen Millionär namens Osama und seinen religiösen Sichtweisen.

Die Illuminaten waren eine Gruppe von Studenten um einen Professor namens Weishaupt an der Universität Ingolstadt um 1770. Der bayerische Kurfürst ließ sie zehn oder zwanzig Jahre nach ihrer Gründung wieder verbieten.
Es gibt sie nicht mehr.
Genausowenig wie es das Monster gibt, das ein ebensowenig existenter Doktor Frankenstein in der Uni Ingolstadt erzeugt haben soll. (Die Uni gibt's übrigens auch nicht mehr).
Der gegenwärtige Ministerpräsident Bayerns stammt aus Ingolstadt. (Ihn gibt's wirklich).

Und die neue Weltordnung?

Der Begriff findet sich auf dem Siegel der Vereinigten Staaten. Dieses wiederum findet man auf der Rückseite der 1-Dollarnoten. Dort steht "annuit caeptis", zu deutsch: "Er hat das Begonnene gesegnet."
Mit dem "Er" ist Gott gemeint.
Im Bild befindet sich eine unvollendete Pyramide mit der lateinischen Jahreszahl der Unabhängigkeitsausrufung (1776). Daß die Pyramide unvollendet ist, soll andeuten, daß Amerika, genauer: das Experiment der amerikanischen Republik, unvollendet ist. Es entwickelt sich weiter.
Oben drüber schwebt in einem strahlenden Dreieck das Allsehende Auge des dreieinigen Gottes.
Dann kommt der Schriftzug "Novus ordo seclorum", Neue Weltordnung.

Also doch!

Gemach.
Die herbeigesehnte neue Weltordnung brachte 1776 die Befreiung vom tyrannischen Joch des britischen Monarchen und die Neuheit der noch unerprobten Demokratie, also der Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.
Die war damals bahnbrechend und revolutionär.
Im Denken der visionären Gründerväter lag der Gedanke vor: Wenn das klappt mit der Selbstregierung und der Gleichheit aller vor dem Gesetz, dann werden Könige mit ihren feudalen Ansprüchen überflüssig.
Dann dämmert eine neue Weltordnung herauf.

Als George Bush senior nach dem Fall des Kommunismus von einer Neuen Weltordnung sprach, drückte er damit die Hoffnung auf den Sieg der Demokratie und eine Welt ohne ideologiegetriebene Tyrannen aus. Ich bin sicher, er hat's damals ehrlich gemeint.

Ich glaube nicht, daß irgendwo im Verborgenen eine Truppe Strippenzieher an der Weltherrschaft arbeitet. Die wahren Strippenzieher agieren offen: Hinter Napoleon, Hitler, Stalin, Pol Pot und Mao, Cäsar, Alexander dem Großen und Dschingis Khan standen keine Marionettenkünstler, sondern Männer mit Kanonen.

Die tatsächliche Macht geht schon von den tatsächlich Herrschenden aus.

Deren Pläne zur Neuen Weltordnung sind bekannt. Und wenn diese Pläne fehlzünden, kann man dabei zuschauen.
Beispiel Euro.
In der Alten Zeit ohne Währungsunion hatte jedes Land seine eigene Zentralbank. Jedes Land war für seine eigenen Schulden zuständig.
Die Deutsche Bundesbank war die mächtigste unter ihnen. Und sie handelte von allen am vernünftigsten. Wenn die Bundesbank ihre Zinsen erhöhte oder senkte, dann zeterten die Franzosen und Italiener et al ein wenig herum, schimpften und motzten. Dann vollzogen sie den jeweiligen Schritt der Bundesbank nach.
Sie fuhren gut damit.
Und waren frei.
Dann wollte man die deutsche Stabilität auf alle EU-Staaten ausdehnen und gründete die EZB.
Und setzte einen Italiener als Leiter ein...

Nationen sind Gebilde dieser Welt.
Familie, Stamm, Volk, Nation: Diese Organisationsformen haben alle das (berechtigte) Ziel, den Erhalt, das Fortkommen und den Nutzen ihrer Angehörigen zu maximieren.
Es gibt sie nur aus diesem Grund.
Deshalb ist die Idee der Vereinigten Staaten von Europa ein Witz. Ein Italiener an der Spitze der EZB wird, bewußt oder unbewußt, auf die Vorteile Italiens abzielen, ein Spanier auf die Spaniens, ein Deutscher auf die Deutschlands. Das ist nunmal im Menschen so angelegt.
Deswegen heißt es bei den Amerikanern "e pluribus unum", "aus vielen eins." Sie sind kein Konglomerat vieler Nationen. Vielmehr wurden aus Zuwanderern freie Bürger eines völlig neuen Staats. Man gab das Alte auf, wenn man Ami wurde.

Wir brauchen keine vertiefte EU.
Ein Freihandelsverband von freien Staaten ist allemal besser als das in Planung befindliche bürgerferne Monster, mit dem man uns zur Überwindung der Krise beglücken will.

Es wird und ärmer und unfreier machen.

Sonntag, 8. Juli 2012

Licensed to Train

"Mit meinem Gott kann ich eine Mauer überspringen."
Psalm 18, 30

Als ich vor einigen Jahren beschloß, körperlich nicht hinter meinem Schreibtisch zu verkümmern, sondern ein wenig Sport zu betreiben, ließ ich mir nicht träumen, daß ich mal zu einer Trainer-Lizenz vom Bayerischen Landessportverband im Fach Ju Jutsu kommen würde. Dieser Tage habe ich jedoch die nötigen Prüfungen bestanden und bin mithin lizenzierter Trainer, (zwick mich mal jemand), der Training leiten und Kurse abhalten kann.

Ju Jutsu ist ein in Deutschland entwickelter Polizeisport. So saß während der dreistündigen theoretischen Prüfung ein Bundespolizist zu meiner Linken, (neben ihm eine Münchner Polizistin), rechts von mir ein Justizvollzugsbeamter. Außerdem fanden sich in der Gruppe Handwerker, Ingenieure, angehende Studenten, Studenten, abgeschlossene Studenten, Studienabbrecher, ein bayerischer Meister im Bodenkampf und, ja, ein Pastor. Der Älteste war 62 und der jüngste 19, (ein sympathischer Middlfrange).

Der Pastor war vor allem zu Anfang des Lehrgangs ein Gesprächsthema. Er hat stundenlang allen möglichen Leuten erklärt, was er macht, wie er zum Kämpfen kommt (die übliche Weichei-Unterstellung Christen gegenüber), wie sich seine Arbeit finanziert, (ist ja immer eine der ersten Fragen), und was der Unterschied zwischen einem Pfarrer und einem Pastor ist. (Ein Unterschied ähnlich wie zwischen "lebenslang" und "lebenslänglich", fand der JVA-Mann).

Praktisch geprüft, (ob wir das, was wir anderen beibringen sollen, überhaupt selber können), wurden wir vom bayerischen Urgestein/Lehrbuchmitschreiber/Mitentwickler der Sportart (8. Dan), und den obersten Ju Jutsu-Lehrern des Verbandes, (3. und 5. Dan).

Mann, war unserer streng.
(Mir schien nach einer Weile: Der hat das Konzept "Pingelig" erfunden. Kein einziger hatte eine 1 bei ihm!)

Nun gut.

Wir haben alle bestanden. (Der Pastor mit 1 und 2-. Die ECHTEN Cracks waren auch nicht besser!).

Aufsteigen und Lehren ist eine Sache. Die wichtigere Frage lautet vielleicht: Hat mir dieser Sport gesundheitlich etwas gebracht? Ich muß sagen: Die körperliche Anstrengung ist schon ziemlich intensiv. Doch regelmäßiges Training setzt auch ordentlich Adrenalin frei. Man hat dann für ein paar Tage ein ausgeprägtes Gefühl körperlichen Wohlbefindens.
Ein gutes Gefühl.
Ich wünschte, mehr Leute würden sich das gönnen.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Independence Day

Am heutigen Tag im Jahr 1776 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Unabhängigkeit von Großbritannien. Die amerikanische Revolution war im Schwange.

Man vergleicht sie oft mit der französischen Revolution ein paar Jahre später. Europäer betrachten die FR vielfach als eine Europa definierende kulturelle Großtat, die ihnen die Menschenrechte brachte, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und so.
Naja.
Ich wünschte, sie würden mal genauer hinschauen.

Die FranzRev war von vorn bis hinten eine zutiefst gottlose Angelegenheit.
In Paris stürmte ein Mob das Bastille-Gefängnis, lynchte eine Handvoll Wärter, und paradierte mit danach deren Köpfen auf Spießen herum. Befreien wollte man auch niemanden, vielmehr war man auf der Suche nach Waffen, Pulver und Blei.
Die FanzRev verursachte ungeheures Blutvergießen und mündete in die Diktatur Napoleons, der sich umgehend dranmachte, nach Frankreich nun das aufgeklärte Europa in Blut zu ertränken.
Symbol der FR ist die Guillotine, Frankreichs zeitweiliger Nationalrasierapparat.
Das Motto der Jakobiner war "Fraternité ou la Mort, Brüderlichkeit oder Tod." ("Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den..."). Durch die ungehinderte Macht des Staates sollte die Regierung die Menschen zwingen, frei zu sein. (Rousseau).
Freiheit durch Zwang, ein durchaus europäisches Konzept.

Alle Anführer der FanzRev starben eines gewaltsamen Todes. Die meisten unterm Revolutionsrasierer.

Ganz anders verhält es sich mit der AmRev
Von den über 50 Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung starben alle bis auf einen, der sich irgendwann duellierte, als alte Männer eines natürlichen Todes. ALLE US-Gründerväter bis auf den obigen und Alexander Hamilton starben so. Hamilton starb auch im Duell, mit Aaron Burr, dem dritten Vizepräsidenten der Republik. Als bekennender Christ hatte er vorab mitgeteilt, sich eher erschießen zu lassen, als einen anderen zu erschießen.
So geschah es.

Überhaupt ist die AmRev untrennbar mit der geistlichen Revolution der "Great Awakening"-Erweckung verbunden, (1730-1760). Aaron Burrs Vater war Geistlicher und Leiter der Bibelschule, die zum berühmten Princeton College werden sollte. Sein Großvater war der berühmteste Erweckungsprediger seiner Zeit: Jonathan Edwards.
Es gibt ganze Bücher mit Erweckungspredigten, die den Gedanken einer Abspaltung von Großbritannien pflegten.

Die Unabhängigkeitserklärung bezieht sich auf aus der Natur und vom Gott der Natur abgeleitete Rechte und begründet einen Staat, in dem vor dem Gesetz alle gleich sind.

Hier griff Jefferson, (der hauptsächliche Verfasser), unbewußt die Idee Gottes mit Israel auf.
Israel sollte ja auch keinen König haben, sondern vom Gesetz regiert werden. (Als Israel einen König wollte, fühlte Gott sich verworfen, weil Israel sein Gesetz verworfen hatte, 1 Samuel 8, 78).

Was gäbe es politisch besseres als in einem Staat zu leben, in dem an Gottes Wort angelehnte Gesetze das letzte Wort haben?

"Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt."
2 Mose 15, 26

Dienstag, 3. Juli 2012

Der Typ, der sein Talent vergrub

"Pastor, ich bin zur Zeit arbeitslos. Ich such mir auch nichts mehr. Da Jesus bald wieder kommt, rentiert sich das sowieso nicht."

Dem Sozialstaat sei Lob und Dank.

Da du nun Zeit hast, tust du bestimmt Dinge, die arbeitslose Christen für wichtig halten, zB besonders viel Bibellesen. Wenn du das Neue Testament nach und nach durchliest, kommst du früher oder später an 2 Thessalonicher 3 vorbei.
Dort steht das Wort des Herrn für dich.
Denn Paulus geht dort auf seine arbeitslosen Zeitgenossen ein, die damals schon so argumentierten wie du jetzt.

Paulus sagt,
"Als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen. Denn wir hören, daß einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie im Herrn Jesus Christus, daß sie in Stille arbeiten und ihr eigenes Brot essen."
2 Thessalonicher 3, 10-12

Wenn Jesus wiederkommt, möchte ICH alles andere als nur rumsitzen.
Denk an den Typen, der sein Talent vergrub! (Matthäus 25, 25).

Montag, 2. Juli 2012

Über die Kraft rein menschlichen Glaubens


"Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden."
Markus 11, 23

Jesus spricht hier nicht über göttlich inspirierten Glauben, sondern über die erstaunliche Kraft rein menschlichen Glaubens. In Vers 22 sagt er nämlich: "Habt Gottes Glauben," was soviel bedeutet wie, "Was die Aktivierung von Glauben betrifft, ahmt Gott nach." Echete pistin theou lautet der Satz im griechischen Urtext.
Wie hat Gott seine Glaubenskräfte aktiviert?

"Er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da." (Psalm 33, 9).
Wir sind im Ebenbild Gottes geschaffen, entsprechend stecken Schöpferkräfte auch in unserem Glauben.

Bei Skeptikern ist immer viel von Einbildung die Rede, wenn man von Glauben spricht. 
Die mißverstehen da was.
Natürlich hat unsere Vorstellungskraft viel mit unserer Wahrnehmung der Dinge zu tun. Doch vielen ist nicht bewußt: Wir formen unsere subjektive Realität mit unserer Vorstellungskraft und vor allem mit unserem Glauben.

Schon der rein menschliche Glaube hat's in sich, vom göttlich inspirierten besonderen Glauben ganz zuschweigen.

Die Zeitung "Welt am Sonntag" berichtete gestern von der Macht, die die Worte von Ärzten auf die Befindlichkeit ihrer Patienten haben. 
Wenn ein besonders alberner Röntgen-Doc vor einer OP fies grinst und sagt, "Ich hol jetzt ein Mittelchen aus meinem Giftschrank und schläfere sie ein wenig ein. Dann schneiden wir sie in kleine Scheiben," wenn er nur über eine Schnittbilduntersuchung aufklären will, dann wird das von manchen vielleicht noch als humorig angenommen. Ernster wird es, wenn ein Doktor mit trauerumflorter Stimme vom Restrisiko schauderhafter Schäden spricht, auch wenn die nur 0,00001 Prozent der Patienten nach der Einnahme von Medikament XY davontragen.
Er erzeugt ein Bild im Kopf und somit eine Befindlichkeit im Herzen des Betreffenden, die negativer ist, als sie sein müßte.
Das kann sich auswirken.
Es gibt nämlich neben dem bekannten Plazeboeffekt noch den Nozeboeffekt: Ein wirkstoffreies Mittel kann einen Zustand auch verschlimmern.

Wie gibt's das?

Der Skeptiker sagt, "Einbildung."
Der informierte Christ sagt, "Klarer Fall von Fehlanwendung der menschlichen Glaubenskraft."

Besonders interessant fand ich folgenden Fall: 
Ein junger Mann namens Adams litt unter Depressionen. Die gängigen Mittel halfen nicht, so nahm er als Testperson an der Erforschung eines neuen Medikaments teil. 
Das neue Mittel schien gut zu wirken.
Dann stritt er sich mit seiner Freundin und nahm in einem Anflug von Lebensmüdigkeit 39 Studienpillen auf einmal.
Und der Sensenmann streckte seine knochigen Finger nach ihm aus...!
Die Ärzte der Notaufnahme waren nicht in der Lage, seinen Kreislauf zu stabilisieren, kein Mittel half.
Dennoch wurde er schlagartig geheilt!

Wie?

Adams wurde mitgeteilt, daß er zu der Gruppe von Testpersonen gehörte, denen Plazebos verabreicht wurden. Er hatte keine 39 Pillen potenter Psychopharmaka geschluckt, sondern 39 Zuckerpillen.

Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von Psychosomatik, von der Auswirkung der Seele auf den Körper. Informierte Christen wissen, Worte, von deren Wahrheitsgehalt man überzeugt ist, erschaffen eine ganz eigene Realität.

Wenn du also Gottes Wort, seinen Verheißungen und Weisungen, erlaubst deine Überzeugungen zu formen, dann wird durch dein geändertes Denken und Reden deine Realität umgeformt. 
Gottes Segen bricht sich Bahn in deinem Leben.

Sonntag, 1. Juli 2012

Über das Stolpern


"Haltet es für richtig, dem Bruder keinen Anstoß oder kein Ärgernis zu geben."
Römer 14, 13

Ein weiser Mann sagte einst, "Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel."
Er hat recht.

Deshalb: Sei freundlich.