Samstag, 30. Januar 2010

Die nächste Generation

War gestern in Stuttgart auf einer Pastorenkonferenz. Bayless Conley und Peter Wenz waren die Hauptsprecher.

Pastor Conley sprach davon, die nächste Generation mit dem Evangelium zu erreichen.
Und er fragte, warum Gott aus allen Menschen ausgerechnet Abraham erwählte.
Der einzige Grund, den die Bibel nennt ist folgender:
Gott sagt, "Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, zumal er ein großes und mächtiges Volk werden soll, und alle Völker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? Denn ich weiß, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Haus nach ihm, daß sie des Herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf daß der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat." 1 Mose 18, 18-19.

Abrahams bestechende Eigenschaft war, daß er seinen Kindern das Evangelium nahebrachte.

Wir eifern dem Patriarchen nach: Meine Kinder und ich besprechen zur Zeit abends einen kurzen Abschnitt aus der Bergpredigt.

Donnerstag, 28. Januar 2010

U. geht wieder freihändig

"Betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung." Jakobus 5, 16.

U. T. hatte einen Arbeitsunfall, der seinen rechten Fuß beschädigte.
U. kam am Sonntag auf Krücken in den Gottesdienst, wo die ganze Gemeinde für ihn betete.
Unmittelbar danach konnte U. ohne Krücken laufen.

Gestern kam er ohne Gehhilfen zum Alpha-Kurs, wo ich mit ihm sprach: Sein Fuß war blau verfärbt und geschwollen gewesen. Doch als er am Sonntag nach Hause kam, war die Verfärbung weg und die Schwellung so gut wie. Schmerzen sind noch geringfügig vorhanden, doch sein Gang ist wiederhergestellt.

U. wird uns nächsten Sonntag berichten.

Dienstag, 26. Januar 2010

Hagar, allein in der Wüste

Abraham und Sarah bekamen von Gott die Verheißung, Eltern vieler Völker zu werden. Problem war nur, daß die beiden schon recht betagt und noch immer kinderlos waren.
Da hat Sarah eine brilliante Idee: "Abraham, bevor alles zuspät ist: Hier ist meine Dienerin Hagar. Geh zu ihr ein, und wenn sie ein Kind bekommt, dann tun wir so, als ob's unseres wäre."
Und Abraham gehorcht seiner Frau.

Hagar wird schwanger und entwickelt daraufhin eine Attitüde gegenüber ihrer Chefin: "Tja, Sarah, an Abraham liegt's nicht, daß du keine Kinder kriegst." Sarah wiederum demütigt sie. "Wasch den Spucknapf aus!"
Zickenkrieg.
Die Fetzen fliegen, bis Hagar davonläuft.

In 1 Mose 16, 7 findet der Engel des Herrn die Magd an einem Wasserbrunnen in der Wüste. Er sagt, "Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du?"
Als ob er das nicht wüßte.
Der Engel stellt die zwei Fragen, weil er möchte, daß Hagar sich ihrer Antwort bewußt wird. Die erste Frage lautet: "Woher kommst du?"
Hagar, ist dir bewußt, was du verlassen hast?
(Die Versorgung durch deine Herrin. Deine Freunde. Deine besondere Beziehung zu Abraham, dem Propheten und Freund Gottes, ...).
Du hast den Segensplatz verlassen, nun sitzt du allein und verlassen in der Wüste herum und grämst dich.
"Und wohin gehst du?"
Hagar, du sitzt hier in der Wüste Schur, in der Israel einmal wandern und auf feurige Schlangen und Skorpione treffen wird. Außerdem kehrst du auf direktem Wege nach Ägypten zurück, in die Welt ohne Gott.

Hagar antwortet: "Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht."
Doch der Engel befiehlt: "Kehre zu deiner Herrin zurück, und demütige dich unter ihre Hände!"
Er bemitleidet Hagar nicht!
Denn Hagars Attitüde war das ursprüngliche Problem. Der Stolz auf ihre Schwangerschaft, auf ihre neue Position, hatte sie unaushaltbar gemacht. Sie war es gewesen, die mit ihrer Arroganz allen auf die Nerven fiel und Sarahs Strenge herausforderte. Sie war davongelaufen, Sarah hatte sie nicht fortgeschickt. (Das kam erst 14 Jahre später).
Dann gibt der Engel ihr die Verheißung, sie werde einen Sohn gebären. Den solle sie Ismael ("Gott hört") nennen, "denn der HERR hat auf dein Elend gehört." Ismael werde unzählige Nachkommen haben und ihre eigene Situation wird sich verbessern.
Und Hagar gehorchte.
Sie kehrte an den Ort ihres Segens zurück und respektierte Sarah als Chefin. Sie gebar Ismael, das Kind ihrer Verheißung, und alles war in Butter.

"Woher kommst du?"
Hagar lief vor ihren Konflikten davon.
Hast du dieselbe Neigung?
Kündigst du spontan, weil dein Chef, der Trottel, sauer ist, nur weil du zum siebenundzwanzigsten Mal zuspät auf die Arbeit kommst?
Verläßt du deinen Ehemann, den Deppen, weil er den Wasserhahn nicht repariert?
Verläßt du deine Gemeinde, weil Pastor dich schon seit zwei Sonntagen nicht mit Handschlag begrüßt hat? Oder weil er gegen deine Lieblingssünde gepredigt hat?
Weißt du, was du da so leichtfertig aufgibst?

Hagar war selbst daran schuld, daß sie zum Schluß allein in der Wüste saß.
Doch sie gehorchte dem Engel und kehrte in den Segen zurück.

Stell dich deinen Herausforderungen.
Lauf nicht vor ihnen davon.

Montag, 25. Januar 2010

Wasserrrh!

Soeben hat Gott das Volk Israel aus Ägypten geführt.
Gerade noch war man rechtloser Sklave gewesen, der sich hinsetzte, der aufstand, der aß, trank, ging, stand, arbeitete, ruhte, schlief, sich paarte und aufs Klo ging, wann man es ihm befahl.
All das war nun anders.
Man war der Unterste, Letzte, ein Niemand, ein Ding gewesen.
Nun war man Gottes auserwähltes Volk.
Gott hatte Ägypten geplagt, weil es Israel geplagt hatte. Wunder Gottes waren geschehen, bis Pharaoh entsetzt aufgab.

Israel hatte auch Gunst bei seinen Herren bekommen. Beschenkt mit Gold und Silber, behängt wie die Weihnachtsbäume mit dem Schmuck ihrer Herren, zogen sie hinaus in die Freiheit. (2 Mose 12, 36).

Man war wieder wer.

Israel zieht nun drei Tage lang hinter der göttlichen Wolkensäule her in die Wüste hinaus.

Am dritten Tag geht dem auserwählten Volk das Wasser aus.

Plötzlich ist die Auserwähltheit keinen Pfifferling mehr wert: Man braucht Wasser!
In diese Situation kam Israel auch später immer wieder.

Warum hat Gott seinem Volk das absolut Überlebensnotwendigste immer wieder einfach kurz mal vorenthalten. (2 Mose 15; 2 Mose 17; 4 Mose 20). Weil er ein Sadist ist? Natürlich nicht. (Er gab ja doch stets Wasser).

Die Antwort liegt in Israels Attitüde: Die Sklaven waren zu Herren geworden und das stieg ihnen auf direktem Wege--wie Heroin in der Blutbahn--zu Kopf. In Sprüche 30, 21-23 heißt es: "Unter dreien erbebt die Erde, und unter vieren kann sie es nicht aushalten: Unter einem Sklaven, wenn er König wird, und einem törichten Menschen, wenn er sich an Brot satt essen kann, unter einer Verschmähten, wenn sie geheiratet wird, und einer Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt."

Gott möchte, daß uns trotz unserer Großartigkeit, (Auserwähltheit, Macht, Reichtum, Ehre...) doch stets bewußt ist, daß wir ohne ihn aufgeschmissen sind. Er ist ein eifersüchtiger Gott, der in deinem Leben die erste Geige spielen will. Er wird sich nie mit einem Platz auf den hinteren Rängen deines Lebensorchesters begnügen.

Jakobus sagt: "Gott widersteht dem Hochmütigen, dem Demütigen aber gibt er Gnade."
An welcher Gnade erkennt man deine Demut?

Samstag, 23. Januar 2010

Das Kreuz und die Liebe

"Pastor, ich kann nicht an das Kreuz glauben. Welcher liebende Vater mutet seinem einzigen Sohn zu, so grausam zu sterben? Das ist kein Gott der Liebe, der so handelt."

Gott hat sich mit dem Tod seines Sohnes viele Söhne (und Töchter) erkauft.
Das Leiden Jesu war zeitlich, die erkauften Kinder hingegen bleiben ewig Kinder Gottes.
Das war's Gott wert.

Die Welt ist grausam und schlecht. Und doch mutet Gott seinen Kindern zu, bis ans Ende ihres Lebens hierzubleiben.
Warum holte er uns nicht sofort in den Himmel, nachdem wir Christen wurden?
Weil er möchte, daß wir hier unten Menschen für ihn gewinnen. So, wie die Aufgabe Jesu nur von ihm getan werden konnte, so können nur wir Verlorene zu Jesus führen.
Die anderen kennen ihn ja nicht.

"Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig."
2 Korinther 4, 16-18.

Donnerstag, 21. Januar 2010

70

Siebzig.

Soviele sind wir nun im Mittwochabendalphakurs im CGZ.
Wir hatten maximal mit halb so viel gerechnet.

Die Arbeit ist in vielerlei Hinsicht herausfordernd, doch wir haben Spaß dabei. (Allein das Essen. Man stelle sich vor, 70 Leute betreten gleichzeitig ein Restaurant und wollen was). Alle helfen zusammen und so wird das was.

70.

Offensichtlich trifft das Format einen Nerv.
Bemerkenswert, wie sich dabei die Apostelgeschichte nachbildet: "Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten." Apostelgeschichte 2, 42.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Ruhe und Frieden

"Pastor, ich scheine ständig in Eile zu sein und bin deswegen dauernd genervt. Trotzdem kriege ich nichts auf die Reihe. Ich habe keinen Frieden. Was kann ich tun?"

Gott will, daß du Zeit mit ihm verbringst, und das tust du nicht. So kann das nichts werden.

In Lukas 10, 38 ist Jesus bei einer reichen Familie zum Essen eingeladen. Während er spricht, sitzt die Schwester der Gastgeberin zu seinen Füßen und hört ihm zu. Martha ist indessen mit Machen und Tun und Vorbereiten beschäftigt und entsprechend genervt. Schließlich fängt sie sogar mit Jesus Streit an: "Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfe!"
Und was sagt Jesus?
"Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird."

Jesus lobt Martha nicht für ihre Betriebsamkeit.
Vielmehr lobt er Maria dafür, daß sie sich Zeit für ihn genommen hat.
Martha arbeitete (für Jesus!) und erlebte keine emotionale Erfüllung dabei.
Maria bekam den Vorwurf der Untätigkeit zu hören und erlebte in Wirklichkeit Gott.

Auch für dich wird's keinen Seelenfrieden geben, bis du dir wieder Zeit für Gott nimmst. Er ist ein eifersüchtiger Gott. (5 Mose 4, 24).

Dienstag, 19. Januar 2010

Ist Jesus auferstanden?

"Woher wißt ihr Christen, daß Jesus auferstand?"

Da gibt's eine ganze Reihe von Gründen. Doch der triftigste ist der, daß Jesus die Herzen derer verändert, die an ihn glauben. So hat er aus dem feigen Verräter Simon den Verkündiger Petrus gemacht, der kühn jenen als Messias ausruft, den der Mob 40 Tage zuvor kreuzigen ließ.
Solche Veränderungen passieren nicht einfach so.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Wer ist Jesus?

Zum Schluß hatten wir 58 Anmeldungen zu unserem ersten A-Kurs.
Mei mei.
Das Gulasch war prima, die Gemeinschaft gut, die Mitarbeiter vorbildlich...

Die Stärke eines solchen Kurses liegt m.M. darin, daß der Einzelne Fragen stellen kann, die dann ausdiskutiert werden. Als Prediger hört man dann Fragen, auf die man so schnell gar nicht kommt.
Viele haben Fragen zum Glauben, und wenn diese Fragen nicht beantwortet, sondern verdrängt werden, dann wird der Glaube hohl. Insofern ist so ein Kurs Gold wert.

Gestern ging's um die Person Jesu.
Es gibt ja Leute, die behaupten, er habe nie behauptet, Gott zu sein.
Nun ja.
Jeder der so verwegene Dinge über sich selber sagt, wie Jesus das tat, hat entweder größte mentale Probleme, oder er ist Gott im Fleisch.

Jesus sagt über sich:
"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Johannes 14, 6.
"Ich bin das Brot des Lebens." Johannes 6, 35.
"Ich bin das Licht der Welt." Johannes 8, 12.
"Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." Johannes 14, 9.

Jesus vergab Sündern ihre Sünden, ohne die Geschädigten nach ihrer Meinung zu fragen. So etwas darf nur Gott.
Er weckte Tote auf. Kann auch kein Mensch von sich aus.

Und in Matthäus 25, 31, macht er klar, daß er einst auf einem Thron der Herrlichkeit sitzen und die Menschheit richten wird. Er wird entscheiden, wo jeder Mensch die Ewigkeit verbringt. Das ist doch schon recht gottmäßig.

Sein Jünger Thomas nannte ihn "Mein Herr und mein Gott" und Jesus korrigierte ihn keineswegs. (Johannes 20, 29).
Die Juden wollten ihn steinigen, "weil du, der du Mensch bist, dich selbst zu Gott machst." Jesus erwidert: Ihr sagt, "Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?" (Johannes 10).

Entweder Jesus war der größte Spinner, oder er war Gottes Sohn. Eines war er mit Sicherheit nicht: Einfach nur ein netter Mann.

Mittwoch, 13. Januar 2010

19.00 Uhr

Bitte zu bedenken, daß der Alpha-Kurs heute abend bereits um 19.00 Uhr beginnt, nicht erst zu unserer Standardzeit von 19.30 Uhr.

Bin gespannt.

Dienstag, 12. Januar 2010

Invasion

Heute morgen hat mir Matze B., unse Alpha-Kurs-Admin, die aktuelle Teilnehmerliste gemailt: 55 Personen haben sich schriftlich angemeldet. Das ist ohne Mitarbeiter und Gesprächsgruppenleiter.
Oj.
Der Kurs ist der erste, den wir abhalten, so daß wir gegenwärtig Learning-by-doing machen. 12x kochen für mehr als 60 Personen: Wau.
Unser Alphaküchenteam ist herausgefordert, doch es wird die Herausforderung meistern. Zum Auftakt am 13.1.10 gibt's Gulasch von überm Feuer. Dazu hängt Werner S. im winterlichen Hof einen Kessel auf und kocht wie auf der Puszta in Ungarn.
Das wird was.
Ich freue mich drauf, und auf die kurze Botschaft, und auf die Babbelrunden beim Essen und nach dem Vortrag. Der Kurs wird das reinste Happening.

Unsere Inspiration:
"Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten."
Apostelgeschichte 2, 46-47.

Montag, 11. Januar 2010

Musikalische Waffen

In 2 Chronik 20 sieht sich der gute König Josaphat plötzlich einer existenzbedrohenden Gefahr gegenüber: Die Armeen dreier Länder greifen ihn an.
Josaphat ist sich im klaren: Steht Gott ihm nicht bei, werden diese Drei Jerusalem in eine einzige Ruine verwandeln und Juda wie man es bisher kannte, vernichten.
Josaphat und sein Volk fasten und beten, sie bringen die alten Verheißungen, daß er ihnen das Land zugeschworen hat, vor Gott--bis die Hand des Herrn über Jahasiel kommt: "So spricht der HERR zu euch: Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser großen Menge! Denn der Kampf ist nicht euer, sondern Gottes!"
Der Prophet versichert Josaphat, daß Juda nicht einmal selbst werde kämpfen müssen. Zwar soll Judas Armee aufmarschieren, doch der Herr wird mit ihr sein. (Wie der Sieg genau kommen wird, bleibt eine Überraschung).

Und der König und sein Volk glauben dem Wort.

Das erkennt man daran, daß sie sich mit großer Freude freuten. Erst fielen sie nieder und beteten an, dann standen sie auf und begannen, "den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme." Über eine Verheißung kann ich mich nur freuen, wenn ich sie glaube.

Genaugenommen bin ich erst dann im Glauben angekommen, wenn ich vom Bitten zum Danken durchgedrungen bin. Wer 1000 mal für dasselbe betet, hat 999 mal ohne Glauben gebetet. (Das ist kein Vorwurf, sondern korrekte Analyse). Josaphat und Juda beteten möglicherweise auch ständig dasselbe--bis endlich die Verheißung des Sieges beim Propheten ankam. Dann dankten sie.

Wir müssen in unseren Krisen genauso vorgehen: Wir bringen Gottes biblische Verheißungen vor ihn, bis wir eine Reaktion Gottes erhalten, sei es durch eine plötzliche Gewißheit im Herzen, sei es durch einen Traum oder eine Schriftstelle, der beim Lesen eine spezielle übernatürliche Note anhaftet. (So ist der Herr wieder und wieder mit mir verfahren). Dann ist das Problem zwar nicht aus der Welt, doch seine Last ist gewichen.

Dann kommt der nächste Schritt: Danken.
Josaphat berät sich mit Juda und sie beschließen, da die Armee zwar aufmarschieren, aber nicht kämpfen muß, sollen die Lobpreiser an vorderster Front marschieren und Gott loben. Die Kampftruppen sollen ihnen folgen.
Militärtaktischer Wahnsinn.
Doch Vernunft des Glaubens.

Die Musiker machen mit! (Zeigt, daß auch sie voll Glaubens waren).
Nun marschieren sie also. "Und zu der Zeit, da sie mit Jubel und Lobgesang anfingen, legte der HERR einen Hinterhalt gegen die Söhne Ammon, Moab und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen." 2 Chronik 20, 22. Die Armeen des Feindes bringen sich gegenseitig ums Leben.

Wann begann der Feind, sich selber zu besiegen?
Als Juda begann, Gott zu preisen.
Glaubend zu preisen.
Wau.

Freitag, 8. Januar 2010

Beten für die Toten?

"Pastor, in meiner Bekanntschaft ist jemand mitten im Leben plötzlich gestorben. Er war ein ziemlicher Tunichtgut. Können wir beten, daß Gott ihn trotzdem irgendwie aufnimmt?"

Ein solches Anliegen ehrt den, der es vorbringt.
Doch im Nachhinein kann man da nichts mehr machen.
Wenn ein Toter erstmal tot ist, sind die Würfel gefallen. Im Hebräerbrief 9, 27 heißt es, daß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.
Und Jesus selber sagt "Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden." Markus 16, 16.
Ungläubige beginnen natürlich an die Hölle zu glauben, wenn sie erst einmal dort sind.
Doch der geistliche Zustand eines Menschen ändert sich deswegen nicht mehr.

Lukas beschreibt in Kapitel 16 den reichen Mann im Feuer, der Abraham anfleht: "Ich bitte dich nun, Vater, daß du Lazarus in das Haus meines Vaters sendest, denn ich habe fünf Brüder, daß er ihnen eindringlich Zeugnis ablege, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen!"

Und was entgegnet Abraham? "Sie haben Mose und die Propheten. Mögen sie die hören."
Wir haben heute das Wort Gottes, wir müssen es die Leute hören lassen.

Der Reiche sagt: "Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun."

Abraham antwortet: "Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht."

Wir denken oft, wenn die Welt nur ein Wunder sähe, dann würde sie glauben!
Das trifft auf manche auch zu. Doch wer kein Interesse an Gottes Wort, (in dem Gott seine Denkweise offenbart), hat, den wird auch kein Wunder überzeugen.

Es gibt leider ein Zuspät.

Wir müssen für solche Leute beten, solange sie noch leben.
Und ihnen das Evangelium bringen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Wer das Evangelium mal ohne Schnörkel hören möchte, ist eingeladen, morgen zur Praise Night ins CGZ zu kommen, (19.30 Uhr bis 21.30 Uhr).
Stefan N. und ich werden auch für die Kranken beten.
Und der Herr wird sich als der Lebendige erweisen.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Iiih, Frösche!

"Pastor! Ich habe gehört, daß jemand über mich hergezogen hat. Jemand hat richtig schlecht über mich geredet, obwohl ich gar nichts gemacht habe. Jetzt bin ich ganz geknickt. Was soll ich tun?"

Trag's mit Fassung.
Das passiert allen Menschen, den guten wie den bösen. (Den Besten von allen hat man sogar an ein Kreuz genagelt).
Tatsache ist, daß die Menschen allesamt vermutlich mehr schlecht übereinander reden als gut. Da lohnt ein Blick in Prediger 7, 20-22:

"Kein Mensch auf Erden ist so gerecht, daß er nur Gutes täte und niemals sündigte. Auch richte dein Herz nicht auf all die Worte, die man redet, damit du nicht hörst, wie dein Knecht dich verflucht; denn auch viele Male - dein Herz weiß es - hast auch du andere verflucht."

Salomo empfiehlt: Wenn irgendwer Galle spuckt: Na und? Stell dich taub, Sensibelchen. Und achte mal auf die Frösche, die aus deinem Mund so hüpfen.
Im Austeilen sind wir nämlich ganz gut.
Im Einstecken nicht so.

Dienstag, 5. Januar 2010

Bibelabend findet statt

Wurde in den letzten Tagen ein paarmal gefragt, ob der Bibelabend am Mittwoch stattfindet.
Tut er.
Obwohl nächste Woche der Alpha-Kurs den Bibelabend verschlingen wird, treffen wir uns nochmal und hören im kleineren Kreis eine direktere Botschaft aus Gottes Wort.

Der Alpha-Kurs ab 13.1.10 ist unser erster und wird, mit über 40 Teilnehmern, auch ganz gut besucht sein. Super. Dank an Matze für die Administration.

Nun wurde gefragt: Kann man auch ohne Anmeldung einfach zum Kurs kommen und so tun, als ob's ein Bibelabend wäre?
Nun, der Kurs ist ein Kurs.
Wer nicht weiß, ob er jedesmal dabeisein kann,(Schichtarbeiter etwa), möge sich anmelden und dann kommen, wenn er kann.

Auch solche, die schon länger Christen sind, sollten nach Möglichkeit mal mitmachen. Denn du bekommst die Grundlagen des Evangeliums nochmal systematisch vermittelt. Hinterher wird dem Neuen klar sein, um was es Jesus geht, und dem Fortgeschritteneren, wie er die Botschaft von der Erlösung weitergeben kannt.
Das sollen wir nämlich können: "So steht nun ... beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens." Epheser 6, 15.

Praise Night am 9.1.2010 findet auch statt.

Montag, 4. Januar 2010

2010

Der Morgen des 1.1.2010 war herrlich.
Ich verbrachte Zeit mit Gott, als plötzlich die Sonne durch den Nebel stieß. Weil das so malerisch aussah, öffnete ich das Fenster, um die Szenerie zu genießen, und statt zu frieren wurde mir frühlingshaft warm.

Aus einer Laune heraus beschloß ich, die Bibel zu öffnen, einfach irgendwo, um mich überraschen zu lassen, was die erste Schriftstelle des neuen Jahrzehnts sein würde. Unzumutbar albern, gebe ich zu. Denn man liest die Bibel nicht, indem man sie irgendwo aufschlägt. Man sollte da planmäßiger vorgehen. Schon gleich gar nicht läßt man sich von solchen Bibelstechereien Führung geben, indem man die zufällig aufgeschlagenen Stellen auf seine Situation deutet. Ich denke da an Leute, die ihre Bibel solange aufschlagen, bis sie endlich auf eine Stelle stoßen, die ihnen erlaubt zu tun, was sie im Herzen längst beschlossen haben zu tun.
Anyway.

Ich schlage also meine Bibel auf--und lande tatsächlich bei einer relevanten Schriftstelle. Sie hat zu mir gesprochen. Hier ist sie:

"Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:
Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden."

Im griechischen Urtext heißt es: "zu den Fabeln hingewendet werden", passiv.
Wer sich von Gottes Wort abwendet, der wird zu den Fabeln hingewendet, (zu "Offenbarungen", die zwar interessant klingen, aber unbiblisch sind), und merkt es gar nicht. Wir müssen unser Herz in beide Hände nehmen und uns immer wieder fragen, ob wir das ganze Evangelium hören (und predigen), und ob wir Gottes Willen tun wollen oder bloß unseren eigenen.

Paulus fährt fort und ermahnt Timotheus in 2 Tim. 4, 1-5:
"Du aber sei nüchtern in allem, ertrage Leid, tu das Werk eines Evangelisten, vollbringe deinen Dienst."

Zeitlose Sätze.
Mein Motto für dieses Jahr.
Und immerdar.