Dienstag, 30. August 2016

Ich? Mich unterordnen?

“Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn.“
Epheser 5,21+22.

„Pastor, du hast neulich über Unterordnung gepredigt und dass Ehefrauen sich ihren Ehemännern unterordnen sollen. Pastor, ich kann mich meinem Mann nicht unterordnen. Er ist nicht der Typ dafür. Er ist ohne mich verloren. Er braucht mich. Ich liebe ihn. Aber wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, ich habe ihn damals auch ein wenig aus Mitleid geheiratet. Wie soll ich mich dem unterordnen?“

Du musst den Begriff der Unterordnung richtig deuten.
Paulus sagt ja nicht nur, die Frauen sollen sich ihren Männern unterordnen, sondern er spricht auch davon, sich einander unterzuordnen, also auch die Männer immer mal wieder den Frauen.
Was meint er konkret?
Dein Mann und du, ihr seid für einander Bedürfnisbefriediger. Auf seine Bedürfnisse einzugehen statt ihn zu dominieren ist eine Form von Unterordnung.
Das gilt auch für ihn!
Mein Beispiel aus der Predigt stammt, weil's so schön plakativ ist und den Satz schon jeder kennt, aus 1. Korinther 7, 3: „Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.“
Die Unterordnung, die Paulus meint, ist der Dienst am Ehepartner, (natürlich nicht nur der sexuelle, meine Güte, das ist nur ein kleiner Teil).
Insofern kannst du dich deinem Mann unterordnen, ohne dich—und ihn—verbiegen zu müssen.
Unterordnung ist die innere Einstellung des Dienstes am andern. Paulus gibt uns Jesus als Vorbild in diesen Dingen, wenn er in Philipper 2,1-4 sagt:

„...daß ihr ...nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern daß in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst. Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen.“

Das ist Unterordnung, die ich meine.

Samstag, 27. August 2016

Höflichkeit, du flüchtige Blume, du wuchtige Brumme du


„Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, geredet zu seiner Zeit.“
Sprüche 25,11.

Mit der Höflichkeit halten es viele Leute in unseren Tagen so, wie Menschen früher in sozialistischen Ländern: Zombiehaft und starren Blickes laufen sie aneinander vorbei, auch wenn sie einander kennen. Da herrscht Kälte wie im Gruselfilm.
Früher, als man noch Hüte trug, lupfte man noch den Hut, wenn man sich begegnete, erinnere ich mich.
Schade.
Denn Höflichkeit und Etikette, Anstand und Sitte, machen das Leben erst erträglich. Sie sind das Schmiermittel im Getriebe des Miteinander. Natürlich kann man diese Rituale als aufgesetzt und heuchlerisch betrachten. In Wirklichkeit jedoch schaffen sie ein Maß an sozialer Wärme, selbst unter Fremden.
Die Amis mit ihrem angenehmen, wenn auch unverbindlichen Smalltalk wissen das oft noch.
Da die Welt trotz hoher Außentemperaturen also recht frostig ist, sollte es uns als Christen besonders leicht fallen, hier erfolgreich ein Kontrastprogramm zu fahren. Man muss das Ganze nicht übertreiben und süßlich-künstlich werden. Solche Leute kenne ich auch. Ich sage nur, wer eine gewisse Freundlichkeit an den Tag legt, hat heute praktisch schon gewonnen.

„Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden. Der Herr ist nahe.“ (Philipper 4,5).

„Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt. Ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“ (Kolosser 4,6).

Donnerstag, 18. August 2016

Land von Milch und Honig

„Die Meßschnüre sind mir gefallen auf liebliches Land; ja, mein Erbteil gefällt mir.“
Psalm 16,6.

Die letzten Tage war ich ziemlich viel draußen.
Letzte Woche verbrachte ich gar fernab jeglicher Zivilisation (hihi) in den tiefsten Tiefen des Thüringer Waldes. Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Bei morgendlichen 6,5° und Nieselregen ist das ein ziemliches Abenteuer. Warm wurde es auf diesen Bergen auch nicht im Tagesverlauf. (Ein ganz normaler August in Deutschland halt).

Natürlich war ich dort nicht allein, sondern war Teil einer Gruppe von waldläufigen Gesellen unter der Führung von erfahrenen Jägern. Wenn man so durch den Wald pirscht, wie seinerzeit Lewis und Clark auf dem Weg nach Westen, dann stellt man erst fest in was für einem atemberaubenden Land wir eigentlich wohnen. Deutschland ist landschaftlich reizvoll, von der Tierwelt gar nicht zu reden, wenn man sich einmal die Zeit nimmt, sie zu beobachten.
Oder auseinanderzunehmen.
Denn die Jäger jagten natürlich und schossen auch hin und wieder etwas, was dann ordentlich versorgt, sprich ausgenommen, werden musste, um auszukühlen, damit es nicht verdirbt. Eine halbe Stunde nach dem Erlegen bricht nämlich die Magen-Darm-Barriere zusammen und die dort ansässigen Bakterien beginnen, sich im Tierkörper auszubreiten. Dann leidet die Qualität des Wildbrets.
Ausgenommen hängt man es auf und lässt es reifen.
Reifen?
Ja.
Nach einiger Zeit beginnt nämlich vom Kopf her die Totenstarre, denn das Glykogen im Körper beginnt sich abzubauen. Nach ein oder mehreren Tagen, je nach Wild, weicht diese Starre wieder und das Fleisch wird zart. Dann ist es reif und man kann es verzehren.
Hirschschinken, verzehrt an einem zünftigen Feuer im Wald, schmeckt übrigens vorzüglich. (In Zusammenhang mit der Jagdausübung ist Feuer im Wald erlaubt. Habe ich auch nicht gewusst).
In Ermangelung eines Jagdscheines habe ich selber natürlich nichts geschossen.
Außer Tontauben.
Viele Tontauben.
Hunderte.
Mit einer doppelläufigen Schrotflinte.
Es hat viel Spaß gemacht.
Noch ist ja Urlaubszeit. Und so gehe ich morgen wieder schießen. Dann allerdings mit der Kugel auf Rehbockscheiben.

„Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an einen öden Ort und ruht ein wenig aus.“ (Markus 6,31).

Samstag, 6. August 2016

Rüdiger Venter im CGZ

"Tue Gutes an deinem Knecht, so werde ich leben. Ich will dein Wort halten! Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz."
Psalm 119, 17-18.

Morgen und auch nächsten Sonntag wird mich Pastor Rüdiger Venter vertreten. Ich bin zwar da, urlaube aber ein wenig (von zuhause aus), indem ich Vorträge besuche, für die ich sonst keine Zeit hätte. Interessiere mich ja zur Zeit für die Natur und das Wild und so. Alles sehr interessant.
Naturschützer etwa zeichen sich durch, sagen wir mal, besonders feste Überzeugungen aus. Wenn zB in Biergartenbäumen Hornissen horsten, dann weichen nicht die Hornissen, sondern der Biergarten wird geschlossen, (obwohl Hornissen nachweislich keine Steuern zahlen, Biergärtner aber sehr wohl). Wird das Land eines Bauern über seinen Kopf hinweg zum sogenannten FFH-Gebiet erklärt, dann gilt ein Verschlechterungsverbot. Worin genau eine Verschlechterung besteht, ist in einer EU-Verordnung geregelt, die ein in diesen Dingen beschlagener Bürokrat auslegt. Da wird schonmal tief ins Eigentumsrecht eingegriffen. Natürlich nur mit besten Intentionen und zum Wohle der Allgemeinheit.
Egal.

Pastor Rüdiger war mit in Israel und hat die Täuflinge im Jordan mit mir getauft. Wir begegnen uns auf Pastorenkonferenzen und tauschen uns aus, und nun ist er Gastsprecher bei uns. Ich freu mich drauf, ihn zu hören.

Montag, 1. August 2016

Ein wenig Schweiß und viel Segen Gottes

"Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!
Und ich werde um euretwillen den Fresser bedrohen, damit er euch die Frucht des Erdbodens nicht verdirbt und damit euch der Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der HERR der Heerscharen."
Maleachi 3,10-11.

Es passieren wunderbare Dinge.
ICH beweise Geschick im Umgang mit technischen Geräten.
Es ist nämlich so:
Unser Wäschetrockner rumpelte in den letzten Wochen immer lauter, bis er plötzlich nur noch sauer grummelte und die Trommel sich nicht mehr drehte.
Nun gut, dachte ich mir, die Kiste ist wenigstens 15 Jahre alt und hier auf Erden währt nichts ewig. Also schaute ich mir neue Trockner an, verglich Angebote, berechnete die Stromersparnis von 500 €-teuren Geräten über 10 Jahre und fand heraus, dass ein solcher Trockner 10 Jahre laufen müsste, bis wir endlich etwas gespart hätten. (Von billigeren weiß ich aus dem Bekanntenkreis, dass mehrere schon nach zwei Jahren die Funktion einstellten).
Also schraubte ich die Verkleidung weg und schaute mir an, was Ursache für die schlechte Laune unseres Trockners war.
Der Antriebsriemen um die Trommel herum war zerschlissen und gerissen. Er lag wie ein hässliches Häuflein Elend neben dem Motor.
Also studierte ich im Internet die Preise für Antriebsriemen.
8,99 €.
Mit Versand.
Dann schaute ich mir auf YouTube ein Video an, wie man das Ding um die Trommel bekommt. Ist ja nicht ganz einfach. Es handelt sich immerhin um einen Endlosriemen. Natürlich gab es kein Video von unserem Trockner. Die Steinzeit ist schließlich schon lange vorbei. Doch es gab eines, das mir die Sache im Prinzip näherbrachte.
Also legte ich mit viel Gottvertrauen los.
Und was soll ich sagen?
Tatsächlich! Ich habe es geschafft.
Das Ding läuft seit einer Woche wieder und ist dabei noch flüsterleise. (Naja, fast).
Wenn er jetzt noch 10 Jahre läuft, haben wir keinerlei Verlust gemacht im Vergleich mit einer Neuanschaffung, hihi.

„Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus.“
2. Korinther 2,14.